10. Juni 2015

Unternehmenswerte Atemberaubend

Die Fusionswelle rollt an den Auslandsbörsen

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Bildquelle: shutterstock Tabakbranche: Reynolds will Lorillard

Die erfolgreichen internationalen Unternehmen sind so profitabel wie noch nie. Sie wissen nicht mehr wohin mit dem vielen Geld. Im Vergleich dazu scheinen die Aktienkurse erstklassiger Unternehmen hoch. In Wirklichkeit sind sie jedoch viel zu niedrig. Das zeigt sich an der Fusionswelle im Ausland. Ein Vorgeschmack dessen, was noch auf uns zukommen wird. Manche Aktionäre werden noch staunen, wie viel ihr Unternehmen wirklich wert ist. Hierzu einige Beispiele aus den USA und der Schweiz:

Die private deutsche Firma DORMA fusioniert mit dem Schweizer Börsenunternehmen KABA in der Tür- und Zugangsbranche. Die amerikanische Holding Danaher schluckt den US-Filterspezialisten PALL Corp. für 13 Milliarden US-Dollar. In der Saatzucht-Pflanzenschutzbranche bietet der Gigant Monsanto 49 Milliarden Schweizer Franken für den Konkurrenten Syngenta in Basel.

In der Tabakbranche betreibt Reynolds den Zusammenschluss mit dem US-Konkurrenten Lorillard. Das Fusionsvolumen beträgt 27 Milliarden US-Dollar. Im IT-Sektor in den USA übernimmt der Halbleiterhersteller Avago Technologies den Konkurrenten Broadcom für 37 Milliarden US-Dollar. Broadcom gehört zu den Senioren in der Branche und ist auf Chips in Smartphones und Tablets spezialisiert. Und bei den Kabelnetzbetreibern bietet Charter Communications gleich für zwei Unternehmen: Time Warner Cable soll für 79 Milliarden US-Dollar und Bright House Networks für zehn Milliarden US-Dollar aufgekauft werden.

Diese Transaktionen sind allesamt keine acht Wochen alt. Vor nicht allzu langer Zeit ist ein Aufkaufversuch bei dem Bierkonzern Heineken nur an dem Widerstand der Gründerfamilie gescheitert. In den USA dagegen ist die Firma Heinz mit Hilfe von Warren Buffett aufgekauft worden. Heinz wiederum fusioniert in den USA nun mit dem Lebensmittelkonzern KRAFT.

Das Fazit ? Eine Asset-Inflation sondergleichen. Was für Preise! An erstklassigen Aktiengesellschaften festhalten und kurzfristige Rücksetzer ignorieren.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Autors.


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