14. Juli 2015

Nach dem Führungswechsel Wird die AfD jetzt wählbar?

Das Falschgeldsystem muss fallen

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Bildquelle: shutterstock Alles auf Start: Alternative ohne Falschgeld?

Zugegeben – für mich war die AfD unter Bernd Lucke nie eine Alternative für Deutschland. Zu viele Denkverbote, zu viel krampfhaftes Festkrallen am Mainstream, eine Euro-Debatte, die zwar den Weg in die Öffentlichkeit und in die Parlamente öffnete, aber sich nie an den Kern der Sache herantraute. Viel zu oft ließ Bernd Lucke verlautbaren, dass er eine Diskussion am grundsätzlichen Geldsystem nicht wünsche und schon gar nicht zulassen werde.

Bernd Lucke war für mich der Tugendwächter einer Gesellschaft, die alles sein will – nur nicht offen für eine echte Demokratie (wenn es die überhaupt gibt).

Nun ist Bernd Lucke weg, und Frauke Petry hat das Ruder übernommen. Und wenn ich auch hier (noch) äußerst skeptisch bin, so imponiert mir doch eines ganz gewaltig – nämlich, dass die Dame sich ganz offensichtlich weit weniger anzubiedern gedenkt als ihr Vorgänger.

Wenn Frau Petry es in Zukunft auch noch schafft, dubiose Auszeichnungen von Herrn Gauck abzulehnen (der immer dann den Mund aufmacht, wenn er entweder von etwas überhaupt keine Ahnung hat oder wieder mal „die Deutschen“ schuldig spricht), dann sehe ich hier durchaus gute Voraussetzungen, dass die Debattenkultur, die in Deutschland und anderswo dringend eingeführt werden muss, wieder zu neuem Leben erweckt wird.

Wir sind in diesem Land erstarrt! Die Menschen trauen sich kaum noch, die Dinge beim Namen zu nennen, weil sie permanent Angst haben, „rechts“ zu sein, ein „Nazi“ zu sein, „ausländerfeindlich“ oder „nationalistisch“. Es ist kaum noch möglich, sich frei zu entfalten, sich frei zu äußern, wenn es nicht dem links-grünen Vorschriftenkatalog entspricht.

Wenn Frau Petry und das neue Team es wirklich schaffen, die Diskussion um das eigentliche Dilemma, nämlich unser Falschgeldsystem, zu thematisieren; wenn dieses Team es schafft, die Denkverbote über den Jordan zu jagen; wenn diese Leute es schaffen, ihrem Ego ein Schnippchen zu schlagen und sich von Fernsehauftritten fernzuhalten und ihre Geradlinigkeit auch dann noch zu zeigen, wenn die links-grünen Moralwächter hohe Wellen schlagen – dann wird die AfD in der Tat wählbar.

Die Griechenlandkrise ist keine Krise Griechenlands. Sie ist keine Krise des Euro. Sie ist schon mal gar keine Krise des Kapitalismus (den wir nicht haben), keine Krise des Liberalismus (den wir auch nicht haben), und sie ist keine Krise der Solidarität.

Die Griechenlandkrise ist ganz einfach eine Krise des Falschgeldsystems, das sich hier offenbart. Je länger man diesen Irrsinn am Laufen hält, desto mehr Länder werden davon betroffen sein. Eines nach dem anderen wird wie ein Dominostein umfallen.

Solange also das Falschgeldsystem nicht zu Fall gebracht wird, wird sich auch nichts ändern. Kein Herumdoktern an den Symptomen, kein Herumgipfeln bis zum Umfallen, kein Beschimpfen von irgendwelchen Wasserträgern. Nichts wird sich ändern, außer, dass es noch schlimmer werden wird.

Von daher kann ich nur hoffen, dass die AfD sich nun fängt und tatsächlich zu einer Alternative für Deutschland wird.

Zu einer echten Alternative.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Freiraum.


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