26. Oktober 2015

Individuelle Vorsorge Weichenstellung am Berufsanfang

Am Anfang steht das Sparen

Artikelbild
Bildquelle: shutterstock Steht am Anfang eines jeden Weges: Das Sparschwein

Die meisten Arbeitnehmer laufen auf eine Versorgungslücke im Alter zu. Schuld daran ist nicht Frau Merkel. Das Versäumnis liegt im falschen Aussageverhalten. Für junge Menschen, die am Anfang ihrer Berufslaufbahn stehen, gibt es einen guten Lösungsansatz.

Finanzielle Unabhängigkeit im Alter ist nur durch eine langfristig angelegte Strategie des Sparverhaltens erreichbar. Das systematische Sparen bildet die Basis für spätere Kapitalanlagen. Das Wort „Sparen“ klingt etwas altmodisch und ist bei vielen Menschen derzeit nicht populär. Aber ohne das schlichte „weniger ausgeben, als man einnimmt“ wird es mit der Altersversorgung nichts.

Wie geht man dieses Thema am besten an? Was sollte man jungen Menschen empfehlen? Da fällt mir ein einfaches, aber wirksames Sparmodell aus meiner Vergangenheit ein: Als ich in den 80er Jahren meine Berufslaufbahn bei Dow Chemical begann, hatten wir die Möglichkeit, zehn Prozent unseres Bruttolohns in Firmenaktien anzulegen. Das Schöne an dem Modell war, dass diese zehn Prozent des Bruttolohns jeden Monat von vornherein in der Gehaltsabrechnung einbehalten wurden. Man bekam diesen Sparbetrag also erst gar nicht in die Hand. Es war so, als wenn das monatliche Gehalt um zehn Prozent gekürzt worden wäre.

Der Automatismus dieses Sparmodells ist der Dreh- und Angelpunkt. Die Systematik, sein Konsum- und Ausgabeverhalten vom ersten Job an auf ein um zehn Prozent verringertes Gehalt abzustellen, ist eine gute Weichenstellung. Bei jeder Gehaltsverbesserung wird entsprechend der Abzugs-Sparbetrag angehoben: Immer zehn Prozent vom Bruttogehalt.    

Ob der Arbeitgeber die monatlichen Beträge einbehält oder ob man mittels eines Dauerauftrages sich selbst organisiert, ist letztlich gleich. Wer ohne Unterbrechung, Monat für Monat, Winter wie Sommer, über Jahrzehnte dieses Sparmodell anwendet, ohne Hin und Her, der wird eines Tages staunen. Ohne je eine Einschränkung in seinem Leben gespürt zu haben, wächst dem Arbeitnehmer da ein beachtliches Vermögen zu.

Fazit: Am Anfang von klugen Kapitalanlagen steht das Sparen. Die Weichenstellung für eine lebenslange Sparsystematik früh zu finden, lohnt sich. Der Ansatz „zehn Prozent vom Bruttomodell“ ist ein schmerzfreier Einstieg.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Autors.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Dossier: Altersvorsorge

Mehr von Markus Elsässer

Über Markus Elsässer

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige