07. Dezember 2015

Klima-Ideologie Auf dem Weg in eine weltumspannende Bürokratie

Was ist mehr bedroht, das Klima oder die Freiheit?

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Bildquelle: shutterstock Sollen weltweit helfen, das Klima zu retten: Kernkraftwerke

Es folgen drei Radioberichte. Zwei sind wahr. Sie stammen aus der Umweltredaktion von SWR 4, dem Sender, den ich morgens höre und der mir neuerdings sofort die Laune verdirbt. Eine Geschichte ist allerdings von mir erfunden. Raten Sie selbst, welche das sein könnte. Sie alle handeln von der Rettung der Welt, indem wir unser Leben so verändern, dass wir weniger CO2 verbrauchen, jenes Gas, das ausgesucht wurde, um die ganze Welt in Angst und Schrecken zu versetzen.

Erster Bericht: Wir können unsere persönliche CO2-Bilanz wesentlich verbessern, indem wir auf Restaurantbesuche verzichten und stattdessen zu Hause essen. Zu einer Gaststätte müssen wir fahren, was meistens mit dem eigenen Auto geschieht. Das ist unnütze Kohlendioxid-(CO2)-Erzeugung. Wenn schon in ein Restaurant, dann bitte mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Aber auch das ist nicht gut. Ein Restaurant muss geheizt werden, zu Hause dagegen ist es schon warm. Der Gastronom muss zum Markt fahren und die Ware einkaufen. Ein Weg, der entfällt, wenn wir selbst kochen. Gaststätten, vor allem gehobene Restaurants, können nicht genau einschätzen, wie viel sie verkaufen, so dass sie Lebensmittel, die nicht verzehrt werden, wegwerfen müssen. Eine ganz schlimme unnötige CO2-Belastung. Einigermaßen akzeptabel sind dagegen Großküchen für Kantinen. Fazit: Restaurantbesuche beschleunigen in unnötiger Weise die Klimaerwärmung.

Zweiter Bericht: Durch sein persönliches Verhalten kann der Mensch beachtliche Mengen CO2 einsparen. Die Ablehnung von Olympischen Spielen in München und Hamburg zeigen, dass die Deutschen die Schädlichkeit des Leistungssports für das Weltklima erkannt haben. Kohlendioxid ist Bestandteil der Luft. Bei jeder Kalorie, die unser Körper verbrennt, entsteht Kohlendioxid, das wir schlicht ausatmen. Pflanzen nehmen umgekehrt Kohlendioxid auf und brauchen es für die Photosynthese. Ohne CO2 gäbe es weder Pflanzen noch Menschen. Aber: Je nach Aktivität vergrößern wir die CO2-Bilanz, diesem, wie wir täglich hören, giftigen Gas.

Dicke Menschen mit viel Fett haben eine bessere Bilanz als Muskelmenschen. Unsportliche Typen auf dem Sofa haben deshalb die beste Klimabilanz (solange sie nicht den Fernsehapparat einschalten). Selbst bei absoluter Ruhe erzeugt ein Muskelmensch mehr CO2 als eine Couch-Potato. Wie gefährlich die Sportaktivisten für das Klima sind, zeigen zwei Zahlen: Der trainierende Sportler produziert 2.040 Kilogramm CO2 pro Jahr, der bewusste bewegungsarme Klimaschoner nur 168 Kilo. Einen das Gewissen entlastenden Ausgleich können die Sportler schaffen, indem sie weniger Auto fahren. Angaben aus Zeit Online (2014), einem den Klimawandelgläubigen nahestehenden Organ, rechnen vor, dass 100 Gramm CO2 beim Verbrennen von 4,3 Litern Benzin oder 3,8 Litern Diesel entstehen.

Hochgerechnet heißt das: Die 82 Millionen in Deutschland lebenden Menschen produzieren rund 30 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, das sind zehn Prozent, die bei der Industrieproduktion entstehen. Das heißt auch, dass eine Million Flüchtlinge den CO2-Ausstoß in Deutschland deutlich erhöhen. Das heißt wiederum, dass bei einer kontinuierlichen Zunahme der Weltbevölkerung der industrielle CO2-Ausstoss um zehn Prozent gesenkt werden muss, um den Status quo zu erhalten.

Dritter Bericht: Welche Äpfel darf ich zu welcher Jahreszeit essen? Die beste Klimabilanz haben Äpfel zur Erntezeit, wenn ich sie im eigenen Garten oder wenigstens in der engeren Nachbarschaft pflücke. Die Regionalität spielt für die Winterzeit auch noch eine große Rolle. Äpfel schneiden dann besser ab als Ananas oder Orangen, deren CO2-Bilanz wegen der Transportwege schlechter ist. Aber ab März wird es für die deutschen Äpfel problematisch. Damit sie noch frisch aussehen, müssen sie in gekühlten Hallen gelagert werden – das ist sehr energieintensiv. Auch fallen doppelte Transportwege an. Sie müssen zu und von den Hallen gefahren werden. Dann sind sogar die Äpfel aus Neuseeland, Südafrika oder Chile CO2-wettbewerbsfähig. Wobei ich mich schon wundere, dass der doppelt so lange Weg von Neuseeland im Vergleich zu Südafrika keine Rolle mehr spielen soll.

Wie gesagt, eine der drei Nachrichten stammt nicht vom SWR 4. Aber ich könnte noch über ein weiteres Dutzend solcher Horrormeldungen schreiben, mit denen die Radiohörer täglich traktiert werden, und zwar nicht nur vom SWR. Die öffentlich-rechtlichen Anbeter des durch Treibhausgase verursachten Klimawandels laufen gerade zur Hochform auf. Der Pariser Klimagipfel versetzt sie regelrecht in Trance – jedenfalls vergessen sie die Pflicht zur kritischen Distanz, die den Beruf des Journalisten auszeichnen sollte.

Zugegeben: Da treffen sich mehr als 150 Staatsoberhäupter in Paris, und alle huldigen den Erkenntnissen des IPCC, jenem „International Panel of Climate Change“, das in Deutschland ehrerbietig als „Weltklimarat“ bezeichnet wird. Staatschefs, wie US-Präsident Barack Obama, reden von der letzten Chance, die Welt zu retten, der allmächtige Chinese Xi Jinping verspricht CO2-Reduzierungen ab 2030,  der Franzose François Hollande überschlägt sich bei den Versprechungen von Aktivitäten, kleine und kleinste Staaten beklagen ihren nahenden Untergang und kein Staatschef bietet mehr als die mächtigste Frau der Welt, unsere Kanzlerin, die Physikerin Angela Merkel.

Wer will da noch eine kritische Frage stellen, ohne Gefahr zu laufen, ein Ignorant, ein Querulant, ja ein gefährlicher Akzeptant des drohenden Weltuntergangs zu sein. Er wird mindestens als Lobbyist der Kohle- und Ölindustrie entlarvt oder ganz einfach als Irrer abqualifiziert. Wer kann sich das erlauben? Ein Politiker, der Fragen stellt, ob das, was bei uns als Energiewende gefeiert wird, nicht vielleicht ein gewaltiger Schlammassel und pure Planwirtschaft ist? Ein Journalist, der die Widersprüche zwischen den Voraussagen des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung aufdeckt, das sich jeder öffentlichen Auseinandersetzung verweigert? Als Wissenschaftler, der auf Zuwendungen aus dem von Klimawandel besessenen Behörden und Ministerien angewiesen ist?

Sie halten diese Fragen für übertrieben? Kurz vor Konferenzbeginn in Paris habe ich eine Fleißarbeit von Prof. Dr. Friedrich Karl Ewert vorgestellt. In jahrelanger Arbeit hat er herausgefunden, dass eines der beiden Institute, die das IPCC mit Wettertemperaturen beliefern, seine Daten ab 2012 so verändert hat, dass sich ein deutlicher Temperaturanstieg für den Zeitraum von 1880 bis heute ergibt. Es geht nicht darum, dass Journalisten, Politiker und Wissenschaftler die Erkenntnisse von Ewert ungeprüft übernehmen – aber kein einziger Bundestagsabgeordneter, der Deutschland die Energiewende beschert, hat überhaupt nachgefragt, was an dieser Manipulation dran sein könnte. Keine einzige Zeitung hat ihre Paris-Propaganda unterbrochen und die Ewert-Studie zumindest hinterfragt. Dabei wäre es äußerst lohnenswert und sehr spannend, die Aussagen der Staatschefs und Hintergründe der Allianzen auf dem Klimagipfel von Paris kritisch zu überprüfen.

Angefangen mit dem Friedensnobelpreisträger Barack Obama. Vor ein paar Wochen erlaubte er dem Shell-Konzern, in der Arktis nach Öl zu suchen. Die US-Umweltschützer waren entsetzt. Aber Shell will gar nicht mehr bohren. Da oben in Alaska ist das bei den heutigen Ölpreisen zu teuer. Jetzt tritt Obama als oberster Klimaschützer auf und verspricht, dass sich die USA ihrer Verantwortung bewusst seien. Dabei ist eines ganz sicher: Was immer in Paris ausgehandelt wird, werden die Vereinigten Staaten nicht umsetzen, weil es dafür weder im Senat noch im Kongress eine Mehrheit gibt. Erinnerungen an das Kyoto-Protokoll werden wach. Damals wurde der Vertrag vom amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore ausgehandelt. In den USA wurde er mit 98 zu null Stimmen abgelehnt und nie ratifiziert. Das wird jetzt Obama auch erleben.

Xi Jinping, der mächtige Chinese, will ab 2030 den CO2-Ausstoß reduzieren. Unklar bleibt: Durch bessere Kraftwerke? Pro Kopf der Bevölkerung? Durch bis dahin neu entwickelte Nuklearkraftwerke? Die Realität: 2.400 Kohlekraftwerke sind weltweit im Bau und in Planung. Davon in China 368 im Bau und 803 in Planung. In Indien 297 im Bau und 159 in Planung. Was die im Sozialismus groß gewordene Kanzlerin Merkel offensichtlich nicht begreift: Die erneuerbaren Energien haben erst dann eine Chance, wenn sie ohne Subventionen wettbewerbsfähig sind. Sie glaubt an Staatseingriffe, die Chinesen und Inder in diesem Falle nicht.

Völlig negiert von den deutschen Klimawandel-Aposteln werden die Intentionen der Franzosen, Briten, Russen, Japaner und zum Teil der Amerikaner. Sie singen mit im Kanon der von Menschen gemachten Klimaerwärmung, um den Bau neuer Kernkraftwerke zu rechtfertigen. Was die deutschen Grünen nicht wahrhaben wollen, ist die Tatsache, dass es vor allem die Nuklearindustrie ist, die den menschengemachten Klimawandel propagiert, unterstützt von der Versicherungs- und Finanzindustrie. Beim G7-Treffen dachten mindestens vier von sieben Staatschefs, als sie sich auf das (lächerliche) Zwei-Grad-Ziel festgelegt haben, an den Bau neuer Nuklearkraftwerke. Angela Merkel bezeichnete das Gipfel-Ergebnis als Erfolg, verschwieg aber, wie es zustandekam. Vor allem der Brite David Cameron will so erreichen, dass er für die neuen britischen Atommeiler Preisgarantien vom bis zu Dreifachen des Marktpreises genehmigt bekommt. Und das geht nur mit der Begründung: Nuklearkraft ist CO2-neutral.

Für die Versicherungswirtschaft kann über die angeblich zunehmenden Naturkatastrophen gar nicht genug gejammert und berichtet werden. Sie hat dann die Chance, umso ungenierter die Prämien zu erhöhen oder einen Ablasshandel anzubieten. Wer viel fliegt, beruflich oder als Urlauber, kann dann Versicherungen für arme Drittweltstaaten-Dörfer abschließen. Wie das funktioniert, war vor kurzem anhand eines Artikels in der „FAZ“ zu erfahren.

„Peruaner verklagt RWE wegen Klimaschaden“, war die Überschrift – leider auch noch im Wirtschaftsteil. Saùl Luciano Lliuya, ein Kleinbauer in der Stadt Huaraz, die zirka 3000 Meter hoch in den Anden liegt, hat entdeckt, dass der deutsche Energiekonzern in Deutschland CO2-schädliche Braunkohlekraftwerke betreibt. Dadurch sieht er seine Existenz bedroht.

Oberhalb der Stadt Huaraz schmilzt ein Gletscher, der einen See speist, der wiederum einen Damm zu überfluten droht, was zu einer gewaltigen Katastrophe führen würde. Und genau dafür macht Lliuya jetzt den deutschen Energiekonzern verantwortlich, weil der einen weltweiten Anteil am CO2-Ausstoss von 0,45 Prozent habe. Die Klage wird unterstützt von „Germanwatch“.

Nun hätte ich von einer Qualitätszeitung wie der „FAZ“ erwartet, dass sie etwas über die Hintergründe dieser skurrilen Klage erklärt. Ein Kleinbauer aus den Hochanden liest in einer Zeitung, dass es in Deutschland einen Energiekonzern gibt, der auch Kohle verbrennt. Daraufhin entscheidet er sich, dieses Unternehmen haftbar zu machen. Sollen wir das wirklich glauben?

Wahrscheinlich ist der Kleinbauer aus dem abgelegenen Huaraz Analphabet, oder wenn er Glück hat, spricht er Spanisch neben seinem Indiodialekt. Eine deutsche Zeitung hat er sicher noch nie gesehen, von RWE und CO2 ganz sicher noch nie etwas gehört. Da uns die „FAZ“ hier dumm lässt, muss ich spekulieren. Eine der international gut vernetzten Klimakämpfer hat den Bauern aufgetrieben und missbraucht ihn jetzt für einen sinnlosen, aber Publicity-wirkungsvollen Prozess, der es auch prompt in die „FAZ“ schafft. Mit dabei ist „Germanwatch,“ eine Organisation, die vor Jahren schon viel Geld von der Münchner Rückversicherung erhielt und brav die Zunahme der Weltkatastrophen propagiert. Was die Kultusminister der Münchner Rück nie erlaubt hätten, erlaubten sie aber „Germanwatch“. Die durfte in einigen Bundesländern ihre verlogene Klimapropaganda in Schulen abspulen. Ich bin im Besitz solcher Vorträge, die identisch sind mit den Präsentationen der Münchner Rück, die ich auch einmal erleben durfte.

Indem man darauf verzichtet, selbst naheliegende Fragen auch nur zu erwähnen, steigert sich die Berichterstattung rund um diese Mammutveranstaltung von Paris zu einer einzigen Gehirnwäsche, die in einer regelrechten CO2-Hysterie mündet. 1971 ist der Gletschersee oberhalb von Huaraz schon einmal geborsten und hat mit seiner Flutwelle 7.000 Menschen begraben. Statt alles daran zu setzen, dass sich diese Katastrophe nicht wiederholen kann, die mit dem Weltklima überhaupt nichts zu tun hatte, wird jetzt selbst diese abgelegene Weltecke in den Anden in Deutschland für den Propagandafeldzug der Klimaerwärmungsprofiteure missbraucht.

Auch die Rolle der Entwicklungsländer auf den Klimakongressen wird nicht hinterfragt. Es stimmt, sie erzeugen pro Kopf weniger Kohlendioxid als die Industriestaaten. Aber die Armut und das politische Chaos hängen nicht mit Klimakatastrophen zusammen, wie es uns eingeredet wird. 
Den peinlichsten Vergleich hat sicher unsere derzeitige Umweltministerin Barbara Hendricks benutzt, als sie selbst den Exodus aus den Kriegsgebieten des Mittleren Ostens als Folge des Klimawandels umdeuten wollte. Die Armut der Welt ist nur durch die Bekämpfung der Korruption und der Unterdrückung der Menschen zu beseitigen. An Geld mangelt es nie. Wenn zum Beispiel ein afrikanischer Staat nur halbwegs stabile Verhältnisse und eine einigermaßen akzeptable Menschenrechtssituation nachweist, wird er mit Geld und Projekten überhäuft. Statt den Staaten Hilfe bei der Bekämpfung der vorgeblichen Treibhausgas-Erwärmung zu geben, sollten ihnen marktwirtschaftliche Lösungen finanziert werden, die ihre Energiearmut überwinden. Seit den 70er Jahren habe ich solche Projekte in Filmen vorgestellt. Sie alle scheiterten entweder am Größenwahn der Staaten (Brasilien, Iran) oder an brutaler Korruption. Jetzt wurde ein neues Vehikel erfunden: Kompensation der Klimaschäden durch die Industriestaaten.

Sollen wir etwa an Indonesien zahlen, weil es Borneo verbrennt, um Palmölplantagen anzulegen? Dort verursachen die Brände so viel CO2 an einem Tag, wie Deutschland im Jahr einsparen kann. Oder an Simbabwe, wo ein Machthaber die Ernährungsbasis der Bevölkerung mutwillig zerstört? Oder an Bangladesch, wo eine zunehmend islamische korrupte Regierung jede kontinuierliche wirtschaftliche Entwicklung verhindert? Die Liste ließe sich endlos fortführen.

Ein Beispiel aber will ich noch beschreiben, weil es zeigt, wie der Klimawandel missbraucht wird. Die letzte Spendensammlung der katholischen Hilfsorganisation Misereor hat den Schwerpunkt: Hilfe für die armen Fischer auf den Philippinen. Seit meiner Kindheit habe ich für Misereor gespendet, dies auch meinen Kindern dann weitervermittelt. Im Jahr 2015 habe ich das beendet. In seiner Broschüre und im Internet zeigte Misereor, dass sich das Meer durch den Klimawandel erwärmt, dadurch die Korallen absterben und so die Fischer keine Fische mehr fangen und sie hungern müssen.

Was stimmt, ist, dass es den philippinischen Fischern vor allem auf den abgelegenen Inseln sehr schlecht geht. Aber mit dem Klimawandel hat das nun überhaupt nichts zu tun. 1986 habe ich für das ZDF einen Film über das Elend der Fischer gedreht. Die Ursache ihrer mickrigen Fangergebnisse war die verheerende Tatsache, dass sie unter Beteiligung des Militärs unter dem Diktator Ferdinand Marcos 92 Prozent der Korallenriffe zerstört hatten: mit Dynamit- und Zyanidfischerei. Was fehlte, waren Berater, die ihnen erklärten, was zu tun ist, damit wieder Korallen entstehen, dass sie nicht zu kleinmaschige Netze benutzen dürfen und vor allem, dass Kühlketten gebaut werden müssen, damit der Fisch nicht verrottet, bevor der Fang in die Städte kommt.  Warum braucht selbst die katholische Kirche den Popanz vom Menschen verursachten Klimawandels, um unwissenden und verarmten Fischern zu helfen? Glaubt sie dadurch mehr Spenden zu generieren?

Die Klimapolitik des Vatikans ist abgeschrieben vom IPCC und den Klimapropagandisten. Es ist die Übernahme deren Interpretationen von Physik, Chemie, Biologie und Meteorologie. Sie haben keine eigenen Wissenschaftler. Nächstes Jahr jährt sich zum 400. Mal der Tag, als sich der Vatikan das letzte Mal in die Naturwissenschaften einmischte und Galileo Galileis Erkenntnisse von der Sonne und der Erde verdammte. Das ist der Kirche nicht gut bekommen. Jetzt hat die Kurie wieder Schwierigkeiten mit der Sonne. Sie glaubt, dass der Mensch das Klima verändert, nicht die Sonne. Ob es wieder 400 Jahre dauert, bis sie ihre Meinung ändert? Nur lügen sollte sie in der Zwischenzeit nicht.

Je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr fallen die Widersprüche auf, entdecke ich glatte Lügen, primitive Panikmache und nackte Geldmacherei – aber keine Antwort auf die Frage: Wird unser Klima global mehr von Treibausgasen oder von der Sonne beeinflusst? Warum wird das Buch der kanadischen Journalistin Donna Laframboise von unseren Abgeordneten nicht gelesen, in dem sie nachweist, wie das IPCC das Märchen von den angeblich 18.000 besten Wissenschaftlern der Welt konstruiert hat? Ist es Faulheit? Verantwortungslosigkeit? Oder ist die Mär vom menschengemachten Klima einfach zu verlockend?

Nigel Calder, der britische Wissenschaftsjournalist und Ex-Herausgeber von „New Scientist“, hat mir vor 17 Jahren gesagt: „Günter, du wirst sehen, alle Parteien von links bis rechts in allen Industriestaaten werden dieser Manipulation folgen. Zum ersten Mal erhalten sie die Erlaubnis, die Luft zum Atmen zu besteuern, und werden dafür auch noch gelobt, weil sie die Welt retten. Diese Chance werden sie sich nicht entgehen lassen.“ Und in der Tat erleben wir seither einen staatlichen Eingriff nach dem anderen in unser persönliches Leben via Verordnungen und Steuern mit der Begründung: Wir müssen die Welt retten.

Abschließend zwei Zitate, die das Spannungsfeld beschreiben, um das es in der Klimadebatte geht.

Der Kanadier Maurice Strong, Initiator des Weltklimarats und erster Chef der UNEP und damit Vorgänger des CDU-Politikers Klaus Töpfer: „Ist es nicht die einzige Hoffnung des Planeten, dass die industrielle Zivilisation zusammenbricht? Ist es nicht unsere Pflicht, das umzusetzen?“

Dagegen der ehemalige tschechische Präsident Václav Klaus 2013 im Sächsischen Landtag von Dresden: „Was ist eigentlich mehr bedroht, das Klima oder die Freiheit? Wir sind Zeugen der Entstehung einer neuen linken Ideologie, die der freien Gesellschaft neue Fesseln anlegt.“

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Achse des Guten.


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