27. April 2016

Politische Korrektheit als Gefahr Der Sommer der Vergewaltigungen und Lügen

Die Herrscherkaste sieht ihrem Ende entgegen

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Bildquelle: shutterstock Damen feiern unbeschwert: Demnächst allenfalls noch auf dem viel gescholtenen Oktoberfest

In der Magistratsabteilung 44 in Wien steigt die Nervosität. In wenigen Tagen öffnen die städtischen Freibäder. Die Jagdsaison ist somit eröffnet. In den vergangenen Wochen und Monaten gab es in den Wiener Hallenbädern einen ersten Vorgeschmack darauf, was die weiblichen und minderjährigen Besucher in den Freibädern der Bundeshauptstadt und anderswo in Österreich in diesem Sommer erwartet. Die „Kronen-Zeitung“ schreibt über die Zustände in den Hallenbädern: „Immer mehr sexuelle Übergriffe durch Flüchtlinge, Gewalt, Morddrohungen“.

Angesichts solcher Entwicklungen schreiben zuständige Wiener Beamte: „Da es in letzter Zeit vermehrt zu Gewalt und sexuellen Übergriffen in den Wiener städtischen Bädern kommt, fordert der Dienststellenausschuss (303) Bäder die Umsetzung des vorgelegten Sicherheitskonzepts.“ Wichtigster Punkt dieses Konzepts: uniformiertes Sicherheitspersonal in allen Wiener Freibädern.

Diese Forderungen dürften von der rotgrünen Wiener Stadtregierung weitgehend ignoriert werden. Die Freibäder in der angeblich schönsten und lebenswertesten Stadt der Welt als schwer bewachte Sicherheitszonen? Das käme dem Eingeständnis gleich, mit der Welcome-Refugee-Politik kläglich gescheitert zu sein. Bis auf ein paar halbherzige Alibiaktionen à la Einsatz von interkulturellen Mediatoren und anderem wirkungslosen Multikulti-Gedöns werden deshalb seitens der linken Stadtregierung keine wirkungsvollen Maßnahmen gesetzt werden. Man lässt lieber Kinder und Frauen ins offene Messer laufen. Dass die Linke für ihre abstrusen Utopien und zur Absicherung ihrer Macht solche menschlichen Kollateralschäden in Kauf nimmt, haben bereits die deutschen Genossen in Nordrhein-Westfalen eindrücklich bewiesen. Wie jetzt die Zeitung „Express“ aufgedeckt hat, war das Umfeld von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) bereits am 1. Januar über die massenhaften Übergriffe in Köln informiert worden. Man wollte sie vertuschen, so tun, als ob nichts passiert wäre, das Leid der Frauen war und ist der roten Landesführung egal. Das ist in jeder Hinsicht verkommen, verantwortungslos und ein erschreckendes politisches Sittenbild.

Dass dieser Skandal überhaupt an die Öffentlichkeit gekommen ist, ist einzig und allein den Bürgern und den sozialen Medien zu verdanken. Die Mainstreammedien, die Komplizen und Helfershelfer der neosozialistischen Welcome-Refugees-Politiker, berichteten nur, weil sie dem Druck der sozialen Netzwerke und alternativen Medien im Internet nachgeben mussten, um nicht den letzten Rest ihrer Glaubwürdigkeit zu verspielen. Köln war ein lauter Warnschuss, der trotz aller gegenteiligen Beteuerungen seitens Politik und Medien ignoriert worden ist. Man machte nach einer circa zwei Wochen andauernden Schrecksekunde weiter wie bisher. In Köln genauso wie in Wien.

Die politisch korrekte Elite ist nicht mehr in der Lage, einen Paradigmenwechsel zu vollziehen. Das eigene Ego und ein bequemes mit Steuergeldern finanziertes Plätzchen sind der alten Politikerkaste allemal wichtiger als traumatisierte, gedemütigte und vergewaltigte Kinder und Frauen. Gedeckt und unterstützt wird sie dabei von den Nutznießern des gegenwärtigen Systems, von den Journalisten, Staatskünstlern und der Asylindustrie. Das sollte man nicht vergessen, wenn diese Leute in wenigen Wochen Krokodilstränen über die „völlig unvorhersehbaren Ereignisse“ in Bädern, Parkanlagen und den vielen Open-Air- Veranstaltungen vergießen werden.

All jene, die selbst jetzt noch die für alle offenkundigen Probleme kleinreden und ignorieren und die aus Tätern stets Opfer machen, tragen an den vielen multikulturellen Vergewaltigungen, Belästigungen und Übergriffen, die in diesem Sommer passieren werden, eine große Mitschuld. Widerlich wird es, wenn man so wie nach Köln versucht, die Vorfälle, die man nicht mehr verheimlichen konnte, mit frei erfundenen Zahlen (etwa vom Münchner Oktoberfest), Halbwahrheiten, Verdrehungen und steilen Theorien zu relativieren. Auch das wird in diesem Sommer garantiert passieren: Alles halb so wild, das hat es eh schon immer bei uns gegeben, das haben rassistische Frauen nur erfunden, um Hass zu schüren, kein Wunder bei der sexistischen Werbung, das ist die Folge unserer unterentwickelten Willkommenskultur, und so weiter.

Die Multikulti-Lobbyisten versuchen mit schwindendem Erfolg, sich selbst und den Bürgern die krisenhafte Lage schönzureden. Dass das immer schlechter funktioniert und sich immer mehr Menschen nicht mehr belügen lassen, hat die erste Runde der Bundespräsidentenwahl in Österreich gezeigt, ebenso wie die Unfähigkeit der Politiker, Journalisten und Meinungsforscher, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ein großer Teil der Bürger hat jegliches Vertrauen in diese Berufsgruppen verloren. In privaten Gesprächen erfährt man hinter vorgehaltener Hand von Lehrern, Polizisten, Ärzten, Spitalsmitarbeitern und anderen Menschen, die täglich, unfreiwillig und direkt mit der neuen europäischen Multikultirealität konfrontiert sind, dass sie psychisch und physisch am Limit sind, dass sie ihren Job aus Frust und Überforderung am liebsten hinschmeißen würden. Ein System vor dem Kollaps. Diese Menschen sind verunsichert, verängstigt und verzweifelt. Und sie haben nicht nur keine Rückendeckung durch die öffentliche Verwaltung, die Politik und die meisten Medien, sie haben obendrein einen Maulkorb verpasst bekommen. Über die wahren Zustände zu sprechen, kann den Job und damit die finanzielle Existenz gefährden.

Von der doch nicht ganz so lustigen, bunten und friedlichen Multikultiwelt bekommen die Konsumenten der Mainstreammedien recht wenig mit. Im Fernsehen und in der Zeitung ist die Welt noch weitgehend in Ordnung beziehungsweise sind die Probleme völlig anders gelagert, als der kleine Mann von der Straße zu wissen glaubt. Die Bösen sind die xeno- und islamophoben Europäer mit ihren irrationalen Ängsten, die Opfer die afrikanischen und asiatischen Neuankömmlinge. Dummerweise gibt es in Deutschland und Österreich recht wenige Ereignisse, die in dieses simple politisch korrekte Schema passen. Deshalb muss man ein bisschen nachhelfen. Etwa wenn ein paar jugendliche Identitäre eine die Multikulti-Ideologie preisende Theateraufführung im Audimax der Uni Wien für wenige Minuten stören, um ein paar Botschaften via Transparent und Megaphon loszuwerden. Die Reaktion des Staatsfunks, der meisten anderen Medien und der vom Staat durchgefütterten linken Intellektuellen war dermaßen überzogen und hysterisch, dass sie ihre beabsichtigte Wirkung verfehlte und skurril und überdreht wirkte. Man versuchte aus ideologischen Gründen, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen, und tappte damit in genau jene Falle, die die Identitären gestellt hatten.

Dieselben Akteure in Politik und Medien haben ähnliche Aktionen von Greenpeace den Bürgern als heroischen Akt der „Zivilgesellschaft“ verkauft und Wladimir Putin heftig kritisiert, weil er die Gören von Pussy Riot verhaften ließ, nachdem sie in einer Kirche randaliert hatten. Nach der Aktion der Identitären verloren viele Linke jedes politische Augenmaß und forderten panisch ganz nach dem Vorbild des russischen Präsidenten die harte Bestrafung der moralisch verkommenen Übeltäter. Wenn Aktivisten, das ist der euphemistische Begriff für linksextreme Gewalttäter, mit organisatorischer Unterstützung der Grünen Jugend, bei einer Demo gegen den Akademikerball eine Spur der Verwüstung durch die Wiener Innenstadt ziehen und unter anderem ein jüdisches Geschäft attackieren, dann berichten die Mainstreammedien vor allem über die brutale Polizei, die die „Aktivisten“ provoziert haben soll. Klassische Täter-Opfer-Umkehr, weil man mit den Linksextremisten gar nicht so heimlich sympathisiert.

Man misst mit zweierlei Maß, deckt die gewalttätigen Aktionen linker Straßentrupps und versucht mit reißerischer und verhetzender Wortwahl Menschen mit falscher Meinung zu kriminalisieren. Einige warnen bereits vor der bevorstehenden Wiederkehr der Nationalsozialisten. Andere Statements und Kommentare von Journalisten lassen vermuten, dass diese von der Aktion der Identitären stärker verunsichert worden sind als von den islamistischen Massenmorden in Paris und Brüssel. Nachdem die politisch korrekte Blase geplatzt ist, finden sich viele ihrer einstigen Insassen orientierungslos und verängstigt in der Realität wieder.

Auch in den kommenden Wochen wird der politisch korrekte Machtblock alle Register ziehen und auf seine bereits etwas abgenutzten Strategien (Nazikeule, wer nicht links wählt ist geistig minderbemittelt und so weiter) setzen, um den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer als Staatsoberhaupt zu verhindern. Es wird eine Schlammschlacht, bei der wie beim Limbo-Dance selbst die jetzt schon niedrigen demokratiepolitischen und journalistischen Mindeststandards unterschritten werden, um einen alles entscheidenden Zweikampf zwischen den Mächten des Guten und den Mächten des Bösen zu inszenieren. Oder, wie es Linke und Journalisten gerne ausdrücken, zwischen „Wut“ und „Mut“. Dass sich linke Opportunisten und Systemgünstlinge gerne mit dem Attribut „mutig“ schmücken, gehört zu den politischen Absurditäten im gegenwärtigen Europa.

Wer angesichts des Aufstiegs des politischen Islams in Europa und den Verbrechen von Paris, Köln und Brüssel ernsthaft versucht, ein paar Dutzend Identitäre oder Norbert Hofer als die größten Gefahren für Österreich darzustellen, der hat jedes vernünftige politische Maß verloren, so jemand kann beim besten Willen nicht mehr ernst genommen werden. Diese verzweifelte und hilflose Strategie wird deshalb auch mittelfristig scheitern, obwohl der Grüne Van der Bellen durchaus gute Chancen auf das Präsidentenamt hat. Dass einschlägige Journalisten, Politologen und Meinungsforscher nach der ersten Wahlrunde nun so tun, als ob Hofer quasi schon als Sieger feststünde, ist der nächste (leicht zu durchschauende) Winkelzug, um eine möglichst breite Anti-Hofer-Front zu mobilisieren und die FPÖ-Wähler in falscher Sicherheit zu wiegen, so wie man das bereits im vergangenen Jahr bei der Wien-Wahl erfolgreich umgesetzt hat. Man denkt nicht einmal an eine inhaltliche und faire politische Auseinandersetzung.

Aber auch wenn diese Strategie noch einmal aufgehen sollte, es wäre nur ein Pyrrhussieg. Mit diesen politischen und journalistischen Taschenspieltricks kann die politisch korrekte Herrscherkaste zwar noch einige Wähler in ihrem Sinne beeinflussen und etwas Zeit gewinnen, gegen die selbst in Gang gesetzten katastrophalen und irreversiblen Entwicklungen hat sie aber nicht die geringste Chance. Ihre desaströse Ära ist bereits zu Ende, auch wenn sie es noch nicht realisiert hat.


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Dossier: Politische Korrektheit

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