17. Mai 2016

„Die Welt“ über links und rechts Beatrix von Storch und Frankreichs National-Sozialisten

Reißt aus, solange Ihr noch könnt!

Artikelbild
Bildquelle: Blandine Le Cain(CC BY 2.0)/flickr.com Auch nicht besser als der Rest: Die Sozialisten vom Front National

Es gibt diese Tage, da schaue ich mir sogar einen Artikel auf der Online-Seite der „Welt“ näher an. So auch neulich, als der Schreiberling Matthias Kamann ganz offensichtlich verwundert unter der Headline: „Beatrix von Storch findet Le Pen sehr links“ in die Tasten gehauen hat.

Nun, schon als es im Dezember 2015 in Frankreich „kawumm“ gemacht und Marine Le Pen, Frontfrau des Front National, ihre nicht minder sozialistischen Kollegen in die Schranken verwiesen hat, kam, was kommen musste. In erster Linie schrie der deutsche Gehirnwäschling empört auf: „O weh, o weh, die Rechten sind auf dem Vormarsch!“

Und auch jetzt ist die Formulierung „Beatrix von Storch findet“ überaus charmant. Denn natürlich findet sie das. Was sollte sie auch in Anbetracht der Tatsachen sonst finden? Nun ist es klar, dass Kamann den Storchschen Kollegen Höcke zu Rate zieht, der an einer Zusammenarbeit mit dem Front National ein großes Interesse hat (was seiner Ansicht nach eine äußerst „rechte“ Position ist).

Nun mag man sich fragen, warum die beiden sich hier so uneins sind. Und ich frage mich ganz ohne Zweifel: Wo ist der Front National „rechts“ (nach heutiger Positionierung)?

Alles, was im Programm der französischen Nationalsozialisten zu lesen ist, ist konsequent sozialistische Politik … die Rückkehr zur Rente mit 60, die Anhebung des Mindestlohns, die Ausweitung des ungedeckten, wertlosen Geldes, gegen Globalisierung, gegen Freihandel, für die Verstaatlichung von Banken, für noch mehr Einfluss des Staates auf die Wirtschaft, auf die Bildung, auf den Transport, das Gesundheitswesen, für den Mega-Sozialstaat, für noch höhere Steuern … ja, alles Forderungen für den totalen Staat.

Das einzige, was diese Sozialisten, deren Kollegen übrigens gerade wieder einmal in Venezuela krachend vor die Wand gefahren sind (einem ehemals steinreichen südamerikanischen Land, bevor die Sozialisten es kaputtgegutmenscht haben), von den hiesigen unterscheidet, ist, dass sie diesen Sozialismus auf Frankreichs Bürger beschränken wollen. Das, was eben Nationalsozialisten im Gegensatz zu Internationalsozialisten tun. Das, wofür wir wegen des irren Pseudomalergesellen noch ewig in der Hölle schmoren werden. Es ist nichts anderes. Die gleiche Sauce.

Das, was daran erstaunlich ist, ist, dass den Internationalsozialismus keiner zu ändern gedenkt. Nur der Nationalsozialismus ist zu verteufeln. Ist das logisch? Macht das Sinn? Wenn man – sofern man die Gehirnzellen für das einsetzt, wofür sie gut sind – erkennt, dass Sozialismus eben nur dann ein bisschen länger „funktioniert“, wenn man ihn nationalisiert?

Es ist nicht so, dass der Sozialismus an sich für die Misere verantwortlich gemacht wird. Nein, der soll klasse sein. Er darf nur nicht „fremdenfeindlich“ sein. Wenn der Sozialismus alle gleich arm macht, dann ist er in Ordnung. Wenn er nur die Bio-Bürger eines Landes arm macht, dann ist er böse.

Venezuelas Pleite sollte uns eigentlich (wieder einmal) ein Mahnmal sein. Ein Land, das sich von den „Wohltaten“ von Chávez noch ewig nicht erholen wird. Weil die Wirtschaft nach der jahrelangen sozialistischen Ausplünderung und der vermeintlich wohlstandsstiftenden Umverteilung von Vermögen so am Boden liegt, dass die Menschen dort für lange Zeit am Hungertuch nagen werden.

Venezuela zeigt uns überdeutlich auf, wo wir in nicht mehr ferner Zeit stehen werden, wo Frankreich in nicht mehr ferner Zeit stehen wird.

Aber ist es uns eine Lehre? Nein, natürlich nicht. Wie man in Frankreich sieht. Denn nicht der eigentliche Skandal, dass der Sozialismus so viel Zustimmung erhält, wird thematisiert, sondern der angebliche Skandal, dass dieser „ausländerfeindlich“ ist.

Und deshalb ist mir auch die Position Björn Höckes höchst suspekt. Denn an den Kern der Sache geht er nicht dran, ganz im Gegenteil. Die Position, die er hier vertritt, ist sogar überaus gefährlich. Denn die Kombination aus „Migrationskontrolle“ und einer ausgeprägten Sympathie für sozialistische Positionen ist in der Tat nichts, was wir uns hier wünschen sollten. Wenn man auch unbedingt die Migrationspolitik der Einheitsparteien Deutschlands kritisieren muss, so ist das, was Höcke da ganz offensichtlich anstrebt, ein wahrhaft großes Problem, führt er uns damit doch nur noch tiefer in jeden wohlstandsvernichtenden Sozialismus – in diesem Fall den Nationalsozialismus. Dies ist eine absolute Katastrophe.

Und so bleibt mir zum Schluss, mit einem Augenzwinkern zu sagen: „Liebe Ausländer, seid froh, dass es so ist. Reißt aus, solange Ihr noch könnt. Geht in ein Land, wo das Individuum noch zählt. Geht in ein Land, wo menschlicher Wert geschätzt wird. Das, was im Sozialismus auf Euch zukommt, ist grauselig. Für alle! Ganz egal, ob man zu den (noch) Erwünschten oder zu den (schon) Unerwünschten gehört. Verloren ist man auf jeden Fall!“

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Juwelen“.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Dossier: Sozialismus

Mehr von Susanne Kablitz

Über Susanne Kablitz

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige