19. Juli 2016

Angriff in Würzburg Normale Irre?

Muss man sich an so etwas gewöhnen?

Artikelbild
Bildquelle: Lars Steffens/Wikimedia commons(CC BY-SA 2.0) Tatort Regionalexpress: Der Terror lauert überall

Nachdem ich heute morgen aus dem Bad komme, frage ich meine Frau, wie es ihr geht. „Geht so … meinst du, man kann mit den Kindern ins Freibad, wenn man mit Axtmördern rechnen muss?“ Erst wollte ich den Hinweis abtun … jetzt nur nicht übertreiben. Aber als ich meine schlaftrunkenen Kleinen dann gesehen habe … was, wenn dort tatsächlich so ein Irrer rumrennt? Mich treiben Sorgen um meine Kinder und meine Frau um, an die ich früher nie gedacht hätte. Direkt an besagtem Schwimmbad liegt übrigens ein Flüchtlingsheim. Verabschiedet hat mich meine Frau mit den Worten: „Halt die Augen auf!“

Auf dem Weg zum Bahnhof kommt mir ein südländisch aussehender junger Mann mit einer großen Plastiktüte, mit sich selbst redend, entgegen. Spricht er in ein Handy oder Headset? Offenbar nicht. Ich überlege kurz, die Straßenseite zu wechseln. War aber zum Glück nur ein „normaler Irrer“.

Am Kölner Bahnhof: Wieder ein arabisch aussehender junger Mann mit einem Kinderwagen. Im Wagen aber kein Kind, sondern jede Menge Tüten. Was, wenn …?

Renate Künast twittert nach den Axtattacken des 17-jährigen Afghanen, der auf der Flucht erschossen wurde: „Tragisch, und wir hoffen für die Verletzten. Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen!“ Natürlich, die erste Sorge und vier Fragezeichen gelten dem Angreifer. Ich denke mir: Wenn jemand in Tötungsabsicht auf andere mit der Axt losgeht, muss er dann nicht damit rechnen, selbst getötet zu werden? Der eine oder andere vermengt es schon mit der Todesstrafe. Widewidewiesiemirgefällt!

Nebenbei beschuldigt die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoğuz, die AfD, sie sei mit ihren Parolen mitverantwortlich für das Erstarken des Salafismus. Gut, denke ich, dann ist es auch logisch, dass die Bundesregierung mit ihrer Migrationspolitik mitverantwortlich ist für das Erstarken des Rechtsextremismus. Ach nee, das ist sicher was anderes.

Noch mal zurück zu meiner Familie: Die wird vermutlich heute trotz allem ins Freibad gehen. Und ihr wird vermutlich nichts passieren. Und trotzdem beschleicht mich ein ungutes Gefühl. Ich habe eben Pfefferspray bestellt – wenn ich schon nicht dabei sein kann, möchte ich, dass meine Frau sich zukünftig wenigstens verteidigen kann. Wenn ich könnte, würde ich sie mit einer richtigen Waffe ausrüsten. Ist aber in Deutschland verboten – unsere Polizei schützt uns ja.

Wie schrieb mein Freund Klaus Kelle nach dem Terroranschlag in Nizza in einem anderen Zusammenhang: Ich glaub, ich muss kotzen!

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Papsttreuen Blog.


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