12. Oktober 2016

Gleichstellungspolitik Hurra! Gleiche Bevormundung für alle!

Blüten des Antidiskriminierungswahns

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Bildquelle: shutterstock Gleich statt frei: Mann und Frau beim ärmellosen Training

Anhänger der Gleichbehandlung von Frauen und Männern müssten nun eigentlich jubeln. Zwei männliche Freizeitsportler hatten sich von ihrem Fitnessstudio diskriminiert gefühlt und sich im letzten Jahr an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gewandt. Der Grund: Der Fitnessanbieter habe Männern das Tragen ärmelloser Trainingskleidung untersagt, während Frauen weiterhin ärmellos trainiert hätten.

Die Antidiskriminierungsstelle gab den beiden Männern recht. Sie sah einen Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und konfrontierte den Betreiber mit den Vorwürfen. Der hat nun reagiert und das Verbot ärmelloser Trainingskleidung auch auf Frauen ausgeweitet. „Es lag niemals in unserer Absicht, Menschen in unserem Hause zu diskriminieren“, teilte das niedersächsische Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit.

Nun ist also alles wieder in Ordnung. Männer und Frauen lassen sich gleichbehandelt und gewissermaßen Ärmel an Ärmel die Butter vom Brot nehmen. Anstatt die offensichtliche Ungleichbehandlung von Frauen und Männern durch den Fitnessanbieter zum Anlass zu nehmen, die Sinnhaftigkeit seiner Kleidungsvorschrift gänzlich in Frage zu stellen, haben die beiden Herren der Schöpfung die Freiheit der Gleichheit geopfert.

Das Beispiel macht deutlich, welch absurde Blüten der Gleichheits- und Antidiskriminierungswahn treibt, wenn der Aspekt der Freiheit kaum noch eine Rolle spielt. Das Streben nach Gleichheit wird dann quasi automatisch zur Forderung nach entmündigender Gleichbehandlung. Anstatt einander vorzuwerfen, sich einer gleich- und niedermachenden Bevormundung zu entziehen, sollten Männer und Frauen gemeinsam diesem freiheitsfeindlichen Zeitgeist nicht nur die nackte, sondern auch die kalte Schulter zeigen.

„Die Welt“: „Schluss mit nackten Schultern auch für Frauen“.

Dieser Artikel erschien zuerst in der BFT Bürgerzeitung.


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