14. Februar 2017

Istanbul-Konvention zu Gewalt gegen Frauen Leben als genderakzeptables Nichts

Schießen Sie aus allen Rohren!

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Bildquelle: FashionStock.com / Shutterstock, Inc. Genderakzeptabel: Männer auf der New York Fashion Week

2011 wurde die sogenannte Istanbul-Konvention ausgearbeitet. Es handelt sich dabei gemäß offiziellem Wortlaut um ein Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt und ist als solches ein völkerrechtlicher Vertrag, der per 1. August 2014 in Kraft trat. 43 Nationen haben ihn unterzeichnet, 22 bereits ratifiziert. In Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein steht die Ratifizierung noch aus. Im Fall der Schweiz hat der Bundesrat am 2. Dezember 2016 die empfehlende Botschaft an das Parlament verabschiedet – die Entscheidung steht bevor.

Warum sich hier mit etwas befassen, das in den Meinungsschleudern des Mainstreams nicht stattfindet beziehungsweise nur dann bearbeitet wird, wenn man mit der Thematik gegen die Polen – diese teilrenitenten traditions- und nationsversessenen Feinde des Friedensprojekts Großeuropa – schießen kann? Warum „es“ wie so viele vor ihm nicht einfach abtun als politische Lachnummer und quasi aufgebahrt liegenlassen? Warum in Rage geraten wegen eines weiteren Brüsseler Machwerks, das die Tatsache ignoriert, dass die Schweiz und andere Länder längst die Standards zum Schutz der Frau (ja – es tönt wie Artenschutz) erfüllen, die es fordert, und dessen Umsetzung den Steuerzahler voraussichtlich Millionen kosten wird? Denn wenn auch nichts anderes – dies eine wird es garantiert: kosten. Viel kosten.

Finanzielle Mittel sind sicherzustellen für umfassende politische Maßnahmen, Unterstützung von auf Geschlechter und Geschlechtergewalt spezialisierten NGOs auf allen Ebenen, Koordinationsstellen zur Beobachtung, begleitende Forschung, bevölkerungsbezogene Studien, Kampagnen und Programme zur Bewusstseinsförderung und zur Behandlung, Lehrmittel, Fortbildungs- und Ausbildungsmaßnahmen, rechtliche und finanzielle Unterstützung von Opfern, Ausbildung, Schulung und Hilfe bei der Arbeitssuche, Schutzunterkünfte, kostenlose landesweite und täglich rund um die Uhr erreichbare Telefonberatung, Errichtung von Krisenzentren. Außerdem ein 15-köpfiges Expertengremium zur Überwachung, das nicht nur Immunität, sondern auch weitere, ansonsten Regierungsvertretern vorbehaltene Vorrechte genießt. Die Aufzählung ist nicht vollständig.

Okay – zugegeben: Da kann den steuererpressten Bürger schon eine nicht ganz wutfreie Regung streifen. Aber sind wir das nicht längst gewohnt? Doch – sind wir. Aber in diesem Fall ist es geboten, sich aufzuraffen, Leserbriefe zu schreiben, Kommentare in jedem uns zur Verfügung stehenden Gefäß – alles, um auf dieses im Schatten der Hyperaktualität in Vorbereitung befindliche „Geschäft“ aufmerksam zu machen. Warum?

Deshalb, weil „Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ nur Deckmantel sind. Es geht, mutet man sich die Lektüre des Übereinkommens sowie des erläuternden Berichts zu, um etwas ganz anderes: Hier wird in furchterregender Milde und hirnspaltend sachlich nicht nur die praktische Umsetzung einer kulturmarxistischen Agenda besiegelt, sondern auch die Integration einer islamischen Gewaltkultur als selbstverständlicher Bestandteil unserer Gesellschaft und flächengreifendes Betätigungsfeld des Aneignungsspezialisten Staat vorausgesetzt und zementiert.

Tut man sich den ganzen Anforderungskatalog beziehungsweise die ihm zugrundegelegte Wirklichkeit an, wähnt man sich als Leser unversehens in eine sozialgeschichtliche Epoche versetzt, von der man bisher nichts ahnte und in der Gewalt, Mord und Unterdrückung der Frau nicht nur Normalität, sondern alltägliche Pöbelbelustigung zu sein scheint. Die diese Gesellschaft beherrschenden Männer sind ein Haufen zwanghafter, hyperkonditionierter, unerbittlicher und jederzeit gewaltbereiter Wahnsinniger. Soweit die Sicht der Verfasser.

Dass wir als Gesellschaft davon Lichtjahre entfernt und auf der Anti-Diskriminierungsschiene teilweise längst übers Ziel hinausgeschossen sind, braucht hier nicht weiter behandelt zu werden. Aber daher weht der Wind auch gar nicht. Woher stattdessen, wird erst in den Tiefen des Werks klar. Dort, wo man den erzieherisch „richtigen“ Willen regelrecht schmatzen hört und wo mehr als bloß ein leichtes konstruktivistisches Gerüchlein über der Sache liegt.

Die Übereinkunft hebt als erster solcher Vertrag die biologische Bedeutung von Mann und Frau auf. „Geschlecht“ bezeichnet nach der völkerrechtlich bindenden Übereinkunft keine biologische Gegebenheit, sondern ausschließlich gesellschaftlich geprägte Rollen, Verhaltensweisen, Tätigkeiten und Merkmale, die eine bestimmte Gesellschaft als für Frauen und Männer angemessen ansieht. Der Mann wird in diesem Verständnis per se und mit geradezu grotesker Selbstverständlichkeit mit Gewalt und Unterdrückung in Verbindung gebracht. Er gehört umerzogen – wenn nicht gleich zur Frau (die sind gut), dann wenigstens zum Menschen. Denn: Wer Mann ist, ist eigentlich schon Täter. Und es ist in dieser ideologischen Blase nur konsequent, wenn das Papier festhält, dass Maßnahmen mit dem Ziel zu treffen seien, die „Vorurteile, Bräuche, Traditionen und alle sonstigen Vorgehensweisen, die auf der Vorstellung der Unterlegenheit der Frau oder auf Rollenzuweisungen für Frauen und Männer beruhen, beseitigen“.

Ehe, traditionelle Familie nach klassischen Rollenbildern, männertypische Berufe oder Studienfächer gelten in diesem Verständnis als „wirtschaftliche Gewalt“ und „strukturelle Unterdrückung“. Gegenseitige und freiwillig vereinbarte Abhängigkeit innerhalb einer Partnerschaft oder Familie ist der totalen Abhängigkeit vom Staat zu opfern. Es fällt dann auch leichter, die andernorts grandios gescheiterte Wahnidee vom neuen Menschen schon ab frühestem Alter und via Fremdbetreuung und -Erziehung in die Kinderhirne hineinzupraktizieren. Von unseren Traditionen und Bräuchen, die alle aus Zeiten stammen, als das Wort „Diskriminierung“ noch nicht erfunden war, ganz zu schweigen. Kurz: Unter dem Label des „Opferschutzes“ wird hier gerade ein neuer Geschlechterkampf Marke „Eiserner Vorhang“ aufgezogen, der in Wahrheit nur eines will: die Menschen (allen voran den Mann) auf einen sozialen und geschlechtlichen Null-Wert herabwürdigen. Eine Art Säugetier, das sich im Produktionsfaktor-Sein erschöpft.

Die Frage, wie dieser radikale Kulturmarxismus, der sich gegen alle konservativen Lebensmodelle und Geschlechterarrangements richtet, mit der eine Mehrheit der Leute nach wie vor gut lebt, sich mit der Freiheit des Individuums und der Idee eines liberalen Rechtsstaats verträgt, bleibt unbeantwortet. Der Leser gerät indes in Versuchung, zu vermuten, die Verfasserschaft der Mache wähne sich längst nicht mehr in einem solchen: In der auf mehrheitlich westliche und christlich geprägte Gesellschaften zugeschnittenen „Übereinkunft“ werden den Themen „Zwangsheirat“ und „Genitalverstümmelung“ eigene Absätze und Artikel gewidmet. Die Worte „Ehre“ und „Ehrenverbrechen“ kommen 14 Mal vor. Noch Fragen?

Nein? Dann schießen Sie aus allen Rohren! Der große Teil dessen, was sich Bildungsindustrie nennt (Medien, Kultur, Bildungsstätten) ist längst übergelaufen und zelebriert die abgeschafften Männer wie gerade eben anlässlich der New York Fashion Week mit zu Darstellern in einem Monstrositäten-Kabinett erniedrigten Wesen, die nur noch entfernt menschliche Züge zu haben scheinen. Von männlichen ganz zu schweigen. Was hier abgemagert, in geschminkter Lächerlichkeit und mit verhangenem Blick in Stöckelschuhen, Strapsen, Brautkleidern, Damenröcken und Jäckchen über die Catwalks stolpert, lässt einem jedes Lachen auf Brusthöhe einfrieren. Nicht mal Wut kommt auf. Und so gerne man sich abwenden würde, vergessen – tun wir’s nicht: Das ist unsere Sache, die hier von den Medien wohlweislich verschwiegen und im Stillen verhandelt wird. Ihre und meine.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Autors.


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