06. Juni 2017

Trump, Merkel und der Klimaschutz „Wir lassen uns von niemandem aufhalten!“

Bis Deutschland pleite ist ...

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Bildquelle: Nicole S Glass / Shutterstock.com Gegner in Sachen Klimaschutz: Angela Merkel und Donald Trump

Die Trump-Rede zum Rückzug aus der Pariser Klimaübereinkunft hat bei den elitären „Klimaschützern“, besonders in Deutschland, der EU, aber auch vielen anderen Staaten, eingeschlagen wie eine Bombe. Die Reaktion besteht aus Trotz gespeist von Panik. Was passiert, wenn dieses Beispiel Schule macht, fragen sich die entsetzten Protagonisten. Dabei tat Trump nichts anderes als das, was für jeden Staatschef die originäre Aufgabe ist, er verordnete dieser außenpolitischen Vereinbarung eine kühle Kosten-Nutzen-Analyse. Und als sie die nicht bestand, kündigte er sie auf. Zum Nutzen seines Landes.

Das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) begrüßt diese als historisch einzustufende Rede als ersten, wichtigen Schritt zur Abkehr der US-Politik von der Klima-Ideologie hin zur Vernunft. Indem Präsident Trump das Selbstverständliche betont, zu allererst das Wohl seines Landes in den Vordergrund seiner Politik zu stellen, kommt er zwangsläufig zu dem Schluss, dass das Pariser Abkommen nicht den vergeblichen Versuch, das Weltklima zu retten, darstellt, sondern allein zum Ziel hat, unter Missbrauch der Wissenschaft, das Vermögen der Welt zu Lasten derer, die es erarbeitet haben, umzuverteilen. Dass dies nur mittels Täuschung der Wähler und der Verwendung planwirtschaftlicher Zwangsmethoden möglich ist, hat er ebenfalls klar erkannt.

Diese Absicht – von den führenden Protagonisten der UN und des IPCC mehrfach unverblümt ausgesprochen und über Jahrzehnte schleichend, aber unerbittlich in der internationalen Politik verfolgt – hätte auch bei uns längst zu der Erkenntnis führen müssen, dass hier die Klimawissenschaft wissentlich und vorsätzlich missbraucht, ja zu einem reinen Propagandainstrument mit wissenschaftlichem Anstrich umgewandelt wird, um allein ideologische grün-links motivierte Ziele zu verfolgen und die entsprechende Politik dazu zu etablieren.

Angela Merkel – ihres Zeichens promovierte Physikerin – hat diesen Missbrauch nicht nur längst erkannt, sondern – seine Wirkung erkennend – selbst massiv befördert. Nicht umsonst trägt sie den – aus meiner Sicht verheerenden – Titel der Klimakanzlerin. Zitat anlässlich ihrer Antwort zur Trump-Rede: „Wir brauchen dieses Pariser Abkommen, um unsere Schöpfung zu bewahren. Diese Entscheidung kann und wird uns beim Klimaschutz nicht aufhalten. Allen, denen die Zukunft unseres Planeten wichtig ist, sage ich: Lassen Sie uns gemeinsam den Weg weitergehen, damit wir erfolgreich sind für unsere Mutter Erde.“

Besonders der als Regierungs-Dekret verabschiedete „Klimaschutzplan 2050“ sieht genau das vor. Die von ihm geforderte vollständige Dekarbonisierung eines der führenden Industriestaaten der Welt ist darin klar definiert. Die Zwischenziele sind auch präzise festgelegt.

Das bedeutet, dass Merkel und die sie tragenden Altparteien jeder Couleur unter dem Vorwand des „Klimaschutzes“ entschlossen sind, die Umwandlung Deutschlands in einen rückständigen Staat links-grüner Prägung zu betreiben. Dafür gehen sie den Umweg über die Klimahysterie. Wobei mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass die meisten Parlamentarier gar nicht wissen, wem sie zugestimmt haben.

Denn leider ist der direkte Weg immer noch nicht gesellschaftsfähig. Extremes Negativbeispiel dafür, wie man auf schnellstem Weg mittels Sozialismus auch ein schwerreiches Land an den Bettelstab bringt, liefert derzeit Venezuela. Das jedoch schreckt die Wähler ab.

Also sind Merkel und ihre Unterstützer geschmeidiger, viel geschmeidiger. Man verspricht nicht das links-grüne sozialistische Paradies auf Erden, sondern die Vermeidung einer frei erfundenen Klimakatastrophe – wenn auch erst in hundert Jahren. Dazu wird fleißig die Angsttrompete geblasen.

Doch es ist wissenschaftlich höchst umstritten, ob die anthropogenen Emissionen von CO2 überhaupt zu einer Erwärmung der Atmosphäre führen. Derartige Signale sind weder in den historischen noch den aktuellen Satelliten-Messwerten zu finden. Auch nicht in den Tausenden von Seiten der IPCC-Berichte. Sie existieren allein in Computermodellen, was auch zugegeben wird. Die sind jedoch nicht mal in der Lage, die Klimavergangenheit oder die Klimagegenwart einigermaßen zu rekonstruieren. Und da sich das Klima wandelt, seit es eine Atmosphäre auf der Welt gibt, ist der derzeitige – im Vergleich zu früher – äußerst moderate Wandel ohne Einschränkung auf natürliche Schwankungen zurückzuführen.

Dass Merkel nun versucht, um zu retten, was zu retten ist, mit der Hilfe von China, dem Umweltsünder Nummer eins, das Ziel der Dekarbonisierung – wie im Klimaschutzplan 2050 festgelegt – zu erreichen, zeigt, wie sehr es ihr allein auf das Ziel ankommt und wie wenig auf ihre Verpflichtung, nur zum Wohle dieses Landes zu arbeiten.

China darf – und das verschweigen uns Politik und Medien – ohne das Pariser Abkommen zu verletzen, soviel CO2 emittieren, wie es kann. Jede Woche wird dort ein neues Kohlekraftwerk in Betrieb genommen. Erst ab 2030 müsste China anfangen, seine Emissionen abzusenken. Deswegen nimmt es gern zur Kenntnis, dass seine Hauptkonkurrenten auf dem Weltmarkt sich selber durch die Verfolgung der Pariser Klimaziele schwächen. Es bleibt nur das Fazit: Wer solche Verbündeten sucht, schadet seinem Land, und das vorsätzlich.

Andererseits: Welche Panik muss bei den hiesigen Protagonisten über die Trump-Entscheidung herrschen, dass man bereit ist, mit China den Bock zum Gärtner zu machen. Ich sehe sie schon vor mir, die Schönschreiber in Ämtern und Redaktionsstuben schwitzend, diese neue Volte in eine geplante, moralisch hochstehende Großtat umzuschreiben. Es bleibt reine Propaganda. In etwa so überzeugend wie der Leitspruch der untergegangenen DDR: „Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen.“ Die Klimaversion könnte lauten: „Von China lernen heißt Klimaschutz lernen.“

Doch soviele Augen, wie man dazu zudrücken müsste, hat niemand. Und gerade deshalb muss ständig nachgelegt werden. In den nächsten Tagen wird jede Talkshow, jede Nachrichtensendung oder -seite, jedes Feuilleton, diese Propaganda zeigen, besprechen, diskutieren. Immer und immer wieder. Bis die dort agierenden Vertreter selber glauben, was sie dort in Endlosschleife verkünden. Sie bleiben in ihrer Blase gefangen und halten diese für die reale Welt.

Nur eines wird man nicht machen. Man wird auf keinen Fall erwähnen, dass es auch gut begründete andere wissenschaftliche Aussagen zur Thematik gibt. Deren Vertreter existieren im öffentlichen Raum nicht. Man wird auf keinen Fall erwähnen, dass Trump nach einer sorgfältigen Kosten-Nutzen-Analyse festgestellt hat, dass nicht mal Nutzen für das Land vorhanden ist, sondern nur Schaden. Man wird auch auf keinen Fall erwähnen, dass Trump nur getan hat, was die Pflicht aller Staatschefs ist, nämlich Schaden von seinem Land abzuwenden. Das müsste eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Ist es aber nicht. Denn immer noch siegt die Klimapropaganda über den Verstand, zu groß sind die potentiellen Gewinne an Macht, Geld und damit Einfluss.

Alexander King, Club of Rome, 1970: „Auf der Suche nach einem neuen Feind, der uns vereint, kamen wir auf die Idee, dass sich dazu die Umweltverschmutzung, die Gefahr globaler Erwärmung, Wasserknappheit, Hunger und dergleichen gut eignen würden. Alle diese Gefahren werden durch menschliches Eingreifen verursacht. Der wirkliche Feind wäre dann die Menschheit selbst.“

In Deutschland gibt es bisher leider nur eine Partei mit Realitätssinn und begründeter Aussicht, demnächst im Bundestag zu sitzen, um dort die Rückkehr zur Realität zu fordern. Es ist die AfD. Sie sitzt bereits in zwölf Landtagen, und sie kann stolz darauf sein, bereits in ihrem Grundsatzprogramm vom Mai vergangenen Jahres, wie auch im Bundestagswahlprogramm, mit ihrer Forderung nach Ausstieg beziehungsweise Beendigung aller Mitgliedschaften in internationalen wie nationalen Verträgen zum „Klimaschutz“ nicht nur die Entscheidung von Präsident Trump vorweggenommen zu haben, sondern weit darüber hinausgegangen zu sein. Inzwischen wachsen zarte Pflänzchen des Widerstandes auch bei der CDU/CSU – hoffen wir, dass sie wachsen.

„Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit.“ (Václav Klaus.) Dem ist nichts hinzuzufügen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Seite des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE).


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