20. Juni 2017

Menschenwürde und Staatsgewalt Wehe, wenn sie losgelassen!

Absurde Wahnvorstellungen werden plötzlich zur Gefahr

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Bildquelle: shutterstock Mit Hilfe des Staates ausgelebt: Gewaltphantasien

Ich schrieb vor über zwei Jahren, von den Strafverfolgungsbehörden unentdeckt, folgenden gemeingefährlichen Satz: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Es handelt sich dabei um eine nachgeordnete Norm des Grundgesetzes (Artikel 20), die im eklatanten Widerspruch zu Artikel 1 Grundgesetz steht, der da festlegt, die Würde des Menschen sei unantastbar.

Wird Würde, als Eigenschaft einer einzigartigen Seinsbestimmung des Menschen, dem Willen einer nicht eindeutig zu definierenden Menschenmasse ausgesetzt, fällt sie der Willkür anheim. Die Integrität der Person wird durch ihre Auslieferung an Massen ganz im Sinne des Paragraphen 130 StGB dadurch in einer Weise verächtlich gemacht, dass der innere Frieden gestört werden muss.

Der Integrität der Person ist, wie man ohne Therapeuten auch als Laie erkennen kann, die Phantasie immanent. Denn Phantasie begrenzt sich nicht an den normativen Kräften des Faktischen und dem eigenen Unvermögen. So braucht man zum Beispiel kein Idiot zu sein, um sich zusammenzuphantasieren, man sei ein fieses Dreckschwein, das unerkannt seinen Mitmenschen Schwierigkeiten bereitet, ihnen Geld klaut, ihre Kinder versklavt und Kontrolle über ihr Denken hat. Spätestens dann, wenn die eigene Frau meint, man möchte den Müll runtertragen, platzen derartige Gewaltphantasien.

Gibt man nun Menschenmassen die Möglichkeit, derartige Gewaltphantasien mit Hilfe eines omnipotenten Gewaltapparats (Staat) exekutieren zu können, werden auch die absurdesten Wahnvorstellungen zur Gefahr für die Allgemeinheit und ihren Träger selbst. „Wehe, wenn sie losgelassen, Wachsend ohne Widerstand, Durch die volkbelebten Gassen“, möchte ich mit Friedrich Schiller warnen.

Ich fürchte, liebe Polizeispitzel und Verfassungsschützer, Sie werden aufgrund Ihrer geistigen Behinderung und Ihrer charakterlichen Fehlbildung den Kern meiner Aussage nicht verstehen. Trösten Sie sich, alle, die durch die Publikation ihrer beschränkten (derzeit vielleicht missliebigen) Meinung die Staatsgewalt zu irgendeinem Handeln veranlassen wollen, haben auch nichts verstanden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


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