11. Juli 2017

Satire Berliner Polizisten geehrt

Aus dem G20-Einsatz entlassene Hundertschaften verhindern Katastrophe

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Bildquelle: Sergey Kohl / Shutterstock.com Katastrophe verhindert: Berliner Polizei

Klaus Kandt konnte am Wochenende sein Glück kaum fassen. Hinter der Aktion der in Verruf geratenen 220 Berliner Polizisten steckte nämlich mehr, als der Berliner Polizeipräsident und die breite Öffentlichkeit mitbekamen. Parallel zum G20-Gipfel sollten „mächtige Aktionen mit bewaffneten Kampfhandlungen“ vom Berliner Gefahrengebiet Rigaer Straße/ Liebigstraße ausgehen, die auf weite Teile der Stadt übergegangen wären.

„Wir haben diese konkreten Planungen der linksterroristischen Szene auf der Internetplattform ‚Indymedia‘ nachverfolgt, aber dieses Mal informierten wir nicht unsere unmittelbaren Dienstvorgesetzten, weil das einfach nichts bringt. Die wissen ja nicht einmal, dass wir nach langen Dauereinsätzen irgendwann einmal schlafen müssen, und lassen uns wie die Köter in den Fluren liegen. Unsere Heimatstadt, so war unser fester Wille, sollte am G20-Wochenende nicht dem linken Mob schutzlos ausgeliefert sein, während Frau Merkel – gut geschützt und für 4.600 Euro pro Nacht – in aller Ruhe schlafen kann. Als wir dann in unseren Unterkünften eintrafen, in denen die Duschen verschlossen waren, es kein Klopapier und keine Mülleimer gab und die baufälligen Container auch noch mit Wasser volliefen, war schnell klar, dass wir uns nicht wie Pack behandeln lassen würden. Eine ‚kreative Lösung‘ musste her. So suchten wir uns die politisch korrektesten Kollegen aus dem ‚jägergeschädigten‘ Nordrhein-Westfalen raus und verwickelten sie zuerst in kleine, später in größere Auseinandersetzungen. Zudem soffen wir wie die Wilden, tanzten auf den Containern, strippten mit der Waffe in der Hand und pissten im Zugverband in die Gegend. Das musste einfach für die Heimfahrt reichen, ansonsten hätten wir eben die Fickerei noch öffentlicher ausarten lassen“, sagten die Hundertschaftsführer und ergänzten: „Als wir dann in Berlin ankamen, weihten wir nur Polizeipräsident Klaus Kandt ein, der sich im weiteren Verlauf vorbildlich verhielt und unser Vorhaben vor der Öffentlichkeit erfolgreich verbarg. Diese ließ er nur wissen, dass es keine Konsequenzen für uns gibt. Wir hingegen hatten den Rücken nun frei und konnten in aller Entschlossenheit die ‚Berliner Kampfhandlungen‘ unterlaufen und am Wochenende bereits im Keim ersticken. Uns sind dabei mehr Festnahmen gelungen als den Kollegen beim G20-Gipfel zusammen. Es wurden Pflastersteine, Gehwegplatten, Eisenstangen, Krähenfüße, mit Benzin gefüllte Sprühflaschen und Molotow-Cocktails sichergestellt, die für das Anzünden zahlreicher Autos und ganzer Häuserzeilen gereicht hätten.“

Polizeipräsident Kandt war ganz stolz auf seine Berliner Polizisten und ehrte sie in feierlicher Runde mit Urkunden, Buchgutscheinen und einem Tag Sonderurlaub: „Sie haben Berlin vor einer großen Katastrophe bewahrt, dafür möchte ich Ihnen herzlich danken. Die Sicherheit der Bevölkerung ist unser erstes Gebot! Zumindest in der Hauptstadt konnte am vergangenen Wochenende die Polizei diesem Anspruch gerecht werden. Wenn sie nachher diesen Raum verlassen, dürfen sie sich gerne eine Flasche Wein aus der Stiege mitnehmen. Nur tun sie mir einen großen Gefallen und trinken sie diese erst nach dem Dienst.“


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Udo Geißler

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