25. August 2017

Bundestagswahlkampf Grüne sind Bienentöter

Früher wollten sie Maisanbau verbieten

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Bildquelle: shutterstock Völkisch und weitgehend asexuell: Honigbiene

Für den Bundestagswahlkampf haben sich die Grünen eine nette Kampagne ausgedacht: Schwarz-gelbe Bienen auf satten Wiesen sollen dem Wahlvolk die Naturverbundenheit der einstigen Ökopartei suggerieren, deren Politik heute für großflächige Landschaftsverschandelung durch Stromerzeugungsanlagen und für die Ausrottung beziehungsweise Dezimierung zahlreicher Insekten- und Vogelarten steht.

Aber fangen wir einmal mit einem Blick auf das Verhalten von Bienenvölkern an, um zu belegen, dass das durch die TV-Sendung „Biene Maja“ als angeblich so süßes Tierchen bekannt gewordene Insekt in Wahrheit kein Vorbild für die deutsche und in Berlin besonders ausgeprägte Zivilgesellschaft ist:

Bienen haben eine völkische Grundeinstellung. Die einzelne Biene zählt nichts, das Volk ist alles. Passt eher zur AfD und Höcke, verehrte Grüne?

Bienen sind ausländerfeindlich: Wer immer sich ihrem Stock (das ist das Staatsgebiet eines Bienenvolkes) zu sehr nähert, wird angegriffen und – falls möglich – massakriert. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Bienen, andere Insekten, Vögel oder Menschen handelt, ob sie Pässe haben oder nicht. Passt auch eher zur AfD, die für Schusswaffengebrauch an den Grenzen ist, verehrte Grüne?

Bienen sind Sozialdarwinisten. Nur wer dem Volk nützlich ist (zum Beispiel durch Arbeit), darf bleiben. Der Rest wird ruck-zuck hinausbefördert und geht vor dem Stock zugrunde. Fressen, saufen, dumm daherreden und sonst nichts tun – das geht bei Bienen gar nicht. Passt nicht einmal zur AfD, sondern mehr zur NPD, verehrte Grüne?

Bienen sind asexuell. Damit dürften sie als Leitbild für den vielfältig-promiskuitiven politisch-medialen Komplex in Berlin endgültig ausgedient haben. Sex ist höchstens einmal im Jahr erlaubt und der Bienenkönigin sowie den Drohnen (männliche Bienen) vorbehalten. Nach dem vollzogenen Geschlechtsakt mit der Königin werfen die Bienen die unnützen Drohnen (nur ficki-ficki geht eben nicht) aus dem Stock, wo der männliche Teil der Bienenspezies erbärmlich verhungert. GleichstellungsbeauftragtInnen, die sich über das Schicksal der Drohnen eventuell freuen sollten, seien gewarnt: Die Königin muss nach dem kurzen Spaß (sollten Insekten so was kennen) Hunderttausende von Kindern kriegen. Solange bis sie stirbt. Weiterer Sex ist nach dem ersten Mal für die Königin ausgeschlossen.

Die von der Systempresse sofort bejubelte „Biene-Maja-Offensive“ („taz“ vom 12. Mai 2017) ist auch aus anderen Gründen ungeeignet, selbst wenn das regierungsnahe Blättchen aus Berlin-Kreuzberg meint, die neueste Strategie könne gar nicht schiefgehen. Die von den Grünen propagierte Energiewende hat zu einer massiven Erweiterung der Mais-Anbauflächen geführt. Dieser Mais wird für Biogasanlagen gebraucht, in denen durch die Vergärung Strom erzeugt wird. Die Landwirte streuen jede Menge Glyphosat und Schädlingsbekämpfungsmittel auf Maisfelder. Da die Pflanzen nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, steht eine große Bandbreite der Chemie zur Verfügung.

Für Bienen sind Maisfelder No-Go-Areas. Sie merken, dass dort nichts blüht, und drehen um (so wie sie auch große Flüsse auf der Suche nach Honig nicht überqueren). Da der Einsatz der Chemikalien an der Grenze der Maisfelder nicht haltmacht, werden die Bienen trotzdem in Mitleidenschaft gezogen. Der mit Monokulturen einhergehende Schädlingsbefall (Maiswurzelbohrer) wird durch Mittel bekämpft, die auch den Bienen den Garaus machen.

So sind die grünen Befürworter und Betreiber der Energiewende mitverantwortlich für das massive Bienensterben in den letzten Jahren. Früher wollten die Grünen den Maisanbau verbieten – jetzt verdienen sie durch Beteiligungen an Ökostrom-Anlagen Geld damit. Daran erkannt man den Wandel der Partei, die sich inzwischen nicht einmal mehr scheut, Spenden von Waffenproduzenten anzunehmen.

Durch Reduzierung ihrer Nahrungsgebiete wird die Biene tatsächlich gefährdet. Wenn jetzt am Rande von Maisfeldern Blumen gepflanzt und Schilder aufgestellt werden, man wolle damit den Bienen helfen, ist das niedlich, verkennt aber, dass eine einzelne Biene ein paar Tausend Blüten anfliegen muss, um danach ein Gramm Honig herzustellen. Wer den Bienen und anderen Insekten helfen will, muss die Subventionierung der Biogas-Anlagen beenden.

Alles andere wird nicht helfen.

Dieser Artikel erschien zuerst bei „Die Kieker (Die Spoekenkiekerei)“.


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