27. Oktober 2006

Pfandsystem Einwegflaschen leer

Wie der Staat für Kriminelle sorgt

Wie die FAZ berichtet, wird das deutsche Pfandsystem für Einwegflaschen von Kriminellen in großem Maßstab genutzt, um Geld zu verdienen. Sie produzieren Flaschen, fälschen die darauf enthaltenen Codes und geben Sie in deutschen Supermärkten ab. Natürlich ist das ein zu verfolgender Straftatbestand. Allerdings könnten sich doch Handel und Getränkeindustrie freuen - sie bekommen viele neue, unbenutzte Flaschen zugeliefert.

Da liegt allerdings der Haken des ganzen Systems: Das Wort Pfand ist irreführend. Ein Pfand zahlt man gewöhnlich für etwas Wertvolles, das der Eigentümer wieder haben will. Doch hier geht es um Einwegflaschen. Die können gar nicht wieder verwendet werden - wie der Name schon sagt. Der Anreiz für Kriminelle entsteht dadurch, dass die Produktionskosten weit weniger als die Hälfte des Pfandes betragen. Es passiert etwas für solches wohlmeinendes staatliches Handeln Typisches: Es werden mehr und nicht weniger Einwegflaschen produziert, sie werden über weite Wege transportiert, kreative Formen der Kriminalität werden geschaffen.

Das erinnert an eine Begebenheit aus Indien: Dort wurden Prämien für das Töten von Giftschlangen ausgesetzt, die man erhielt, wenn man die Köpfe der getöteten Schlange bei einer staatlichen Stelle abgab. Was entstand? Genau: Giftschlangenfarmen.

Web: Institut für Unternehmerische Freiheit


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