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CDU und DGB: Die Kinderdiebin

von Torben Niehr

Der Neosozialismus auf dem Marsch durch die Institutionen

Man könnte meinen, Ingrid Sehrbrock sei eine gewöhnliche deutsche Politkarrieristin. Früh tritt sie in die CDU und in die Gewerkschaft ein und macht sich auf den Weg durch die Institutionen. Zeitgemäß besetzt sie die Tickets „Frauenfragen“ und „Arbeitnehmerfragen“ für sich (sie wirbt bis heute damit, „in eine Arbeiterfamilie in Offenbach am Main geboren worden“ zu sein). Originelle Antworten auf diese „Fragen“ bleibt sie zunächst schuldig. Erst kommt die Karriere, dann die eigene Meinung. Irgendwann ist sie persönliche Referentin der Staatssekretärin für Frauenfragen der Hessischen Landesregierung. Das ist schonmal was. Dann befreundet sie sich mit Rita Süßmuth und wird Bundesgeschäftsführerin der Frauen-Union. Sie steigt auf zur Vize-Chefin der einflussreicheren Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in der CDU. Im Mai 2006 wird die damals 57-Jährige schließlich in einer Kampfabstimmung gegen Ursula Engelen-Kefer zur stellvertretende DGB-Vorsitzenden gewählt. Damit ist sie heute hinter Michael Sommer Deutschlands führende Gewerkschafterin.

Mitte Juli gibt Frau Sehrbrock der „Westdeutschen Zeitung“ ein Interview. Die Funktionärin sagt es offen heraus: „Unser Ziel muss sein, dass der Besuch von Krippen, Kindergärten und Ganztagsschulen verpflichtend wird.“ Wenn man es ernst nehme mit der „Chancengleichheit“ der Kinder, dürfe es „keine Wahlfreiheit für die Eltern“ geben, fügt sie hinzu.

Sie ahnt, dass sie die Salamitaktik am falschen Wurstende beginnt und fügt deshalb hinzu, dass sie zwar „derzeit keine politischen Mehrheiten“ für ihre Position sehe. Aber jetzt gehe es erst einmal um „Überzeugungsarbeit“. Man brauche einen langen Atem und müsse dicke Bretter bohren. Etwa erstmal Staatskrippen und Ganztagsschulen „als Angebot“ bauen. Dass die Forderung in ihrer Partei, der CDU, langfristig nicht umsetzbar sei, sehe sie nicht. Mit Blick auf die „Erfolge“ von Ursula von der Leyen fügt sie hinzu: „Da bin ich nicht so skeptisch. Die Familienpolitik der CDU hat sich bereits stark gewandelt.“

Ausnahmslos alle Kinder vom zweiten Lebensjahr an bis mindestens zum 16 Lebensjahr möchte Ingrid Sehrbrock von früh morgens bis spät abends in staatliche Kinderverwahr- und Bildungsvollzugsanstalten stecken. Inzwischen hat Volker Beck, der wie Sehrbrock nicht damit wirbt, selbst Kinder in die Welt gesetzt zu haben, ihren Plänen zugestimmt. Nebenbei: Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört: Wo Sehrbrock CDU und Gewerkschaft Recht sind, da sind Volker Beck Grüne und Schwulenverbände billig. Doppelte Funktionärskarrieren werden auch besser bezahlt.

Erinnern wir uns: Martin Hohmann wurde aus der CDU ausgeschlossen. Jürgen Möllemann sollte aus der FDP ausgeschlossen werden. Klaus Uwe Benneter musste unfreiwillig die SPD verlassen. Hatten sie auch nur annähernd vergleichbares gesagt wie jetzt Ingrid Sehrbrock?


Gegen deren totalitäre Perversionen sehen Linksparteiführer Oskar Lafontaine oder NPD-Chef Udo Voigt wie liberale Gönnernaturen aus. Selbst das Dritte Reich oder der Stasi-Staat trauten sich nicht, bei ihren Kindesmisshandlungen so weit zu gehen, wie Ingrid Sehrbrock es „aus der Mitte der Gesellschaft heraus“ möchte.

Ein Aufschrei? In der Presse? In der Gewerkschaft? Aus der CDU? Oder bei Becks Grünen? Auschlussanträge? Fehlanzeige. Eher wird sie noch Ministerin oder DGB-Chefin oder beides. Frau Sehrbrock hat nur das Ziel erstmals offen ausgesprochen, das längst das langfristige Salamiziel der herrschenden Klasse ist; die kollektive Zwangsversklavung aller „Staatsbürger“ von Kindesbeinen an. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Deshalb: Rette sich, wer kann! Solange wir können.

21. Juli 2007

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