04. Dezember 2007

Mach mit beim Klima-Marathon Vier WDR-Kolchosen leuchten dem Weltklimasowjet

Rappelkiste jetzt auch für Erwachsene

In Kürze tagt der Weltklimasowjet (Weltklimarat). Die öffentlich-rechtlichen Funker vom WDR starten deshalb eine weltrettende Begleitaktion, den „WDR-Klima-Marathon“. Vier Familien aus Nordrhein-Westfalen treten im Ökowettstreit gegeneinander an. Sie versuchen, möglichst viel CO2 einzusparen. Und wir alle können live dabei sein. Die Familien berichten nämlich im eigens eingerichteten Klimarettungs-Blog interessante Details aus unserer von Politik und Medien zugedachten Zukunft.

Familie Althoff etwa ist ganz euphorisch von ihren gestrigen Erlebnissen: „Es fand eine eingehende Beratung über günstige und teure Energiesparlampen statt. Aufgrund fehlender Erfahrung haben wir uns dann für die günstigere Variante entschieden. Das entpuppte sich zu Hause als großer Fehler! Statt einer schönen warmen Lichtquelle haben wir nun kaltes Krankenhausflair daheim.“

Auch Familie Ervens-Conrads hat Spaß mit dem Energiesparlicht – und nicht nur damit: Es „wurden 27 Glühlampen gegen Energiesparlampen ausgetauscht. Das Licht dieser Lampen ist gewöhnungsbedürftig. Morgen Früh aber kommt der schwerste Akt: Das Auto stehenlassen. Hoffentlich schaffe ich es, ab sofort nur noch mit dem Fahrrad zur Arbeit hin und zurück zu fahren (zehn Kilometer pro Strecke). Die notwendigen Termine meiner Ehefrau und meiner Kinder versuchen wir mit ÖPNV zu erledigen. Auf den Verlauf des morgigen Tages sind wir alle gespannt – vor allem ohne Fernsehen.“ (Zur Erklärung: Es handelt sich um eine Weltrettungsaktion des WDR-Hörfunks.)

Familie Kipp macht auch ganz begeistert mit: „Das Haus ist dunkel. Die Nachbarn fragen schon, was denn los sei. Wir sparen an allen Ecken und Enden, aber wir wissen noch nicht so genau, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Rahel weigert sich vehement, Energiesparlampen zu installieren. Ihr scheint die Lichtquelle zu dunkel. Unsere Energiesparidee fordert noch eine Menge Überzeugungsarbeit. Mal sehen, wie es weitergeht.“

Und auch Familie Klein ist mit Verve dabei: „Ein gutes Gefühl, wenn man jetzt den Lichtschalter betätigt. Auch wenn man sich daran gewöhnen muss, dass die Energiesparlampen einige Zeit brauchen, bis sie ihre volle Leuchtkraft abgeben. Ein weniger gutes Gefühl hatten wir bei der Raumtemperatur, die wir bei unserer Rückkehr vorfanden. Eiskalt war unser Haus. War aber auch nicht weiter tragisch. Schließlich haben wir so jede Menge Energie eingespart.“

Nein, es handelt sich nicht um Satire. Der eine oder andere mag darüber lachen., aber das ist gemein. Denn die Welt zu retten ist nun einmal nicht einfach. Opfer müssen erbracht werden, sagt ja auch der Weltklimasowjet. Auf Bali.

Internet:
http://wdrblog.de/klima/


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Kaspar Rosenbaum

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