27. Mai 2008

Bericht aus Bodrum VIII. Das Erfolgsrezept der Property and Freedom Society

Intellektuelle Radikalität

Das dritte Jahrestreffen der Propterty and Freedom Society ist beendet und so mancher Gast genießt noch ein paar Tage unter der heißen Sonne in der Türkei.

Die PFS hat sich in kurzer Zeit zu einer nicht mehr wegzudenkenden internationalen Institution entwickelt. Der eigene Anspruch an die Jahrestreffen liegt irgendwo zwischen den Meetings der International Society for Individual Liberty (ISIL) und den Konferenzen der Mont Pélerin Society (MPS) – und geht doch darüber hinaus.

Die ISIL-Treffen sind familiär, aber wenig anspruchsvoll und wissenschaftlich. Die MPS ist extrem elitär, als normalsterblicher Interessent erhält man kaum Zugang. Die Treffen der PFS verbinden das Familiäre und Offene mit dem hohen Anspruch. Hinzu kommt hier der Blick über den Tellerrand, indem man mehr dem Ziel grundsätzlicher und offener „intellektueller Radikalität“ verpflichtet ist als immer nur mustergültig linientreu einer Idee hinterherzurennen.

Michael Klonovsky spricht in einem seiner Aphorismen sinngemäß vom Genuss, einmal mit einem gebildeten Rassisten zu sprechen, im Meer der seichten, langweiligen Politischen Korrektheit. Die Treffen der PFS bieten genau solche Genüsse: In kleinen portionierten und damit verträglichen Dosen ist die Diskussion mit politisch unkorrekten Intelligenzforschern oder Nationalisten durchaus ein anregendes Erlebnis. Der radikale Anspruch freier Rede in Zeiten der Gedankenkontrolle ist es, der Bodrum für alle beteiligten Freidenker zu einem Erlebnis macht.

Ein vergleichbares Angebot in deutscher Sprache könnte ebenfalls auf rege Nachfrage stoßen.


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