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Großbritannien: Von wegen Rassismus im Kindergartenvon Kaspar Rosenbaum Die PC-Wächter wehren den Anfängen Wenn sich kleine Kinder abfällig über scharfe Speisen äußern, kann das nach Ansicht britischer Kinderschützer ein Anzeichen für Rassismus im Frühstadium sein. Schon die abfällige Bemerkung wie „Bäh“ oder „Igittigitt!“ beim Anblick eines Curry-Gerichts sei klar rassismusverdächtig und sollte den Behörden gemeldet werden – so die Empfehlung des National Children's Bureau (NCB): „Ein Kind kann negativ auf eine kulinarische Tradition reagieren, die nicht seine eigene ist.“ Wenn sich etwa Kindergartenkinder abfällig über scharfe Speisen äußern, sei dies vermutlich ein „Anzeichen für Rassismus im Frühstadium“. Ohnehin sollten Mitarbeiter von Kindergärten immer einschreiten, wenn die Kleinen farbige Spielgefährten als „Blackie“ oder „Paki“ bezeichnen, wenn sie vermeintlich hochmütig von „diesen Leuten“ sprechen oder nur feststellen, dass andere „riechen“ würden. Diese und weitere Empfehlungen werden in einer 336 Seiten umfassenden Richtlinie zur Bekämpfung von Rassismus in Kindergärten gegeben. Spielgruppenleiter sollen nach einem Bericht des britischen „Telegraph“ sogar Babys in die politisch korrekten Maßregelungen einbeziehen und unbedingt immer „sofort reagieren“. Die Kindergärten werden aufgefordert, den örtlichen Behörden „so viele Zwischenfälle wie nur möglich zu melden“. Auch wenn manche Leute der Ansicht seien, das werfe ein schlechtes Licht auf die Einrichtung, „so ist es tatsächlich genau umgekehrt“. Jane Lane, die Autorin der Richtlinie, erklärt offen den Beweggrund: „Es geht darum, alarmiert zu sein!“ Das NCB wird jährlich mit 12 Millionen Pfund (15,2 Millionen Euro) aus Steuermitteln gefördert. Merke: Wer riecht und was schmeckt, das entscheidet zukünftig die Behörde! 09. Juli 2008 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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