03. September 2008

EU-Parlament im Verbotsrausch TV-Werbung hausfrauenfrei

Jetzt geht’s genderoptimiert ans Eingemachte

Heute war ein großer Tag im Brüsseler EU-Parlament. Fast war man sich einig. 504 Abgeordnete stimmten dafür, nur 110 dagegen, bei 22 Enthaltungen. Ging es gegen die Todesstrafe? Um eine neue Georgien-Resolution? Schlimmer, es ging um gemeingefährliche Fernsehwerbung. Oder besser, genauer und der EU angemessener: um Verbote.

Die gute alte Persil-Tante, Ariel-Klementine oder die Omo-Oma werden, so der Wille der Eurokraten, zukünftig gesetzlich untersagt wie sonst in Deutschland nur der Handel mit einem  alten Buch mit egokämpferischen Titel, verfasst vom Rechtsvorgänger unserer Bundeskanzlerin, oder das Leugnen von amtlich zertifizierten Geschichtswahrheiten.

Jetzt geht es – auch im Wortsinne – ans Eingemachte. Kochende Muttis, waschende Omis, putzende Mädels – das kommt uns nicht mehr auf den dann von innen gesäuberten Bildschirm. Das EU-Parlament will solcherlei „klischeebehaftete“ Fernsehwerbung im Sinne der regierenden Genderideologie nachhaltig und porentief weißwaschen. Frauen sind Männer sind Männer sind Frauen sind gleich.

Die schwedische EU-Abgeordnete der Vereinigten Linken hatte in ihrem Bericht für den Frauenausschuss die Linie so vorgegeben: „Geschlechtsspezifische Klischees in der Werbung stecken Frauen, Männer, Mädchen und Jungen in eine Zwangsjacke, beschränken Individuen auf vorgegebene künstliche Geschlechterrollen, die oftmals herabwürdigend, beschämend und erniedrigend für beide Geschlechter sind." Es sollen, so die Parlamentsverwaltung „Werbespots unterbunden werden, die diskriminierende oder entwürdigende Botschaften auf der Grundlage von Geschlechterklischees vermitteln oder zu Gewalt anstacheln“.

Das hätte Klementine nicht gedacht, dass sie nun als Outlaw endet. 


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