Jörg Janssen

Der Autor, Jahrgang 1966, ist Chemiker und lebt seit einigen Jahren glücklich im inneren Exil.

ef-Einkaufspartner

Wenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button:

ef auf Facebook

Besuchen Sie uns auch auf Facebook:
facebook.com/efmagazin

Nobelpreis an Paul Krugman: Gewohnt ins Klo gegriffen

von Jörg Janssen

Ein Mitläufer der Täter im Finanzdesaster wurde ausgezeichnet

Die Schwedische Akademie der Wissenschaften zeichnete sich bereits mehrfach dadurch aus, ihre politischen Wertvorstellung über das Verdienst ihrer Preisträger zu stellen. Zu ihrer Zielsicherheit kommt nun auch perfektes Timing. Ausgerechnet jetzt, wo die keynesianische „Liquiditätsverwaltung“ der Federal Reserve zur Immobilienblase und dadurch zur größten Finanzkrise seit Jahrzehnten führte, kürt die Akademie jenen Keynesianer zum Nobelpreisträger für Ökonomie, der sein ganzes Gewicht hinter die Schaffung der Immobilienblase warf. Der Beispiele:

In einem Artikel für die „New York Times“ am 1. Oktober 2001 erklärte Krugman: „Alan Greenspan startete besser als seine japanischen Gegenstücke. Die Fed schnitt die Zinssätze früh und häufig. Dies 11 Zinskürzungen 2001 fütterten einen Boom sowohl in Eigenheimkäufen als auch in Darlehens-Refinanzierungen, was beides der Wirtschaft half, eine noch schlimmere Rezession zu vermeiden. Aber es beginnt so auszusehen, als wären diese Zinskürzungen nicht ausreichend gewesen.“ Am 7. Oktober ergänzte Krugman in derselben Zeitung: „Die Wirtschaftspolitik sollte weiteres Ausgeben fördern, um das vorübergehende Nachlassen von Geschäftsinvestitionen auszugleichen. Niedrige Zinssätze, welche Ausgaben in Immobilien und anderen dauerhaften Gütern fördern, sind die Hauptantwort.“ Am 2. August wurde Krugman dann erneut in der „New York Times“ deutlich: „Um diese Rezession zu bekämpfen benötigt die Fed mehr als eine Einzelaktion; sie benötigt rapide steigende Privatausgaben, um kränkelnde Geschäftsinvestitionen auszugleichen. Und dafür muss Alan Greenspan eine Immobilienblase erschaffen, um die Nasdaq-Blase zu ersetzen.“

Erst nach Jahren (etwa am 21. Dezember 2007 in seinem Artikel „Running Out of Bubbles“ für die “New York Times”) erkannte Krugman, wie unglücklich und „blind“ seine Empfehlungen waren – natürlich ohne sich daran zu erinnern, was er geschrieben hatte. Eine gute Widerlegung des nobelpreisgekrönten Unsinns verfasste William L. Anderson mit „Did Free Market Ideology Cause the Housing Bubble?“

Internet

William L. Anderson: „Did Free Market Ideology Cause the Housing Bubble?“

13. Oktober 2008

Unterstützen Sie ef-online

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien.
Klicken Sie hier für Informationen zur Fördermitgliedschaft.

Testen Sie eigentümlich frei

Prominente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht.

Diesen Artikel teilen

Anzeigen