| |||||
![]() Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag). ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: ef auf FacebookBesuchen Sie uns auch auf Facebook: |
ef88: EditorialDie Fronten sind in Bewegung geraten Die Medienverzückung nach der Wahl Barack Obamas zum neuen Messias respektive US-Präsidenten war, sagen wir, voraussehbar. Der „Spiegel“ titelte zweimal halbtrocken „Deutschland freut sich auf Obama!“ und „Obama erweckt das neue Amerika!“ Journalismus made in Germany ist sich vor und hinter der Berliner Siegessäule im Grunde immer treu geblieben. „Deutschland freut sich auf Hitler“ und „Hitler erweckt das neue Deutschland“ wirken nicht wirklich wie aus einer anderen Epoche. Allerdings war man einst eine Winzigkeit bescheidener. Der Schrei „Obama: Rette mit uns die Welt!“ der „Bild“-Zeitung hätte abgewandelt vor 75 Jahren selbst im Hause Hugenberg doch etwas unwirklich geklungen, wusste man damals doch in offenbar weiser Voraussicht, dass uns allenfalls „morgen die ganze Welt“ gehöre. Der britische „Spectator“- und ef-Online-Kolumnist John Laughland erläutert: „Der Grund für den Erguss ist nicht schwer zu begreifen. Barack Obama repräsentiert im höchsten Grade all die Werte, die den europäischen Eliten lieb und teuer sind – Jugend, Fortschritt, Innovation und, vor allem, Multikulturalismus. Obama entspricht exakt den postmodernen, postnationalen und multiethnischen Phantasien, denen sich europäische Führer hingeben – und die zu realisieren sie sich seit Jahrzehnten mit der Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa abmühen.“ Laughland kontrastiert die Obamanie mit der gleichzeitigen Verteufelung Russlands: „1991 ließ Russland jeden Schein fallen, dass es einen Traum mit universeller Anziehungskraft für die ganze Menschheit verkörpere. Dieser Traum – der Kommunismus – hatte das Land an den Rand der Vernichtung geführt. Heute ist Russlands Politik zutiefst anti-ideologisch und pragmatisch. Weil sich Russland jetzt resolut weigert, irgendeinen Traum zu verkörpern und statt dessen auf der Grundlage solider wirtschaftlicher Beziehungen und gegenseitigen Respekts normale internationale Beziehungen mit Europa pflegen will, wird es gemieden und als Bedrohung betrachtet. Schlimmer noch, es wird als Verkörperung einer reaktionären Kraft angesehen – eine, die sich weigert, sich dem kollektiven Traum anzuschließen.“ Ein Leserkommentar auf Laughlands Artikel hinterfragt die „Dämonisierung der russischen Elite“ und erklärt: „Einen Vergleich mit der amerikanischen oder europäischen Elite brauchen diese Männer – schon der fehlende Feminismus ist ein großer Vorteil – ganz sicher nicht zu scheuen. Obama, Bush, Solana, Sarkozy, das sind gelinde gesagt intellektuelle Schmalhanse im Vergleich zu Putin oder Medwedew. Auch ist die Politiksprache in Russland eine andere. Es ist einfach eine Kultur, die weder durch aufklärerische Dekadenz noch durch Umerziehung sonderlich berührt wurde. Man hat sein Terrorsystem einfach selbst abgewickelt.“ Die Fronten sind in Bewegung geraten. Es bleibt international anlässlich der nun einbrechenden Weltwirtschaftskrise spannend. Auch im Inland verschieben sich die Kräfte. Immer spürbarer wird der bislang diffuse Wunsch nach einer freiheitlichen, politisch unkorrekten, EU-kritischen Steuersenkungspartei. In diesem Heft möchten wir zwei neue liberale Formationen vorstellen, die sich aufgemacht haben, eine spürbare Lücke zu füllen. Dazu stellen wir beispielgebend eine Partei aus Norwegen vor. Wir sind sicher, dass wir auf dieses Thema zurückkommen werden... Bitte beachten Sie die Aufklärung des Umweltjournalisten Edgar Gärtner über den ökologisch-industriellen Komplex. Gärtner hat weitere Enthüllungen über die grünen Amigos in eigentümlich frei angekündigt. Auch hier gilt also: Wir bleiben dran! Ihnen, verehrte Leser, wünsche ich eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein gesundes und friedliches neues Jahr! Vergessen Sie nicht, worum es wirklich geht: Kein Fußbreit den neosozialistischen Ausbeutern aller Parteien! Mehr netto! InformationDieser Artikel erschien zuerst in eigentümlich frei Nr. 88. Internet30. November 2008 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
| |||
| Copyright © 2010 Lichtschlag Verlag KG | Design and Programming by greybyte, using Django and Performancing's Modernpaper template. | |||||