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![]() Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag). ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Filmkritik Operation Walküre: Was für eine Entscheidung, was für ein Wille!Ein Interview mit Dieter Stein Dieter Stein, Gründer und Herausgeber der Wochenzeitung „Junge Freiheit“, bemüht sich seit 20 Jahren intensiv, das Andenken Oberst Graf Stauffenbergs zu fördern. Gestern Abend hat er als einer der ersten in Deutschland den lange erwarteten Film Operation Walküre in einer Presse-Vorpremiere sehen können. Gegenüber ef-online schildert Stein seine Eindrücke. ef-online: Herr Stein, ist der Film eine Hilfe für Ihr Anliegen, das Erbe Graf Stauffenbergs zu ehren? Stein: Mich hat der Film sehr bewegt. Ich bin natürlich durch Kenntnis des Stoffes und mehrerer anderer Verfilmungen vorgeprägt und für mich sind der Ablauf des Geschehens keine Überraschung. Aber es ist den Machern des Films gelungen, die Erhebung der Männer um Stauffenberg packend wie nie zu inszenieren. Man muss die Reaktion eines Publikums in Rechnung stellen, das womöglich noch nie vom 20. Juli gehört oder nur sehr oberflächliche Kenntnisse vom Hergang hat. Für sie muss es eine Überraschung sein, welche weitverzweigte Verschwörung stattgefunden hat, welcher Heldenmut zu dieser Tat gehörte. ef-online: Was hat Ihnen an der filmischen Umsetzung besonders gut gefallen, was gar nicht? Stein: Es gibt aus streng historischer Sicht eine Reihe von kleinen Mängeln, die man kritisieren kann. Kenner der Militärgeschichte werden den Kopf schütteln, wenn Wehrmachtssoldaten vor dem 20. Juli den Hitlergruß zeigen – dieser wurde zur Gängelung der Wehrmacht erst als Reaktion auf das Attentat auf Befehl Hitlers eingeführt. Vorher war man stolz, mit dem traditionellen militärischen Gruß sich von der SS abzuheben. Tom Cruise hat natürlich nicht die Körpergröße Stauffenbergs, Hitler wird schwach gespielt usw. Der Film verschweigt – wie auch die deutschen Produktionen – die Weigerung der Alliierten, mit dem deutschen Widerstand zusammenzuarbeiten und dass die Forderung nach einer bedingungslosen Kapitulation ein Handeln fast unmöglich machte. Der erzählerische und dramaturgische Kern ist jedoch richtig und es gelingt dem Film stärker als den unterkühlten und Pathos ängstlich scheuenden deutschen Produktionen auch das patriotische Element herauszustellen. Es wird in erschütternder Weise dargestellt, welche Überwindung es für Stauffenberg auch gekostet haben muss, seine Frau und die Kinder zurückzulassen, die er so liebte. Man sagt sich: Was für eine Entscheidung, was für ein Wille! ef-online: Im Vorfeld gab es – man muss wohl sagen: typisch deutsch – intensive Diskussionen um die Scientology-Mitgliedschaft des Stauffenberg-Darsteller Tom Cruise. Für Sie ein Störfaktor? Stein: Eine lächerliche Diskussion. Entscheidender ist die Kränkung des deutschen Feuilletons und der Meinungsmacher, dass es Hollywood ist, das ein Thema realisiert, ein deutsches Thema, das wie auf einem Silbertablett vor uns liegt. Es ist das Thema einer deutschen Tragödie. Es ist das Thema einer deutschen Selbstüberwindung. Es ist das Thema eines moralischen Freispruches für ein Volk. Im Film übrigens wird dies durch ein Zitat Henning von Tresckows thematisiert: „Wenn einst Gott Abraham verheißen hat, er werde Sodom nicht verderben, wenn auch nur zehn Gerechte darin seien, so hoffe ich, dass Gott auch Deutschland um unseren Willen nicht vernichten wird.“ ef-online: Der George-Kreis, dessen Umfeld Stauffenberg und einige „Mitverschwörer“ anhingen, würde heute vermutlich auch als Sekte gelten. Und Stauffenbergs nicht unbedingt lupenreine demokratische Gesinnung würde womöglich ein Fall für den Verfassungsschutz darstellen. Einverstanden? Stein: Das ist doch eine alberne Diskussion. Wie Sie wissen hatte auch die CDU zunächst in ihrem ersten Nachkriegsprogramm noch staatswirtschaftliche Vorstellungen. Autoritäre Ordnungsvorstellungen lagen im Geist der Zeit. Entscheidend war der Wille zur Rückkehr von Rechtstaatlichkeit, eine Beseitigung der Tyrannei. Übrigens deutet der Film im Gegensatz zu den deutschen Produktionen den geistigen Hintergrund Stauffenbergs stärker an. Durch die Musik Wagners, eine Einstellung in einer an Caspar David Friedrich erinnernden halbzerstörten Kirche, in der Stauffenberg betet und um seine Entscheidung ringt. ef-online: Können Sie in wenigen Worten erklären, was der Hauptantrieb ist in Ihrem steten Bemühen, das Andenken an die Hitler-Attentäter zu fördern? Stein: Die Frage, die sich jedem Volk stellt, ist: Wo sind unsere Vorbilder? Wo sind unsere Helden? Stauffenberg ist die alles überragende Figur im Drama des Dritten Reiches. Er verbindet die edelsten deutschen Tugenden als tapferer Offizier unserer Armee, geistig-musischer Mensch und auf dem Fundament des Christentums stehender Familienvater. Er repräsentiert das Ethos einer Armee, das durch diese Tat die Schande des Dritten Reiches überlebt. Es gibt kein vergleichbares Beispiel aus einer anderen totalitären Diktatur, in der eine derart weiträumige Erhebung geplant und durchgeführt wurde. Stauffenberg ist Symbol für eine großartige deutsche Tradition der Selbstbehauptung, des Willens zur Freiheit, auf die auch folgende Generationen stolz sein müssen. Stauffenberg ermöglicht uns den aufrechten Gang. Sein Ausruf „Es lebe das heilige Deutschland” reicht als Appell bis in unsere Zeit. ef-online: Wenn das Attentat erfolgreich gewesen wäre, glauben Sie, der Sie sich so intensiv mit dem Thema beschäftigt haben, die Alliierten hätten das Kriegsziel der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands gegenüber einer dann nationalkonservativen deutschen Reichsregierung aufgegeben? Stein: In diese Regierung wären ja auch Arbeiterführer und Sozialdemokraten eingebunden gewesen. Die Vernichtung von Juden wäre gestoppt, die Konzentrationslager geöffnet worden. Hunderttausende Menschenleben wären gerettet, die Vernichtung der deutschen Städte zu einem großen Teil verhindert worden. Deutschland hätte sich selbst von der NS-Knechtschaft befreit. Vielleicht hätte auch ein Teil der Vertreibung und der Gebietsverluste abgewendet und auch das Vordringen des Kommunismus in Europa an einer anderen Linie gestoppt werden können. Doch die Alliierten wollten bekanntlich nicht eine Niederlage Hitlers, sondern Deutschlands und seine Aufteilung. Dies thematisiert der Film nicht. Internet 16. Januar 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareMartin Möller, am 16. Januar 2009 um 15:14 ( Link ) Es sei noch angemerkt, daß das "heilige Deutschland" für das Staufenberg steht, ziemlich exakt das Gegenteil ist von dem "demokratischen Deutschland", für das Dieter Stein steht. Dieter Stein, am 16. Januar 2009 um 15:19 ( Link ) @ Martin Möller Genau. Stauffenberg wollte Hitler töten, weil er ihm zu demokratisch war. Sie sind ein ganz brillanter Kopf. Unglaublich. So habe ich das noch nie gesehen! Martin Möller, am 16. Januar 2009 um 15:31 ( Link ) Es bleibt dabei: Stauffenberg war Antidemokrat, ob Ihnen das nun paßt oder nicht. Deo gratias! Satanas, am 16. Januar 2009 um 15:46 ( Link ) @Dieter Stein Wenn wir Staufenberg als Held anerkennen sollen, müssen wir natürlich den ganzen Stauffenberg betrachten. Unsere "Wehrhafte Demokratie" ist natürlich so wehrhaft resp. dünnhäutig, dass sie sich ihre Helden frisiert (wie Sophie Scholl) oder nicht anerkennen kann. Stauffenbergs Tat stand schliesslich weniger im Dienste der Demokratie als von Recht und Zivilisation, dass er trotzdem vielleicht auch nicht demokratischer dachte als Putin oder Plato genügt heute natürlich, dass er dem offiziellen Deuschland peinlich ist. Als Partisan jenseits der veröffentlichten Meinungen ist er dagegen hervorragend geeignet. Daher Herr Stein: Seien sie dankbar dass es an unseren Schulen keinen Stauffenberg Kult gibt, und das derjenige der sich zu ihm bekennt, gerade auch ein paar von Stauffenbergs Eigenschaften zeigen muss: Rückgrad, Überzeugung und Characterstärke. Als Schmuck unserer Politiker zu enden hat er nicht verdient. Fuxmajor81, am 16. Januar 2009 um 16:35 ( Link ) @Martin Möller Können Sie nicht mal ansatzweise versuchen sachlich zu bleiben? Ihre Kommentare fand ich schon bei diversen anderen Artikeln völlig deplatziert. Und dann diese nervige Diskussion, ob Stauffenberg nun Demokrat war oder nicht... zum 1000. Mal... die ist wirklich sowas von überflüssig! Ich bin jedenfalls gespannt darauf, mir den Film in der nächsten Woche anzuschauen, mir eine eigene Meinung dazu zu bilden und dann nochmal zu schauen, ob ich mit Herrn Stein übereinstimme oder zu einem ganz anderen Bild komme. Martin Möller, am 16. Januar 2009 um 16:42 ( Link ) Staufenberg war ANTIDEMOKRAT, wie oft soll ich mich noch wiederholen. Er war also nicht etwa ein modifizierter oder konservativerer Demokrat, sondern er war ÜBERHAUPT KEIN DEMOKRAT: Dies ist nicht nur eine objektive, sondern auch eine sachliche und wesentliche Aussage. In Relation zur 1848er Revolution, die Herr Stein in seinem Blättchen ständig glorifiziert, steht Stauffenberg auf der GEGENSEITE, nämlich auf Seiten der Monarchie, des KÖnigtums und der christlich-abendländischen Ordnung Deutschlands, die durch 1848 ff. zerstört worden ist. Wenn man nicht bereit ist dies zu sagen, dann möge man schweigen, aber nicht als Demokrat Bewunderung für Stauffenberg heucheln. Fuxmajor81, am 16. Januar 2009 um 16:56 ( Link ) Jahaaaa, Herr Möller, beruhigen Sie sich mal wieder! Natürlich war Stauffenberg kein Demokrat. Fast niemand war damals Demokrat. Und dennoch kann sich ein demokratischer Konservativer, wie Herr Stein oder wie ich, Stauffenberg und seine Tat gegen den (national-) sozialistischen Tyrannen als Vorbild nehmen. Sie haben als Monarchist keinen Alleinanspruch auf alle Adligen! Dieter Stein, am 16. Januar 2009 um 17:14 ( Link ) Ich verstehe auch nicht, weshalb Herr Möller so nervös wird. Fast alle politischen Akteure - auch in den Reihen der Linken - glaubten in dieser Zeit nicht an eine rasche Rückkehr zur Demokratie. Vielleicht muß man daran erinnern, daß die Demokratie im Lichte der Weimarer Republik mit einem kastrierten Staat verbunden wurde, die Zwangsmaßnahmen des Versailler Diktates und die Ohnmacht der Republik in eins gesetzt wurden. Es wäre auch hirnrissig, einem evangelischen Theologen heute vorhalten zu wollen: "Wie können Sie sich nur auf Martin Luther berufen! Das war doch ein Frauenfeind und Antisemit! Und mit der heutigen Kirchenverfassung hatte er auch nichts am Hut! Ja wo kommen wir denn da hin!" Es gab ja auch schon lächerliche Versuche (Werner Bräuninger) Stauffenberg dem Nationalsozialismus einzugemeinden. Geschenkt. Das entscheidende Motiv bei der Gruppe um Stauffenberg war die Rettung des Reiches, die Beseitigung einer kriminellen politischen Führung unter Hitler, die Rückkehr zu einer rechtsstaatlichen Ordnung. Ob es nun zu einer konstitutionellen Monarchie, Ständestaat oder was auch immer gekommen wäre, das ist vollkommen sekundär in der Beurteilung von Stauffenberg. Selbstverständlich wäre es nach einem geglückten Staatsstreich zu einer Neusortierung der Kräfteverhältnisse gekommen, nach der eine Goerdeler-Regierung auch nur eine Übergangslösung gewesen wäre. Auch Churchill wurde nach erfolgreichem Sieg in Großbritannien von seinen Bürgern abgewählt. So what? ML, am 16. Januar 2009 um 17:32 ( Link ) @ Martin Möller Die sterbenslangweilunwichtige demokratische Gretchenfrage mal beiseite gelassen, sieht Wolfgang Venohr, dieser wohl gewiß ein Kenner der Materie, die Sache etwas anders: "Wäre er... vom ersten Augenblick an 'Antifaschist' gewesen, dann hätte er - unter Berücksichtigung seines Berufs und seiner Klassenzugehörigkeit - nur zur reaktionären Militärfronde gehören können, also zu einer Opposition, die vornehmlich aus rückwärtsgewandten Sehnsüchten und aus einem ganz eigensüchtigem blaublütigen Klasseninteresse heraus gegen den 'Mann aus dem Volke' Front machte... Aber das Faszinierende, ja das Überraschende ist ja gerade, daß er der Grafensohn, mit dem Volke marschieren wollte, daß er leidenschaftlich ein "Neues Reich" der nationalen Volksgemeinschaft und der sozialen Solidarität anstrebte. Nur so ist seine jahrelange 'Kollaboration' mit dem Nationalsozialismus zu verstehen. Seine überwiegend positive Einstellung zu Volk-Reich-Führer in der Friedenszeit ist hinreichend dokumentiert worden..." Wenn wir schon beim Zitieren sind, hier was Kurioses: "Staatsautorität als Selbstzweck kann es nicht geben, da in diesem Falle die Tyrannei auf dieser Welt unangreifbar und geheiligt wäre. Wenn durch die Hilfsmittel der Regierungsgewalt ein Volkstum dem Untergang entgegengeführt wird, dann ist die Rebellion eines jeden Angehörigen eines solchen Volkes nicht nur Recht, sondern Pflicht." (Adolf Hitler, Mein Kampf) Freewheelin Ist das nun typisch deutsch, diese "es wär' doch gelacht, wenn man nicht ein paar Haare in der Suppe findet" Attitude ? Herrgott, für viele Russen ist Stalin ein Volksheld - also, da habe ich mit Stauffenberg weniger Probleme. Jürgen Hodler, am 16. Januar 2009 um 18:32 ( Link ) @Dieter Stein "Es wäre auch hirnrissig, einem evangelischen Theologen heute vorhalten zu wollen: "Wie können Sie sich nur auf Martin Luther berufen! Das war doch ein Frauenfeind und Antisemit! Und mit der heutigen Kirchenverfassung hatte er auch nichts am Hut! Ja wo kommen wir denn da hin!"" Genau aus diesem Grunde darf auch vom „deutschen Mythos Luther“ gesprochen werden. Das heutige protestantische Establishment würde selbst dem Ketzer und Reichszerstörer Luther wohl allerhöchstens ein Gefühl des Ekels entlocken. Und so darf auch mit aller Selbstverständlichkeit betont werden, daß Graf v. Stauffenberg Unwertekonservativen Ihres Schlages wohl mit demselben Ekelgefühl begegnen würde. Der Name v. Stauffenberg wird entehrt, wenn er dem Munde eines Liberalisten und/oder Pseudorechten entfleucht. Hier gilt es in der Tat der demokratisch-pseudorechten Mythen- und Legendenbildung vorzubeugen und vor diesem Hintergrund sind Martin Möllers deutliche Worte gar mehr als angebracht. Übrigens: Rechtsstaatlichkeit und Schwatzbudenprimat sind prinzipiell zwei Paar Stiefel und so versteht es sich wohl von selbst, daß der 48er-Unwertekonservative die demokratische Gretchenfrage ganz schnell in der Schublade mit dem bezeichnenden Etikett „Sterbenslangweilig“ verschwinden läßt. Für ihn ist eben diese demokratische Gretchenfrage in höchstem Grade peinlich. ML, am 16. Januar 2009 um 19:15 ( Link ) @ Hodler Ich bin kein "48er-Unwertekonservativer". Wirklich geistvoll. Aber was für eine Wortschöpfung wäre wohl euch verkrampften, herumgiftelnden Sektierern aus den Untiefen des Internet-Lunatic fringe angemessen? Dieses gereizte, rechthaberische und selbstgerechte Eckensteher-Gekeife, wer denn nun den "wahren" Stauffenberg für sich gepachtet hätte, das ist ein untrügliches Kennzeichen schmaler, tragikomischer Seelen. Stauffenberg, den indessen ihr ridikülen "Monarchie"-Winkelriede gleichfalls zu Unrecht für euch vereinnahmt... Jürgen Hodler, am 16. Januar 2009 um 20:31 ( Link ) @ML "Ich bin kein "48er-Unwertekonservativer". Ja wie soll man einen "demokratischen Konservativen" ansonsten kategorisieren? Bei diesen falschen Fünfzigern – oder besser gesagt: Sophisten - will mir partout nichts Besseres in den Sinn kommen. Demokratismus, Papierverfassungskult, ein im wahrsten Sinne des Wortes neuheidnischer Menschenrechtsaberglaube und sonstiges freimaurerisches Geschwurbel hat diese sonderbare Spezies doch geradezu mit Lust und Laune verinnerlicht. Dabei ist es wohl überflüssig zu erwähnen, daß einem Graf v. Stauffenberg dieses Unwertesammelsurium zutiefst zuwider war. Nun gut, es ist dennoch verständlich, daß die der revolutionären Dialektik Anheimgefallenen bei einer deutlichen Wortwahl – die Wahrheit ist eben unbequem - ein wenig angesäuert reagieren. Man hat es hier in der Tat mit tragikomischen, schizophrenen Zeitgenossen zu tun, die zwischen Tradition und Revolution hin und her gerissen sind. Am Rande sei noch erwähnt, daß diese Spezies in den sog. „Liberalkatholen“ ihre krönende Vollendung findet. Stefan Miller, am 16. Januar 2009 um 23:13 ( Link ) auch wenn es dem Herrn S. gelungen wäre den Herrn H. umzubringen, hätte das nichts geändert. Churchill wollte seinen Krieg auf seine Art beenden. Ob mit oder ohne Hitler. Es wäre schon wichtig, aufzuzeigen, wie sehr der deutsche Widerstand im Stich gelassen wurde. Aber da müßten auch schon Aspekte hinein, wie der Hess-Flug. Das würde aber derzeit noch niemand wagen, oder? Waldemar , am 16. Januar 2009 um 23:39 ( Link ) Stauffenberg dürfte für die Musterdemokraten unserer politischen Klasse auch schon deshalb untragbar sein, weil er sich nicht für das Anbringen von Umweltplaketten an Wehrmachtsautos eingesetzt hat. Oder haben die Historiker hier etwas unterschlagen? Nico Metten, am 17. Januar 2009 um 2:10 ( Link ) hmm, nee also Stauffenberg ist sicher vieles, aber kein Held. Sicher man muss ihm anerkennen, dass er den letzten Schritt zur systematischen Judenvernichtung nicht mitgehen wollte. Aber verstanden wie es dazu kommen konnte hat er nicht. Sicher ein reuiger Verbrecher, der versucht die schlimmsten Folgen seines Handels noch zu verhindern ist besser als ein uneinsichtiger. Aber zum Helden reicht das wahrlich nicht. Wenn das die Helden des deutschen Volkes sind, dann sollte man schnell aus diesem Volke austreten und sich ein besseres suchen (oder auch gar keins!). Carl, am 17. Januar 2009 um 10:58 ( Link ) Ich denke Stefan Miller sieht die Sache richtig. Stauffenberg mag für manche heute ein positives Beispiel von notwendiger Courage gegen ein an Zweifelhaftigkeit kaum zu überbietendes System gewesen sein, aber das der Erfolg seines Wirkens etwas am Verlauf des Kriegs und damit der Geschichte geändert hätte, nein, das bin ich nicht bereit anzunehmen. So erscheint mir die Diskussion um Stauffenberg heute als eine rein theoretische; als ein Bereich, in dem man erneut seine Vorlieben und Antipathien paraphrasieren kann. Letztlich will mir Stauffenberg auch nicht als Held eingehen, schlichtweg weil sein Handeln ohne Erfolg geblieben ist. Ich weigere mich jemanden alleine für seine guten Absichten zu ehren! joachim, am 17. Januar 2009 um 11:52 ( Link ) @Nico: Zustimmung! Die Bevölkerung ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk. Ein Volk, welches sich nur unter der Knute wohlfühlt. Die Tausenden von Gefangenen werden unserer Landwirtschaft recht gut tun Stauffenberg in einem Brief an seine Frau aus dem besetzten Polen... Carl, am 17. Januar 2009 um 12:42 ( Link ) joachim: So what? Damals sah man die Dinge eben so. Es ist kein Zeichen von allzu großer Intelligenz, wenn man die Geschichte nach den Maßstäben der jetzigen Zeit beurteilt, die ohnehin schon wieder ins andere Extrem verfallen sind. joachim, am 17. Januar 2009 um 12:58 ( Link ) Damals sah man die Dinge eben so. Und dann passierte eben dies oder jenes (mit den Juden, dem polnischen "Mischvolk" etc.). So what. So what? Carl, am 17. Januar 2009 um 13:21 ( Link ) Stauffenberg war genau wie Sie es sind ein Kind seiner Zeit. Ich kann mir wenige Dinge erdenken, die ich vermessener finden könnte, als heute, aus einem Zustand der absoluten Sättigung heraus, über jene den Stab zu brechen, die mit anderen Werten, in anderen Notwendigkeiten und anderen Herausforderungen gewachsen sind. Ihnen mag man in Ihrer Erziehung mit auf den Weg gegeben haben, daß Menschen eben alle gleich sind, ja, sogar die Kulturen absolut gleichwertig sein müssen, auch wenn man dafür jegliche Logik und Evidenz vergewaltigen muß. Heute denkt man eben so und sie sind offenbar ebenso wenig gegen den Geist der Zeit gefeit wie Stauffenberg es war. Wie können Sie sich also Urteile anmaßen? Letztlich: Wenn Sie die Folgen der Denkweise im historischen Deutschland so zuspitzen, was ja möglicherweise sogar statthaft sein könnte, dann möchte ich Ihnen entgegenhalten, daß wir schon noch sehen werden, vielleicht nicht heute, aber vielleicht schon in 20 oder 30 Jahren, wohin uns die kulturelle Selbstaufgabe und die "Alle Menschen sind gleich und müssen gleich sein"-Denke so führen wird. Machen Sie sich darauf gefaßt, daß zukünftige Generation in analoger Weise wenig Verständnis für Ihren Zeitgeist aufbringen werden und sie für ihre Denkweise verdammen könnten. joachim, am 17. Januar 2009 um 13:52 ( Link ) Ich "maße" mir nichts an, werter Carl (mässigen Sie bitte Ihren arroganten Tonfall), sondern weise nur darauf hin, dass Herr v. Stauffenberg lange Zeit Anhänger der nationalsozialistischen Verbrecherbande war; später reuig, als die Niederlage absehbar war, immerhin. Dass also kein Anlass für Elogien im Stile des Herrn Stein besteht. btw: wo entdecken Sie denn eine "Alle Menschen sind gleich und müssen gleich sein"-Denke in meinen Ausführungen? Oder wollen Sie nur ein wenig auf Pappkameraden einprügeln? Dafür stehe ich nicht zur Verfügung. Lion Edler, am 17. Januar 2009 um 15:02 ( Link ) Es ist schon interessant, in welch merkwürdiger Einigkeit von links bis rechts - oder auch wie hier bis zu den Liberalen - man sich in der heutigen Zeit beim Thema Stauffenberg häufig verkrampft, sich windet, ihn partout nicht als ,,Helden" akzeptieren will, stattdessen krampfhaft nach den ,,Haaren in der Suppe" sucht. Zwar wird allenthalben anerkannt: Ja schon, ein Attentat auf Hitler ist ehrenwert, aber dann folgt bei der Bewertung Stauffenbergs sofort das ,,Ja, aber", welches Alles verdrängt. Die lächerlichsten und nebensächlichsten Dinge werden angeführt. Es wird so getan, als ob der Satz von Stauffenberg über die Ehefrau als ,,notwendiges Übel" oder sein Satz in dem Brief an seine Frau über die Polen schwerer wiegen als die Entscheidung, nicht weniger als sein Leben für die Abschaffung der Hitler-Tyrannei zu riskieren. Die gleichen Stauffenberg-Kritiker haben vermutlich noch nicht einmal die Courage, für das Äußern einer politischen Meinung böse Blicke oder den Verlust von sogenannten ,,Freunden" in Kauf zu nehmen, richten aber über Jemanden der sein Leben für eine richtige politische Sache riskiert hat. Das wird natürlich auch an seiner politischen Einstellung liegen, vor Allem an seinem Nationalstolz. Offenbar unterscheidet man heutzutage wieder streng zwischen ,,gutem Widerständler" - ,,bösem Widerständler". Heldentaten von Rechten dürfen keine Heldentaten sein. Ein Stauffenberg passt eben nicht in das Bild, dass Alle Linken für Fortschritt und Demokratie sorgen und unangepasst, mutig und couragiert sind, während alle Rechten Kriecher und willige Untertanen sind. Man ärgert sich, dass sozusagen dieser ,,Schmutzfleck" in den Geschichtsbüchern, also Stauffenberg, der so gar nicht in das Konzept des offiziellen Geschichtsbildes passt nicht verschwinden mag. Vor Kurzem las ich in einer Lokal-Postille (,,MOZ") eine Rezension der ZDF-Doku über Stauffenberg, in dieser Rezension empörte man sich darüber, dass ,,jede andere Form des Widerstands komplett ausgeblendet" würde. Als ob man bei jeder Doku über Sophie Scholl sofort auch auf Stauffenberg verweisen müsste, um ihn auch ja nicht zu stark auszublenden. Diese Rezension spiegelt aber eben den allgemeinen Zeitgeist zu diesem Thema wieder. Und dass erst jetzt ein solcher Film kommt und dies auch noch von den Amerikanern gemacht werden muss, sagt ja Alles. Ein ähnliches Beispiel ist ja Walter Kempowski, der ja in seinen Büchern sehr stark den Nationalsozialismus behandelt, aber zeit seines Lebens totgeschwiegen wurde, obwohl doch das Thema Nationalsozialismus sonst immer als so interessant gilt. Auf der anderen Seite klaubt man krampfhaft alle noch so absurden Argumente zusammen, die das erbärmliche Verhalten von Günter Grass in Bezug auf seine Mitgliedschaft in der SS zu entschuldigen. Sicherlich wird bei einem solchen auf den Massengeschmack zielenden Film kein Meisterwerk zu erwarten sein. Aber es ist immerhin ein Anfang, und ich bin sehr gespannt auf den nächsten Donnerstag. schöne Grüße, Lion Edler. JKG, am 17. Januar 2009 um 15:49 ( Link ) @elder. Volle Zustimmung. Frank Schilling, am 17. Januar 2009 um 16:02 ( Link ) Wenn ein Mann ein Kind bei schwierigem Seegang unter Einsatz des eigenen Lebens aus dem Meer vor dem Ertrinken rettet, muß man dann wirklich zuerst folgende Fragen stellen: War er Mitglied bei Scientology? Hatte er ein Alkohol- oder Drogenproblem? Hat er schon mal die Kommunisten oder die NPD gewählt? Dient seine Vita überhaupt als blütenweißes Vorbild? Dieses zerreden und kaputt kritisieren ist doch eine ziemlich deutsche Krankheit. All diese Fragen haben nämlich mit der Tat rein gar nichts zu tun und sind deshalb zu deren Bewertung auch völlig unerheblich. Die Suche nach dem perfekten, fehlerlosen und makellosen Vorbild wird lediglich in der Zerstörung sämtlicher Vorbilder enden. Kann man nicht einfach auch mal die Tatsache anerkennen, daß Menschen nicht fehlerfrei sind? Nach vernünftiger Einordung all dieser Nebenaspekte bleibt jedoch eines festzuhalten: Im Deutschen gibt es einen Begriff für einen Menschen der sein eigenes Leben einsetzt/opfert, um das anderer zu retten: Er ist ein Held! (Punkt) joachim, am 17. Januar 2009 um 16:21 ( Link ) Die gleichen Stauffenberg-Kritiker haben vermutlich noch nicht einmal die Courage, für das Äußern einer politischen Meinung böse Blicke oder den Verlust von sogenannten ,,Freunden" in Kauf zu nehmen Ad hominem "Argumentationen" sagen immer mehr über denjenigen aus, von dem sie ausgehen, als über diejenigen die damit getroffen werden sollen... Und, noch einmal: es geht nicht um eine "Verkrampfung" hinsichtlich v. S., sondern um eine differenzierte Bewertung: Es ist nun einmal Fakt, dass er schon 32 Hitler gegen Hindenburg unterstützt hat, ebenso wie er ab 33 als militärischer Ausbilder von SA-Einheiten tätig war und den nationalsozialistischen Raubzug - bis nicht mehr zu übersehen war, dass "alles in Scherben fällt" - unterstützt und mit betrieben hat. Dass er trotz aller Schuldverstrickung sein Leben geopfert hat, als ihm klar wurde, was er (mit) angerichtet hatte, ehrt ihn. Viele Deutsche hatten nicht den Mut. Als Vorbild, zumindest für Liberale, taugt Claus Graf Schenk von Stauffenberg aber nicht. Frank Schilling, am 17. Januar 2009 um 19:26 ( Link ) @ Joachim Stauffenberg war zwar ein NS-Parteimitglied, aber gerade der hierdurch ausgelöste innere Kampf ehrt ihn um so mehr (Genauso wie eine Dagmar Wagner zur Verhinderung von Rot-Rot mehr Heldenmut benötigte als ein Roland Koch). Er hat die Zukunft vielleicht falsch vorausgesehen. Als er jedoch persönlich mit NS-Verbrechen konfrontiert wurde, war er einer der wenigen bei dem sich das Gewissen rührte. Desweiteren ist es eine alte immer noch kursierende Nazipropaganda, das die Widerstandskämpfer erst 1944 ihr Gewissen entdeckten. Der Kreisauer Kreis, aus dem sich die meisten Widerständler rekrutierten, gründete sich bereits 1940!!! (also auf der Höhe der Macht der Nationalsozialisten) Al_Bore, am 17. Januar 2009 um 21:35 ( Link ) @Joachim Ich bin selber kein Spezialist und kann mir über Ihre ja ungenannten Quellen kein Urteil erlauben, aber heute war zufällig in der FAZ ein ausführliches und sehr lesenswertes Interview u.a. mit dem Stauffenberg-Biographen Peter Hoffmann zu lesen, der wohl als einer der rennommiertesten Kenner der Materie gilt und informeller Berater der Drehbuchautoren von "Valkyrie" gewesen ist. Seine Aussage wierspricht jedenfalls der von Ihnen hier verbreiteten Gewißheit über Stauffenbergs vermeintliches Nazitum recht deutlich. Ein kurzer Auszug: "War Stauffenberg vor seiner Bekehrung nicht überzeugter Nazi?" - "Keineswegs! Stauffenberg war nie Nazi. Erstens gab es dafür einen formalen Grund im Wehrgesetz von 1921, das Soldaten jede Art politischer Aktivität verbot, darin eingeschlossen die Zugehörigkeit zu gleichgültig welcher Partei. Soldaten durften nicht einmal wählen. Das Verbot blieb den Krieg hindurch bestehen, bis zum 20. Juli, und erst danach war Wehrmachtsmitgliedern erlaubt, in die NSDAP einzutreten. ... Über diesen formalen Aspekt hinaus ist im Hinblick auf Stauffenbergs Anschauungen festzustellen, dass er 1932 Hitler in der Tat als Kandidat für das Präsidentenamt Hindenburg vorzog, Hindenburg schien ihm zu alt. Stauffenberg war ein junger Mann, was seine Meinung vielleicht verständlich werden läßt. Er äußerte sie nur im privaten Gespräch, wählen konnte er ohnehin nicht. Sobald aber Hitler an der Macht war, scheute Stauffenberg nicht vor herabsetzenden Kommentaren zurück, die dokumentiert sind. Er missbilligte die Vulgarität und die Brutalität des Regimes, er war abgestoßen von Übergriffen, bei denen Leute zusammengeschlagen und Ladenfenster zertrümmert wurden, nicht erst 1938, sondern bereits 1933. Politischen Parteien begegnete er überhaupt mit Geringschätzung. Darin könnte sich der Einfluss seiner verbindung mit Stefan George bemerkbar machen, aber das zu behaupten, wäre ein wenig spekulativ." ... "Wie die meisten anderen Leute hat Stauffenberg, im Gegensatz zu Moltke, anfangs nicht verstanden, dass Hitlers Propagierung der Volksgemeinschaft und der Aufbau der Wehrmacht allein dazu dienten, einen neuen Krieg zu beginnen und auch alle Juden zu ermorden, was, wie ich meine, seit den zwanziger Jahren Hitlers Absicht war. Es dauerte einige Zeit, bis die Leute das erkannten." So einfach und eindeutig liegen die Dinge dann wohl doch nicht, wenn mann sie nicht nur aus der heutigen, mit Verlaub, Sesselfurzerwarte betrachtet. Lion Edler, am 17. Januar 2009 um 22:20 ( Link ) An Joachim: Auf ,,Ad-hominem"-Argumentationen vollständig zu verzichten bringt aber auch nichts, denn dies würde darauf hinauslaufen, dass praktisch sämtliche Gesellschaftskritik eliminiert würde... Aber ich kann schließlich auch einstecken, also nur zu. Und ihre Antwort bestätigt m.E. eher meinen Kommentar. Sie listen Kritikpunkte gegen Stauffenberg auf, bei denen man etwa gleich gewichtige oder gar noch gewichtigere Punkte gegen Millionen Deutsche der damaligen Zeit und auch gegen Millionen Deutsche der heutigen Zeit richten müsste, und von Denen kann Niemand ein Attentat auf Hitler vorweisen. Ich finde ihre Bemängelungen an Stauffenberg einfach unverhältnismäßig. Sie sprechen von der Notwendigkeit des ,,Differenzierens" bei Stauffenberg und meinen, es gehe dabei nicht ums ,,Verkrampfen". Sie scheinen mir hier von einer problematischen Definition des Begriffs ,,Differenzieren" auszugehen, die heute sehr geläufig ist: Der Begriff ,,differenzieren" wird gerne - dies ist nun nicht an Sie gerichtet - als Totschlagargument verwendet, um in Wirklichkeit nicht Differenzierung, sondern Relativierung und Verdrehung von Tatsachen zu fordern. Die Schuld am 11.September muss ,,differenziert" werden, um dem Westen noch eine Mitschuld geben zu können. Statistiken über Gewalttaten von sog. ,,Migranten" müssen auch ,,differenziert" werden, damit am Ende letztlich nur klargestellt wird dass die deutschen Herrenmenschen schuld sind. Und bei RAF-Mördern muss auch ,,differenziert" werden (wie im Film ,,Der Baader-Meinhof-Komplex" geschehen...), weil das Alles ja aus der Perspektive der erschröcklichen Zustände der Adenauer-Ära mit ihren rehabilitierten Nazi-Promis betrachtet werden müsse. Mit diesem kleinen Ausflug will ich nur sagen: Gegen ,,Differenzieren" bei Stauffenberg und gegen Kritik in einzelnen Punkten an ihm ist nichts einzuwenden, aber auch berechtigte Kritik an Stauffenberg ändert nichts daran, dass diese Kritik verblassen muss neben seinen positiven Eigenschaften, und dass er in erster Linie ein Held ist sonst nichts. Wohl niemand würde dagegen protestieren, wenn man in Geschichtsbüchern beim Thema Stauffenberg (so er denn überhaupt in solchen Büchern vorkommt!) erwähnt, dass er nicht von Anfang an Hitler durchschaut hat. In dem Film geht es soweit ich es verstanden habe aber primär nicht um eine Biografie Stauffenbergs, sondern um die Tat selbst (was jedenfalls im Titel zum Ausdruck kommt). Und da wird es schon fragwürdiger ob man das erwähnen soll. Keine ,,Differenzierung" ist es aber, sondern eine unverhältnismäßige Relativierung, wenn Sie sich am Ende ihres Beitrags zu der Aussage versteigen, Stauffenberg tauge nicht als Vorbild! Und ihre Einschränkung ,,zumindest für Liberale" ist völlig unsinnig und zeigt genau die Kleinkariertheit, die ich meine. Ob man liberal ist oder links oder rechts, sollte bei der Gesamt-Bewertung von Stauffenberg vollkommen unerheblich sein. Sollte es möglicherweise auch für Liberale auch noch andere ethische Werte und Maßstäbe geben als nur Liberalismus? Gruß, Lion Edler. joachim, am 17. Januar 2009 um 22:31 ( Link ) Danke für Ihr ausführliches, im Ansatz durchaus von Medien- (oder zumindest Copy 'n Paste) -Kompetenz zeugendes Zitat, Al Boring. Und einen freundlichen Furz in Ihren Sessel zurück... ... es gab genug Menschen (nein, in Wirklichkeit viel zu wenige) ... Sophie Scholl, Thomas Dehler, Ludwig von Mises, Georg Elser, etc. pp., etc. pp., die den verbrecherischen Charakter des Regimes von Anfang an verstanden - zu einer Zeit als Herr von Stauffenberg sich noch, ganz auf der Höhe des nationalen und sozialistischen Mainstreams, seiner Karriere in der Reichswehr widmete und sich über das pöbelige Ostvolk echauffierte. So einfach und eindeutig liegen die Dinge dann wohl doch nicht, wenn man sie nicht nur aus der heutigen, mit Verlaub, konservativen Geschichtsfälscherwarte betrachtet. joachim, am 17. Januar 2009 um 22:52 ( Link ) Sie missverstehen mich lieber Lion: ich "verurteile" weder Herrn v. Stauffenberg, noch die Millionen von Deutschen, die zu spät oder gar nicht das Verbrecherische an der nationalen Spielart des Sozialismus erkannten. Ich spreche all denen nur den von Dieter Stein postulierten "Vorbildcharakter" ab. CvS hat am Ende seines Lebens heldenhaft gehandelt - vorher war er aber ein Akteur, Nutzniesser, Mittäter des Systems, keineswegs ein "Held". (Im Gedenken an Johann Georg Elser - einen tatsächlichen Helden) bernardo, am 17. Januar 2009 um 23:21 ( Link ) "Im Gedenken an Johann Georg Elser - einen tatsächlichen Helden" War das nicht der, der den Bürgerbäukeller in ein Schlachthaus verwandeln wollte, mit Hunderten von Toten? Ganz toller Held.... Das gäbe Anlass, über die Moral des Bombenattentats im Allgemeinen nachzudenken. Hitler hat kurz vor Kriegsbeginn zu den höheren Offizieren gesagt, wer immer hier glaube, er handle nicht ausschließlich aus Liebe zu Deutschland, dem gebe er die Erlaubnis, aufzustehen und ihn auf der Stelle niederzuschießen. Merkwürdig, daß sich bei all den Attentatsversuchen dieser Eine nie gefunden hat. FritzLiberal, am 17. Januar 2009 um 23:31 ( Link ) @bernardo: weil mW (zumindestens in der späteren Phase des Krieges) Wehrmachtsangehörige von der SS nur unbewaffnet in die Nähe von Hitler gelassen wurden. Wolfgang Kaiser, am 17. Januar 2009 um 23:42 ( Link ) Zwei historische Persönlichkeiten möchte ich zu Wort kommen lassen: 2. Marion Gräfin zu Dönhoff. Sie kommt auf Stauffenbergs gesellschaftliche Bedeutung als Vorbild zu sprechen: bernardo, am 17. Januar 2009 um 23:48 ( Link ) Kann kein Argument sein. Stauffenberg konnte seine Bombe mehrfach unkontrolliert mitbringen. Hitler hat sich ein paar Wochen nach dem Attentat gegenüber dem Jagdflieger Hartmann bei einer Ordensverleihung über die Methode des Bombenlegens regelrecht empört. Er habe nie in die Taschen seiner Offiziere schauen lassen. Stimmt wohl auch. Bomben töten unkontrolliert und oft die Falschen. Wie gesagt merkwürdig, daß sich "kein Hauptmann mit Pistole" (Rommel) gefunden hat, der Hitler Auge in Auge erschiessen wollte. bernardo, am 17. Januar 2009 um 23:51 ( Link ) Mein Beitrag von 23.48 @ FritzLiberal natürlich. joachim, am 18. Januar 2009 um 0:31 ( Link ) merkwürdig, daß sich "kein Hauptmann mit Pistole" (Rommel) gefunden hat, der Hitler Auge in Auge erschiessen wollte. Ja, das hat mich auch immer gewundert - Skrupel? Feigheit? Macht der Konvention? Ich plädiere auf Feigheit - oder hätten all die grosskotzigen Wehrmachtsobristen das Faschistenpack nicht jederzeit hinwegputschen können, wenn sie denn gewollt hätten? Wenn sie nicht selbst zutiefst verstrickt gewesen wären, in den Raubzug, die Judenvernichtung, die Diktatur? Wenn sie nicht alle, auch der hochwohlgelobte Herr Claus Schenk von Stauffenberg, ihr Ärschlein für den FÜHRER hingehalten hätten? Lange, viel zu lange? Al_Bore, am 18. Januar 2009 um 1:04 ( Link ) @Jochen 17. Januar 2009 um 22:31 Wie großzügig, unarrogant und weise. Zitate gehen natürlich gar nicht, danke für die Belehrung. Gilt Abtippen? Kann ich nämlich, huh! Und vielleicht verschwenden Sie bei Gelegenheit einen Gedanken an Ihre weiter oben alle Nase lang ausgebreiteten eigenen Ansprüche. Ihre Aufzählung mehr oder weniger prominenter Menschen, die aus den unterschiedlichsten Lebensumständen heraus die nationalsozialistische Gefahr früh erkannt und möglicherweise vor ihr gewarnt haben oder sogar dagegen aktiv wurden, widerspricht ja nun nicht im geringsten der Möglichkeit, dass Sie mit Ihrem Urteil über Stauffenberg oder wen auch immer danebenliegen könnten. Ihre Behauptung einer Geschichtsfälschung untermauern Sie damit jedenfalls nicht. Vielleicht haben Sie ja recht, wer weiß. Aber wenn ich einerseits auf von Quellenangaben ungetrübte Wahrheiten eines Hobbytagebuchschreibers stoße und eben zufällig am selben Tag in einem der verbliebenen seriöseren Blätter (ja ja, FAZ ist reaktionärer Mainstream, ich weiß) die zu der Ihren im deutlichen Widerspruch stehende Aussage eines (wohl trotz Ihrer Schublade) angesehenen Historikers lese, wird mich das hoffentlich stutzig machen, oder? joachim, am 18. Januar 2009 um 1:20 ( Link ) FAZ ist reaktionärer Mainstream, ich weiß Nein, Sie wissen nicht, lieber Boring Al. Wenn Sie als Hobbykommentator nicht zur Sache argumentieren können (nämlich ob Herr v. S. als Vorbild taugt oder nicht) ... lassen Sie es doch einfach sein... Huh! :D P.S.: Quellen habe ich alle auf antibuerokratieteam.de genannt - oben verlinkt. Is mir aber ehrlicherweise zuviel Mühe, das hier zu wiederholen, nur weil Sie es nicht schaffen, eine Ebene tiefer zu klicken... drwolfkai, am 18. Januar 2009 um 1:31 ( Link ) Könnte man möglicherweise mit den persönlichen Beleidigungsversuchen aufhören? Ziemlich niveaulos das Ganze! Carl, am 18. Januar 2009 um 9:22 ( Link ) joachim: Da Sie Menschen, die nicht Willens waren ihr Leben zu opfern hier pauschal Feigheit unterstellen, möchte ich mir die Frage erlauben, was Ihre Heldentaten - vom Betrieb eines Blogs mal abgesehen - so sind? Sie "riskieren" ja nicht einmal ihren vollen Namen hier in der Diskussion... Heiko Kretzschmar, am 18. Januar 2009 um 18:52 ( Link ) In den Kommentaren von Nico Metten und joachim kommt eine völlig ahistorische Sichtweise zum Ausdruck: Die heutigen Maßstäbe (genauer: der Zeitgeist, den sich längst nicht alle zueigen machen) werden für die Vergangenheit und Zukunft als gültig erklärt. Solch eindimensionales Denken findet man sonst bei Hohepriestern der political correctness wie Claudia Roth und Dr. h. c. Wolfgang Thierse oder im Lichterkettenmilieu. Kann sich irgend jemand heute vorstellen, wie man einmal in 60 Jahren über die heutige Zeit urteilen wird? Weiterhin wird v. Stauffenberg vorgeworfen, nicht alles von Anfang an gewußt zu haben. Dazu müßte man ja übernatürliche Fähigkeiten besitzen. Es ist wie an der Börse: Hinterher gibt es immer irgendwelche Schlaumeier, die alles erklären können, und irgendein Dauer-Crash-Prophet hat es schon lange vorausgesehen. Vielleicht kann uns Herr Metten heute schon sagen, als was die Bundesrepublik Deutschland einmal enden wird. Und natürlich muß jeder, der in der Wehrmacht gedient hat oder nur in der damaligen Zeit gelebt hat und nicht von Anfang an die Position des Kommentators eingenommen hat, irgendwie „verstrickt“ gewesen sein. Die gleiche Methode haben die 68er mit Erfolg auch bei Filbinger und Waldheim angewendet. Ebenfalls gehört es zum Arsenal, jedem der konservativ oder politisch rechts ist, eine Nazi-Vergangenheit anzudichten, wie z. B. Franz Josef Strauß. Selbst Gerhard Löwenthal versuchte man in die Nähe der Nazis zu rücken. Die Linksfraktion hat im vergangenen Jahr im Bundestag den Antrag eingebracht, die „Ehrung für Johann Georg Elser als gesamtgesellschaftliches Anliegen [zu] begreifen.“ (Das dürfte uns auch der Frage nach der politischen Heimat des Querschlägers joachim ein ganzes Stück näherbringen.) Ich bin jedenfalls nicht bereit, Kommunisten, auch wenn sie gegen die Nazis gekämpft haben, als Helden anzusehen. Sie waren vielmehr Rivalen der Nazis, und in ihren Verbrechen standen sie den Nazis auch in nichts nach. joachim, am 18. Januar 2009 um 19:19 ( Link ) Werter Herr Kretzschmar, Sie haben zu keiner meiner Aussagen Stellung genommen, geschweige denn eine widerlegt. Sie legen mir Aussagen in den Mund, die ich nicht oder nicht so getätigt habe und schwadronieren Off Topic. Und auch mit Ihrer Denunziation, ich stünde wohl den Kommunisten nahe, liegen Sie nicht ganz richtig (bin Mitglied der LP *lol*). Haben Sie noch weitere Belege Ihrer Diskursunfähigkeit in petto? Jürgen Hodler, am 18. Januar 2009 um 22:54 ( Link ) @Joachim „Werter Herr Kretzschmar, Sie haben zu keiner meiner Aussagen Stellung genommen, geschweige denn eine widerlegt.“ Was für Aussagen denn? Also ich habe bisher nur ein angepaßtes, beim Sozen Heinrich August Winkler entliehenes demokratisches Mainstreamgeraune vernommen. Im Verlaufe dieses Themenstranges wurde Ihnen gar mehr als genug entgegengehalten, aber Sie wollen davon ja nichts wissen. Es entspricht nicht Ihrem demokratischen Schmalspurdenken und so wird jeder Einwand wie von selbst als „reaktionäre Geschichtsfälschung“ abgetan. Dabei fanden sich die Geschichtsfälscher aus nachvollziehbaren Gründen doch stets auf Seiten der Demokraten und Liberalisten und es ist darüber hinausgehend wohl auch kein Zufall, daß der Liberalist, sobald es gegen die Rechte geht, nur allzu gern auf linkes Schriftgut zurückgreift. Gleich und Gleich gesellt sich nun mal gerne. Wobei ich Ihnen versichern darf, daß mich Ihre Demokratenveranstaltung „LP“ nicht die Bohne interessiert. Da tummeln sich eh nur linksdrallige Vögel. Nun, zum Thema v. Stauffenberg könnte ich hier eine ganz Litanei schreiben, aber es wäre aus den vorhergehend genannten Gründen ein mehr oder weniger sinnloses Unterfangen. Es ist mir im richtigen Licht betrachtet auch vollkommen schnurz, ob Graf von Stauffenberg des Liberalisten Mißfallen erregt. Dies dürfte bedingt durch die ja recht überschaubare Größe der "Szene" eh niemanden plagen und so richten wir einmal einen Blick auf das Widerstandsgebaren Ihrer eigenen Zunft. Gab es denn zu Zeiten des Hitler-Regimes so etwas wie einen organisierten liberaldemokratischen Widerstand überhaupt? Oder haben die Liberaldemokraten auch nur einen Märtyrer zu beklagen? Man wird schwerlich fündig werden, denn für eine gewisse bourgeoise Wahnvorstellung im liberalistischen Gewande, die zwar im günstigsten Falle das Hirn, aber niemals Herz und Seele anzusprechen vermag, opfert sich nun wirklich niemand. Da bedarf es schon eines gefestigten weltanschaulichen Unterbaus, der auch das Gefühl anspricht und folglich waren die Liberalisten für Hitler – freilich entgegen der liberalistischen Geschichtsklitterung – nun wirklich eine quantité negliable. Beim ersten Windhauch verkrochen die sich wie auf frischer Tat ertappte Lausebengels unter der heimischem Ofenbank oder sie fanden sich recht schnell in den Reihen der NSDAP wieder. Dann wollen wir einmal in Augenschein nehmen, wo der Liberalist seine Idole zu suchen pflegt und da sei gleich vorweggenommen, daß der Liberalist den Namen Sophie Scholl meiden sollte. Die „Weiße Rose“ war bekanntlich das Banner des vor den liberalen Wüterichen geflohenen Adels zu Zeiten der Französischen Schlächterei und so sollte sich von selbst offenbaren, daß Hans und Sophie Scholl, beide selbstredend der christlichen Rechten angehörend, für den Liberaldemokratismus nun wirklich nicht sonderlich viel übrig hatten. Aber weiter im Text: Dann findet sich noch ein liberalistischer Schwarz-Rot-Gold-Kampfbündler und Weimarversager, ein geistig verwirrter Kommunist und zu guter Letzt ein aus Galizien stammender Altliberaler, der sich bekanntermaßen beizeiten aus dem Staub machte und im amerikanischen Exil einerseits am Desinteresse an seiner Person und andererseits am gar mehr als verdienten Niedergang der altliberalen Zunft verzweifelte. Und dieser Herr hat’s vorrausgeahnt? Ein wirklich heroischer Akt des Widerstandes. Dieses „Vorrausahnen“ haben weitaus renommiertere Autoren lange vor ihm bewerkstelligt. Er hätte wohl besser vor der eigenen Haustüre gekehrt, denn im liberalistischen Dreck findet ausgehend von 1789 – da wurde die ganz Giftmixtur bereits mit Akribie zubereitet - auch das Phänomen Hitler seinen Ursprung. Nun, dieses Thema betreffend findet sich in Edgar Julius Jungs „Sinndeutung der deutschen Revolution“ weitaus mehr Weisheit als in allen Publikationen des "Szenestars" Ludwig v. Mises zusammen. Dann finden sich beim werten Joachim folgende Zeilen: „Ich plädiere auf Feigheit - oder hätten all die grosskotzigen Wehrmachtsobristen das Faschistenpack nicht jederzeit hinwegputschen können, wenn sie denn gewollt hätten?“ Wirklich? Es waren doch Liberalisten und Sozen, die bereits im Vorfeld eine Militärregierung Schleicher Hand in Hand verhinderten. General Kurt von Schleicher, bekanntlich ein blitzgescheiter Mann, wollte dem Beispiel des Spaniers Primo de Rivera folgend mit einer auf Armee und Arbeiterschaft gestützten nichtparlamentarischen Militärregierung eine Machtübernahme Hitlers verhindern. Allerdings konnte die sozialdemokratische Gewerkschaft für dieses Vorhaben nicht gewonnen werden, denn die SPD, die vereint mit den Liberalisten die Weimarer Versagerrepublik um jeden Preis halten wollte, verbot ihren Gewerkschaften eine entsprechende Allianz mit der „Reaktion“. „Freie Wahlen“ und die „Mehrheitsherrschaft“ standen auch in Zeiten der Not nicht zur Debatte und so zog man den Braunauer der uniformierten „Reaktion“ eben vor und somit war die Sache für die Kräfte der Tradition – auch bedingt durch die populäre Dynamik des Nationalsozialismus – mehr oder weniger gelaufen. Ein Putsch wäre auch in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre ein aussichtsloses Unterfangen gewesen. Nun, man sieht, daß die Feigheit wie eh und je in den Demokatenschwatzbuden eine gar mehr als bequeme Heimstatt hat und so will mir hier eigentlich nur der geniale Hermann Borchardt in den Sinn kommen. Dieser gute Mann wurde im New York der frühen Nachkriegszeit von deutschstämmigen Intellektuellen und Künstlern, allesamt Liberalisten und Sozialdemokraten, zu einem Vortrag eingeladen. Er trat an das Rednerpult, sah sich nach allen Seiten um und sagte dann auf seine geradezu unnachahmliche Art: "Wenn ich Sie da so sitzen sehe, tut es mir leid, daß Hitler Sie nicht alle beizeiten ausradiert hat, denn Sie waren es, die diese Hölle vorbereitet haben." Danach schaltete er mit einem Lächeln im Gesicht sein Hörgerät ab (welches er übrigens einer urdemokratischen Sonderbehandlung im KZ Sachsenhausen zu verdanken hatte), verließ den Saal und ließ die liberalistische Meute toben. Aber wie recht er im Hinblick auf das verruchte Wesen der Liberal- und Sozialdemokraten doch hatte. joachim, am 18. Januar 2009 um 23:14 ( Link ) denn im liberalistischen Dreck findet ausgehend von 1789 – da wurde die ganz Giftmixtur bereits mit Akribie zubereitet - auch das Phänomen Hitler seinen Ursprung *lol* Nette Gäste hast Du da Andre - viel Spass weiterhin mit ihnen... JKG, am 19. Januar 2009 um 8:23 ( Link ) Die Liberalen, pardon Liberalisten, sind an Hitler Schuld. Wer sonst, Joachim? Hehe Waldmeister, am 19. Januar 2009 um 9:46 ( Link ) Meine Herren - ich fürchte, daß diese Ihre Kommentare zu Herrn Hodlers Ausführungen leider nur zeigen, daß Sie mit der Bedeutung von Begriffen wie "liberal", "liberalistisch" und "altliberal" (und vermutlich einer ganzen Reihe anderer) nichts anzufangen wissen. Ein wenig Selbststudium der europäischen Ideengeschichte täte hier wohl not. bernardo, am 19. Januar 2009 um 10:04 ( Link ) "so zog man den Braunauer der uniformierten „Reaktion“ eben vor" Genau, die Sozen und die Liberalen sind schuld daran, daß Hindenburg sich gern die "allerletzte Reichstagswahl" versprechen ließ, die Reichswehr sich am 3.2.33 die große Aufrüstung samt fetten Posten zusichern ließ, nichts dagegen hatte, als Demokraten im Frühjahr 1933 erst mal ins KZ wanderten, und am 30.6.34 ruhig zusah, wie Schleicher und andere weggeballert wurden. So wirds gewesen sein, und ein klerikalfaschistisches Regime wie in Spanien hätte alles besser werden lassen. Letzte Chance war dann Oberst irgendwer, der Stefan George Jünger, der Chef werden wollte, mit der besondern Qualifikation, seinen Vorgänger samt einigen seiner Kollegen umgebracht zu haben und sich selbst als "Elite" zu fühlen. So als Herstellung der natürlichen Ordnung halt. Jürgen Hodler, am 19. Januar 2009 um 19:47 ( Link ) Werter Waldmeister, „faschistisch“ und „klerikalfaschistisch“ wären vielleicht noch hinzuzufügen, denn damit wissen die Herren augenscheinlich auch nicht sonderlich viel anzufangen. Beim Regime Hitler waren diverse faschistische Wesenszüge zwar in Ansätzen erkennbar, aber dennoch darf eine derartige Etikettierung als eine Verharmlosung des braunen Mobs bezeichnet werden. Aber was soll’s, es ist halt alles „faschistisch“, was sich außerhalb des eingeschränkten Blickfeldes des Liberalisten befindet. Außerdem ist ein Selbststudium in Sachen Ideengeschichte wohl zuviel verlangt, denn dieses Vorhaben würde - insbesondere beim Rückgriff auf die Autoren des 19. Jahrhunderts – in einer für den Betreffenden wohl gar nicht so erquickenden Vergangenheitsbewältigung enden. Dergleichen scheut der neuzeitliche Ideologe bekanntlich wie der Teufel das Weihwasser. Ist die liberalistische Vergangenheit doch eine einzige Aneinanderreihung von Dummheiten, die immer und immer wieder begangen wurden, obwohl sich ihr verheerender Ausgang in der jüngeren Geschichte nicht nur einmal offenbarte. Nun, Mitdiskutant Wolfgang Kaiser hat bereits Marion Gräfin Dönhoff bemüht und mit ihr will ich auch abschließen. Fand sie doch die treffenden Worte für jenes Ereignis, welches vom Altliberalen F. A. v. Hayek bekanntermaßen als der „Durchbruch des rationalistischen Liberalismus“ und die Überwindung der „mittelalterlichen Irrationalität“ gepriesen wurde. „Der Abfall der Welt von Gott, so geistvoll in den Salons der französischen Aristokratie von 1789 und im Bann der philosophischen Erkenntnisse der Empiristen und Positivisten in England und Frankreich begonnen, hat seine letzten platten Orgien unter der Herrschaft Adolf Hitlers gefeiert. In dieser Zeitspanne sind viele Götzen über die Bühne gezogen: Die Göttin der Vernunft hat den Reigen eröffnet, und die Dämonen Macht und Gewalt haben ihn geschlossen. Deutschland hat mit der ihm eigenen Gründlichkeit und Hemmungslosigkeit diesen Götzendienst bis zu den Grenzen des Wahnsinns hin ad absurdum geführt.“ bernardo, am 20. Januar 2009 um 8:38 ( Link ) Lieber Jürgen Hodler, mit dieser Schlußbemerkung sind Sie wohl zum Kern der Sache vorgedrungen. Der Abfall von Gott ist sicher das Hauptproblem, seit er in der Infamie der Offenbarungsreligionen organisierte Gestalt angenommen hat. Nur Aufklärung wird letztlich die Überwindung dieser Afterreligionen (frei nach Kant) ermöglichen und ebenso die Überwindung der mit diesen verbundenen ideologischen Gewalt. 1789 war hier nur eine Etappe auf dem Weg, die Gotteserkenntnis zurückzugewinnen. familienwehr.de , am 20. Januar 2009 um 10:37 ( Link ) Um zum Ursprung zurückzukommen: Dieter Stein, am 20. Januar 2009 um 11:35 ( Link ) @ Familienwehr.de Kann ich Ihnen irgendwie helfen? Soll ich mal Ihre Hand halten? Satanas, am 20. Januar 2009 um 12:57 ( Link ) @Familienwehr.de Die JF zieht den Haß des Establisments auf sich weil sie schmutzige Wäsche wäscht und verschiedene staatstragende Lesarten der Geschichte hinterfragt. Alles andere rangiert unter ferner liefen. Lincoln und Roosevelt werden in Amerika aber gerade auch von den Liberalen kritisiert. Insofern ist die JF wichtig weil sie sich positiv von geistigen Sterilität der restlichen deutschen Presse abhebt. (ef natürlich ausgenommen) Was wäre denn die Schweiz ohne die Weltwoche? familienwehr.de , am 20. Januar 2009 um 14:18 ( Link ) @Dieter Stein: bernardo, am 20. Januar 2009 um 14:28 ( Link ) @satanas Leute, die von "gebildeten Kreisen" schwätzen, meinen gewöhnlich sich selbst, so auch hier. Insofern ein legitimer Nachfolger Stauffenbergs, der auch vom "Beugen vor den natürlichen Rängen" sprach und damit meinte, sich selbst auf den ersten Rang an die Staatsspitze bomben zu dürfen. ;) Lion Edler, am 20. Januar 2009 um 16:55 ( Link ) An Joachim: Schön, dass Sie im Nachhinein zeigen, was sie unter einer Argumentation mit Verzicht auf ,,ad hominem" verstehen! Dies bestätigt wieder einmal: Diejenigen, die sich am Meisten über das sog. ,,Niveau" und über Unfreundlichkeit beschweren und sich sofort als sehr beleidigt gerieren und den MORALAPOSTEL spielen, sind in Wahrheit selber Diejenigen die am Wenigstens mit sog. ,,Höflichkeit" zu schaffen haben! -> Beschweren über sog. ,,Moral" in 99% der Fälle: = verdeckte HEUCHELEI ! Und genau das ist das Meckern über Verfehlungen von Stauffenberg: Pure Heuchelei, und sonst nix. Gruß, Lion Edler. Jürgen Hodler, am 20. Januar 2009 um 16:59 ( Link ) @Bernardo Der gute Bernardo scheint die Gotteserkenntnis wohl mit der heißersehnten Herabkunft des „demokratischen Messias“ und dem Einzug des demokratischen Gottmenschen ins irdische Paradies zu verwechseln. Und eine gewisse sadistische Sexorgie war nur eine Etappe? Dann dürfte der Zieleinlauf in Adornos „aufgeklärte“ neue Barbarei die menschliche Phantasie wohl um Längen sprengen. Nun gut, es ist ja bekannt, daß die sog. „Aufklärung“ (von was eigentlich?) zu den bestgehütetsten Mythen in liberalistischen Kreisen zählt und somit täte eine ideengeschichtliche Vertiefung auch hier in der Tat gar mehr als gut. Zumal man in diesen Kreisen seit jeher dem Wahne anheimgefallen ist, daß die angebliche Wiederentdeckung der Individualität untrennbar mit eben dieser „Aufklärung“ verbunden sei. Dabei ist aber das genaue Gegenteil der Fall, denn das mit der „Aufklärung“ zur obersten Instanz der Ethik erhobene „konstruktive Denken“ kann schlußendlich nur schnöde Verallgemeinerungen zur Folge haben, welche den eigentlichen Mutterboden der Individualität zwingend zerstören mußte. Im säkularen Ethiktheater nahm stets der Satan höchstpersönlich auf dem Regiestuhl Platz und so kann es auch nicht überraschen, daß die sog. „Aufklärer“ und deren liberalistische Speerspitzen den Pfade der sog. „individuellen Freiheit“ allesamt beizeiten verließen. Findet doch beispielsweise auch der kategorischen Imperativs erst dann seinen eigentlichen Sinn, wenn dieser mit der Formel „Handle so, als ob die Maxime deines Handelns durch deinen Willen zum allgemeinen Gesetz werden sollte“ im Politischen und Sozialen zur Anwendung kommt. Der krönende Abschluß dieser von vornherein tyrannischen Tendenz findet sich dann im Positivismus und der Herrschsucht der nichtsnutzigen Afterreligion „Menschenrechtsglaube“ wieder. Und nun? Mit der schönen neuen Welt und der Selbstvergöttlichung des Menschengeschlechts dürfte es – und da bedarf es nicht einmal einer Glaskugel – wohl nie etwas werden. Dieser Wahn wurde bereits zu einem Zeitpunkt ad absurdum geführt, als – um mit dem genialen Juan Donoso Cortés zu sprechen – das moderne Heidentum damit begann, in der geschändeten Kathedrale Notre Dame de Paris sein eigenes Ich in Gestalt einer Hure anzubeten, um sich dann zu den Füßen Marats, des zynischen und blutsäuferischen Tyrannen, und zu denen Robespierres, der höchsten Fleischwerdung menschlicher Eitelkeit und ihrer wilden und grausamen Instinkte, in den Staub zu werfen. Jürgen Hodler, am 20. Januar 2009 um 17:08 ( Link ) "Und genau das ist das Meckern über Verfehlungen von Stauffenberg: Pure Heuchelei, und sonst nix." Werter Herr Edler, Sie sollten der liberalistischen Weinerlichkeit wohl nicht zu viel abverlangen.:) bernardo, am 20. Januar 2009 um 18:06 ( Link ) Herr Hodler, Sie hätten doch mal bei Kant reinschauen sollen. Dann wäre Ihnen vielleicht klar, was es mit der Aufklärung über die selbstverschuldete Unmündigkeit des Menschen im Bereich der Religion auf sich hat, nämlich die zweifache Fähigkeit der Gottesexistenz gewiß zu sein und sich der NICHT selbstverschuldeten Unmündigkeit bewußt zu werden, nämlich der Grenzen unserer Erkenntnis auch in diesem Bereich. Wegen dieser Unmündigkeit sind alle denkbaren Rituale, Offenbarungen, Gebote usw. sämtlich völlig sekundäre, menschengeschaffene, "afterreligiöse" Elemente. Ein Schlüssel zur Tyrannei oder zur Selbstvergottung der Menschheit liegt hier nirgendwo verborgen. Wobei ich mal die aparte Frage weglasse, ob historisch betrachtet die größere Tyrannei vor oder nach 1789 liegt. Wie viele Heiligtümer mußten geschändet werden, damit die neue Afterreligion Christentum einst ihr Monopol durchsetzen konnte? Satanas, am 20. Januar 2009 um 18:46 ( Link ) @familienwehr.de Na schön, nichts gegen ihre Freunde, aber wenn sie sich als Gleichgesinnten ja dazurechnen, scheinen sie die JF auch für nationalsozialistisch zu halten.
Also sollten sie diesen Vorwurf auch mit ein paar konkreten Artikeln belegen. Martin Möller, am 21. Januar 2009 um 19:53 ( Link ) Daß die Junge Freiheit ein Nazi-Blatt ist, läßt sich wirklich kinderleicht belegen. Und was ist schon dabei? Aus heutiger Sicht hat das überhaupt nichts zu bedeuten. 1000 mal schlimmer ist, daß die JF auf dem Boden des multi-kriminellen "Grundgesetzes" steht, des verbrecherischsten Dokumentes, das je in deutscher Sprache veröffentlicht wurde. A. Lehmann, am 22. Januar 2009 um 10:24 ( Link ) Ad rem: "Operation Walküre" ist ein hervorragender Film und eine Empfehlung wert (Vorpremiere). Er ist technisch einwandfrei gemacht, spannend und bietet auch das nötige Maß an Pathos. Man merkt das er nicht von deutschen Bewältigern produziert wurde. Tom Cruise ist überhaupt kein Vorwurf zu machen, im Gegenteil. Er spielt seine Rolle sehr gut. Ein Film der dazu beitragen kann die deutsche Ehre, die Ehre der Wehrmacht, wieder herzustellen. Besonders empfehlenswert für Jugendliche. Satanas, am 22. Januar 2009 um 12:31 ( Link ) @Martin Möller
Passt nicht zusammen. Martin Möller, am 22. Januar 2009 um 21:25 ( Link ) Was paßt denn nicht zusammen? JF und Verfassungsrealität in Deutschland? Mir würde bereits ein Kompromiß, wie ihn das alte Criticon gestaltet hat, völlig ausreichen. Doch selbst dazu sind die Flachzangen von der JF nicht in der Lage, mangels intellektueller Kapazität. Dieses ganze Blättchen ist nichts als ein Witz, letztlich eine Frechheit von geistig herausgefoderten Nichtskönnern. Demokratie ist IMMER eine riesige, abartige Betrügerei, selbst die einfachsten Menschen wissen das, nur die JF nicht, die in der Tat mehr zum Ruin Deutschlands beiträgt als die ganze linke Journaille zusammen. Constantin, am 23. Januar 2009 um 12:06 ( Link ) http://www.welt.de/kultur/article3064852/Tom-Cruise-in-Walkuere-auf-Mission-Impossible.html Treffender lässt sich Stauffenberg nicht bewerten:
Martin Möller, am 23. Januar 2009 um 16:15 ( Link ) Ich kenne gottlob Ihre Namen. Ich nenne nur einen: General Schleicher. A. Lehmann, am 23. Januar 2009 um 18:03 ( Link ) Und er wusste auch noch wie man mit solcher Art "Menschen" hätte verfahren müssen. Aber dafür waren sich natürlich gewisse demokratische Kreise zu fein. Oder zu stramm demokratisch. Man muß hier nur Franco oder Pinochet erwähnen um zu wissen wie man von Schleicher dann heutzutage gesehen, wie man seine Tat in den Dreck gezogen hätte. Wie man auch heutzutage immer noch nicht fähig ist, nicht willens ist, diesen deutschen Helden, diesen Aristokraten Stauffenberg angemessen zu würdigen. Pinochet, Franco, Männer welche besagte Passage nämlich zutreffend beschreibt Ich vermute das ganze wäre anderes ausgegangen, hätte Hitler die Reaktion und von Schleicher die Demokratie vertreten... Aber wir wissen ja nun mittlerweile wieviel Hekatomben Menschenleben das stramme Demokratentum gekostet hat. Inklusive einer ganzen Kulturnation. A. Lehmann, am 23. Januar 2009 um 18:09 ( Link ) "Seinen Kaisern und Helden - das Geheime Deutschland." Wahrlich, er ist durch seine Tat selbst einer geworden. Martin Möller, am 25. Januar 2009 um 15:08 ( Link ) Ich möchte doch noch meiner Verwunderung darüber Ausdruck geben, daß Dieter Stein bei ungleich geringerem persönlichen Risiko als weiland Staufenberg eine Feigheit an den Tag legt, die abstoßend und ekelerregend wirkt. Will er seine vollen Hosen in Staufenbergs Grab legen? Diese Frage sollte er an dieser Stelle mal beantworten ... ! Frank Schilling, am 25. Januar 2009 um 15:53 ( Link ) @ Martin Möller Immerhin wurde Torsten Thaler, der ehemalige Chef vom Dienst bereits aus politischen Gründen einmal abgestochen. Das Auto von Dieter Stein wurde bereits einmal in Brand gesetzt, und ein zweites Mal mit Pflastersteinen bearbeitet. In die Redaktion wurde bereits eingebrochen und alles zerstört. Der Redaktion wurden zwei Mal die Räumlichkeiten aus politischen Gründen gekündigt, einmal auch das Hauptgeschäftskonto. Und so weiter... Das kann man nun zwar gerne alles als Indiz für angepaßtes Verhalten und Feigheit vorm Zeitgeist ansehen. Aber wer das tut, muß dann ja wirklich atemberaubenden Mut bewiesen haben, um sich eine derartige Position erlauben zu können. drwolfkai, am 25. Januar 2009 um 16:30 ( Link ) Herr @Martin Möller, Sie versuchen sich auf Ihrer verlinkten Homepage ja u.a. einen hyperklerikalen Anstrich zu geben. bernardo, am 25. Januar 2009 um 18:03 ( Link ) @frank schilling Sehe ich das richtig, daß die JF einige Leserbriefe und Artikel von dieser Karikatur namens "Martin Möller" gedruckt hat? Martin Möller, am 25. Januar 2009 um 20:05 ( Link ) @Frank Schilling: Mir kommen die Tränen ... schluchz ... Frank Schilling, am 25. Januar 2009 um 20:18 ( Link ) Also doch nur ein Großmaul? Frank Schilling, am 25. Januar 2009 um 20:20 ( Link ) ....Oder ein wahrer Held? Martin Möller, am 25. Januar 2009 um 20:37 ( Link ) Schilling, was wollen Sie??? Lesen Sie doch die JF, ich habe nichts dagegen. Sie können auch die WELT lesen, den Spiegel, Focus, Junge Welt etc. pp. pp. Aber versuchen Sie nicht Unbedarften einzureden, daß dies Heldentaten wären. Die JF wurde schon Anfang der 1990er Jahre in der Szene allgemein als "Junge Feigheit" betitelt. Das war sie und das ist sie geblieben. Staufenberg würde sich damit nicht einmal im Winter bei - 25 Grad zudecken, um mal ein stubenreines Beispiel zu wählen. Frank Schilling, am 26. Januar 2009 um 13:19 ( Link ) Ich erwarte von Ihnen etwas mehr Gradlinigkeit. Sie empfinden die Taten der JF als Feigheit, bleiben aber selbst um Meilen dahinter zurück. Das sieht man daran, daß Sie meiner Frage nach ihren eigenen Heldentaten, die sie zu solcher Kritik berechtigen würde, immer wieder gekonnt ausweichen. Ich habe nicht das gerinste Problem damit, wenn Sie die JF-Mannschaft als feige Truppe diffamieren. Allerdings habe ich keine hohe Meinung von Jemandem, der solche Sprüche reißt sich aber Zuhause im stillen Kämmerlein versteckt, da ihm persönlich jedes Risiko zu hoch ist. Es gibt nichts was Sie daran hindert, noch deutlich mehr Heldenmut als die JF zu zeigen. Warum hat man ihren Namen jedoch noch nie in diesem Zusammenhang gehört. Martin Möller, am 26. Januar 2009 um 20:32 ( Link ) Lieber Herr Schilling, warum soll ich mit meinen Heldentaten prahlen? Immerhin sind sie amtlich anerkannt, denn ich war schon Gegner der DDR und saß dafür längere Zeit in DDR-Haftanstalten ein. In dem ei-frei-Interview habe ich das geschildert. Heute ist diese Zeit bereits von Nostalgie verschleiert, denn "nicht alles war schlecht" weiland und die BRD fordert mindestens in gleichem Maße den Widerstand heraus. Ich gebe zu, daß es für die meisten schwer ist, zu realisieren, daß Demokratie, Sozialismus und Kommunismus stets nur verschiedene Seiten der gleichen Medaille sind. Doch wer etwas langsamer beim Denken ist, der muß sich eben auch einmal belehren lassen. Eine Ideologie will intellektuell bewältigt sein, bevor sie auf dem Müllhaufen der Geschichte landen kann. drwolfkai, am 27. Januar 2009 um 8:55 ( Link ) Wenn ich es richtig verstanden habe, wurde von Herrn Schilling nach "Heldentaten" gefragt. Nicht, ob Sie schon `mal im Knast gesessen haben! Martin Möller, am 27. Januar 2009 um 9:45 ( Link ) Nicht ich, sondern Dieter Stein und die Junge Freiheit bewerfen die Helden der Deutschen Geschichte mit Dreck und ziehen das Opfer unserer Helden in den ekelhaftesten, stinkendsten demokratischen Sumpf hinein. Ich verteidige das Andenken der Helden, Staufenberg, Kleist-Schmenzin u.v.a. gegen die niedrige, abgefeimte demokratische Zumutung! Es lebe das Heilige Deutschland! Nie wieder Hitler, nie wieder Demokratie!!! Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Martin Möller, am 16. Januar 2009 um 15:02 ( Link )
Dieter Steins Ausführungen merkt man eine "Kenntnis des Stoffes" und "mehrerer anderer Verfilmungen" gar nicht an. Angesichts dieser zahlreichen Verfilmungen ist es wohl auch vermessen zu vermuten, daß der Rest des Publikums weniger wußte als Stein.
Stauffenberg verfügte zudem nicht etwa über eine reduzierte „demokratische Gesinnung“, er war aus sittlicher Überzeugung ein Gegner der Demokratie und lehnte die Demokratie unter anderem deshalb ab, weil sie Kreaturen wie Hitler, Himmler und Göring den Aufstieg überhaupt erst ermöglicht hatte.
Damit steht Stein aus Sicht Staufenbergs eher auf Seite Hitlers als umgekehrt. Es wäre ein Segen für alle, wenn Stein endlich seine Plattheiten einstellen würde. Seinen demokratischen Wahnsinn kann er ja jährlich in ungezählten Wahlkabinen austoben.