19. Januar 2009

Barack Obama Der neue „Oberheuchler vom Dienst“

Besteht der Klimaschutz den Alkoholtest?

Wie weit glauben Politiker, den Klimakatastrophen-Schwindel forcieren zu können? Wie wir wissen beabsichtigt Barack Obama, Kohlendioxid offiziell als „gefährlichen Schadstoff“ einzustufen. Nach einer solchen Verkündung werden seine Handlungen deutlich machen, ob er CO2 wirklich als eine Bedrohung für die Menschheit betrachtet oder ob er einfach eine schamlose Taktik des Angsteinjagens einsetzt, um die Macht der Bundesregierung zu stärken und die USA weiter in Richtung Sozialismus zu treiben. Wenn CO2 tatsächlich so unglaublich gefährlich ist, wie Al Gore und Barack Obama behaupten, dann müssen alle Möglichkeiten zur Senkung von CO2-Emissionen in Erwägung gezogen werden.

Wenn Präsident Obama CO2 zum gefährlichen Schadstoff erklärt hat, dann wird jede amerikanische Brauerei, Weinkellerei und Brennerei ein „gefährlicher Umweltverschmutzer“. Wenn also der Ausstoß von Menschen hergestelltes CO2 drastisch gesenkt werden muss, dann muss Präsident Obama dringend über eine Wiedereinführung der Alkoholprohibition in den USA nachdenken. Al Gore hat bis dato nicht den Mut gehabt, eine globale Alkoholprohibition vorzuschlagen, und ich bezweifle zutiefst, dass Präsident Obama den Mut haben wird, dies für die USA vorzuschlagen. Diese beiden Politiker sind schließlich Sozialisten und mit Sicherheit nicht in Mutter Erde und die Menschheit verliebt, sondern in Macht und Ruhm.

Jeder mit der Bildung eines Fünftklässlers versteht, dass der Gärungsprozess ein integraler Bestandteil der Produktion alkoholischer Getränke ist. Beim Gärungsprozess wirken Hefe und Zucker so aufeinander ein, dass Ethylalkohol und CO2 entsteht. Oh je, da ist der böse „Schadstoff“ CO2. Wer würde jemals gedacht haben, dass die wunderbaren Weine, Biere und destillierten Spirituosen, die wir so sehr genießen, aus Umweltverschmutzung entstehen? Denkt man darüber nach, merkt man, dass die Biere und Sektsorten überall auf den Regalen noch immer CO2 beinhalten. Nach Barack Obamas Definition würde ich jedesmal, wenn ich eines meiner Lieblingsbiere genieße, einen gefährlichen Schadstoff trinken. Sollte ich einen Arzt zu Rate ziehen, bevor ich einen Schadstoff trinke? Selbst wenn eine Prohibition mich in Zukunft davon abhält, verschmutzte Getränke für Erwachsene zu trinken, was ist mit den Limonaden und den Mineralwassern mit natürlicher Kohlensäure? Sollten diese verschmutzten Getränke auch verboten werden? Vielleicht wird uns Präsident Obama mit einigen Richtlinien versorgen, wie man Umweltverschmutzung zu sich zu nehmen hat.

Wenn Präsident Obama (und übrigens auch Al Gore) wirklich glauben, dass CO2 eine so ernste Gefahr für Mutter Erde und die Menschheit darstellen, dann würden die CO2-Emissionen aus Brauereien, Weinkellern und Brennereien als ernstes Problem betrachtet werden. Allein in den USA werden im Jahr 2,44 Milliarden Liter Wein produziert und etwa 23 Milliarden Liter Bier. Nimmt man noch die gebrannten Spirituosen hinzu, ist die Schlussfolgerung unausweichlich, dass in Weinkellern, Brauereien und Brennereien eine große Menge CO2 produziert wird. Wenn Präsident Obama CO2 als gefährlichen Schadstoff eingestuft hat, was wird er gegen die „Schadstoffe“ tun, die aus Brauereien, Weinkellern und Brennereien entweichen?

Das erste, was Präsident Obama tun sollte, ist, mit gutem Beispiel voranzugehen und sämtliche alkoholischen Getränke aus dem Weißen Haus zu verbannen (Al Gore sollte dasselbe in seinem Haushalt tun). Zweitens sollten er und Al Gore landesweit das Bewusstsein dafür schärfen, dass die Alkoholgetränkeindustrie ein Umweltverschmutzer ist, mit dem Ziel, einen Konsens über die Wiedereinführung der Prohibition herzustellen, um unseren Planeten und die Menschheit zu retten. Diese zwei schrillen Politiker haben beteuert, dass es ganz wortwörtlich um diesen höchsten Einsatz geht, daher ist der Verzicht auf alkoholische Getränke ein Opfer, das alle Amerikaner bereitwillig auf sich nehmen sollten. Um Himmels Willen, unser Planet steht auf dem Spiel!

Denken wir Barack Obamas absurde Behauptung, dass CO2 ein gefährlicher Schadstoff ist, einen Schritt weiter. Nach der „Logik“ Obamas ist das Leben selbst aus Umweltverschmutzung aufgebaut. Ich frage mich daher wieder einmal, ob unser neuer Präsident klüger ist als ein Fünftklässler. Denn den meisten Fünftklässlern ist die Photosynthese geläufig, der Prozess der Umwandlung von Lichtenergie in chemische Energie und ihre Einbindung in Zucker. Pflanzen benötigen lediglich Lichtenergie, CO2 (!) und Wasser, um den erwähnten Zucker herzustellen. Photosynthese, die ohne CO2 nicht stattfinden kann, tritt in Pflanzen (und einigen Bakterien) auf und ist für die Ernährung fast allen Lebens auf der Erde verantwortlich. Aber das ist noch nicht alles. Eine weitere lebenswichtige Funktion der Photosynthese ist die Erzeugung gerade jenes Sauerstoffs, den atmende Tiere für ihr Überleben benötigen. Also, um das klarzustellen, Herr Obama: Sie glauben, dass der lebensspendende Prozess der Photosynthese auf Umweltverschmutzung aufbaut? Wenn das Ihre feste Überzeugung ist, dann muss ich mich fragen, ob Ihr Gehirn genug Sauerstoff bekommt. Was ich jedoch weiß, ist, dass das Evangelium nach Barack Obama bekennt, dass das Leben selbst von Umweltverschmutzung abhängt. Das ist surrealistisch.

Barack Obama, Al Gore und andere Politiker weltweit nutzen Klimaerwärmung und die ungeheuerliche Lüge, dass CO2 ein Schadstoff ist, um die Macht des Staates auszuweiten und somit die Freiheit der Menschen einzuschränken. Es ist ein unglaublich überzeugender Schwindel, der die Menschen so ängstigt, dass sie freiwillig ihre Freiheiten aufgeben, um den Planeten zu „retten“. Schritt für Schritt, Land für Land, hilft der Klimakatastrophenspuk auf diese Weise den Politikern, den Weg zum Sozialismus zu pflastern.

Warum also hören wir von amerikanischen, britischen, französischen, deutschen und anderen Politikern keine Aufrufe, Brauereien, Brennereien und Weinkeller stillzulegen (oder zumindest ihre Produkte so hoch zu besteuern, dass sich ihre Herstellung nicht mehr lohnt)? Der Grund hierfür ist derselbe wie der, dass wir nie einen amerikanischen Politiker hören, der einen Mindestlohn von 100 Dollar die Stunde oder einen Anreizscheck von einer Millionen Dollar für jeden erwachsenen Amerikaner fordert. Einen Schwindel zu weit zu treiben führt zu intensiver Untersuchung und entlarvt die Schwindler als das, was sie sind. Daher würde eine Bekämpfung von Wein, Bier und Spirituosen eine so gewaltige Reaktion gegen die Klimakatastrophen-Scharlatane hervorrufen, dass der Schwindel unter einer solch massenhaften Überprüfung nicht aufrecht erhalten bleiben könnte. Wenn sie nämlich die Menschen zwingen wollen, auf Alkohol zu verzichten – um den Planeten zu retten – dann wäre es ratsam, extrem solide wissenschaftliche Belege vorlegen zu können. Fragwürdige Wissenschaft, aufgebaut auf fehlerhaften Computermodellen, wird schlicht nicht ausreichen.

Während Barack Obama versucht, unter Verwendung von Teilen des Drehbuchs von F.D. Roosevelt, uns weiter auf den Weg hinunter zum Sozialismus zu führen, können wir davon ausgehen, dass die globale Erwärmung als Waffe benutzt werden wird, um Amerikaner geistig zu terrorisieren, weitere Freiheiten gegen „Sicherheit“ einzutauschen. Dennoch ist es nahezu sicher, dass Brauereien, Brennereien und Weinkeller nicht als „gefährliche Umweltverschmutzer“ eingestuft werden, trotz der Tatsache, dass CO2 ein Nebenprodukt der Gärung ist. Sicher, dies wird die Heuchelei der Politiker wie Barack Obama aufdecken. Und es wird auch offenbar machen, dass jene grandiose Idee, die Erde vor globaler Erwärmung zu retten, nichts weiter ist als ein Trick, um Regierungen zu helfen, mehr Macht an sich zu reißen.

In seinem phänomenalen Buch „Capitalism“ beschreibt George Reisman, weshalb Sozialisten wie Al Gore, Barack Obama und im übrigen auch Arnold Schwarzenegger (der sich als Grüner geoutet hat) die Hersteller alkoholischer Getränke in Ruhe lassen werden – trotz ihrer gewaltigen CO2-Emissionen: „Es folgt daraus, dass die Herrscher eines sozialistischen Staates in Angst und Schrecken vor dem Volk leben müssen. Aufgrund der Logik ihrer Handlungen und ihrer Lehren dürfte der kochende und brodelnde Groll der Menschen aufwallen und sie in einer Orgie blutiger Vergeltung verschlingen. Die Herrscher spüren dies, auch wenn sie es nicht offen zugeben; und daher ist ihre Hauptsorge stets, die Bürgerschaft unter Kontrolle zu halten.“

Barak Obamas Denken mag durch Widersprüchlichkeiten und Größenwahn vernebelt sein, aber er und seinesgleichen sind schlau genug, die Lehren aus Amerikas fehlgeschlagenem Experiment mit der Alkoholprohibition zu ziehen (zusammen mit der Tatsache, dass sich anthropogene Klimaerwärmung auf fadenscheinige Wissenschaft stützt). Entsprechend ist es viel einfacher, eine Bürgerschaft unter Kontrolle zu halten, der es erlaubt ist, sich mit Alkohol selbst medizinisch zu behandeln – besonders während der gegenwärtigen Wirtschaftsdepression –, als den Zorn von Bürgern auf sich zu ziehen, die gezwungen sind, alkoholische Getränke auf dem Schwarzmarkt zu suchen.

Erheben Sie also Ihr Weinglas und prosten Sie Barak Obama zu: Auf useren neuen Oberheuchler vom Dienst!

Information:

Dieser Artikel erschien erstmals in englischer Sprache am 12.01.2009 auf der Website lewrockwell.com. Übersetzung: Robert Grözinger.

Internet:

Obama to Declare Carbon Dioxide Dangerous Pollutant

George Reisman: Capitalism – A Treatise on Economics


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Autor

Eric Englund

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