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![]() Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag). ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Die Piusbrüder, Richard Williamson und die politische Korrektheit: Auf Papst Benedikt XVI. wird gezieltDie Medien könnten sich diesmal ein zu starkes Opfer ausgesucht haben Die scheinheilige Lehre der politischen Korrektheit fordert von Zeit zu Zeit ihre Kampagnen gegen allzu freiheitlich-konservative Widersacher. Opfer werden als Exempel statuiert –Abschreckung funktioniert schließlich immer. Keiner soll glauben, dass man im „freiesten Staat deutscher Geschichte“ einfach so sagen und machen darf, was man will. Gestern Heitmann, Möllemann, Hohmann, Herman – und nun der Stellvertreter des Herrn auf Erden selbst; der Papst! Wohl seit 1945 wurde in der deutschen Presse nicht mehr derart respektlos gegen den Heiligen Vater in Rom zu Felde gezogen. Die „Süddeutsche Zeitung“ spricht vom „Sündenfall des Papstes“, von einem „beschämenden“ und „bestürzenden Signal“ Benedikt des XVI. In den wiederkehrenden Kampagnen gegen Konservative werden immer wieder die seltsamsten Ankläger zum Schuldspruch hinzugezogen – Hauptsache, so scheint es, sie richten erbarmungslos. War es gegen Möllemann noch dessen langjähriger Erzfeind Paolo Pinkel und vor Kerners Tribunal gegen Eva Herman der berüchtigte kommunistische „Historiker“ Wippermann, so wird nun vom „Spiegel“, wer könnte es anders sein, die einstige DKP-Vorzeigetheologin und notorische Papst-Verächterin Uta Ranke-Heinemann aus der Mottenkiste geholt. Frau Professorin fällt denn auch wenig überraschend ihr Urteil: Benedikts Verhalten, so Heinemann im „Spiegel“, sei einfach, „in besonderem Maße untragbar und beschämend“. Was war da geschehen? Grund für die Kampagne gegen Benedikt XVI. ist dessen Entscheidung vom Wochenende, die Exkommunikation von vier Bischöfen der traditionalistischen Pius-Bruderschaft rückgängig zu machen und diese wieder in die katholische Kirche zurückzuführen. Zu den vier Bischöfen gehört auch der Brite Richard Williamson, der in einem bereits im November aufgezeichneten und „zufälligerweise“ genau jetzt gesendeten Interview gegenüber einem schwedischen Fernsehsender eine in Deutschland strafbare Meinung kundtat, im Amtsdeutsch „den Holocaust leugnete“. Das Interview, in dem Williamson mit plötzlichen Fragen zur Geschichte offenbar überrascht wurde, war im Priesterseminar der Piusbruderschaft in Zaitzkofen bei Regensburg aufgenommen worden – die deutschen Meinungspolizei hat die Ermittlungen deshalb bereits aufgenommen. Bischof Williamson droht auf deutschem Boden die Inhaftierung. Die Exkommunikation der führenden Piusbrüder war 1988 vom Heiligen Stuhl ausgesprochen worden, nachdem die vier Bischöfe Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson und Alfonso de Galarreta vom früheren Erzbischof von Tulle, Marcel Lefebvre, geweiht worden waren, ohne dass eine Zustimmung von Rom vorlag. Lefebvre und seine Bischöfe gehören dem traditionalistischen Flügel der Katholischen Kirche an, der mit den in den letzten Jahrzehnten vollzogenen Anpassungen der Kirche an den Zeitgeist unzufrieden ist. Erzbischof Lefebvre hatte die Bruderschaft St. Pius X (lat.:Fraternitas Sacerdotalis St. Pii X; FSSPX) 1970 gegründet, die ab 1975 im Konflikt mit Rom stand. Anlass waren einige Lehrpunkte des Zweiten Vatikanischen Konzils sowie verschiedene nachkonziliare Reformen, die vom französischen Erzbischof als mit der gesamten kirchlichen Tradition unvereinbar kritisiert wurden. Insbesondere die Liturgiereform wird von den der katholischen Tradition verpflichteten Piusbrüdern abgelehnt. Papst Johannes Paul II. hat am 2. Juli 1988 im Apostolischen Schreiben Ecclesia Dei die Bischofsweihen Lefebvres als schismatischen Akt verurteilt und dessen Exkommunikation sowie die der vier Bischöfe offiziell festgestellt. Sein Nachfolger, Papst Benedikt VI., war auf die Traditionalisten zugegangen, indem er den vorkonziliaren alten Ritus als „außerordentliche Form der Liturgie der Kirche“ auch ohne Sondergenehmigung wieder erlaubt hat. Die Piusbruderschaft erklärt den grundlegenden Unterschied zwischen „alter“ und „neuer Messe“ so: „In der Alten Messe feiern wir das Opfer unseres Herrn Jesus Christus am Kreuz, also das Geschehen vom Karfreitag; in der Neuen Messe feiert man das Herrenmahl, also ein Gedächtnis des Abendmahls vom Gründonnerstag. Tatsächlich aber hat unser Herr am Abend des Gründonnerstag im Kreis seiner Apostel das Karfreitagsopfer vorweggenommen, indem er sakramental unter den Gestalten von Brot und Wein seinen Opferleib und sein Opferblut gegenwärtig gemacht hat. Und eben dazu hat er die Apostel beauftragt, als er zu ihnen sprach: ‚Tut dies zu meinem Gedächtnis.’ Nicht ein Abendmahl sollten sie zu seinem Gedächtnis feiern, sondern ein Opfer, das Opfer seines Fleisches und Blutes unter den Gestalten von Brot und Wein.“ Ein Nebeneinander von alter und neuer Messe wird von der Piusbruderschaft strikt abgelehnt: „Die Alte Messe ist katholisch und predigt das Christkönigtum; die Neue Messe ist ökumenisch und demokratisch.“ Demokratie und Ökumene aber werden von den Traditionalisten abgelehnt. Im Buchshop der Bruderschaft, angegliedert an den hauseigenen Sarto Verlag, wird denn auch neben dem Schwarzbuch des Kommunismus (eine Dokumentation der Jahrhundertverbrechen der roten Sozialisten, die Heinemann-Vorgänger Wippermann einst leugnete) folgendes Buch beworben: „Alles, was Sie schon immer über Könige wissen wollten.“ Fundamentale Demokratiekritik und der positive Bezug auf die Monarchie gehen nun in der Tat weit über das hinaus, was die Heit-, Mölle-, Hoh- oder Hermänner an politisch Unkorrektem zu äußern sich erdreisteten. Und hier ist denn auch der eigentliche Grund für den wilden Aufschrei der Medien zu vermuten. Alleine, sie könnten sich mit Papst Benedikt am Ende mit dem Falschen angelegt haben. Sie ahnen es vermutlich und werden immer lauter. Die nächsten Tage könnten deshalb spannend werden. Das Video mit der Holocaust-Leugnung im schwedischen TV jedenfalls dürfte dank „Spiegel“ und Co. über Youtube auch hierzulande Rekordeinschaltquoten verzeichnen. Dafür dürfen sich die Medien weit mehr schämen als der privathistorisch irrende Bischof. Und während die dem Zeitgeist hinterherlaufenden Amtskirchen mit Hobby-Theaterstück-Aufführungen vor leeren Kirchenrängen peinlich auffällig werden, dürfte das ohnehin steigende Interesse am katholischen Traditionalismus wie auf der anderen Seite an evangelikalen Freikirchen weiter zunehmen. Gedankt sei der Empörungsberichterstattung jener, die zwei- bis dreimal im Jahr Adolf Hitler in Nahaufnahme mit gut sichtbarem Hakenkreuz am Revers auf ihr „Spiegel“-Cover platzieren, damit die Auflage steige. Gregor Hoppe vom ARD-Hörfunkstudio Rom kommentiert in der Tagesschau: „Der Papst will seine Kirche offenbar gesundschrumpfen, zurück auf eine noch kleinere, dafür aber erzkonservative Klientel. Und nimmt dabei in Kauf, dass ihm alle anderen davonlaufen.“ Vieles spricht für die Umkehrung dieser These: Konservative Kirchen (und vorneweg der „Popstar unserer Zeit“, der „ultrakonservative“ Papst Benedikt) haben großen Zulauf. Die 68er-(Ex-)Zeitgeistkirchen aber mit all ihrem antikapitalistischen Öko- und Drittweltklimbim – beispielhaft sei die großspurige Coca-Cola-Boykottkampagne des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) genannt – sind längst nur noch zum Davonlaufen. Und die Mainstreammedien? Würden sie ihre Wächterfunktion gegenüber der Politik oder auch nur ihren eigenen antifaschistischen Anspruch wirklich ernst nehmen, müssten sie sich gerade jetzt einsetzen für die Meinungsfreiheit des Bischofs und gegen die jedem intelligenten Menschen unwürdige und in unseligster Tradition stehende Strafverfolgung falscher Meinungen in Deutschland. Das tun sie nicht. Vielmehr nehmen sie kurz nach dem Mannichl-Supergau mit einer abermaligen billigen Hysterie- und Schmierenkampagne in Kauf, dass ihnen auch noch die letzten gutgläubigen Zuschauer und Leser davonlaufen. 27. Januar 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareBauer , am 27. Januar 2009 um 14:11 ( Link ) Schluss mit der gesetzlich verordneten Geschichtsschreibung. Man mag zu Williamson und dessen Meinung stehen wie man will, er hatte den Mut seine Meinung auszusprechen, wohlwissend was ihn erwartet. Ersatzlose Streichung des § 130 und freie Diskussion über die Geschichte unseres Landes. Schluss mit den Verboten von Büchern und Schriften. Bolkonskij , am 27. Januar 2009 um 14:47 ( Link ) Bravo, toller Artikel. Ich finde diesen Pius Orden tatsächlich sehr interessant, von ihm könnte so etwas wie eine Gegenbewegung gegen den Zeitgeist in den Kirchen ausgehen, der sich letztlich dann auch im Alltag und der Politik niederschlägt. Jedenfalls gerät in letzter Zeit einiges gehörig in Bewegung, viele "neue" Werte werden von jungen Leuten (da zähle ich mich selbst noch dazu und sehe es bei vielen meiner Kommilitonen) immer öfter hinterfragt, statt wie zuvor stets kommentarlos hingenommen. Mal sehen, wie sich dies in den kommenden Jahren entwickelt - gerade für die libertäre Bewegung wäre es wichtig hier mit einer starken Präsenz im Netz alle Kräfte zu bündeln, womit wir wieder beim Thema EF erweitern & verbessern wären :-) quer , am 27. Januar 2009 um 15:23 ( Link ) Die merkwürdigen Vertreter der pc, welche sich jetzt am Papst reiben, erwarten offenbar, daß dieser die Inquisiton über weltliche Dinge wiedereinführe. Auf daß sie dann endlich einen realen Grund haben, um so heftiger zu jammern und zu klagen. Paradox! Gleichzeitig offenbaren die Kritiker (gläubig oder nicht), daß sie nicht zwischen dem Glauben der Kirche, der Organisation der Kirche und der (immer!!) privaten Sicht der profanen Welt und ihrer Geschichte zu unterscheiden vermögen. Verwirrt eben! In der Tat: Die traditionelle tridentinische Messe unterscheidet sich in ihrer Würde entschieden von dem Event-Trallala des "neuen" Ritus, welcher besonders Oberflächige auch nur begrenzt zu fesseln vermag. Daher sind die Kirchen leer. Die Kirchen, in welchen die traditionelle Messe gelesen wird, sind überraschend (?) gut besucht. Und besonders von jungen Menschen. Es hat schon seinen guten Grund, daß man sich zumal in Deutschland nicht traut, quasi konkurrierend am So.-Vormittag in der einen die "alte" und der anderen Kirche die "neue" Messe zu feiern. Der Besucherabgleich könnte irritierend für den Zeitgeist sein. Bolkonskij , am 27. Januar 2009 um 15:56 ( Link ) Danke quer, vollkommen richtig. Ich sehe das auch so. "Meine" Kirche ist die orthodoxe und bei uns, gerade in Russland, sind die Kirchen voll von jungen Menschen. Wenn ich mit meiner Verlobten in eine orthodoxe Kirche gehe, dann sehe ich alle Altersgruppen - von ganz kleinen Kindern bis hin zu ganz alten Menschen auf den Bänken. Ich war wirklich überrascht und geschockt, dass in Deutschland nur einige alte Rentner in der Kirche sind und sonst niemand dort ist. Dazu muss man aber auch sagen, dass die orthodoxen Kirchen keinen Schlingerkurs wie die Kirchen hierzulande fahren, sondern stets fest auf ihren uralten Prinzipien vertrauen. Nicht umsonst heißt es, dass die orthodoxe Kirche die Zeit nicht in Monaten und Jahren, sondern in Jahrhunderten misst. (soll keine Werbung sein hier, wollte nur klar machen, dass Kirche + Jugend sehr wohl eine gängige Kombination sein kann, die Menschen für die Kombination Kirche + Politik aber gemeinhin wenig über haben..) quer , am 27. Januar 2009 um 16:17 ( Link ) Man kann es als Belehrung und Feststellung aus Sicht der Katholiken (mitsamt Papst) komprimiert so formulieren: Ein Katholik (alle Christen) glaubt an Gott und nicht an den Holucaust, den Mann im Mond, oder an sonst noch was. Der gleiche Mensch weiß und kennt in der Regel den Ablauf der Geschichte. Aber das ist kein Glaube, sondern (weltliches) Wissen. Wissen kann verordnet oder auch geleugnet werden. Glaube kann zwar geleugnet, aber nicht verordnet werden. Und der Glaube allein ist Maßstab einer möglichen Exkommunikation oder dessen Aufhebung. Offenbar ist Europa und sind seine Zeitgeistpfleger schon so islamisiert, daß man diesen Unterschied nicht mehr zu erkennen vermag. Und das scheint auch für den Zentralrat der Juden in Deutschland zuzutreffen, wenn man die Einlassungen eines Herrn Korn liest. A. Lehmann , am 27. Januar 2009 um 20:46 ( Link ) @ Bolkonskij "Ich finde diesen Pius Orden tatsächlich sehr interessant, von ihm könnte so etwas wie eine Gegenbewegung gegen den Zeitgeist in den Kirchen ausgehen, der sich letztlich dann auch im Alltag und der Politik niederschlägt." Die Bruderschaft wird immer größer, sie wächst und gedeiht. Die Gottesdienste sind praktisch immer gut besucht, mehrmals in der Woche. An Sonntagen sind die Kirchen praktisch immer voll. An besonderen Tagen müssen gar Leinwände aufgestellt werden. Und das natürlich vollkommen ohne Staatsgelder, ohne staatliche Hilfe. So etwas hat die Landeskirche wirklich nur noch wenn sie kirchenfremde Organisationen mit ins Boot nimmt (egal ob Burschenschaften oder Gewerkschaften etc). Und das obwohl sich gerade die deutsche Bischofskonferenz besonders heftig in der Verfolgung und Gängelung der Anhänger der lateinischen Messe hervortut. Selbst strenge Anordnungen aus Rom werden mißachtet, Gläubige werden daran gehindert einmal in der Woche eine lateinische Messe feiern zu können (und das bei einem Anreiseweg von teilweise 50-100km!). Es werden bewußt die ältesten Pfarrer zur Feier der lateinischen Messe abgestellt damit kein junger Pfarrer die alte Messer lernen "muß", lernen kann. Die Messen müssen zu den unmöglichsten Uhrzeiten, an den unmöglichsten Orten gefeiert werden (z.B. Montag morgens um 8, damit ja keine Gläubigen Zeit haben). Kirchen werden bspw. lieber abgerissen oder an Muslime verkauft wie das man sie den Pius-Brüdern überlässt. Katholische Pfarrer die "Kirchenmobiliar", sakramentale Gegenstände verkaufen müssen weil sie nicht mehr gebraucht werden, zerstören diese lieber vor den Augen der Padres der Bruderschaft als das sie ihnen diese verkaufen. Glauben Sie mir, das sind keine Märchen. Das sind alles Geschichten die ich nur aus dem Priorat in Südbaden kenne. Die, die sich nun so vehement darüber beschweren das Rom eine Bestrafung zurückgenommen hat, geben ansonsten einen feuchten Scheissdreck auf die Anordnungen des Vatikans! Die, die sonst soviel auf ihre Liberalität gegenüber Atheisten, Heiden, Juden, Muslimen und Kommunisten geben, sind gegenüber ihren eigenen Glaubensbrüdern auf eine solche Art und Weise hinterhältig und rachsüchtig das man eines gewiss sagen kann: Gott wird das dementsprechend vergelten. Ich werde im Übrigen die Padres vor Ort gezielt auf die faire Berichterstattung in diesem Magazin hinweisen. ""Meine" Kirche ist die orthodoxe und bei uns, gerade in Russland, sind die Kirchen voll von jungen Menschen." Sie werden ganz sicher nirgends eine größere Gemeinsamkeit zur orthodoxen Kirche finden als in der echten katholischen Kirche, welche leider momentan nur durch Gemeinschaften wie die Pius-Bruderschaft repräsentiert werden. Auch ich habe schon orthodoxen Gottesdiensten (im tiefsten Russland) beiwohnen dürfen, habe mich mit orthodoxen Nonnen unterhalten oder junge Menschen mit voller Selbstverständlichkeit das Kreuz schlagen sehen. Es ist tatsächlich etwas im Gange in Russland. Das Kloster in dem ich war (in der Nähe von Omsk), auf dessen Boden früher kommunistische Massenerschiessungen stattfanden (Priester und Weissgardisten), wurde natürlich in der SU enteignet. Nach dem Fall des roten Staates wurden vom dortigen Gouverneur nicht nur alle Gebäude und Ländereien zurückgegeben, es wurde sogar zusätzliches Land an die Kirche verschenkt. Es ist halt etwas vollkommen anderes wenn die Staatsführung verstanden hat wie wichtig die Religion ist... A. Lehmann , am 27. Januar 2009 um 22:29 ( Link ) Hier übrigens die aktuelle Stellungnahme der Bruderschaft: http://www.fsspx.info/news/ Was man darin hervorheben muß: - Es ist offensichtlich, daß ein Bischof nur zu Fragen des Glaubens und der Moral mit religiöser Autorität sprechen kann. Unsere Bruderschaft beansprucht keinerlei Autorität über historische oder andere säkulare Fragen. - Wir sehen mit großer Sorge, wie die Überschreitung dieses Auftrages durch unser Mitglied unserer religiösen Mission schweren Schaden zufügt. - Die ständig vorgebrachten Anklagen gegen unsere Bruderschaft dienen offenkundig auch dem Zweck, unsere Mission zu diskreditieren. Das werden wir nicht zulassen, sondern fortfahren, die katholische Lehre zu verkünden und die Sakramente in ihrer altehrwürdigen Form zu spenden . Anna Luehse , am 28. Januar 2009 um 16:25 ( Link ) „…Brite Richard Williamson, der in einem bereits im November aufgezeichneten und „zufälligerweise“ genau jetzt gesendeten Interview…“ Mit dieser Formulierung entlarvt A. Lichtschlag die "orchestrierte Hysterie" als das was sie ist, eine billige Kampagne der "Berufsempörer" und Querulanten. Was den ZdJ angeht, so steht ihm nicht zu, dem Papst vorschreiben zu wollen, wie er als Oberhaupt der Katholischen Kirche seine Amtsgeschäfte zu führen hat. Es geht hier, wie so oft, um Deutungshoheit und Macht. Horst E. Böttcher , am 28. Januar 2009 um 19:37 ( Link ) Als Aussenstehender verfolge ich die Diskussion nur Jürgen Hodler , am 28. Januar 2009 um 20:52 ( Link ) "Hauptsache: ein selbstbewusster Staat Werter Herr Böttcher, dies bedeutet aber nur, daß eben dieser "selbstbewußte Staat" seine eigene Zivilreligion in den Stand der einzigen Glaubenswahrheit erhebt. Auch der dem Dämon geweihte BRD-Demokratenstaat ruht ausschließlich auf quasireligiösen Fundamenten, so beispielsweise der Menschenrechtskult und der gar wirklich hanebüchene Aberglaube, daß sich mit dem Auszählen von Stimmfetzen so etwas wie der Wille eines Volkes errechnen ließe. Wir können das BRD-GG, bekanntermaßen eines der erbärmlichsten Schriftstücke der deutschen Justizgeschichte, in dieser Hinsicht gerne einmal Punkt für Punkt durcharbeiten. Sie werden garantiert überrascht sein! Nun, es gab nie einen weltanschaulich neutralen Staat und es wird ihn auch nie geben. Diese Mär diente den Altliberalen lediglich als Feldgeschrei. Bolkonskij , am 28. Januar 2009 um 23:10 ( Link ) "Wir können das BRD-GG, bekanntermaßen eines der erbärmlichsten Schriftstücke der deutschen Justizgeschichte, in dieser Hinsicht gerne einmal Punkt für Punkt durcharbeiten. Sie werden garantiert überrascht sein! " Nur zu, bitte bitte! Ich bin gespannt, ehrlich :-) Jurij Below , am 31. Januar 2009 um 2:43 ( Link ) Die scheinheilige Lehre der politischen Korrektheit fordert von Zeit zu Zeit ihre Kampagnen gegen allzu freiheitlich-konservative Widersacher. Opfer werden als Exempel statuiert –Abschreckung funktioniert schließlich immer. Keiner soll glauben, dass man im „freiesten Staat deutscher Geschichte“ einfach so sagen und machen darf, was man will. Gestern Heitmann, Möllemann, Hohmann, Herman – und nun der Stellvertreter des Herrn auf Erden selbst der Papst! Zuerst, bedanke ich mich bei Ihnen, lieber Herr Lichtschlag, für Ihre sehr klare Einführung zum Thema gleich am Anfang. Da macht schon einen Punkt bevor einigen i kommen. Als Leser und Kenner der politisch korrekten Semantik im Geburtsland dieser (UdSSR) erlaube ich mich noch ein Paar Gedanken über einen Kernpunkt der Streit um eine „Glaube“. Semantisch gesehen „leugnen“ in Grunde bedeutet nicht anderes als „an etwas nicht glauben“, die Bischöfe selbst aber leben davon, daß sie an Gott und vielen anderen Dingen glauben, was eigentlich alle Menschen tun. Weder Bischof Richard Williamson, noch Pater Florian Abramowitsch haben Zweifel an manchen methodischen und statistischen Fragen in Sache des Holocaust. Um alles ohne Hysterie und Repressalien ruhig fest zu stellen, braucht man einfach die von Rechtsprechung mit dazu gehörigen Beweismittel zu gebrauchen. Das forderte auch in Mannheim vor zwei Jahren der Richter Ulrich Meinerzhagen während des Prozesses. Auch der von nun im Ruhestand befindenden Bundesrichter des Bundesverfassungsgerichtes Wolfgang Hoffmann-Riem hörte man, dass Repressalien in einem so bisher umstrittene Frage ist keine Lösung. Dafür helfen keine Tabus und kein Argument „das wissen doch alle“, der in Neu-juristisch mit dem politisch-korrekten Zutat als „Offenkundigkeit“ bekannt ist. Dafür es Gesetzen und seit Generationen festegelegtes Prinzip - die Beweisaufnahme - gibt. Solange wie man auch Holocaust nicht juristisch betrachtet, werden die Kontroversen andauern. Auch die Entscheidung von Frau Knobloch die Kontakten mit der Kirche abzubrechen ist falsch. Ein Kontakt ist immer ein Dialog. Wer wünscht sich keinen Dialog, hat einfach nicht zu sagen. Die Katholische Kirche, die in Vergangenheit für die Inquisition sich verantwortlich gemacht, kann nicht die selber Fehler unter demokratischen und rechtstaatlichen Strukturen, selbst solchen weit von Idealen einer freiheitlichen Gesellschaft entfernt sind, leisten. Dialog ist notwendig, sonst herrsche überall nur Krieg. Was ein Krieg bedeutet, wissen wir schon genug durch seinen physischen und geistlichen bzw. ideologischen Formen. Wenn vor 60 Jahren der Nürnberger Tribunal hat überwiegend mit der Bestrafung von Kriegsverbrecher sich beschäftigt und keine Zeit für Sachen des Holocaust (welche damals nicht bekannt wurde) gefunden hat, läßt sich gerade durch über 30 Jahren andauerten Kontroversen nur in einem Dialog und Prüfung durch bekannten Quellen wie etwa bei den Immigrationsbehörden der USA und Internationalen Suchdienst des Roten Kreuzes fest zu stellen und nicht durch eben erwähnter Offenkundigkeit. Bin ich nun selbst ein „Holocaustleugner“? Oder man darf doch sachlich bezogen seine eigene Meinung sagen? Darf man nur an das, was veröffentlicht wird, glauben und dabei von einer öffentlichen Meinung verzichten? Fragen über Fragen: aber ist doch Einziges bei der Demokratie was man nie in Frage stellen sollte – ist die allen uns garantierte Meinungsfreiheit. Und Gutes daran, das jeder Bürger jederzeit seine Meinung sagen darf. Auch die, die nicht am etwas glauben… denn die Wahrheit meist von einer herrschenden Ideologie nicht gewünscht wird. Jurij Below , am 31. Januar 2009 um 3:19 ( Link ) Lieber Herr Bolkonskij, Das trifft vielleicht einige Großstädte Deutschlands, nicht aber kleinen Ortschaften - da kommen meist alle mit „Kind und Kugel“. Auch in meiner Gemeinde von Bergen-Enkheim in Frankfurt man kann sich nicht über Kirchengänger beschwerden. Was Sie vielleicht Recht haben, in Deutschland die Kirche ist sehr abhängig von Sympathien der Kirchengängern für Priestern. Und das finde ich auch in Ordnung. Zwar bin ich katholisch, aber bin ich oft bei evangelischen Kirchen, weil mein bester Freund bis seinem Tod war ein Pfarrer Werner Wach, der aus Königsberg vertrieben worden war. Für den zweiten Kommentar bin ich Ihnen zu bedanken, da ich nur einmal bei dem Gottesdienst der Lefebvre-Kirche in kleinem Lemington Spa erlebt um mein Bild vom Rev. Richard Williamson zu machen. Er sprach mit vielen Sätzen von Martin Luther, dass ich Verdacht gehabt, er sei ein "Anglikaner" in petto. Möglicherweise deswegen Insulaner dort so ihm vertrauen. tim_es_ist_liebe , am 03. Februar 2009 um 14:24 ( Link ) Tja so ist das mit dem Weltbild War es nicht schon immer so, wird die Meinung einer Minderheit (ob sie recht haben oder nicht) unterdrückt, sogar per Gesetz verboten, steht diese Minderheit immer wieder auf. Leicht ist es für diese Minderheit ein Schimpfwort zu kreiiren. Ausschimpfen, abstempeln, ab in die Böse-Buben-Schublade und blos vergessen - Das Weltbild ist in Ordnung. So wird es jedoch nicht bleiben. Das hat uns die Vergangenheit gelehrt. Wer die Vergangenheit versteht, weiß was in der Zukunft passiert. Und ob wir bisher die Wahrheit kennen ... ? Fragen - nicht Glauben - wird zu Wissen ! Jesus Christus , am 09. Februar 2009 um 0:53 ( Link ) Das Schlimmste, was die Menscheheit je hervorbringen konnte ist der Glauben, nämlich der Glauben, dass sich die Welt, durch blosses Nichtstun zum Guten wenden wird. Wahrscheinlich ist Gott schwul und treibts mit dem Teufel im Hinterzimmer, nur keiner wills gesehen haben. Während Gott Hallelujah stöhnt und sich im 7. Himmel wähnt schindet Luzifer die Welt zu schanden. Ich weiss nicht, ob der Papst davon weiss! Jurij Below , am 09. Februar 2009 um 12:38 ( Link ) Liebe Freunde, “…Pater Floriano, ist die Piusbruderschaft antisemitisch? Es ist für einen Katholiken völlig unmöglich, antisemitisch zu sein. Ich selber habe väterlicherseits jüdische Wurzeln. Mein Nachname legt das auch nahe. Was ist der „technische Aspekt“ der Gaskammern Ihrer Meinung nach? Natürlich war es unklug von Monsignore Williamson, auf technische Fragen einzugehen. Man kann in dem berühmten Interview sehen, wie der Journalist offensichtlich zu diesem spezifischen Aspekt hinführt. Aber man muß verstehen, daß das Thema des Holocaust auf einem viel höheren Niveau angesiedelt ist als der Frage, ob die Opfer durch Gas starben oder aus anderen Gründen. Was denken Sie? Über die Gaskammern, meine ich. Wirklich, ich weiß es nicht. Ich weiß, daß Gaskammern existierten – zumindest für die Desinfektion. Aber ich weiß nicht, ob sie verwendet wurden, um Leute zu töten, weil ich mich mit dieser Frage nicht beschäftigt habe. Ich weiß, daß es neben der offiziellen Version eine andere gibt, die sich auf die Beobachtungen der ersten alliierten Techniker im Lager stützt. Nein, ich hege keine Zweifel an den Zahlen. Es könnte auch mehr als sechs Millionen Opfer gegeben haben. Sogar in der jüdischen Welt haben die Zahlen eine symbolische Bedeutung. Die Zahl [der sechs Millionen] stammt vom Anführer der deutschen jüdischen Bewegung. Er sagte den US-Amerikanern kurz nach der Befreiung im Affekt eine Zahl. Auf welche Vernichtungen beziehen Sie sich? Angenommen Bischof Williamson hätte im Fernsehen den Genozid an 1,2 Millionen Armeniern durch die Türken geleugnet. Ich glaube nicht, daß alle Zeitungen genauso darüber geschrieben hätten, wie sie es jetzt tun. Warum haben so viele Leute noch immer Zweifel an der Schoah? Warum ist es ein Thema, daß die Leute noch immer so tief spaltet? Weil die ganze Menschheitsgeschichte vom Volk Israel gezeichnet ist. Es war ursprünglich das Volk Gottes, das dann das Volk des Gottesmordes wurde und das sich am Ende der Zeiten zu Christus bekehren wird. Was denken Sie über Holocaust-Leugnung? Leugnung ist ein falsches Problem, weil es auf Methoden und Zahlen fokussiert und nicht den Kern des Problems angeht. Jene, welche die technischen Daten studiert haben, und die bestimmte Zweifel an der Version hegen, die wir in Geschichtsbüchern finden, sind keine Antisemiten. Haben Sie eine Botschaft an die jüdische Gemeinschaft? Jedem die diese Zeile liest, sind schon zwei natürlichsten Dingen der Welt erkennbar erscheinen: Ich würde nicht so „radikal“ mir wünschen, daß „die Juden Unseren Herrn Jesus Christus annehmen“ wie Pater Florian sich wünscht, es recht völlig aus, daß die Andersgläubigen (egal wie sich selbst bezeichnen) eine Bereitschaft zeigen, daß sie bereit sind sich mit den anderen Völkern zusammenleben und keine besondere Ansprüche haben. Da dabei es darum geht, daß seit Jahrhunderten die Glaube nicht als Herzenssache bezeichnet ist, sondern als Anspruch auf eine universale Wahrheit, die es leider auf dieser Erde nicht gibt. Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Stefan Miller , am 27. Januar 2009 um 13:46 ( Link )
man kann viele Leute eine lange Zeit aber niemals alle Leute ewig ungestrafft belügen.
glaubt der Williamson denn wenigstens an die Klimaerwärmung?
Pfui Teufel. Apage satanas.