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![]() Jg. 1973, Amerikanist, freier Journalist, lebt und arbeitet in Berlin und Hamburg. ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Moderne Hexenjagd: Müssen Künstler links sein?von Ronald Gläser Eine Wandmalerei in Chemnitz wird zum Politikum Das gestrige „Thema des Tages“ auf der Internetseite der Stadt Chemnitz war die „Gründungsveranstaltung der Stefan-Heym-Gesellschaft am Samstag“. Mit großer Mehrheit und „in ehrendem Gedenken an ihren Sohn und Ehrenbürger“ hatten die Stadträte für die Gründung dieses Vereins gestimmt, heißt es dort. So weit - so gut. Chemnitz ehrt einen großen Künstler. Wer war dieser Stefan Heym, der zahlreiche Bücher geschrieben hat und 2001 verstorben ist? Als Jude und Kommunist musste er aus Deutschland fliehen. Er ging in die USA. Dort betrieb er zunächst kommunistische, im Krieg dann vor allem antideutsche Propaganda im Auftrag der US-Armee. Wegen seiner kommunistischen, prosowjetischen Einstellung geriet er nach dem Kriegsende in den Streit mit den Amerikanern und verabschiedete sich alsbald ins Reich Stalins - erst nach Prag (1952), dann in die neu gegründete DDR (1953). Dort fühlte er sich wohler als im freien Westen. Seine Anhänger sagen, er sei in der DDR nicht hundertprozentig linientreu gewesen. Tatsache ist aber, dass er ein ziemlich privilegiertes Leben unter Ulbricht und Honecker führen durfte. Nach der Wende ergriff er (aus Dankbarkeit?) Partei für die PDS und kandidierte für den Bundestag, den er 1994 als Alterspräsident eröffnen durfte. Für diese Ikone der Linken setzt sich die Stadt Chemnitz ein. Für Benjamin Jahn Zschocke hat die Stadt nichts übrig. Dieser preisgekrönte 22jährige hat ein Wandgemälde an einer Berufsschule angebracht, das morgen übermalt werden soll. Der Grund: Zschocke ist kein Linker, ist nicht politisch korrekt. Er arbeitet für die Stadtratsfraktion der kleinen, rechten Partei Pro Chemnitz. Das macht sein Wandbild, das völlig unpolitisch ist, zum Politikum. Zschocke und Heym sind ein unterschiedliches Kaliber – keine Frage. Heym war ein großer Autor, Zschocke steht erst am Beginn seiner schöpferischen Karriere. Aber das Verhalten der Stadt ist dennoch bemerkenswert: Der eine wird posthum geehrt und auf den Sockel erhoben, obwohl er bis an sein Lebensende der fatalen Ideologie von Marx und Lenin angehangen hat; der andere darf noch nicht mal eine „städtische“ Wand bemalen, nur weil er für eine Splitterpartei arbeitet, die rechts steht – und nicht links. Wäre Zschocke bei der Linkspartei, so gäbe es keinen „Skandal“. Wäre er bei der SPD, so gäbe es keinen „Skandal“. Wäre er bei den Grünen, so gäbe es keinen „Skandal“. Aber weil er bei Pro Chemnitz ist, macht sich jetzt der CDU-Bürgermeister dafür stark, die Malerei entfernen zu lassen. Das sind die Mechanismen eines totalitären Herrschaftssystems. Jemand wird ausgegrenzt, weil er der falschen Religion, der falschen sexuellen Orientierung oder – wie hier - der falschen Weltanschauung zuzurechnen ist. Nicht, weil es an dem Werk der betreffenden Person wirklich etwas auszusetzen gäbe. So sieht die „Toleranz und das friedliche Zusammenleben“ aus, die zu fördern die Stadt Chemnitz vorgibt. Auch nachzulesen auf ihrer Internetseite. Internet
16. April 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareLion Edler, am 16. April 2009 um 14:28 ( Link ) Das gilt für die Kunst, Architektur, Musik, Film und Literatur und eigentlich ja praktisch alle Branchen: Wenn jemand zu den ,,Prominenten" gehört und Erfolg hat, so ist dies keinesfalls ein Anzeichen dafür dass er irgendwas besonders gut kann oder Talent hat, sondern dass er ein angepasster schleimiger feiger System-Kriecher ist. Es kann doch gar nicht sein dass es keine nichtlinken Künstler oder nichtlinke Musik-Künstler gibt. Diese werden bloß nicht von der Medienmafia-Pöbel-Klüngel-Bande gehypt. Haiduk, am 16. April 2009 um 15:08 ( Link ) JohnGalt, am 16. April 2009 um 16:14 ( Link ) Das zeigt doch, wo es langgeht: Marc , am 16. April 2009 um 16:57 ( Link ) Sie müssen vielleicht nicht "links" sein, aber unbedingt doch "gegen rechts." (Was für alle anderen MenschInnen aber ebenso gilt.) Richtig problematisch wird es, wenn man sich einerseits anschaut, wer heute schon alles als Rechtsabweichler gilt und andererseits, wie totalitär dieser Staat, seine verbeamteten Gesinnungsgouvernanten und die tapferen Blockwarte sind: selbst für ein bisschen unpolitische Dekorationsmalerei muss man schon "auf Linie" sein. Abweichen unerwünscht. Ganz allgemein sollte man diesen Apparat von subventionierter Staatskunst abbauen, und im Gegenzug die Steuern senken. Dann hätten die Künstler auch mehr Freiheit und wären nicht mehr so gezwungen, erst vor einem Tribunal aus geschlechtssensiblen und multikulturellen Gedankenpolizisten zu erscheinen, bevor sie einen Auftrag bekommen. Würde natürlich umfassende Wirtschaftsreformen vorraussetzen, weil z.B. die Streichung von Subventionen alleine bei Beihaltung des gegenwärtigen Steuer- und Abgabgesystems für viele den Ruin bedeuten dürfte. Shuca, am 16. April 2009 um 22:09 ( Link ) Natürlich tragen Künstler zur Manipulation des Denkens einen enormen Beitrag.Und deswegen müssen sie für eine bestimmte Zeit links sein.Wer glaubt das Künstler freie Menschen sind ist ein Idiot.Jede Macht dieser Welt wird sie zum guten oder Bösen anhalten.Und am effektivsten sind sie,wenn der der normale Mensch sie nicht mehr versteht. Fatal, am 16. April 2009 um 23:23 ( Link ) Fragt sich nur, ob Herr Zschocke wirklich ein Künstler ist. Hätte er oben verlinktes Panorama für den Kunstunterricht der 7. Klasse gemalt, hätte ich ihm wohl eine zwei gegeben. freiheitistunteilbar, am 17. April 2009 um 0:31 ( Link ) @Fatal: Solcherlei Nebensächlichkeiten, wie Kunstgeschmack, käme den Verantwortlichen als Argumentation sicher sehr gelegen. RedRevolution , am 17. April 2009 um 1:14 ( Link ) Ich glaube die Leute haben Angst, dass er mit seinem Bild rechtes Gedankengut verbreitet. Und man findet auch tatsächlich etwas: Das Kreuz auf einem Gebäude ist ein Keltenkreuz, der Künstler meinte, er hat es auf einer alten Photographie gesehen, was aber doch etwas anders aussah (aber auch nur etwas). Nur merke ich hier, dass viele hier auf Seiten der Rechten stehen, nie werden Linke verteidigt. 1. Sicherheit (Einschränkung der Freiheit, mehr staatlicher sowie politischer Einfluss), Sachen die Libertären eigentlich die Haare zu Berge stellen müssten. Der Staat wird da sicher nicht weniger, das Individuum wird in ein Nationales Kollektiv eingefasst, alles was nicht reinpasst (Ausländer, Homosexuelle,usw) wird aussortiert. Liberalismus sieht eigentlich anders aus... Martin Heck, am 17. April 2009 um 4:11 ( Link ) @RedRevolution, Einer der Gründe warum hier immer Rechte verteidigt werden, sind die referentiellen Beiträge des Blogs, also die Bezugnahmen auf die Berichterstattung anderer Medien. Wenn diese stets linke Positionen einnehmen, wird Kritik an deren Darstellungen auf eine Verteidigung rechter Positionen. Es wird aber nicht geschrieben, "rechts ist gut", rechte Positionenen, also die in den Leitmedien kritisiert werden, sind nicht Bestandteil der ef Positionen (wenn es sowas überhaupt gibt, und nicht die verschiedenen Autoren auch sehr verschiedene Meinungen haben) Aber im Detail: Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft ist eine religionsphilosophische Schrift von Immanuel Kant, die zwischen 1793 und 1794 erschienen ist. Kant entwickelt darin eine philosophische Religionslehre, die eine auf Vernunft beruhende Religion entwirft, die sogenannte Vernunftreligion. Dazu werden die Idee der Freiheit, die Idee der Unsterblichkeit der Seele und die Idee Gottes als unbeweisbare, aber notwendige Postulate der Vernunft charakterisiert. Darüberhinaus ist seitdem die sich die Regierung nicht mehr als legitimiert durch Gottes Gnaden darstellt, Religion eine Quelle für Dissens von staatsideologischen Indoktrinationen. Das kann sich natürlich eines Tages wieder ändern, zur Zeit ist es aber so. 4. Was??? Gegen Welthandel und für Protektionismus? Wer sind denn diese Rechten? Vielleicht verwechseln Sie Konservative und Faschisten? Also ich kenne niemanden, den ich als rechts bezeichnen würde, der für Protektionismus ist. In jedem Fall habe ich auch noch keinen Beitrag auf ef gesehen, der protektionistisches Gedankengut befördern würde. Martin Möller, am 17. April 2009 um 9:37 ( Link ) Ich wette, Herr Zschocke ist nicht einmal in der Lage, seine geschäftlichen Verhältnisse sachgerecht zu ordnen. Wer hat ihm eigentlich erlaubt, sich für "Pro Chemnitz" zu engagieren? Mündig dürfte er ja wohl kaum sein. Gerhard Bauer, am 17. April 2009 um 10:55 ( Link ) 4. KSA gestartet – Aktivisten festgenommen Wie zu vernehmen ist, sind Felix Menzel (Blaue Narzisse), Götz Kubitschek (Sezession) und zwei Chemnitzer Studenten in den frühen Morgenstunden festgenommen worden, nachdem sie durch eine offene Tür in die Mensa der Berufsschule gelangt waren und dort mit einer Sitzblockade die Übermalung des Bildes von Benjamin Jahn Zschocke verhindern wollten. Die Polizei ging dabei recht ruppig zur Sache und fesselte die Aktivisten mit Handschellen bzw. Kabelbindern. Sie werden jetzt auf dem Revier einzeln vernommen. http://www.sezession.de/3634/4-ksa-gestartet-aktivisten-festgenommen.html#more-3634 A. Lehmann, am 17. April 2009 um 13:23 ( Link ) RECHTS IST GUT! @ RedRevolution zu 1. Schäuble und seine geistigen Genossen sind nicht rechts. Die dürften mit Ihrer roten Revolution mehr zu tun haben als mit irgendeiner Form der authentischen Rechten. An seinen Früchten erkennt man den Baum. zu 2. zu 3. zu 4. Der Nationalstaat heutiger Prägung, mit seinem Zentralismus und seinem allgemeinen Einheitsbrei ist eine Erfindung der Nicht-Rechten. Die Reaktion, vor allem die katholische, hat den Nationalstaat ebenso bekämpft wie die meisten anderen Kollektivenwünsche der Linken. Davon das zu früheren Zeiten auch die Linke in gewisser Form patriotisch oder national gesinnt war, darf man sich dabei nicht täuschen lassen. Im Spannungsfeld von Stauffenberg, Hitler und Stalin ist ganz eindeutig Stauffenberg rechts. Wenn Stauffenberg die authentische Rechte repräsentiert (welche selbst natürlich niemals fehlerfrei war), dann ist der Hitlersche Hass auf die Reaktion auch leicht zu verstehen. Hitler und Stalin sind im Grunde ganz gewöhnliche Sozialisten die sich nicht sonderlich voneinander unterscheiden. Auch im roten Reich wurde ja der Nationalismus genutzt und zu Schanden getrieben. "Adolf Eichmann, der Organisator der Massenmorde an den Juden, bekannte in seinen Memoiren: „Meine gefühlsmäßigen politischen Empfindungen lagen links.“ Joseph Goebbels, der Chefpropagandist, stellte klar: „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke… Nichts ist uns verhaßter als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.“ Und selbst der Immigrant Willy Brandt empfahl seinen Genossen von der Sozialistischen Arbeiterpartei: „Das sozialistische Element im Nationalsozialismus, im Denken seiner Gefolgsleute, das subjektiv Revolutionäre an der Basis, muß von uns erkannt werden.“ (Alle Zitate mit Quellenangaben nachzulesen auf Seite 22 des neuen Buches von Josef Schüßlburner.) Und Hitler selbst? Nicht nur ließ er unter dem Vorwand der Röhm-Revolte am 30. Juni 1934 den General von Schleicher samt seiner Frau und andere rechtsgerichtete Persönlichkeiten ermorden, nicht nur kam die einzige wirklich gefährliche Opposition gegen sein Regime von rechts (siehe die Verschwörung in der Reichswehr 1938, die Aktivitäten von Admiral Canaris und das Attentat von 1944), sondern er zog auch gegen Ende seiner Herrschaft das Fazit: „Wir haben die linken Klassenkämpfer liquidiert, aber leider haben wir dabei vergessen, auch den Schlag gegen rechts zu führen. Das ist unsere große Unterlassungssünde.“ Quelle: Ausserdem Diese Einsichten machen einen Liberalen vermutlich noch nicht rechts (höchstens ein bißchen), sie entsprechen einfach der Wahrheit. Und sie mögen bei dem ein oder anderen, aus dem linken Umfeld kommenden Liberalen, vielleicht irgendwann zum Umdenken bezüglich der eigenen Vorbehalte gegen Rechts führen. Die Wahrheit ist eben rechts beheimatet. Die recht verstandene Freiheit, die daraus resultierende recht verstandene Ordnung von Staat und Gesellschaft sind selbstverständlich Bestandteil dessen. Und die Rechte ist mit diesen Einsichten und Ansichten, die sich natürlich auf die Erfahrungen der Vorväter stützen, allen kindischen Utopien der Linken so meilenweit überlegen, das man vermutlich nachvollziehen kann warum über die Linke eigentlich nur gespottet werden kann. Heiko Kretzschmar, am 17. April 2009 um 21:01 ( Link ) @RedRevolution , am 17. April 2009 um 1:14 Ich weiß nicht, ob Sie das ernst meinen, was Sie da schreiben, oder ob Sie nur provozieren wollen. Nur merke ich hier, dass viele hier auf Seiten der Rechten stehen, nie werden Linke verteidigt. In der Tat habe ich für Rechte mehr Verständnis als für Linke. Der Hauptgrund ist, daß die Linken üblicherweise für sich das Recht beanspruchen, auf Kosten anderer zu leben. Darüber hinaus neige ich dazu, mich auf die Seite der unterdrückten Minderheit zu stellen. Nicht Kommunisten, Homosexuelle, Frauen oder Ausländer werden unterdrückt, sondern vor allem Rechte. Während die Kommunisten im Bundestag, in allen ostdeutschen und einigen westdeutschen Landtagen sitzen, z. T. mitregieren, und von Medien, Wissenschaft und Kunst breite Unterstützung erhalten, werden Rechte wie Aussätzige behandelt. Ständig wird die Gefahr von Rechts beschworen, mit meinem Geld großzügig der Kampf gegen Rechts geführt und dabei arbeitsscheues Pack alimentiert. Die Rechten sind heute ungefähr eine genauso große Gefahr, wie es die Juden im Dritten Reich waren. Ich wüsste nicht, was an den Rechten so libertär sein sollte, das sie hier andauernd so im Schutz genommen werden. Die Rechten sind für Die Vorstellungen, die dadurch zum Ausdruck kommen, würde ich als absurden Liberalismus bezeichnen. Es ist ein Liberalismus, der sich nicht auf das Eigentumsrecht stützt und auf ein Recht auf schlechtes Benehmen hinausläuft. 1. Sicherheit und Freiheit schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Terroristen, Kriminelle und Asoziale sind eine Bedrohung für die Freiheit. Genausowenig ist die Anzahl von Betrügereien, die man ungestraft begehen kann, ein Zeichen für Freiheit oder die Ineffizienz der Strafverfolgung ein Indiz für Rechtsstaatlichkeit. 2. Ausländer als billige Arbeitskräfte sind ein gutes Beispiel für „Gewinne privatisieren – Kosten sozialisieren“. Die niedrigen Löhne kommen wenigen zugute; die multikulturelle Belastung muß dagegen von der gesamten Gesellschaft getragen werden. Es stellt sich auch die Frage der Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit. Die Generation meiner Großeltern hat von den Gastarbeitern profitiert; ich zahle heute für die Nachkommen die Sozialhilfe. Warum sollte es ein Recht geben, dort zu leben, wo man will? Jemanden einzusperren, wie es die Kommunisten gemacht haben, ist Freiheitsberaubung. Aber niemand ist verpflichtet, jemanden in sein Land zu lassen, so wie ich nicht irgend jemanden in meine Wohnung lassen muß. Ich habe kein Recht mich im Land der Eskimos niederzulassen, wenn die Eskimos mich nicht wollen, und deren Kultur zu zerstören. Ebensowenig sollten die Türken das Recht haben, gegen den Willen der Mehrheit sich hier breitzumachen. 3. Religionsfreiheit gehört zu den Grundfreiheiten. Das sollte selbstverständlich auch für die Vernunftreligion gelten. In Ländern, wo keine Religionsfreiheit herrscht, herrscht gewöhnlich überhaupt keine Freiheit. 4. Mit ihren Vorbehalten gegen Freihandel befinden sich die Rechten mit ungefähr 60 % der Deutschen in bester Gesellschaft. Es hatte sich einmal jemand den Spaß gemacht und den Globalisierungskritikern von Attac NPD-Parolen untergeschoben. Die haben es zunächst gar nicht bemerkt. albino, am 18. April 2009 um 12:40 ( Link ) Und nun? Was machen wir jetzt, da die moderne Variante von Intoleranz und Totalitarismus wieder einmal gesiegt hat gegen jede Vernunft und jedes Maß? Ist es damit getan, Kommentare in Blogs zu verfassen? Dann müssen wir uns nicht wundern, wenn uns dieser Staat dereinst genauso um die Ohren fliegt wie damals die Weimarer Republik. eo, am 18. April 2009 um 13:32 ( Link ) Auf die einfache Lion Edler, am 18. April 2009 um 14:05 ( Link ) An RedRevolution: Hallo? Das ist ja wohl auch für jeden gerechten und aufrechten Menschen eine Selbstverständlichkeit. Das erklärt ja schon von der Bedeutung des Wortes: Rechts - gerecht, rechtens, der aufrechte Gang, am rechten Fleck. Links dagegen steht für: Jemanden linken, Jemanden links liegen lassen, zwei linke Hände haben. Sollte ich mir etwa verbieten lassen, für Recht und Ordnung und gerecht und aufrecht zu sein? NEIN!! Somit müssen die linken Linken bekämpft werden, wo man nur kann. Wieso also sollte ich nicht die Rechten verteidigen? Juergen , am 18. April 2009 um 14:23 ( Link ) @Lion Edler Als Linkshänder bin ich demnach wohl falsch in diesem Forum ;) Haiduk, am 18. April 2009 um 14:45 ( Link ) Daran, daß die zeitgenössische Kunst links ist, wurde lange gearbeitet: Kulturmarxistische Impressionen Heiko Kretzschmar, am 18. April 2009 um 16:18 ( Link ) albino, am 18. April 2009 um 12:40 Man kann über das Herumjammern hinaus einiges tun. 1. Passiver Widerstand Ich nehme an keiner von oben angeordneten Demonstration teil. Das letzte Mal war der 1. Mai 1986 in der DDR. Wir waren von der Hochschule aufgefordert worden, daran teilzunehmen. Als ich feststellte, daß die Anwesenheit nicht kontrolliert wird, habe ich die Demonstration vorzeitig verlassen und bin unter einer Absperrung durchgekrochen. Danach bin ich nie wieder hingegangen. Ich beteilige mich an keiner Demonstration, die auf die Störung einer genehmigten Demonstration (z. B. der NPD) hinausläuft. Ich marschiere niemals mit den Kommunisten zusammen. Ich unterstütze keinerlei Forderungen, die die sich in ihrer Tendenz gegen Grundrechte wie freie Wahlen, Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit richten. So habe ich zweimal auf der Kreissynode der Evangelischen Kirche als einziger gegen entsprechende Anträge gestimmt. Ein bißchen Mut gehörte schon dazu, aber der Erfolg blieb nicht aus: Die Erklärungen sind danach nicht, wie geplant, in der Zeitung veröffentlicht worden, da die Anträge nicht einstimmig angenommen wurden. 2. Aktiver Widerstand Bis vor ein paar Jahren war die CDU noch meine Partei. Einige CDU-Ministerpräsidenten wie Koch, Oettinger oder Althaus würde ich heute noch wählen, aber keine Feiglinge und Opportunisten (Merkel, Schramma, Pflüger) oder Sozialpopulisten und Arbeiterführer (Seehofer, Rüttgers). Ich werde also bei der Bundestagswahl so lange nicht mehr CDU wählen, bis die Merkel verschwunden ist. Und so mache ich das auf allen Ebenen. Der CDU-OB meiner Heimatstadt ist mir bisher nicht negativ aufgefallen (er ist mir überhaupt noch nicht aufgefallen, das sehe ich eher positiv), aber ein solches Vorkommnis wie in Chemnitz reicht, und er ist bei mir unten durch. Alternativen sind die FDP, aber auch die PRO-Bewegung, „Arbeit Familie Vaterland“ oder irgendeine Anti-Islam-Partei. Die CDU ist eine einzige Mogelpackung, und deshalb unterstütze ich solche Gruppierungen, die als bürgerlich-konservative Alternative in Frage kommen. Über die PRO-Bewegung hört man manchmal, einige Spitzenpolitiker seihen früher einmal bei der NPD oder den Republikanern gewesen. Erstens weiß ich nicht, ob das nicht ein gezielt gestreutes Gerücht ist. Zweitens sollte man nicht jemanden wegen einer Jugendsünde ein Leben lang als Extremist abstempeln. Die Frage ist: Was will derjenige heute. Drittens gab und gibt es bei SPD und Grünen auch eine Anzahl prominenter ehemaliger (?) Kommunisten. Die Macht der Eurokraten muß unbedingt gebrochen werden, und dazu kommt nur eine Partei außerhalb des Mainstreams in Frage. Da Libertas in Deutschland nicht antritt, werde ich wahrscheinlich für die freien Wähler stimmen. Darüber hinaus unterstütze ich konservative und christliche Widerstandsgruppen. Sie haben oft gemeinnützige Vereine gegründet, so daß die Spenden steuerlich absetzbar sind. Die Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung vergibt zusammen mit der Jungen Freiheit den Gerhard-Löwenthal-Preis. Letzter Preisträger war die Publizistin Ellen Kositza, Ehefrau von Götz Kubitschek, Initiator der Aktion in Chemnitz. Die Junge Freiheit ist dankbar für Spenden, da sie oftmals juristisch gegen Diffamierung vorgehen muß. Die sind allerdings nicht steuerlich absetzbar. Es gibt christliche Gruppen, die gegen Abtreibung protestieren, über die zerstörerische Gender-Ideologie aufklären, Homosexuelle therapieren, Juden missionieren oder sich für Homeschooling stark machen. Auf der Webseite von „Arbeit Familie Vaterland“ heißt es: „Spenden werden generell vertraulich behandelt. Die Steuerbegünstigung nach § 34g EStG ist vom zuständigen Finanzamt bescheinigt. Spendenquittungen werden umgehend ausgestellt.“ Da sollte also für jeden etwas dabei sein. 3. Lebensstil Ich konsumiere Mainstream-Medien nur noch selten, politisch korrekte und linke (Die Zeit, Springer-Blätter) überhaupt nicht. Die Toleranz gegenüber Fehlverhalten habe ich aufgekündigt. Wie Hoppe schreibt (S. 409): „Libertäre müssen sich von anderen dadurch unterscheiden, daß sie die extremste Form von Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Egalitaristen, Demokraten, Sozialisten, Kommunisten, Multikulturalisten, Umweltschützern, schlechtem Benehmen, Fehlverhalten, Inkompetenz, Grobheit, Vulgarität und Obszönität ausüben (und befürworten).“ Zur Auseinandersetzung mit Zeitgenossen, die Opfer politischer Manipulation geworden sind, muß man sich entsprechende Bildung aneignen. So etwas findet man nicht in den Mainstream-Medien. Von folgenden Autoren sollte man gelesen haben: Feminismus – A. Hoffmann, Meves Geschichte/Schuldkult – Hinz, Radnitzky, Nawratil Sozialismus/Kapitalismus – Hayek, M. Friedman, Baader Recht/Ethik – Rand, Rothbard Demokratie – Hoppe. albino, am 19. April 2009 um 18:28 ( Link ) @ Heiko Kretzschmar: Sehr gute und nachahmenswerte Beispiele. Ähnliches versuche ich auch zu leben. Wenn jeder für sich konsequent "rechts lebt" und viele zusammen kommen, die das gleiche tun, kann man sicherlich schon einiges bewirken. Das ist dann natürlich nicht so spektakulär wie die Aktionen der linken Hohlbirnen, die die Medien stets begierig aufgreifen. Aber vielleicht unterm Strich und auf Dauer ebenso wirkungsvoll. Radiergummi, am 20. April 2009 um 17:31 ( Link ) Die Wesensverwandtschaft von "Rechten" und Liberalen hat meiner Ansicht nach Kommentator Kristof in seinem Beitrag vom 17. April 2009 (um 19:25) gut erklärt. Hier fängt dann aber schon die Sache mit Ausländern an. Welcher potenziellen Miteigentümer bzw. Ausländer mit ständigem Wohnsitz in Deutschland schaden dieser Gesellschaft und ihrem Staat? Welche nutzen beiden? Wer ist dazu qualifiziert Miteigentümer zu werden bzw. die Staatsbürgerschaft zu erhalten? usw. usf. Hinzu zu dieser Schnittmenge kommt noch ein meiner Meinung nach ähnliches Menschenbild: Den Menschen Mensch sein lassen. Können Liberale diesem Menschenbild weitestgehend zustimmen? MfG PS: Ich bin der Meinung, dass der Zusammenhang von Liberalismus mit "Rechts" (also Nationalismus, Konservativismus, Egalitarismus) durchaus Potenzial für einen eigenen Artikel besitzt. Zum Thema: Hätte er ein zerfahrenes Bildchen mit billigen Farben gemalt, auf dem meinetwegen ein verschwommenes Finanzsymbol zu erkennen ist; man würde ihn mit Kulturpreisen überhäufen für die wütende und verzweifelte Art mit der die Undurchsichtigkeit des Finanzsystems für den armen Mann dargestellt wurde. Dr_Ohnemoos, am 22. April 2009 um 14:04 ( Link ) @Heiko Kretzschmar "Die Toleranz gegenüber Fehlverhalten habe ich aufgekündigt. Wie Hoppe schreibt (S. 409): „Libertäre müssen sich von anderen dadurch unterscheiden, daß sie die extremste Form von Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Egalitaristen, Demokraten, Sozialisten, Kommunisten, Multikulturalisten, Umweltschützern, schlechtem Benehmen, Fehlverhalten, Inkompetenz, Grobheit, Vulgarität und Obszönität ausüben (und befürworten).“ Schön für Sie, dass Sie niemals Fehlverhalten an den Tag legen. Hoppe wirft eine Menge Begriffe und Feindbilder in den Raum. Das ist so bequem wie wertlos. Fakt ist, dass doch viele Leute manches von der Sozialdemokratie mögen, manches aber nicht; dass es von Multikulturalismus mehrere Definitionen gibt und Hoppe das nicht zur Kentniss nimmt, dass "egalitär" im vollendeten Sinn kaum jemand ist, etc. pp. Hoppe benutzt hier lauter Strohmänner. Er ist auch weder liberal noch libertär sondern einfach nur ein verbitterter alter Mann. Wenn man all seinen selbstausgesuchten "Feinden" gegenüber extremste Intoleranz übt (was ist das ? Mord ?), anstatt versucht zu überzeugen (was ja Arbeit machen würde), dann führt das in eine unfruchtbare Selbstbemitleidung. Alle sind ja soooo schlecht, nicht wahr ? Daher muss der Libertäre Opfer sein und jede seiner Taten kann zum "Widerstand" hochgejubelt werden. So, wie sich hier die meisten präsentieren, wird man für eine liberale Sache nichts gewinnen. Viele Grüße Dr. O. Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Waldmeister, am 16. April 2009 um 13:25 ( Link )
In der Tat unverständlich. Hätte man nur die Wandmalerei als Anhaltspunkt, müßte man den Künstler irgendwo zwischen sozialistischem Realismus und "Linientreue" verorten.
Fast könnte es auch ein protestantisches Gemeindezentrum von außen zieren - aber eben nur fast, dazu ist es nämlich noch zu detailreich.