10. Juni 2009

Der „Kampf gegen Rechts“, Teil I. Politische Kategorisierung ist eine Frage des Menschenbildes

Der Mensch sei gut…

Das linke, sozialistische/nationalsozialistische Menschenbild postuliert: „Der Mensch ist gut. (vorausgesetzt er unterwirft sich der Ideologie der eigenen Gruppe). Die Umstände machen ihn schlecht.“

Daher sind die Umstände zu verändern, um den Mensch zum Guten zu befähigen. Linke zielen mit der Änderung der Umstände darauf ab, den Menschen zu erziehen. (Marx: Das Sein bestimmt das Bewusstsein.)

Sperrt sich der Mensch, wird er selbst zum Umstand und muss geändert werden. Weigert er sich, wird er im „gesellschaftlichen Interesse“ gezwungen, sozial ausgegrenzt und beseitigt. Fertig ist das rote/braune Terrorregime, der Terror des Narzissmus, der göttlichen Überhöhung des Menschen, die nichts außer sich selbst (die eigene Ideologie, Rasse, Klasse) mehr duldet.

Die aktuelle Antikapitalismuskampagne folgt von der Geschichte unbeeindruckt dem überkommenen Menschenbild und Feindbild.

Danach werden die Umstände von denen beherrscht, die aufgrund ihres wirtschaftlichen Potentials die Macht besitzen: Die Betreiber der Globalisierung und der Banken gleich die Kapitalisten gleich die Juden oder einfach die kosmopolitische Intelligenz.

Viele Führer sozialistischer Arbeiterparteien des 20. Jahrhunderts mit geschichtlicher Relevanz wie Lenin, Stalin, Hitler, Mao, Pol Pot, Castro, usw. haben bereits ihr Leben, wie das Millionen anderer, dem „Kampf gegen das internationale Kapital“ gewidmet.

Wer sich der herrschenden (international-/national-) sozialistischen Ideologie nicht unterordnete oder sogar Widerspruch laut werden ließ (oder in den verbliebenen linken Diktaturen Nord-Koreas und Cubas lässt), stand und steht dem gesellschaftlichen Fortschritt im Wege, gehört zu den Schlechten, den Feinden der „Guten“ – der Gutmenschen, der Globalisierungsgegner, die sich früher Antiimperialisten nannten.

Sozialisten im Farbübergang Braun-Rot-Grün versprechen Erlösung durch Befreiung von den Zwängen und Mühen des Alltags durch Versorgung aus dem akkumulierten Kapital des „Systems“, welches sich im Besitz des politischen Gegners (Feindes) befindet.

Alle sozialistischen Regimes gründeten ihre Herrschaft auf individueller Entantwortung durch die zwangsweise Sozialisierung der wesentlichen menschlichen Vorsorgebelange: Familie, Alterssicherung, Gesundheitssystem. Genau dieses ist für den „Sozialstaat“ systembestimmend. Der Prozess wird weiter vorangetrieben: Bei der staatlichen Okkupation der Verantwortung für den eigenen Lebensentwurf ragt eine Politikerin besonders diabolisch heraus: die Sozial- und Familienministerin von der Leyen (CDU). Mit ihrem Generalangriff auf die Familienkompetenz reißt sie im Auftrag ihrer Partei an den Verteidigungsmauern freier Gesellschaften und vollstreckt damit das Machtprinzip aller sozialistischer Diktaturen.

Die BRD riecht in ihrer Endphase nun bereits streng nach linker Tyrannei. Unter dem Vorwand, die sozialistische Gewalt der braunen Konkurrenz um die Unterschichtwähler zu verhindern, wird im „Kampf gegen Rechts“ alles kriminalisiert was nicht links ist. Das war in sozialistischen Parteien-Diktaturen nie anders.

Malt jemand ein Hakenkreuz auf eine Parkbank, ist dieses ein strafbewehrtes Propagandadelikt, welches uns statistisch als „rechte Gewalt“ regelmäßig vorgeführt wird. Streicht ein zweiter das braunsozialistische Symbol dann durch und setzt Hammer und Sichel als Symbol der anderen sozialistischen Mörderbande (mehr als 100 Millionen Opfer) dagegen, dann ist das „Kampf gegen Rechts“. Keine Frage, der sozialistischen Gewalt gegen die Menschen und die Freiheit gilt beherzter Widerstand – aber jeder!

Der „Kampf gegen Rechts“ eint alle linken Parteien im Kampf um ihre Privilegien: Die Kommunisten (SED-Linke), die Sozialisten (SPD), die Sozialdemokraten (CDU-CSU), die Grünsozialisten (Bündnisgrüne) und die Linksliberalen (FDP).

Rechte Aristokraten würden das parteipolitische Dilettantenwesen schnell überflüssig machen.

Die Postulierung eines Gegensatzes zwischen Gruppen mit ähnlichem Menschenbild, zwischen „rechten“ National- und „linken“ Internationalsozialisten, konstruiert eine „Mitte“, in der kein Platz sein soll. Es ist ein untaugliches Ordnungsprinzip, in welchem für freie, besonnene Menschen kein Raum ist, aber ein überragender Propagandaerfolg der totalitären Ideologen, der das Selbstverständnis des Freiheitswilligen anficht.

Das christlich-freiheitliche Menschenbild zeigt sich skeptischer, denn es postuliert: „Der Mensch ist schlecht - er ist und bleibt ein Sünder. (Erbsünde, Adam und Eva)“.

Nur aus sich heraus, aus der Besinnung auf Gott - den über den Menschen stehenden Geist, den Wahren – vom Menschen Unbestechlichen und Unveränderlichen, über die Zeiten Wachenden, am jüngsten Tage Richtenden, kann der fehlende und scheiternde Mensch, wenn er an sich arbeitet und sich müht barmherzig zu sein, seinen Nächsten zu lieben, Mensch zu werden, die Gnade, die Güte und Liebe Gottes erlangen und das ewige Leben.

Es gibt keine höhere Gewissensmacht zwischen den Menschen und Gott, keinen Staat, kein Gesetz, keine politisch motivierten Erlöser. Richtig verstandenes Christentum ist deshalb die Religion der Freiheit.

Sich dieser Freiheit zu entledigen ist die Mehrheit der Deutschen im Gange, gefangen vom Zeitgeist der Delegierung der Verantwortung für den eigenen Lebensentwurf an „den Staat“.

So findet man sich heute zwischen zwei Polen, die wieder keine sind: dem Pol der „Sozialen“, die den allumfassenden Schutz der „Schwachen der Gesellschaft“ durch den Staat fordern – womit diese in erster Linie sich selbst meinen. Und dem Pol der Verantwortungslosen – welche ebenfalls die Folgen ihres Handelns, respektive ihres Lebensentwurfes sozialisieren möchten, um die Profite zu privatisieren.

Die diese Pole repräsentierenden Gruppen stehen für den Rückweg in den totalen Staat.

Der „Kampf gegen Rechts“ macht es unmöglich, sich der Einordnung in das Links-rechts-Schema zu entziehen, unter diesen Umständen kann man als christlich-liberaler Konservativer nur rechts von allen Sozialisten Stellung beziehen. Rechts von allen Sozialisten, natürlich auch den braunen.

Lassen Sie sich von den „politisch korrekten“ Linken nicht durch ihren Moral- und Gesinnungsterror einschüchtern und sozial ausgrenzen. Ein rechtes, politisches Spektrum gehört zu einer freiheitlichen Ordnung – im sozialdemokratischen Deutschland ist es im „Kampf gegen Rechts“ nur verboten worden.

Sind Sie links? Nein? Lieber nichts, also Mitte?

Stellen Sie sich vor den Spiegel und versuchen Sie folgenden Satz: „Ich bin ein freiheitsliebender Rechter.“

Schließen wir mit dem kolumbianischen Philosophen Nicolás Gómez Dávila:  „Jeder, der dem Menschen nicht traut, erweist sich im Grunde als Christ.“


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