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Der „Kampf gegen Rechts“, Teil II.: Warum in Deutschland rechte Parteien ohne Bedeutung sindvon Roland Woldag Anatomie der Allpartei In einer Zeit, in der eine Partei namens Linke auftaucht und in den Bundestag einzieht, um gemeinsam mit den anderen linkischen Parteien den „Kampf gegen Rechts“ zu führen, müssen die Kategorien Links und Rechts wieder klar definiert und auseinander gehalten werden. Der Unterschied zwischen dem linken, sozialistischen, und dem rechten, christlichen Menschenbild wurde in Teil 1 dargelegt: Das sozialistische Menschenbild geht davon aus, dass der Mensch gut ist und seine schlechten Taten den Umständen geschuldet sind: Schwere Kindheit, Unbildung, Ausbeutung, Ungleichheit, Unterdrückung, Ungerechtigkeit, usw. Deshalb seien die Umstände revolutionär zu ändern, um den Menschen zum Guten zu befähigen. Darum appellieren Sozialisten an Deinen Zorn über die herrschende Ungerechtigkeit und sie versprechen die Wahrung Deines Stolzes. Sie schüren den Neid auf „die Reichen“ und rechtfertigen die Unmäßigkeit sozialer Ansprüche an andere. Als reich gilt ihnen jeder, der sich durch Fleiß und Selbstdisziplin mehr als das Durchschnittliche erwirtschaften konnte. Linke unterstützen Deine Trägheit durch das Versprechen, Deine Probleme zu lösen. Geiz ist in einer sozialdemokratisierten Gesellschaft so geil wie die Unkeuschheit, die als zeitgemäß gilt. Sozialisten gleich Sozialdemokraten gleich Linke spielen auf der Klaviatur der sieben Todsünden Stolz, Neid, Zorn, Geiz, Unmäßigkeit, Unkeuschheit und Trägheit, um sich der Gesellschaft als ziviler Erlöser anzubiedern. Der Sozialismus schaffe den „Grundwiderspruch der Gesellschaft – die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen“ ab. (Marx: Das Sein bestimmt das Bewusstsein) Eine Gesellschaft, die dem nicht widersteht, wird systematisch in die Unmündigkeit geführt. Kein Satz ist heute gegenwärtiger als dieser: „Da muss doch der Staat etwas machen!“ Ich erinnere mich an einen psychologischen „DDR“-Ratgeber mit dem Titel „Lebe ich richtig?“, der sinngemäß mit folgendem Satz einleitete: „Da im Sozialismus der Grundwiderspruch der Gesellschaft abgeschafft ist, muss dessen Einfluss auf den Einzelnen hier nicht behandelt werden“. Nichts hat die Seele im Osten stärker gequält als das gesellschaftliche Klima des Misstrauens und der Unterdrückung, der allgegenwärtige Verfall und Mangel, die Lüge und die Dummheit der Systemträger. Alle atheistischen, sozialistischen Regime versprechen die totale Gleichheit durchzusetzen, wahlweise als Klasse oder Rasse oder multikulturelle Gesellschaft – welche multiple Kulturen zu einer amerikanisierten Monokultur zusammenfassen soll, um die Ordnung zur „höchsten und letzten Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung“ zu führen. Es wird der Kommunismus verheißen oder Tausend Jahre Nationalsozialismus oder der Höhepunkt der sozialen Evolution - die vollkommene Gesellschaft der Gleichen. Das reicht in der Sozialdemokratie bis zur politisch korrekten Einebnung der menschlichen Zweigeschlechtlichkeit durch Gender Mainstreaming. Sozialistische Gesellschaften müssen gleichschalten und gleichstellen, um alle auf dem Weg der Verheißung mitzunehmen, ob diese wollen oder nicht. Gleichheit und Gerechtigkeit sind die Schlüsselwörter aller sozialistischen „Bewegungen“. Antisozialistischer Widerstand wird als rückwärtsgewandt, konservativ, unmodern, reaktionär, rechts und kriminell unterdrückt. Das christliche, rechte Menschenbild stellt nicht die „Gesellschaft“ ins Zentrum des Denkens, sondern den sündigen (schlechten) Menschen, der die Befreiung aus der Versuchung der Todsünden nur aus sich heraus leisten kann. Die Kraft dazu gibt ihm Gott – wenn er ihn durch seinen Sohn Jesus Christus hören will. So sind Menschen gerade in den schwersten Situationen groß und gut geworden und über sich hinaus gewachsen, auffallend in sozialistischen Arbeits-, Umerziehungs-, und Vernichtungslagern. (Das Bewusstsein bestimmt das Sein). Das Menschenbild – linker Gutmensch oder rechter Sünder – unterscheidet Sozialismus und Christentum unverwechselbar. Dieses völlig verschiede Herangehen an das Menschsein, ob nämlich Erlösung von der Gesellschaft beziehungsweise dem Staat kommt oder nur aus der Menschwerdung durch Hinwendung zum Geist des Höchsten im Gebet, macht den entscheidenden Unterschied. Die klassische Rechte handelte immer auch aus christlicher Motivation, sie bezog im Widerstand gegen die Nationalsozialisten ihre Kraft aus dem Glauben. Das gilt etwa für den gesamten Kreisauer Kreis. Vielen, die das hier lesen, wird ein solches Herangehen fremd sein – weil ihnen die Erfahrung fehlt, die kaum noch gemacht werden kann: Hat Gott Deutschland den Sozialisten überlassen? Viele Rechte haben sich in dieser Situation resigniert zurückgezogen und versuchen, dem sozialen Druck der aufgehetzten Mehrheitsstimmung dadurch zu entgehen, dass sie die Kategorien links und rechts für bedeutungslos erklären. Dieser Versuch aber führt in die Bedeutungslosigkeit der paralysierten „Mitte“. Den wenigen Rechten, die sich von den täglichen Manipulationsversuchen durch die GEZ-finanzierten Staatsmedien und dem kollektivistischen Mehrheitsdruck nicht mehr chloroformieren lassen, sind linke Massenbewegungen ein Gräuel und damit auch die Parteien, zumal sie sich sämtlich dem „Kampf gegen Rechts“ verpflichtet sehen. Vielleicht sollte man gar nicht von Parteien sprechen, sondern von einer die Meinungs- und Interpretationshoheit durchsetzenden sozialdemokratischen Allpartei, in der sich Fraktionen zur Wahrung der Scheingegensätze von den Linken bis zur FDP ausmachen lassen. Rechten fällt die Verteidigung der Lebensinteressen der Nation schwer, da sie nicht durch eine lautstarke und mittels steuerlicher Parteienfinanzierung omnipräsente Parteiorganisation vertreten sind. Regelmäßig scheitern Versuche, rechte Parteien zu gründen. Denn „Partei“ an sich ist inkompatibel mit dem rechten Widerwillen, sich auf ein Parteiprogramm einzulassen. Für die meisten Rechten gibt es zum Programm der Bibel keine Alternative. Rechte wissen, dass nichts den Menschen weniger zum Guten befähigt als die Delegation der Verantwortung für das eigene Schicksal an den Staat, eine Massenorganisation oder einen Führer. Ihnen ist bewusst, dass Parteien – weil Sie von Menschen gemacht sind – immer Machtgebilde sind, die rücksichtslos Partikularinteressen vertreten. Mit dem Mittel einer „demokratischen Übermacht“, hergestellt durch Koalitionen, sollen Lobbyinteressen durch Umverteilung materielle Gestalt gewinnen. Rechte halten Umverteilung über das Gebot der Barmherzigkeit (Subsidiarität) hinaus für kontraproduktiv, da sie das Bemühen des Einzelnen lähmt. Rechte bevorzugen die kleinen Kreise, die ihre Persönlichkeit stärken und durch Wissen erweitern. Man findet sie deshalb eher in Verbindungen, Logen, Kirchen, karitativen Verbänden, also überall, wo es Verantwortung konkret wahrzunehmen gilt und diese nicht nur von anderen gefordert wird. Deshalb verteidigen Sie die traditionelle Familie und den besonderen verfassungsmäßigen Schutz der Ehe (zwischen Mann und Frau – das muss man heute schon erwähnen) gegen alle Bestrebungen, dieser die Grundlagen zu entziehen und durch staatliche Fürsorgesysteme zu ersetzen. Da Rechte um die Natur des Menschen wissen, beginnen Sie sich erst zu organisieren, wenn die Zukunft ihrer Familien konkret durch sozialistische Menschenversuche bedroht ist. Dann eint sie ihr Verantwortungsgefühl und die kontemplative Verbindung zueinander. Genau das macht Rechte den Linken so unheimlich – die für Atheisten nicht fassbare Anhangskraft, die die Rechte zusammenführt, wenn es Ernst wird. Sozialistische Staatssicherheitsdienste können mit Parteien und Organisationen umgehen, können ihre Strukturen aufklären und sie durch V-Männer zersetzen, doch jene Macht, die Rechte führt und die im Glauben gründet, erscheint ihnen wie Antimaterie – unfassbar und dabei voller Energie. Deshalb haben Sozialisten immer die Kirchen bekämpft und vor Mord und der Zerstörung unwiederbringlicher Kulturgüter nicht zurückgeschreckt. Das für sie Unberechenbare musste ausgelöscht werden. Adolf Hitler selbst hat zum Schluss bemerkt, es sei einer seiner größten Fehler gewesen, nicht beizeiten mit den Rechten aufgeräumt zu haben – also den „Kampf gegen Rechts“ nicht konsequent genug geführt zu haben. Der Widerstand gegen Hitler im Juli 1944 war ein Widerstand von Rechts –Hitler war Sozialist. Wenn wir uns darüber einig sind, dass Sozialismus atheistisch und antiklerikal, antikapitalistisch und kollektivistisch, gleichschaltend und gleichstellend, menschenfeindlich und vermassend, eigentums- und freiheitsfeindlich und also links ist, dann ist gewiss, dass die National-Sozialisten nie rechts waren und es nie sein können. Wenn Rotsozialisten und Braunsozialisten sich heute längst wieder – wie in den 20er und 30er Jahren – Straßenschlachten liefern, dann nur, um die Konkurrenz um die „Volksnähe“ in Schach zu halten. 11. Juni 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. 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