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„Desertec“-Projekt in der Sahara: Das Märchen vom deutschen Wüstenstromvon Edgar L. Gärtner Warum Blender damit rechnen können, von deutschen Journalisten nicht entlarvt zu werden Ich weiß, warum ich bei Partys meistens zögere, mich als Journalist vorzustellen. Am vergangenen Wochenende brauchte ich mich nicht vorstellen, denn da war ich unter lauter lieben Kollegen. Einer von ihnen, Pressesprecher eines großen Stromkonzerns, schilderte uns die wahren Hintergründe des Medienmärchens vom Solarstrom aus der Sahara. Die Idee, in der Sahara mithilfe von Parabolspiegeln Dampf und Strom zu erzeugen, ist uralt. Schon vor dem Ersten Weltkrieg standen dort erste Solarkraftwerke mit der antiken Solarthermie-Technik. Sie gerieten in den Wirren des Krieges in Vergessenheit. Der obskure Club of Rome griff vor einigen Jahren die Idee wieder auf. Die im nicht weniger obskuren „Klimaschutz“-Geschäft engagierte Münchner Rückversicherung sah darin neue Geschäftschancen und brachte Stromkonzerne wie E.on und RWE sowie Siemens, die Deutsche Bank, Schott Solar und einige andere deutsche, spanische und italienische Firmen dazu, sich mit jeweils einigen Tausend Euro an einer Vorstudie über die Machbarkeit des vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und von Greenpeace unterstützten „Desertec“-Projektes des Club of Rome zu beteiligen. Dieses sieht vor, mithilfe von Hochspannungs-Gleichstrom-Leitungen zwischen Nordafrika und Westeuropa etwa 15 Prozent unseres Strombedarfs abzudecken. In allen deutschen Medien war aber nicht von dieser bescheidenen und vorläufigen finanziellen Beteiligung die Rede, sondern von einem „Konsortium von 20 deutschen Firmen“, das sich bereits anschicke, bis zur Jahrhundertmitte nicht weniger als 400 Milliarden Euro in die Erzeugung und den Transport des Sahara-Stroms zu investieren. Doch zu mehr als einer skeptischen Prüfung der Idee hatten sich gerade die genannten Stromkonzerne gar nicht bereit erklärt. Denn deren Mitarbeiter können noch rechnen. So wies RWE-Mann Prof. Dr. Ing. Helmut Alt von der FH Aachen darauf hin, dass solarthermisch erzeugter Strom etwa fünfmal teurer kommt als Strom aus heimischen Kern- oder Braunkohlekraftwerken. Hinzu kämen die Kosten des Stromtransports über 5.000 Kilometer. Erfolge diese mithilfe der bislang für die Leitung von 400 kV Wechselstrom verwendeten Aluminium/Stahlseile mit einem Leitungsquerschnitt von 240/40 Quadratmillimetern, müsse mit Übertragungsverlusten von 50 Prozent gerechnet werden. Wähle man dagegen größere Querschnitte, könne man diese Verluste zwar theoretisch auf 15 Prozent verringern, man benötige dann aber riesige Mastkonstruktionen, die noch nirgends erprobt sind und höchstwahrscheinlich in keinem der möglichen Transit-Länder wie Spanien oder Frankreich akzeptiert würden. Das kleine Einmaleins reicht also aus, um zu erkennen, dass es schlicht bescheuert ist, 400 Milliarden Euro buchstäblich in den Sand zu setzen, um 15 Prozent unseres Strombedarfs abzudecken, der normalerweise insgesamt weniger als ein Zehntel dieser Summe verschlingt. Aber „Klimaschützer“ und andere politisch korrekte Pläneschmiede wie die Münchner Rück oder Greenpeace können sich hierzulande offenbar inzwischen darauf verlassen, dass selbst Wirtschaftsjournalisten ihre Zahlenspielereien nicht mehr nachrechnen. Reines Wunschdenken ließ viele meiner lieben Kollegen darüber hinwegsehen, dass sie einem „Fake“ aufgesessen sind. Kann man es mir angesichts solcher Erfahrungen verübeln, wenn sich mein Berufsstolz in Grenzen hält und ich oft zögere, mich als Journalist vorzustellen? Internet http://www.desertec.org/index.html http://spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,630981,00.html 09. Juli 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareEEkat , am 09. Juli 2009 um 9:38 ( Link ) Dieser Untertitel: "Warum Blender damit rechnen können, von deutschen Journalisten nicht entlarvt zu werden" ist zwar nicht beantwortet worden, aber das darin enthaltene Statement ist sicherlich zutreffend. Vielleicht diese Anmerkung. Journalisten, die nicht mehr kritisch nachfragen sind nicht nur fehl am Platze, sie werden vielmehr zu einer eigenständigen, zusätzlichen Gefahr, weil sie dann als Lenkungsinstrument, als Transmissionsriemen wirken. Was einer Geesellschaft nicht die unbedingt für sie notwendige Transparenz verschafft, sondern im Gegenteil ihrerseits diese Gesellschaft blendet. Journalisten werden zum Helfershelfer der Blender. Dies ist zwar immer noch keine Antwort auf das warum. Aber es macht deutlich, daß Blender sich umfassend der Journalisten bedienen, ja auf diese angewiesen sind, um eine Gesellschaft blenden zu können. Was bei uns ausgezeichnet funktioniert, nicht etwa nur in diesem isolierten Falle. Es ist eine der Ursachen, was diese Gesellschaft hat erblinden lassen, zerstört hat. E.Ekat Carl , am 09. Juli 2009 um 9:43 ( Link ) Das all diese Rechnungen kaum tragen würden, war mir sofort klar. Die Freude darüber wich aber der Sorge, daß der deutsche Staat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Staatssäckel geöffnet hätte, nur um diesen Unfug erst mit Subventionen zu bauen und dann den überteuerten Strom auf Marktpreise herunter zu subventionieren. Was diesen ganzen Öko-Hokuspokus angeht scheint mir da nichts mehr undenkbar... lukas , am 09. Juli 2009 um 9:51 ( Link ) Ein französischer Geschäftsmann und Freund hat sich kaum halten können vor Lachen, als er erfahren hat, dass die Deutschen 400 Milliarden Euro in Algerien investieren wollen. Zitat: "Algerien? So etwas würde keinem Franzosen einfallen. Das Geld sehen sie nie wieder." Stefan Miller , am 09. Juli 2009 um 10:39 ( Link ) ABB baut in China eine 2000km Strecke für 6400 MW mit 800kV und Verlusten unter 7% für läppische 440 Millionen. Jochen Trebmann , am 09. Juli 2009 um 10:49 ( Link ) Tja. Die Kanzlerin und ihr Erzengel haben jetzt beim G8 Gipfel ja mal wieder das Klima für die nächsten hundert Jahre gerettet. Wichter wäre es allerdings gewesen, den Rentenbeitrag wenigstens für 2 Jahre stabil zu halten. Aber das schafft das Berliner Gesindel nicht. Aber das Wetter, das können die machen. Als Diplomingenieur für Elektrotechnik habe ich gleich zu Anfang der Meldung über den Wüstenstrom nur noch den Kopf geschüttelt. Da wurden mit ein paar tausend Euro, zusammengebettelt von den Konzernen, ein paar Studenten mit einer politisch korrekten Studie betraut. Und dann wurde daraus ein 400 Milliarden Deal, finanziert von einem "Konsortium" von 20 Großunternehmen. Und diese Volltrottel in der Qualitätspresse geben das dann so auch noch weiter. Und dann wundern sich diese Hirnis, daß die Einnahmen aus Verkäufen und Werbung ständig sinken. Da macht sich Panik breit und da hat man auch beim Spiegel längst Existenzängste. Aber mal darüber nachzudenken, an was das liegt, daß nämlich kein halbwegs Vernünftiger für solche Käseblättchen noch einen Cent ausgibt, das scheitert an den ideologischen Brettern vor den Köpfen in den Redaktionen. Sollen sie also verrecken, die "Qualitätsmedien". Es kommt jetzt sowieso eine Zeitenwende. Und dann stehen die Qualitätsjournalisten auf den Kartoffeläckern und buckelt für den faktenorientierten Bauern statt für den ideologiefesten Chefredakteur. Tobias , am 09. Juli 2009 um 11:03 ( Link ) Sehr geehrter Herr Gärtner, Zu meinem Vorredner: Es wäre in der Tat verrückt, 400 Milliarden Euro allein in Algerien anzulegen. Es geht hier aber um Investitionen in mehr als 15 Ländern (den Leitungsbau innerhalb Europas nicht mitgerechnet). Stefan Miller , am 09. Juli 2009 um 11:16 ( Link ) @Jochen Trebmann Die Strecke würde man schon hinkriegen. Notfalls mit mehr Volt und Gleichspannung. Und es würden ganz sicher keine Oberleitungen verwendet werden, wie Herr Gärtner angedeutet hat. Aber mit dem Statement wollte man sicherlich was anderes erreichen. Die Schweinegrippe ist ja auch nur ein Test, wo ein durch eingeschleuste Sequenz von Aminosäuren leicht identifizierbarer, harmloser Virus in die Welt gesetzt wurde um die Verbreitung zu messen. EnergyRevolution , am 09. Juli 2009 um 11:16 ( Link ) Ich finde es höchst zynisch von Ihnen, dass Sie mit Ihren 60 Jahren die Zukunft dieses Planeten geradezu mit verbrannter Erde und CO2 übersäht haben! Ihr Wirtschaftswunder hatten Sie bereits und haben dabei diesen Planeten auszubeuten und an den Rande der Katastrophe zu führen! Ja ich mache Sie persönlich dafür verantwortlich, denn Sie sind Mittäter wie wir alle! Doch Ihre Kenntnis von besseren Technologien wie solar thermische Kraftwerke macht Ihr Verfeheln umso schwerwiegender! Ich kenne diese Technik erst seit zwei Jahren und sehe in Ihr die Lösung vieler unserer Probleme! Und sie wird Öl und Gas noch im nächsten Jahrzehnt im Preis schlagen: Billiger und Besser Ein paar Spiegel in der wüste ein bisschen Stahl was kostet das schon wenn wie man auf Neudeutsch die Supplychain erst mal richtig Gestreamlined hat! Jetzt wo unsere Generation die Fehler der Ihren beheben will und dabei auch noch Wohlstand vermehren will und so auch noch Ihre Pension sichert, ist es mehr als angebaracht das Sie "DANKBAR SIND UND MITARBEITEN"! Wir brauchen sinnvolle Ökonomie! Denn die wahren Kosten werden Sie ohnehin nicht mehr Tragen müssen und mir und meinen Kindern hinterlassen Sie Staatsschulden, einen CO2 Berg, leergefischte Meere, Atommüll und meiler wie Krümmel! Ich finde das SOLLTE MAN IHNEN VON DER RENTE ABZIEHEN! Also lassen Sie es unser Generation und die meiner Kinder RICHTIG machen mit DESERTEC! Sonst muß ich mir mit 60 nämlich das gleiche anhören wie Sie jetzt! Doch das Kind wird mir einmal sagen Danke Papa für die Gute Luft ... was sagen Ihnen Ihre Kinder und Enkel in 20 Jahren? Stefan Miller , am 09. Juli 2009 um 11:20 ( Link ) @Tobias Stefan Miller , am 09. Juli 2009 um 11:21 ( Link ) ich glaube jetzt werden wir unterwandert (EnergyRevolution) Edgar L. Gärtner , am 09. Juli 2009 um 11:40 ( Link ) @Tobias: Ich vermute auch, dass Prof. Alt, obwohl er ausdrücklich von 800 kV Gleichspannungsübertragung spricht, sich z.T. auf Erfahrungswerte mit 400 kV Wechselspannungsleitungen bezieht. Und in der Tat ist bei der DLR von kürzeren Entferungen die Rede. Alt hat wohl bis nach Mittel- bzw. Osteuropa extrapoliert. Aber ich denke, dass das am grundsätzlichen Problem nichts ändert: Niemand weiß, wie man 800 kV Hochspannungsleitungen in Europa mit vertretbaren Kosten durch dicht besiedelte und zum Teil dem gehobenen Ferientourismus gewidmeten Gebiete führen könnte. Reiner Vogels Warum Blender damit rechnen können, von deutschen Journalisten nicht entlarvt zu werden Die Antwort auf diese Frage ist im Prinzip ganz einfach: Mit der totalen naturwissenschaftlichen Inkompentenz vieler Journalisten in einflussreichen Medien ernten wir die Ergebnisse von mehreren Jahrzehnten nivellierender und leistungshemmender Bildungspolitk an unseren Schulen. Wenn das Ziel der Chancengleicheit durch das der Ergebnisgleichheit ersetzt wird und wenn zusätzlich der naturwissenschaftliche Unterricht vernachnässigt wird, muss man sich über die naturwissenschaftliche Inkompetenz vieler Menschen nicht wundern. Wenn mehr Menschen etwas von Physik verstünden, wäre es ausgeschlossen, dass so viele an die abwegige These vom CO2-getriebenen und anthropogenen Klimawandel glauben. Stefan Miller , am 09. Juli 2009 um 11:53 ( Link ) @Edgar L. Gärtner muß man doch gar nicht. Es reicht bis zum Randgebiet und dann per Trafo ans Netz anschliessen. EnergyRevolution , am 09. Juli 2009 um 11:56 ( Link ) Hat sich von den herrn Kritikern überhaupt schon jemand die Mühe gemacht das Whitebook von Desertec zu lesen? Da glauben Sie schon lieber dem Tratsch ihrer französischen Kollegen, oder dem Chef von Vattenfall! Erinnern sie mich welcher Konzern letzte woche ein Atomkraftwerk abschalten musste und diese in einem weiteren Probleme hatte ! Bitte lesen Sie zumindest das Red Paper, bevor Sie urteilen! Ich habe einen haufen Geld in die Idee gresteckt und wenn das in den Sand gesetzt wird, dann ist das genau das was ich mir davon erwarte: Stahl Spiegel, Generatoren in der Wüste!!! Denn in 20 Jahren ist eine kWh immer noch eine kWh und was dann Dollar oder Euro wert sind wird mann ja sehen! EEkat , am 09. Juli 2009 um 12:18 ( Link ) energyRevolution, das klingt alles sehr zukunftsweisend. Besonders der bei Ihnen agressiv hervortretende Unterton läßt die Art der Zukunft erahnen. Sie verweisen auf die zukunft Ihrer Kinder, also lassen Sie mich folgendes an Ihre Kinder ausrichten: Am heutigen Tage, an dem Frau Merkel in einer symbolträchtigen Ruinenstadt vor die Mikrofone trat, um zu verkünden, daß sie einen Temperaturanstieg des Globus auf 2 Grad begrenzen werde läuft bei mir, mitten im Juli 2009, die Heizung an. Nicht nur diese Stadt ist kaputt. Vorsorglich: sparen Sie sich jegliche diesbezüglichen, pseudowissenschaftlichen Entgegnungen wie: Juli in Deutschland sei nicht repräsentativ für das Weltklima. Außentemperatur Bayern. Juli: 16 Grad. Leider habe ich eine Wärmepumpe, läuft also mit Strom. Ausgezeichneter Ansatz, in diesem Lande die Atomkraftwerke abschalten zu wollen. Das "Gehirn" dieser Wärmepumpe hat einen Speicher von 100kb. Das ist, über was beispielsweise auch eine Stubenfliege verfügt. Mit diesem Gehirn ist diese Wärmepumpe offenbar hoch überlegen, weil es sich durch Gewäsch einer Frau Merkel nicht beeinflussen läßt. Es schaltet, unbeschadet der Beteuerungen solcher Kaliber wie Merkel, oder das ihre einfach die Heizung an. Nicht alleine deswegen befürchte ich, daß sich der Globus nicht erwärmen wird, auf keinen Fall jedoch aufgrund eines durch Menschen bewirkten Ausstoßes von CO2. Es gibt Anzeichen dafür, daß wir einer globalen Abkühlung entgegengehen. Weiterhin, wir müssen uns wenig Gedanken machen, wo wir zukünftig den Strom herbekommen, weil wir garkein Geld mehr dafür haben werden, und womöglich auch garkeine Verwendung. jedenfalls dann, wenn es so weitergeht wie bisher. Sie haben offenbar noch nicht mitbekommen, daß eine neue Zeitenrechnung angebrochen ist, ein Paradigma- Wechsel. Wir reduzieren uns zukünftig nur noch auf das, was offenbar Sinn macht, und orientieren dabei den Sinn-Begriff an Vorgaben solcher Leute wie Sie. Dies ist bereits in Gang gekommen, dies hat zu einer Veränderung des Verbraucherverhaltens geführt. So jedenfalls erkläre ich mir den Rückgang der Nachfrage nach Automobilen. Oder hat dies nichts mit einem verändertem Verbraucherverhalten zu tun? Nicht die Finanzkrise, wie gerne behauptet wird. Die Finanzkrise trat später ein. Nicht ausgerechnet Käufer von Autos werden vorausgeahnt haben, was den Finanzgurus selber zum Eintreten des Marktrückganges noch verborgen blieb. (Ein kleiner Spaß). Weil dies jedoch nicht langte, wurde der ölpreis über 150 Dollar getrieben und dazu kommuniziert, dies sei der unschlagbare Beweis dafür, daß Öl nun zu Ende gehe. Sowas hat Wirkung auf die Verbraucher. Und natürlich auch auf die amerikanischen Wähler, wobei wir erkennen können, wer den ölpreis hochdrehte, und warum. Die Verbraucher jedenfalls haben reagiert. Nun ist der Ölpreis wieder unten. Als nächstes stehen wir vor den Folgen einer Abkühlung der Erde. Die Verbreitung von Stuß in der Absicht, Weltenlenkung zu betreiben hat, wie wir sehen, ihre Wirkung entfaltet. Es ist nicht mehr notwendig, daß Sie sich ins Zeug legen, und Rentner beschimpfen. Sie dürfen weiterhin den Lieben geben. Die erzeugte Wirkung ist zwar bereits in der Wirtschaft, aber noch nicht in den Köpfen der Menschen vor allem in Deutschland angekommen. Daran haben auch, Thema dieses Threads, Journalisten ihren Anteil. Auch die haben vom Lager der Informierer einer Gesellschaft ins Lager der Gesellschafts-Lenker gewechselt. Das Beruhigende an dieser Massenpsychotisierung, die vor allem von dieser Frau Merkel (ehemalige Sekretärin für Propaganda an Ihrer Uni) ausging ist, daß Deutschland den größten Verlierer in dieser Spinnerei darstellen wird. Das hat dieses Land und seine Menschen sich redlich verdient. Deutschland ist Ursprungsland der Premium-Klasse, das ist Audi, BMW, Daimler und Porsche. Das sind Firmen, die durch die seltsam widersprüchliche Narretei einer Abwrackprämie ( oder gar des Versuches, dennoch Opel retten zu wollen) nicht nur nicht beglückt werden können, das ist auch die Schlüsselindustrie für Mittelstand, Maschinenbau, Transportwesen, Export etc. vor allem in Deutschland. Ich sage mal voraus (sowas mache ich im Gegensatz zum Ihnen nur ungerne), daß Sie nach den Wahlen klarer sehen könnten. Sie sollten, anders als ein Herr Seehofer, vor allem nicht zu viele Kinder in die Welt setzen. E.Ekat topal , am 09. Juli 2009 um 12:32 ( Link ) Es reicht bis zum Randgebiet und dann per Trafo ans Netz anschliessen. So einfach ist das: einfach eine Mehrfach-Steckdose und jeder kann sich anschliessen. Gleichstromtrafos? Zuerst wohl Wechselrichter, dann Transformatoren in Kaskade. Verlustfrei? EnergyRevolution , am 09. Juli 2009 um 12:32 ( Link ) Sehr geehrter Hr. EEkat, - schauen Sie sich mal die Dürre in Kalifornien an Sie sind auf dem richtigen weg, sie machen Sich ja wenigstens Ihre Gedanken. Doch sollten sie lesen was wirklich der Wahrheit entspricht und sich nicht nur auf Ihr Gefühl verlassen ... Sollten sie mit der Abkühlung tatsächlich recht haben, naja dann müssen wir uns (als Menschheit) Öl/Gas/Uran erst recht aufheben, damit wir es dann noch haben so es wirklich kalt werden sollte! Im moment spricht aber nichts dafür, dass wir auf die nächste Eiszeit zugehen, aber irgendwann mal; Ja dann kann das schon wieder mal passieren und dann wäre es gut wenn unsere Nachkommen in vielen vielen Generationen noch Öl, Gas und Uran zur Verfügung hätten. EnergyRevolution , am 09. Juli 2009 um 13:19 ( Link ) Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte Die Lösung: Edgar L. Gärtner , am 09. Juli 2009 um 13:31 ( Link ) @ "die Lösung": Und wo bleibt da noch Platz für uns Menschen? Konservativer , am 09. Juli 2009 um 13:36 ( Link ) Neben den vermeintlichen 400 Mrd € Einsatz wurden auch noch 2 Billionen Umsatz aus dem Wüstensand kolportiert. Damit ist die Sache aber ganz einfach: Nach Meinung der Jubler handelt es sich um eine grandiose Geschäftsidee. Folglich sollen sie mal ihre gesamten Ersparnisse dort investieren. Versprochen: Ich werde in 30 Jahren Ihnen Ihre 2 Billionen nicht neiden! Was allerdings die Unterstützung eines solchen Projektes mit öffentlichen Geldern angeht, halte ich es ganz mit Maggie Thatcher (bezgl. Fördergelder für den Bau des Kanaltunnels): "Not one penny!" Wozu auch, wenn Desertec eh eine Goldmine ist?! Aber noch was: muß man doch gar nicht. Es reicht bis zum Randgebiet und dann per Trafo ans Netz anschliessen. Es sind genau solche Aussagen, bei denen man nicht weiß, ob man lachen oder heulen soll. Und dabei habe ich noch nicht mal eine naturwissenschaftliche oder technische Ausbildung!!! EEkat , am 09. Juli 2009 um 13:42 ( Link ) @EnergyRevolution Sie sind also der Meinung, daß der bisher gemessene Betrag einer Erderwärmung in Höhe von 0,3 Grad Celsius die Ursache des seit Jahren beobachteten Abschmelzens der Gletscher darstellt. Na gut. Eine Erwärmung dieser Größenordnung wird ja auch dafür herangezogen, daß die Polkappen schmelzen, und das Grönland-Eis verschwindet. Da kann ich irgendwie nicht weiterhelfen, da muß jeder selber draufkommen. Dürre in Kalifornien, aufgrund einer Erwärmung von 0,3 Grad ? Hmm. Ich habe den Eindruck, die klimatischen Zusammenhänge sind bei weitem komplexer als das, was interessierte Wissenschaftshuren in der Öffentlichkeit als Auftragsarbeit breittreten dürfen. Vielleicht etwas Licht. Wir haben seit 1998 keine Überschreitung des damaligen Maximalwertes einer globalen Erderwärmung mehr gemessen. Dies stünde schon in einem gewissen Kontrast zu dem seither weiter angestiegenen CO2 in der Atmosphäre und der lange kolportierten Behauptung, beide Verläufe wären gleichsinnig. Die Tatsache, daß dieser T-Maximalwert im Jahre 1998 auftrat wird von den Klimakämpfern damit erklärt, daß dies ein Jahr war, indem der El/Nino Al/Nina-Zyklus besonders ausgeprägt war, d.h. der Pazifik besonders viel Wärme in die Atmosphäre ausgebracht, und damit sozusagen den Effekt einer vor sich gehenden Erderwärmung noch überlagert habe. Tatsächlich sollten wir dem jedoch etwas völlig anderes entnehmen, nämlich die dominante Rolle der in den Meeren gebundenen Wärme für unsere Klimageschehen. Nun wirds interessant: Der Vergleich der Menge der in Meeren gebundenen Wärme mit jener Wärme, die in der Atmosphäre gebunden ist führt zu der sowohl mathematisch einfachen, insoweit aber auch unabweisbaren Erkenntnis, daß bereits 1 tausendstel! Grad Entwärmung der Meere ausreichend wäret, um die Dies hat zu tun mit der gegenüber der Atmosphäre vergleichsweise gigantischen Masse an Meerwasser, sowie dem Umstand, daß die spezifische Wärme von Wasser größer ist als jene von Luft. Nun können Sie weder die Entwärmung der Meere in Höhe von 1/1000 Grad messen, noch darüber bestimmen wollen, ob sich eine Entwärmung dieser Größenordnung tatsächlich so zugetragen hat. Alles was wir zu wissen glauben ist, daß der eher lokale El Nino und dessen Wärmeabgabe an die Atmosphäre bereits äußerst temperaturrelevant war. Wenn Sie mal soweit sein sollten, die Meere mit einem Meßgitter versehen zu haben, ( für den Anfang etwa alle 3 km, horizontal und vertikal) das es dann ermöglicht, dessen Temperatur- Inventar auf ein Tausendstel Grad genau bestimmen zu können, dann können Sie gerne wiederkommen. Darum, und bis dahin werden lediglich die Oberflächen-Temperaturen der Meere gemessen, und auch nur auf schlampige zehntel Grad genau. Auf tausendstel Grad wird nirgendwo gemessen, nicht einmal bei Stichproben ( ha!) von Wissenschaftlichen Exkursionen beispielsweise der Polarstern. Das ist so, als wenn sie das Fieber Ihrer Kinder feststellen wollten, indem Sie diese durch Ihr Bierglas fixieren, um deren Gesichtsblässe abzuschätzen. Dies wäre beileibe nicht mein einziger Einwand gegen die Klimania, er wäre nur besonders schnell und schlüssig nachvollziehbar. Für jedermann. Wir haben es womöglich mit einem zusätzlichen Wärmeeintrag in die Atmosphäre zu tun. In die Atmosphäre! Womöglich aus den Meeren stammend. Das alles hat eher nichts mit anthropogenem CO2 zu tun, führt aber gleichwohl zu Veränderungen des Klimas. Wobei dieses beispielsweise von den Zugrichtungen von Tiefdruckgebiete zusammenhängt. Auch von jenen, die über die Polkappen wandern. Verändern sich diese, und damit die Verteilung der auf diese Weise transportierten Wärmemenge, dann ändert sich zunächst das Wetter. Und wenn sich das Wetter mindestens 30 Jahre lang geändert hat, dann sprechen wir von einer Klimaänderung. E.Ekat Stefan Miller , am 09. Juli 2009 um 14:20 ( Link ) @topal Reiner Vogels Für alle, die daran glauben, dass es auf der Erde immer wärmer wird, gebe ich hier drei Links, mit deren Hilfe sie sich ein eigenes Urteil bilden können: 1. Der erste Link führt zur NASA. Sie gibt Daten auf der Basis von Satellitenmessungen und von Wetterstationen die globale Durchschnittstemperatur wieder: http://data.giss.nasa.gov/gistemp/graphs/. Aus diesen Angaben geht hervor, dass es heute auf der Erde deutlich kälter ist als in dem Spitzenjahr 1998. Aus den dortigen Grafiken kann man ersehen, dass die Eisbedeckung der Arktis seit dem Minimum im Jahr 2007 wieder zunimmt. Nur Baron von Münchhausen hätte den Mut, aus diesen gemessenen Fakten den Schluss zu ziehen, dass es auf der Erde immer wärmer wird. EnergyRevolution , am 09. Juli 2009 um 14:51 ( Link ) @ "die Lösung": Und wo bleibt da noch Platz für uns Menschen?
Verteilen sie das rote Quadrat auf mehrere Stellen, der Rest bleibt frei ... Stefan Miller , am 09. Juli 2009 um 14:56 ( Link ) das ist aber ein AKW winzig dagegen EnergyRevolution , am 09. Juli 2009 um 15:11 ( Link ) Max S. , am 09. Juli 2009 um 15:29 ( Link ) @Miller: Richtig, man kann es schon machen. Erst den Gleichstrom in Wechselstrom wandeln per wechselrichter, dann Transformieren (und zwar in mehreren Schritten) und dann ins Netz einspeisen, eventuell noch auf die Welligkeit achten. So wird das auch in China praktiziert. Der Unterschied ist jedoch, dass in China die Gleichstromleitungen direkt in die Ballungsgebiete gehen und sich nicht noch ein Überland-Wechselstromnetz anschliesst. Wie es hier aussieht, muss man dann mal die Experten fragen =) Tobias , am 09. Juli 2009 um 15:54 ( Link ) @Max S. Stefan Miller , am 09. Juli 2009 um 15:55 ( Link ) wie gesagt, genaues über den Wirkungsgrad kann ABB oder nachträgliche Messung verraten. Sonst ist alles nur Spekulation. Die Bilder nerven übrigens. Man kann die Kommentare kaum noch lesen. EnergyRevolution , am 09. Juli 2009 um 16:02 ( Link ) Brandaktuell: MoU, die Einladung ist Rechts unten. Villeicht sollten die Herren Journalisten einfach alle hinfahern !! chrisv , am 09. Juli 2009 um 16:49 ( Link ) @Stefan Miller: EEkat , am 09. Juli 2009 um 17:36 ( Link ) und schon wird die Machbarkeit dieses Blödsinns hier ernsthaft diskutiert. lukas , am 09. Juli 2009 um 18:21 ( Link ) Stefan Miller, Steineschleuderer sind nicht das Problem... das Problem ist eine korrupte und autoritäre Regierung in einem Land, dessen Bevölkerung nicht besonders weltoffen oder liberal ist. Sobald eine Verstaatlichung der Solar-Infrastruktur Bouteflika die Macht sichern kann, wird sie durchgeführt werden. Dieses Szenario ist nicht unwahrscheinlich, wie das Beispiel Venezuelas zeigt. bernardo , am 09. Juli 2009 um 19:57 ( Link ) "So wies RWE-Mann Prof. Dr. Ing. Helmut Alt von der FH Aachen darauf hin, dass solarthermisch erzeugter Strom etwa fünfmal teurer kommt" Nichts geht über Lobbyistendünnpfiff, der dann von Journalisten nachgeplappert wird, so viel steht jedenfalls fest. Al_Bore , am 09. Juli 2009 um 23:38 ( Link ) @ Tobias Allerbeste Glückwünsche zu Ihrem Vertrauen in "die Staaten". Wenn ich irgendetwas im Leben für absolut aberwitzig halte, dann die Vorstellung, daß wir uns in Mitteleuropa versorgungstechnisch vom - mit Verlaub - in jeder Hinsicht abgefucktesten Kontintent auf diesem Planeten abhängig machen. Was Italien mit Algerien dealt, ist Sache der Italiener. Und die sind pleite. EnergyRevolution , am 10. Juli 2009 um 12:13 ( Link ) Hanna Thiele , am 10. Juli 2009 um 17:45 ( Link ) Für die Nutznießer sieht die Zukunft natürlich sonnig aus. Hat hier schon mal jemand den Kilowattstundenpreis von Wüstenstrom genannt? Al_Bore , am 10. Juli 2009 um 22:03 ( Link ) @ EnergyRevolution Nö, größenwahnsinnigen Schwachsinn mit jeder Faser VERHINDERN !!! chrisv , am 10. Juli 2009 um 22:50 ( Link ) Soweit ich das verstanden habe, ist dieses desertec ein privat finanziertes Projekt. Solange es dabei bleibt, wo ist das Problem? Wer daran glaubt, kann investieren, und wenn es funktioniert, haben alle was davon (das ist ja das schöne am Kapitalismus). Und wenn es nicht funktioniert, dann sind die Investoren um eine Erfahrung reicher und sonst hat niemand einen Schaden... Hanna Thiele , am 10. Juli 2009 um 23:31 ( Link ) @ chrisv Wenn es ein privat finanziertes Projekt wäre, wäre nichts einzuwenden. Aber schon sind Hochartisten der Privilegierungs-Seilschaft wie Vahrenholt am Spinnen neuer DESERTEC-Netzwerke, um Subventionen und garantierte Abnahmepreise zu Lasten der Steuerzahler und Stromverbraucher einzufangen - warum sonst ist Vahrenholt bei RWE gelandet? In der "Financial Times Deutschland" forderte Vahrenholt eine staatliche Anschubfinanzierung nach dem Vorbild des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Das kennen wir von diesen „Anschubgesetzen“, statt sie nach dem Anschub wieder abzuschaffen, zumindest zurückzufahren, werden sie ständig gesteigert und auf neue Schlappschwänze angewendet, die ohne Schiebung keinen Millimeter voran kommen würden. EEkat , am 11. Juli 2009 um 11:50 ( Link ) ZU chrisv, am 10. Juli 2009 um 22:50 ( Link ) was hat unsere Energie-Versorgung mit Kapitalismus zu tun? Sehen Sie irgendwo das Spiel freier Marktkräfte? Bei der Atom- Industrie? Bei der Photovoltaik? Hier sollen 400 Milliarden investiert werden. Wer, glauben Sie, wird dies bezahlen? Die Investoren? EON? RWE? Die haben bisher wenige tausend Euro in Öffentlichkeitsarbeit ihrer Desertec gesteckt, um "wichtige" Politiker davon zu überzeugen, daß da die Zukunft liegt. Um dafür den öffentlichen Druck zu generieren. Und der läßt sich erzeugen. Man muß nur die Masse genügend infizieren, die keine Ahnung hat, was nach ihrem "Ja, warum nicht, ist doch eine gute Sache?" sich anschließen wird. Die Erfahrungen mit Visionen haben doch gerade wir Deutsche schon hinter uns. Das widerholt sich gerade in der erzeugten Klimapsychose, ( die keine Entsprechung findet im tatsächlichen Klimageschehen) und nun darin mündet, daß wir, ohnehin bereits schwer geschädigt durch ein durch diese Hysterie geändertes Verbraucherverhalten, nun auch noch der dritten Welt finanzielle Hilfe leisten werden, um auch dort CO2 zu reduzieren. Es merkt halt zunächst keiner, wo solche faszinierenden Reisen hingehen. Also, dann laßt uns mal die Welttempertur regulieren. Ich glaube, die Ghaddafis dieser Welt kommen aus dem Lachen garnicht mehr heraus, wenn wir denen weiterhin unsere Energieversorgung in die Hand drücken, udn diesmal auch noch dafür bezahlen. Allah muß wirklich groß sein. Naja, andererseits macht auch nichts, bis dahin sind 30 % der deutschen Bevölkerung ohnehin Moslems, da sehe ich dann wiederum einen gewissen Ausgleich. Ich bin bescheiden. Mir würde es schon ausreichen, wenn nicht irgendwelche Missionare hier ihre Bildchen glauben einstellen zu müssen, dabei aber keine Ahnung haben, wie dies gemacht wird, ohne dabei die Formatierung zu zerschießen. EEkat Tobias , am 11. Juli 2009 um 19:45 ( Link ) @ Al Bore EEkat , am 12. Juli 2009 um 12:08 ( Link ) Tobias, Sie sprechen den Energie-Mix an. Da soll durch Herausnahme des Atomstroms dann Desertec die Angebots-Differenzierung aufrechterhalten. Tatsächlich wird das Energie-Problem kleiner, wenn man die wichtigste Ressource aktiviert: Energie sparen. Und da sind wir auf einem guten Wege. Indem wir gerade unsere Wirtschaft ruinieren. Etwa die Hälte aller deutschen Unternehmen kämpft gerade ums .... Überleben. So eine gerade veröffentlichte Studie von Young. Es wird ganz einfach nicht gesehen, daß eine herbeigesehnte und schließlich auch herbeigeführte Veränderung des Verbraucherverhaltens zu eine Reduzierung der Wirtschaftstätigkeit führen muß, und schließlich doch auch geführt hat. Wenn man beispielweise das Automobil, die Größe eines A., dessen Verwendung, die emotionale Bindung an das Automobil verändert, also die mangelnde Sinnhaftigkeit eines Produktes offenlegt und problematisiert, dann geschieht genau das, was wir gerade erleben. Ein Rattenschwanz von Folge-Ereignissen setzt sich in der Wirtschaft in Bewegung. Um die Wirtschaftstätigkeit wieder auf das Niveau zu bringen, das jenem vor der Krise entspräche, (und auf das alle zu warten vorgeben) müßten also Produkte und Dienstleistungen erfunden werden, die sinnvoller wäre, als beispielsweise das Automobil, um damit den Kreislauf wieder in Gang zu setzen. Um Kaufkraft zu generieren, aus der sich daran anschließenden Geschäftstätigkeit dann Steuern zu erheben sind. Diese neuen Massen-Produkte und Dienstleistungen müssen jedoch das Kriterium der "Sinnhaftigkeit" erfüllen, denn sonst hätten wir ja alles beim alten belassen können. Über die Deckung des Grundbedarfs hinaus gibt es aber keine "sinnhaften" Konsum-Artikel. Also wird, wenn die derzeit in Gang gesetzte Politik fortgesetzt wird, sich eine Reduzierung des Energie-Verbrauches ganz automatisch ergeben. Durch Wegfall der Industrie, und daraus folgend durch Reduzierung und Zerfall der Kaufkraft der Konsumenten. Das ist so klar wie nur irgend etwas. Ich nehme an, daß ein Hartz IV-Empfänger eine geringere Stromrechnung hat als z.B. ein gutverdienender Angehöriger des Mittelstandes, den es zukünftig in reduzierter Anzahl geben wird, weil die Industrietätigkeit, die Herstellung von gehobenen Konsumgütern (S-Klasse, 7-er BMW, big Audis, Porsches etc) zurückgehen wird. Dann der Rattenschwanz daraus, mit allen Konsequenzen. Das ist doch auch gewünscht, oder habe ich da was falsch verstanden? Auf welche Konjunkturerholung also warten wir eigentlich. Da eine Stromproduktion in der Wüste in besonders erheblicher Weise von Vorab- Investitionen abhängig ist - man spricht von 400 Mrd Euro - dürfte fraglich werden, ob die Leistungsfähigkeit dieses Staates solche Summen überhaupt noch darstellen kann. Wir sind in ein gewaltiges Experimet gezerrt worden, mal wieder an den Haken unserer eigenen deutschen Überheblichkeit genommen worden. Desertec erscheint mir dabei der Kuppelbau zu sein, vergleichbar der Germanenhalle, die Albert Speer in Berlin errichten sollte. Nur kommen wir diesmal aus dieser Nummer nicht mehr heraus, weil wir nun die ganze Welt infiziert haben. E.Ekat LePenseur , am 12. Juli 2009 um 19:03 ( Link ) @ E. Ekat: Na, jetzt kommen Sie wieder runter von der deutschen Selbstzerstörungs-Welle, auf der Sie reiten! Nicht Deutschland hat die ganze Welt "infiziert", da haben schon Leutchen wie Al Gore & Co. und zuvor schon die Wahnsinnigen vom Club of Rome ihr gerüttelt Maß an Schuld. Daß jetzt die Deutschen als patentierte Musterschüler auf den Trend aufspringen und Umweltmeister der Extraklasse sein wollen, ist halt das deutsche Naturell, war aber nicht der Auslöser dieses Wahnsinns. Auslöser sind wohl jene Kreise, die von einem NWO träumen, die p.t. Herrschaften von der amerikanischen Ostküste — und damit meine ich nicht bloß irgendwelche Finanzmagnaten irgendeiner Konfession, sondern insgesamt die kalvinistisch-verkorksten Mittäter und -spieler am Washingtoner Machtparkett, die ihre sexuellen Frustrationen durch techno- und plutokratische Welt-Allmachtsphantasien zu sublimieren trachten. Manchmal hat man wirklich das Gefühl, daß "Ficken für den Frieden" (pardon l'expression) der Weltgeschichte ganz gut täte. Und ein bisserl Besinnung auf den guten alten Epikur ... EEkat , am 12. Juli 2009 um 23:19 ( Link ) @Le Penseur. Eine Selbstzerstörungswelle, auf der ich reite? Deutsche, nur die Musterschüler. Na dann. Googeln Sie mal nach Maurice Strong. Übrigens, ein alternder Spezi von Al Gore. Und dann: warum und wann der Töpfer sein Umweltministerium (unter Kohl) aufgegeben hat, und wohin der dann ging. Wo die Gemeinsamkeiten zwischen Strong, und Töpfer liegen. Und wer die Nachfolgerin von Töpfer im Umweltminsiterium wurde. Was diese Frau heute macht. Wie stellte schon der von Maurice Strong sehr bewunderte Ron Hubbart so treffend fest? Ungeheuerlichkeiten tarnt man dadurch, daß man sie vor aller Augen ablaufen läßt. E.Ekat vonclausewitz , am 13. Juli 2009 um 3:13 ( Link ) PolitikerInnen wie Merkel/Blair/Brown sind grundsätzlich indifferent, wessen Ideen sie meistbietend vertreten. Der Eiterherd liegt auf der wissenschatlich/intellektuellen Ebene. Wie der gute Webster Tarpley schon (sinngemäss) bemerkt: Es sind die Todesspasmen einer irreperabel degenerierten Oligarchie, die ein letztes Aufgebot in den Krieg gegen die menschliche Vernunft und den Fortschritt in die Schlacht schickt. Die "Wissensarchen der Menschheit" Harvard, Princeton und Yale University haben jegliche Legitimation verjubelt. Mal sehen: Fukuyamas "End of History", Huntingtons "Clash of Cultures", die Volcker/Summers Derivate-Voodoo-Ökonomie... Nach einer nicht abreissenden Serie von intellektuellen Bankrotterklärungen wird nun die totalitäre Ökologie nach Holdrens "Ecoscience" nachgeschoben, Zwangssterilistion und Völkermord inklusive. Al Gore ist hier nur der Handelsreisende. Und die europäische Akademie? Kein Pieps, keine Gegenentwürfe, allenfalls Kollaboration aus opportunistischen Motiven. Wir geben diesen Psychopathen sogar noch Nobelpreise mit. Ohne einen eigenen progressiven Strategie, zu der auch ein Bekenntnis zu nuklearer Energie gehört, gibt es für Europa keine rosige Zukunft. vonclausewitz , am 13. Juli 2009 um 3:58 ( Link ) Apropos des Wekes "Ecoscience" von Ehrlich/Holdren, 1977: Das ist Nürnberg-Material. Diese Leute gehören in eine Gummizelle. Oceans911 , am 13. Juli 2009 um 18:40 ( Link ) Was spricht eigentlich dagegen, dasselbe Projekt in Süditalien (die Regionen Basilicata oder Kalabrien sind eher dünn besiedelt) oder Südspanien zu realisieren? Dort gibt es bereits eine vorhandenene Infrastruktur, die Errichtungskosten wären vielleicht zunächst höher weil man den Arbeitern Tariflöhne zahlen müsste (und nicht die algerischen Löhne) aber es entfielen Transportkosten und Unsicherheiten wie politische Instabilität. Und Wüstenstürme wären auch kein Problem. Und wenn man schon in Nordafrika investiert, sollte man dann nicht erstmal schauen, dass die einheimische Bevölkerung vor Ort etwas davon hat? EEkat , am 13. Juli 2009 um 20:13 ( Link ) Oceans911, naja, für 400 Milliarden darf man schon etwas mehr erwarten als Italien oder Spanien. Und wofür sollten die einheimischen Wüstennomanden Interesse an Strom haben? Für 400 Milliarden können sie zwar jedem dort einen elektrischen Stuhl bauen. Aber die haben uns doch bisher garnichts getan. EE Hanna Thiele , am 14. Juli 2009 um 9:54 ( Link ) Edgar Gärtners Artikel handelt vom „Märchen des Wüstenstroms“ und warum Blender nicht enttarnt werden. Desertec-Aufsichtsratchef Knies selber entlarvte nun des Pudels Kern: Die „Rettung der Welt“ sei zugleich „die größte ethische Aufgabe - und das größte Geschäft.“ Für das größte Geschäft aller Zeiten lohnt es sich, eine neue Verblend-Ethik hinzutöpfern. Und wer den „willigen Helfer“ macht, damit wir Bundesbürger das verhaftete Deppen-Zahlschwein abgeben, enttarnte die Bürger-Verkaufspartei FDP gestern selber. „++ KAUCH: Bundesregierung muss DESERTEC nachdrücklicher unterstützen (13.07.2009) BERLIN. Zum heutigen Start der Industrie-Initiative für das DESERTEC-Projekt erklärt der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Michael KAUCH: Solarstrom aus der Wüste muss Teil des deutschen Energiemixes werden. Es besteht die Chance, grundlastfähigen Öko-Strom in großen Mengen und zu vertretbaren Kosten zu importieren. Das Projekt muss endlich ein Schwerpunkt der deutschen Klima- und Energieaußenpolitik werden. Umwelt- und Wirtschaftsminister verschlafen die wirtschaftlichen und ökologischen Chancen. Es ist Aufgabe der Bundesregierung, gemeinsam mit den nordafrikanischen Staaten und der EU die Rahmenbedingungen für Investitionen zu entwickeln. Es muss insbesondere geklärt werden, wie bei den Leitungen ein diskriminierungsfreier Zugang gewährleistet wird und welche Investitionsanreize gesetzt werden. Dabei kommt eine Gleichstellung des Wüstenstroms beim EEG ebenso in Frage wie die Nutzung der Exportinitiative Erneuerbare Energien oder der Finanzierungsmechanismen des künftigen UN-Klima-Abkommens. Voraussetzung ist, dass die Industrie baldmöglichst belastbare betriebswirtschaftliche Konzepte vorlegt.“ EEkat , am 14. Juli 2009 um 10:38 ( Link ) Die sind nicht mehr zu retten. Aber das wissen wir bereits, seitdem die das Weltklima zu bestimmen vorgeben. Immerhin streicht dies nochmals heraus, daß auch die FDP keine Alternative zur Bundestagswahl darstellt. Schon garnicht, wenn man mit der FDP freie Marktkräfte, oder gar einen Abbau von Subventionen verstehen wollte. EEkat Ein Witz. HomerSimpson , am 14. Juli 2009 um 10:41 ( Link ) Hallo Herr Gärtner, ich habe mich jetzt auch einmal etwas informiert, weil für mich das Thema persönlich schon von interesse ist. Dazu habe ich auf der Seite von DESERTTEC, auf die Sie ja in den Quellen verweisen, innerhalb von ein paar Minuten das FAQ gefunden, in dem im Abschnitt "Wouldn't HVDC transmission lines impair the landscape and emit harmful electromagnetic radiation?" auf die folgende Diplomarbeit verweist: Ökobilanz eines Solarstromtransfers von Nordafrika nach Europa Ich bin jetzt kein Physiker und hab davon jetzt auch nicht soo die Ahnung, aber ich würde mal behaupten, dass dies schon realisierbar wäre... Edgar L. Gärtner , am 14. Juli 2009 um 10:51 ( Link ) @Homer Simpson: Ich habe ja weiter oben schon darauf hingewiesen, dass die Einwände von Prof. Alt, die ich zitiert habe, irreführend waren, da er sich offenbar nur auf seine Erfahrungen mit Wechselstrom bezieht. Rein technisch wäre das Projekt sicher realisierbar, weil die Verluste bei der Gleichstrom-Übertragung doch erheblich niedriger sind. Ob das auch unter wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen erfolgen könnte, steht auf einem andern Blatt. Ich habe inzwischen wegen der gestrigen Präsentation schon einen neuen Beitrag geschrieben, der bereits auf meiner eigenen Homepage steht: http://www.gaertner-online.de/aktuell/index.html Rainhelt , am 14. Juli 2009 um 21:31 ( Link ) @Tobias, am 09. Juli 2009: Ich versteh die Rechnung nicht... Sie sagen Hochspannungsgleichstromübertragungsleitungen (HGÜ-Leitungen) haben auf 1000km einen Verlust von ca. 3%. Und dann bemängeln sie die Distanz von 5000km. Doch die Aussage von Herrn Alt von 15% stimmt aus meiner Sicht. Da war doch was mit dem Zinseszinzeffekt, gell? Das ist genau wie beim Geld. 3% pro Jahr macht in 5 Jahren fast 16% mehr... Gamma , am 21. Juli 2009 um 1:37 ( Link ) Die Aussage von Herrn Alt ist eher insofern falsch dass er von unerprobten "riesigen Mastkonstruktionen" redet. Dabei gibt es bereits diverse HGÜ-Überlandleitungen im GW-Bereich, zudem ist auch die Verlegung im Untergrund etwas problemloser als mit Wechselstrom, falls dies notwendig sein sollte. Dazu kommt natürlich dass er von 5000 km ausgeht. Hanna Thiele , am 21. Juli 2009 um 9:50 ( Link ) Es ist müßig, sich über Entfernungen, Höhe von Kosten oder Höhe von Übertragungsverlusten zu streiten. Die Solarfreunde vom ISET haben schon seit Jahren viel weitere Entfernungen im Auge mit Solarstrom aus Kasachstan - 8.000 km weit hierher transportiert. Riesige Berge von zu investierendem Finanzkapital suchen ein Feld, es renditeträchtig anzulegen. Da geben die Investoren einfach dem Club of Rome und Greenpeace ein Zeichen, schon machen die einen Plan zur „Rettung der Zukunft der Menschheit“ und stellen großen Mehrwert in Aussicht. Mit dem weltweiten Bau von solarthermischen Kraftwerken werden deutsche Unternehmen mit einer Wertschöpfung von bis zu 2 Billionen Euro im Zeitraum von 2010 bis 2050 gelockt! Es wird sich zeigen, ob Investoren und Firmen es schaffen, sich dafür Volksvertreter zu „kaufen“, die ihnen Gesetze liefern, dem Bürger als Steuerzahler und Stromkunde das Risiko aufzudrücken, selber aber garantierte Gewinne einzufahren. Wenn die beteiligten Unternehmen auf ihr eigenes Risiko arbeiten, ist nichts dagegen einzuwenden. Das Rezept „Gewinne privatisieren – Verluste sozialisieren“ ist ja das Geheimnis des Booms der sogenannten erneuerbaren Energie. Es ist nichts anderes als die wiederauferstandene Ausbeutung der kleinen Leute - verkauft mit dem Trostpflaster „Schöpfungsrettung“. Edgar L. Gärtner , am 21. Juli 2009 um 9:55 ( Link ) @Hanna Thiele: In der Tat ist es noch gar nicht möglich, Entfernungen und Übertragungsverluste halbwegs realistisch abzuschätzen. Es muss ja wohl ein ganzes Netz von Leitungen gebaut werden und nicht nur eine Elektronen-Autobahn. Auf meiner eigenen Homepage bin ich auf die wichtigsten Argumente eingegangen: http://www.gaertner-online.de/energiepoliik/index.html. Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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vonclausewitz , am 09. Juli 2009 um 8:42 ( Link )
Grüss Gott, Herr Gärtner.
Habe mich schon gefragt, wann Sie sich dieser Fata Morgana annehmen. Mal wieder hohe Komik aus der SPIEGEL Wissenschaftsredaktion, die es scheinbar auf den Marktanteil des Titanic Magazins abgesehen hat.