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„Economic Freedom of the World 2009“: Deutschland fällt zehn Plätze zurück

von Redaktion eigentümlich frei

Der deutsche Arbeitsmarkt liegt auf Rang 122

Deutschland ist wirtschaftlich unfreier geworden. Das geht aus dem Jahresreport der Studie Economic Freedom of the World 2009 hervor, die heute in Deutschland von der  Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit veröffentlicht wurde.

Der Report fasst auch in diesem Jahr die Ergebnisse der Untersuchungen der wirtschaftlichen Freiheit in 141 Ländern weltweit in einem Index zusammen. Die wichtigsten Eckpunkte dieses Freedom-Index sind individuelle Handlungsfreiheit, freiwillige Austauschbeziehungen, freier Wettbewerb und die Sicherheit privater Eigentumsrechte. Basis sind diesmal Daten aus dem Jahr 2007.

Auf der von 0 (geringste Freiheit) bis 10 (höchste Freiheit) reichenden Skala erreicht Deutschland den Wert 7,50 und fällt damit im Vergleich zu 2006 (7,66) leicht zurück. Dramatischer fällt das Ergebnis der Platzierung aus: Deutschland belegt hier, nach Platz 17 im Vorjahr, nur noch Platz 27 und rangiert damit zwischen der Slowakei (7,52) und El Salvador (7,48). Spitzenreiter sind Hongkong (8,97), Singapur (8,66) und Neuseeland (8,30). Schlusslichter sind Angola (4,04), Myanmar (3,69) und Simbabwe (2,89).

Der globale Durchschnitt hat sich von 6,66 (2005) auf 6,70 verbessert. Spitzenwerte erreicht Deutschland nur in den Teilbereichen Rechtssystem/Eigentumsschutz (8,5) und Währungspolitik (9,5). Was dagegen den Umfang der Staatstätigkeit oder die Regulierungsintensität anbelangt, erreicht Deutschland Freiheitswerte, die sogar innerhalb der Gruppe der EU- und OECD-Länder nur noch im Mittelfeld liegen. Am schlechtesten schneidet Deutschland im internationalen Vergleich in puncto Freiheit des Arbeitsmarkts ab (Platz 122).

Dr. Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung für die Freiheit, zeigte sich besorgt: „Deutschland stagniert. Andere Länder haben ihre Lektion gelernt und ernten die Früchte einer mutigen Liberalisierungspolitik. Wir dürfen uns nicht mit einer Position im Mittelfeld abfinden. Es wird höchste Zeit, dass wir endlich wieder 'Ja' sagen zu mutigen Reformschritten in der Wirtschaftspolitik.“

Durchgeführt wurde die Studie auch in diesem Jahr im Auftrag des Economic Freedom Network, einem Verbund von Forschungsinstituten aus 52 Ländern, an dem auf deutscher Seite das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit beteiligt ist.

Internet

Die komplette Studie (engl.) und eine Zusammenfassung (dt.) als PDF ist zum Download hier zu finden

14. September 2009

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