Edgar L. Gärtner

Jahrgang 1949, Hydrobiologe, Wissenschaftsautor.

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Ehrung für Obama: Friedensnobelpreis für nichts?

von Edgar L. Gärtner

Vermutlich bekommt der US-Präsident die Auszeichnung nicht unbedacht

Nachdem bereits Polit-Gauner wie Yassir Arafat und Al Gore mit der begehrten Auszeichnung bedacht wurden, konnte man sich kaum noch vorstellen, dass es dem Osloer Nobel-Komitee noch gelingen würde, seine Fehlentscheidungen noch zu toppen. Doch mit der Wahl des 44. US-Präsidenten Barack Hussein Obama zum diesjährigen Träger des Friedensnobelpreises scheint das den Juroren gelungen. Denn um jetzt ausgezeichnet zu werden, muss Obama bereits am 1. Februar 2009, kaum 12 Tage im Amt, auf der Kandidatenliste für den Preis gestanden haben. Selbst Anhänger Obamas diesseits und jenseits des Atlantik gaben sich daher höchst verwundert über die Entscheidung des Osloer Komitees. Einige Freunde haben Obama nahegelegt, den Preis abzulehnen. Der Ausgezeichnete konnte sich der Lächerlichkeit nur durch ein Lippenbekenntnis zur Demut entziehen.

Kaum jemand behauptet, Obama habe die Auszeichnung verdient. Über Versprechen und Ankündigungen sind seine Friedensinitiativen bisher in der Tat nicht hinausgelangt. Vielmehr wurde ein neuer, die vorsorgliche Kapitulation des Westens nicht ausschließender Ton in der US-Außenpolitik mit Vorschuss-Lorbeeren bedacht. Obamas Freunde fürchten (wohl nicht zu Unrecht), diese Lorbeeren könnten schon bald zur Hypothek der gerade erst begonnenen Amtszeit ihres Lieblings werden. „Mehr Bürde als Ehre“, überschreibt Obama-Fan Claus Christian Malzahn seinen Kommentar auf „SPIEGEL-online“.

Worum es dem Osloer Nobel-Komitee wohl in Wirklichkeit ging, offenbart ein Vergleich zwischen Obama und der Frau, die genau 30 Jahre vor ihm mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde: Mutter Teresa. In ihrer noch heute zu Tränen rührenden Dankesrede erklärte die inzwischen selig gesprochene, wenn auch nach wie vor umstrittene katholische Ordensschwester am 10. Dezember 1979 in Oslo: „Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann, was für ein schlimmeres verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen?“ Eine der ersten Amtshandlungen des 44. US-Präsidenten bestand demgegenüber darin, ein Gesetz außer Kraft zu setzen, das es der US-Regierung verbot, Entwicklungshilfeleistungen an Empfängnisverhütungs- und Abtreibungs-Kampagnen zu binden. So gesehen, erscheint die diesjährige Entscheidung des Nobel-Komitees als durchaus gewollte Korrektur der Wahl, die es vor drei Jahrzehnten traf. Obama bekommt den Nobelpreis also nicht für nichts, sondern für das Nichts, für praktizierten Nihilismus, der in den vergangenen Jahrzehnten unter Synonymen wie „Null-Emission“, „Nachhaltigkeit“ und „Klimaschutz“ die Weltarena erobert hat.

Internet:

Obama schon nach 12 Tagen Amtszeit in der engeren Auswahl

Mehr Bürde als Ehre

Mutter Teresa bei der Entgegennahme des Friedensnobelpreises 1979

Debatte über Öko-Nihilismus

10. Oktober 2009

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