| ||||||||
![]() Jg. 1957, Kaufmann in Wien. ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Sarrazin, Haider und Obama: Die Welt ein Tollhaus?von Andreas Tögel Otto Normalverbraucher als Rudi Ratlos nicht nur in Österreich Beschleicht auch Sie in jüngster Zeit immer häufiger der Verdacht, die Welt könnte – und zwar noch zu Ihren Lebzeiten – endgültig aus den Fugen geraten? Immerhin werden, keineswegs nur in meiner zum Skurrilen neigenden Heimat Kakanien, von einer breiten Bevölkerungsmehrheit Zustände und Tendenzen mittlerweile als absolut selbstverständlich hingenommen, die vor noch nicht allzu langer Zeit keineswegs als „ganz normal“ erschienen. Oder ereilt nur mich die bei Menschen fortgeschrittenen Alters häufig anzutreffende Drangsal, unausgesetzt die Welt untergehen zu sehen? Ohne mich mit einem Titanen vom Format eines Sokrates auch nur im Entferntesten vergleichen zu können: Auch der beklagte – 2.500 Jahre vor unserer Zeit – allgemeine Verfallserscheinungen. Und dennoch steht die Welt entgegen der von Johann Nestroy vor rund 150 Jahren geäußerten Prognose selbst heute noch. Nun zu den sechs Einzelheiten, die mir als besonders bemerkenswerte Endzeitsymptome erscheinen… Da wäre einmal der Umstand, dass jene politischen Eliten unentwegt die zunehmende, in sinkenden Wahlbeteiligungen zum Ausdruck kommende, „Politikverdrossenheit“ beklagen, die zur selben Zeit und quer durch die Parteien eine Politik verfolgen, die den Interessen einer Mehrzahl der Bürger offensichtlich zuwiderläuft (Stichworte Zuwanderungspolitik und Islamisierung des „Christlichen Abendlandes“). Fahren dann „radikal rechte“ oder „populistische“ Gruppierungen absehbare Wahlerfolge ein, ist Feuer auf dem Demokratendach. Konsequenz: Wählerbeschimpfung. Sollte es wirklich möglich sein, dass die Mehrzahl der Politfunktionäre zu dumm ist, die begreiflichen und berechtigten Sorgen der von zunehmender Überfremdung und Kriminalität geplagten (mehrheitlich noch autochthonen) Bevölkerung zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren? Oder sind sie einfach arrogant genug zu glauben, sie wären (von „der Vorsehung“?) dazu bestimmt, dem dummen Stimmvieh den rechten (besser: den linken) Weg zu zeigen, der eben schicksalhaft in ein ödes, graues, weltweit einheitliches Bevölkerungsmischmasch führt? Das führt zum nächsten, auf dieser Plattform bereits mehrfach thematisierten Punkt. Erdreistet sich einmal ein sich um aktuelle Zeitgeisterfordernisse nicht scherender Zeitgenosse – noch dazu ein Angehöriger der rosaroten Nomenklatura wie Thilo Sarrazin –, offenkundige Probleme beim Namen zu nennen, wird darauf nicht etwa mit den Mitteln des offenen Disputs und mit Argumenten reagiert, sondern durch Einschaltung des Staatsanwalts, der kaum kompetent sein dürfte, die getätigten Aussagen hinsichtlich ihres Wahrheitsgehalts zu prüfen. Ein unerhörter, ein haarsträubender Vorgang. Der Vorhang zum letzten Akt der Beseitigung letzter Reste von Meinungsfreiheit scheint sich damit gehoben zu haben. Drittens: Dass in Deutschland die Nachfolgeorganisation jener Einheitspartei, die vor gerade zwei Jahrzehnten noch auf ihre eigenen Bürger schießen ließ, deutlich über das Niveau einer Kleinpartei hinauswachsen kann und sogar im Westen des Landes beachtlichen Wählerzuspruch findet, ist für einen Zeitzeugen, der anno 1989 den Exodus Hunderter „Ossis“ an der österreichisch-ungarischen Grenze hautnah miterleben durfte, geradezu bizarr. Viertens: Vor exakt einem Jahr kam der Volkstribun, „Rechtpopulist“ und Landeshauptmann (Ministerpräsident) von Kärnten bei einem Autounfall ums Leben. Für die linke Journaille – konkret die des Staatsfunks ORF – Anlass genug, dem Mann zur besten Sendezeit aufs Grab zu pissen. Keine Frage, der Mann war das, was man ein „schillernde Figur“ nennt. Ohne jemals Großtaten von bleibendem Wert zu setzen, hat er es, gerissenes politisches Naturtalent das er war, geschafft, seine Partei für den schlichten Mann glaubwürdig als die bessere Sozialdemokratie zu positionieren und damit den von ihm als „Altparteien“ apostrophierten Wettbewerbern – insbesondere den Sozialisten – kräftig einzuheizen. Nun ist es keineswegs nötig, einem Toten posthum Rosen zu streuen. Wenn aber im öffentlich-rechtlichen Rundfunk (wie auf Ö1 kürzlich geschehen) nicht der tote, verhasste politische Gegner selbst, sondern dessen um ihren Vater trauernden Töchter zur Zielscheibe von Spott und Hohn werden, dann sind die letzten Grenzen von Anstand, die man selbst vom tiefroten Staatsfunk erwarten sollte, überschritten. Dass der ORF – mit all seinen Programmen – laufend Marktanteile verliert, ist angesichts dieser genüsslich zelebrierten, kaum noch zu überbietenden Niedertracht (die von den Verantwortlichen vermutlich für brillante Satire gehalten wird) wahrhaftig kein Wunder. Fünftens: Die Tatsache, dass das vor einem Jahr erfolgte Begräbnis Haiders unbestreitbar mit einigem Pomp und gehörigem Pathos inszeniert wurde, können die quasi beamteten Meinungsmacher offenbar noch heute nicht verwinden. Daher sei daran erinnert, dass ein gewisser Bruno Kreisky, der sieben Jahre, nachdem er die politische Bühne als entthronter Ersatzkaiser frustriert verlassen hatte und als Rentner und Privatmann starb, entgegen allen Gepflogenheiten ein pompöses, kostspieliges Staatsbegräbnis erhielt. Daran nahmen die roten Lohnschreiber bis heute keinerlei Anstoß. Es ist daher – zumindest in den Augen dieser dubiosen Zunft – selbst nach dem Tode nicht egal, wo einer politisch stand. Vermeintlich „Rechte“ (Haider war alles andere als das!) sollten nach deren Vorstellung, wie es scheint, ohne weitere Umstände, am Besten auf der nächstgelegenen Mülldeponie verscharrt werden… Und schließlich sechstens: Dass kürzlich ein anderer – wenn auch erheblich stärker pigmentierter – begnadeter Selbstdarsteller den Friedensnobelpreis entgegennehmen durfte, für Leistungen, die er nicht etwa bereits erbracht hat, sondern die von ihm in der ihm eigenen, aus allen Poren Selbstbewusstsein ausdünstenden Art, lediglich angekündigt wurden, schlägt dem Fass den Boden aus. Unbegreiflich, dass eine Persönlichkeit wie der Dalai Lama den schwarzen Mann im Weißen Haus auch noch zu diesem Coup beglückwünschte; einen Mann also, der ihm – um die menschenverachtenden Kommunisten der chinesischen Führung nicht zu brüskieren – eben einen veritablen Tritt versetzte. Stattdessen wäre es wohl angebracht gewesen, seinen eigenen Preis wegen dessen nunmehr endgültig erwiesener Bedeutungslosigkeit zu retournieren... Wie lässt es der oben zitierte Johann Nestroy einen seiner Protagonisten im „Lumpazivagabundus“ ausdrücken: „Die Welt steht auf keinen Fall mehr lang…!“ 13. Oktober 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareOceans911, am 13. Oktober 2009 um 14:18 ( Link ) "erheblich stärker pigmentiert" Jaja, ich weiß, Gedankenpolizei, PC, man muss die Dinge beim Namen nennen dürfen, etc, etc, und das dürfen Sie auch. Aber trotzdem würde ich gerne wissen: warum genau ist das mit der Pigmentierung erwähnenswert? Trägt das in irgend einer Weise zur Verbesserung der Qualität des Texts, der Argumente bei? Zur Identifizierung der Person war es nicht notwendig, es ergibt sich aus dem Kontext, wer gemeint ist. Mir ist klar, dass meine Frage mit dem hier behandelten Thema gar nichts zu tun hat, aber trotzdem würde mich die Antwort interessieren. Urs Bleiker, am 13. Oktober 2009 um 14:34 ( Link ) Die Frage kann auch mal gestellt werden, auf welchem Level abseits der politischen Bühne gesprochen wird: Datum: 11.10.2009 Urs: Und woher kommst du eigentlich – aus Italien? Tina: Nein, ich bin Bulgarin! Urs: Du kannst aber fast akzentfrei deutsch. Tina: Ich bin zwar in Bulgarien aufgewachsen, war aber mit einem Schweizer verheiratet und bin nun geschieden. Urs: Wie alt bist du? Tina: 27 Jahre. Urs: Stört dich etwas an der Schweiz? Tina: Der Rassismus! Urs: Spürst du davon etwas? Tina: Ja, ich sehe ja nicht aus wie eine Schweizerin. Urs: Und was glaubst du, warum viele Schweizer so sind? Tina: Weil die meisten Bulgaren nichts taugen. Die eine Hälfte ist kriminell und die andere Hälfte lebt von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld. (Tina ist erwerbstätig, Anm. U.B.) Urs: Was gefällt dir an der Schweiz? Tina: Hier funktioniert alles! In Bulgarien sitzen lauter unfähige Leute auf Posten, wo sie nicht hingehören. Wer welche Position hat, wird nicht aufgrund von Leistung entschieden. Daher geht es Bulgarien so schlecht. Fazit: Die Politkasper, welche sich so ehrlich auf einem solchen Niveau unterhalten, sucht man vergebens - und das ist der eigentliche Skandal!!! Stefan Miller, am 13. Oktober 2009 um 15:04 ( Link ) Berlusconi hat er vergessen. Dem werden auch dauernd irgendwelche Sexaffären vorgeworfen, ohne Beweise versteht sich und dafür muß er sich noch rechtfertigen. Arne Hoffmann, am 13. Oktober 2009 um 15:21 ( Link ) --- Da wäre einmal der Umstand, dass jene politischen Eliten unentwegt die zunehmende, in sinkenden Wahlbeteiligungen zum Ausdruck kommende, „Politikverdrossenheit“ beklagen, die zur selben Zeit und quer durch die Parteien eine Politik verfolgen, die den Interessen einer Mehrzahl der Bürger offensichtlich zuwiderläuft (Stichworte Zuwanderungspolitik und Islamisierung des „Christlichen Abendlandes“). --- Es gab mehrere Parteien, die genau das zum Thema gemacht haben. Ihre Wahlergebnisse bei der Bundestagswahl waren grottenschlecht. Vielleicht sollte man eine "Mehrzahl der Leute im eigenen Umfeld" nicht mit der "Mehrzahl der Bürger" insgesamt gleichsetzen. Kurt_G Sehr geehrter Herr Wolfsohn, Sie haben recht. Wer Sarazin mit Hitler vergleicht hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Prof. Michael Wolfsohn http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Sarrazin-Stephan-Kramer-Zentralrat-der-Juden-in-Deutschland;art141,2920554 Den Sozialromantikern, denen wir diese Empörungsdemokratie zu verdanken haben und die es erreicht haben, dass Menschen eigene Meinung nicht mehr ohne Risiko für eigene Gesundheit, eigens Leben und Karriere äußern können, ist der oben angegebene Link gewidmet. Kurt_G Sehr geehrter Herr Wolfsohn, Sie haben recht. Wer Sarazin mit Hitler vergleicht hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Prof. Michael Wolfsohn http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Sarrazin-Stephan-Kramer-Zentralrat-der-Juden-in-Deutschland;art141,2920554 Den irren Sozialromantikern, denen wir diese Empörungsdemokratie zu verdanken haben und die es erreicht haben, dass Menschen eigene Meinung nicht mehr ohne Risiko für eigene Gesundheit, eigenes Leben und Karriere äußern können, ist der oben angegebene Link gewidmet. JS, am 13. Oktober 2009 um 15:35 ( Link ) "Es gab mehrere Parteien, die genau das zum Thema gemacht haben. Ihre Wahlergebnisse bei der Bundestagswahl waren grottenschlecht." Es gab mal Parteien, die genau das auf Landes- und Kommunalebene gemacht haben und dabei gut abgeschnitten haben. Vielleicht ist das eigene Spiegelbild zwar tatsächlich die "Mehrzahl der Leute im eigenen Umfeld", aber dennoch darüberhinaus wenig aussagekräftig. Kurt_G Und jetzt wird es im Fall Sarrazin komplett verrückt. Lest selber. http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/bundesbank-entmachtet-sarrazin;2468516 FritzLiberal, am 13. Oktober 2009 um 15:45 ( Link ) @Oceans911: nachdem die Linken weltweit sich vor Begeisterung überschlagen, dass nunmehr ein halber Neger den Weg ins Schwarze, pardon, Weiße Haus gefunden hat, sind ironische Bemerkungen, die diesen lächerlichen Hype karikieren, äußerst wohltuend. Andreas Tögel, am 13. Oktober 2009 um 15:51 ( Link ) An Oceans 911: Sie haben recht - das war eine diesfalls entbehrliche Wendung. Pardon! An Arne Hoffmann: es wäre nötig gewesen, diese Beobachtung konkret auf Österreich zu beziehen. Dort trifft sie in der Tat nicht nur auf "Personen im eigenen Umfeld" zu (die allerdings, wie ich zu wissen meine, durch die Bank PC-kompatible Parteien gewählt haben...). JS, am 13. Oktober 2009 um 16:02 ( Link ) @FritzLiberal Urs Bleiker, am 13. Oktober 2009 um 16:11 ( Link ) "An Arne Hoffmann: es wäre nötig gewesen, diese Beobachtung konkret auf Österreich zu beziehen." Meine Beobachtung ist die: Die Antiminarettinitiative (Volksabstimmung über das Verbot von Minaretten in der Schweiz) hat derzeit folgende Umfragewerte: Nein: 51 %, Ja: 35 %, der Rest ist noch unentschieden. Das bedeutet im Endresultat wohl über 40 % "Ja"-Stimmen! Der Kanton Schwyz, wo ich lebe, wird sowieso mit grosser Mehrheit "Ja" (also "Nein" zu Minaretten) sagen! Im gesamten deutschsprachigen Raum können in Sachen Politischer Unkorrektheit wohl noch nicht mal die Kantone Appenzell-Innerrhoden, Appenzell-Ausserrhoden und das österreichische Bundesland Kärnten mit dem Kanton Schwyz mithalten - no Chance! LePenseur, am 13. Oktober 2009 um 16:42 ( Link ) @Oceans911: Mir ist nicht bekannt, daß jemals ein süffisanter Kommentator, der z.B. Kohls höchst ausufernde Statur und seine (diese Statur wohl mitverursacht habende) Vorliebe für Pfälzer Saumagen thematisiert hat (und derer gab und gibt es ein Reihe!), in moralinsaurem Vorwurfston befragt wurde, was denn Fettleibigkeit und/oder eine kulinarische Vorliebe mit gleichwelcher politischer Entscheidung Kohls (wie immer man zu dieser stehen wollte) denkmöglich zu tun hätte. Mir ist auch nicht bekannt, daß jemals ein süffisanter Kommentator, der z.B. Stoibers Hang zu lapsus linguæ veralberte, hinterfragt wurde, was denn denkmöglich die wiederholte Einstreuung von »äh« und »ähm« in ein Statement mit der inhaltlichen Richtigkeit oder Unrichtigkeit desselben zu tun haben könnte. Anders als Herr Tögel sehe ich daher keinerlei Veranlassung, die stärkere Pigmentierung eines Präsidenten nicht zu erwähnen. So, wie ich auch keinen Grund darin sehe, z.B. die Vorliebe eines Politikers fürs eigene Geschlecht einfach zu unterschlagen, weil "man" (bzw. wie jetzt wohl pc-konform zu formulieren wäre: "man/frau") "das einfach nicht erwähnt". So nach dem Motto: "Worüber man nicht spricht, das gibt's auch nicht". Solange nämlich Politiker wegen ihrer Fettleibigkeit und ihrer Vorliebe für lokale Essensspezialitäten der eher grausigen Sorte, oder für — wohl angeborene — Artikulationsfehler gnadenlos durch den Kakao gezogen werden können, stehe ich nicht an, gleiches Recht auf für die Veräppelung von Pigmentierungen bzw. Sexualdeviationen in Anspruch zu nehmen. Im übrgien darf ich ein treffendes Zitat von Ludwig von Mises in Erinnerung rufen: »Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.« Was, cher Oceans911, auch mutatis mutandis für die Rufe nach einer Gedankenpolizei der PCphiliker gilt ... Urs Bleiker, am 13. Oktober 2009 um 16:53 ( Link ) "Schwarze, pardon, Weiße Haus" Falsch! Das heisst jetzt "Obama's Baracke"... :-) "Schließlich sind es die linken Gutmenschen, die Obama allein wegen seiner Hautfarbe anhimmeln." ...und die Fotografen! Ein Mr. Pesident mit Pigmenten macht sich vor einem weissen Haus einfach besser..... :-) "Diskussionen im Umfeld der Wahlen, in denen sie für Deutschland als Konsequenz auf Obamas Wahlsieg einen dunkelhäutigeren Bundeskanzler wünschten." Vielleicht pumpt Obama der Merkel ja mal sein Solarium. Der Griller ist hocheffektiv, wie bereits Berlusconi an Obama feststellen konnte.... :-) karen meiser, am 13. Oktober 2009 um 17:38 ( Link ) Sokrates ... Auch der beklagte – 2.500 Jahre vor unserer Zeit – allgemeine Verfallserscheinungen. Da hat er genau ins Schwarze getroffen, seine Welt, sein Hellas war seinerzeit gerade im Untergang begriffen. Was wir heute noch haben, ist ein hellenischer Mythos und ein Alexander der Große aus Makedonin als imperiales Finale vor dem totalen Verfall. Mehr wird auch von Deutschland und dem Europa, das wir kennen, nicht bleiben. Reiner Vogels Zu Sokrates: Das berühmte Zitat, in dem er den Verfall beklagt, wird ja immer wieder zitiert, um die vermeintliche Falschheit heutiger entsprechender Klagen lächerlich zu machen. Tatsache ist jedoch, dass Sokrates ganz ohne Frage recht gehabt hat. Er hat schließlich in einer Zeit gelebt, in der die Athener Demokratie und Gesellschaft zerfallen ist, in der z.B. ein Verräter und Demagoge wie Alkibiades vom Volk bejubelt worden ist und in der in einem wahsinnigen Krieg gegen Sparta die gesamte Großmachtposition Athens und sein Wohlstand verspielt worden sind. Es war der innere Verfall, der den äußeren Verfall der Republik befördert hat. Und es ist durchaus nicht lächerlich, wenn man heute wie Sokrates den inneren Verfall unserer Gesellschaft beklagt. Wie im 5. Jahrhundert in Athen spricht auch heute vieles dafür, dass ihm auch heute in absehbarer Zeit der äußere Verfall folgen wird. Die Warnungen Sarrazins werden leider ungehört verhallen. TrebMelsa @ Reiner Vogels Recht haben Sie, der innere Verfall geht dem äußeren Verfall vorweg. Reaktionaer, am 13. Oktober 2009 um 18:16 ( Link ) @ Andreas Tögel "Wenn aber im öffentlich-rechtlichen Rundfunk (wie auf Ö1 kürzlich geschehen) nicht der tote, verhasste politische Gegner selbst, sondern dessen um ihren Vater trauernden Töchter zur Zielscheibe von Spott und Hohn werden" Was genau wurde denn da gesagt? Haben Sie eine Quelle dazu? Konservativer, am 13. Oktober 2009 um 18:46 ( Link ) @TrebMelsa dieses Überbleibsel von Großpreußen - genannt Bundesrepublik Deutschland Wenn es in diesem Land noch etwas Positives gibt, dann sind es die letzten Rudimente Preußens und des Preußentums. Meinetwegen könnte diese Bananrepublik gern den Bach runtergehen, wenn dafür Preußen wieder auferstünde. Oceans911, am 13. Oktober 2009 um 19:17 ( Link ) @LePenseur: Nichts läge mir ferner, als in dieser Sache einen "Rechtfertigungsdruck" zu erzeugen. Ich verlange keine Rechtfertigung, ich habe lediglich eine Frage gestellt, die Herr Tögel netterweise auch beantwortet hat. War das moralinsauer? Wenn Sie das so sehen, bitte. Zu Ihrem Hinweis auf Kohls Fettleibigkeit oder Stoibers Sprachfärbung: in einem guten Text, in dem es nur um Argumente bzw. das Handeln dieser Herren geht, würden diese Eigenschaften eben gerade nicht erwähnt. Im Übrigen gibt es auch einen klaren sachlichen Unterschied zwischen dem "Durch-den-Kakao-Ziehen" wegen (in der Regel selbst zu verantwortender) Fettleibigkeit oder Sprachfärbung und einem wie-auch-immer-gemeinten Betonen der (nicht zu verantwortenden) Hautfarbe. Schließlich danke ich Ihnen für das Zitat, erlaube mir dazu aber zu erwidern, dass ich mich nach Kräften bemühe, andere Auffassungen zu ertragen. In diesem Fall gelingt mir das sogar. Allerdings wüßte ich nicht, weshalb mich die Pflicht zum Ertragen daran hindern sollte, den Betreffenden nach den Motiven seiner anderen Auffassung zu fragen. Arne Hoffmann, am 13. Oktober 2009 um 19:34 ( Link ) An Herrn Tögel: Danke für die nachgereichte Info zu Österreich. An Urs bzgl. der Schweizer "Anti-Minarett-Initiative": Wie ist das bei euch eigentlich gesetzlich geregelt? Meiner Information nach greift hier in Deutschland schlicht das Baurecht - wenn danach alles einwandfrei ist, kann ich als Nachbar gegen das Gebäude einer Religionsgemeinschaft wenig ausrichten. Hadik, am 13. Oktober 2009 um 20:29 ( Link ) Tina: Hier funktioniert alles! In Bulgarien sitzen lauter unfähige Leute auf Posten, wo sie nicht hingehören. Wer welche Position hat, wird nicht aufgrund von Leistung entschieden. Daher geht es Bulgarien so schlecht. kommt mir bekannt vor... man könnte hier einfach Bulgarien mit Österreich ersetzen und es würde gar nicht auffallen... LePenseur, am 13. Oktober 2009 um 20:49 ( Link ) @Oceans911: Nichts läge mir ferner, als in dieser Sache einen "Rechtfertigungsdruck" zu erzeugen. Natürlich nicht. Wer käme auch bloß auf den Gedanken! So, wie ja auch keiner auf den Gedanken gekommen ist, daß der Bild-Chefkolumnist Franz-Josef Wagner, als er über Eva Herman nach der Kerner-Show schrieb: „Über das Wetter würde ich mit ihr reden und wie sie ihr Haar blond färbt. Und warum mollig sexy ist und wie der Orgasmus der 48-jährigen Frau ist“, sie auf niederträchtige Weise damit lächerlich machen wollte. Jeder Leser hat sicherlich bloß gedacht: naja, was ist schon dagegen zu sagen, wenn der Wagner mit der Herman über das Wetter redet ... War das moralinsauer? Wenn Sie so direkt fragen — m.E.: ja. Wenn Sie das so sehen, bitte. Danke für das Einräumen der Möglichkeit, das so sehen zu können. Im Übrigen gibt es auch einen klaren sachlichen Unterschied zwischen dem "Durch-den-Kakao-Ziehen" wegen (in der Regel selbst zu verantwortender) Fettleibigkeit oder Sprachfärbung und einem wie-auch-immer-gemeinten Betonen der (nicht zu verantwortenden) Hautfarbe. Mal davon abgesehen, daß der angeblich "sachliche Unterschied" hinkt, bessergesagt: stottert und stammelt — wollen Sie mir wirklich einreden, daß das Stammeln und Stottern von Stoiber ein "in der Regel selbst zu verantwortender" Tatbestand ist? Mir sind duzendfach Kabarettnummern bekannt, in denen er genau deshalb unter dem Wiehern des Publikums verarscht wurde. Und selbst bei der Fettleibigkeit erhebt sich die Frage: finden Sie es also richtig, jeden fettleibigen Pfälzer als Dummkopf zu bezeichnen (ist ja schließlich selbst schuld, daß er fett ist)? Ach ja, das fällt ja — bei einem Bayern oder Pfälzer — selbstmurmlend alles unter Meinungsfreiheit, und ein Politiker soll sich doch nicht so anstellen ... Was nun das "wie-auch-immer-gemeinte Betonen der (nicht zu verantwortenden) Hautfarbe" betrifft: wer hat sich stets als der schwarze Messias aufgespielt, der mit seiner Wahl alles ändern wird, weil er ja — und das sagte er zwar nicht, aber er inszenierte es unmißverständlich — eben nicht dieser korrupten weißen Politikerschar angehört. Weil er ja einer dieser armen, armen unterdrückten Neger ist, den man ja schon um der Gerechtigkeit willen schleunigst zum US-Präsidenten zu wählen habe. Wer hat nach Tunlichkeit die schwarze Karte gespielt, und ebenso nonchalant zu verwischen versucht, daß er schließlich nicht nur einen schwarzafrikanischen Vater, sondern ebenso auch eine weiße amerikanische Mutter hat und bei seinen weißen amerikanischen Großeltern aufgewachsen ist, die ihm seine Erziehung und Ausbildung angedeihen ließen. Wer seine "unverschuldete" Hautfarbe so gezielt als Propagandaschmäh einsetzte, der darf dann auch auf seine "unverschuldete" Hautfarbe angesprochen werden. Wenigstens genauso, wie Stoiber auf sein ebenso unverschuldetes Stammeln hin charakterisiert wurde. Allerdings wüßte ich nicht, weshalb mich die Pflicht zum Ertragen daran hindern sollte, den Betreffenden nach den Motiven seiner anderen Auffassung zu fragen. Tut ja keiner — Sie rennen schon wieder mit Aplomb offene Türen ein! Habe ich etwa gedroht: "Wenn Sie noch einmal sowas schreiben, dann werde ich über meine Beziehungen zum mongolischen Geheimdienst Ihre Identität ausforschen und Sie in der Wüste Gobi in Kameldung vergraben lassen!" — nein, ist mir nicht erinnerlich ... und überhaupt kenne ich niemanden vom mongolischen Geheimdienst (sicherheitshalber dazugesagt, bevor die Pullach-Leute anfangen, mich als mongolischen Agenten zu beschatten) ... Doch so, wie Sie niemand daran hindert "Betreffende" nach "Motiven anderer Auffassung" zu fragen, so hindert mich niemend daran, ebendiese Frage als "moralinsauer" zu empfinden und dies — ja, ich trau mich was! — auch so einfach hinzuschreiben. Soviel Liberalität gönne ich uns beiden einfach ... TrebMelsa @ Konservativer Preußentum! Vielleicht können Sie mir auf dieser Ebene beipflichten? Konservativer, am 13. Oktober 2009 um 22:40 ( Link ) @TrebMelsa Ich pflichte Ihnen nicht in jeder Einzelheit bei, gleichwohl ist ihr Standpunkt auf dieser Ebene völlig tolerabel. eo, am 13. Oktober 2009 um 23:04 ( Link ) Dem Autor Lion Edler, am 13. Oktober 2009 um 23:23 ( Link ) Super Artikel, dem ich nur voll zustimmen kann. Genau das schrieb ich hier ja auch mehrfach, wenn auch z.T. anders formuliert: Nie war die Welt so geisteskrank wie heute, und die BRD ist eindeutig mit großem Abstand die geisteskrankste Gesellschaft der Welt. Das könnte mit jewissen geschichtlichen Begebenheiten zusammenhängen. Allerdings: In Ihrem Artikel ist m.E. Vieles nicht der geistigen Umnachtung, sondern dem Opportunismus zuzuordnen. Außerdem gibt es hier natürlich häufig einen großen Unterschied zw. den sog. ,,Eliten" sowie der Volksmeinung - Sie deuteten es ja an. Das Volk scheint mir weniger gestört zu sein als die sog. ,,Eliten", allerdings dafür auch dümmer und weniger informiert. Insgesamt dürften sich negative und positive Eigenschaften von Herrschenden und Pöbel in etwa die Waage halten. An Arne Hoffmann: Dass eine Mehrheit der Deutschen keine Lust auf Multikulti und Islam hat, ist allerdings ja nun längst nachgewiesen. Andreas Tögel, am 13. Oktober 2009 um 23:31 ( Link ) An Reaktionär:
Ich kann Ihnen lediglich den Sendplatz am Samstag Vormittag, dem 10. 10 nennen: Ö1 "Hörbilder". Ich war gerade im Auto unterwegs und hatte das geringe Vergnügen, die gesamte Reportage zu hören. Es handelte sich um eine Zusammenstellung von Interviews mit Krethi und Plethi, den Wortspenden politischer Freunde und Feinde, Beiträgen von Kabarettisten und Kommentaren von und über Familienangehörige. Je nach Intention der Sendungsmacher kann das Ergebnis so oder so ausfallen. Im Falle dieser Reportage überwog einfach mein Ekel über die widerliche Art und Weise, wie die Chose aufbereitet war: nämlich in übelster Weise menschenverachtend. Bei aller Gegenerschaft sollte imho nie aus dem Blick verloren werden, daß auch Politiker (selbst so stark polarisierende, wie Haider einer war) am Ende doch auch Menschen sind. Zur Klarstellung: ich gehörte niemals zum Kreis der Anhänger Jörg Haiders...einfach, weil ich Sozialisten nicht mag - und er war defintiv einer. Ich würde die ekelhafte Tendenz der Reportage übrigens nicht anders empfunden haben, wenn es um einen sozialistischen Gewerkschafter gegangen wäre... dickbrettbohrer, am 14. Oktober 2009 um 8:08 ( Link ) Lieber Herr Tögel, Der Mensch als nichtrationales Wesen ist auf Imitation angewiesen. Sind da keine guten Leitvorbilder, ist da niemand, der väterlich befiehlt, dann geht es eben zu wie im Hühnerstall. Ich lese gerade das hervorragende Werk unseres Landsmanns Helmut Schoeck über den Neid. Wie wirkungslos doch Bücher wie dieses bleiben! Ich erinnere an die tiefe Verzweiflung Tucholskys stellvertretend für viele Schriftsteller, die meinten, die Welt schreibend ändern zu können. Wo kein gütiger Vater, da kein Erbarmen. Eine horizontale Gesellschaft muß in den Abgrund gegenseitiger Zerfleischung gehen. Die Torheiten führungsloser Schichten bewirken einen kulturellen und intellektuellen Niedergang. Besonders deutlich wird das in der Pädagogik. Wir werden Zeugen des Zerfalls einer echten Errungenschaft: die des allgemeinen Alphabetismus. Hierzu empfehle ich die Lektüre von Barry Sanders „Der Verlust der Sprachkultur“. Dieses Buch ist natürlich nie ein Bestseller gewesen und heute nur noch antiquarisch zu erhalten. Erschienen seinerzeit bei S. Fischer. Was man unbedingt lesen sollte, das ist die atemberaubende Analyse über die Demokratie von Erik Kuehnelt-Leddihn, erschienen im Leopold Stocker Verlag. Sicher haben Sie, Herr Tögel, das Buch gelesen. Es gehört in die Bibliothek jedes freiheitliche empfindenden Menschen. Der Wahnsinn, den Sie mit sechs Beispielen belegen, ist an sich kein solcher, wenn der Zustand unserer Gesellschaft nüchtern betrachtet wird. Ein Haufen vaterloser Kinder führt sich eben so und nicht anders auf. Und weil ich schon dabei bin: noch ein Lesetip: Herr der Fliegen von William Golding. Erbarmungslos, berechnend, hinterhältig, neidisch, eitel, mitleidlos, ungebildet, grausam bis zum Mord, so gebärden sich auch Erwachsene in einer Gesellschaft, der es an wirtschaftlicher und sittlicher Autorität mangelt. Das wogt hin und her, von einem Wahnsinn zum anderen, die Perioden werden immer kürzer, das Tempo immer höher, der Schleuderkurs immer besinnungsloser: eine verzweifelte Suchbewegung nach Halt. Zwar fließt (noch?) kein Blut, aber die gegenseitigen Anschuldigungen und gesellschaftlich-wirtschaftlichen Vernichtungsorgien sind negative Vorzeichen. Die virtuellen Hinrichtungen haben schon lange begonnen. Grüß Gott aus Salzburg! Urs Bleiker, am 14. Oktober 2009 um 9:26 ( Link ) @Arne In der Bundesverfassung würde festgeschrieben, dass der Bau von Minaretten in der Schweiz verboten ist. Die Bundesverfassung geht den kommunalen und kantonalen Baugesetzen vor, also würde der Bau von Minaretten nicht bewilligt. Nachdem aber sowieso fest steht, dass die Minarettinitiative nicht angenommen wird, hat sich die Sache eigentlich schon (fast) gegessen. Es bleibt noch offen, was die Kantone nach der Abstimmung machen. Wie gesagt, dürften am meisten Ja-Stimmen wohl im Kanton Schwyz zustande kommen. Es würde mich nicht wundern, wenn auf kantonaler Ebene später mal noch Minarette im Rahmen einer kantonalen Volksabstimmung verboten würden. Was die Nachbarn anbelangt: Schweizer Baugesetze sind Bauverhinderungsgesetze. Ich rechne bei jedem Baugesuch für ein Minarett mit Einsprachen, die bis vor Bundesgericht verhandelt werden. bernd_lessing, am 14. Oktober 2009 um 9:49 ( Link ) Obwohl es ja eigentlich nur ein Randaspekt ist: Der Hinweis auf Obamas Hautpigmentierung an dieser Stelle ist in der Tat nicht unbedeutend. Zur Figur Obama gehört seine Hautfarbe, seine Jugendlichkeit, sein Charisma, aber eben auch der Friedensnobelpreis. Obama ist ein clever inszeniertes Gegenprogramm zu George W. Bush - eine Figur, die von einer großen Zahl von Menschen mit sovielen positiven Attributen verbunden wird, dass man ihm (gerade auch im Ausland) vieles durchgehen lässt und durchgehen lassen wird. Oceans911, am 14. Oktober 2009 um 9:57 ( Link ) @Le Penseur: "Mal davon abgesehen, daß der angeblich "sachliche Unterschied" hinkt, bessergesagt: stottert und stammelt — wollen Sie mir wirklich einreden, daß das Stammeln und Stottern von Stoiber ein "in der Regel selbst zu verantwortender" Tatbestand ist? Mir sind duzendfach Kabarettnummern bekannt, in denen er genau deshalb unter dem Wiehern des Publikums verarscht wurde." Ich kapiere nicht, worauf Sie hinaus wollen. Ich habe diese Kabarettnummern an keiner Stelle, auch nicht indirekt, gutgeheißen. Ich dachte übrigens, es ging um Stoibers bayerische Sprachfärbung (sorry, mein Fehler). Da Sie aber darauf rumreiten: das Stottern/Stammeln im Christiansen-Interview war bei Stoiber mE sehr wohl selbst zu verantworten. Es handelt sich ja dabei nicht um ein chronisches Stottern, er redet normalerweise sehr flüssig und eloquent. "Und selbst bei der Fettleibigkeit erhebt sich die Frage: finden Sie es also richtig, jeden fettleibigen Pfälzer als Dummkopf zu bezeichnen (ist ja schließlich selbst schuld, daß er fett ist)?" Nein, ich finde es gerade nicht richtig. Wie ich bereits gesagt habe, sollte es in einem guten Text überhaupt nicht erwähnt werden, dass er fett ist, noch weniger, dass seine Fettleibigkeit ein Zeichen von Dummheit (!) sei. Richtig ist in Kohls Fall, dass er selbst daran schuld ist, dass er fett ist. Das ist aber für seine Bewertung als Politiker völlig irrelevant. Genauso ist es für die Bewertung von Obama als Politiker irrelevant, ob er schwarz oder weiß oder Mulatte ist. Wenn er die "schwarze Karte" spielt, ist das ein großer Fehler. Urs Bleiker, am 14. Oktober 2009 um 10:39 ( Link ) Wichtig an Obama ist, dass er rot bzw. im Hinblick auf den Feminismus lila ist. Dass er halb schwarz und halb weiss ist, wobei er, was das Wichtigste ist, aus einem weissen Milieu stammt, unter dem Strich also eindeutig ein "Weisser" ist, steht auf einem anderen Blatt. Da die Rasse bei den politisch Korrekten eine eminent wichtige Rolle spielt, gibt Obama aus Opportunitätsgründen den "Schwarzen". Wobei es zum Sozialismus wieder mal gut passt, dass auf der einen Seite Rassismus verteufelt wird, während die Rasse das wichtigste Qualifikationsmerkmal darstellt! Dasselbe lässt sich bei Linken auch bezüglich des Geschlechts beobachten: "Alle Menschen sind unabhängig vom Geschlecht gleich, darum sind auch Frauen gut und Männer schlecht. Und weil allen Menschen die gleichen Rechte zustehen, schaffen wir noch ein paar Sonderrechte für Frauen!" LePenseur, am 14. Oktober 2009 um 11:14 ( Link ) @Ocenas911: Richtig ist in Kohls Fall, dass er selbst daran schuld ist, dass er fett ist. Das ist aber für seine Bewertung als Politiker völlig irrelevant. Völlig richtig. Ist irrelevant, trotzdem werden darüber Witze gemacht. Und trotzdem sind mir die "Oceans911", die sich darüber aufregten und die Kabarettisten trocken, mit sachlichem Unterton in der Stimme, fragten, welche Relevanz das Körpergewicht eines Bundeskanzlers für seine Politik haben sollte, damals eigentlich nicht aufgefallen. Aber vielleicht habe ich das deutliche Murren weiter Teile der Intellektuellen, die die Verhöhnung Fettleibiger als unhinnehmbar und "crassistische*) Hetze" bezeichneten, auch einfach entgangen, weil meine Aufmerksamkeit auf die rassistsche Hetze, welche aus der Erwähnung von Hautpigmentierungen spricht, fixiert war ... ;-) *) "crassus" lat.: "fett" Reaktionaer, am 14. Oktober 2009 um 11:34 ( Link ) @ Lion Edler "die BRD ist eindeutig mit großem Abstand die geisteskrankste Gesellschaft der Welt." Nicht übertreiben. Nordkorea ist sicherlich noch kränker. Reaktionaer, am 14. Oktober 2009 um 11:38 ( Link ) @ Oceans 911 "Richtig ist in Kohls Fall, dass er selbst daran schuld ist, dass er fett ist." Woher wissen Sie das? Er könnte auch eine Stoffwechselkrankheit haben. Wer weiß das schon. FritzLiberal, am 14. Oktober 2009 um 12:00 ( Link ) @Oceans911: ich kann, falls man Fettleibigkeit und beschränkte Sprachfertigkeit nicht als angeborenen Defekt gelten lassen will, gerne ein anderes Beispiel bringen: Wolfgang Schüssel, ehem. Bundeskanzler einer mitte-rechts Regierung in Österreich, und eher kleinwüchsig. Da gab es aus linken Kreisen ein wahres Trommelfeuer an Scherzen über seine mangelnde Körpergröße und seinen damit angeblich verbundenen übergroßen Ehrgeiz; "Napoleon" war in diesen Kreisen eine oft gehörte Bezeichnung für ihn. Stellen Sie sich vor, der First Negroe würde von pöhsen Rechten permanent als "Kunta Kinte" bezeichnet. Oceans911, am 14. Oktober 2009 um 12:57 ( Link ) Er wird zB von LePenseur auf dessen Blog (vermutlich aus Liebe) als "Schokobama" bezeichnet. LePenseur, am 14. Oktober 2009 um 13:39 ( Link ) @Oceans911: Das ist dasselbe, wie wenn einem Politiker, der sich gegen illegale Einwanderer ausspricht, wohl mit Genuß vergehalten würde, wenn er selbst eine illegale Einwanderin als Putzfrau schwarz beschäftigt. Oder wenn ein Kirchenfürst, der seine Stimme gegen sexuellen Sittenverfall erhebt, ein homosexuelles Pantscherl nachgewiesen würde. Schokobama ist als der "Rächer der Enterbten" angetreten, dem man schon wegen seiner Hautfarbe einfach wählen müsse, sonst sei man einer dieser ewiggestrigen Rassisten. Nun: dann habe ich auch kein Bedenken, ihn auf dieses offenkundige Schibboleth seiner Kandidatur hin anzusprechen. --- *) Recht bekannt auch folgender Witz aus der Zeit 1999/2000: LePenseur, am 14. Oktober 2009 um 13:40 ( Link ) @FristLiberal: GT, am 14. Oktober 2009 um 14:56 ( Link ) @oceans911 Kosto, am 14. Oktober 2009 um 17:21 ( Link ) @Kurt_G Sie wissen doch hoffentlich wer dieser saubere Herr Wolffsohn ist? Folterbefürworter haben in staatlichen Institutionen nichts zu suchen. Daß er geblieben ist zeigt doch die ganze Verkommenheit dieser politische Adelsklasse. Reaktionaer, am 14. Oktober 2009 um 17:23 ( Link ) @ Kosto Was tut denn das zur Sache? Im Fall Sarrazin vs. Kramer hatte Wolfsohn mit seiner drastischen Aussage recht. Was er sonst verzapft, änderr daran doch nix. Kosto, am 14. Oktober 2009 um 18:03 ( Link ) Es gibt weder einen „Fall“ Sarrazin noch einen „Fall“ Krämer. Es geht um Meinungsfreiheit. Um nicht weniger. Solange die Einen sagen können was sie wollen, andere aber das Maul halten müssen, haben wir in der BRD keine Demokratie. Reaktionaer, am 14. Oktober 2009 um 18:06 ( Link ) @ Kosto Sie scheinen Freiheitlichkeit und Demokratie zu verwechseln. Kosto, am 14. Oktober 2009 um 18:13 ( Link ) So? finden Sie? Da würde mich mal aber Ihre persönliche Definition von beiden Begriffen interessieren. Reaktionaer, am 14. Oktober 2009 um 18:16 ( Link ) Freiheit: Abwesenheit von Zwang Demokratie: Diktatur der Mehrheit und damit Herrschaft des Pöbels und dummen Gesindels LePenseur, am 14. Oktober 2009 um 19:09 ( Link ) @Reaktionaer: Demokratie: Diktatur der Mehrheit und damit Herrschaft des Pöbels und dummen Gesindels Mag schon sein. Doch was ist die Alternative dazu? - Diktatur eine Minderheit (Aristokratie oder Oligarchie, jetzt einmal gleichgültig, ob es nun eine der Besitzer oder der Funktionäre ist), also Herrschaft von blasierten und/oder korrupten Drohnen auf Kosten der fleißigen Nicht-Herrschenden oder gar - Monarchie: Diktatur eines Einzelnen. Also Herrschaft eines vermutlich noch blasierteren und/oder korrupteren Tyrannen. Denn jede absolute Monarchie landete bislang binnen kurzem in der Tyrannis — warum sollte es also in Zukunft viel anders ablaufen? Angesichts genügend historisch verbürgter Beispiele korrupter und/oder unfühiger Aristokraten, Oligarchen und Monarchen sind die Gegenentwürfe zur Demokratie also ja auch nicht gerade berauschend in den Aussichten (man kann sie sich vielleicht — da derzeit nicht "am Markt" — nostalgisch besser schönlügen, fraglos! Aber was hat man davon?) Solange Platons Idealstaat der Philosophen-Könige noch nicht verwirklicht wurde (und er wurde es eben noch nie), ist vielmehr darauf zu achten, nach Möglichkeit "Minimalstaaten" womöglich "gemischten Systems" (auf den Lehren von Montequieu fußend) anzustreben, denn ein kompetenzarmer Staat, dessen Organe sich noch dazu in gegenseitigem Mißtrauen überwachen, ist der für den Einzelnen am wenigsten beschwerliche. Aber ein "gemischtes System" setzt eben voraus, daß es darin monarchische, aristokratische und demokratische Elemente gibt. M.a.W.: ohne ein gewisses Maß an Demokratie wird ein Staat nicht funktionieren können, außer man setzt unrealistische Erwartungen in die Charaktereigenschaften von Monarchen und Oligarchen. Was von den geschichtlichen Erfahrungen freilich nicht gestützt wird ... ISBN3451322005, am 15. Oktober 2009 um 9:06 ( Link ) @LePenseur Silbernacken wieder in Hochform, ganz starker Beitrag… Monarchie: Diktatur eines Einzelnen. Also Herrschaft eines vermutlich noch blasierteren und/oder korrupteren Tyrannen. Von wem, mit was und wozu sollte ein absoluter Monarch, Diktator und Tyrann korrumpierbar sein? Kraft seiner Gewalt nimmt er sich einfach das was er braucht. Denn jede absolute Monarchie landete bislang binnen kurzem in der Tyrannis — Ja…, siehe 1789… Angesichts genügend historisch verbürgter Beispiele korrupter und/oder unfühiger Aristokraten, Oligarchen und Monarchen sind die Gegenentwürfe zur Demokratie also ja auch nicht gerade berauschend in den Aussichten (man kann sie sich vielleicht — da derzeit nicht "am Markt" — nostalgisch besser schönlügen, fraglos! Aber was hat man davon?) Das irgendwo immer mal wieder irgendjemand seiner Bestimmung nicht voll gerecht wird ist auch ein dufte Argument. Ich halte es für einen bedeutenden Unterschied, ob z.B. die Korruption historisch verbürgt in Beispielen anhand von unfähigen Monarchen auftaucht oder, wie in der Demokratie, ein essentielle notwendiges Werkzeug zum Machterhalts darstellt. Das, wofür die ollen Griechen ein halbes Jahrtausend gebraucht haben, schaffen wir mit der modernen Demokratie locker in 40 Jahren. Die Griechen sind in erster Linie auch an der Steuerfinanzierung ihres Macht und Herrschaftsapparats gescheitert. Reichensteuer, Konfiskationen, Marktsteuer, Zölle, Metöken (Zuwanderung), Verbrauchssteuer, Krieg, Raub usw…. bis nix mehr ging… LePenseur, am 15. Oktober 2009 um 12:07 ( Link ) @ISBN3451322005 Von wem, mit was und wozu sollte ein absoluter Monarch, Diktator und Tyrann korrumpierbar sein? Kraft seiner Gewalt nimmt er sich einfach das was er braucht. Tolles Argument, sodaß mein Herz gleich für absolute Monarchen, Diktatoren und Tyrannen warm zu werden beginnt. Genau das ist es, was wir schon immer gebraucht haben! Endlich einer, der nicht zu fragen braucht, bevor er mir wegnimmt, was ihm gerade gefällt, oder mich umbringt, wenn's ihm paßt. Ja, da macht Leben als Untertan so richtig Spaß! Jedenfalls viel mehr, als in so einer drögen Demokratie mit Menschenrechtskatalogen ... Ja…, siehe 1789… Nein, schon davor. Louis XIV war ca. hunder Jahre vorher. Die Griechen sind in erster Linie auch an der Steuerfinanzierung ihres Macht und Herrschaftsapparats gescheitert. Reichensteuer, Konfiskationen, Marktsteuer, Zölle, Metöken (Zuwanderung), Verbrauchssteuer, Krieg, Raub usw…. bis nix mehr ging… Die Franzosen unter ihren Topklasse-Absolutisten Luois XIV/XV/XVI ebenso. Da wurde staatsgelenkter Merkantilismus betrieben, das Volk abgezockt (die Freunde des Königs, die Aristos und Kleriker, waren natürlich steuerfrei), Kriege geführt ... bis nix mehr ging. Und dann erst kam die Revolution mit ihren Greueln! Verwechseln Sie doch, bitte, nicht Ursache und Wirkung! ISBN3451322005, am 15. Oktober 2009 um 14:04 ( Link ) @ LePenseur, ich muss leider gestehen, dass ich von ihrem „Sachverstand“, den sie hier herauskehren, nicht besonders viel halte. Vielmehr habe ich immer den Eindruck, dass Sie aus Ihrer Hoffnungslosigkeit heraus nur mit Gemeinplätzen um sich werfen. Endlich einer, der nicht zu fragen braucht, bevor er mir wegnimmt, Dieses Wegnehme ist im digitalen Zeitalter um ein Vielfaches einfacher als noch vor hundert Jahren. In das vollautomatische Lohnabrechnungsprogramm werden einfach die erhöhten Abgabesätze einkonfiguriert und gut is…., der Grundsteuerbescheid kommt vermutlich demnächst per E-Mail und mit einem Mausklick sind Ihre gesamten Konten sind gesperrt. Die Franzosen unter ihren Topklasse-Absolutisten Luois XIV/XV/XVI ebenso. Da wurde staatsgelenkter Merkantilismus betrieben, das Volk abgezockt (die Freunde des Königs, die Aristos und Kleriker, waren natürlich steuerfrei), Kriege geführt ... bis nix mehr ging. Die Finanzierung der Staatsgewalt war und ist immer ein Knackpunkt. In der Finanzierung der Staatsgewalt ist der Demokrat allerdings unumstrittener Weltmeister wenn es um den Vorgriff auf die Leistung zukünftiger Generationen geht. Deshalb fühlt sich der Liberale auch jetzt erst angeschissen und nicht schon vor 50 Jahren. Wie bereits an anderer Stelle betont ist das Verfrühstücken der Zukunft oberste Bürgerpflicht, wenn nicht sogar Menschenrecht. Ob sich dann aber, beim begleichen der Rechnung in der Zukunft, irgendjemand um ihren hochverehrten und flexiblen Menschenrechtskatalog schert wage ich zu bezweifeln. Und dann erst kam die Revolution mit ihren Greueln! Verwechseln Sie doch, bitte, nicht Ursache und Wirkung! Wie einleitend erwähnt, erlaube ich mir Ihren Sachverstand hier zumindest in Zweifel zu ziehen. So ist mir die These zu Ohren gekommen, dass Revolution nicht ausgelöst werden wenn es den Massen schlecht geht, sondern wenn einige Hampelmänner meinen, unter dem Deckmantel des Gemeinwohls, mit einem Handstreich die Macht an sich reißen zu können. LePenseur, am 15. Oktober 2009 um 18:01 ( Link ) @ISBN3451322005: Der Hinweis, daß das Wegnehmen im elektronischen Zeitalter leichter ist als früher, ist z.B. ein solcher Gemeinplatz. Natürlich ist es so. Aber eben auch für einen Diktator, der nicht einmal einen Grundsteuerbescheid per e-mail braucht, sondern völlig rechtsgrundlos sich an meinem Vermögen bedienen kann. Und sie betrachten dieses "rechtsgrundlos" offensichtlich noch als Vorteil gegenüber einer Demokratie ... wohl masochistisch veranlagt, oder? Was die Verschuldung Frankreichs unter den letzten Bourbonenkönigen angeht — na, die haben keinen Deut weniger im Vorgriff auf noch nicht erwirtschaftetes Geld gelebt! Der kitzekleine Unterschied zwischen (pöhser) "demokratischer" Verschwendung und damaliger (natürlich gaaanz hervorragender, weil absolutistischer) Verschwendung ist, daß ich bei "demokratischer" Verschwendung möglicherweise auch etwas von der Verschwendung habe (indem ich z.B. versuche, irgendeine Förderung etc. abzuzocken), wogegen den steuerzahlenden Bürgern die Hoffeste und Jagden Ludwigs XIV, oder die Maitressen Ludwigs XV recht wenig brachten. Beim Sanieren der derzeitigen Mißwirtschaft mag durchaus manches von den Menschenrechten auf der Strecke bleiben — bedauerlicher- und vermutlich sogar vermeidbarerweise. Nur daraus den Schluß zu ziehen, daß man gleich vorgängig ganz darauf verzichtet, halte ich für, milde gesagt, ziemlich abwegig. Was nun die Entstehung von Revolutionen betrifft: ausgelöst werden sie meist durch handstreichartige Aktionen von Verschwörern, keine Frage. Nur: die Ursache sind solche Aktionen eben gerade nicht, sondern die langdauernde, tiefsitzende Unzufriedenheit mit den jeweils herrschenden Verhältnissen in breiten Kreisen der Bevölkerung. Und die entsteht halt selten, wenn es den Massen soweit gut geht ... Lion Edler, am 15. Oktober 2009 um 23:40 ( Link ) An Reaktionär: Nordkorea hat eine kranke Staatsführung, aber dass die Gesellschaft dort so krank ist wie die BRD-Psychopathen, das ist mir nicht bekannt und kann ich mir beim besten Willen auch nicht vorstellen. ISBN3451322005, am 16. Oktober 2009 um 11:09 ( Link ) @LePenseur Was die Verschuldung Frankreichs unter den letzten Bourbonenkönigen angeht — na, die haben keinen Deut weniger im Vorgriff auf noch nicht erwirtschaftetes Geld gelebt! Ich mach mir das alles vermutlich immer so wahnsinnig kompliziert. Deshalb erklären Sie mir bitte mal schnell, wie ich mir den Vorgriff auf noch nicht erwirtschaftetes Geld in der damaligen Zeit genau vorstellen soll. Eine Reformbedürftigkeit des damaligen Frankreich will ich nicht abstreiten. Aber Verschuldung wurde in erster Linie von den großbürgerlichen Schichten in Paris finanziert. Private kauften Renten und geht der Staat pleite sind die Privaten angeschissen. Ich stecke jetzt nicht all zu tief in der Materie, würde mich aber nicht wundern, wenn genau diese bürgerlichen Kreise den Blutrausch und die Enteignung von Landadel und Kirche organisiert haben. Erst dank Notenbank können heute die Lasten der Staatsverschuldung allumfassend sozialisiert werden. Gläubiger und Schuldner sind nun ein und dieselbe Person. Bei einer Revolution bzw. Reformen können wir uns also quasi nur selber auspeitschen und ich bin gespannt wer von den erlesenen Freiheitsfreunden den Anfang macht. Eigentlich leben wir in einem genialen Sklavenhalter System. Man versklavt sich quasi autodidaktisch. Wie bei der Hundedressur mit Elektroschocker im Halsband. Wenn die Töle zu sehr an der Leine zieht verpasst sie sich selber einen Stromstoß. Was nun die Entstehung von Revolutionen betrifft: ausgelöst werden sie meist durch handstreichartige Aktionen von Verschwörern, keine Frage. Nur: die Ursache sind solche Aktionen eben gerade nicht, sondern die langdauernde, tiefsitzende Unzufriedenheit mit den jeweils herrschenden Verhältnissen in breiten Kreisen der Bevölkerung. Und die entsteht halt selten, wenn es den Massen soweit gut geht .... Sicher, die Verschwörer haben nicht den geringsten Skrupel, die Not des kleinen Mannes für ihre eigenen Machtgelüste aus zu nutzen. Wohin richtet sich nach Ihrer Meinung die bevorstehende Revolution? Oder meinen Sie unserer Parlamentarier vermögen es, die zunehmend tiefer sitzende Unzufriedenheit in Wohlgefallen zu wenden? Dr. Spiele, am 16. Oktober 2009 um 14:42 ( Link ) "Erst dank Notenbank können heute die Lasten der Staatsverschuldung allumfassend sozialisiert werden. Gläubiger und Schuldner sind nun ein und dieselbe Person." Blödsinn. ISBN3451322005, am 16. Oktober 2009 um 16:51 ( Link ) Ein überwältigendes Kontra, mit der Aura der allumfassenden Kenntnis aller Dinge. Es steht offensichtlich tatsächlich nicht gut um das Ansehendes des hiesigen Doktortitels. Aber egal, manchmal besser als geistige Herausforderungen, ich verziehe mich jetzt sowieso für zwei Wochen in die Einöde es europäischen Auslands. Bis dahin können Sie mir ja mal auseinanderdividieren, wer den nun in Persona und im einzelnen die jetzigen BRD Staatsschulden trägt? Mit „L’État c’est moi“ war das damals noch relativ klar, und die Birne wurde auch noch hin gehalten. Wie sieht es heute aus Herr Doktor? Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.... Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
| ||||||
| Copyright © 2010 Lichtschlag Verlag KG | Design and Programming by greybyte, using Django and Performancing's Modernpaper template. | ||||||||
LePenseur, am 13. Oktober 2009 um 14:00 ( Link )
Billant, Herr Ingenieur! Erlaube es mir, dies auf meinen Blog zu verlinken ...