Andreas Tögel

Jg. 1957, Kaufmann in Wien.

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Lebenszeichen einer erwachenden Bürgergesellschaft: Räuber in Wien von seinem Opfer erschossen

von Andreas Tögel

Selbst ist der freie Mann

Gewaltverbrecher leben zunehmend gefährlich in der Alpenrepublik. Nachdem im Vorjahr bereits eine Juwelenhändlerin und ein Waffenhändler erfolgreich bewaffneten Widerstand gegen angreifende Gangster geleistet haben, hat nun ein Überfall in Wien zum Tod des Räubers geführt. Als dieser gegen Geschäftsschluss mit einer Pistole in der Hand einen Tabakladenbetreiber – in Österreich sagt man dazu „Trafikant“ – ausplündern will, greift der Bedrohte ohne zu zögern zu seiner eigenen Waffe (die er der Behörde ordnungsgemäß gemeldet hat) und schießt dem Täter in den Oberkörper. Der kann gerade noch das Geschäft verlassen, stirbt aber kurz darauf auf der Straße.

Die Polizei stellt fest, dass es sich bei der Waffe des Täters um eine täuschend echt aussehende Attrappe handelt. Die Identität des Täters (der einen rumänischen Ausweis bei sich trägt, der offenbar nicht ihm gehört) ist bis heute nicht geklärt.

Die Reaktionen der Medien und der „Experten“ sind typisch: „Berechtigte Notwehr oder Schießwut?“ (ATV) „Warum der Trafikant sich so vehement zur Wehr gesetzt hat ist bislang unklar…“ („Kronenzeitung“) „Es ist viel sicherer, in solchen Fällen keinen Widerstand zu leisten.“ (Polizei)

Während sich die Lohnschreiber und Herolde der elektronischen Medien – wie immer – einhellig im Chor der „bloß-keine-Gewalt-als-Antwort-auf-kriminelle-Übergriffe“-Fraktion finden, sieht das die „vox populi“, betrachtet man die Einträge in den entsprechenden Internetblogs, etwas anders. Eine recht deutliche Mehrheit vertritt da die Ansicht, dass ein krimineller Angreifer um sein Risiko wissen muss, und das Opfer grundsätzlich im Recht ist – auch wenn es zu seiner Verteidigung massive Gewalt anwendet.

Dass dieser Fall erfolgreichen Widerstands gegen einen gewaltsamen Angriff auf Leben und Besitz eines rechtschaffenen Bürgers erneut eine Debatte über das Waffengesetz auslösen würde, war zu erwarten. Dabei zeigt sich, dass es die üblichen Verdächtigen – namentlich die Grünen – spontan zu „Waffen-weg-Aktionen“ treibt. So betet der „Sicherheitssprecher“ der Wiener Fraktion dieser radikalen Linken bezeichnenderweise brav nach, was ihm die im Sicherheitsbüro beheimateten Vertreter Leviathans vorbeten: „Man sollte niemals Widerstand leisten und immer tun, was der Angreifer wünscht. Nur ja keine Eskalation der Situation heraufbeschwören, denn der Verbrecher gewinnt ja am Ende doch immer…“

Diese haarsträubend törichte und durch so gar nicht ins Konzept passende Fakten nun mehrfach widerlegte These gipfelt in der logisch-konsequenten Forderung nach einem totalen Waffenverbot für Privatpersonen. Dem Bürger soll damit die einzige Möglichkeit genommen werden, sich effektiv gegen einen bewaffneten Angriff zur Wehr zu setzen. Das Leben krimineller Elemente (die sich keinen Deut ums Waffengesetz scheren und die sich – bis hin zum Sturmgewehr – auf dem Schwarzmarkt besorgen, was immer ihnen geraten erscheint) soll damit offenbar entscheidend erleichtert werden. Ist das der Dienst der Grünen an ihren potentiellen Wählern?

Nichts schmeckt glühenden Etatisten weniger als die Vorstellung, der Bürger könnte ohne die lenkende Hand des Großen Bruders irgend etwas unternehmen – und sei es der Schutz seines eigenen Lebens.

Hand in Hand mit diesem Unsinn geht der stereotype Vorwurf einer angeblich von einigen besonders reaktionären Protagonisten befürworteten „Lynchjustiz“. „Wien darf nicht Tombstone werden!“ – „Wollen Sie Zustände wie im Wilden Westen?“ (Zu diesem Thema eine Buchempfehlung am Ende des Beitrags) Das sind beliebte Totschlagargumente derjenigen, die eine Gesellschaft herbeisehnen, in welcher der rechtschaffene Bürger wehrlos zwischen die Fronten einer im Bedarfsfall naturgemäß abwesenden Exekutive (Räuber neigen gemeinhin dazu, die Polizei über Zeitpunkt und Ort der von ihnen geplanten Aktionen im Unklaren zu lassen) und zunehmend schwer bewaffneten Gangstern geraten. Das abschreckende Beispiel des Vereinigten Königreichs kann in diesem Zusammenhang nicht oft genug erwähnt werden. Dort eskaliert die Gewaltkriminalität, seitdem der legale private Waffenbesitz vom Blair-Regime faktisch abgeschafft wurde. Jeder Gewaltverbrecher auf den britischen Inseln kann seither sicher sein, ausschließlich unbewaffnete und damit wehrlose Opfer vor sich zu haben.

Was, in aller Welt, hat die im Paragraph 3 des österreichischen Strafgesetzbuchs geregelte Notwehr mit Selbstjustiz zu tun? Im Augenblick eines offensichtlich gefährlichen Angriffs bleibt dem Opfer in der Regel keine Zeit für ausführliche Erwägungen der möglichen Konsequenzen seines Handelns. Es gilt, einen Angriff „mit angemessenen Mitteln“ abzuwehren. Wer die Qualität von modernen Faustfeuerwaffenattrappen kennt, der weiß, dass sie zumindest für den Laien auf den ersten Blick von scharfen Waffen nicht zu unterscheiden sind. Es blieb im aktuellen Fall dem Trafikanten also keine Zeit zu überlegen. Der Mann sah sich bedroht und schoss. Mit „Selbstjustiz“ hat das nicht das Geringste zu tun.

Auch das gerne eingewendete „Argument“, dass es ja bei Raubüberfällen meist bloß um Vermögenswerte, also um „Sachen“ gehen würde, und deren Verlust keinesfalls das Opfer eines Menschenlebens rechtfertigen würde, erfreut sich weiter Verbreitung. Vergessen wird dabei, dass das Opfer niemals sicher sein kann, wie weit der Täter zu gehen gedenkt. Es kann nicht davon ausgehen, dass ein bewaffneter Gangster von seiner Waffen nicht Gebrauch machen wird. Das Opfer hätte keine Chance, den Fehler, sich nicht gewehrt zu haben, je zu korrigieren. Zum anderen sind sowohl Freiheit (die im Falle einer Bedrohung durch Waffengewalt jedenfalls in Gefahr ist) als auch Vermögen notwehrrechtsfähige Güter.

Und schließlich lehren in der Vergangenheit gemachte, bittere Erfahrungen, dass jemand, der fremdes Gut nicht respektiert, am Ende auch vor fremdem Leben nicht halt macht. Weshalb also der Schutz der Unversehrtheit eines Kriminellen höhere Priorität haben sollte als die Möglichkeit eines rechtschaffenen Bürgers, sein eigenes Leben zu schützen, dürfte schwer zu argumentieren sein.

Die beherzte Reaktion des Trafikanten ist ein ermutigendes Zeichen dafür, dass es Bürger gibt, die sich nicht bedingungslos dem Schutz und der Fürsorge des Staates ausliefern. Bürger also, die zeigen, was gelebte Bürgergesellschaft auch bedeuten kann.

Internet

The not so wild, wild West

06. Januar 2010

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Kommentare

georg zakrajsek, am 06. Januar 2010 um 13:33 ( Link )

In Österreich wird darüber schon heiß diskutiert. Im Fernsehsender Puls4 oder in der Kronenzeitung vom 6.1. zum Beispiel.

Dem Artikel von Andreas Tögel ist nichts hinzuzufügen. Ein "Bravo" genügt.

Rüdiger Märzen, am 06. Januar 2010 um 13:42 ( Link )

Full ACK. Wer nach dem Leben eines anderen trachtet verdient keine besondere Milde. Natürlich muss das Prinzip der Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt bleiben, im Zweifelsfalle entscheidet ein Richter.

Hätte man die Asylbewerber in Rostock mit Schußwaffen ausgestattet, dann wäre es nicht zu den Mordanschlägen von Mölln, Hoyerswerda und Solingen gekommen. Die beste Bestimmung für eine 9mm Parabellum ist ein krimineller Nazikopf (natürlich in einer Notwehrsituation abgefeuert).

Kurt_G Fördermitglied, am 06. Januar 2010 um 13:42 ( Link )

Jan. 1942

[...]..Während die Verbrecher in den Zügen alle bewaffent waren mußten die Unschuldigen und Opfer ohne Waffen nach Auschwitz und Treblinka fahren um dort den Gastod zu erleiden.

Mit Waffen, in den Händen der Opfer, wäre das wohl kaum passiert.

Stefan Miller, am 06. Januar 2010 um 13:51 ( Link )

es ist für einen Kontinentaleuropäer schwer vorstellbar, daß in GB sämtliche Polizisten vom einfachen PC (Police Constable) bis zum DCS (Detective Chief Superintendent) keine Waffen tragen dürfen. Wird bei einem Einsatz mit Waffengewalt gerechnet, dann muß ein Schießkommando BEANTRAGT werden. Erst dann werden ausgesuchte Polizisten mit Waffen ausgestattet.
Sonst haben Polizisten im Einsatz oft nur Pfefferspray dabei. Wären allerdings Schießwaffen nicht so rigoros verboten, und damit relativ schwer zu beschaffen, dann würden sich britische Schüller gegenseitig erschiessen statt wie derzeit erstechen.

Man kann nicht einfach Waffen erlauben, ohne zuerst eine entsprechende Waffenkultur zu entwickeln. Hierzulande praktizieren trinkkultur beraubte Jugendliche gern Komasaufen. Da helfen auch keine Verbote, Alkohol an Minderjährige zu verkaufen.
Ähnliches würde auch mit allgemeiner Waffenverfügbarkeit passieren. Daher müßte man erst über lange Zeit Waffenvereine unterstützen und ausbauen, bis Mitgliederzahlen groß genug sind und eine passende Kultur entsteht.

rainer innreiter, am 06. Januar 2010 um 14:13 ( Link )

@ Stefan Miller

Wären allerdings Schießwaffen nicht so rigoros verboten, und damit relativ schwer zu beschaffen, dann würden sich britische Schüller gegenseitig erschiessen statt wie derzeit erstechen.

1. Worin, genau, liegt denn der Unterschied, ob jemand durch eine Schuss- oder eine Stechwaffe aus dem Leben befördert wird?

2. Nach dieser Theorie hätten sich unsere Vorfahren bereits gegenseitig ausrotten müssen. Jene drastischen Waffengesetze des 20. und 21. Jahrhunderts galten zu früheren Zeiten nämlich noch nicht.

3. Was in England geschehen ist, ist die Entwaffnung der Bürger zu Gunsten von Kriminellen. Denn ein Verbrecher schert sich im Normalfall wenig um Gesetze. Büßen muss dies - wie üblich - der "gemeine Bürger". Jene, die solche Gesetze zur Schutzlosigkeit der Untertanen beschließen, verfügen für gewöhnlich über persönlichen Personenschutz, trauen also offenbar den eigenen Gesetzen nicht so ganz über den Weg.

Gerade der hier beschriebene Fall könnte sich als Schuss ins eigene Knie erweisen und zur völligen Entwaffnung der Bürger führen. Weil: Wer, außer dem braven Polizeibeamten, braucht denn Waffen? Eben! Wo keine Waffen sind, wird auch nicht geschossen ... theoretisch zumindest ...

uranium , am 06. Januar 2010 um 14:15 ( Link )

Wieder einmal ein sehr guter Artikel.

Das Problem in Europa ist in erster Linie die mangelnde Freiheitskultur. Dass in einem Land der Sklaven und Untertanen Waffen verhasst sind, ist nur logisch.
Denn sie repräsentieren den eigenverantwortlichen, mündigen und aufrechten Bürger.
Der Glaube, der Staat würde 24 Stunden und 7 Tage in der Woche beschützend agieren (können) ist nicht nur illusiorisch, sondern auch gefährlich. Der verängstigte und folglich staatshörige Bürger wird dem Überwachungsstaat Tür und Tor öffnen.
Aber vielleicht ist auch das genau der Plan der Eliten.

Kurt_G Fördermitglied, am 06. Januar 2010 um 14:21 ( Link )

wer im Mordfall immer zuspät kommt ist der Staat mit seinen Waffentragenden Verbrechern.

Stefan Miller, am 06. Januar 2010 um 14:36 ( Link )

@rainer innreiter
wenn Sie sich den Unterschied zwischen Messer und Schußwaffe nicht vorstellen können, empfehle ich Martin van Creveld's Geschichte des Krieges. Schießwaffen sind auf jeden Fall ein Fortschritt gegenüber Messer (inkl. Schwerter). Sie erlauben Töten auf Distanz praktisch ohne besondere Fertigkeiten, wie Messerwerfen und auch weit größere Distanzen sind möglich.

Sie scheinen nicht zu begreifen, daß unsere "Vorfahren" eine Waffenkultur eben noch besaßen.
Heute muß eine solche Kultur erst entwickelt werden, was sehr schwierig sein wird, weil die Waffen bereits existieren. Wir werden nicht mit ihnen wachsen können, wie unsere Vorfahren. Da werden wir mit den gleichen Problemen konfrontiert, wie Eingeborenen, die in zivilisierte Welt gebracht werden. Amokläufer sind da quasi vorprogrammiert.

Antares, am 06. Januar 2010 um 14:37 ( Link )

"Auch das gerne eingewendete „Argument“, dass es ja bei Raubüberfällen meist bloß um Vermögenswerte, also um „Sachen“ gehen würde, und deren Verlust keinesfalls das Opfer eines Menschenlebens rechtfertigen würde, erfreut sich weiter Verbreitung."

Das eindringlichste Argument dafür, dass Eigentum mit tödlicher Gewalt geschützt werden können muss, ist m.E. folgendes:

Wer jemandes Eigentum stiehlt oder raubt, nimmt ihm die Früchte seiner Arbeit, seine Arbeitsleistung. Das Opfer wird also gezwungen, für den Dieb oder Räuber zu arbeiten. Damit wird es für eine gewisse Zeit versklavt - versklavt zu werden aber, dagegen darf man sich mit allen Mitteln wehren.

Dass das Leben des Sklaventreibers mehr wert sein solle als die Freiheit des Sklaven, ist eine offensichtliche Perversität. Dies muss jedem einleuchten, dem Humanisten, dem Christen, dem Anti-Kolonialisten und dem Edelsozialisten.

Wem nutzt diese Lüge? Natürlich nur den Sklaventreibern selbst, wenn sie auch von deren nützlichen Idioten propagiert wird.

Andy , am 06. Januar 2010 um 14:40 ( Link )

Ein ganz großes Kompliment Herrn Tögel, der mit seinem Artikel nicht nur hohe journalistische Kompetenz beweist, sondern auch bei weitem höhreres Fachwissen, als es die Vertreter des sogenannten "Gewaltmonopoles" aufweisen.

Beste Grüße von einem, der ebenfalls Inhaber eines Waffenpasses ist und nichtmal in seinen allerschlimmsten Träumen daran denkt, den Vertretern der "umverteilenden Mitbürger" einfach zu Willen zu sein.

Andy , am 06. Januar 2010 um 14:59 ( Link )

@ Antares:
ich gehe sogar einen Schritt weiter:
Seit wann sind Verbrecher vertrauenswürdig ?
Welcher klar denkende Mensch kann davon ausgehen, daß sie ihr Versprechen, daß dem Opfer nichts passieren würde, wenn es kooperiere, ehrwürdig halten würden ?
Wären das ehrenwerte Mitglieder der Gesellschaft, würden sie keinen bewaffneten Überfall begehen.

Es muß also JEDER, der überfallen wird, damit rechnen, daß er hintennach, um keine Zeugen zu hinterlassen, mehr oder weniger beschädigt wird. Selbst wenn (!!) man das Argument "Sachwerte rechtfertigen keinen Tod eines Menschens" vielleicht noch irgendwie gelten lassen könnte, verbleibt akute LEBENSGEFAHR jedes Opfers. Es gbt keinerlei Grund, weshalb ein Opfer diese Gefahr in Kauf nehmen sollte, um das Leben eines Täters zu schützen.

Goldelse, am 06. Januar 2010 um 15:04 ( Link )

Alle Grenzen weit aufzumachen und die eigene Bevökerung der so steigenden Krinminalität durch ausländische Banden unbewaffnet preiszugeben, diese Tatsache ist mit dem Verstand nicht mehr zu begreifen. Unsere Eliten sind krank, sehr krank im Kopf!
Danke für den Artikel.

EEkat, am 06. Januar 2010 um 15:14 ( Link )

Guter Artikel.

Er zeigt auch den Unterschied zwischen der EU, und den USA auf.

Noch.

Aber die Internationale arbeitet bereits daran, solche Unterschiede einzuebnen.

EEkat

quer, am 06. Januar 2010 um 15:58 ( Link )

Bis vor wenigen Jahren war es jedem Schweizerbürger möglich, sich ganz legal eine registrierte Waffe zu verschaffen und in einigen Kantonen auch zu führen (!). Auf dem eigenen Grundstück sowieso.

Zu jener Zeit war die Zahl der Überfälle und die der Einbruchsdelikte denkbar gering. Denn jeder Kriminelle mußte und konnte davon ausgehen, jederzeit auf bewaffneten Widerstand zu stoßen. Gleichzeitig wurde auch die Schießausbildung der inaktiven Soldaten (und das waren alle Männer!) regelmäßig auf den Dorfschießplätzen forciert. Das Bild vom Karabiner tragenden Zivilisten in der Straßenbahn ist legendär.

Seit auch in der Schweiz das Waffentragen und der Erwerb eingeschränkt wurde, stieg die Kriminalität der oben angeführten Sparten sprunghaft an. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich das freie Volk in der Schweiz wiederbewaffnen wird.

Lion Edler, am 06. Januar 2010 um 16:17 ( Link )

Volle Zustimmung für Herrn Tögel. Den Irrsinn des linken Menschenbilds in bezug auf Kriminalität sieht man doch auch immer wieder bei der Debatte um die richtige Strafe. Die Frechheit bei den ganzen Debatten um Kriminalität und um die richtige Bestrafung von Tätern ist doch, dass nicht der Verbrecher, also der Abschaum und Dreck, sich rechtfertigen muss, sondern derjenige unschuldige Bürger der für hohe Strafen eintritt - er steht plötzlich unter dem Verdacht der ,,Menschenverachtung". Ich bin ja z.Bsp. gegenüber der Todesstrafe eher kritisch eingestellt, aber es ist eine Frechheit und Dreistigkeit sondergleichen, Menschen zu kriminalisieren, die z.Bsp. die Todesstrafe auch für sogenannte ,,kleine" Delikte wie Diebstähle, Betrug oder seinen Hund auf die Straße scheißen zu lassen, sich wünschen. Es wird mit ,,Verhältnismäßigkeit" argumentiert, als ob der Täter und das kriminelle Gesocks sich an irgendwelche moralischen Erwägungen und an Gerechtigkeits-Empfinden gehalten hat. Dadurch, dass nicht der Verbrecher, sondern der Strafen-Forderer kriminalisiert wird, wird lediglich der Unterschied zwischen anständigen und unschuldigen Menschen und dem kriminellen Gesocks verwässert, das ist Alles worum es den linksgrünen Idioten geht. Z.Bsp. musste sich ja Herr Sarcozy einmal rechtfertigen, weil er asoziales Gesockse zutreffend als ,,Gesindel" betitelt hat. Als ob kriminelles Gesockse von anständigen, rechtschaffenen Menschen quasi ein Anrecht auf ein Mindestmaß von Respekt und Würde hätte (ob Sarkozy rechtschaffend ist, wollen wir mal an dieser Stlele ausklammern...). Dass linksgrüne Vollidioten dies suggerieren, beweist lediglich die traditionelle Sympathie der linksgrünen Asozialen für Verbrecher und Gesindel. Dies sehen wir hier auch wieder in diesem Fall in Wien. Kein Wunder, dass die linksgrüne 68er-Steuer-Räuberbande Sympathien für dieses asoziale Gesocks hat, denn die linke Ideologie ist ja eine einzige Anleitung für Raub und Betrug, und die ganze linksgrüne Nomenklatura steht in der Tradition von Schlägern, Steineschmeißern, Räubern, Banditen und Randalierern. Kein Wunder also.

E. Klaschka, am 06. Januar 2010 um 16:36 ( Link )

Unschöne Geschichte. Mir wäre es prinzipiell deutlich lieber, der Staat würde die Bürger vor solchen Subjekten schützen. Das ist vermutlich auch der ursprüngliche Gedanke, der hinter dem 'Gewaltmonopol' steckt.
Aber er tut es ja leider (aus Vorsatz?) nicht.

Sheepdog , am 06. Januar 2010 um 16:46 ( Link )

@ E.Klaschka:

Der Bürger SELBST wollte in Wirklichkeit gar nicht vor solchen Subjekten geschützt werden. Dies würde ja bedeuten, daß vor jedem Geschäft, jedem Haus ein Beamter stünde. Anders wäre effektiver Schutz nicht zu gewährleisten.
Würden SIE das wollen ?
Oder dann auch den Überwachungsstaat beklagen ?

Wer wollte das finanzieren in Zeiten, in denen - hier in .at - in den meisten kleineren Städten nächtens und am Wochenende überhaupt kein Polizeiposten mehr besetzt ist ?

Die Frage, OB der Staat imstande wäre, den Bürger zu beschützen, stellt sich einfach nicht mehr. Sie wäre lächerlich, und würde die Beamten selbst ganz zu Unrecht diskreditieren. Sie können gar nicht da sein, wo es gerade notwendig wäre.
Daraus ergeben sich eigentlich recht klare Konsequenzen.

FritzLiberal, am 06. Januar 2010 um 16:57 ( Link )

@E.Klaschka:

Unschöne Geschichte.

Falsch. Vielmehr eine sehr schöne Geschichte. Das Opfer ist unverletzt, der Verbrecher tot. Passt.

Mir wäre es prinzipiell deutlich lieber, der Staat würde die Bürger vor solchen Subjekten schützen. Das ist vermutlich auch der ursprüngliche Gedanke, der hinter dem 'Gewaltmonopol' steckt.

Wieder falsch. "Gewaltmonopol" bedeutet, dass allein der Staat das Recht hat, Verbrecher festzuhalten, abzuurteilen und einzusperren. Notwehr im Verteidigungsfall gegen einen gewalttätigen Übergriff durch einen Verbrecher ist hingegen immer ein individuelles Recht.

FritzLiberal, am 06. Januar 2010 um 17:03 ( Link )

@Stefan Miller:

Man kann nicht einfach Waffen erlauben, ohne ...

"Bitte, bitte lieber Staat verbiete mir, frei zu sein. Ich bin zu blöd dafür." Lächerliche Sklaven-Rhetorik.

Sheepdog , am 06. Januar 2010 um 17:03 ( Link )

@ Fritzliberal

Ich bitte um Hilfe: wie fügt man hier ein Zitat ein ?

Jedenfalls "dass allein der Staat das Recht hat, Verbrecher festzuhalten," wäre hier in .at auch falsch.
JEDER Staatsbürger ist berechtigt, einen Verbrecher bis zum eintreffen der unverzüglich gerufenen Polizei festzuhalten - wenn er kann.

Dirk Friedrich, am 06. Januar 2010 um 17:20 ( Link )

Das ist auch für Deutschland falsch. Nach § 127 StPO, dem sog. "Jedermannparagraph", ist jedermann berechtigt, den auf frischer Tat ertappten Täter festzunehmen.

FritzLiberal, am 06. Januar 2010 um 17:23 ( Link )

@sheepdog: den Text vom Posting in das eigene Kommentarfeld hineinkoperen, dann vor dem Zitat "blockquote" schreiben, und nachher "/blockquote" ; diese beiden Worte in spitze Klammern < und > einschließen.

zum "Festhalten": korrekt, ist auch Privatpersonen erlaubt, allerdings eben nur kurzfristig bis zum Eintreffen der Exekutive. Ich bezog mich eher auf die längerfristige Variante, zunächst einmal (glaube ich) 48 Stunden bis zur Vorführung vor einen Richter, und danach in der Untersuchungshaft.

Sheepdog , am 06. Januar 2010 um 17:47 ( Link )

@ foreign correspodent:

Auch der Trafikant hat einen Fehler begangen, denn er hat eine Waffe mit falschem Kaliber weil ungenügender Stoppwirkung verwendet.

Danke für die Hilfe ;-)

Zu obigem: das kann man nicht dem Trafikanten zum Vorwurf machen, denn wo hätte er das denn lernen sollen ? Der Händler, der ihm die 38er verkauft hat, war wohl nicht die geeignete Adresse ...
Doch was soll's ... sie hat in diesem Fall den Job getan.
"Stoppwirkung" gibt es bei Einzeltreffern aus klassischen Kurzwaffenkalibern sowieso nicht, und ich bin schon sehr froh, daß er mit dem einem Schuß sauber getroffen hat. Das wird ihm auch vor Gericht helfen (keine Überreaktion)
Es wird ein Kompromiss bleiben. Meine 454Casull hätte sicher besser gewirkt - und trotzdem führe ich persönlich nur eine 9x19.
Ich bilde in Defensivschießen aus (privat, dafür effektiv), und ich weiß, mit welchen Vorstellungen manche da daherkommen. Aus meiner Sicht hätte der Trafikant, mit dem ihm zur Verfügung stehenden Infos, nichts besser machen können.

Sheepdog , am 06. Januar 2010 um 17:55 ( Link )

Nachtrag auch @ FritzLiberal: Danke :)

freiheitistunteilbar, am 06. Januar 2010 um 17:56 ( Link )

Full ACK. Wer nach dem Leben eines anderen trachtet verdient keine besondere Milde. Natürlich muss das Prinzip der Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt bleiben, im Zweifelsfalle entscheidet ein Richter.

Klar, im Zweifelsfall lässt man sich vom Gewaltmonopolisten vorschreiben, wie man sein Eigentum verteidigt, einfach logisch ;-)

Einen unbewaffneten Dauerlutscherdieb wird man nicht sofort erschießen.

Robin Renitent, am 06. Januar 2010 um 18:00 ( Link )

“Gun ownership is for responsible government agencies. Such as Gestapo, or KGB, or STASI. They know better, right?”

Ich kann nicht umhin zuzugeben: Es erfreut mich, dass der Trafikant den rumänischen Räuber erschossen hat! Der Mann hat meine volle Sympathie. In einem solchen Fall gibt es offensichtlich 3 Möglichkeiten:

Der Räuber erschießt den Händler.
Der Händler erschießt den Räuber.
Der Händler verhält sich passiv, wie linke und staatshörige Gutmenschen es fordern.

Zur ersten Möglichkeit: Warum sollte sich der Händler erschießen lassen? Warum einen Angriff auf sein Eigentum dulden? Nur dann, wenn man Werte vertauscht und Diebstahl bagatellisiert. Das wird usus, das Wort „Bagatelldelikt“ hat ja gerade Konjunktur.

Alternative 2. Der Räuber ist also erschossen. Schön, wenn sich künftig Räuber der Konsequenzen bewusst werden. Das setzt voraus, dass das Grundrecht auf Selbstverteidigung und mithin eine Waffe, in den Gehirnen unserer gutmenschlichen Weicheier wieder Fuß fasst. Generationen sind ja verkorkst worden in der Erziehung zum Schrei nach dem Staat. Und natürlich müssen Täter wieder als Täter benannt werden und nicht zu Opfern umfunktioniert werden.

Die 3. Variante ist die für jeden aufrechten Menschen die Entwürdigenste. Wie kommt man sich vor, wenn man passiv dem Zugriff auf Familie, Eigentum, Erarbeitetes zuschauen muß und nichts unternehmen darf? Dieser Verurteilung zur Hilflosigkeit sind wie ja schon in der Steuer- und Abgabenordnung unterworfen. Es gilt die Sachlagen nicht zu umschreiben. In unserer dauertherapierten Gesellschaft ist uns die Fähigkeit abhanden gekommen uns selbst in die Augen zu sehen. Eine Situation autonom und mit Würde zu meistern.

Wie las ich doch vor 3 Tagen, als ein Flugzeug von der Startbahn abkam und mit dem Vorderrad in der verschneiten Wiese stecken blieb:

“Am Flughafen seien die Menschen psychologisch betreut und mit Essen versorgt worden.“

So ist es. „Psychologisch betreut“. Geht’s auch ohne? Meine Familie hat im ersten Weltkrieg 5 Söhne in einer Schlacht in Flandern verloren. Kann mich nicht erinnern gelesen zu haben, dass meine Urgroßmutter psychologisch betreut werden musste.

Aber so weichgespült sind auch die Kommentare der Müllstreammedien und unter den Meldungen zum Tathergang: Man will sein Leben nicht selbst in die Hand nehmen. Der Staat traut seinem Bürger nicht und er traut ihm eigenständiges Handeln nicht zu. Also regelt er jeden Furz, und die Menschen haben sogar die Fähigkeit verloren sich über diesen Mangel an Vertrauen zu empören.

Oder anders: Ich arbeite und zahle Steuern, Du Staat, erstellst das Moral-, Rechts- Funktionsgerüst in dem ich ohne Blessuren leben kann. Also warte ich ab, bis irgendwann 2 Streifenbeamte vorbeischauen.

Und den Räuber höflich nach seinem Ausweis fragen.

Sheepdog , am 06. Januar 2010 um 18:15 ( Link )

Wenn der Staat das nicht will oder kann, dann hat ein waffentragendes Volk die Möglichkeit das zu ändern und eine andere Regierung einzusetzen.

Das setzt voraus, dem Volk klarzumachen, daß der Staat nicht nur nicht mehr in der Lage ist, sondern das auch gar nicht WILL, das Gesindel in den Griff zu kriegen.
Im Gegenteil: überbordende Kriminalität ist dem Staat nur ein willkommener, natürlich vorgeschobener Grund, die Bürgerschaft zu unterjochen !

georg zakrajsek, am 06. Januar 2010 um 18:30 ( Link )

Eine Korrektur zu Rüdiger Märzen:

Verhältnismäßigkeit der Mittel ist in Österreich bei der Notwehr nicht gefordert. Im Gesetz steht "notwendige Verteidigung". Man kann also einen körperlichen Angriff oder einen Angriff mit einem Messer ohneweiteres mit einer Schußwaffe abwehren.

Und das ist gut so.

Andreas Tögel, am 06. Januar 2010 um 18:32 ( Link )

An Antares; Danke für Ihre wertvolle Ergänzung!

An foreign_correspondent.: Ich schließe mich der Meinung unseres Experten fürs Verteidigungsschießen, Sheepdog, an.

.38Spec. (ein Revolver dieses Kalibers wurde als "Tatwaffe" kolportiert) ist für Verteidigungssituationen in geschlossenen Räumen und auf kurze Entfernung in der Tat keine schlechte Wahl (zur Frage der Munitionstype komme ich noch.)

Hätte das Opfer eine stärker wirkende Waffe - sagen wir im Kaliber .357 Mag. oder gar .44 Mag. verwendet, dann wären

1.) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sowohl Journaille als auch Staatsanwalt mit dem Vorwurf des "Overkills" über ihn hergefallen: "Warum gleich zu einer so furchtbaren Waffe greifen...?!";

2.) Hätte er sein Gehör möglicherweise dauerhaft bschädigt (weil die beiden genannten Kaliber extrem hohe Schalldruckpegel erzeugen und zum Aufsetzen eines Gehörschutzes wohl kaum die Zeit reichte);

3.) Wären wohl - auch bei einem soliden Treffer im Torso des Gauners - hinter ihm auf der Straße befindliche Passanten gefährdet worden (weil das Projektil mit hoher Wahrscheinlichkeit durchgeschlagen hätte);

4.) Sind die von den Obertanen erlaubten Munitionssorten zur Selbstverteidigung allenfalls suboptimal geeignet. Der für solche Zwecke wirksamste Geschoßtyp (Teilmantel-semiwadcutter-Tassenhohspitz-Geschosse) ist verboten. Soweit ich weiß, auch der Exekutive selbst (bitte um Korrektur, falls ich hier falsch liege!), worin für den normalsterblichen Nichtbeamten ein gewisser Trost liegt...;-)!

Werter Sheepdog, hätte der Trafikant also zu Waffe und Munition nach Ihrem Gusto gegriffen, hätte der auf so tragische Weise zu Tode gekommene Eindringling lediglich anstatt dem Gehsteig (den er nicht mehr erreicht haben würde) das Geschäftslokal vollgeblutet...!

Cui bono?

Ergo: Imho alles richtig gemacht...!

Servus aus dem zunehmend rauher werdenden Osten,
A. Tögel

Sheepdog , am 06. Januar 2010 um 18:32 ( Link )

Der Angreifer kann dann keinen Finger mehr krümmen.

Dies ginge nur bei einem Kleinhirntreffer. Da wäre das Kaliber, auch die verwendete Mun, irrelevant.
Bei einem Schuß wie genannt, ist die Wirkung bei EINEM Treffer immer mehr Glückssache für das Opfer. Leider ... bitte entschuldige, wenn ich hier Mythen zerstören muß.

Die Diskussion Revolver versus Pistole halte ich hier für kontraproduktiv. Alles ist besser als nichts.

Sheepdog , am 06. Januar 2010 um 18:44 ( Link )

Lieber Vor-Namenskollege Herr Tögel,

es bereitet mir große Freude, Sie korrigieren zu dürfen, und das ohne jede Häme:

4.) Sind die von den Obertanen erlaubten Munitionssorten zur Selbstverteidigung allenfalls suboptimal geeignet. Der für solche Zwecke wirksamste Geschoßtyp (Teilmantel-semiwadcutter-Tassenhohspitz-Geschosse) ist verboten. Soweit ich weiß, auch der Exekutive selbst (bitte um Korrektur, falls ich hier falsch liege!), worin für den normalsterblichen Nichtbeamten ein gewisser Trost liegt...;-)!

Dies stimmt nicht MEHR !
Das WaffG wurde mittlerweile geändert durch den verehrten Herrn Plattner, sodaß mittlweile Inhabern eines Waffenpasses und eines Sportschützenausweises (!?!?) die Verwendung wirklich guter, wirksamer Geschosse à la Speer Gold Dot, Hornady XTP, etc. wieder ERLAUBT ist.

Herzliche Grüße

Sheepdog , am 06. Januar 2010 um 19:06 ( Link )

Nachtrag, @ Herr Trögel:
auch praktisch genau so gute Geschosse - und damit entsprechende Munition - waren bisher schon ALLEN Zivilpersonen in .at erlaubt:
- Magtech First Defense
- Federal EFMJ
- Fiocchi EMP

Alle diese haben nicht die (hirnverbrannten) Kriterien des österr. WaffG erfüllt ...

Sie merken, Waffenhändler sind oft nicht die besten Informationslieferanten. Man wende sich an die IWÖ ....

Rado, am 06. Januar 2010 um 19:11 ( Link )

Man muss sich fragen, wann Menschen, die derartige Empfehlungen wie zB diese hier von sich geben-

http://www.bmi.gv.at/cms/BK/praevention_neu/vermoegen/raub/ruab_geschfte.aspx

- endlich einmal daran denken, führ ihre Ratschläge, die ja den Anspruch erheben, von Sachverständigen zu stammen, auch strafrechtlich zu haften. Manche dieser Tipps klingen ja bereits so, als würden sie aus dem Munde eines Räubers stammen.
An Opfern dieser Ratschläge gibt es ja genügend um nicht zu sagen Tausende. Wer tritt den wehrlosen Raubopfern oder ihren Hinterbliebenen wie jeder andere Sachverständige gegenüber und sagt: Sorry, der Tote geht auf mich?
Unzählige Opfer dieser staatlich subventionierten Scharlatanerien haben haben hinterher erkennen müssen, wem sie da aufgesessen sind.

Andreas Tögel, am 06. Januar 2010 um 19:15 ( Link )

Verehrter Sheepdog,
besten Dank für die Aufklärung! Da war ich offenbar nicht up to date...:-(!

bracki, am 06. Januar 2010 um 21:13 ( Link )

Guten Abend Herr Tögel,
seit einem Jahr lese ich regelmäßig das EF-Magazin
und bin oft in die Versuchung gekommen einen
Kommentar zu schreiben, hab es dann aber doch gelassen.
Heute geht nichts daran vorbei.
Ihr Artikel ist Spitze!
Da hier sehr großes Interesse Ihrer Leserschaft
an Feuerwaffen und Politik herrscht, empfehle ich
eine kleine nicht kommerzielle Webseite, mit
weiter führenden Informationen zum Waffenbesitz
und sozialistischer Politik.
Ich hoffe das geht in Ordnung.

Mit besten Grüßen

http://www.gerhard-kehr.de

bracki, am 06. Januar 2010 um 22:45 ( Link )

@ foreign_correspondent

Ja. Sie haben Recht, in allen Punkten und
die Liberalen sollten den Fehler von 1972
bereinigen. Dabei will ich helfen.

uranium , am 06. Januar 2010 um 23:00 ( Link )

Das ist zumindestens für Deutschland falsch, das Waffengesetz von 1938 war verhältnismäßig liberal und wurde erst Anfang der 70er Jahre durch die sozial-liberale Koalition wesentlich verschärft.

Liberal war es -meines Wissens nach- jedoch nur für Angehörige der NSDAP und anderer staatsnaher Personen.
Alle anderen brauchten erst die Erlaubnis. Juden war Waffenbesitz verboten.

Rado, am 06. Januar 2010 um 23:00 ( Link )

@foreign_correspondent
Bin leider auf diesem Gerät nicht so fingerfertig.

Versuchen sie es bitte so:

bmi.gv.at
/Prävention/Raub/Raubüberfall auf Geschäfte

Ich meinte zB. diese Stelle die fast so kling wie das, was ein Räuber sagen würde, wenn er in eine Trafik stürmt, allerdings auf Amtsdeutsch:

" ... Wenn es doch zu einem Raubüberfall kommt:

* Bewahren Sie Ruhe. Gegenwehr und Hilfeschreie könnten dazu führen, dass der Täter entgegen seiner ursprünglichen Absicht Gewalt anwendet.
* Folgen Sie widerspruchslos den Anweisungen des Täters. Geben Sie das geforderte Geld langsam und zögernd heraus. Der Schutz von Leben und Gesundheit hat Vorrang vor materiellen Werten. ..."

Das Internet ist voll von dieser Art polizeilicher Ratschläge.

uranium , am 06. Januar 2010 um 23:01 ( Link )

Wer möchte, kann hier für ein liberales österreichische Waffenrecht unterschreiben:

http://tinyurl.com/yzkz8zh

johnnydepp, am 07. Januar 2010 um 1:05 ( Link )

Bürger-wehren sind das Beste was Bürger gegen das Pack aus Osteuropa tun kann. Hilft ebenfalls gut gegen den Staat.

Thomas Jefferson

freigeistig, am 07. Januar 2010 um 2:43 ( Link )

Ich wollte nochmal aufgreifen, was Stefan Miller über Waffenkultur schrieb, das ist nämlich richtig und wichtig.
Denn was glaubt ihr denn, was passiert, wenn man plötzlich von heute auf morgen, jedem Deppen in Deutschland eine Waffe in die Hand drückt ...
All die kleinen Gangsta's und alle anderen Psychopathen die derzeit ihre Phantasien nur am Computer ausleben können, haben auf einmal eine Waffe in der Hand ... und haben zum ersten mal in ihrem erbärmlichen Leben echte Macht! (glauben sie zumindest)
Das Ergebnis wären tägliche Schießereien, mit der Folge das bald 98% der Bevölkerung für die Wiedereinführung der Waffengesetze sind und sich die Überzeugung breit macht, dass Waffenverbote eben doch notwendig sind.
Mit anderen Worten, man hätte das Gegenteil von dem erreicht, was man eigentlich wollte.
Bevor man in Deutschland gefahrlos freien Waffenbesitz einführen kann, muss die Bevölkerung erst wieder lernen, wie man mit Waffen umzugehen hat, dass sie keine Spielzeuge sind, usw.
Das sollte man in der Argumentation mit Normalbürgern berücksichtigen, denn diese (leider realistischen) Apokalypse-Szenarien sind das, was er sich allgemein vorstellt, wenn er die Worte "freier Waffenbesitz" hört. Man muss den Menschen klarmachen, dass es auch anders geht. Und man könnte ihn darauf hinweisen, dass z.B. New York, der Staat mit den härtesten Waffengesetzen der USA, verhältnissmäßig auch die meisten Schießereien hat ...

Rado, am 07. Januar 2010 um 8:07 ( Link )

@foreign_correspondent

Zur Studie der Historie des deutschen Waffenrechtes empfehle ich vor allem diese Lektüre.

http://alex.onb.ac.at

Hierin enthalten ist unter anderem das vollständige deutsche Reichsgesetzblatt 1922-1945

Zu den Aussagen aus dem Link der Polizei Mönchengladbach:
Meines Wissens war das Reichswaffengesetz nach der nationalsozuialistischen Machtübernahme ein Werkzeug zur Festigung und Erhaltung der Macht.
"Liberal" war es für Parteigenossen und die bewaffneten Verbände der Partei. Für die anderen Menschen war es das nicht. Bereits 1933 waren Hausdurchsuchungen nach Waffen bei "unzuverlässigen" Personen an der Tagesordnung und Repressionsmittel erster Art und Güte. Berühmt wurde zB. die Hausdurchsuchung bei Albert Einstein im Jahr 1933 bei der nur ein Brotmesser gefunden wurde (heute übrigends in DE auch bereits ein problematischer Gegenstand).

Bemerkenswert ist, dass die Polizei von NRW gerade diese Verordnung aus 1938 nicht erwähnt.
(Sorry, kann das mit den Links immer noch nicht)

"Verordnung gegen den Waffenbesitz der Juden vom 11.11.1938"

http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=dra&datum=19380004&zoom=2&seite=00001573&x=10&y=6

Uwe Böttjer, am 07. Januar 2010 um 8:13 ( Link )

@stefan miller
1.) Seit Gründung der Bundeswehr 1955 wurden Millionen Männer und Frauen an Waffen ausgebildet. Mich eingeschlossen. Lehrgänge zur Erlangung einer "Waffenkultur" bedarf es m.E. deshalb nicht. Ich habe gelernt, welche Waffe anlaßbezogen am effektivsten tötet, brandschatzt und zerstört. Aber auch Pflege, Sicherung und Lagerung sind mir aufgrund des Drills unvergessen geblieben.
2.) Nun ein praktischer Fall. Ich bin zwei Mal Opfer einer Gewalttat geworden. Einmal war es ein Raubüberfall, an einem Ort, an dem es niemand erwarten würde. Es ging sehr schnell. Als ich mich umdrehte, traf mich der Blitz, und ich sah die Sterne im Himmel. Benommen spürte ich gierige Hände, die meine Tasche durchsuchten. Welche Waffe wäre hier erfolgreich einzusetzen gewesen?
3.) Natürlich sollte jeder erwachsene Mensch aufgrund einer Fach- und Persönlichkeitsprüfung eine Handfeuerwaffe besitzen dürfen.

Sheepdog , am 07. Januar 2010 um 8:47 ( Link )

@ freigeistig:

Darf ich Sie darauf hinweisen, daß es den freien Waffenbesitz hier in Österreich nach wie vor GIBT ?
Kategorie C- und D- Waffen (also Gewehre und Flinten, jeweils ausgenommen halbautomatische) sind hier für jeden Volljährigen völlig frei erhältlich, und auf Waffenbesitzkarten (die zum Erwerb und Besitz von Faustfeuerwaffen erforderlich sind) besteht ein Rechtsanspruch. Die Ausstellung ist zwar lästig, letztlich aber nur eine Formsache.

Und nun bitte ich Sie, mir zu sagen, wo die täglichen Schießereien stattfinden, von denen Sie sprechen.
Oder gilt Ihre Einschätzung für die vielen Deppen nur für .de ?

Rado, am 07. Januar 2010 um 9:15 ( Link )

@foreign_correspondent
Nachtrag zum Posting am 07. Januar 2010 um 8:07

Ein mit zahlreichen Quellenangeben versehener Artikel, der vor einigen Jahren in der ASMZ zu lesen war.
"Das Nazi-Waffengesetz und die Entwaffnung der deutschen Juden"

http://stephenhalbrook.com/law_review_articles/entwaffnung.pdf

Für die Polizei in NRW geht es in ihrem histrischen Abriss mE. darum, Reklame für ein strenges Waffengesetz zu machen, und sie zögert offenbar auch nicht, legale Waffenbesitzer in die Nähe der Nazis zu rücken.

@Sheepdog
Die Frage nach den Deppen in Deutschland können Sie sich selbst beantwortworten, wenn sie sich den Fall Dominik Brunner aus München vor Augen halten.
Dem haben die deutschen Polizeiexperten und Politiker übrigends posthum attestiert, dass er "alles richtig gemacht" habe. Ich bin da anderer Meinung.

Stefan Miller, am 07. Januar 2010 um 9:26 ( Link )

@Uwe Böttjer
ich hatte zwar keine Lust mehr, die hier offenbar vorherrschende Waffennarrheit zu kommentieren, ein letztes mal nur:

1.Die Fähigkeit, mit der Waffe umgehen zu können, genügt nicht den Anforderungen einer Waffenkultur, sonst könnte jeder, wie Homer Simpson, mit der Knarre das Licht ausmachen oder den Fernseher ausschalten.
In den USA pflegen gerade Waffenvereine, die Verbreitung einer Waffenkultur.

2. Eine Schußwaffe hätte Ihnen in diesem Fall nicht geholfen, oder? Was wäre, wenn der Angreifer eine Schußwaffe hätte?

3. Im Prinzip kann er das auch, In Deutschland muß man das zwar noch extra begründen, aber da kann man schon etwas kreativ sein.

@alle anderen, inklusive des Herrn Tögel:
die Kommentare hier zeigen doch deutlich warum der eingeschränkte Waffenbesitz gerade im heutigen Deutschland/Österreich leider unvermeidbar ist. All die Waffennarren warten doch nur darauf, daß sie ohne viel Papierkram an eine Knarre kommen, um sie dann bei der nächsten Gelegenheit einzusetzen, mit dem Ziel, den Gegner zu töten, egal ob notwendig oder nicht.
Aber auch alle unsere "Migranten" würden dann ihre Ehre nicht mehr mit Faustschlägen, Tritten oder Klappmessern verteidigen.

Wie wollen wir zwischen Selbstwehr und Selbstjustiz unterscheiden? Der wilde Westen mußte auch erst eine Waffenkultur entwickeln ehe dann weitere Kulturentwicklung möglich war. Wir müssen doch nicht erst zum Wilden EUsten mutieren. Da gibt es bestimmt bessere Möglichkeiten. Ich wäre definitiv für die Förderung einer Waffenkultur mit Hilfe von entsprechenden Vereinen, die in Deutschland, wo Vereinskultur besonders verbreitet ist, bestimmt sehr gute Erfolgsaussichten hätten.

Sheepdog , am 07. Januar 2010 um 11:14 ( Link )

Ich wäre definitiv für die Förderung einer Waffenkultur mit Hilfe von entsprechenden Vereinen, die in Deutschland, wo Vereinskultur besonders verbreitet ist, bestimmt sehr gute Erfolgsaussichten hätten.

Herr Stefan Miller,

Sie schulden mir eine neue Tastatur, weil meine grad mit meinem Kaffe versaut wurde, den ich ob Ihres Unsinnes darübergeprustet habe.
Sie wollen also nur der Vereinsmeierei das Wort reden - was mich zur Annahme veranlaßt, Sie selbst sind Verbandsfürst, der bestimmen wil, wie die Kultur seiner Mitglieder auszusehen hat.
Ja, ist natürlich klar, daß die deutsche Bundeswehr - Ihrer Aussage nach - nicht imstande ist, ihren Rekruten Verantwortungsbewußtsein mit Waffen beizubringen, Sie als Vereinsfürst hingegen schon.

Sie ignorieren vorsätzlich bereits genannte Fakten und weisen das typisch hoplophobe Verhalten auf: jeder, der nicht Ihrer Ansicht ist, ist ein Waffennarr, basta. Damit kann man andersgesinnte ja ganz wunderbar ins Abseits drängen, nicht wahr ? Jedenfals welche, die diese Masche nicht durchschauen.

Ihre Aussagen strotzen vor Unterstellungen, enthalten aber keine auf fakten basierenden Argumente.

uranium , am 07. Januar 2010 um 11:35 ( Link )

Waffennarren

Was ist denn ein "Waffennarr"?

Hört sich eher nach Mainstreammedien und Bildungsauftragsvokabular an.

Andreas Tögel, am 07. Januar 2010 um 11:48 ( Link )

Sehr geehrter Herr Miller

All die Waffennarren warten doch nur darauf, daß sie ohne viel Papierkram an eine Knarre kommen, um sie dann bei der nächsten Gelegenheit einzusetzen, mit dem Ziel, den Gegner zu töten, egal ob notwendig oder nicht.
Vielen Dank für die Bezeichnung "Waffennarr"!

Nun, ich ich zähle seit nunmehr rund 35 Jahren zum Kreis der Waffenbesitzer und es hat mich in diesen vielen Jahren noch niemals danach verlangt, eine meiner Waffen dazu einzusetzen, um "einen Gegner zu töten...". Ich wüßte auch keinen Grund, weshalb es sich bei anderen Schützen anders vehalten sollte.

Sheepdog hat bereits darauf hingewiesen: in Österreich ist es ohne weitere Formalität jedem Volljährigen möglich, Flinten und Büchsen - gleich welchen Kalibers - in unbegrenzter Zahl zu erwerben. Und - man kommt aus dem Staunen nicht heraus - es passiert nix damit! Wenn eine Feuerwaffe zur Begehung einer Straftat verwendet wird (was in den allerwenigsten Fällen vorkommt), dann sind es regelmäßig Faustfeuerwaffen - keine Gewehre. Und über 90% dieser FFW wiederum wurden illegal beschafft.

Und nun bitte ich Sie um Aufklärung darüber, inwiefern der Sicherheit gedient ist, wenn man den Erwerb von Waffen mit denen, wie gesagt, keinerlei Schaden angerichtet wird, mit bürokratischen Hürden erschwert.

Ein kurzer Blick ins Geschichtsbuch liefert in hinreichender Zahl Gründe dafür, eher dem Staat und dessen Bütteln den Waffenbesitz zu untersagen, anstatt dem rechtschaffenen, freien Bürger...
Gruß aus Wien,
A. Tögel

Stefan Miller, am 07. Januar 2010 um 12:24 ( Link )

@Andreas Tögel
"hätte der Trafikant also zu Waffe und Munition nach Ihrem Gusto gegriffen, hätte der auf so tragische Weise zu Tode gekommene Eindringling lediglich anstatt dem Gehsteig (den er nicht mehr erreicht haben würde) das Geschäftslokal vollgeblutet...!

Cui bono?"

sollte das etwa witzig sein? Oder vielleicht ironisch?
Ein Mensch ist unnötigerweise tod. Unnötigerweise, denn er hatte nachweislich keine Möglichkeit gehabt, den Händler zu erschiessen.
Da gibt es nichts zu lachen oder zu ironisieren Herr Tögel. Kein Mensch hat das Recht, das Leben eines anderen Menschen auszulöschen. Stellen Sie sich doch einfach mal vor, der Räuber wäre kein fremder Rumäner sondern ein österreichischer Jugendlicher, würden Sie dann auch darüber spekulieren, ob er mit einem größeren Kaliber erschossen den Laden vollgeblutet hätte?

Stefan Miller, am 07. Januar 2010 um 12:38 ( Link )

@Andreas Tögel

"Und nun bitte ich Sie um Aufklärung darüber, inwiefern der Sicherheit gedient ist, wenn man den Erwerb von Waffen mit denen, wie gesagt, keinerlei Schaden angerichtet wird, mit bürokratischen Hürden erschwert."

weil dann vielleicht auch der Räuber eine echte Waffe hätte und dann wären die Chancen ungleich höher, daß der Händler zuerst erschossen worden wäre.
Anscheinend sind bürokratische Hürden ausreichend, um viele möchtegern Gunslingers von Waffen abzuhalten. Das ist besser als nichts, finde ich.
Was ich unter Waffenkultur verstehe, habe ich bereits kurz angerissen.
Ich habe übrigens keine Zweifel daran, daß Sie und viele anderen Diskutanten hier, wenn auch vermutlich nicht alle, über eine solche Kultur verfügen.

uranium , am 07. Januar 2010 um 12:54 ( Link )

Ich habe übrigens keine Zweifel daran, daß Sie und viele anderen Diskutanten hier, wenn auch vermutlich nicht alle, über eine solche Kultur verfügen.

Was den Liberalen ausmacht.


Kein Mensch hat das Recht, das Leben eines anderen Menschen auszulöschen.

Die Verneinung des Rechts auf Selbstverteidigung ist Zustimmung zur Unterwerfung und Sklaverei.

uranium , am 07. Januar 2010 um 13:08 ( Link )

Korrektur: Sie stimmen nicht zu, aber sie lassen es geschehen.

Sheepdog , am 07. Januar 2010 um 14:17 ( Link )

Unnötigerweise, denn er hatte nachweislich keine Möglichkeit gehabt, den Händler zu erschiessen.

Hintennach gescheiter sein können alle.

Sie, Herr Miller, haben eins nicht begriffen: es geht nicht darum, was sich hintennach rausstellt, sondern, wovon das Opfer (!!) zum Tatzeitpunkt auszugehen hatte !
In diesem Fall ging das Opfer - jawohl, der Trafikant ist das Opfer, nicht der Räuber ! - zu Recht von Lebensgefahr aus, und er hat entsprechend gehandelt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Die nicht funktionsfähige Waffe war für das Opfer nicht als Plazebo zu erkennen. Ich selbst besitze übrigens, zu Trainingszwecken, eine Softair-"Waffe", die von keinem (!!) Polizisten auch nur aus 1m Entfernung, ganz ohne Stress, als solche erkannt würde, solange ich sie ihm nicht aushändige. Derlei Nachbauten gibt es zu hunderten. Hierüber mögen Sie sich bei den Herstellern beklagen, aber nicht einem Opfer einen Vorwurf machen.
Wer dann mit so etwas einen Überfall begeht und an den Falschen kommt, ist schlicht ein ernstzunehmender Kandidat für den Darwin-Award, jedoch in keiner Weise bedauernswert. Schließlich war es ja im Sinne des Täters, das Opfer in dem Glauben zu lassen, das Ding sei echt und gefährlich - anders wäre wohl keine ausreichend unterstützende Wirkung für sein Umverteilungsvorhaben gegeben gewesen.

Übrigens zeugt es von der Genauigkeit Ihrer Recherchen, wenn Sie die Nationalität des Täters zu kennen behaupten. Nirgendwo wurde die bisher genannt, und daß der rumänische Paß ganz sicher nicht ihm gehörte, dürfte hinlänglich bekannt sein.

FritzLiberal, am 07. Januar 2010 um 14:41 ( Link )

@Stefan Miller:

Anscheinend sind bürokratische Hürden ausreichend, um viele möchtegern Gunslingers von Waffen abzuhalten. Das ist besser als nichts, finde ich.

Sie ignorieren beharrlich sämtliche Hinweise von anderen Forumsteilnehmern, dass es etwa in Österreich, aber auch in der Schweiz (Sturmgewehr zu Hause!) deutlich einfacher ist, legal an Schusswaffen zu kommen als in Deutschland, und in diesen Ländern dennoch (oder gerade deshalb?) die Rate an Gewaltkriminalität geringer ist. Weiters scheint Sie nicht zu interessieren, dass lt. Expertenschätzungen in Deutschland etwa 2 illegale auf jede legale Schusswaffe kommen. So erfolgreich kann das Konzept, Kriminelle mittels bürokratischen Einschränkungen vom Schwusswaffenbesitz fernzuhalten, also nicht sein. So wird Sie wahrscheinlich auch die Information nicht interessieren, dass ein allgemeines Verbot von Faustfeuerwaffen in England dort einen deutlichen Anstieg (!) an Gewaltkriminalität zur Folge hatte, während in den Bundesstaaten der USA, die unbescholtenen Bürgern das verdeckte Tragen von Schusswaffen erlauben, selbige signifikant gesenkt werden konnte. Auch die durchgehenden Misserfolge bei staatlichen Prohibitionsprogrammen in anderen Bereichen, die außer einer Kriminalsierung von anständigen Bürgern wegen opferloser "Verbrechen" stets nur zu mehr Beschaffungskriminalität und mehr staatlicher Bevormundung führt, ist wohl uninteressant. Ach ja, und die historische Tatsache, dass der stets schwer bewaffnete Staat mit einer entwaffneten Bevölkerung im Fall der Fälle leichtes Spiel hat, ebenso.

Aber das zeichnet eben Linke aus. Man hat sein festgefügtes Weltbild, Tatsachen stören da nur.

Stefan Miller, am 07. Januar 2010 um 15:07 ( Link )

@Sheepdog
ganz ruhig, lassen Sie Ihre Waffen stecken. Ich mache dem Verkäufer doch keine Vorwürfe. Dennoch ist der Ausgang tragisch, finden Sie nicht? Hat der mit einer Spielzeugpistole "bewaffneter" Räuber den Tod wirklich verdient?

@FritzLiberal
ich ignoriere die Hinweise doch nicht. Ich habe sogar selbst geschrieben, daß es auch in Deutschland möglich ist, eine Waffe legal zu beschaffen. Nur scheint der nötige Papierkram bereits viele abzuschrecken. Diejenigen, die das bewältigen und sich dennoch eine Waffe besorgen, haben sich in der Regel auch schon etwas mehr Gedanken über den Sinn oder Unsinn dergleichen gemacht. Der Papierkram ist zwar ein grober aber recht effektiver Filter. Die illegalen Waffen sind hier ohne Belang. Die wird es geben, ob der Staat die Gesetze lockert oder nicht.

dickbrettbohrer, am 07. Januar 2010 um 15:21 ( Link )

@Stefan Miller fragt:
"Hat der mit einer Spielzeugpistole "bewaffneter" Räuber den Tod wirklich verdient?"

Ach, das bringt aber das Blei dazu, um die Ecke zu fliegen! Vor soviel Schmalz versinkt die Seele des Lesers im Dunkel seiner eigenen Hausschuhe.
Herr Miller, wenn Sie sich gekonnt als todbringender Gangster verkleiden und mit eindeutig unfreundlichen Absichten in fremdes Terrain eindringen, müssen Sie sich nicht wundern, wenn man Sie dort auch ernstnimmt! Wollten Sie das nicht? Dann sollten Sie sich auch nicht darüber beklagen, daß Sie womöglich anschließend nicht mehr dazu kommen, aufklärende Worte zu sprechen, die den eigentlichen Zweck Ihres unerwarteten Auftauchens beleuchten sollten: "Ätsch, reingefallen! War doch bloß Spaß!"

Sheepdog , am 07. Januar 2010 um 15:35 ( Link )

@Sheepdog
ganz ruhig, lassen Sie Ihre Waffen stecken.

Was veranlasst Sie zu der infamen Unterstellung, ich würde in einer Diskussion Waffengewalt anwenden ?
Aber selbst da ist die "Argumentationsschiene" von Leuten Ihres Schlages erkennbar. Und ich gebe zu, sie ist sehr geschickt, Journalisten (überwiegend nicht nur links, sondern auch dumm) fallen in Massen darauf rein.

Ich mache dem Verkäufer doch keine Vorwürfe.

Ach nein ? Da lesen sich Ihre Kommentare aber anders.

Dennoch ist der Ausgang tragisch, finden Sie nicht? Hat der mit einer Spielzeugpistole "bewaffneter" Räuber den Tod wirklich verdient?

Nein, finde ich in der Tat nicht ! Einen Umverteiler weniger im Genpool kann ich nicht vermissen.
Von "verdient" hingegen sprach hier niemand. Dies zu beurteilen wäre Sache von Richtern in Ländern, in denen das überhaupt eine Option darstellt. Das trifft weder auf Österreich noch, soweit ich weiß, auf Deutschland zu.
Dieser Täter hat halt damit spekuliert, daß er eh auf einen Gutmenschen trifft, der so dumm ist, auf selbstverteidigungszersetzende Empfehlungen ganz weniger, politisch indoktrinierter Exekutivbeamter (die stille Überzahl sieht es ganz anders) zu hören - und Pech gehabt. Er hat seinen Tod ganz allein selbst billigend in Kauf nehmen müssen - und ihn erlitten.
Ich hoffe sehr, daß das Beispiel Schule macht.
Das wird der Sicherheit aller dienen, sogar - auch wenn Sie das vielleicht nicht verstehen werden - der Ihren.

Stefan Miller, am 07. Januar 2010 um 15:40 ( Link )

@dickbrettbohrer
würden Sie auch jemanden erschiessen,der Steine auf Sie wirft? So'n Stein könnte Sie auch umbringen oder schwer verletzen.
Was ist mit großen Hunden, die auf Sie zulaufen? Würden Sie dann auch die Knarre ziehen?

Oder was wäre, wenn ein Kind mit einer echt aussehenden Waffe auf Sie zielen würde? Würden Sie dann schiessen? Würden Waffen ähnlich einfach zu beschaffen sein, wie Alkohol, dann könnte so'n Kind durchaus eine echte Knarre haben. Wenn sich dann herausstellt, es war nur eine Attrappe, würden Sie dann denken, was soll's, war nicht meine Schuld?

Wenn Sie so denken, dann sollten Sie auf keinen Fall eine Waffe besitzen. Denn da wären Sie für die Gemeinschaft genauso gefährlich wie ein bewaffneter Räuber.

Sheepdog , am 07. Januar 2010 um 15:46 ( Link )

Die illegalen Waffen sind hier ohne Belang. Die wird es geben, ob der Staat die Gesetze lockert oder nicht.

Das ist ein sehr erstaunlicher Ansatz, wie mir gerade auffällt.

Illegale Waffen und deren Besitzer - die natürlich Kriminelle sind - stellen für Sie also keine Bedrohung dar.
Hingegen Legalwaffenbesitzer wären es ...

Ein bemwerkenswerter Hinweis darauf, welchem Lager Sie angehören, Herr Miller. Ich bedanke mich in aller Form.

FritzLiberal, am 07. Januar 2010 um 16:50 ( Link )

@Stefan Miller:

Die illegalen Waffen sind hier ohne Belang. Die wird es geben, ob der Staat die Gesetze lockert oder nicht.

Richtig erkannt. Und deshalb hat der Staat keinerlei Berechtigung, anständigen Bürgern den Besitz oder das Tragen von Schusswaffen zu verbieten oder auch nur durch bürokratische Schikanen zu erschweren. Insbesondere die staatliche Registrierung von Schusswaffen ist absolut abzulehnen. Registrierung ist nur die Vorstufe von Konfiszierung.

Und wer, wie Sie, offensichtlich ein Problem damit hat, eine Schusswaffe zu besitzen, für den gibt es einen einfachen Ausweg: er soll sich keine kaufen. Aber er soll seine irrationalen Ängste nicht in Form von staatlicher Gewalt auf die gesamte Bevölkerung ausdehnen.

hoeppe, am 07. Januar 2010 um 17:02 ( Link )

würden Sie auch jemanden erschiessen, der Steine auf Sie wirft?

Wie so sollte er nicht? Der hiesige Luxus-Liberale, in der sozialen Zwangsgemeinschaft vollkommen hilflos eingebettet, entwickelt bei der individuellen Verteidigung seiner, mittels unrechtmäßiger FIAT-Money, rechtmäßig erworbenen Habe offensichtlich eine nicht zu unterschätzende Wehrhaftigkeit.

Mehr noch als das Rumgeballer im eigenen Vorgarten, würde es mich allerdings beeindrucken, wenn er mit der gleichen Wehrhaftigkeit der nächstgelegenen räuberischen Steuerbehörde entgegentreten würde.

freigeistig, am 07. Januar 2010 um 18:29 ( Link )

@foreign_correspondent

Gibt es so viele Deppen in Deutschland? Es besteht doch allgemeines und gleiches Wahlrecht, auch für die Deppen. Dann müssen Sie das Wahlrecht auch ändern damit die Deppen nicht an die Urne dürfen.

Ja, natürlich gibt sehr viele Deppen in Deutschland. Unter Depp verstehe ich hier, dass sie unfähig sind, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen und Verantwortung für ihre Taten zu übernehmen. Anstatt Depp hätte ich auch Knecht oder Sklave schreiben können.
Der Punkt ist, dass sie nicht mit Waffen klarkommen würden, weil sie es nie gelernt haben.
Damit meine ich weniger die Fertigkeiten zum Schießen an sich, sondern das Bewusstsein, was eine Waffe bedeutet. Nämlich Macht.

Man muß den Menschen klar machen, daß Waffenbesitz eine Souveränitätsrecht wie das Wahlrecht ist. Nur Knechten wird das Waffentragen von ihren Herren verboten.

Eben das, Macht durch Waffen ist die Grundlage für Souveränität und damit der individuellen Freiheit.
Individuelle Freiheit erfordert aber das Bewusstsein, dass man für all seine Taten selbst verantowrtlich ist.
Davon sind viele(die meisten?) in Deutschland aber weit entfernt, sondern in ihren Köpfen sind sie noch immer Untertanen, die das Gefühl haben, das jemand für sie verantwortlich und sie nicht selbstständig handeln dürfen, sondern immer um Erlaubnis fragen müssen. Gibt man einem solchen Menschen, der sich nicht für seine Taten verantwortlich fühlt, eine Waffe in die Hand, wird er sie womöglich unüberlegt einsetzen.
Darum Waffenlegalisierung grundsätzlich ja, aber eine allmähliche Lockerung ist vermutlich gesünder ...
Und die sollte natürlich einhergehen, mit Stärkung aller anderern Individullen Rechte ...
Naja, schön wärs, das Gegenteil ist natürlich der Fall.

bracki, am 07. Januar 2010 um 21:17 ( Link )

@ freigeistig

"....sondern das Bewusstsein, was eine Waffe bedeutet. Nämlich Macht...."

Wer eine Waffe besitzt hat nicht mehr Macht, als Jener der keine hat.
Wer eine Waffe hat, hat Verantwortung.

Sicher kann man jetzt Argumentieren, dass wenn Einer einen Anderen mit einer Waffe bedroht, etwas zu tun, was er sonst nicht machen würde, daher Druck auszuüben
( fälschlich als Macht bezeichnet )
Folglich:... ist der Druck mit der Waffe weg, ist alles wie gehabt, also keine Veränderung.

Mächtig hingegen ist, wer im Stande ist langfristige, ohne Drücke Veränderungen herbeizuführen.

FritzLiberal, am 07. Januar 2010 um 23:20 ( Link )

@freigeistig:

das Bewusstsein, was eine Waffe bedeutet. Nämlich Macht.

Korrekt. Und die meisten Waffen hat der größte Verbrecher von allen, der Staat. Und damit auch die meiste Macht. Und da machen sich manche hier in die Hosen wegen der .38er eines Trafikanten.

Rado, am 08. Januar 2010 um 11:03 ( Link )

@foreign_correspondent
Die Mode der Schulmassakker durch Schüler, (in Dunblane war es ja ein Pädophiler Jugendbetreuer) fängt meines Wissens in Deutschland und Europa erst mit dem Kinofilm "Bowling for Columbine" an. Kann mich erinnern, dass damals ganze Schulklassen unter großem Jubel von ihren Lehrern in die Kinos reingeschleppt wurden.

Thomas Fink, am 08. Januar 2010 um 12:35 ( Link )

Läßt man den Kapitalismus, dann löst er jedes Problem: http://www.youtube.com/watch?v=EAyJhnrCQFw

freigeistig, am 08. Januar 2010 um 13:19 ( Link )

Lese ich da richtig zwischen Zeilen, daß Sie ein Klassenwahlrecht oder eine Demokratie wie im antiken Griechenland fordern?

Nein, ich wünsche mir die Auflösung der überdimensionierten Nationalstaaten, weil ich nicht einsehe, warum Millionen von Menschen, mit denen ich nichts zu tun habe und in den meisten Fällen auch nichts zu tun haben will, das Recht haben, über mein Leben zu bestimmen. Und das tun sie, indem sie Politiker wählen, die mein Leben reglementieren.
Nationale Verteidigunsbündnisse, Handelsvereinbarungen und ähnliches ja, aber was darüber hinaus geht wie Staatliche Schulpflicht, zentrale Steuern usw. - nein.
Demokratie mit gleichem Wahlrecht ja, aber nur da wo es Sinn macht und von allen gewünscht ist. Also hauptsächlich auf lokaler Ebene.

So, nur ist das im Moment leider Wunschdenken und man muss leider unschöne Kompromisse eingehen können. Kompromisse, mit denen auch der Rest von halbsouveränen Untertanen leben kann.
Und so bin ich zwar prinzipiell gegen Amtliche Führungszeugnisse und ähnliches, aber wenn ich somit ohne größere Probleme Zugang zu Waffen hätte, könnte ich damit leben und würde es befürworten.
Was aber unbedingt freigegeben werden sollte, ohne Führungszeugnis, sind Taser. Denn die sind ein effektives Verteidigungsmittel im Nahkampf und in der Regel nichttödlich, auf jeden Fall um einiges ungefährlicher als eine Pistolenkugel, aber mit einer ungleich höheren Stoppwirkung.
Und naja wen wunderts, Pistolen kann man mit Aufwand immer noch bekommen - Taser sind in Deutschland jedoch verboten wurden.
Wo kämen wir denn auch hin, wenn sich jeder selbst verteidigen dürfte ...

Hobeldo, am 08. Januar 2010 um 14:26 ( Link )

Ja, der Wahnsinn ...

Zu beachten gäbe es da noch einige andere Tatsachen:
- Es gibt, auch in Deutschland, sehr viele Menschen, die einem mit scharfen Schußwaffen auf der Staße entgegenkommen, ohne daß man's wissen würde. Da sind mir registrierte Waffen in ALLEN Haushalten deutlich lieber.
- Besonders im ländlichen Bereich gibt es ebenfalls sehr viele "Deppen", nämlich Jäger und Schützen, die zumindest zu Hause Waffen haben und damit recht gut umzugehen wissen (bei Vergleichen auf unserem Schießstand schneidet die Staatsgewalt bestenfalls mittelmäßig ab, soviel zu Handhabung und Training).
- Kein Mensch verbietet PKW (ca. 5000 Tote pro Jahr allein in D) oder fordert ein Tempolimit. Hier heißt es immer:" Freie Fahrt für freie Bürger". Dies hat aber auch Vorteile, da man bei staatlichen Übergriffen mit Vollgas fliehen kann.
- Würde ich auf einen Menschen schießen, der mit Steinen nach mir wirft? Na sicher, es sei denn es handelt sich um langsame, kleine Steinchen, von denen keine Gefahr ausgeht, z.B. Sand. Würde ich auf einen Hund schießen, der mich Angreift? Sofort! Würde ich auf ein Kind schießen, welches mit einer (offensichtlich scharfen) Waffe auf mich zielt? Im Zweifelsfall ja, ggf. zunächst einen schnellen Schuß in die Luft um durch den Knall abzuschrecken. Würden Sie auf einen Hund schießen, der auf ein Kind zuläuft? Oder muß das arme, depperte Kind dann selbst sehen, wie es klarkommt?
Es ist immer wieder erfrischen, wie hier einige schöngeistige Salonmenschewisten ihren Mitmenschen Dinge verbieten wollen, vor denen sie selbst Angst haben, getreu dem Motto:" Ich wills nicht und daher darfst Du das auch nicht". Das ist übelstes Bessermenschentum und von Freiheit kilometerweit entfernt. Töten kann man auch (übrigens lautlos) mit einem Kugelschreiber, Schraubendreher, Klavierseite oder z.B. einem Schal (da würde das Führen der Tatwaffe im Winter nicht einmal auffallen). Oder es fällt einem irgendetwas auf den Kopf. Das ist Lebensrisiko. Nicht verhinderbar!

:-) Hobeldo

vonclausewitz, am 08. Januar 2010 um 18:54 ( Link )

Zum Neujahr schenkt IM "Erika" und der Sparkassenpräsident allen volljährigen BürgerInnen eine AK-74 aus NVA-Beständen! Oder hilft über die Abwrackprämie beim Erwerb eines brandneuen HK Modells.

georg zakrajsek, am 08. Januar 2010 um 20:23 ( Link )

Ergänzung:

Gleich nach der Reichskristallnacht (an der die Juden sicher nicht schuld waren, sondern die Nazis) hat man den Juden ausnahmslos den Waffenbesitz verboten und deren Waffen entschädigungslos eingezogen.

Heute scheint es mir, daß die legalen Waffenbesitzer die Rolle der Juden übernommen haben. Die Menschen in Deutschland, denen man jetzt ihre Waffen wegnehmen möchte, haben nichts mit Amokläufen oder Ähnlichem zu tun.

Diese Waffenverbote waren der Beginn des Holocaust. Gelernt haben daraus nur die damaligen Opfer - die Juden nämlich. Wir haben nichts daraus gelernt.

Knieriem, am 09. Januar 2010 um 11:25 ( Link )

Wien ist wieder etwas sicherer geworden! Mir persönlich ist es lieber, ein Räuber ist tot, als ein Unschuldiger! Ich kann die "Beschwichtigungshofräte" nicht mehr hören, die uns immer Devotheit gegenüber dem Verbrecher empfehlen. Der Schuß war rechtens - dafür muß er sich weder genieren noch rechtfertigen. Bewaffnete Räuber haben ungezählte wehrlose Opfer auf dem Gewissen. Diese hatten keine Chance sich zu wehren und/oder zu überleben! Die wehrwilligen Waffenbesitzer in den Republiken sollten endlich aufstehen und klar machen, daß sie Wähler sind! Der Staat kann und/oder will uns die Sicherheit, die wir wollen, nicht geben, deshalb werden wir sie uns nehmen müssen!

Wie heißt es so schön in einem alten Lied?

Der Gott, der Eisen wachsen ließ,
Der wollte keine Knechte,
Drum gab er Säbel, Schwert und Spieß
Dem Mann in seine Rechte,
Drum gab er ihm den kühnen Mut,
Den Zorn der freien Rede,
|: Daß er bestände bis aufs Blut,
Bis in den Tod die Fehde. :|

freigeistig, am 09. Januar 2010 um 14:59 ( Link )

Töten kann man auch (übrigens lautlos) mit einem Kugelschreiber, Schraubendreher, Klavierseite oder z.B. einem Schal

Man kann jemanden in Sekundenschnelle auch mit bloßen Händen töten, wenn man weiß wo man treffen muss ...
Konsequenterweise waren effektive Kampfsportarten in der DDR verboten. Soweit können sie bei uns noch nicht gehen, hoffen wir, dass das so bleibt. Zuzutrauen ist denen ein Verbot jedoch allemal, es wurden vor nicht allzulanger Zeit auch Soft-Nunchakus verboten. Das sind Übungsgeräte aus weichem Schaumstoff, mit denen man niemanden verletzen könnte - und doch zählen sie als verbotene Waffe.

Knieriem, am 09. Januar 2010 um 17:12 ( Link )

@freigeistig
De facto ist es aber für einen geübten Judoka (Judo war ja in der DDR erlaubt, oder?) durchaus möglich einen Angreifer absichtlich so zu werfen, daß dieser schwer- ev. sogar tödlich verletzt wird. Judo wird aber wahrscheinlich wenig gegen Schußwaffen nützen. Das Problem aber könnte in unserer von einem kleinen Klüngel linker Politiker und einer artverwandten Journaille dominierten Gesellschaft bald sein, daß das Recht auf Notwehr, m.E. eines der wichtigsten Menschenrechte, völlig unterhöhlt oder gar abgeschafft wird.

Al_Bore, am 09. Januar 2010 um 23:19 ( Link )

@Hobeldo

"Da sind mir registrierte Waffen in ALLEN Haushalten deutlich lieber."

Wozu registrieren, wenn sowieso alle Haushalte bewaffnet sein sollen? Registrierung ist nur der Hebel für absehbare staatliche Konfiskation. Ansonsten volle Zustimmung!

freigeistig, am 11. Januar 2010 um 20:29 ( Link )

De facto ist es aber für einen geübten Judoka (Judo war ja in der DDR erlaubt, oder?) durchaus möglich einen Angreifer absichtlich so zu werfen, daß dieser schwer- ev. sogar tödlich verletzt wird.

Richtig, Judo war als einzige (asiatische)Kampfsportart erlaubt. Und ja, wenn man Meister in Judo ist, kann man sich gegen die meisten Angreifer sicherlich verteidigen. Aber eben nur als Meister und um dahin zu kommen, erfordert es jahrelanges und intensives Training!
Für denjenigen, der nur das Ziel hat, sich selbst verteidigen zu können, ist Judo eher ungeeignet.
Mit Thai-Boxen z.B. kommt man viel eher zum Ziel, nach ein paar Wochen intensiven Trainings ist man i.d.R. den meisten Durchschnittsschlägern überlegen ...

Knieriem, am 12. Januar 2010 um 22:34 ( Link )

@foreign_correspondent

Damit wären wir ja wieder am Anfang der Diskussion bei jenen, die meinten, daß der Waffengebrauch durch den Trafikanten, gelinde gesagt, überzogen war.
Die beiden älteren Damen hatten scheinbar keine Möglichkeit sich mit einer Schußwaffe zu verteidigen, und so ihr Leben zu retten.
Die Frage ist, ob hier der Aufschrei jener, die um das Leben von Verbrechern so viel Aufheben machen, hier genauso aufheulen?
Der Täter ist ja auch nur mutmaßlich, die Opfer aber tatsächlich und endgültig tot!

madam, am 13. Januar 2010 um 1:45 ( Link )

"Macht durch Waffen ist die Grundlage für Souveränität und damit der individuellen Freiheit."

Selbst sind doch die freien Männer, die Waffen tragen müssen, damit sie souveräne Männer sind. Tun Sie sich doch zusammen und kaufen sich eine Insel im Stillen Ozean. Dort können Sie dann Waffen tragen, bis das Atoll bricht.

madam, am 13. Januar 2010 um 2:35 ( Link )

haha, da ich zu dumm bin, eine Waffe zu bedienen, habe ich mit Waffenverboten / Einschränkungen kein Problem. Sie haben aber offensichtlich jede Menge Probleme, wenn Sie waffenlos sind. Aber selbst mit Waffe bleiben auch Sie Knecht oder Sklave. Die Waffe ist Ihr Plazebo für Souveränität und Freiheit, und Plazebos wirken ja bekanntlich.

FritzLiberal, am 13. Januar 2010 um 9:25 ( Link )

@madam: jemand, der sogar zu blöd ist, eine Waffe zu bedienen, muss den IQ eines Grottenolms haben. Insofern gestatte ich mir, Ihre Bemerkungen über Freiheit und Waffenbesitz entsprechend einzuordnen.

madam, am 13. Januar 2010 um 12:14 ( Link )

@foreign_correspondent

...Wenn der Staat das nicht will oder kann, dann hat ein waffentragendes Volk die Möglichkeit das zu ändern und eine andere Regierung einzusetzen.

das geht in einer Demokratie mit einem Bleistift in der Wahlkabine. Wenn Sie dort auf dem
Wahlzettel keine passende Partei finden, gründen sie eine!
Wie setzt das waffentragende Volk denn eine andere Regierung ein? Im Parlament die Regierung erschiessen? Übrigens haben die Bürger in der ehem. DDR eine neue Regierung eingesetzt ohne Waffen.

bracki, am 13. Januar 2010 um 12:29 ( Link )

@ madam

"Übrigens haben die Bürger in der ehem. DDR eine neue Regierung eingesetzt ohne Waffen. "

Außergewöhnlich, dass, das so funktioniert hat.

Die Bürgerin und der Bürger brauchen Feuerwaffen, um sich vor Kriminellen zu schützen, der Staat vermag das Volk nicht zu schützen, lieber schickt er unsere Soldaten in Kampfeinsätze, und verhöhnt sie anschließend.
Lug und Trug sind die Geschäfte des Staates.

madam, am 13. Januar 2010 um 13:32 ( Link )

@FritzLiberal
Sie messen den IQ von Ihresgleichen eh in Kaliber

FritzLiberal, am 13. Januar 2010 um 13:53 ( Link )

@madam: übrigens, falls Sie es mit Ihrem begrenzten Horizont nicht begriffen haben, es will Sie keiner zwingen, Waffen zu besitzen oder zu tragen. Sie können es auch sein lassen.
http://www.a-human-right.com/s_dont.jpg

madam, am 13. Januar 2010 um 14:33 ( Link )

@FritzLiberal: das ist mir schon klar, dass ich nicht Waffen tragen muss. Ihre Grottenolm-IQ-Horizont-Rhetorik lässt mich vermuten, dass Sie ein sehr nervöses Revolverhändchen besitzen. Es sollen ja auch schon Unbeteiligte durch Querschläger getroffen worden sein.

FritzLiberal, am 13. Januar 2010 um 14:50 ( Link )

@madam:

Es sollen ja auch schon Unbeteiligte durch Querschläger getroffen worden sein.

Weniger oder mehr als die Verbrechensopfer? Weniger oder mehr als die 100 Millionen, die dank des segensreichen Wirkens des Staates allein im 20.Jahrhundert vorzeitig abtreten durften?

madam, am 14. Januar 2010 um 18:23 ( Link )

@foreign_correspondent
Wenn Sie eine Regierung in Deutschland durch eine Miliz "abwählen" wollen, stellen Sie sich ausserhalb des Grundgesetzes, so einfach ist das.


Second Amendment to the United States Constitution: A well regulated Militia, being necessary to the security of a free State, the right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed.

irrelevant, denn wir leben in Deutschland und nicht in den USA. Sie werden zur Zeit keine Mehrhaft für eine erleichtertet Bewaffnung der Bürger bekommen.

madam, am 14. Januar 2010 um 18:36 ( Link )

@foreign_correspondent
Sie wären wohl gerne ein libertärer Terrorist, trauen sich aber nicht.

Mit allen ihren Waffen werden Sie KEINE Änderung der politischen Diskussion herbeiführen. Es bleibt Ihnen ALLEIN Ihre STIMME. Wenn Sie der Ansicht sind, dass Waffen besser sprechen als Ihre STIMME sind Sie sowas auf dem Holzweg...

Den Christopher Street Day den Sie und Ihre Gesinnungsgenossen jährlich feiern...

War noch nie auf einem. Was würden Sie denn mit diesen Gesinnungsgenossen gerne machen? Gehen Sie auf einen Schießplatz und bauen dort Ihre pathologischen Agressionen ab!

FritzLiberal, am 15. Januar 2010 um 8:13 ( Link )

@madam:

Wenn Sie eine Regierung in Deutschland durch eine Miliz "abwählen" wollen, stellen Sie sich ausserhalb des Grundgesetzes, so einfach ist das.

Die Demonstranten in der seinerzeitigen "DDR" haben auch gegen damals gültiges Papierrecht verstoßen - so what?

FritzLiberal, am 15. Januar 2010 um 8:18 ( Link )

foreign_correspondent:

Ist mal wieder so eine dumme Unterstellung. Ist für Sie jemand der für die Freiheit ist ein Terrorist? Bei Ihrer Sichtweise war Wilhelm Tell auch ein Terrorist.

So denkt halt jeder brave Untertan des jeweils herrschenden Systems. "Terroristen" waren demnach u.a. auch die Gründerväter der USA, die Angehörigen der Weißen Rose, die Patrioten in Südtirol oder die Revolutionäre in Rumänien.

madam, am 15. Januar 2010 um 16:06 ( Link )

Die Verfassungsväter der USA setzen im 2nd Amendment voraus, daß das Recht Waffen zu tragen ein Gottgegebenes Recht ist und verbieten dem Staat dieses Recht einzuschränken.

Kann mich nicht erinnern in der Bibel derartiges gelesen zu haben, insbesondere nicht im Neuen Testament.

madam, am 15. Januar 2010 um 16:15 ( Link )

Was ist wahrscheinlicher, daß in einigen Jahren in Frankfurt die Scharia gilt oder daß es in Kabul einen Christopher Street Day geben wird.

Wahrscheinlichkeit = Null für beide Szenarien in den nächsten 20 Jahren. Für Prognosen darüber hinaus benötigt man natürlich Leute mit einem sehr weiten Gesichtkreis, also Leute wie Sie. :-)

Der Islam wird leider zu oft rückständig interpretiert von einigen Mullahs. Er wird sich vielleicht weiter radikalisieren, aber er wird sich auch erneuern, z.b. durch aufgeklärte Muslime.

madam, am 15. Januar 2010 um 16:45 ( Link )

GG Art 20 (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.

das ist allemal formal aktuell der Fall, u.a. durch freie, unabhängige Wahlen. Sie können jederzeit eine Partei gründen mit Ihren Zielen. Die Väter des Grundgesetzes dürften damit auch kaum bewaffnete Bürgermilizen gemeint haben.

GG Art 20 (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Wenn diese Ordnung Ihrer Ansicht nach bereits zerstört ist und Abhilfe auch nicht möglich ist, dann leisten Sie doch Widerstand und schreiben nicht so viel im ef-blog, vertane Zeit.

FritzLiberal, am 16. Januar 2010 um 11:08 ( Link )

@madam:

... dann leisten Sie doch Widerstand und schreiben nicht so viel im ef-blog

Dieser Aussage ist strafbar lt. Papiergesetz §0815 Abs. 4711, "Aufruf zur gewalttätigen Beseitigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung."

Sheepdog , am 22. Januar 2010 um 11:20 ( Link )

@ FritzLiberal
@ foreign_correspondent

Sagt Euch das Motto:
"Don't feed the troll"
etwas ?

madam, am 25. Januar 2010 um 20:17 ( Link )

kurzum: ich halte die Meinung, dass ein Mann / eine Frau / ein Bürger erst mit dem Tragen von Waffen wirklich frei wird für wirklich trollig.

Waffen tragen schützt mich nicht davor von einem Schnelleren, einem Heckenschützen, ins Jenseits befördert zu werden, oder aus Versehen.


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