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Staat und Geschichtsschreibung: Über Sinn und Unsinn von Geschichtspolitikvon Horst Rodemer Grundsätzliches in neun Punkten 1. Die Verfechter des Konzepts deutscher Geschichtspolitik haben wohl recht damit, dass Personen wie Erika Steinbach es den (heutigen) Betreibern deutscher Geschichtspolitik schwer machen, die von ihnen entworfenen Bilder von der Geschichte, zumal der Deutschen, so in den Köpfen der Menschen zu verankern, dass nicht einmal mehr auch nur der leiseste Zweifel an ihnen aufkommen kann. Ob freilich – wie sie zum Teil behaupten – der neue deutsche Außenminister mit seinem kategorischen Auftreten gegenüber der Vorsitzenden des Bundes der Vertriebenen einen Durchbruch in der deutschen Geschichtspolitik erzielt hat, erscheint so sicher dann nun doch nicht. 2. Im Übrigen stellt sich die Frage, ob es denn überhaupt wünschenswert ist, dass durch Geschichtspolitik den Menschen ein von anderen, das heißt letztlich staatlicherseits vorgefertigtes Bild von der Geschichte vermittelt wird. So ehrenwert die Bemühungen, mit Hilfe von Geschichtspolitik auf das Bewusstsein und das Urteil der Menschen Einfluss zu nehmen, auch immer sein mögen, der Erkenntnis der historischen Wahrheit, die – wenn überhaupt nur durch die Erkenntnissuche und den Wettstreit freier und unabhängiger Historiker und die ergebnisoffene Diskussion zwischen ihnen herausgefunden werden kann, dient sie allein schon deshalb nicht, weil es sich bei der Geschichtsschreibung um einen in ständigem Fluss befindlichen Prozess handelt, dessen Ergebnisse sich auf immanente Weise jeglicher Festschreibung entziehen. Geradezu absurd ist die Vorstellung, der Staat solle mit Hilfe der Geschichtspolitik aus den Forschungsergebnissen der Historiker jene Ergebnisse herauspicken, die fundiert und zutreffend sind, respektive sich als solche erwiesen hätten. 3. So verdienstvoll, zumindest ehrenwert es auch immer sein mag, mit Hilfe von Geschichtspolitik die Verständigung der Völker, der Sicherung des Friedens oder einem anderen hehren Ziel zu dienen, so wenig ist daran zu ändern, dass die mit der Geschichtspolitik verfolgte gute Absicht und die historische Wahrheit nicht unter einen Hut zu bringen sind. Ob es einem gefällt oder nicht, die mit Geschichtspolitik verfolgte gute Absicht steht der historischen Wahrheit von vornherein im Wege. 4. Wer sich anmaßt, aus dem Widerstreit der Historiker ein bestimmte Geschichtsbilder auszuwählen und als verbindlich zu erklären, steht insofern mit der historischen Wahrheit von vornherein auf Kriegsfuß, als er dies immer nur dadurch tun kann, dass er das historische Geschehen nicht in seiner ganzen Fülle wahrnimmt und die Forschungsergebnisse der Historiker danach auswählt, ob sie seinem politischen Anliegen dienlich sind. In diesem Lichte wird verstehbar, dass die Protagonisten der Geschichtspolitik im Dienst der guten Sache zuweilen auch auf die Ergebnisse von Historikern und die Aussagen von Zeitzeugen zurückgreifen, die die Wahrheit ganz offenkundig in ihr Gegenteil verkehren. 5. Nimmt man die in der Bundesrepublik Deutschland betriebene Geschichtspolitik in den Blick, so steht im Mittelpunkt aller Bemühungen, dem Deutschen Staat und dem Deutschen Volk die Alleinschuld für den Zweiten Weltkrieg und wenn irgendwie möglich auch für den Ersten Weltkrieg und die historischen Katastrophen des vorigen Jahrhunderts überhaupt zu geben, und die Taten anderer Staaten als zumindest verstehbare Reaktion auf die aggressive Politik des Deutschen Staates seine – weithin im Einvernehmen mit dem Deutschen Volk – begangenen verbrecherische Taten erscheinen zu lassen. 6. Indem man im Gegensatz zu jenen vor allem im Ausland anzutreffenden Historikern, die den Versailler Vertag als das Urverhängnis und den Zweiten Weltkrieg als bloße Fortsetzung des Ersten ansehen und auf die Volkstumspolitik der Tschechoslowakei und Polens gegenüber ihren deutschen Minderheiten verweisen, den deutschen Einmarsch in die Tschechoslowakei, respektive den Angriff auf Polen als Stunde Null betrachtet, hat man eine Messlatte zur Hand, mit deren Hilfe man das Deutschen begangene Unrecht und die an ihnen begangenen Kriegsverbrechen als nachrangig hinstellen, wenn nicht wohlverdient bezeichnen, und ihre Forderung nach Respektierung des Leids, das sie erfahren haben, als unverschämt, ja revanchistisch abtun kann. 7. Natürlich handelt es sich bei der Geschichtspolitik nicht um eine Erfindung der Bundesrepublik Deutschland und auch kein Produkt der modernen Zeit. Schon bald nach Anbeginn der Historischen Existenz des Menschen in der Frühphase des Neolithikums vor 6000 Jahren haben die politischen und gesellschaftliche Eliten in den Staaten der Welt, unabhängig davon, was für eine Staatsform sie hatten, Einfluss auf das Geschichtsbild der in diese Staaten lebenden Menschen genommen. In der Natur der Sache liegt, dass sich mit der Zirkulation der Eliten und dem Wechsel der Systeme die mit Hilfe von Geschichtspolitik den Menschen vermittelten Geschichtsbilder grundlegend gewandelt haben. Auffällig dabei ist, dass die Historiker in ihrer überwiegenden Mehrheit diesen Wandel fast immer mit den dazu passenden Forschungsergebnissen unterfüttert haben. 8. Paul Valery hat hieraus die Schlussfolgerung gezogen, dass das, was die Historiker als Geschichte ausgeben, immer nur eine Fiktion sei, und die Historiker ganz und gar nicht beschrieben, wie es gewesen ist, sondern die Geschichte unter dem Aspekt der jeweils gegeben Rahmenbedingungen und Herrschaftsverhältnisse neu erfänden. Dass es in einer Welt. die dem ständigen Wandel, wenn nicht dem ständigen Kreislauf der Eliten unterworfen ist, zuweilen auch zu einer Wiederauflage von Geschichtsbildern kommt, hat Paul Valery zumindest explizit nicht in seine Betrachtung einbezogen. Als relevanten Einwand gegen seine These vom Wesen der Geschichtsschreibung hätte er es sicher nicht angesehen. 9. So sehr der Umstand, dass die Staaten über die Jahrtausende hinweg unabhängig von ihrer Staatsform eine auf Unwahrheit beruhende Geschichtspolitik betrieben haben, ein Band der Gemeinsamkeit um sie schlingen mag, eines unterscheidet sie in dieser Hinsicht aber doch. Während in jenen Staaten, die um hehrer Ziele Willen, die von ihnen betriebene Geschichtspolitik im Widerstreit zu der von ihnen eingenommenen – das Lügen ächtenden – moralischen Position steht, steht in den Staaten, die um weniger hehrer Ziele willen Geschichtspolitik betreiben, die Verfälschung der Geschichte immerhin im Einklang mit der von ihnen eingenommenen, das Lügen im politischen Geschäft unter Umständen gutheißenden – amoralischen Position. Internet Homepage des Autors Prof. Rodemer 01. Februar 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. 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Februar 2010 um 16:30 ( Link ) @MarkMallokent Die Okkupation der Erinnerung und die Kollektivierung der Geschichtsbewertung durch die Mächtigen ist durchaus ein Thema, das Libertäre tangieren dürfte. fwh, am 01. Februar 2010 um 19:09 ( Link ) "Die Okkupation der Erinnerung und die Kollektivierung der Geschichtsbewertung durch die Mächtigen ist durchaus ein Thema, das Libertäre tangieren dürfte." Das würde ich unterschreiben, zumal es inzwischen ja nicht mehr nur um "Geschichtsbewertung" geht, sondern um das mehr oder weniger bewußte Anpassen (um das böse Wort "Manipulation" nicht zu verwenden) der historischen "Fakten" an das staatlich erwünschte Geschichtsbild. Die Arbeit der deutsch-tschechischen Historiker-Kommission ist ein schönes Beispiel für die mundgerechte Hervorbringung der gewünschten "Wahrheiten", und auch im Falle Dresdens ist die Postulierung einer schwarzen Null für die Anzahl ziviler deutscher Bombenopfer wohl nur noch ein Frage der Zeit. df, am 01. Februar 2010 um 21:11 ( Link ) Die Bundesregierung möchte Frau Steinbach nicht im Vorsitz des von ihr unterstützten Zentrums gegen Vertreibung haben. Entweder verhindert man also die Kandidatur Steinbachs oder die Unterstützung für das Zentrum. Was ist schlimmer? Ein Argument gegen Steinbach ist, daß das Zentrum glaubwürdiger wirke, wenn die Bundesregierung offiziell dahinterstünde und wenn es nicht nur privat betrieben würde. Aber: Satanas, am 01. Februar 2010 um 21:19 ( Link ) Ein anderes Beispiel ist der amerikanische Bürgerkrieg. Er wurde NICHT -wie es im heutigen Bewußtsein verankert ist - um die Freiheit der Sklaven geführt, sondern um Zölle (zu zahlen an die Zentralregierung) und um das Sezessionsrecht. Beschränkung der Zentralgewalt und Sezessionsrecht sind libertäre Kernanliegen. Dennoch werden die Zerstörer dieser Freiheiten heute als historische Helden verehrt. Geschichtspolitik formt das Bewustsein. Aus der Geschichte leitet sich auch zum guten Teil das Verständnis dessen ab, was richtig und falsch ist (seit dem 2. Weltkrieg behaupten die Amerikaner fast in jedem Krieg den neuen Hitler zu bekämpfen, wobei jeder Krieg die individuelle Freiheit schädigt). Somit ist es sicher ein liberales Kernanliegen, dem Staat die alleinige Deutung der Geschichte zu bestreiten.
MarkMallokent, am 02. Februar 2010 um 10:17 ( Link ) @karen nehring, am 02. Februar 2010 um 19:48 ( Link ) zur frage von df, gestern 21.11 uhr. die vertreibungen, mord und raub wurden sehr wohl von staatlichen stellen geplant, propagiert und gelenkt! empfehle nawratil: "polen - nicht nur opfer" Satanas, am 02. Februar 2010 um 20:36 ( Link ) @MarkMallokent Lesen Sie doch bitte noch mal den 2. Satz meines letzten Beitrags. Noch einmal: Die Sezessionsbetrebungen des Südens hatten ihren Grund nicht in einem konkreten Plan Lincolns, die Sklaven zu befreien (weil dieser nicht existierte) sondern in Zoll- und Steuerstreitigkeiten. Ich empfehle noch folgende Quelle zu Lincolns Motivationen und Handlungen: http://mises.org/misesreview_detail.aspx?control=312 Schon die ersten drei Abschnitte sind sehr erhellend. Ansonsten verbitte ich mir ihre verlogene Polemik. mj, am 02. Februar 2010 um 20:41 ( Link ) @MarkMallokent In einem Land, in dem der Staat dafür gesorgt hat, dass die Kriegspropaganda der Alliierten inzwischen als die historische Wahrheit gilt und die historische Wahrheit zu zentralen Fragen der Zeitgeschichte per Gesetz definiert ist und Verstöße gegen die staatliche Sprachregelung strafbewährt sind, anzuzweifeln, dass die Politik gravierenden Einfluss auf das Geschichtsbild seiner Bürger nimmt, ist nicht gerade Ausdruck eines entwickelten Bewusstseins und eines guten Urteilsvermögens. Slevin, am 02. Februar 2010 um 20:42 ( Link ) @MarkMallokent Wenn Ihr Beitrag nicht so pissig wäre, möchte man meinen es handle sich um ein Karnevalsprodukt. MarkMallokent, am 03. Februar 2010 um 8:23 ( Link ) @satanas @mj karen m., am 03. Februar 2010 um 9:41 ( Link ) @MarkMallokent Früher war der Begriff des "Revisionismus der Wissenschaft" nicht pejorativ konnotiert, im Gegenteil, die Wissenschaft entwickelte sich seit jeher durch These und Antithese. Einige Menschen behaupten, die Geschichtsschreibung hätte keine wissenschaftlichen, sondern quasireligiöse Züge. Mit Weihestätten, Pilgerfahrten, Heiligen, Feiertagen, Ablässen, Ritualen, Glaubensbekenntnissen, Tabus, Wundererscheinungen, Ketzern, Teufeln ... MarkMallokent, am 03. Februar 2010 um 14:18 ( Link ) Selbstverständlich können und sollen historische Darstellungen durch neue Erkenntnisse revidiert werden. In diesem allgemeinen Sinne ist dagegen gar nichts einzuwenden. Allerdings pflegt man unter "Revisionistem" im engeren Sinne eine Gruppe ziemlich brauner Publizisten zu verstehen, die mit Vorliebe die Kriegsschuld der Allierten, Hitlers Friedensliebe und ähnlich schöne Themen zu variieren pflegt. Wenn das die Antithese zur "offiziellen" Sicht sein soll, dann sollte die Antithese erstmal sauberes Arbeiten lernen. fwh, am 03. Februar 2010 um 17:49 ( Link ) @MarkMallokent "Allerdings pflegt man unter "Revisionistem" im engeren Sinne eine Gruppe ziemlich brauner Publizisten zu verstehen" Wer ist man? Sie? Oder das gesunde Volksempfinden der Anständigen? Und was ist "zienlich braun"? Alles, was nicht rot oder grün ist? Wobei die schöne Farbe Grün es nicht verdient hat, von Entitäten wie Claudia Roth oder Joseph Fischer mißbraucht zu werden. Was ist schlimmer? Scheinbare "Gewißheiten" zu hinterfragen oder Tatsachen durch ideologisch determinierte "Neubewertung" so zu manipulieren, daß sie ins eingelernte Geschichtsbild passen? Ich denke: letzteres. Satanas, am 03. Februar 2010 um 17:56 ( Link ) @MarkMallokent Sind sie wirklich der Richtige, um jemandem unsauberes Arbeiten vorzuwerfen? Gleich am Anfang unserer Diskussion haben Sie begonnen mit Dreck zu werfen. Ich schrieb, der amerikanische Bürgerkrieg sei nicht um die Abschaffung der Sklaverei, sondern um Zoll- und Steuerstreitigkeiten geführt worden, und hätte zum Verlust wichtiger Freiheiten geführt, Sie machen daraus die Verteidigung der Skalverei. Nachdem Sie sich bequemt haben, etwas sachlicher zu argumentieren, tun Sie dies freilich konsequent an meinem Hauptargument vorbei: den Zoll- und Steuerstreitigkeiten. Der obige Link führt zu einem Aufsatz, in dem dargelegt wird, das Lincoln die Sklaverei nicht abschaffen sondern nur auf das damalige Ausbreitungsgebiet beschränken wollte, um weiße Arbeiter vor der Konkurrenz durch Schwarze zu schützen. Von einer Aufhebung der Sklaverei war nicht die Rede. Auch am Anfang des Krieges nicht. nehring, am 03. Februar 2010 um 19:23 ( Link ) vollig konform, satanas... im übrigen wie roosevelt, dessen kernaussage im wahlkampf war: zoll- und steuerstreitigkeiten standen doch auch am anfang des unabhängigkeitskrieges der vereinigten staaten gegen das mutterland england... ansonsten sind solche leute wie markmallokent arm dran: wenn es den ewigen adolf nicht gäbe... MarkMallokent, am 03. Februar 2010 um 19:37 ( Link ) "Der obige Link führt zu einem Aufsatz, in dem dargelegt wird, das Lincoln die Sklaverei nicht abschaffen sondern nur auf das damalige Ausbreitungsgebiet beschränken wollte, um weiße Arbeiter vor der Konkurrenz durch Schwarze zu schützen. Von einer Aufhebung der Sklaverei war nicht die Rede. Auch am Anfang des Krieges nicht." MarkMallokent, am 03. Februar 2010 um 19:42 ( Link ) @fwh Holsteiner70, am 03. Februar 2010 um 20:04 ( Link ) Es ist erstaunlich, daß hier manche Kommentatoren in Zweifel zu ziehen scheinen, daß es in Deutschland ein relevantes (und beschreibungs- und kritikwürdiges) Bemühen um ein letztlich auf die Behauptung einer (negativen) Sonderstellung der deutschen Kultur, wenn nicht Natur hinauslaufendes Geschichtsbild gibt und dies nicht zuletzt aus politischen Gründen bzw. aus Gründen des Machterhaltes geschieht. Dabei sind die Beispiele Legion, an denen sich zeigen läßt, wie dieses eigenartig selbszentrierte, von Selbsthaß geprägte und in Schulen, Rundfunk und Fernsehen Tag aus Tag ein verbreitete Bild immer wieder auch herangezogen wird, um mißliebigen Personen, die eine etwas andere Heangehensweise an die deutsche Geschichte haben (und auch sonst Thesen vertreten, die von der Linken nicht goutiert werden), den (medialen) Garaus zu machen. Insbesondere Vertreter linker politischer Parteien und Ansichten gefallen sich regelmäßig darin, mißliebigen Vertretern des gegnerischen (konservativen / liberalen) Lagers gegenüber den Faschismusvorwurf zu erheben und bedienen sich dabei regelmäßig auch noch unlauterer Mittel, wie die Verwendung von aus dem Zusammenhang gerissener und verfälschter Zitate. Und nicht selten gelingen diese Anschläge auf die persönliche Reputation der Zielpersonen; angefangen von Bundestagspräsident a.D. Jenniger über Steffen Heitmann, Eva Herman bis hin zu Peter Krause. Auch über renommierten Historikern wie Ernst Nolte oder Arnulf Baring wird mit den überlegenen Mitteln linker Politik- und Pressemacht der Stab gebrochen. So hatte Arnulf Baring vor der hessischen CDU-Landtagsfraktion 2006 einen Vortrag gehalten, dessen Inhalt dann zwei Tage später erst von der Frankfurter Rundschau und dann von anderen Presseorganen und Politikern erst verfälscht dargestellt und sodann zum Anlaß genommen wurde, erst Arnulf Baring und anschließend die Organisatoren der Veranstaltung in die Nähe von Rechtsextremisten zu rücken. In einem sich offenbar in linken Kreisen lawinenartig selbstverstärkenden Prozeß warf Frau Ypsilanti schließlich in einer Landtagsdebatte Professor Baring vor, für neonazistische Äußerungen mitverantortlich zu sein. Und der Grünen Renate Künast gelang eine weitere Steigerung mit dem Vorwurf, der Professor habe den Holocaust als bedauernswerte Entgleisung bezeichnet. Daß dies unwahr ist, wurde durch die (auf einem Redemitschnitt basierende) Veröffentlichung längerer Redepassagen durch die FAZ am 19.9.2006 belegt. Demnach hatte Baring folgendes vorgetragen: "Natürlich ist vollkommen klar, dass die zwölf Jahre Hitler mit uns sein werden, solange es Deutsche gibt. Auch wenn wir selber geneigt wären, einen Schlußstrich zu ziehen, wird uns dieser zwölf Jahre lange Zeitraum immer anhängen. Das ist eine Katastrophe gewesen, und die Verbrechen haben uns anhaltend beschädigt. Aber es ist ebenso wahr, daß diese zwölf Jahre und die verbrecherischen Züge dieser Zeit nicht das Ganze unserer Geschichte ausmachen, daß dies eine beklagenswerte Entgleisung gewesen ist, daß wir im Grunde genommen nur mit Trauer an diese Phase zurückdenken, daß dies eben eine Vergangenheit ist, die nicht vergehen will, daß eben doch die Geschichte nicht in dieser Phase kumuliert, sondern daß es lange Jahrhunderte deutscher Tüchtigkeit und deutscher Friedlichkeit vorher gegeben hat." Das, was die Deutschen seit 1945 zustande gebracht hätten, könne sich sehen lassen. "Auch dies ist ein Teil dieser Geschichte, zu der wir uns bekennen wollen." Nach ganz ähnlichem Muster lief auch die öffentliche Kreuzigung von Eva Herman ab, die ebenfalls mit Verve (und mit dem Ergebnis ihrer Entlassung) in die braune Ecke gestellt wurde, offenbar im wesentlichen deshalb, weil sie aus Sicht ihrer linken Gegner zu erfolgreich das konservative Familienbild verteidigt und propagiert hat. Eric Hobsbawm schrieb bereits 1994 in der Zeit, daß "Mythen und Erfindungen für eine Politik der Identität entscheidend [sind}, mit der heute Völkergruppen, indem sie sich nach Ethnien, Religion oder nach neuen oder alten Staatsgrenzen definieren, in einer unsicheren und wankenden Welt Sicherheit mit der Aussage zu gewinnen hoffen: „Wir sind anders und besser als die anderen." Im deutschen Falle scheinen freilich nicht wenige Mythen und Erfindungen allein deshalb verbreitet und am Leben erhalten zu werden, um damit genau das Gegenteil zu suggerieren. Und weiter stellte Hobsbawm schon seinerzeit fest: "Täuschen wir uns nicht: Geschichte ist nicht die Erinnerung der Ahnen oder die Tradition eines Volkes. Geschichte ist das, was man von Priestern, Lehrern, den Autoren der Geschichtsbücher und den Leuten gelernt hat, die Zeitschriftenartikel schreiben und Fernsehsendungen produzieren." Dem Autor des obigen Beitrages ist zu danken, diese Erkenntnis aufgegriffen und weitergeführt zu haben. Bolkonskij, am 03. Februar 2010 um 22:02 ( Link ) MarkMallokent, ich glaube es ist immer gut die Dinge auch aus einer anderen Perspektive zu sehen. Daher die Frage: Was hat den armen weißen Südstaatler (die Mehrheit der Bevölkerung) dazu bewogen die Waffe in die Hand zu nehmen und jahrelang in den Armeen der Südstaaten zu dienen? Der Erhalt der Sklaverei für einen verschwindend geringen Prozentsatz der Plantagenbesitzer? Diese Leute lebten teilweise unter vergleichbaren Zuständen wie die Sklaven, manch einer womöglich gar noch schlechter. Ich fürchte so einfach wie die offizielle Darstellung ist, stellen sich die Dinge nicht dar. Ist zwar ein ganz nettes Nest, dass man sich da gebaut hat, hält nur leider keinem Windstoss statt. Ich meine das ernsthaft, weil ich dich nicht für dumm halte - überprüf doch mal wirklich mit dem Versuch objektiv heranzugehen die Faktenlage zum "US-Bürgerkrieg". (Genau genommen war es ein Krieg Zentralregierung gegen individuelle Staaten) Du wirst feststellen, dass die "wir kämpfen für die Abschaffung der Sklaverei" These schon bei etwas tieferer Betrachtung so unglaubwürdig wie die vielzitierten irakischen Massenvernichtungswaffen erscheint. Spannendes Thema! MarkMallokent, am 03. Februar 2010 um 22:37 ( Link ) Mir scheint das Kernproblem darin zu bestehen, daß offenbar viele Leute glauben, dieser Krieg wäre von den Nordstaaten ausgegangen. Aber genau das ist eben nicht richtig. Lincoln war ja durchaus bereit die Sklaverei im Süden zu tolerieren. Es war der Süden, der den Krieg begonnen hat, währende der Norden politisch und militärisch anfangs in der Defensive war. Die Motive für den Krieg waren sicher nicht auf die Sklaverei allein beschränkt, aber auch die vielberufenen Handels- und Zollfragen hingen eben auf das engste der Sozialstruktur zusammen. Es macht eben doch einen gewaltigen Unterschied, wenn in der Hälfte eines Staates massenhafte Sklaverei exisitert und in der anderen nicht. Man stelle sich das mal in der Bundesrepublik vor. FriedrichWilhelm, am 03. Februar 2010 um 23:01 ( Link ) Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Einflußnahme auf das Bewußtsein der Deutschen durch die gegenwärtige – pausenlos die immerwährende Verantwortung der Deutschen beschwörende – politische Klasse, mit dem Ziel, das Selbstverständnis des Deutschen Volkes tiefgreifend zu verändern, kann ich obigen Beitrag von Prof. Rodemer nur begrüßen. Es ist in meinen Augen unerträglich, auf welch penetrante und niederträchtige Art und Weise unsere politische Klasse – allen voran Angela Merkel – versucht, den Menschen ein bestimmtes, im Einklang mit ihren Zielen stehendes Bild der Geschichte – zumal der des Zweiten Weltkrieges – zu vermitteln. Sei es die – zuletzt anläßlich des feierlichen Gelöbnisses der Bundeswehr am 20. Juli in Berlin von Angela Merkel verkündete und längst von ausländischen Historikern widerlegte – Mär vom Kadavergehorsam der Wehrmacht oder die These von der Alleinschuld der Deutschen am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Es erscheint äußerst fraglich, ob in einem Land, in dem Deutsche Geschichte weitgehend auf die Geschichte des Zweiten Weltkrieges reduziert wird, in dem Schüler jedes Jahr mindestens drei Konzentrationslager oder Gedenkstätten besuchen und in dem im Geschichtsunterricht eher der Name des Hundes von Adolf Hitler als Menschen wie Ernst Moritz Arndt oder Prinz Eugen von Savoyen eine Rolle spielen, sich ein ausgewogenes Geschichtsbewußtsein herausbilden kann. Nach meiner Auffassung ist es allmählich an der Zeit, daß die Menschen in Deutschland endlich aufwachen und sich nicht länger manipulieren lassen. Aufsätze wie der obige liefern nach meinem Dafürhalten einen wichtigen Beitrag hierzu. mj, am 04. Februar 2010 um 17:48 ( Link ) @MarkMallokent Nachdem sich MarkMallokent zunächst allein auf Pöbeleien verlegt hat, versucht er nun, der ihm entgegenschlagenden Kritik durch Argumente zu begegnen. Doch lässt seine, die Worte seiner Kritiker verdrehende und die Diskussion auf immer neue, abseitige Felder führende Argumentation erkennen, dass er überhaupt nicht verstanden hat, um was es in der Geschichtspolitik eigentlich geht. Immerhin: Auch wenn MarkMallokent zur Sache nichts zu sagen hat, so tut er dies doch so lautstark, wie es nur geht. MarkMallokent, am 05. Februar 2010 um 10:57 ( Link ) @mj Radiergummi, am 05. Februar 2010 um 13:35 ( Link ) "In Gottesstaaten gilt die Bezeichnung "revisionistischer Historiker" als anrüchig." Man sollte aber bedenken, dass die BRD als Rechtsnachfolger Großdeutschlands von seinen Besatzern logischerweise als Quasi-Gottesstaat konzipiert wurde. Es bräuchte nicht weniger als eine neue Verfassung, um zumindest die schlimmsten Auswüchse der Geschichtspolitik bekämpfen zu können bzw. ihr die rechtliche Grundlage zu entziehen. Auch sehr passend in diesem Zusmmanhang ist folgender Klonovksy Aphorismus: Radiergummi, am 05. Februar 2010 um 13:40 ( Link ) Mann kann selbstverständlich "Scheinbare Gewißheiten zu hinterfragen", allerdings pflegt im Falle der schon genannten Revisionisten nichts dabei herauszukommen. Und was gibt es an diesem "Nichts", welches bei deren Betrachtungen herauskommt, auszusetzen bzw. wem schadet dieses "Nichts"? Weiter könnte man fragen, warum diese Personen im wahrsten Sinne des Wortes für "Nichts" srafrechtlich belangt werden sollten. MarkMallokent, am 05. Februar 2010 um 14:41 ( Link ) @Radiergummi Radiergummi, am 05. Februar 2010 um 15:07 ( Link ) @MarkMallokent PS: Ich finde Ihre übersinnliche Begabung bewunderndswert, die es Ihnen ermöglicht, den Unterhaltungswert bzw. den Inhalt revisionistischer Betrachtungen zu kennen, ohne sie überhaupt gelesen/gehört zu haben. Martin Möller, am 05. Februar 2010 um 20:14 ( Link ) 1. Deutsche Geschichtspolitik ist und bleibt das was sie seit 1949 war: Ein Instrument des Besatzerstaates zur Weiterführung des Krieges gegen Deutschland. 2. Die Geschichtspolitik der BRD muß notwendigerweise wahrheitswidrig und anti-deutsch sein 3. Die historische Wahrheit kann sich somit nur gegen die BRD, ihre Organe und Pseudo-Lehrstätten durchsetzen. 4. Letztlich ist jede demokratische Geschichtssicht, ebenso wie jede sozialistische oder kommunistische Geschichtssicht ideologisches Konstrukt, ergo wahrheitswidrig. 5. Wahrheitsgemäß, also nicht-demokratische Geschichtssicht kann durchaus ein Mittel der Völkerverständigung sein. 6. Insofern stehen also nicht bestimmte Historiker im Widerstreit, sondern das demokratische, durch und durch verlogene Geschichtsbild steht mit dem wahrheitsgemäßen abendländischen Geschichtsbild in unauflösbarem Streit. 7. Die Instrumentalisierung einer negativen Geschichtssicht in der BRD ist welthistorisch einzigartig und gewissermaßen „unvergleichlich“. 8. Die Geschichtspolitik der BRD weist alle Merkmale des seelischen Terrors gegen eine Ethnie auf, sie ist somit Völkermord. 9. In einer künftigen juristischen Aufarbeitung dieses Genozides könnten also BRD-Politiker und -Historiker ebenso abgeurteilt werden wie ihre NS-Vorläufer Ribbentropp und Streicher. Slevin, am 05. Februar 2010 um 20:37 ( Link ) @MarkMallokent Verwirrt durch die heftige Kritik an seinen zu tiefst unsachlichen und durch und durch wirren Ausführungen versucht MM nun mehr geradezu hektisch zu retten, was noch zu retten ist. Doch steht er sich auch hier selbst im Wege. Unfähig auf die Argumente anderer wirklich einzugehen und getrieben von blinder Aggression kann er auch hier von seiner unsachlichen, andere Diskussionsteilnehmer beleidigenden und herabsetzenden Art nicht lassen. MarkMallokent, am 05. Februar 2010 um 20:51 ( Link ) @Martin Möller Satanas, am 05. Februar 2010 um 20:58 ( Link ) Das Thema wird sicher noch mal auftauchen. Dann werde ich das Thema Sezessionkrieg noch mal etwas strukturierter angehen. Nur ein ein Punkt sei noch erwähnt: Lincoln unternahm keinen Versuch, die Sklaverei auf friedlichem Wege abzuschaffen, was sonst bis auf Haiti überall in Südamerika gelungen ist. Es ist sicher niemals einen Krieg wert, etwas zu erreichen, was man auch ohne Krieg hätte erreichen können. Gerade die Auswirkungen, die dieser Krieg auf die amerikanische Gesellschaft hatte, werden heute in Europa nicht wahrgenommen. Die Auseinandersetzung lohnt, will man die heutigen Probleme verstehen und angehen. All jene, die immer von notwendigen Kriegen faseln, übersehen nämlich immer wieder die vielen kleinen (aber in der Summe tödlichen) Verletzungen, welche die Persönliche Freiheit, und oft auch die Gesellschaft selbst, in einem kriegerischen Staat erleidet. Gerade auch wenn dieser Staat keine verheerenden Niederlagen erleidet. fwh, am 05. Februar 2010 um 23:17 ( Link ) @Martin Möller "4. Letztlich ist jede demokratische Geschichtssicht, ebenso wie jede sozialistische oder kommunistische Geschichtssicht ideologisches Konstrukt, ergo wahrheitswidrig." Entschuldigung, aber diese These ist aus meiner Sicht mehr als kühn. Demokratie als Prinzip hat zunächst einmal relativ wenig mit Ideologie zu tun, und noch weniger gibt es eine "demokratische Geschichtssicht". Sie verwechseln offenbar die hierzulande gern gebrauchte Worthülse "Demokratie" mit dem, was eine demokratische Gesellschaft auszeichnet, die diesen Namen auch verdient. Gegen demokratische Grundrechte wie Meinungs- und Pressefreiheit, Organisationsfreiheit und Rezipientenfreiheit ist absolut m. E. nicht einzuwenden, im Gegenteil, ihr Fehlen auch weist auf eine Tendenz zur Diktatur hin. Gleiches gilt für staatlich verordnete Geschichtsauffassungen, die nicht nur dem gesunden Menschenverstand, sondern auch dem Wesen einer freiheitlich-demokratischen Ordnung Hohn sprechen. Das erste Opfer einer derartigen für verbindlich erklärten Geschichtssicht ist immer die historische Wahrheit, das zweite die intellektuelle Redlichkeit und das dritte die individiuelle Freiheit. Meinungsgverbote sind der ideale Nährboden für Heuchler, Duckmäuser und Denunzianten. Wo Gesellschaften enden, in denen letztgenannte das politisch-mediale Klima bestimmen, sollte aus der Geschichte bekannt sein ... Martin Möller, am 06. Februar 2010 um 13:29 ( Link ) @fwh Ich darf auch auf Hoppe verweisen, der gleichfalls den betrügerischen und lügnerischen Charakter der Demokratie aufzeigte und namentlich den absolut freiheitsfeindlichen Charakter dieses Systems. Ich folge nur Hoppe, wenn ich auf den kausalen Zusammenhang zwischen Demokratie und Verelendung hinweise. Tatsächlich entspricht die heutige deutsche Gesichichtssicht nicht einmal in kleinsten Details der historischen Realität. Deutschland ist heute etwa geistig so gleichgeschaltet wie die UDSSR unter Stalin. Auch die Mechanismen des geistigen Terrors sind uneingeschränkt analog dem Stalinismus. Die Vorstellung daß „Meinungs- und Pressefreiheit, Organisationsfreiheit und Rezipientenfreiheit“ „demokratische“ Freiheiten seine ist abzuweisen. Im Gegenteil, je demokratischer die BRD wurde („mehr Demokratie wagen“) um so unfreier und geistig verpesteter wurde dieser Pseudo-Staat. MarkMallokent, am 06. Februar 2010 um 14:33 ( Link ) @Satanas mj, am 06. Februar 2010 um 15:58 ( Link ) In der Sache habe ich mich bisher etwas zurückgehalten, weil ich dachte , dass den Beiträgen von Horst Rodemer und anderer Diskussionsteilnehmer nichts mehr hinzugefügt werden müsste. Ich muss gestehen: MarkMallokent hat mich eines Besseren belehrt, deshalb das Folgende in ganz einfachen und - wie ich hoffe - genügend anschaulichen Bildern speziell für ihn. MarkMallokent, am 06. Februar 2010 um 18:04 ( Link ) @mj Martin Möller, am 06. Februar 2010 um 18:07 ( Link ) @MArkMallokent fwh, am 07. Februar 2010 um 9:26 ( Link ) @MArkMallokent spannelangerhansel, am 07. Februar 2010 um 12:06 ( Link ) @MArkMallokent MarkMallokent, am 07. Februar 2010 um 12:06 ( Link ) Es scheint unmöglich zu sein, eine einigermaßen sachliche Diskussion über das Thema zu führen. Schade. Radiergummi, am 07. Februar 2010 um 12:09 ( Link ) Ja, erklärt dem Herrn Mallokent mal bitte sachlich, warum seine Ausführungen so dermaßen daneben sind. Mich personlich interessieren die Argumente anderer zu diesem Thema auch. MarkMallokent, am 07. Februar 2010 um 12:09 ( Link ) @Spannelangerhansel spannelangerhansel, am 07. Februar 2010 um 12:15 ( Link ) @MarkMallokent Slevin, am 07. Februar 2010 um 12:18 ( Link ) @MarkMallokent MarkMollokent scheint geradezu darauf versessen zu sein, möglichst viel Prügel zu bekommen. Auch wenn er diese mehr als verdient hat, will auch ich den - vermutlich vergeblichen Versuch unternehmen - ihm in der Sache auf die Sprünge zu helfen. Zu diesem Zweck will ich zunächst auf meine Schulzeit zu sprechen kommen. Nichts ist mir mehr im Gedächtnis geblieben als das unentwegte Bemühen der Lehrer ein bestimmtes Geschichtsbild in den Köpfen der ihnen anvertrauten Schüler zu verankern. Nicht nur im Hinblick auf das Dritte Reich und das Wilhelminische Reich waren die Lehrer bemüht, die gesamte Deutsche Geschichte als eine einzige Unheilsgeschichte erscheinen zu lassen. Ob Bismarck, ob Freiherr vom Stein, ob Friedrich der Große, ob Martin Luther, sie alle erschienen nur als Wegbereiter kommenden Unheils. Im Hinblick auf die Ausführungen zum Dritten Reich erwiesen sich fast alle Ausführungen der Lehrer zumindest in dem Sinne als falsch, daß sie nur die halbe Wahrheit enthielten. Ob es um die Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs, den Verlauf des Krieges, den Bombenterror gegen die deutsche Zivilbevölkerung, den Raub der Ostgebiete, die Vertreibung der Deutschen aus diesen Gebieten ging, beinahe ausnahmslos wurde die Sache so präsentiert als habe sich das Deutsche Volk dies alles allein selbst zuzuschreiben. In diesem Licht ist verstehbar, daß eine Persönlichkeit wie Frau Erika Steinbach, die an der offiziellen und der offiziösen Geschichtsdarstellung rüttelt und dabei das eine und das andere geraderückt bei den Angehörigen der seit 1945 herrschenden Politischen Klasse nicht sonderlich gelitten ist. Daß gerade der Vorsitzende der sich selbst freiheitlich ausgebenden Partei an führender Stelle zur Hexenjagd auf Frau Steinbach geblasen hat, ist geradezu symptomatisch für das geistige Klima in der heutigen Bundesrepublik Deutschland. MarkMallokent, am 07. Februar 2010 um 14:35 ( Link ) @Slevin Maberhas, am 07. Februar 2010 um 15:01 ( Link ) @ MarkMallokent (zu seiner Antwort auf Slevin) 1. Niemand hat behauptet, daß SIE etwas für den Geschichtsunterricht können. 2. Bitte nennen Sie mir doch einmal in Slevins letztem Beitrag die Stelle, aus der hervorgeht, daß der Kern dessen, was er als Inhalt des ihm erteilten Unterrichts berichtete, die - eine Folge des Zweiten Weltkrieges darstellenden - Leiden des Deutschen Volkes sind. 3. Zu Ihrem Beitrag vom 6. Februar um 18.04: "Erstere (historische Fakten) erschließen sich durch historische Forschung und sind in aller Regel wenig umstritten." Wenn es um angebliche Fakten zum Zweiten Weltkrieg wie bspw. der Schuld an dessen Ausbruch oder der Opferzahl der Juden geht, so ist zu sagen, daß diese sogenannten Fakten durchaus umstritten sind. Die Sache ist nur die, daß die Öffentlichkeit davon entweder nicht in Kenntnis gesetzt wird oder die entsprechenden Historiker als geisteskranke Antisemiten an den Pranger gestellt werden. Womit wir wieder beim Thema wären. MarkMallokent, am 07. Februar 2010 um 16:01 ( Link ) @Maberhas Zu 1: Slevins Beitrag war ausdrücklich an mich adressiert. Und da er sich über seinen Geschichtsunterreicht beschwerte, scheint mir mein - von ihnen bemängelter - Hinweis durchaus angebracht. Zu 2: Ich bezog mich auf folgende Aussage Slevins: Zu 3: In dem von ihnen genannten Beitrag hatte ich gerade darauf hingewiesen, daß die Frage, ob und wer woran "schuld" ist, gerade keine Frage nach einem historischen Fakt ist. Sie ist vielmehr eine juristisch-moralische Frage. Maberhas, am 07. Februar 2010 um 16:16 ( Link ) @ MarkMallokent Zu 1: Daß Slevins Beitrag ausdrücklich an Sie adressiert war, bedeutet noch lange nicht, daß er Sie für seinen Geschichtsunterricht verantwortlich macht. Insofern war ihr Hinweis: "Für ihren Geschichtsunterricht kann ich nichts" - wie nahezu sämtliche Ihrer Kommentare - absolut überflüssig und nichtssagend. Zu 2: Diese Aussage Slevins dahingehend so zu interpretieren wie Sie es tun, zeugt von beschränktem Aufnehmavermögen und völlig unterentwickelten Bewußtsein oder aber purer Ignoranz. Wer seine sieben Sinne einigermaßen beisammen hat, weiß ganz genau, was Slevin hinsichtlich seines Schulunterrichts sagen wollte: Nämlich nicht, daß die Leiden des Deutschen Volkes eine Folge des Zweiten Weltkriegs sind (wie sie aus seinen Aussagen schließen), sondern daß suggeriert wird, die Leiden des Deutschen Volkes hätten sie sich selbst zuzuschreiben. Zu 3: Sie gingen gar nicht auf die Opferzahlen der jüdischen Bevölkerung ein? Wie kommt´s? MarkMallokent, am 07. Februar 2010 um 16:52 ( Link ) @maberhas Zu 2: Daß das Deutsche Volk sich seine Leiden selbst zuzuschreiben hat, finde ich eine insgesamt durchaus zutreffende Aussage. Zu 3: Die Opferzahlen der jüdischen Bevölkerung interessieren mich nicht besonders. Sie waren es, der diese Frage aufgebracht hat. Maberhas, am 07. Februar 2010 um 17:12 ( Link ) @ MarkMallokent Es ist sinnlos, mit Ihnen zu diskutieren, deshalb höre ich nun auf, meine Zeit zu verschwenden. Im Übrigen scheinen Sie was Redensarten angeht - wie auch sonst- nicht ganz auf der Höhe zu sein. spannelangerhansel, am 07. Februar 2010 um 18:36 ( Link ) Zu den - um mit dem Autor zu sprechen - weniger hehren Zielen der Geschichtspolitik ist in vorliegendem Fall wohl auch das Bestreben nach dem Aufrechterhalten einer scheinbar unerschöpflichen Geldquelle zu nennen. Eine deutsche Besondherheit scheint mir in dem Umstand zu liegen, dass sich eine unvergleichlich hohe Anzahl von "Experten" über Jahre hinweg auf relativ einfache Weise ihren Lebensunterhalt sichert. Mag sein, dass dies auch mangels vorhandener Alternativqualifikationen so anhaltend geschieht. Dies erklärt das Phänomen selbstverständlich nicht hinreichend. Vielmehr scheint mir aus dem Geiste der 68er Bewegung ein Kartell der Geschichtsfälscher erwachsen zu sein, ein Seitenaspekt, der ob des fortgeschrittenen Alters dieser Generation dem einen oder andern etwas Hoffnung geben mag. Rosenstein, am 07. Februar 2010 um 19:02 ( Link ) @spannelangerhansel peggy, am 08. Februar 2010 um 9:42 ( Link ) Selten habe ich eine so unsachliche und primitiv geführte Diskussion erlebt, wie sie MarkMallokent in ef-online zum Beitrag von Horst Rodemer über Sinn und Unsinn der Geschichtspolitik biertet. MarkMallokent, am 08. Februar 2010 um 11:20 ( Link ) Anscheinend haben hier viele Leser Schwierigkeiten, sich mit den historischen Realitäten abzufinden; sie flüchten sich stattdessen in abstruse Verschwörungstheorien. Da kann man nichts machen. Maberhas, am 09. Februar 2010 um 9:26 ( Link ) @ MarkMallokent Nun wage ich doch noch einen Versuch: Könnten Sie einmal drei solcher Realitäten nennen, mit denen sich viele Leser so schwer tun? Einfach nur kurz benennen, ohne großes Brimborium. Ach, und wenn Sie sich schon die Mühe machen: Würden Sie auch noch die abstrusen Verschwörungstheorien, von denen Sie redeten, ganz kurz beschreiben? Vielleicht können wir dann über beides einigermaßen sachlich diskutieren. Vielen Dank im Voraus! MarkMallokent, am 09. Februar 2010 um 9:38 ( Link ) @Maberhas Maberhas, am 09. Februar 2010 um 10:01 ( Link ) @ Maberhas Zum Thema Verschwörungstheorien: Da in vielen Büchern - zumal Schulbüchern - gefälschte Bilder, gefälschte Zitate etc. enthalten sind, ist es in meinen Augen nicht ganz angebracht, ein Kartell der Geschichtsfälscher als abstruse Verschwörungstheorie abzutun. Zu Ihrem zweiten Kommentar habe ich Zweierlei zu sagen: a) Setzt man Realität mit Fakt gleich, was in diesem Falle wohl zulässig ist, so bezeichnen Sie die Behauptung, Deutschland hätte zwei Weltkriege vom Zaun gebrochen als Fakt. In einem früheren Beitrag (7. Februar um 16:01) jedoch sagten Sie Folgendes: Zu 3: "(...) die Frage, ob und wer woran "schuld" ist, gerade keine Frage nach einem historischen Fakt ist. Sie ist vielmehr eine juristisch-moralische Frage." Wie darf ich diesen Widerspruch verstehen? b) Ungeachtet der Tatsache, ob man die Kriegsschuld als Fakt oder juristisch-moralische Frage oder sonstwie bezeichnet. Fest steht, daß die Auffassung von der (zumindest Allein-)schuld Deutschlands am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges fast nur noch in Deutschland vertreten wird. Im Ausland gibt es zahlreiche namhafte Historiker, die ganz anderer Auffassung sind. Wie Sie dies ignorieren können, ist mir schleierhaft. Maberhas, am 09. Februar 2010 um 10:04 ( Link ) Nachtrag zu b) natürlich gibt es auch in Deutschland zahlreiche, die Alleinschuld Deutschlands anzweifelnde Historiker. MarkMallokent, am 09. Februar 2010 um 10:30 ( Link ) Was Fälschungen in Schulbüchern betrifft, wäre ich für Beispiele dankbar, ansonsten bringt es eben die Meinungsfreiheit mit sich, daß neben vielen fundierten eben auch viele schlechte Bücher publiziert werden. Zu b. Daß die deutsche Regierung allein am Zweiten Weltkrieg schuldig wäre, ist natürlich falsch, da für den pazifischen TEil des Krieges Japan, und für den mittelmeerischen Italien hauptschuldig ist. Abgesehen davon freilich, ist die Hauptschuld der deutschen Regierung am Zweiten Weltkrieg auch in der internationalen Forschung kaum umstritten. Maberhas, am 09. Februar 2010 um 10:47 ( Link ) @ MarkMallokent Wenn Sie sagen, "(...) daß der deutsche Staat im 20. Jahrhundert zwei Weltkriege vom Zaun gebrochen hat", dann klingt das sehr wohl stark nach Schuldzuweisung. Im Übrigen ist die entscheidendere Frage, wer Schuld daran war, daß dieser krieg überhaupt zu einem WELT-Krieg wurde. Im Übrigen liegt ein himmelweiter Unterschied zwischen schlechten Büchern und Büchern mit Fälschungen. In der internationalen Forschung ist eher unumstritten, daß der Zweite Weltkrieg eine Folge des Versailler Vertrags war, insofern ist die Hauptschuld Deutschlands nicht ganz so eindeutig. MarkMallokent, am 09. Februar 2010 um 10:55 ( Link ) @Maberhas Maberhas, am 09. Februar 2010 um 11:40 ( Link ) @ MarkMallokent Der Versailler Vertrag rechtfertigt zumindest die Reaktion des Deutschen Volkes darauf. Die Beantwortung Ihrer Fragen zur Schuld am Zweiten Weltkrieg überlasse ich den anderen Lesern. MarkMallokent, am 09. Februar 2010 um 14:29 ( Link ) Ich weiß schon, der Versailler Vertrag wird immer gern angeführt, um den Zweiten Weltkrieg zu entschuldigen. Nur übersehen die Vertreter dieser Ansicht, daß 1933 und noch mehr 1939 der Versailler Vertrag längst in vielen Punkten revidiert und aufgehoben war. Das war eine Folge der von Stresemann und Briand getragenen Verständigungspolitik. Nur haben diese Revisionen eben gerade nicht dazu geführt, daß die deutsche Regierung sich zufrieden gegeben hätte, sondern ganz im Gegenteil eine immer maßlosere Politik zur Folge gehabt. Insofern gehört der Versailler Vertrag selbstverständlich zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs, eine Entschuldigung oder Rechtfertigung für diesen ist er nicht. Holsteiner70, am 10. Februar 2010 um 7:43 ( Link ) @Markkollent Exemplarisch ist das an Ihrer folgender Aussage zu belegen, die für Leute, die den von der Geschichtspolitik verbreiteten Geist atmen, geradezu charakteristisch ist: MarkMallokent, am 10. Februar 2010 um 9:29 ( Link ) Wir drehen uns hier im Kreis. Wenn Sie meinen, daß mein Beitrag Geschichtsfälschungen enthält, dann sagen sie konkret, wo und was. Holsteiner70, am 10. Februar 2010 um 11:19 ( Link ) Daß wir uns im Kreise drehen, mag daran liegen, daß Sie offenbar nicht willens oder in der Lage zu sein scheinen, das zu rezipieren, was weiter oben zu der von Ihnen betriebenen Geschichtsklitterung zum Ausdruck gebracht wurde. Insofern ist auch eine Fortsetzung der Diskussion entbehrlich und Sie können also weiterhin Ihren offenbar auf alttestamentarischen Vostellungen fußenden Rechtfertigungsthesen im Hinblick auf das von Deutschen erlittene Leid und Unrecht anhängen. Radiergummi, am 10. Februar 2010 um 17:08 ( Link ) @Marko Mallokent Wer war denn nun Schuld daran, daß der Zweite Weltkrieg ein Weltkrieg wurde? Und warum? Wenn Sie die These aufstellen, die Schuld für den 2. WK läge bei Deutschland, dann sollten sie diese auch selbst begründen können. Ich nehme mal an, dass sie dies am vermeintlichen Beginn des Krieges (welcher sich zum Weltkrieg entwickelte) festmachen werden und halte Ihnen schon vorweg entgegen, dass der japanisch-chinesische Krieg schon 1937 ausgebrochen ist. Übrigens, dass Sie diese Frage stellen, belegt eigentlich schon die Behauptung, dass die Kriegsschuldfrage nicht feststellbar ist bzw. willkürlich. Womit wir wieder beim Thema der Geschichtspolitik wären, denn wie wir ja alle gelernt haben, war Deutschland schuld. MarkMallokent, am 10. Februar 2010 um 21:20 ( Link ) @Radiergumme Slevin, am 11. Februar 2010 um 11:56 ( Link ) @Marko Mallokent Wenn mm eines Tages stirbt, muß sein Schnabel extra tot geschlagen werden. Karmel, am 11. Februar 2010 um 12:57 ( Link ) Aus dem Klappentext zu einem Buch zum Thema Geschichtspolitik von Thorsten Hinz: (...) Den Kern (der) Geschichtspolitik formulierte einst Ex-Außenminister Fischer mit der These, das neue Deutschland habe sein „einziges Fundament“ im Holocaust. Eine Folge dieser vollständigen Moralisierung des Politischen ist, daß jede öffentliche oder halböffentliche Debatte auf ihre mutmaßliche Nähe zur NS-Ideologie überprüft und durch eine eilfertige Verdachtsrhetorik oft vorzeitig beendet wird. Eine ernsthafte öffentliche Auseinandersetzung mit den Zukunftsfragen der Nation findet nicht mehr statt. Dies ist - wie ich finde - eine zutreffende Beschreibung der gegenwärtigen Verhältnisse hinsichtlich der Vermittlung von bzw. der Diskussion über Geschichte. @ Markmakollent Von welchem Papiertiger sprechen Sie? MarkMallokent, am 11. Februar 2010 um 15:50 ( Link ) @Karmel Karmel, am 11. Februar 2010 um 16:45 ( Link ) @ MarkMallokent: Ihre Kommentare sind an Ignoranz, Anmaßung und Einfältigkeit kaum zu überbieten. Der Autor sprach übrigens nicht von einer vorgeschriebenen Deutung, sondern von einem vorgefertigten Bild des Zweiten Weltkrieges. Der Autor fragt sich dabei, ob es wünschenswert ist, den Menschen ein solches vorgefertigtes Bild der Geschichte zu vermitteln. Wie aus seinem Artikel hervorgeht, befürwortet er die ergebnissoffene Diskussion unabhängiger Historiker. Ich habe nicht das Gefühl, daß in unserem Land für eine ergebnissoffene Diskussion - zumal des Zweiten Weltkrieges - der Boden bereitet wird. Ganz im Gegenteil: Leute, die öffentlich auch nur einen positiven Satz zu Adolf Hitler oder dem Nationalsozialismus sagen, werden in ihrer bürgerlichen Existenz vernichtet. Angesichts dieses Umstands halte ich es für absolut lächerlich und naiv, im Hinblick auf die Vermittlung eines staatlicherseits vorgefertigten Bildes der Geschichte von einem Papiertiger zu sprechen. MarkMallokent, am 12. Februar 2010 um 8:26 ( Link ) Ich verstehe sie so, daß es da ihrer Meinung nach ein von irgendwelchen anonymen Mächten vorgefertigtes Bild des Zweiten Weltkries gäbe; dieses Bild gefällt ihnen nicht, sie wollen das besagte Mächte ein anderes verfertigen, das ihnen gefällt. Na meinethalten. Karmel, am 12. Februar 2010 um 16:49 ( Link ) @ MarkMallokent Sie schrieben: (...) sie wollen das besagte Mächte ein anderes verfertigen, das ihnen gefällt (...) Sie haben es immer noch nicht verstanden oder wollen es scheinbar nicht verstehen. Lesen Sie doch noch einmal die Stelle zur ergebnisoffenen Diskussion, dann sollte Ihnen eigentlich klar werden, was ich befürworte. Im Übrigen freuen wir uns alle, daß Sie so klug sind und über ein dermaßen hoch entwickeltes Bewußtsein verfügen, daß Sie sich Ihre Meinung selbst bilden können. Welche Meinung Sie zur Kriegsschuldfrage haben, wissen inzwischen alle. Leider ist uns bisher noch verborgen geblieben, wie Sie zu diesem Urteil gekommen sind. Holsteiner70, am 12. Februar 2010 um 17:49 ( Link ) Wer redet den von "irgendwelchen anonymen Mächten"? Die Betreiber und Verbreiter von Geschichtspolitik im oben dargestellten Sinne bzw. des "vorgefertigten Bildes vom Zweiten Weltkrieg" können ganz konkret bis hin zum Individuum benannt werden. Zu diesem Personenkreis gehören u.a. fast alle heutigen bundesdeutschen Politiker, weite Teile der Presse und dann u.a. auch noch Mark Mallokent. Karmel, am 13. Februar 2010 um 12:54 ( Link ) Es ist so ungewöhnlich ruhig um MarkMallokent. Vielleicht weilt er gerade in Dresden mit seinesgleichen, um 85-jährigen Mänenrn und Frauen Parolen wie "Ihr seid doch selbst schuld!" oder "Do it again, Mr. Harris" ins Gesicht zu schmettern. MarkMallokent, am 13. Februar 2010 um 14:39 ( Link ) @Karmel Was die ergebnisoffene Diskussion betrifft, so wird die seit Jahrzehnten geführt. Man muß sie freilich, wenn man etwas über sie sagen will, erst einmal zur Kenntnis nehmen. Und zu ihrer Frage, wie ich zu diesem meinen Urteil gekommen bin: Ich habe mich etwas eingehender mit dieser Diskussion und vor allem mit den Quellen befaßt. So einfach ist das. @Holsteiner Karmel, am 13. Februar 2010 um 20:42 ( Link ) @ MarkMallokent Heute hieß es in der Tagesschau, daß heute vor 65 Jahren "bis zu 25 000 Menschen getötet wurden". Da Sie sich doch so eingehend mit Quellen befassen, wissen Sie sicher auch, daß Historiker eine Zahl von ungefähr 150 000 als wahrscheinlich ansehen. Anstatt die "offizielle" Zahl der Toten von derzeit 35 000 nach oben zu korrigieren, spricht man nun sogar nur noch von "bis zu 25 000 Toten". Zum 75. Jahrestag redet man wahrscheinlich noch von 5 000 Getöteten und im Jahre 2045 von ein paar Schwerverletzten. Sobald jedoch ein jemand die Opferzahl der Juden von 6 Mio. anzweifelt - ohne auch nur im Entferntesten die Aussagen hinsichtlich ihrer Quellen zu überprüfen - wird die Nazikeule geschwungen. Vor diesem Hintergrund von einer ergebnisoffenen Diskussion zu sprechen, ist absurd. Ebenfalls geärgert - wenn auch nicht verwundert - hat, daß der Tagesschau-Sprecher den Eindruck erweckte, das Leid der Dresdner Bombenopfer wäre die Schuld der Deutschen selbst gewesen, wobei er mit dieser Auffassung zumindest mit Ihnen voll auf einer Linie liegt. Eine vernünftige Begründung sind Sie - trotz Ihrer umfangreichen Quellenkenntnisse - immer noch schuldig. MarkMallokent, am 13. Februar 2010 um 20:56 ( Link ) @Karmel Karmel, am 13. Februar 2010 um 22:37 ( Link ) @ MarkMallokent Sie wissen also um die Diskussion über die Opferzahlen. Ebenfalls wissen Sie, daß von Medien und Politikern die Zahl von 35 000 oder sogar 25 000 als Obergrenze ausgegeben wird (und dies ist nur ein Bsp. unter vielen, das Deutsches Leid verharmlost). Und trotzdem tun Sie so, als hätten sämtliche Leser Hirngespinste, wenn sie der Meinung sind, daß die Voraussetzungen für eine ergebnisoffene Diskussion in Deutschland nicht gegeben sind. Ich wußte übrigens gar nicht, daß die Deutschen im 2. Weltkrieg britische Städte und Zivilisten flächendeckend mit Phosphorbomben attackierten. MarkMallokent, am 13. Februar 2010 um 23:20 ( Link ) @Karmel Was schließlich den Bombenkrieg betrifft, so ist die Sache im höchsten Maße einfach. Wer einen Krieg anfängt, darf sich nicht wundern, wenn er mit Bomben beworfen wird. Karmel, am 14. Februar 2010 um 1:02 ( Link ) @ MarkMallokent Diese Leute heulen auf, weil sie damals ihr Freunde und Verwandte verloren haben, weil sie am eigenen Leibe erlebt haben, wie britische Tiefflieger ihre Stadt und ihre Familien zerbombt, wie alliierte Kampfflugzeuge in Massen von Flüchtlingen geschossen haben und nicht einmal vor Lazaretten Halt machten. Sie weinen deshalb, weil sie es nicht fassen können, daß obwohl sich damals in Dresden vermutlich mehr als eine Million Menschen befanden, es nur 25 000 Tote gegeben haben soll. Es mutet ganz und gar grotesk an, vor diesem Hintergrund auch noch - wie es Medien, Schulbücher und Politiker nimmermüde tun - von einer Befreiung des Deutschen Volkes zu sprechen. Sie als quellenkundiger Bürger sollten eigentlich wissen, daß Hitler einen Krieg mit Großbritannien vermeiden wollte. Allerdings gaben sich die Briten allzu kriegsfreudig, nicht zuletzt auf Grund ihrer Garantieerklärungen gegenüber Polen. Nebenbei bemerkt konnte auch der Krieg mit Deutschland ihren rasanten Abstieg nicht bremsen oder gar verhindern. Man kann meinetwegen sagen, daß Deutschland den Krieg begonen hat. Über die Schuldfrage ist dann aber noch lange nicht entschieden. Im Übrigen stellt sich selbst bei einer Alleinschuld Deutschlands die Frage, ob eine derartige Bombardierung der Bevölkerung gerechtfertigt ist. Nun werden Sie wieder mit ihrem schlauen Spruch "Man erntet was man säät" oder "Was du nicht willst, das man Dir tut, das füg auch keinem andern zu" daherkommen. Etwas derartiges haben die Deutschen ihren Kriegsgegner nicht angetan. Kommen Sie bitte nicht mit der Behauptung, es hätte sich um Vergeltungsaktionen für die Ermordung der Juden gehandelt. Wenn sich jemand - um mit Ihren Worten zu sprechen - einen Dreck schert(e), dann die Alliierten um das Schicksal der Juden. MarkMallokent, am 14. Februar 2010 um 8:26 ( Link ) @Karmel Und natürlich, es darf ja nicht fehlen, wieder das schöne Argument vom ach so friedlichen Hitler, der keinen Krieg wollte. Ja, dann hätte er ihn halt lassen sollen. Er hätte ja statt dessen Autobahnen bauen können. So einfach ist das. Und was die Deutschen und ihre Kriegsgegner angeht, so haben die Deutschen denen "derartiges" sehr wohl angetan. Und davon waren keineswegs nur Juden betroffen. Lesen sie mal nach über die deutsche "Besatzungspolitik" in der Sowjetunion. Millionen Ziviltote. Verhungert oder erschossen. Und was Dresden angeht, so haben die Allierten selbstverständlich nicht wegen der Juden angegriffen. Aber immerhin haben sie dadurch geholfen, daß wenigstens einige überlebt haben. Rosenstein, am 14. Februar 2010 um 11:26 ( Link ) @MarkMallokent Karmel, am 14. Februar 2010 um 11:41 ( Link ) "Und natürlich, es darf ja nicht fehlen, wieder das schöne Argument vom ach so friedlichen Hitler, der keinen Krieg wollte. Ja, dann hätte er ihn halt lassen sollen. Er hätte ja statt dessen Autobahnen bauen können. So einfach ist das." Bei Ihnen scheint ja alles immer ganz einfach zu sein. Sie ignorieren anscheinend völlig, daß es nicht wenige Historiker gibt, die in Roosevelt oder Churchill die wahren Kriegstreiber sehen. Aber ich sehe langsam ein, daß es zwecklos ist, mit Ihnen zu diskutieren. Radiergummi, am 14. Februar 2010 um 12:49 ( Link ) @MarkoMallokent Das weder GB noch Frankreich Interesse an einer Kontinental-/Großmacht Deutschland hatten, dass Polen eine nationalistische Politik auf Kosten seiner Anrainer verfolgte und die Sowjetunion eine massive Westausdehnung im Auge hatte, interessiert Sie nicht. Warum auch, es verkompliziert nur Ihre so schön einfache Geschichtsauffassung, die mit dem Angriff auf Polen anfängt und endet. Rosenstein, am 14. Februar 2010 um 13:27 ( Link ) Darüber erfährt man in "Gudio Knopps Geschichts DVD Box" leider nichts. Holsteiner70, am 14. Februar 2010 um 14:48 ( Link ) @Mark Mallokent spannelangerhansel, am 14. Februar 2010 um 17:05 ( Link ) Im Laufe der Jahre erhielt das offiziell gültige Geschichtsbild der Bundesrepublik zunehmend religiöse Züge. Es ist zu erwarten, dass sich diese Entwicklung noch beschleunigt, je weniger von Krieg, Flucht und Vertreibung betroffene Zeitzeugen aus dem privaten Umfeld der Menschen über die tatsächlichen Verhältnisse berichten können. Die Transformation des Geschichtsbildes zum Religionsersatz führt dazu, dass die Suche nach der Wahrheit nicht willkommen ist. Glaubensgrundlagen werden nicht in Frage gestellt! Stattdessen wird auf die bewährten Mittel von Ausgrenzung und Hexenjagd zurückgegriffen. Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein! Wer Glück hat, kommt noch mit einem Berufsverbot davon oder zieht sich rechtzeitig ins Privatleben zurück. Konsequenterweise bringt sich daher auch der Verfechter des offiziellen Geschichtsbildes dieses Blogs als Papst ins Gespräch. MarkMallokent, am 14. Februar 2010 um 19:34 ( Link ) @Karmel @Radiergummi @Holsteiner70 @Spannlangerhansel spannelangerhansel, am 14. Februar 2010 um 20:13 ( Link ) @MarkMallokent Karmel, am 14. Februar 2010 um 20:37 ( Link ) @ MarkMallokent Nach der Niederlage Polens im September 1939 hat Marschall Rydz-Smigly gegenüber rumänischen Würdenträgern erklärt, daß schon zwei Tage nach Kriegsbeginn das polnische Oberkommando durch die Wirkung der deutschen Luftwaffe die Verbindung mit den einzeln operierenden Armeen verloren habe. (...) England habe der polnischen Regierung offiziell mitgeteilt, daß 1 500 englische Flugzeuge unterwegs nach Polen seien. Keines sei jedoch angekommen. (...) Ferner sei von den Westmächten versichert worden, daß die Franzosen die Siegfriedlinie an zwei Stellen durchbrochen hätten und tief in deutsches Gebiet eingedrungen seien. (...) Rydz-Smigly erklärte erregt, man habe sich auf die offiziellen Mitteilungen und Hilfezusagen der Engländer verlassen. Besonders bitter war die Bemerkung des Staatspräsidenten Moscicki, daß Polen schließlich die Bedingungen Deutschlands habe annehmen wollen, von England aber daran gehindert worden sei. Weil seine Minister auf englische Hilfe gerechnet hätten, hätten sie es schließlich zum Kriege kommen lassen. Der Oberbefehlshaber der polnischen Streitrkäfte, Marschall Rydz-Smigly, und der polnische Staatspräsident Miscicki im September 1939 nach ihrer Flucht nach Rumänien. In: Ribbentropp, Annelies von. "Die Kriegsschuld des Widerstandes." leoni 1975, S. 383 Der Krieg in Polen ist vorüber. (...) Polen ergab sich und legte sich selbst Hitler zu Füßen. Er war in der Lage zu sagen, daß wir Engländer keine weitere Entschuldigung für die Fortsetzung des Krieges haben. Daraufhin warfen wir die Maske des irrenden Ritters ab und gestanden glatt, daß wir uns nicht einen Deut um Polen kümmerten, sondern darauf aus waren, Deutschland zu zerschlagen, was wir jetzt die Vernichtung des Hitlerismus nannten. George Bernhard Shaw, irischer dramatiker (1856 - 1950) im Londoner New Statesman, 9. Oktober 1939. Mich würde übrigens einmal interessieren, welche Historiker solch dreiste Behauptungen ohne Quellenbelege aufstellten. Vielleicht können Sie ja ein paar Namen nennen. MarkMallokent, am 14. Februar 2010 um 21:13 ( Link ) @Karmel Die Historiker, die meine, sind Davin Hoggan und Schultze-Rhonhof. MarkMallokent, am 14. Februar 2010 um 21:14 ( Link ) Korrektur: Es muß David Hoggan heißen. Radiergummi, am 14. Februar 2010 um 22:55 ( Link ) @MarkoMallokent Und ihr polnischer Einwand ist ebenso irrelevant für diese Aussage (an der sie ja meinen die Schuldfrage einfach klären zu können). Und zur sowjetischen Westausdehnung wieder dasselbe. Inwieweit auch dieser Einwand Ihr einfaches Geschichtsbild begründen soll, ist einem auch weiterhin nicht ersichtlich. Slevin, am 15. Februar 2010 um 14:57 ( Link ) Das vielleicht Erstaunlichste an der Diskussion über den Beitrag von Horst Rodemer über die Geschichtspolitik der Bundesrepublik Deutschland ist, daß nur ein blindwütiger Wirrkopf und kein bei Troste befindlicher Mensch - im Wissen darum, daß er sich nur blamieren und mit Schande überhäufen kann - die in der Bundesrepublik Deutschland betriebene Geschichtspolitik gerechtfertigt hat. MarkMallokent, am 15. Februar 2010 um 19:20 ( Link ) @Radiergummi MarkMallokent, am 15. Februar 2010 um 19:21 ( Link ) Schade, daß Slevin uns nicht verrät, wen er meint. Ich bin ja so gespannt. Holsteiner70, am 15. Februar 2010 um 19:48 ( Link ) Nicht immer und nicht für jeden ist eine Namensbenennung o.ä. nötig. Manchmal und für manchen hilft es auch, wenn das Gehirn in Betrieb genommen wird. Voraussetzung für ein befriedigendes Ergebnis dieser Anstrengung könnte allerdings sein, daß das vom Benutzer zu verzeichnende Leseverständnis und Abstraktionsvermögen über das des durchschnittlichen Zuschauers von Guido Knoop-Sendungen hinausgeheht. Radiergummi, am 15. Februar 2010 um 22:57 ( Link ) @MarkMallokent
^^ Die Sowjetunion hat ebenfalls einen Krieg gegen Polen und wenig später einen gegen Finnland begonnen. Dem folgten dann noch Ultimaten an die baltischen Staaten und Rumänien, welche aber eingehalten wurden, weswegen es nicht zu bewaffneten Auseinandersetzungen kam. (Die Voraussetzungen für diese Ultimaten, waren ähnlich denen zum deutsch-polnischen Konflikt.) Nebenbei haben Frankreich und GB Deutschland den Krieg erklärt. Wer, wie, wo, wen angriff bzw. den Krieg erklärte, liefert keine hinreichende Begründung für die These, dass Deutschland für diesen Weltkrieg verantwortlich sein soll. Zumal Ihre Betrachtung mal wieder völlig die Vorgänge im pazifischen Raum außen vor lässt. Dort tobte schon seit einigen Jahren Krieg in China, welcher die folgenden Angriffe auf allierte Kolonien und amerikanische Pazifikinseln bzw. den Kriegeintritt der USA begründete. *dieses Spielchen lässt sich beliebig fortführen, sofern man die ohnehin irrelevante Frage nach "dem Schuldigen für den 2. WK" stellt. MarkMallokent, am 15. Februar 2010 um 23:17 ( Link ) @Holsteiner Tristan, am 16. Februar 2010 um 0:12 ( Link ) Bezeichnend an der bisher geführten Diskussion ist doch, in welcher sturen und apologetischen Vehemenz genau die Stimmen laut tönen, die sich ihrer ideologischen Grundfesten und selbstgeschaffenen Moral beraubt fühlen, die doch Nahrung für so viele mundtot machende Argumente birgt. So dürften aber doch selbst die Apostel einer in ihren Augen in der Menschheitsgeschichte einmaligen Kollektivschuld nicht bestreiten, dass eine politisch oder anderswie instrumentalisierte Geschichtspolitik per se einer historischen Wahrheit nicht dienlich ist. Nichts anderes wurde von dem Autor Hr. Rodemer angemahnt. In gleicher Weise dürfte doch unbestritten sein, dass gerade die Staatslenker, ob nun im Orient oder Okzident, ein großes Interesse daran haben, die historische Wahrheit in ihrem Interesse zu lenken und zu steuern. Auf die unzähligen Beispiele darf ich wohl verzichten. Um so mehr sollte doch dies ein reflektierender Zeitzeuge tun, je vehementer eine politische Wahrheit vorgetragen wird? Dass gerade in der Bundesrepublik eine einzige historische Wahrheit und zwar die der kollektiven und von sich aus getriebenen Schuld der Deutschen als quasi ius divinum dogmatisch in jedwede Diskussion gebrannt wird, müsste doch den so oft propagierten freien Menschen der ach so liberalen westlichen Welt sauer aufstoßen? Und dass jeder Versuch, diesem Dogma zu entkommen bitter bestraft wird, zeigen nicht nur die oben genannten Beispiele wie Steinbach, Hohmann oder Baring. In gleicher Weise ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Indoktrination der durch die Politiker, ihren Institutionen und den Medien auserkorenen historischen Wahrheit nicht erst im Erwachsenenalter anfängt. Jedweder Widerstand in den Bildungseinrichtungen gegen die als einzige Wahrheit propagierte Schulmeinung wird sträflich mundtot gemacht. Ob durch subtile schulmeisterhafte Unterdrückung und Ausgrenzung oder durch offenen Schulverweis. So bleibt nur die Frage, warum gerade diese historische Wahrheit gewählt wurde. Denn eins ist auch nicht von der Hand zu weisen; im Gegensatz zu allen anderen Staaten, in denen Unrecht geschehen ist, ob nun in Amerika, der Sowjetunion, der Türkei oder China, gibt es doch nur in Deutschland solch einen geschlossenen Chor der Selbstgeißelung, Unterjochung und Verdammung der eigenen Vorfahren. Das Resümee des Hr. Rodemer klingt da gar nicht mehr so absurd: "Während in jenen Staaten, die um hehrer Ziele Willen, die von ihnen betriebene Geschichtspolitik im Widerstreit zu der von ihnen eingenommenen – das Lügen ächtenden – moralischen Position steht, steht in den Staaten, die um weniger hehrer Ziele willen Geschichtspolitik betreiben, die Verfälschung der Geschichte immerhin im Einklang mit der von ihnen eingenommenen, das Lügen im politischen Geschäft unter Umständen gutheißenden – amoralischen Position." Holsteiner70, am 16. Februar 2010 um 12:47 ( Link ) @MM peggy, am 16. Februar 2010 um 14:53 ( Link ) Oberflächlich betrachtet entsteht für mich hier der Eindruck, der Beitrag von Horst Rodemer zur Geschichtspolitik habe eine ähnlich Kontroverse ausgelöst, wie die von Ernst Nolte als er mit seinen revisionistischen Thesen zur Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts an die Öffentlichkeit trat. Während Horst Rodemer es hier aber nur mit einem nicht ernstzunehmenden Wirrkopf zu tun hat, musste Ernst Nolte damals einen sehr ungleichen Kampf gegen die damals herrschenden und eine erbarmungslose Hetzjagd gegen ihn in Szene setzenden Wortführer der Historikerzunft und deren Mitstreiter aus anderen Wissenschaftsbereichen durchstehen. Zurückkommend auf den Beitrag von Horst Rodemer und die oben geführte Diskussion stellt sich mir nun die Frage, warum – in einer auch für die Systemhistoriker so fundamentalen Diskussion – sich nicht einer von ihnen dafür entschieden hat, Herrn Rodemer entgegenzutreten. So wäre zumindest das Niveau dieser endlosen Diskussion um ein Vielfaches gesteigert worden! MarkMallokent, am 16. Februar 2010 um 18:57 ( Link ) Holsteiner70 MarkMallokent, am 16. Februar 2010 um 19:06 ( Link ) @Radiergummi Radiergummi, am 16. Februar 2010 um 20:56 ( Link ) @MarkMallokent Polen hat nicht getan, was Hitler wollte. Und darum ist es - ihre Ansicht nach - am Krieg Schuld. Halten wir abseits Ihrer eigenwilligen Rezeption meiner Aussage* zunächst einmal fest, dass der von Ihnen behauptete Unterschied, mit welchem Sie die Kriegsschuld Deutschlands begründen, gerade was die Sowjetunion anbelangt, nicht existiert bzw. der Angriff auf Polen keine hinreichende Begründung für die "Schuld am Weltkrieg" liefert. Denn zur selben Zeit galten für die Sowjetunion dieselben Bedingungen, wie für Deutschland. Die Verletzung dieser Bedingungen seitens der Sowjetunion führte aber offensichtlich nicht zu französischen und britischen Kriegserklärung bzw. folgerte daraus kein Prozess namens Weltkrieg. Ebensowenig aus der Annektion der baltischen Staaten wie aus der Besatzung Bessarabiens. *Sie haben immer noch nicht mitbekommen, dass ich im Gegensatz zu Ihnen, gar nicht nach einem Schuldigen suche bzw. mir in dieser Hinsicht wenig relevante Gedanken mache, weil ich denke, dass diese Frage einem politischen Zweck dient, den ich ablehne (Sie erinnern sich - die Thematik des Artikels). FriedrichWilhelm, am 17. Februar 2010 um 0:04 ( Link ) Nachdem ich bereits Prof. Rodemers Aufsatz kommentiert habe, möchte ich nun noch zur – von mir aufmerksam und mit regem Interesse verfolgten – Diskussion einige Worte verlieren. Auffallend ist, daß niemand ernsthaft den Versuch unternommen hat, die Position des Autors anzugreifen. Alles was an – wenn auch nicht mit vernünftigen Argumenten untermauerter – Kritik vorgetragen wurde, kam aus der Feder eines paranoiden, sich Historiker nennenden Quacksalbers. Unfähig, den – seine Position angreifenden – Argumenten der Gegenseit sachlich zu entgegnen, verliert er sich – die Gegenparteien regelmäßig falsch rezipierend – in Wortklauberei und Scheingefechten. Immerhin kann man seinen unsäglichen, alles banalisierenden und vom eigentlichen Thema ablenkenden Kommentaren jedoch insofern etwas Positives abgewinnen, als sie andere Diskussionsteilnehmer anregten, ihre Auffassungen (noch einmal) ausführlich und vertiefend darzulegen. Im Ergebnis führte dies dazu, daß die Position des Autors durch die zahlreichen, seine Ausführungen zur Geschichtspolitik bestätigenden Leserbeiträge in keinster Weise geschwächt und der angesprochene Fabulant als nicht ernstzunehmende Lachnummer demaskiert wurde. MarkMallokent, am 17. Februar 2010 um 9:24 ( Link ) @Radiergummi Slevin, am 18. Februar 2010 um 13:41 ( Link ) @MarkMallokent Mark Malokent gehört zu jener großen Schar, zumal deutscher Historiker, die - nicht zu Unrecht - vermeint, ungestraft die plumpesten Lügen verbreiten und den größten Blödsinn behaupten zu können, sofern sie nur auf der richtigen Seite stehen. Doch hat sich MM in der Diskussion über den von Horst Rodemer verfaßten Beitrag über Sinn und Unsinn der Geschichtspolitik mit seinen, jeglicher Redlichkeit entbehrenden Bemühungen, sich selbst in Szene zu setzen, ganz offensichtlich verrechnet. Zum sich abzeichnenden Ende der Diskussion steht er nicht da wie ein strahlender Herold des in der Bundesrepublik Deutschland staatlich verordneten Geschichtsbildes, sondern wie ein gerupftes Huhn. Rosenstein, am 18. Februar 2010 um 15:59 ( Link ) "Eine Kriegserklärung Englands und Frankreichs an die Sowjetunion ist nicht erfolgt, weil die polnische Regierung von ihren Bündnispartnern keine solche verlangt hat." Ja genau, so wirds gewesen sein. Hätten die Polen von den Engländern wenigstens verlangt auf der richtigen Straßenseite zu fahren, wäre zumindest dieses Problem gelöst. Aber dann, dieses eiserne Schweigen. Dabei saßen ja gerade die Engländer wie auf Kohlen und haben gewartet und gewartet, aber nix. Und die Franzosen erst. Gewehr bei Fuß und motiviert bis in die Haarspitzen und auch hier, kein polnischer Anruf. Man man man... Wirds langsam warm unter der Narrenkappe MM? MarkMallokent, am 18. Februar 2010 um 18:22 ( Link ) @Rosenstein @Slevin Holsteiner70, am 18. Februar 2010 um 23:36 ( Link ) @MM MarkMallokent, am 19. Februar 2010 um 22:06 ( Link ) @Holsteiner70 Holsteiner70, am 20. Februar 2010 um 2:18 ( Link ) @ MM "Es war ja auch gerade die Absicht dieses Weißbuches, den deutschen Angriff zu rechtfertigen, indem man eine polnische Bedrohung behauptete." "Es ist schon amüsant, daß eine Publikation aus dem Hause Goebbels, die seinerzeit kein vernünftiger Mensch ernst genommen hat, hier und heute mit geradezu religiöser Inbrunst geglaubt wird." "Das gilt auch für unser fragliches Dokument, das – wie erwähnt - den Editoren der „Akten“ vorlag." "Sollte dieses Dokument also tatsächlich im Archiv unauffindbar gewesen sein, hätte S-R also sehr wohl auf die verfilmte Fassung zurückgreifen können." "Statt dessen verweist er in der Anmerkung auf die Publikation in den Nürnberger Prozeßakten, da er damit rechnete, daß kaum jemand weiß, daß dort eben das gefälschte Weißbuch abgedruckt ist." "Im Text redet er vage von den „Vorkriegsakten des Auswärtigen Amtes (AA 1939)" und den "Akten des Nürnberger Prozesses", daß sich hinter dem Kürzel „AA 1939“ eben das gefälschte Weißbuch versteckt, wird nicht erwähnt." "Das ist so, als würde heute jemand die Minderwertigkeit der jüdischen Rasse mit kaschierten Zitaten aus dem „Stürmer“ zu beweisen versuchen." "Und so jemand ist für mich als Historiker wie als Mensch gestorben." "Im übrigen ging unsere Diskussion weder um die Lusitania noch um alliierte Geschichtsfälschungen sondern speziell um S-R." Slevin, am 20. Februar 2010 um 16:37 ( Link ) @MM "Sie haben nicht nur keine Argumente, sie sind auch unfähig, sie auszudrücken." Das ist Mark Mallokent at its best. MarkMallokent, am 20. Februar 2010 um 19:06 ( Link ) @Holsteiner70 spannelangerhansel, am 20. Februar 2010 um 20:11 ( Link ) MM's Kommentar in einem anderen Blog zu dieser Diskussion: Mein Kommentar vor Wochenfrist: Im Laufe der Jahre erhielt das offiziell gültige Geschichtsbild der Bundesrepublik zunehmend religiöse Züge. Es ist zu erwarten, dass sich diese Entwicklung noch beschleunigt, je weniger von Krieg, Flucht und Vertreibung betroffene Zeitzeugen aus dem privaten Umfeld der Menschen über die tatsächlichen Verhältnisse berichten können. Die Transformation des Geschichtsbildes zum Religionsersatz führt dazu, dass die Suche nach der Wahrheit nicht willkommen ist. Radiergummi, am 20. Februar 2010 um 21:44 ( Link ) @Mark Mallokent Eine Kriegserklärung Englands und Frankreichs an die Sowjetunion ist nicht erfolgt, weil die polnische Regierung von ihren Bündnispartnern keine solche verlangt hat. Seit dem deutschen Angriff hatte die polnische Regierung nämlich kapiert, daß England und Frankreich zwar möglicherweise Deutschland würden besiegen können, aber nicht Deutschland und die Sowjetunion zugleich. Womit dann geklärt wäre, dass sich die Schuld Deutschlands am 2. WK dadurch begründet, einem einseitig ausgerichteten Bündnis gegenüber gestanden zu haben. Nicht etwa, wie von Ihnen anfangs behauptet, "weil es Polen angegriffen hat". Wollen Sie weitermachen und etwas zur sich aufdrängenden Frage sagen, wie es zu dieser Bündniskonstellation kam? Mal schauen, ob oder wann es Ihnen in den Sinn kommt, dass die Schuldfrage an einem derart komplexen geschichtlichen Prozess wie dem 2. WK, nur mithilfe willkürlich festgelegter Kriterien zu beantworten ist... Achja. Nebenbei erwähnt: Heute fallen solche Agenden unter das Schlagwort "Imperialismus". Holsteiner70, am 21. Februar 2010 um 12:22 ( Link ) @ MM Kern unserer Diskussion ist Ihre Behauptung, Herr Schultze-Rhonhof betreibe Geschichtsfälschung (15.2.2010, 23:17 Uhr). In Ihrem ersten Beitrag dazu behaupten Sie u.a. wahrheitswidrig, daß Schultze-Rhonhof "weiterhin die korrekte Veröffentlichung dieses Dokuments verschweigt, in welcher der von ihm zitierte Satz eben gerade nicht steht." Nach meinem entsprechenden Hinweis auf diese wahrheitswidrige Feststellung rudern Sie zurück und behaupten am 16.2.2010, 18:57 Uhr, u.a. Schultze-Rhonhof habe verschwiegen, daß "Version der Quelle auf das verfälschte deutsche Weißbuch von 1939 zurückgeht" und daß er "auch auf S. 423 den Eindruck erweckt, die Überlieferung dieser Quellen gehe auf die "Vorkriegsakten des Auswärtigen Amtes (AA 1939)" und die "Akten des Nürnberger Prozesses" zurück geht". Sie schlossen mit der Bemerkung, daß sich Schultze-Rhonhof "offensichtlich darauf verläßt, daß keiner so genau nachschaut, was es denn mit diesem Kürzel "AA 1939" auf sich hat." Auch diese Behauptungen waren wahrheitswidrig, wie in meinem Beitrag vom 18. Februar 2010 nachgewiesen. Als sei das nicht genug, legen Sie am 19.2.2010, 22:06, nochmal nach und stellen u.a. eine weitere wahrheitswidrige Behauptung auf, nämlich, daß Schultze-Rhonhof "auf S. 423 sehr wohl seine Quelle verschweigt, er verschweigt nämlich, daß sein Zitat auf das verfälschte deutsche Weißbuch zurückgeht." Daß dies wahrheitswidrig ist, habe ich Ihnen in meinem Beitrag vom 20.2.2010, 2:18 Uhr, nachgewiesen. Um es also in aller Deutlichkeit zu sagen: Um Ihre Kernthese zu beweisen, scheuen Sie auch vor mehrfach und wiederholten wahrheitswidrigen Angaben nicht zurück. Sodann fabulieren Sie in Ihrem Beitrag am 19.2.2010, 22:06 darüber, "daß eine Publikation aus dem Hause Goebbels, die seinerzeit kein vernünftiger Mensch ernst genommen hat, hier und heute mit geradezu religiöser Inbrunst geglaubt wird." Und schließlich scheinen Sie an dieser Stelle zu merken, daß es angesichts Ihrer schwindenden Argumentationsbasis offenbar nicht mehr anders geht und zeigen das Verhalten, was Godwin so treffend beschrieben hat Zunächst ist also ersteinmal festzustellen, daß das, was Sie an Schultze-Rhonhof kritisieren zu können glauben, nämlich die aktive Fälschung von Tatsachen, von Ihnen selbst gerne betrieben zu werden scheint. Sie scheinen sich zudem auch darauf zu verlassen, daß sich niemand die Mühe macht, Ihre Behauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Sie bemühen sich also mit Kräften darum, genau das zu duplizieren, was Sie einem Dritten vorwerfen und das auch noch zu dem Zwecke, diesen Ihren Vorwurf erst zu konstruieren. In anderem Zusammenhang würde man soetwas wohl als schizophrenes Verhalten bezeichnen. Nachdem Sie und Ihre Methoden unerwarteter Weise aufgeflogen sind, glauben Sie in Ihrem letzten Beitrag, diese Ihre Pathologie dadurch verschwischen zu können, indem Sie definieren, was Kern unserer Diskussion sei. Dabei wird freilich auch deutlich, was nach alledem noch von Ihren Geschichtsfälschungs-Vorwürfen übrig bleibt, nämlich, Schultze-Rhonhof habe es versäumt, "diesen fraglichen Sachverhalt aufzuklären, indem er erstens das Original im Archiv überprüft – das hat er seiner eigenen Aussage nach versucht – und dann zweitens die verfilmte Version heranzieht und quellenkritisch überprüft." Das hat dann allerdings nichts mehr mit Geschichtsfälschung zu tun, sondern, wenn überhaupt, mit aus Ihrer Sicht unzureichendem Arbeitseinsatz. Nun hat Schultze-Rhonhof in seinem Buch aber nicht nur über dieses strittige Detail, sondern eine Vielzahl von Ereignissen berichtet. Wollte er dabei jedesmal das Originaldokument gesichtet haben, würde er wohl das Buch noch in 30 Jahren nicht vorgelegt haben. Im übrigen wird er wissen, daß sich aus einer Sichtung des "Originaldokuments" nichts weiter ergeben hätte, als daß der Widerspruch bestehen bleibt. Also beschränkt er sich darauf, die Widersprüche der Inhalte von Weißbuch und ADAP-Unterlagen offen zu legen und überläßt es mithin dem Leser, jeweils für sich zu entscheiden, welche Version er für die glaubwürdigere hält. Er selber läßt erkennen, daß er die Vorkriegsversion für glaubwürdiger hält und begründet das letztlich mit dem gleichen Argument wie Sie, wenn Sie behaupten, die Nachkriegsversion sei glaubwürdiger, weil es sich bei der Vorkiegsversion um Propaganda gehandelt habe. Gleiches Argument allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Schultze-Rhonhof kann dabei immerhin für sich beanspruchen, daß zahlreiche - nicht strittige - Fakten seine Auffassung, die Vorkriegsversions sei authentisch, zu stützen geeignet erscheinen oder doch zumindest die Kriegsbereitschaft Polens hinreichend dokumentieren. Jedenfalls ist die strittige Einlassung Lipskis bei weitem nicht das einzige Faktum, das Polens Agressivität und Kriegsbereitschaft Deutschland gegenüber belegen. So hat Polen bereits einige Tage vor dem Gesprächstermin am 26.3.1939 im Rahmen einer Teilmobilmachung eine Erhöhung seiner Truppenstärke um über 300.000 Mann in die Wege geleitet und Marschall Rydz-Smigly hat Kampfverbände in Richtung Danzig und Pomerellen aufmarschieren lassen. Zwei Tage nach dem Gespräch zwischen Ribbentrop und Lipski hat Beck den deutschen Botschafter in Warschau einbestellt und ihm gegenüber festgestellt, "daß jeder Intervention der deutschen Regierung für eine Änderung des bestehenden Status quo in Danzig als ein Angriff gegen Polen betrachtet werden wird." Marschall Rydz-Smigly hat sich dann im Sommer 1939 schon mal in Siegerpose portätieren lassen, hoch zu Roß auf dem Ritt durch das Brandenburger Tor. Selbst, wenn also Sie und nicht Schultze-Rhonhof bzgl. des strittigen Dokumentes Recht haben sollten, ändert das nichts, gar nichts an dem Faktum, daß sich Polen spätestens im März 1939 einer Verhandlungslösung verschlossen und statt dessen begonnen hat, mit dem Säbel zu rasseln. Wer sich dies vor Augen hält, sieht schnell ein, daß es sich bei Ihrer Kritik um ein durchsichtiges Manöver handelt, von diesen Fakten abzulenken. Die Kernthese Schultze-Rhonhofs bleibt also mit oder ohne der strittigen Aussage Lipskis hinreichend belegt. Was nach alledem bleibt, ist, daß Ihr Vorwurf gegen Schultze-Rhonhof auf Sie selbst zurückgefallen ist. MarkMallokent, am 21. Februar 2010 um 21:32 ( Link ) Holsteiner70 MarkMallokent, am 21. Februar 2010 um 21:36 ( Link ) @Radiergummi @Spannelangerhansel Radiergummi, am 22. Februar 2010 um 1:52 ( Link ) Keineswegs. Die Schuld der deutschen Regierung bestand nicht darin, einen Bündnis gegenübergestanden zu haben, sondern darin, dieses Bündnis angegriffen zu haben. Und genau dies hätte sie einfach unterlassen können. So einfach ist das. Und die höhere Gewichtung des Angriffs gegenüber der Schaffung dieses Bündisses, ist nochmal wodurch begründet? Die Rechtmäßigkeit des britischen und französischen Status Quo, den es nicht in Frage zu stellen galt? mj, am 22. Februar 2010 um 12:55 ( Link ) Je länger die Diskussion über den von Horst Rodemer verfaßten Beitrag über Sinn und Unsinn der Geschichtspolitik währt, um so mehr fange ich an, der Kontroverse auch gute Seiten abzugewinnen. Hätte MarkMallokent keine so pissige Art und wäre er nicht so unredlich, so könnte man ihm fast dankbar dafür sein, daß er - natürlich unfreiwillig - durch seine die Worte anderer Diskussionstelnehmer verdrehende und auf immer neue Kriegsschauplätze ausweichenden Ausführungen andere Diskussionsteilnehmer dazu herausfordert, mit der Präsentation immer neuer historischer Fakten und immer neuen Überlegungungen mehr Linie und mehr Klarheit in die Diskussion, die mir persönlich sehr viel mehr grbracht hat, als der alberne Geschichtsunterricht, den ich in der Schule zu ertragen hatte, zu bringen. Meister_Brubbel, am 23. Februar 2010 um 12:01 ( Link ) nun, wer in dieser ganzen diskussion sich als unredlich erweist und wer auf nebenschauplätze ausweicht, stellt sich dem werten leser ganz klar dar. Maberhas, am 23. Februar 2010 um 12:59 ( Link ) Da schau an! Nun erhält Onkel Mark also doch noch - wenn auch sehr dürftige - Unterstützung von seinesgleichen. Ob dies die Qualität der Diskussion heben wird, ist zu bezweifeln. Anstatt Argumente zu liefern, wird nahtlos an die unsachliche Argumentation von MM angeknüpft, indem S-R als Held der Diskussionsteilnehmer hingestellt wird. Meister_Brubbel ist wohl entgangen, daß zum einen es MM war, der S-R ins Spiel brachte und zum anderen lediglich ein einziger Diskussionsteilnehmer in seinen Kommentaren daraufhin S-R überhaupt erwähnte. Vor diesem Hintergrund von S-R als "ihren Helden" zu sprechen, verrät einiges über den Kommentator. Vergleicht man Desweiteren MMs mit großem Aplomb aufgestellte Behauptung, S-R sei ein Geschichtsfälscher, mit dem, was nach der Analyse dieser Behauptung übrig geblieben ist, so scheinen doch eher MM die Grenzen aufgezeigt worden zu sein. MarkMallokent, am 23. Februar 2010 um 14:34 ( Link ) @Radiergummi MarkMallokent, am 23. Februar 2010 um 14:48 ( Link ) @Maberhas Maberhas, am 23. Februar 2010 um 15:03 ( Link ) Es muß übrigens heißen: die selbe Quelle, nicht die gleiche. Aber das nur am Rande. Was die Glaubwürdigkeit dieser Quelle angeht, so müssen Sie erst einmal nachweisen, daß sie "nicht unbedingt so ganz hundertprozentig glaubwürdig ist". Was Sie aber bringen, sind keine Nachweise, sondern Spekulationen und Vermutungen. MarkMallokent, am 23. Februar 2010 um 15:06 ( Link ) @maberhas Maberhas, am 23. Februar 2010 um 15:18 ( Link ) Wenn ich Holsteiner70 einmal hierzu zitieren darf: Also beschränkt er sich darauf, die Widersprüche der Inhalte von Weißbuch und ADAP-Unterlagen offen zu legen und überläßt es mithin dem Leser, jeweils für sich zu entscheiden, welche Version er für die glaubwürdigere hält. Er selber läßt erkennen, daß er die Vorkriegsversion für glaubwürdiger hält und begründet das letztlich mit dem gleichen Argument wie Sie, wenn Sie behaupten, die Nachkriegsversion sei glaubwürdiger, weil es sich bei der Vorkiegsversion um Propaganda gehandelt habe. Im Übrigen wären wir wieder voll beim Thema - Geschichtspolitik! Mark Mallokent, am 23. Februar 2010 um 17:12 ( Link ) @Maberhas Meister_Brubbel, am 23. Februar 2010 um 17:48 ( Link ) wie putzig, kratzt man einmal an einem der denkmäler des aufopfernden geschichtsrevisionismus - schon steht der weisse ritter zur verteidigung vor den toren :P mark mallokent handelte übrigens auf eine bitte hin, als er s-r als ein beispiel für das vorgehen diverser "historiker" im umgang mit geschichtsfälschung bringen sollte. Holsteiner70, am 24. Februar 2010 um 7:36 ( Link ) Nachdem sich MM nur noch in Wiederholungen übt, die ADAP samt deren Anhang als einen "in den 50ern erzielten Forschungsstand" beschreibt und dabei geflissentlich verschweigt, wo und durch wen dieser "Forschungsstand" hergestellt worden ist, möchte ich meinerseits mal ein Beispiel für Geschichtsfälschung bringen, die u.a. in den ADAP (aber auch bei Fest, Domarus und in zahlreichen Schulbüchern) ihren Niederschlag findet: Legte man nun den Maßstab von Herrn Mallokent an, müßte man all diejenigen Werke, die diese Fälschung unkritisch und unkommentiert übernommen haben (neben Domarus z.B. auch Fest, die ADAP etc.), aus dem Bücherregal verbannen; denn: "Um zu wissen, ob ein Wein etwas taugt, brauche ich nicht die ganze Flasche trinken. Ein Schluck genügt." Ein interessantes Ergebnis, zumal deshalb, weil die ADAP samt Anhang von Herrn Mallokent ja offenbar als Quell der Wahrheit angesehen werden. Mark Mallokent, am 24. Februar 2010 um 11:44 ( Link ) Holsteiner70 Mark Mallokent, am 24. Februar 2010 um 12:09 ( Link ) Hier noch ein Nachtrag. Slevin, am 24. Februar 2010 um 13:54 ( Link ) Nachdem Onkel Mark bislang lediglich im Rahmen einer - parallel zu der auf ef-online unter dem Signum brandeins.de geführeten - Schattendiskussion mitfühlenden Zuspruch und Unterstützung fand, ist ihm nun doch einer seiner Geistesgenossen auf ef-online zur Seite gesprungen. Ob er freilich damit mm einen Gefallen getan und die Diskussion bereichert hat, erscheint so sicher nicht. Zwar lassen seine - an Rabulistik Mark Mallokeits Eingangsstatement noch übertreffenden - Ausführungen an Deutlichkeit nichts vermissen, doch stellt sich doch die Frage, ob Meister Brubbel weiß worüber er redet. Indem er gegen den Geschichtsrevisionismus ganz generell die Nazikeule schwingt, attackiert er die Geschichtsschreibung an sich, deren Wesenskern - wie der Wissenschaft überhaupt - nicht die Verkündung absoluter Wahheiten, sondern dir Überprüfung des geltenden Forschungsstands und gegebenfalls deren Revision ist. Meister_Brubbel, am 24. Februar 2010 um 14:54 ( Link ) das haben sie sehr schön auf den punkt gebracht. Meister_Brubbel, am 24. Februar 2010 um 15:01 ( Link ) ach ja, um noch den punkt schizophrenie etwas zu erhellen. Slevin, am 25. Februar 2010 um 19:46 ( Link ) @ Meister Brubbel Hätten sie sich mit der gebotenenen Gründlichkeit Horst Rodemers, an die Auseinandersetzungen über das Dokumentationszentrum über die Vertreibung von Menschen aus Ihrer Heimat anknüpfenden, Aufsatz über Sinn und Unsinn der Geschichtspolitik, auf den Sie in Ihren eigenen Beiträgen bezeichnenderweise nicht rekurrieren, und die hierzu in ef-online erschiehnen Diskussionsbeiträge zu Horst Rodemers Aufsatz , befaßt, so hätten Sie vielleicht darauf verzichtet, nach Beispielen für den systematisch das historische Geschehen falsch oder einseitig darstellenden Geschichtsunterricht an deutschen Schulen zu fragen. Sicherlich stellen die Hinweise auf die fehlende oder schiefe Darstellung des den Deutschen in den vom Deutschen Reich und Österreich nach dem Ersten Weltkrrieg, während der Zwischenkriegszeit und nach dem Zweiten Weltkrieg, der im Übrigen nur eine Fortsetzung des Ersten war, widerfahrenen Schicksal nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Gesamtkomplex falscher oder iirreführender Darstellungen dar, doch dürfte er mehr als ausreichen, um die These zu belegen, daß Geschichtspolitik, mit welchen Intentionen sie auch immer betrieben wird, auf systematische Weise an der Wahrheit vorbeigeht. Meister_Brubbel, am 25. Februar 2010 um 19:48 ( Link ) nur mal so zwischengefragt: was wollen sie uns eigentlich sagen ? Radiergummi, am 25. Februar 2010 um 22:02 ( Link ) Wie sich diese beiden Exemplare im Textverständnis ähneln. Holsteiner70, am 25. Februar 2010 um 22:20 ( Link ) @MM Maberhas, am 25. Februar 2010 um 22:24 ( Link ) @ Meister_Brubbel Verständnisprobleme scheinen Ihr ständiger Wegbegleiter zu sein. Meister_Brubbel, am 25. Februar 2010 um 23:27 ( Link ) danke herr/frau habermas - dies wusste der meister ohne sie gar nicht. Maberhas, am 26. Februar 2010 um 10:03 ( Link ) @ Meister_Brubbel Um es vorsichtig auszudrücken: Slevin bemängelt u. a., daß Sie nichts zum eigentlichen Beitrag (von Horst Rodemer) zu sagen haben. Mark Mallokent, am 26. Februar 2010 um 10:50 ( Link ) @holsteiner70 Ebenso bestätigt Böhm auf der gleichen Seite, daß er sich Notizen gemacht und diese dann hinterher ausgearbeitet hat. Er betont, daß diese rein private Aufzeichnungen waren, sie ergo keineswegs ein offizielles Protokoll darstellten. Das entspricht meiner Darstellung in meinem vorigen Beitrag. In analoger Weise – wie ich ebenfalls bereits schrieb - sind auch die anderen Quellenzeugnisse über diese Rede entstanden, keine bietet den authentischen Text, alle sind nachträgliche Rekonstruktionen. Mir ist nach wie vor ein Rätsel, worin denn nun eigentlich die „Geschichtsfälschung“ bestehen soll, der sich die ADAP oder Fest oder wer auch immer ihrer Meinung nach schuldig gemacht haben soll. Auch Böhm sagt keineswegs, daß die anonyme Schilderung der Rede, die Baumgart nun mit Recht oder Unrecht Canaris zuweist, eine Fälschung sei, er sagt vielmehr, daß sie einzelne Sätze einhält, die die Rede seiner Erinnerung nach nicht enthalten habe. Holsteiner70, am 26. Februar 2010 um 19:36 ( Link ) @MM Meister_Brubbel, am 26. Februar 2010 um 20:08 ( Link ) ach, sie meinen, dass man sich noch um das äußere erscheinungsbild der versammelten verbrecherbande gedanken machen sollte. so, als ob es einen gewaltigen unterschied machte, ob man polen mit dem wort "schweinehund" überfallen möchte oder ohne ? Holsteiner70, am 26. Februar 2010 um 20:43 ( Link ) Ihre Diktion und Grammatik lassen eine Antwort entbehrlich erscheinen. Sie scheinen nichteinmal zu begreifen, um was es geht. Holen Sie also am besten Ihre Guido Knoop oder Big Brother DVD-Sammlung raus und genießen das Wochenende. peggy, am 26. Februar 2010 um 22:08 ( Link ) Big Brother? Versteht der Meister das überhaupt?... besser und einfacher verständlich für ihn wäre sicherlich die Sendung von Dieter Bohlen, Deutschland sucht den Super Star. Besser noch: er bewirbt sich dort und nimmt Mark Mallokent gleich mit. Ich bin mir sicher, die beiden werden sich dort in bester Gesellschaft fühlen. Holsteiner70, am 26. Februar 2010 um 22:23 ( Link ) Ich scheine mangels Fernseher nicht so recht auf dem laufenden zu sein. Er mag schauen, was ihm beliebt. Maberhas, am 26. Februar 2010 um 23:47 ( Link ) @ Meister_Brubbel Es scheint, als habe mein Versuch, Sie zu einem konstruktiven Beitrag zu obigem Aufsatz zu bewegen, nicht gefruchtet. Im Übrigen ist es eine Qual, Ihre vor Rechtschreibefehler strotzenden - die Groß-/Klein-Schreibung ignorierenden - Beiträge zu lesen. Dagegen sind Mark Mallokents Beiträge geradezu geistreich. Slevin, am 27. Februar 2010 um 13:44 ( Link ) @ Meister Brubbel So sehr Meister Brubbels Ausführungen auch darauf hindeuten, daß der Meister Schwierigkeiten damit hat, den Gedankengängen anderer Diskussionsteilnehmer zu folgen, so unwahrscheinlich ist doch, daß er so sehr schwer von Begriff ist, daß ihm der Sinn meiner Ausführungen zur Gänze entgangen ist. Daß er sich darauf verlegt, in frechem Ton inhaltlich nichtssagende Kommentare abzugeben und vollkommen überflüssige Fragen zu stellen, hat wohl damit zu tun, daß er - wie Mark Mallokent - darüber hinwegtäuschen möchte, daß er in der Sache über keine den Namen verdienenden Argumente verfügt. Mark Mallokent, am 27. Februar 2010 um 15:57 ( Link ) Holsteiner70 Holsteiner70, am 27. Februar 2010 um 23:51 ( Link ) @MM abgesehen davon, daß es verwundert, im Hinblick auf das von Fest (und der Nürnberger Anklagebehörde) verwandte Dokument nicht auch den naheliegenden Verdacht zu äußern, daß sich jemand mit den Greinerschen Aufzeichnungen als Grundlage hingesetzt, diese von der indirekten in die direkte Rede übertragen und um einige propagandistisch besonders eingängige und belastende Formulierungen ergänzt haben könnte (und es sich mithin sehr wohl um eine gefälschte Quelle und nicht "nur" um einen phantasievollen Bericht eines Redeadressaten handeln könnte): Ihre Differenzierungsbemühungen (zwischen Heranziehung gefälschter Quellen und Heranziehung von Quellen mit zweifelhaftem Wahrheitsgehalt) sind sehr aufschlußreich. Demnach scheinen Sie es also für zulässig (und nicht für Geschichtsfälschung) zu halten, aus Quellen zu zitieren, deren Wahrheitsgehalt zweifelhaft (oder gar widerlegt) ist, ohne auf diese Zweifel hinzuweisen. Nun ist zwar festzustellen, daß dies auch viele "Historiker" so zu sehen scheinen (wie etwa Fest, Schieder und Hillgruber wenn sie aus Rauschnings Propagandamachwerk "Gespräche mit Hitler" zitieren oder selbiges als Buch von "spezifischem dokumentarischen Wert" bezeichnen). Gleichwohl liegt es auf der Hand, daß ein solches Vorgehen zu "Forschungs-"Ergebnissen führen muß, welche mit der historischen Wirklichkeit nichts zu tun haben. Es wird durch Heranziehung solcher "Quellen" vielmehr ein völlig verzerrtes, wenn nicht auf den Kopf gestelltes Bild gezeichnet. Wer dies bewußt tut, also bewußt ein falsches Bild zeichnet, kann ja wohl nicht anders bezeichnet werden, als ein Geschichtsfälscher. Wer dies unbewußt tut, muß sich vorhalten lassen, seines wissenschaftlichen Anspruchs, die historischen Geschehnisse möglichst wahrheits- bzw. tatsachengetreu wiederzugeben, nicht gerecht zu werden. Ihre Exculpationsbemühungen Fests überzeugen vor diesem Hintergrund also nicht. Darüberhinaus scheinen Ihre Differenzierungs- und Exculpationsbemühungen aber auch geeignet, ein bezeichnendes Licht auf ihr eigenes Verständnis zulässiger Methodiken im Rahmen geschichtlicher "Forschung" zu werfen; denn die Frage, ob das Zeichnen eines unzutreffenden/Falschen Bildes von Geschichte kritikwürdig ist (und als Fälschung bezeichnet werden kann) oder nicht, wollen Sie ausweislich Ihrer Ausführungen offenbar von der dazu von dem Protagonisten angewandten Methodik abhängig machen. Dabei ist das beliebteste Instrument, Geschichtsfälschung und Geschichtspolitik zu betreiben, im Vergleich zu den bisher diskutierten Fällen deutlich schwerer nachzuweisen und findet wohl deshalb besonders gerne Anwendung: Willkürliche Interpretation des Quellenmaterials, am einfachsten durch das Weglassen bzw. Nichtbeachten unerwünschter Quellen, also eine einseitige Quellen- (und Literatur-)Auswahl. Und genau dieses Instruments bedient sich mit Vorliebe der der heutigen in Deutschland betriebenen Geschichtspolitik verschriebene "Historiker". So findet man - um ein Beispiel zu nennen - in zeitgenössischen Untersuchungen zwar Zahlen zur deutschen Rüstung zwischen 1933 und 1939 bzw. 1945, sucht aber in deutschen Veröffentlichungen weitgehend vergeblich nach den entsprechenden Zahlen der späteren Kriegsgegner. Wer sich der Mühe unterzieht, sich diese Zahlen aus anderen Quellen (meist ausländischer Provinienz) zu beschaffen, erkennt sofort, warum diese Zahlen in den Werken und Darstellungen der die Geschichtspolitik betreibenden "Historiker" nicht so recht zu integrieren sind. Meister_Brubbel, am 28. Februar 2010 um 1:11 ( Link ) @die kleine rasselbande von möchtegernrevisionisten was sie in ihrer freizeit oder von berufswegen im fernsehen schauen, mag ihnen überlassen sein. wenigstens haben sie festgestellt, dass da ein herr g.k. dokumentationen über geschichtliche ereignisse präsentiert. falls sie damit probleme haben - z.b. weil sie ihrem verstorbenem geschichtslehrer seine fälschung von geschichte nicht mehr vorhalten können (es treibt einem die tränen in die augen, wie sie von den bösen kulturimperialisten und ihren handlangern die ganze zeit willkürlich unterdrückt wurden) - dann sollten sie entweder ihre gez gebühren rückverlangen oder (was natürlich immer vorzuziehen ist) konstruktive kritik üben und sich dem team von g.k. als wissenschaftliche berater anbieten. @holsteiner70 dass s-r in seinen ausführungen mehr mutmasst und nur die quellen heranzieht, die seine vorgefertigte meinung unterstützen, bzw. die zeitgenössischen ergebnisse und anerkannten ausblendet ist wohl nicht autoren wie fest anzulasten, auch wenn sie sich alle mühe geben, den spiess umzudrehen. FriedrichWilhelm, am 28. Februar 2010 um 1:31 ( Link ) Es ist fast schon spaßig, wie sich Mark Mallokent im Laufe der Diskussion mit seinen - im Vorwurf einer deutschen Kollektivschuld gipfelnden - Kommentaren immer mehr in eine Sackgasse manövriert hat. Freilich liegt er mit seinen unredlichen Bemerkungen und seiner tendenziösen Geisteshaltung ganz auf der Linie der - bei der Diffamierung der Deutschen sich nicht selten auf Halbwahrheiten oder gar Fälschungen stützenden - offizösen Geschichtsschreibung. Charakteristisch für Mark Mallokent und seine Geistesgenossen ist , daß sie vermeinen, als Sachwalter des Guten ungestraft den größten Unfug behaupten und sie schäbigsten Verleumdungen aussprechen zu können. In Fall des Beitrags von Herrn Rodemer scheint sich Mark Mallokent jedoch verrechnet zu haben. Durch seine anmaßenden und törichten Bemerkungen hat er immer mehr Diskussionsteilnehmer auf den Plan gerufen, die sich den Spachregelungen der hiesigen Gedankenpolizei und dem von ihr ausgeübten Tugendterror nicht unterwerfen und sich nicht scheuen, ihre eigenen Auffassungen zur Geschichtspolitik auszusprechen. Im Wissen um seine immer schwieriger werdende Lage eröffnet Mark Mallokent immer neue (Neben-)Kriegsschauplätze, wobei ihm ein ums andere Mal vor Augen geführt wird, wie sehr er sich verrannt hat. Die verzweifelte Lage MarkMallokents erkennend unternimmt Meister Brubbel den wenig aussichtsreichen Versuch, seinem Gesinnungsgenossen mit Krawall und Ablenkungsmanövern aus der Patsche zu helfen. Doch erweist sich sein Beistand eher als Rohrkrepierer, denn als Hilfe. Mit seinen unsachlichen, nicht auf Herrn Rodemers Aufsatz über Sinn und Unsinn der Geschichtspolitik und die daran anknüpfenden Diskussionsbeizräge eingehenden Kommentaren übertrifft er an Niveaulosigkeit sogar noch Mark Mallokent. Anstatt den Kritikern der Geschichtspolitik mit Argumenten zu entgegenzutreten, gibt er Holsteiner70, am 28. Februar 2010 um 10:49 ( Link ) Im Gegensatz zu Ihnen, Meister_Brubbel, habe ich Belege und Gründe für meine Kritik angeführt. Es mag zwar sonst Ihr Stil sein, ohne jegliche Argumentationsbasis Händel zu suchen. Bei mir sind Sie da freilich an der falschen Adresse. Mark Mallokent, am 28. Februar 2010 um 12:19 ( Link ) Holsteiner70 Herrn Friedrich Wilhelms Sorge um mich finde ich rührend, empfehle ihm zudem, nicht weiterhin von sich auf andere zu schließen. Maberhas, am 28. Februar 2010 um 13:34 ( Link ) @ MM Aber selbst wenn ihre Vermutung begründet wäre, sehe ich nicht, was das an dem Sachverhalt ändern würde, daß Hitler in seiner bewußten Ansprache seinen Entschluß verkündete, demnächst Polen anzugreifen. Darin nämlich stimmen alle Augenzeugen überein, gleichgültig welchen sie heranziehen. Wer sich hier um Exkulpation bemüht, ist derjenige, der krampfhaft versucht, die Diskussion auf Nebensächlichkeiten abzulenken. Kein Diskussionsteilnehmer hat bisher bestritten, daß Hitler - möglicherweise auch bereits am Tag der Rede - beschlossen hatte, Polen anzugreifen. Das Hauptproblem hinsichtlich der Darstellung der Vorgeschichte - insbesondere in Schulbüchern und im Schulunterricht allgemein - ist, daß - bspw. unter Heranziehung des "Schweinehund"-Satzes - der Eindruck vermittelt wird, Hitler wäre in keinster Weise verhandlungsbereit gewesen. Es wird in den Hintergrund gestellt oder gar verschwiegen, daß Hitler sehr wohl verhandlungsbereit war und daß seine Forderungen gegen Polen in keinster Weise überzogen waren, was nicht wenige Zeitzeugen - auch und vor allem aus dem Ausland - genauso sahen. Die damaligen Geschehnisse werden also extrem einseitig und unvollständig dargestellt; genau das ist es, was viele Diskussionsteilnehmer, zu denen Sie gewiß nicht gehören - anprangern. Holsteiner70, am 28. Februar 2010 um 18:25 ( Link ) @MM Sie schreiben: "Das heißt aber nicht, daß er diese einfach übernimmt, sondern daß er die Methoden der Quellenkritik anwendet. Er wird zunächst einmal gefälschte von echten Quellen scheiden und dann die echten auf ihren Wahrheitsgehalt untersuchen. Exakt das ist es was Baumgart und Fest gemacht haben." "Und genau das hat auch Wolfgang Hänel gemacht, der die Fälschung von Rauschnings Gesprächen nachwies." "Daß Baumgarts und Fests Ergebnisse ihnen nicht gefallen, kann ich nicht ändern." "Was ihre Vermutung hinsichtlich der Greinerschen Aufzeichnungen betrifft, so ist es ihre Sache, die in einer eingehenden Untersuchung zu begründen." "Aber selbst wenn ihre Vermutung begründet wäre, sehe ich nicht, was das an dem Sachverhalt ändern würde, daß Hitler in seiner bewußten Ansprache seinen Entschluß verkündete, demnächst Polen anzugreifen. Darin nämlich stimmen alle Augenzeugen überein, gleichgültig welchen sie heranziehen. Wer sich hier um Exkulpation bemüht, ist derjenige, der krampfhaft versucht, die Diskussion auf Nebensächlichkeiten abzulenken." "Was all dies nun mit „Geschichtspolitik“ zu tun hat, ist mit ebenfalls ein Rätsel, man müßte denn annehmen, Fest, Baumgart, etc. wären Teile einer bösen Verschwörung, die ständig Quellen aus irgendwelchen Gründen nicht erwähnt." "Auch hier ist es ihre Sache solche Quellen zu nennen." "Was die Rüstungszahlen betrifft, so sind die seit langem bekannt und können in einschlägigen Handbüchern nachgelesen werden. Selbst bei Wiki findet man sie." Meister_Brubbel, am 28. Februar 2010 um 22:08 ( Link ) na endlich kommt mal einer aus dem quark und bezeichnet fest und baumgart zwar nichts als imperialistische verschwörung, sondern nur als kartell bzw. lizenzhistoriker - aber immerhin, in heutigen zeiten muss man schon mit wenigem zufrieden sein. auch der gewöhnliche revisionist spuckt nicht mehr ganz so grosse töne. @fritzwilhelm sinnentstelltes geschwurbel bringt uns hier nicht weiter. ebensowenig ominöse andeutungen. Holsteiner70, am 28. Februar 2010 um 23:07 ( Link ) Sie schreiben wirr, was haben Sie genommen Meister_Brubbel? Maberhas, am 28. Februar 2010 um 23:32 ( Link ) @ Meister_Brubbel benennen sie endlich ross und reiter, die sich einer "offiziösen geschichtsfälschung" (wo haben sie das eigentlich abgeschrieben ?) schuldig gemacht haben. Sie sollten - wenn Sie schon die Groß-/Kleinschreibung nicht beherrschen - wenigstens lernen, die Sätze anderer Diskussionsteilnehmer korrekt wiederzugeben. sie hängen sich an einer rede auf, auf der (das geben sie aus mangel eines gegenbeweises zu) der überfall auf polen angesprochen wird. das dürfte als fakt eigentlich genügen. Als Fakt wofür denn genügen? Wenn Sie wollen, daß man Sie versteht, sollten Sie sich besser ausdrücken. Vermutlich meinen Sie als Fakt dafür, daß Hitler beschlossen hat, Polen einzugreifen? Hierzu habe ich nur Folgendes zu sagen: Daß der Angriff auf Polen an diesem Tag möglicherweise beschlossen wurde, ist für die Beurteilung der Frage, ob Hitlers Verhandlungsbereitschaft heutzutage - sei es in Schulbüchern oder sonstwo - ausreichend behandelt wird, gänzlich irrelevant. Im Wissen darum, daß dies nicht der Fall ist und die Kritik an der in obigem Artikel angesprochenen Geschichtspolitik somit durchaus ihre Rechtfertigung hat, üben Sie sich - ohne einziges Mal den Aufsatz des Autors vernünftig zu kommentieren - in Übertreibungen, Unterstellungen und Ablenkungsmanövern, indem Sie beispielsweise Hitler als Friedenskanzler bezeichnen und anschließend versuchen, diesen von Ihnen konstruierten Papierdrachen, den anderen Diskussionsteilnehmern unterzuschustern. Meister_Brubbel, am 28. Februar 2010 um 23:54 ( Link ) der arme führer, missverstanden und von der heutigen verschwörerisch arbeitenden kaste von lizenzhistorikern in seiner verhandlungsbereitschaft nicht ausreichend gewürdigt. Maberhas, am 01. März 2010 um 1:46 ( Link ) @ Meister_Brubbel der arme führer, missverstanden und von der heutigen verschwörerisch arbeitenden kaste von lizenzhistorikern in seiner verhandlungsbereitschaft nicht ausreichend gewürdigt. ihren hinweis "möglicherweise" können sie also getrost in ihre s-r ausgabe kritzeln, vielleicht signiert er ihnen die ausgabe dann sogar. Offensichtlich sind Sie unfähig, in Ihren Kommentaren auch nur den Hauch von Sachlichkeit zu bewahren. "Daß der Angriff auf Polen an diesem Tag möglicherweise beschlossen wurde [...] gänzlich irrelevant." Es ist bezeichnend, daß Sie in der von Ihnen zitierten Stelle den Teil , ist für die Beurteilung der Frage, ob Hitlers Verhandlungsbereitschaft heutzutage - sei es in Schulbüchern oder sonstwo - ausreichend behandelt wird,ausließen. Sie sind acheinbar unfähig, argumentativ gegen Hitlers Verhandlungsbereitschaft anzugehen, wenngleich dies keine neue Erkenntnis ist. und jetzt mal eine andere frage: seit wann werden schulbücher von historikern geschrieben ? Derartiges habe ich nie behauptet, aber es ist ein weiteres schönes Beispiel dafür, wie Sie anderen Diskussionsteilnehmern von diesen nicht getätigte Aussagen zur Last legen. Zum anderen möchte ich im Hinblick auf das Zusammenspiel darauf hinweisen, daß die Kultusministerien ein Teil ebendieses Kartells, wie es von Holsteiner70 dargelegt wurde: Ich würde es nicht als Verschwörung, sondern als Kartell (deren Mitglieder man recht treffend als Lizenzhistoriker titulieren kann) bezeichnen. Wer gegen bestimmte Regeln verstößt (also zum Beispiel auch andere Kriegsursachen als die deutscher Politik ausmacht, über das Leid der deutschen Vertriebenen zu intensiv und ohne Relativierung bzw. Schuldzuweisung berichtet oder sich einfach nur um eine Historisierung deutscher Geschichte bemüht zeigt), wird von diesem Kartell (meist recht erfolgreich) zur persona non grata erklärt. So wie es z.B. mit Ernst Nolte oder Rainer Zitelmann geschehen ist. Sollten Sie es in Zukunft weiterhin an Argumenten vermissen lassen, werde ich - da ich wahrlich Besseres zu tun habe - darauf verzichten, auf Ihr wirres Geschreibsel einzugehen, sofern ich mir überhaupt die Mühe mache, es zu enträtseln. mj, am 01. März 2010 um 8:21 ( Link ) Auch die Vertreter der These, dass Geschichtspolitik aus immanenten Gründen nicht der Wahrheit vepflichtet ist, sondern auf deren Verfälschung hinausläuft, haben darauf gehofft, daß ihrer Auffassung Diskussionsteilnehmer entgegentreten, die mehr in die Waagschale zu werfen haben als MarkMallokent. Doch ist mit Meister Brubbel eine Figur in die Diskussion eingeteten, die alles noch schlimmer gemacht hat. So unappetitlich auch sein mag, an der Seite von Onkel Mark und Meister Brubbel zu stehen, die Hoffnung, daß doch noch Personen in die Diskussuon eintreten, die mehr zu bieten haben als diese beiden, bleibt bestehen. Meister_Brubbel, am 01. März 2010 um 8:43 ( Link ) auf welcher seite sie hier glauben, stehen zu "müssen" ist für den leser sicher irrelevant. Mark Mallokent, am 01. März 2010 um 9:26 ( Link ) @Holsteiner70 und Haberhas bk, am 01. März 2010 um 11:17 ( Link ) @ mj Meister_Brubbel, am 01. März 2010 um 11:29 ( Link ) bitte, bitte bk nur zu. es steht ihnen doch hier frei, chancengleich zu diskutieren. Holsteiner70, am 02. März 2010 um 20:47 ( Link ) @MM
Und woher wollen Sie das nun wieder wissen? Ist es nicht gemeinhin in wissenschaftlichen Werken üblich, denjenigen, dessen "Ergebnisse man übernimmt" zu zitieren? Entweder, Fest kennt diese Regel wissenschaftlichen Arbeitens nicht, oder Sie haben es mal wieder fertiggebracht, eine Ihrer leicht durchschaubaren und nicht den Tatsachen entsprechenden Behauptungen aufzustellen; denn Baumgarts Name taucht bei Fest nicht auf, auch nicht im Literaturverzeichnis.
Soso. Gegenüber Schultze-Rhonhof zeigen Sie sich da weniger großzügig. Aber wir haben ja schon festgestellt, daß hier offenkundig mit zweierlei Maß gemessen wird und ich muß also den diesbezüglichen Nachweis nicht wiederholen.
Ihr Erinnerungsvermögen scheint getrübt. Lesen Sie nochmal nach (u.a. den Beitrag vom 27.2.2010, 23:21 Uhr, vielleicht hilft das ja. Bezeichnend ist an Ihrer Äußerung auch, daß Sie offenbar der Suggestionskraft Baumgarts unterlegen sind, wenn Sie selber nun das Papier als "Canaris-Quelle" bezeichnen. So sehr Sie auch darauf herumreiten, die hinsichtlich Herkunft, Autor und verwendeten Ausdrücken zweifelhafte Quelle unterscheide sich von den anderen nicht in wesentlichen Punkten, so sehr ist und bleibt sie eben das: Eine zweifelhafte Quelle, in der sich Ausdrucksweisen finden, die von niemandem bestätigt, dafür aber von mehreren Augen- und Ohrenzeugen abgestritten wurden. Und wenn sich nun eine ganze Reihe von Historikern/Archivaren (Fest und Domarus sind ja keine Aunahme) mit ihren Zitaten ausgerechnet auf diese Quelle und insbesondere auch ausgerechnet auf den Satz kaprizieren, bzgl. dem die größten Zweifel bestehen (und Domarus dabei die Widersprüche sogar noch durch eine offensichtlich unwahre Aussage zu verschleiern sucht), dann scheinen zumindest diese Herren dafür einen gewichtigen Grund zu haben (denn sonst hätten sie ja aus den anderen, weniger oder gar nicht zweifelhaften Quellen schöpfen und zitieren können).
Wer Rauschnings Machwerk gelesen und gleichzeitig ein dem eigenen wissenschaftlichen Anspruch geschuldetes Mindestmaß an kritischer Grundhaltung aufweist oder auch nur seine fünf Sinne beisammen hat, würde nicht auf die Idee kommen, das, was Rauschning so von sich gegeben hat, Ernst nehmen zu wollen. So schildert Rauschning, wie Hitler nachts unter Schreikrämpfen aufgewacht sei, weil "Er!Er!" ihm erschienen sei, der Teufel, der Belzebub, sein anderes Ich. Wen solch eine Schilderung bzgl. eines Staatslenkers zu überzeugen vermag, erscheint als Biograph dieser Person nicht wirklich geeignet, zumindest nicht, soweit ein diesbezüglich ein wissenschaftlicher Anspruch erhoben wird.
So? Mir liegt eine Neuausgabe von Fests Hitler-Biographie vor, die weit nach Hänels Werk aufgelegt wurde (1996). Weder in Vorwort noch Hauptwerk erfolgt eine Korrektur. Und dazu hätte er sogar noch alle Gelegenheit gehabt, da Fest Fest auf Seite VI des Vorwortes erneut auf Rauschnings "in der zweiten Häfte der dreißiger Jahre berühmt gewordenes Buch Die Revolution des Nihilismus" verweist.
Nur leider findet sich dort im Hinblick auf die Westalliierten nichts über die Rüstung dieser Staaten während der 30er Jahre, auch keine Angaben zur Entwicklung der Personalstärke der jeweiligen Streitkräfte oder zur Höhe der Militärausgaben, sondern lediglich ein paar Angaben zur Stärke der gegen Deutschland an dessen Westfront zum Beginn der deutschen Offensive zur Verfügung stehenden Streitkräfte. Und auch im Hinblick auf die Sowjetunion finden sich im wesentlichen die Bestandszahlen 1941 und nur sehr wenig über deren Entwicklung während der 30er Jahre. Die deutsche Rüstung wird bei Wikipedia ganz anders dargestellt, bis hin zu Angaben zur Höhe der jährlichen Militärausgaben. Ich darf mich also an dieser Stelle bei Ihnen bedanken, daß Sie meine Thesen durch geeignetes Quellenmaterial stützen OthoBrun, am 02. März 2010 um 21:49 ( Link ) @ Meister Brubbel
Mit dem Satz "...und nein, der milchwirtschaftsexperte rodemer ist auch nur ein hobbyhistoriker:" versucht Mark Mallokeit Herrn Prof. Dr. Horst Rodemer die Kompetenz abzusprechen, sich zu historischen Fragen zu äußern. Indem er auf einen - ohne Frage höchst ehrenvollen - Randaspekt im Berufs- und Arbeitsleben von Prof. Rodemer hinweist und das Wesentliche unterschlägt, macht er auch hier seiner Art zu argumentieren alle Ehre. Als ehemaliger Student von Prof. Rodemer erinnere ich mich voller Dankbarkeit daran, welch vielfältige Kenntnisse und welch großes Können ich mir in seinen Lehrveranstaltungen in Volkswirtschaftslehre,Wirtschaftspolitik,Staatsphilosopie und Ethik aneignen konnte. In der Vorlesung Staatsphilosophie, die immer auch eine Vorlesung über Geschichte war, habe ich mehr und wichtigere Kenntnisse erworben, als in meiner gesamten Schulzeit und während meines übrigen Studiums. Eines muß man Meister Brubbel immerhin lassen: Immer dann, wenn er mit seinem Latein am Ende ist, hat er eine noch tiefere Schublade parat, um mit blindwütigem Eifer die Auseinandersetzung selbst dann fortzusetzen, wenn für ihn selbst der Griff in die noch tiefere Schublade ein Griff in die Kloschüssel ist. Meister_Brubbel, am 02. März 2010 um 22:05 ( Link ) wenn sie schon meinen, sich hier einbringen zu müssen, dann lesen sie gefälligst die beiträge, auf die sie sich augenscheinlich beziehen. den milchwirtschaftsexperten brachte schliesslich der meister hier ein und nicht mark mallokent. seine möglichen verdienste in allen ehren, die sind aber hier nicht relevant. schliesslich hat der meisterliche grossvater auch ein paar schöne geschichten parat - trotzdem hätte er sich nie als geschichtsforscher oder historiker bezeichnet. was sie dem meister zu guter letzt lassen, ist ja durchaus löblich. Holsteiner70, am 02. März 2010 um 22:20 ( Link ) Lesen bildet. Meister_Brubbel, am 02. März 2010 um 22:31 ( Link ) wie ? meinen sie ihre traktate, in denen sie sich an "ausdrucksweisen" aufhängen, statt den inhalt zu betrachten `? Holsteiner70, am 02. März 2010 um 23:15 ( Link ) Ich sage doch, Lesen bildet; denn es steht einiges mehr auf dieser Seite. Wir haben allerdings auch viel über Sie erfahren. Ein sachlicher Diskussionsstil scheint Ihr Fall nicht zu sein. Emotionen scheinen Ihre Rezeptions- und Diskussionsfähigkeit zu beeinträchtigen. Wie hieß es weiter oben so schön: Trinken Sie ein Bier, entspannen und sammeln Sie sich und tragen dann vielleicht etwas sachliches bei, etwa zum Komplex Fest/Rauschning oder zu den Rüstungszahlen oder zu den unzutreffenden Tatsachenbehauptungen Ihres Mitstreiters. Das ist aber nur ein Vorschlag. Selbstredend können Sie auch so wie bisher weiter machen. Nur müssen Sie sich dann nicht wundern, daß Sie hier nicht sonderlich Ernst genommen werden. Meister_Brubbel, am 02. März 2010 um 23:24 ( Link ) sie begehen den fehler, in einem revisionisten-tummel-strang nach ernsthaftigkeit unter den revisionisten zu suchen. OthoBrun, am 03. März 2010 um 12:45 ( Link ) Richtigstellung: Natürlich war Meister Brubbel mit dem Zitat gemeint und nicht Mark Mallokent. @ Mark Mallokent: Entschuldigen Sie bitte den Fehler. Mark Mallokent, am 03. März 2010 um 13:34 ( Link ) Holsteiner70 Was die Canaris-Quelle betrifft, so ist mir durchaus klar, daß sie die für zweifelhaft halten. Aber überzeugende Gründe für ihren Zweifel haben sie nicht geltend gemacht. Daß nach dem Krieg einige der in Nürnberg Angeklagten ihre Echtheit bestritten haben, erklärt sich leicht aus ihrer damaligen Situation, in der sie ein sehr begründetes Interesse hatten, Quellen, die sie kompromittierten, anzuzweifeln. Und daß zeitgenössische Quellen höher zu werten sind, als Aussagen, die Jahre später vor Gericht gemacht werden, sollte eigentlich unmittelbar einleuchten. Meister_Brubbel, am 03. März 2010 um 14:16 ( Link ) ja, schweinehund oder nicht schweinehund - das ist hier die frage. wenn man so mitliest, die alles entscheidende. Tristan, am 03. März 2010 um 20:44 ( Link ) @ Meister Brubbel Nachdem PG Hermann Rauschning, der bis zu seinem - auf Grund von Streiigkeiten mit Gauleiter Forster - zum 30. November 1934 erfolgten Rücktritt vom Amt des Senatspräsidenten von Danzig ein treuer Gefolgsmann Hitlers war, trotz intensiver Bemühungen in der NSDAP keine ihm angemessen erscheinende Verwendung zu finden vermochte und immer mehr in der politischen Versenkung verschwand, setzte er sich nach einer neuerlichen Zuspitzung des Konflikts mit der Danziger Parteiführung im Jahr 1937 mit Hilfe Polens, dessen antideutsche Volkstumspolituk er im Jahr 1930 in seinem Buch "Die Entdeutschung Westpreußens und Posens. Zehn Jahre polnischer Politik" gegeißelt hatte, ins Ausland ab, um fortan vor allem in Zeitungsbeiträgen seinem sich auch gröbster Lügen bedienenden Groll gegen das nationalsozialistische Deutschland Ausdruck zu verleihen. Den Gipfel von Fälschung und antideutscher Wahrheitsverdrehung erklomm Rauschning dann mir seinem in den Jahren 1939 und 1940 in zwei französischen Verlagen in großer Auflage erschienen und schnell in viele andere Sprachen übersetzten Buch "Hitler m'a dit", das in der Schweiz 1940 unter dem Titel "Gespräche mit Hitler" erschien. In diesem Buch behauptet Rauschning, bis zum Jahr 1934 mehr als hundertmal ausführliche private Gespräche mit Hitler geführt zu haben. Tatsächlich hat es jedoch nicht mehr als vier Gespräche zwischen Hitler und Rauschning gegeben. Zudem fanden diese Gespräche nicht unter vier Augen statt. "Ich will den Krieg" (S.17), "Den Krieg führe ich" (S.17), "Wir müssen grausam sein" ( S.22), "Wir müssen das gute Gewissen zur Grausamkeit wiedergewinnen" (S. 22), "Die Chancen eines isolierten Krieges gegen Polen beurteilte Hitler schon damals günstig" (S.33), "Ich bin öfters Hitlers Gast in der Reichskanzlei gewesen. Er bewohnte damals den zweiten Stock der Neuen Reichskanzlei" ( S. 58), "In Brasilien werden wir ein neues Deutschland schaffen" (S.61), "Wir werden in den Vereinigten Staaten bald eine SA haben" (S. 69). Im letzten - unter dem Titel "Hitler privat" bezeichneten - Kapitel seines Buches behauptet Rauschning, daß Hitler nachts unter Schreikrämpfen aufwachte, weil ihm in Gestalt des Teufels "Er! ER!" als sein anderes Ich erschienen sei. (siehe auch Eintrag von Holsteiner70 weiter oben) Es ist nicht verwunderlich, daß die deutsche Historikerzunft, die sich in den Jahren nach der deutschen Niederlage willig daran gemacht hatte, ihren Teil dazu beizutragen, die Deutschen von ihrem angeblichen historischen Sonderweg abzubringen und ihnen ein neues - sie von ihren bösartigen Neigungen befreiendes - Bewußtsein zu vermitteln,Rauschnings "Erinnerungen an Hitler“ begierig aufgriff und zu einer wichtigen Grundlage ihrer Geschichtsschreibung über die Zeit des nationalsozialistischen Deutschland machte. Der größte Achtung genießende und in höchstem Ansehen stehende Historiker Theodor Schieder bezeichnete in einer 1972 unter dem Titel "Rauschnings Erinnerungen als Geschichtsquelle" erschienen StudieRuschnings Buch als ein "aus unmittelbarer Einsicht" gewonnenes "Dokument von einem unbezweifelbaren Quellenwert". Sein Glaube an die Aufrichtigkeit Rauschnings war so groß, daß er ausgerechnet dessen letztes Kapitel in den Anhang seiner Studie aufnahm. Nachdem dann der Schweizer Historiker Wolfgang Hänel im Jahr 1984 den Nachweis erbracht hatte, daß Rauschnings "Erinnerungen an Hitler" nichts als lügnerische Erfindungen waren, war die Verärgerung deutscher Historiker, die fast allesamt ihre Untersuchungen über Hitler und das nationalsozialistische Deutschland auch auf Rauschnings Buch gestützt hatten, zum Teil so groß, daß sie sich weigerten, die neuen Erkenntnisse zur Kenntnis zu nehmen und stattdessen ihren Schweizer Kollegen zum Teil sogar mit Schimpf überzogen. So bezeichnete der Historiker Andreas Hillgruber, der ,Hänels Enthüllungen als "ein regelrechtes Ärgernis" und noch im Jahr 1985 nannte er Rauschnings Machwerk ein Buch von einem "spezifischen dokumentarischen Wert". Hillgruber, der später im Deutschen Historikerstreít an EnstNoltes Seite focht und dafür von der Gegenseite, namentlich dem Schilkdknappen des in Bundesrepublik Deutschland herrschenden Großinquisitors, buchstäblich zu Tode gehetzt wurde war so verärgert, daß er Hänel persönlich herabwürdigte und seine Arbeit ins Zwielicht rückte. In dieses Bild fügt sich ein, daß selbst Joachim Fest bis zum Schluß von Hermann Rauschning als Kronzeugen für seine Schlußfolgerungen nicht lassen wollte. Aus Wolfgang Hänels, das Lügengespinst Rauschnings zerreißenden, Arbeit geht ebenfalls hervor, daß der damals in Paris lebender ungarischer Journalist Emery Reves als Leiter eines gegen Deutschland arbeitenden Pressedienstes Rauschning mit der Fälschung beauftragt und ihm als Vorschuß für sein antideutsche Hetze 125000 Französische Franken gezahlt hat. Aus Hänels Studie ist auch zu entnehmen, daß eine als Paul Ravoux bekannte Person Rauschning bei der Anfertigungg seinerKamofschrift gegen Deutschland geholfen hat. Des Weiteren geht aus Hänels Studie hervor, daß der französische Journalist Marcel Ray bei der Übersetzung des Textes vom Deutschen ins Französische diesen noch erheblich verschärft hat. Im Unterschied zum überwiegenden Teil der Deutschen Historikerzunft tat sich der Historiker Julius A,´ Schöps nicht allzu schwer mit der Entlarvung Rauschnings als Lügner und Lump. In einem unter dem Titel "Fälschung oder Dokument" im Jahr 1985 erschienen Aufsatz bezeichnet er Rauschniings Schrift gegen Deutschland als "Propaganda-Kampfschrift - eine Waffe aus dem Arsenal der psychologischen Kriegsführung, die dazu gedient hat, den Widerstandsgeist gegen Hitler zu stärken und die Amerikaner dazu zu bewegen, auf der Seite der Alliierten in den Krieg einzutreten.“ Es liegt fast in der Natur der Sache, daß sich in der Bundesrepublik Deutschland nicht Julius A. Schöps Diagnose durchsetzte und ins allgemeine Bewußtsein drang, sondern in den Medien Rauschnings Gespräche mit Hitler unverwüstlich weiterleben und im Geschichtsunterricht der Schulen als volkspädagogisch wichtige Quelle weiter Verwendung finden. Meister_Brubbel, am 04. März 2010 um 2:37 ( Link ) na sie führen es doch sehr schön aus. bk, am 04. März 2010 um 8:02 ( Link ) @Meister_Brubbel Die in ef-online geführte Diskussion über Hermann Rauschning und seine "Erinnerungen an Hitler" verdient es, auf Grund ihres gleich in mehrfacher Hinsicht hohen Informationswertes in die Schulbücher an deutschen Schulen aufgenommen zu werden. Die Schüler würden dadurch nicht nur über die jüngere Deutsche Geschichte viel dazulernen, sondern auch eine Vorstellung vom Erfordernis eines textkritischen Umgangs mit den historischen Quellen sowie den Problemen einer staatlicherseits betriebenen Geschichtspolitik bekommen. Tristan, am 04. März 2010 um 8:45 ( Link ) @ Meister Brubbel Meister_Brubbel, am 04. März 2010 um 11:49 ( Link ) je nun, der meister hat z.b. auch mit der BILD zeitung kein problem. man muss alles nur richtig zu lesen wissen. dass joachim fest (den hier viele übrigens zu unrecht in die riege des staatlich betriebenen geschichtsumschreibungskartell einordnen möchten. er hat eine biographie geschrieben und kein schulbuch o.ä.) seine arbeit und seine erkenntnisse komplett auf rauschning aufbaut, ist dem meister jetzt neu. zur problematik mit den hänel bemerkungen über rauschning und der nicht erfolgten wiedergabe in späteren fest nachdrucken hat sich mark mallokent dankenswerter weise schon geäußert. OthoBrun, am 04. März 2010 um 13:21 ( Link ) @ Mark Mallokeit Meister_Brubbel, am 04. März 2010 um 13:40 ( Link ) daß die Vertreter der herrschenden Auffassung in der Historikerzunft ihre Schlußfolgerungen zum Teil auf gefälschte Quellen oder lügnerische Aussagen von Zeitzeugen gestützt haben. welche vertreter ? Mark Mallokent, am 04. März 2010 um 14:01 ( Link ) @OthoBrun Meister_Brubbel, am 04. März 2010 um 14:41 ( Link ) @mark mallokent welchen grund könntes es geben, weshalb sich s-r der überprüfung seiner weissbuch quellen verweigert bzw. wenn er es schon getan hat, dies richtigzustellen ? Mark Mallokent, am 04. März 2010 um 15:01 ( Link ) @Meister Meister_Brubbel, am 04. März 2010 um 15:12 ( Link ) nur immer raus damit. Slevin, am 04. März 2010 um 15:28 ( Link ) @ Meister Brubbel Meister_Brubbel, am 02. März 2010 um 23:24 "welches problem haben sie jetzt auf einmal mit rauschning. hervorragend zu lesen der mann. abgedreht, die nötige prise exotik, kleine andeutungen von seriösität. gut, für historische quellenkritik nicht unbedingt verwertbar,..." Meister_Brubbel, am 04. März 2010 um 2:37 "na sie führen es doch sehr schön aus. Meister_Brubbel, am 04. März 2010 um 15:34 ( Link ) slevin wie kommen sie darauf ? vielleicht versuchen sie es später noch einmal. Monitum, am 04. März 2010 um 21:48 ( Link ) Im Unterschied zu manchen anderen Diskussionsteilnehmern empfinde ich die in ef-online ausgetragene Kontroverse über den Sinn und Unsinn von Geschichtspolitik als ausgesprochen ergiebig und über weite Strecken auch als amüsant. Als Geschädigte des heutigen Schulsystems habe ich aus dem Aufsatz von Herrn Horst Rodemer und den Beiträgen zu diesem Aufsatz mehr über Geschichte gelernt als in dem ganzen, den Religionsunterricht an Penetranz noch übertreffenden, Geschichtsunterricht. Im Geschichtsunterricht hatte ich schon früh das Gefühl, daß die Lehrer uns Schülern nach der Methode "Vogel friß oder stirb" einen ihnen an die Hand gegebenen Text vorbeteten, hinter dem sie standen oder auch nicht. Jedenfalls war leicht zu erkennen, daß sie eine eigene Meinung, so sie denn eine hatten, tunlichst für sich behielten. Mit besonderem Interesse habe ich wahrgenommen, welch große Unterschiede in der Argumentation, im Kenntnisstand und in der Beherrschung der Deutschen Sprache zwischen den der Geschichtspolitik skeptisch gegenüberstehenden Diskussionsteilnehmern und ihren Kritikern bestehen. Mit Amüsement habe ich zur Kenntnis genommen, daß die eine Seite in dieser Diskussion zwar entschlossen, aber gelassen bei von ihr eingeschlagenen Linie blieb, während auf der anderen Seite die Konfusion zunahm. Meister_Brubbel, am 04. März 2010 um 22:03 ( Link ) es ist schon schlimm, diese ganzen schuld-geschädigten hier zu lesen. vielleicht gibt es ja irgendwann eine entschädigungszahlung. wahrscheinlich, wenn die revisionistenpartei mal die regierung stellt. aber nur mal kurz angemerkt, bevor wir uns wieder den konfusionen widmen. ob und welche meinungen geschichtslehrer vertreten, interessiert die forschung herzlich wenig. einen schönen abend noch. Tristan, am 04. März 2010 um 23:09 ( Link ) @Mark mallokent und alle Wiki-Jünger "Im übrigen steht es ihnen frei, Lücken, die sie in Wiki finden, mit eigenen Artikeln zu füllen." Soeben las ich mir den Artiekl "Geschichtsrevisionismus" bei wikipedia durch (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Geschichtsrevisionismus&stable=0) und bemerkte, dass Ernst Nolte dort unter dem Punkt "Relativieren des Holocausts" aufgeführt ist. Ohne der Frage nachzugehen, ob dies dem Grunde nach richtig oder falsch ist, wunderte ich mich über die dort aufgeführten Zitate, die scheinbar dieser These als Grundlage gedient haben. So wird Ernst Nolte aus seinem Werk "Der Europäische Bürgerkrieg 1917-1945" zitiert; unter anderem: Dass sie dabei alle Juden umzubringen versuchten, sei ebenfalls eine Reaktion auf sowjetische Massaker: So sei der Holocaust letztlich die „biologistisch umgeprägte Kopie des sozialen Originals“. Es klingt jedoch gleich viel anders wenn man nicht nur diese eizelnen Fetzen liest: "Wenn die Gegenrevolutionäre sich die Revolutionäre zum Vorbild nehmen, müssen sie weit schlimmere, weil quantitativ umfassendere Taten begehen. Aber daß Kommunisten und Nationalsozialisten auch hier nicht einfach die Idealtypen von Revolution und Gegenrevolution verkörperten, wurde durch die Tatsache klar, daß in Wahrheit nur ein Teil solgar der sowejetischen Juden der revolutionären, d.h. stalintreuen Bevölkerung zuzuzählen war, während umgekehrt auch zahlreiche Russen und Ukrainer sich mit der Sowjetunion identifizierten." "Als tendenziell vollständige Vernichtung eines Welt-Volkes unterscheidet sie [die Judenvernichtung] sich wesentlich von allen Genoziden und ist das genaue Gegenbild zur tendenziell vollständigen Vernichtung einer Welt-Klasse durch den Bolschewismus, und insofern ist sie die biologistisch umgeprägte Kopie des sozialen Originals." Nun startete ich den Versuch, die bei Wikipedia aufgeführten Zitate um die obigen Ergänzungen zu vervollständigen; in meinen Augen eine nicht unwichtige Klarstellung der Aussagen von Ernst Nolte. Die Ergänzungen wurden innerhalb kürzester Zeit gelöscht; auch ein zweiter Anlauf ist gescheitert. Mir kommt der Begrif "Kartell" wieder in den Sinn; in jedem Fall ein schönes Beispiel dafür, wie wikipedia funktioniert. peggy, am 05. März 2010 um 10:45 ( Link ) Es ist schön, dass sich endlich mal ein ojektiver Betrachter in die Diskussion eingeschaltet hat und die Sache auf den Punkt bringt. Mit besonderem Interesse habe ich wahrgenommen, welch große Unterschiede in der Argumentation, im Kenntnisstand und in der Beherrschung der Deutschen Sprache zwischen den der Geschichtspolitik skeptisch gegenüberstehenden Diskussionsteilnehmern und ihren Kritikern bestehen. Mit Amüsement habe ich zur Kenntnis genommen, daß die eine Seite in dieser Diskussion zwar entschlossen, aber gelassen bei von ihr eingeschlagenen Linie blieb, während auf der anderen Seite die Konfusion zunahm. Ich bin guter Dinge, dass eventuell doch noch einer der Systemhistoriker Horst Rodemer entgegentritt und die Diskussion auf das Niveau hebt, dass sie eigentlich verdient hätte. Mark Mallokent, am 05. März 2010 um 11:24 ( Link ) @Tristan mj, am 05. März 2010 um 12:39 ( Link ) @ Meister Brubbel Es mag schon sein, dass die Forschung herzlich wenig interessiert, welche Meinung die Geschichtslehrer haben, kann sie doch sicher sein, dass die Geschichtslehrer im Unterricht die ihnen vom Staat vorgegebene Auffassung vertreten, die wiederum ein vereinfachendes Konzentrat der von den, sich als Stützen des Systems begreifenden, Historikern elaborierten Forschungsergebnisse ist. Tristan, am 05. März 2010 um 13:59 ( Link ) @MarkMallokent: Dies ist nicht ganz richtig. Geänderte Artikel müssen von authorisierten Personen, die hierzu von Wikipedia beauftragt wurden, "gesichtet" werden; erst danach erscheinen diese Änderungen bei Aufruf der entsprechenden Seite. Die von wikipedia "beauftragen" Personen haben die Funktion Unrichtigkeiten und "Vandalismus" zu verhindern bzw. zu korrigieren. Bei den von mir vorgenommen Änderungen handelt es sich weder um das eine noch das andere; trotzdem dauerte es nur Sekunden bis diese "beauftragten" Personen die Löschung vorgenommen haben. Von einer seriösen Enzyklopädie ist wikipedia meines Erachtens jedenfalls weit erfernt, zumindest was solch interpretationsbedürftigen Themen angeht. Der Kernpunkt meiner Kritik geht jedoch noch weiter; so wie Holsteiner70 darauf hingewiesen hat, dass keinerlei Informationen bei wikipedia verfügbar sind, die die Aufrüstung der alliierten Mächte vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs aufzeigen, so wird auch ein renomierter Geschichtsprofessor, der jedoch gegen die herrschenden Kartell-Historiker verstoßen hat, mit unvollständigen Zitaten in eine vorgefertigte Schublade abgetan. Versuche dies zu ändern werden gnadenlos von denjenigen abgewehrt, die zum erlauchten Kreis gehören und scheinbar keine neutrale Position einnehmen können bzw. wollen. Mark Mallokent, am 05. März 2010 um 14:39 ( Link ) Ich stimme hier kein Loblied auf Wiki an. Meines Erachtens ist Wiki gut, wenn man die allgemeine Durchschnittsmeinung über ein Thema wissen will. Und das ist es im wesentlichen was Lexika seit jeher gemacht haben. Und der Unterschied ist der, daß sie in Wiki gleichwohl erbeblich stärker auf den Inhalt einwirken können, als bei einem herkömmlichen Lexikon. Solche haben immer eine Redaktion, welche die eingereichten Artikel kontrolliert und - wenn sie das für nötig hält - umschreibt oder zurückweist. Tristan, am 05. März 2010 um 15:07 ( Link ) @mark mallokent Hier habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Setzen Sie vor "renommierten Geschichtsprofessor" "ehemals", dann wird es wieder rund. Der Kernpunkt meiner Beträge zu wikipedia lautet einfach: Wikipedia ist unbrauchbar, wenn es um die Darstellung einer neutralen der Wahrheit verpflichteten Geschichtsschreibung geht. Und das meine ich mit obigen Beispiel einer lückenhaften Zitierweise, als einfachstes Mittel einer Verfälschung von Wahrheiten, belegt zu haben. Und auch der Versuch diese Lücken zu schließen, stößt auf Gegenwehr. Und zwar auf eine solche Gegenwehr, derer ich nichts entgegen zu setzten habe, da scheinbar eine voreingenommene Meinung unter den "Verantwortlichen" vertreten wird. Das ich das Thema "wikipdia" hier aufgegriffen habe, liegt schlicht und einfach daran, dass Sie wikipedia als Quelle in Ihren Kommentaren herangezogen haben. Wir war das mit dem Schluck Wein? Mark Mallokent, am 05. März 2010 um 15:33 ( Link ) Ich hatte auf Wiki verwiesen, da holsteiner Infors über die alliierte Aufrüstung suchte. peggy, am 05. März 2010 um 16:55 ( Link ) @Mark Mallokant Ich empfehle Ihnen z.B. diesen Artikel über Wikipedia zu lesen. http://www.stern.de/digital/online/wikipedia-kontroverse-reden-nicht-klagen-645967.html. Vielleicht erleuchtet das Ihr geistige Umnachtung. Aufgrund der sehr qualifizierten Beiträge mit seriösen Quellenangaben von Holsteiner, bezweifle ich wahrlich, dass er zu denjenigen Schwachköpfen gehört, die die Wahrheit in Wikipedia suchen. Können wir uns jetzt wieder dem eigentlichen Thema zuwenden? peggy, am 05. März 2010 um 17:03 ( Link ) Der Einfachheithlaber erlaube ich mir einen kleinen, merklich unwichtigen, Ausschnitt aus dem oben genannten Artikel hier einzustellen: Seit 2007 gibt es den Wikiscanner, eine Software, die anhand von IP-Adressen überprüft, ob Einträge von Computern in Unternehmen, Organisationen oder politischen Einrichtungen aus verändert wurden. Die Ergebnisse sorgten in den USA für Aufsehen: CIA und FBI hatten diverse Wikipedia-Seiten verändert. Mehrere geschönte Politikerbiografien wurden entdeckt. Sogar Wikipedia-Gründer Jimmy Wales selbst kam in Erklärungsnot, weil er den Eintrag über seine eigene Person verändert hatte. Meister_Brubbel, am 05. März 2010 um 17:31 ( Link ) das ist ja sehr schön, peggy bundy, dass sie sich so um das wohlergehen von wikipedia sorgen. und mitbekommen, dass wiki für eine auseinandersetzung auf wissenschaftlichem niveau nicht unbedingt geeignet ist, haben sie auch. gratulation. da sie aber so unvermittelt und direkt zum thema zurückkehren möchten (zumindest mahnen sie das an), sind wir sehr gespannt zu lesen, was sie uns denn nun zu sagen haben. Mark Mallokent, am 05. März 2010 um 17:40 ( Link ) @peggy Rosenstein, am 05. März 2010 um 18:12 ( Link ) "Meister_Brubbel" oder "Kommt ein Hund die Bibliothek". Mal gespannt, wann MM endlich einen adäquaten Mitstreiter findet um dem Platzhalter seine Freiheit wieder geben zu können. Meister_Brubbel, am 05. März 2010 um 18:25 ( Link ) interessanter beitrag. Slevin, am 05. März 2010 um 19:33 ( Link ) @ Meister Brubbel Meister_Brubbel, am 02. März 2010 um 23:24 "...welches problem haben sie jetzt auf einmal mit rauschning. hervorragend zu lesen der mann. abgedreht, die nötige prise exotik, kleine andeutungen von seriösität. gut, für historische quellenkritik nicht unbedingt verwertbar, aber das hat herr fest eigentlich auch nie behauptet." Meister_Brubbel, am 04. März 2010 um 11:49 "...je nun, der meister hat z.b. auch mit der BILD zeitung kein problem. man muss alles nur richtig zu lesen wissen..." Eines muß man Meister Brubbel lassen: Er bleibt sich treu. Immer dann, wenn er in der Diskussion gegen die Argumente seiner Gegner nichts mehr vorzubringen weiß, ändert er die Bedeutung der Begriffe. Im vorliegenden Fall, in dem er zunächst danach fragte,welches Problem Holsteiner 70 auf einmal mit Hermann Rauschning habe, ging es dem Meister um ein ethisch-moralisches Problem. Nachdem dann Tristan am 3. März den Meister darauf hingewiesen hatte, sein Problem mit Hermánn Rauschning bestehe darin, daß Rauschning ein Lügner und Lump sei, mutierte unter des Meisters Händen das Problem dergestalt zu einem intellektuellen Problem, daß derjenige, der über die erforderlichen geistigen Fähigkeiten verfüge, Rauschning genauso problemlos lesen könne wie die die Bildzeitung. Holsteiner70, am 05. März 2010 um 22:07 ( Link ) @MM An Schultze Rhonhof habe ich denselben Maßstab angelegt, den er selbst an seinen Gegenstand anlegt. Während Fest eine Biographie geschrieben hat, hat S-R eine Art fortlaufende Quellen- und Literaturkritik der Historiographie zur neueren deutschen Geschichte verfaßt, in der er den Eindruck zu erwecken versucht, diese würde allerlei Falschbehauptungen aufstellen. Statt dessen ist er derjenige, der zu kaschieren versucht, daß die entscheidende Quelle, auf die er sich stützt, eine Nazifälschung ist. Wenn ich Sie hier nun richtig verstehe, ist es aus Ihrer Sicht also erlaubt, in Biographien mit geschichtlichen Quellen sozusagen sportlich umzugehen und also seine Ausführungen und Schlußfolgerungen auf Quellen zu stützen, deren Wahrheitsgehalt zweifelhaft oder gar nicht vorhanden ist? Den Komplex Schultze-Rhonhof glaubte ich indes ausdiskutiert, indem Ihnen zum einen nachgewiesen werden konnte, daß Sie zur Unternauerung Ihrer Ausgangsthese eine ganze Reihe von Falschbehauptungen aufgestellt haben und zum anderen festgestellt werden konnte, daß Schultze-Rhonhof seine Quelle (Weißbuch) und den Widerspruch zu anderen Quellen (ADAP) explizit benannt hat. Was die Canaris-Quelle betrifft, so ist mir durchaus klar, daß sie die für zweifelhaft halten. Aber überzeugende Gründe für ihren Zweifel haben sie nicht geltend gemacht. Ja, es scheint freilich unmöglich zu sein, jemanden überzeugen zu können, der seinerseits an der weitgehend aus der Luft deduzierten Behauptung festhält, Canaris sei der Verfasser des in Rede stehenden Schriftstückes gewesen, und dies auf Grundlage von Deduktions- (und Induktions-)Ergebnissen eines Herrn Baumgart tut. Daß nach dem Krieg einige der in Nürnberg Angeklagten ihre Echtheit bestritten haben, erklärt sich leicht aus ihrer damaligen Situation, in der sie ein sehr begründetes Interesse hatten, Quellen, die sie kompromittierten, anzuzweifeln. Und daß zeitgenössische Quellen höher zu werten sind, als Aussagen, die Jahre später vor Gericht gemacht werden, sollte eigentlich unmittelbar einleuchten. Genau das sind doch aber die von Ihnen offenbar nicht kritisch genug beleuchtete Fragen: Handelt es sich überhaupt um eine zeitgenössische Quelle, wer ist der Verfasser, ist die Quelle authentisch? Ihre weiteren diesbezüglichen Äußerungen sind (wiedereinmal) eine reine Wiederholung bereits gesagtem, so daß ich mir eine neuerliche Replik darauf erspare. Was Rauschning betrifft, so ist es hinterher immer leicht klüger zu sein. Eine im Grunde genommen in vielen Fällen richtige und wichtige Erkenntnis. Und dennoch ist gerade der Fall Rauschning ein vorzügliches Beispiel dafür, wie unkritisch insbesondere solche Quellen von den Lizenzhistorikern übernommen wurden und immer noch übernommen werden, welche das Zeichnen eines Schwarz-Weiß-Bildes ermöglichen bzw. erleichtern. Daß Fest die Arbeit von Hänel nicht kennen konnte, da diese erst Jahre nach Fests Hitler-Biographie erschienen ist, habe ich bereits dargelegt, und die von ihnen erwähnte Neuausgabe seiner Biographie ist schlicht ein „Unveränd. Nachdr. der Ausgabe von 1973“. Siehe hier: Die allerdings - wie bereits erwähnt - mit einem Vorwort aus 1996 versehen ist (also insoweit gerade keinen unveränderten Nachdruck darstellt), in dem Fest mit keinem Wort feststellt, daß seine Forschungsergebnisse bzgl. Rauschning (und anderen Sachverhalten) veraltet sind. Somit ist auch ihre „Neuausgabe“ auf dem Forschungsstand von 1973. Von Fest hellseherische Fähigkeiten zu verlangen, ist nun doch übertrieben. Wer spricht von Hellsehen? Ich habe von der Ausübung eines Mindestmaßes an kritischer Grundhaltung gegenüber den Angaben Dritter gesprochen, die für jeden Wissenschaftler eine Selbstverständlichkeit sein sollte, bei Fest aber an dieser (und manch anderer) Stelle nicht in Erscheinung tritt. An der ein oder anderen Stelle bringt er es sogar soweit, seinen aus (durchaus auch nicht ohne Vorbehalt anzusehenden) Quellen entnommenen Informationen einige phantasievolle Zusätze zu verpassen, wohl, damit die Ereignisse mehr Schmiß und Zug bekommen und die Berichterstattung nicht so fade klingt. So erreicht die Schilderung der Aktion am 31.8.1939 in Gleiwitz sicherlich mehr begeisterte Leser, wenn dort vom Zurücklassen mehrerer "Leichen einiger ausgesuchter Sträflinge" die Rede ist, als wenn Fest bei der vor dem Nürnberger Tribunal verhandelten Version des angeklagten Naujocks geblieben wäre. Was schließlich die Rüstungszahlen angeht, so raten sie einmal, wann denn wohl die Waffen hergestellt worden sind, mit welchen die Alliierten 1940 und 1941 ihre Armeen ausgerüstet hatten? Ihr selbstbewußtes Auftreten ist fehl am Platze und vermag auch nichts an der Unvollständigkeit und Einseitigkeit der Angaben in Wikipedia (und anderen, den Bewohnern Deutschlands vom Geschichtsverfälschungskartell zur Verfügung gestellten Informationsmaterialien) zu ändern. Im übrigen haben wir von einigen Diskutanten hinreichend Aufklärung über dieses Medium erfahren, welches ausweislich dieser Informationen mit fug und recht als fester (und für manchen elementarer) Bestandteil des Geschichtsverfälschungskartells bezeichnet werden kann. @Meister_Brubbel sie begehen den fehler, in einem revisionisten-tummel-strang nach ernsthaftigkeit unter den revisionisten zu suchen. Nein, ich begehe den Fehler, eine sachliche Diskussion über Geschichte und Geschichtspolitik mit jemandem führen zu wollen, der schon zur Anwendung deutscher Rechtsschreibregeln zu faul ist und diese Eigenschaft durch seine durch Emotionalität und Unsachlichkeit auszeichnenden Antworten auf sachlich fundierte Kritik zeitgenössischer Geschichtsschreibung ein aufs andere Mal zu bestätigen sucht. Sie wenden sich sodann noch an Tristan mit den Worten zur problematik mit den hänel bemerkungen über rauschning und der nicht erfolgten wiedergabe in späteren fest nachdrucken hat sich mark mallokent dankenswerter weise schon geäußert. Geäußert hat er sich tatsächlich, das stimmt. Nur hat er den Einwand nicht entkräften können, daß Fest in seinem neu geschriebenen Vorwort anno 1996 darauf verzichtet hat, auf das eklatante Mißverhältnis zwischen Forschungsstand und seinem Buche hinzuweisen. Genausowenig hat er meinen Einwand entkräften können, daß die Verwendung der Quelle Rauschning insgesamt ein bezeichnendes Bild auf die Haltung wirft, die die Lizenzhistoriker in breiter Front an den Tag legen: Kritikloses Übernehmen dort, wo das Schwarz-Weißzeichnen ermöglicht oder erleichtert wird, Auslassen dort, wo durch das vorhandene Quellenmaterial das Schwarz-Weißzeichnen verunmöglicht oder erschwert wird. peggy, am 05. März 2010 um 23:32 ( Link ) @Meister_Brubbel peggy, am 06. März 2010 um 0:02 ( Link ) @Mark Mallokent Schöner Artikel. Leider sagt er mir nichts Neues. Wenn der Inhalte des Artikels Ihnen bereits bekannt war, Sie also wissen, wie das dort Veröffentlichte zu bewerten ist, weshalb verweisen Sie dann immer wieder im Laufe Ihrer Argumentation auf dieses Medium? Meister_Brubbel, am 06. März 2010 um 1:25 ( Link ) @holsteiner70 sie schwafeln in vielen sätzen herum, ohne auch nur einen jota voranzukommen. das bringt uns nämlich gleich zu weiteren personen, die einblick in die arbeit des geschichtskartells erlangt haben. die wahren Hintergründe des teuersten aller bisherigen Kriege, kennen jedoch die wenigsten. da sie scheinbar zu dem kreise derer zählen, die die wahren hintergründe des teuersten aller kriege kennen - wir sind ganz ohr. erhellen sie uns. Und aus eigener Erfahrung – um wieder auf die Geschichtslehrer zurück zu kommen – kann ich bestätigen, dass ganze Arbeit geleistet wurde und die allgemeine Öffentlichkeit bezüglich des 2. Weltkrieges in hilflose Verwirrung gestürzt wurde. bitte bitte, man dachte, über die phase des nachtretens gegenüber alter geschichtslehrer und dergleichen wären wir hinaus. wir hofften sogar, sie würden jetzt namen, adressen und begebenheiten nennen, an denen sich diese wahrhaft GIGANTISCHE verschwörung beweisen lässt. Ist Ihnen z.B. schon einmal zu Ohren gekommen, dass Deutschland kapitulieren wollte? Ebenso Japan? nun kommts ja knüppeldick. oder moment, meinen sie die ominösen "friedensfühler", die der reichsführer ss und unsichere kantonist himmler über die schweden in richtung westmächte ausstrecken wollte ? da muss der meister sie enttäuschen, von denen weiss sogar die hilflose öffentlichkeit. leider war er nicht in der lage, den westallierten (denn nur um diese ging es dabei. und auch keine kapitulation, sondern ein separatfrieden) bedingungen zu stellen. oder dreht es sich um etwas ganz anderes ? dann lassen sie mal blicken. mit allem was dazu gehört. titel, autor, verlag usw. Und gleich noch eine hypothetische Frage hinterher: Wenn dies tatsächlich der Fall gewesen sein sollte, warum hätte es von den Amerikanern ignoriert werden können? ja, was nun ? entweder wollte deutschland kapitulieren oder nicht. der geneigte leser möge entschuldigen, dass es diesmal etwas ausführlicher wurde, aber gewisse umstände verlangten eine längere antwort. nun schlafen sie gut und träumen nicht soviel vom bösen geschichtsfälscherkartell. @slevin versuchens doch bitte nochmal, der meister las in ihrem fall nicht über die ersten 2 worte hinaus. er wird sich jetzt mit einer spannenden lektüre aufs sofa verziehen. mal sehen, was noch im bücherschrank ist .... ah, ein rauschning. spannelangerhansel, am 06. März 2010 um 8:24 ( Link ) @mb "weder haben sie etwas von den von mark mallokent hinsichtlich an s-r aufgezeigten widersprüchen widerlegt noch können sie einen beweis für die grosse verschwörung des geschichtsfälscherkartells bringen." hohlen Sie sich doch mal lieber einen Bildband aus dem Schrank. Des lesens scheinen Sie jedenfalls nicht mächtig zu sein. Mark Mallokent, am 06. März 2010 um 14:47 ( Link ) Holsteiner70 @Peggy Holsteiner70, am 06. März 2010 um 14:53 ( Link ) @ Meister_Brubbel, Von Ihnen erfahren wir eigentlich nur, daß Ihre Auffassung divergiert (3b) und Sie der Stufen (1), (2),(3a)und (3c) entweder nicht mächtig zu sein scheinen (dann wäre der bereits empfohlene Bildband die Wahl der Stunde) oder einfach zu faul dazu sind (was durch ein Mindestmaß an Selbstdisziplin überwunden werden könnte). Meister_Brubbel, am 06. März 2010 um 15:31 ( Link ) @holsteiner70 in einem punkt haben sie sogar recht: da sie in sachen s-r, und seiner u.a. am beispiel der der weissbuch quelle diskutierten, mehr als mangelhaften quellenarbeit nicht mehr viel beitragen konnten - ist für sie die angelegenheit tatsächlich ausdiskutiert. wegen der meisterlichen, potentiellen anschaffungen von bildbänden oder ähnlichem machen sie sich mal keine gedanken. einen schönen tag noch Holsteiner70, am 06. März 2010 um 15:44 ( Link ) @MM Im Hinblick auf die Canaris-Quelle habe ich mich in der Tat wiederholt, da sie meine Ausführungen zwar anzweifelten, aber keinen Versuch zu ihrer Widerlegung machten. Nun, Sie behaupten ja - dank der Suggestionskraft Baumgarts - lediglich, es handele sich um eine "Canaris-Quelle", was ich bereits in meinem Beitrag am 25.2. 22:20 auf Grundlage einer kritischen Betrachtung der Untersuchung Baumgarts in Zweifel gezogen habe. Und wie schon gesagt, bemühe ich mich (im Gegensatz zu Ihnen) redlich darum, Wiederholungen zu vermeiden.
Es geht nicht um die Antworten, sondern um den Weg und die Methode, wie diese "Antworten" erzielt wurden: Deduktionen, Induktionen, Hörensagen, Spekulation. In anderem Kontext würde man es als Verschwörungstheorie bezeichnen.
Ihr Unvermögen, den Sachverhalt überprüfen zu können, ist nicht mein Problem. Bestellen Sie das Buch (ggf. gebraucht) oder fragen Sie beim Verlag nach, wenn Sie mir nicht glauben. Das Buch liegt hier vor mir. Im Buchdeckel steht: "Hitler: eine Biographie/Joachim C. Fest. - Unveränderd. mit einem Vorw. des Autors vers. Nachdr. der Ausg. 1973." Das Vorwort ist 10 Seiten lang, datiert "Kronberg, im Juli 1995". In dem Vorwort geht Fest sogar auf die Rauschning-Quelle ein, ohne auf die Hänel-Untersuchung hinzuweisen.
Nein, die Unvollständigkeit und Einseitigkeit der Darstellung des Rüstungsstandes und der Rüstungsentwicklung der im II. Weltkrieg gegeneinander angetretenen Nationen bei Wiki ist nicht mein Problem. Es ist Ihres, der Sie behaupten, es gäbe kein Geschichtsverfälschungskartell. Holsteiner70, am 06. März 2010 um 15:46 ( Link ) @meister-brubbel Meister_Brubbel, am 06. März 2010 um 15:58 ( Link ) na gut, da sie wie üblich viel schreiben, ohne etwas zu sagen zu haben - hier ein angebot des meisters an sie: dürfen wir ausgehend von ihren ausführungen im letzten beitrag dann annehmen, dass für sie dieser weltumspannende geschichtsfälschung unter anderem herr fest, herr baumgart und auch wikipedia angehören ? zumal wir noch auf die neuen forschungsergebnisse zum wk II von peggy warten ... Mark Mallokent, am 06. März 2010 um 18:45 ( Link ) Holsteiner70 Holsteiner70, am 06. März 2010 um 19:14 ( Link ) @meister_brubbel
Im Grunde wäre es einfacher, diejenigen aufzuzählen, die nicht dazu gehören. Allerdings ist zu beachten, daß es zwischen den Kartellmitgliedern im Hinblick auf Qualität und Ausmaß der von ihnen betriebenen Geschichtspolitik durchaus Nuancen gibt. So stellen die Geschichtsschilderungen eines Herrn Knoop oder eines Herrn Goldhagen eine deutliche Steigerungsform dessen dar, was Fest darbietet. Zu nennen sind auch Namen wie Habermas, Mommsen oder Winkler. Hinzug gesellen sich weite Teile der deutschen Presse, der deutschen Politik, der Verlage und der Lehrerschaft. Im Grunde genommen können Sie die Nichtmitglieder (die diesem Kartell kritisch gegenüberstehenden) Geister mit der Lupe suchen, weil sie eher früher als später aufs Korn genommen werden und totgeschwiegen werden (Zitelmann, Nolte etc.). Holsteiner70, am 06. März 2010 um 19:42 ( Link ) @MM
Langsam wird es albern, da sich auch auf Ihren Beitrag vom 26. Februar 2010 eine passende Antwort meinerseits vom 27.2.2010 23:51 findet. Entscheidend ist, daß Ihr Anwurf, mir würden die Ergebnisse des Herrn Baumgart nicht gefallen, unzutreffend ist. Ich habe mich vielmehr inhaltlich mit dessen Methodik und Annahmen auseinandergesetzt. Daß das Ergebnis dieser Auseinandersetzung mit Baumgarts Methoden und Thesen wiederum Ihnen nicht gefällt, ist offensichtlich.
Das mag bei Ihnen so sein. Ziel einer Historisierung von Geschichte ist es, derlei Werturteile hinter sich zu lassen und die Geschichte möglichst so zu beschreiben wie sie war. Nicht jeder scheint dazu in der Lage, was man etwa an den emotionalen Reaktionen Ihres Mitstreiters deutlich zu erkennen vermag. Auch im Hinblick auf Fest schwanke ich, ob ich Ihre Hartleibigkeit bestaunen oder belächeln soll. Für die Erläuterung des Umstandes, daß die in dem im folgenden abgedruckten Werk aus 1973 verwendeten Quellen und die daraus abgeleiteten Schlußfolgerungen im Lichte der aktuellen Forschungsergebnisse unbrauchbar sind, hätten 3 Sätze genügt. Fest hat es auf 10 Seiten nicht geschafft. Also bleibt es dabei, daß Fest trotz entsprechender Kenntnis und Gelegenheit darauf verzichtet, seine Leser von der (teilweisen) Unbrauchbarkeit seiner Quellen und seiner Schlußfolgerungen hinzuweisen. Schultze Rhonhof habe ich in der Tat die Benutzung einer Naziquelle vorgeworfen – nebenbei der gleiche Vorwurf, den sie gegen Fest richten – Falsch. Meine Kritik hat überhaupt nichts mit der Frage zu tun, welchen politischen Ursprungs eine nicht authentische oder eine phantasievolle-romanhafte Quelle ist. Entscheidend ist allein, daß die von Fest verwendeten Quellen in einem beschriebenen Falle im Hinblick auf ihre Authentizität zweifelhaft ist und in einem anderen beschriebenen Fall die kritiklose Heranziehung einer offensichtlich frei erfundenen - gleichsam romanhaften - Erzählung darstellt, ein Umstand, auf den hinzuweisen auch nach seiner Entdeckung Fest trotz entsprechender Gelegenheit verzichtet hat. Daß dies alles nur Beispiele sind, habe ich weiter oben mit einem kleinen Schwenk auf die Schilderung Fests der Geschehnisse vom 31.8.1939 in Gleiwitz anzudeuten versucht. Meine Kritik an Fest hat also mit der Ihrigen gegen Schultze-Rhonhof im Hinblick auf ihren Umfang und ihre Qualität nur wenig zu tun. Was schließlich Wiki betrifft, so sollten sie dort unbedingt einen Artikel zum Stichwort „Geschichtsverfälschungskartell“ verfassen. Da warten die nur drauf Sie scheinen sich nicht mehr daran erinnern zu können, was geschehen ist, als Tristan einen Versuch unternommen hat, auf den Inhalt von Wikipedia positiv Einfluß zu nehmen. Mir ist das indes noch gut im Gedächtnis. Maberhas, am 06. März 2010 um 23:56 ( Link ) @ MM Was Fest betrifft, so sehe ich mit Freuden, daß sie im Impressum seines Buches nachgesehen und festgestellt haben, daß es sich – wie ich sagte - in der Tat um einen Nachdruck der Ausgabe von 1973 handelt. Daß man in einem neuhinzugefügten, 10 Seiten langen Vorwort ein über 1000 Seiten langes Buch nicht neubearbeiten und an den seither erzielten Stand der Forschung anpassen kann, ist offensichtlich. Ergo bleibt es dabei. Das Buch von Fest bietet den Forschungsstand von 1973, der Jahre später von Hänel korrigiert worden ist. Wie Holsteiner70 schon mehrfach erwähnte, haben Sie in der Tat überaus große Probleme entweder mit 1) Lesen dessen, was der jeweils andere schreibtoder mit 2) Das Rezipieren dessen, was gelesen wurde; oder Sie glänzen mal wieder mit Übertreibungen. Denn wer redet davon, "ein über 1000 Seiten langes Buch neu zu bearbeiten". Es wäre das Mindeste - und vielleicht sogar ausreichend - gewesen, im 10 Seiten umfassenden, nach dem Bekanntwerden von Hänels Forschungsergebnissen verfaßten Vorwort auf die neuen, fundamentalen Erkenntnisse hinsichtlich einer seiner wichtigen Quellen einzugehen. Daß Fest dies nicht getan hat, läßt vermuten, daß er ein Interesse daran hatte, seinen Lesern die neue Sachlage zu verschweigen. Daß er nicht in einem einzigen Satz im Vorwort darauf eingeht, daß die - Hitler in einem schlechten Licht erscheinen lassende - "Quelle Rauschning" sich als pure Fälschung rausstellte, wirft ein bezeichnendes Licht auf ihn. Meister_Brubbel, am 07. März 2010 um 0:57 ( Link ) wenn sie meinen, dass um "hitler in einem schlechten licht erscheinen zu lassen" unbedingt eine rauschning quelle vonnöten ist - dann kann man ihnen auch nicht helfen. Ich habe mich vielmehr inhaltlich mit dessen Methodik und Annahmen auseinandergesetzt. nur mal am rande nachgefragt: wie setzt man sich inhaltlich mit methodik auseinander ? Maberhas, am 07. März 2010 um 8:34 ( Link ) wenn sie meinen, dass um "hitler in einem schlechten licht erscheinen zu lassen" unbedingt eine rauschning quelle vonnöten ist - dann kann man ihnen auch nicht helfen. Auch das habe ich nie behauptet. Gehen Sie doch einmal auf meinen - bzw. Holsteiners - Vorwurf gegen Fest ein und lassen diese ganzen Übertreibungen wie "friedliebende natur des führers" usw. FriedrichWilhelm, am 07. März 2010 um 8:43 ( Link ) Lasse man die bisherige Diskussion zu Horst Rodemers an die Auseinandersetzungen um Erika Steinbach und das Leid der Deutschen in den ehemals zum Deutschen Reich und zu Österreich gehörenden und von Deutschen besiedelten Gebieten anküpfenden Beitrag über Sinn und Unsinn der Geschichtspolitik Revue passieren, so läßt sich feststellen, daß Rodemers Thesen in der Sache unwidersprochen blieben. Dies vermag ich mir nur so zu erklären, daß die Verantwortlichen für die auf diesem Gebiet betriebene Geschichtspolitik nur zu gut wissen, was für einen, im offenen Diskurs nicht zu verteidigenden, Schwindel sie hier betreiben. Holsteiner70, am 07. März 2010 um 9:23 ( Link ) @Meister_Brubbel Mark Mallokent, am 07. März 2010 um 12:03 ( Link ) @Holsteiner70 Maberhas, am 07. März 2010 um 12:57 ( Link ) @ MM Abgesehen davon ist es üblich, Klassiker der Geschichtsschreibung unverändert aufzulegen, auch wenn sie dadurch im Detail überholt sind. Der Kenner pflegt hier als allererstes im Impressum nachzuschauen, ob es sich um die Originalversion oder eine überarbeitete Auflage handelt, so kann er mit einem Blick wahrnehmen, welchen Stand der Forschung er erwarten kann. Beim überwiegenden Teil der Leser dürfte es sich wohl nicht um Kenner handeln, insofern wäre eine kurze Anmerkung zu den Quellen, die sich als Fälschung erwiesen haben, mehr als angebracht gewesen. Was schließlich Fest betrifft, so ist seit dem Erscheinen der Erstausgabe seines Buches von der aktuellen Forschung weit mehr revidiert worden als Rauschnig. Dann hätte Fest eben auch auf diese revidierten Quellen eingehen müssen. Die neuen Ergebnisse brauchen dabei gar nicht in das Buch eingearbeitet werden, es genügte ein kurzer Hinweis. Da dieser Hinweis fehlt, verschweigt Fest dem gemeinen Leser -, der eben kein Kenner ist - bewußt, daß sich diverse Quellen - wie z. B. die Rauschning-Quelle - als Schall und Rauch aufgelöst haben. Meister_Brubbel, am 07. März 2010 um 14:09 ( Link ) @holsteiner70 es ist offensichtlich, wer hier einer verschwörung anhängt und entsprechende namen genannt hat. wenn der meister dies nur noch einmal wiederholt, ist dies nicht seine schuld übrigens: die frage bleibt immer noch bestehen. @maberhas wenn es ihnen nicht gefällt, dass fest nach strengen kriterien arbeitet und s-r scheinbar nicht - dann greifen sie doch nächstens zur hitler biographie von toland. Auch das habe ich nie behauptet. nein ? [...] Hitler in einem schlechten Licht erscheinen lassende [...] @fritzwilhelm Mark Mallokent, am 07. März 2010 um 14:10 ( Link ) Ich bin in der Tat so optimistisch, daß ich glaube, auch der gemeine Leser ist in der Lage einzusehen, daß ein Buch von 1973 das 1985 unverändert neuaufgelegt wird, den Forschungsstand von 1973 enthält. Maberhas, am 07. März 2010 um 14:56 ( Link ) Ich bin in der Tat so optimistisch, daß ich glaube, auch der gemeine Leser ist in der Lage einzusehen, daß ein Buch von 1973 das 1985 unverändert neuaufgelegt wird, den Forschungsstand von 1973 enthält. Allerdings ist es für den gemeinen Leser sicher von Bedeutung, zu wissen, daß bspw. die Rauschning-Quelle sich als pure Fälschung erwiesen hat. Da zudem das Vorwort neueren Datums ist, kann der Leser erwarten, daß der Autor - zumindest auf fundamentale - neue Erkenntnisse eingeht. Da dies nicht der Fall ist - ich wiederhole mich leider, wennauch ungern - wird der Leser im Dunkeln gelassen und suggeriert, der im Buch verarbeitete Forschungsstand gelte auch noch 20 Jahre später. Meister_Brubbel, am 07. März 2010 um 15:13 ( Link ) so dumm ist der leser nun doch nicht. wenn er es unbedingt sein möchte, sei es ihm aber trotzdem belassen. Holsteiner70, am 07. März 2010 um 19:55 ( Link ) @MM Inhaltlich beschränkte sich ihre Kritik an Baumgart darauf, daß sie ihm vorwarfen, daß er durch „Deduktionen“ zu seinen Ergebnissen gekommen sei. Ihre Behauptungen werden auch durch ihre permanente Wiederholung nicht richtiger. In meinem Beitrag vom 25.2., 22:20 Uhr, war zu lesen: "Dieser Musterhistoriker zeigt sich wahrlich bemüht, durch zahlreiche Annahmen und Deduktionen nachzuweisen, daß das blanke (nicht datierte, nicht unterschriebene, mit keinerlei Herkunftskennzeichen versehene) Dokument, welches in die Geschichtsschreibung eingegangen ist, von keinem anderen stammen könne, als Canaris. Wenn es nicht so traurig wäre, müßte man über die intelektuellen Handstände, die Baumgart zu diesem (und anderem) Behufe macht, lauthals lachen. Oder, wissenschaftlicher ausgedrückt: Die als Argumentum ad veritatem verwandten und aus seiner Sicht deduktiv gültigen Argumente Baumgarts, bei denen die Konklusion (vermeintlich) logisch aus den von ihm gesetzten Prämissen folgt, setzen im Hinblick auf ihren eigenen Wahrheitsgehalt voraus, daß auch die von Baumgart gesetzten Prämissen wahr sind. Wer sich nun die Mühe macht und Zahl und Inhalt der von Baumgart verwendeten Prämissen anschaut, stößt auf eine ganze Reihe von Annahmen, von denen einige von Boehm (und anderen) als definitiv falsch bezeichnet und andere (allein aufgrund ihrer Anzahl) als nicht sonderlich wahrscheinlich angesehen werden müssen. Der Wahrheitsgehalt oder Wahrscheinlichkeitsgrad der verwendeten Annahmen ist aber nicht das einzige Problem: Auch die logische Verknüpfung zwischen den gesetzten Prämissen und den daraus gezogenen Schlußfolgerungen erscheint nicht in allen Fällen zwingend." Was die Historisierung betrifft, so habe ich gegen diese nicht das Geringste einzuwenden. Sie soll in der Tat Geschichte so darstellen, wie sie eigentlich gewesen ist (Ranke). Das jedoch wird man nicht erreichen, wenn man sich wie Schultze Rhonhof auf verfälschte Quellen stützt. Nun, mit Fest kommen wir - wie wir gesehen haben - auch nicht weiter, wobei der gute Mann ja schon eine Weile tot ist. Das hat die Qualität der Geschichtsschreibung aber auch nicht im Sinne Rankes zu verbessern vermocht.
All das erklärt aber nicht, warum in dem anläßich der Neuausgabe verfaßten Vorwort auf den Fortgang der Forschung und die dadurch sich als obsolet erwiesenen Quellen und Ausführungen nicht eingegangen wird.
Allein Ihre Wortwahl läßt es als offensichtlich erscheinen, daß es Ihnen mit der Historisierung von Geschichte nicht sonderlich ernst sein kann. Im übrigen ist zur Bewertung der Verhaltensweisen von Schultze-Rhonhof und Fest nun wahrlich alles gesagt. Sie bleiben bei Ihrer Auffassung, ich bei der meinen. @meister_brubbel Meister_Brubbel, am 07. März 2010 um 20:52 ( Link ) @meister_brubbel Allerdings ist zu beachten, daß es zwischen den Kartellmitgliedern im Hinblick auf Qualität und Ausmaß der von ihnen betriebenen Geschichtspolitik durchaus Nuancen gibt. So stellen die Geschichtsschilderungen eines Herrn Knoop oder eines Herrn Goldhagen eine deutliche Steigerungsform dessen dar, was Fest darbietet. Zu nennen sind auch Namen wie Habermas, Mommsen oder Winkler. Hinzug gesellen sich weite Teile der deutschen Presse, der deutschen Politik, der Verlage und der Lehrerschaft. weitere fragen ? Holsteiner70, am 07. März 2010 um 23:25 ( Link ) Da ist weder von Verschwörung die Rede, noch davon, jemand würde "ihr anhängen". mj, am 08. März 2010 um 9:57 ( Link ) @ Mark Mallokeit und Meister Brubbel Mark Mallokent, am 08. März 2010 um 15:21 ( Link ) @mj Slevin, am 09. März 2010 um 8:54 ( Link ) Meister Brubbel ist nichts anderes als eine aufgeblasene Null. Wie ich es auch drehe und wende, im Unterschied zu anderen Diskussionsteilnehmern kann ich des Meisters Beiträgen keine - unbeabsichtigte - auf dialektische Weise hervorgebrachte positive Seite abgewinnen. Meister_Brubbel, am 09. März 2010 um 9:36 ( Link ) meisterliche güte. FriedrichWilhelm, am 11. März 2010 um 0:35 ( Link ) In fast allen deutschen Schulbüchern für das Fach Geschichte und in fast allen Werken der Historiker zur jüngeren Deutschen Geschichte ist zu lesen, daß am Vorabend des Zweiten Weltkriegs ein deutsches Kommandounternehmen unter Führung von SS-Sturmbannführer Alfred Naujocks im Auftrag Reinhard Heydrichs, dem Chef des SD, einen polnischen Überfall auf den deutschen Sender Gleiwitz vorgetäuscht habe, um Hitler einen Kriegsgrund gegen Polen zu liefern. Dieser angeblich schon Anfang August vorbereitete Überfall wird (zusammen mit dem sogenannten Hossbach-Protokoll) weithin als der entscheidende Beweis dafür angesehen, daß Hitler den Zweiten Weltkrieg in verbrecherischer Absicht vorbereitet und provoziert habe. - Heydrich unter Ausschaltung des gesamten Dienstweges mit Naujocks verkehrt habe, Der ehemalige Kommandeur einer im Sommer 1939 aufgebauten - aus Freiwilligen bestehenden und als Grenzwacht bezeichneten - paramilitärischen Einheit im Raum Gleiwitz, Otto Radek, gibt in einer im Jahr 1991 entstandenen Darstellung an, daß er sich umgehend zum Gleiwitzer Sender, der zur fraglichen Zeit von der dritten Kompanie des Grenzwachtbataillons bewacht wurde, begeben habe, nachdem er in den Nachrichten des Senders Breslau von einem Überfall auf den Sender Gleiwitz erfahren habe. Dort angekommen habe er alles in größter Ruhe vorgefunden. Von Schießereien habe man nichts zu berichten gewußt. Die Wachmannschaft habe berichtet, daß sie einige SS-Männer in Zivil, die sich ordnungsgemäß ausgewiesen hätten, in den Senderaum gelassen habe, wo diese über ein Wettermikrophon Sprechübungen in Deutsch und Polnisch durchgeführt und sich nach wenigen Minuten wieder verabschiedet hätten. Ein Anruf beim Armee-Kommando in Breslau habe ergeben, daß mit diesem Kommando alles in Ordnung sei. Meister_Brubbel, am 11. März 2010 um 0:57 ( Link ) ja, wo hoams des fei abgeschriebn ? Meister_Brubbel, am 11. März 2010 um 1:10 ( Link ) und wenn sich fritzwilhelm über die hossbach-niederschrift (ein protokoll ist dann doch etwas anderers) informieren möchte: http://www.ns-archiv.de/krieg/1937/hossbach/ Mark Mallokent, am 11. März 2010 um 9:08 ( Link ) @Friedrich Wilhelm Holsteiner70, am 12. März 2010 um 0:15 ( Link ) @MM
Über den Ablauf des Vorfalls kursiert nicht nur eine, sondern etliche Darstellungen, die einander in wesentlichen Punkten widersprechen. Schauen wir uns aber einmal die Arbeit Runzheimers etwas näher an: Runzheimer überrascht u.a. mit seiner Identifikation des bei dem Vorfall hinterlassenen Toten als SS-Mann, der von einem SD-Mann erschossen worden sei. Dabei fußt freilich auch seine Version auf vagen Quellen: Kronzeugnis seiner Untersuchung ist ein Bericht des namentlich nicht genannten ehemaligen Gleiwitz-Sendeleiters "N.", den dieser im Jahre 1949 "aus der Erinnerung" (Runzheimer) angefertigt hat. Die Erinnerung des "N." wiederum gründet lediglich auf Erinnerungen anderer (inzwischen verstorbener oder verschollener) Zeugen; denn N. war zum Zeitpunkt des Geschehens in Oppeln und nicht in Gleiwitz. Nur gesprächsweise habe er bei einem "Besuch am dem Überfall folgenden Wochenende" vom Betriebspersonal gehört, was sich zugetragen habe. Interessant ist auch, daß es für die Herleitung der Geschehnisse durch Runzheimer erforderlich war, nahezu allen Einlassungen des Hauptbeteiligten Naujocks "keinen Glauben zu schenken". Dabei bleibt wiederum fraglich, warum ausgerechnet Naujocks eine Darstellung präsentiert, die ihn belasten muß; denn das Opfer, so Naujocks, sei nicht etwa einer seiner Leute, sondern ein KZ-Häftling gewesen. Naujocks zufolge seien seine Leute alle nach Hause gekommen. Wenn also die von Ihnen verlinkte Quelle eine Aussage erlaubt, dann die, daß sich der Hauptbeteiligte und die von Runzheimer benannten "Zeugen" bzw. Quellen in wesentlichen Punkten widersprechen und es im Ergebnis weitgehend im Dunkeln liegt, wie sich die Ereignisse in Gleiwitz am Vorabend des zweiten Weltkrieges tatsächlich zugetragen haben. Es wäre also in der Tat zwar zutreffend, zu sagen, daß es auch Darstellungen des Gleiwitz-Zwischenfalls gibt, die nicht oder nicht ausschließlich auf die eidesstattliche Erklärung Naujocks zurückgehen, sondern auf sich und Naujocks widersprechende Zeugenaussagen aus zweiter und dritter Hand, die teilweise Jahre, teilweise Jahrzehnte nach dem Ereignis erhoben wurden. Ob diese aber näher oder weiter entfernt von der historischen Wahrheit sind, als die - äußerst fragwürdige - Schilderung Naujocks, kann niemand mit hinreichender Gewißheit sagen. Umso mehr verwundert es, wenn Fest und andere den Sachverhalt 1.) so schildern als könne er nur so, wie jeweils geschildert wird, abgelaufen sein (und diese Schilderung zudem noch erkennbar mehr mit der Naujocks-Version als mit der Runzheimers zu tun hat) und 2.) Umstände hinzugedichtet werden, die weder von Naujocks noch von Runzheimer noch von anderen einigermaßen um den Anschein von Seriosität bemühten Geschehnisrekonstruktionen bestätigt werden. FriedrichWilhelm, am 14. März 2010 um 9:10 ( Link ) @ MM Den Gleiwitzer Vorfall, so es ihn denn in der von Alfred Naujocks geschilderten Form gegeben hat, kann man keineswegs als weithin irrelevant für Hitlers Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg ansehen. Zwar haben Hitlers politische Ziele und auch seine Pläne, diese in die Tat umzusetzen, tatsächlich mit dem "Gleiwitzer Vorfall" unmittelbar nur am Rande zu tun. Doch dient der deutschen Geschichtsschreibung und der Berichterstattung in den deutschen Medien der "Gleiwitzer Vorfall" neben Herrmann Rauschnings - eine einzige Fälschung darstellenden - "Erinnerungen an Hitler" und dem sogenannten „Hossbach-Protokoll" bis zum heutigen Tag als zentraler Beleg dafür, daß Hitler die Alleinverantwortung für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs trägt. Maberhas, am 14. März 2010 um 14:52 ( Link ) Nachdem es MM - und Meister Brubbelchen noch weniger - gelungen ist, etwas Ernsthaftes gegen Friedrich Wilhelmens Behauptungen - sowie auch die anderer Diskussionsteilnehmer - vorzubringen, beschränken sie sich nun darauf, ihre Schattendiskussion auf politikpla.net fortzuführen. Schwer zu sagen, was die beiden mehr dazu bewogen haben mag; die Einsicht, daß ihre - zum Teil unsäglichen - Beiträge eine vernünftige Argumentationsbasis vermissen lassen oder der für sie sicherlich schmerzhafte Verzicht auf das jugendhafte Verwenden von allerlei Smileys auf ef-online. Wie dem auch sei, es hat sich gezeigt, daß es so gut wie ausgeschlossen ist, gegen die Widerlegung, zumindest jedoch das Infragestellen der - von Medien, Staat und Systemhistorikern verbreiteten - Lügengeschichten ernsthaft zu argumentieren. Mark Mallokent, am 14. März 2010 um 16:53 ( Link ) @Holsteiner @Friedrich Wilhelm FriedrichWilhelm, am 14. März 2010 um 19:00 ( Link ) @ Mark Mallokent Mark Mallokent, am 14. März 2010 um 21:08 ( Link ) @Friedrich Wilhelm Maberhas, am 14. März 2010 um 21:57 ( Link ) @ MM Vielleicht scrollen Sie mal etwas nach oben... Der ehemalige Kommandeur einer im Sommer 1939 aufgebauten - aus Freiwilligen bestehenden und als Grenzwacht bezeichneten - paramilitärischen Einheit im Raum Gleiwitz, Otto Radek, gibt in einer im Jahr 1991 entstandenen Darstellung an, daß er sich umgehend zum Gleiwitzer Sender, der zur fraglichen Zeit von der dritten Kompanie des Grenzwachtbataillons bewacht wurde, begeben habe, nachdem er in den Nachrichten des Senders Breslau von einem Überfall auf den Sender Gleiwitz erfahren habe. Dort angekommen habe er alles in größter Ruhe vorgefunden. Von Schießereien habe man nichts zu berichten gewußt. Die Wachmannschaft habe berichtet, daß sie einige SS-Männer in Zivil, die sich ordnungsgemäß ausgewiesen hätten, in den Senderaum gelassen habe, wo diese über ein Wettermikrophon Sprechübungen in Deutsch und Polnisch durchgeführt und sich nach wenigen Minuten wieder verabschiedet hätten. Ein Anruf beim Armee-Kommando in Breslau habe ergeben, daß mit diesem Kommando alles in Ordnung sei Mark Mallokent, am 14. März 2010 um 22:44 ( Link ) @Maberhas Maberhas, am 14. März 2010 um 22:59 ( Link ) @ MM An manche Ereignisse erinnert man sich eben auch nach 52 Jahren noch. Mark Mallokent, am 14. März 2010 um 23:46 ( Link ) @Maberhas Maberhas, am 15. März 2010 um 0:09 ( Link ) @ MM Vielleicht. Indes haben wir, dank der Arbeit von Runzheimer, weit bessere Qeullen Jedoch gibt auch Runzheimer zu: Der Überfall würde längst vergessen sein, wäre er nicht ein Kriterium für die Urteilsbildung über das Dritte Reich geworden. Darin liegt seine Bedeutung. Dabei ist der Tatbestand noch nicht geklärt, und schon ein flüchtiges Studium der bisherigen Quellen zeigt, daß diese nicht annähernd ausreichen, um den Vorgang schlüssig zu rekonstruieren. Dies hält Historiker wie Joachim Fest jedoch nicht davon ab, zu suggerieren, als wäre der Sachverhalt im Sinne eines vorgetäuschten polnischen Angriffs bereits aufgeklärt. Mark Mallokent, am 15. März 2010 um 0:23 ( Link ) @Maberhas Maberhas, am 15. März 2010 um 6:52 ( Link ) @ MM Worin nun aber die besondere Bedeutung von Gleiwitz für die Beurteilung des 3. Reichs liegen soll, ist mir ein Rätsel. Lesen Sie: In fast allen deutschen Schulbüchern für das Fach Geschichte und in fast allen Werken der Historiker zur jüngeren Deutschen Geschichte ist zu lesen, daß am Vorabend des Zweiten Weltkriegs ein deutsches Kommandounternehmen unter Führung von SS-Sturmbannführer Alfred Naujocks im Auftrag Reinhard Heydrichs, dem Chef des SD, einen polnischen Überfall auf den deutschen Sender Gleiwitz vorgetäuscht habe, um Hitler einen Kriegsgrund gegen Polen zu liefern. Dieser angeblich schon Anfang August vorbereitete Überfall wird (zusammen mit dem sogenannten Hossbach-Protokoll) weithin als der entscheidende Beweis dafür angesehen, daß Hitler den Zweiten Weltkrieg in verbrecherischer Absicht vorbereitet und provoziert habe. Wie ich schon schrub: Über Details kann man da trefflich streiten. Leider sind es im Fall Gleiwitz sehr viele Details. Vor allem das wichtigste Detail, nämlich ob der Angriff vorgetäuscht war, ist zweifelhaft. Und hier wiederhole ich mich: Dies hält Historiker wie Joachim Fest jedoch nicht davon ab, zu suggerieren, als wäre der Sachverhalt im Sinne eines vorgetäuschten polnischen Angriffs bereits aufgeklärt. Ich mag in diesem Zusammenhang nochmal an Ihren gloreichen Schpruch mit der Flasche Wein erinnern. Erlaben Sie sich ruhig auch weiterhin an der Flasche Fest. FriedrichWilhelm, am 15. März 2010 um 8:31 ( Link ) @ MM @Maberhas Sicherlich ist eine nach Jahrzehnten entstandene Niederschrift als Quelle - zumindest was die Details angeht - mit einer gehörigen Portion Vorsicht zu betrachten. Die Erinnerung an den grundlegenden Tatbestand dürfte im vorliegenden Fall jedoch kaum getrübt sein, jedenfalls sind bisher keine überzeugenden Belege aufgetaucht, die dies in Frage stellen. Im Übrigen ist gegenüber den in amerikanischem Gewahrsam im Hinblick auf den Nürnberger Prozeß und die Nachfolgeprozesse entstandenen, mit rechtswidrigen Mitteln erschlichenen, erpreßten und oft genug durch die Anwendung der Folter erzwungenen Geständnissen und Zeugenaussagen eine sehr viel größere Vorsicht angebracht als gegenüber Erinnerungen an länger zurückliegende Geschehnisse, so sie denn im Unterschied zu Alfred Naujocks erlogene "Erinnerungen an Hitler" vom Willen zur Wahrhaftigkeit gerprägt sind. Mark Mallokent, am 15. März 2010 um 10:02 ( Link ) @Maberhas und Friedrich Wilhelm Meister_Brubbel, am 15. März 2010 um 10:45 ( Link ) na endlich. der meister dachte schon, die erzwungenen und durch folter erpressten geständnisse auf den nürnberger prozessen kämen hier nie zur sprache. Holsteiner70, am 16. März 2010 um 0:02 ( Link ) @MM
Bei Fest waren es gleich mehrere Leichen von KZ-Häftlingen, die dazu noch in polnische Uniformen gesteckt worden seien. Wenn die Historikerzunft sich nicht in der Lage sieht, sich solcher Lügengespinste (in einer dazu auch noch Ihrer eigenen Aussage zufolge recht unbedeutenden Angelegenheit) zu enthalten oder ihnen einen Riegel vorzuschieben, dann fragt sich der Konsument derer Veröffentlichungen, was denn da - je nach Bedarf und Problemstellung - noch so alles übertrieben oder untertrieben in deutschen Geschichtsbüchern, in Dokumentarfilmen und sonstiger volkspädagogischen Aufklärungsmaßnahmen dargestellt wird.
Das mag daran liegen, daß es hier weniger um die Beurteilung des 3. Reiches an sich geht, sondern darum, welche Maßnahmen, einschließlich der (Ver-)fälschung und der unkritischen Übernahme von Quellen von interessierter Seite ergriffen werden, um diese Beurteilung (und die Beurteilung der anderen in den 30er und 40er Jahren agierenden Mächte und politischen Kräfte) zu beeinflussen. Und selbstverständlich ist es im Hinblick auf die moralische Bewertung des Vorgehens ein ganz erheblicher Unterschied, ob bei einer Aktion des SD bzw. der SS ein eigener (ein SS-Mann) zu Tode kommt, oder - von langer Hand geplant - ein (oder gar mehrere) KZ-Häftling(e) ermordet werden. Welche Rolle es bei der heutigen (geschichtspolitischen) moralischen Beurteilung spielt, wer jeweils zu Tode gebracht werden sollte (oder tatsächlich wurde), ist im übrigen nicht zuletzt an Leuten wie dem von Ihnen an anderer Stelle so hochgelobten Haffner zu sehen, dessen Aufforderung zum Massenmord offenbar ganz anders gewertet zu werden scheint, als vergleichbare Aufrufe, die von anderen und betreffend anderer Personen geäußert wurden. Dieses höchst auschlußreiche Differenzieren anhand der jeweiligen Zugehörigkeit der Täter zum "richtigen" Lager kann man aber auch an Leuten wie Arthur Harris studieren, denen Adelstitel verliehen und Denkmäler für Taten gestiftet wurden, für die andere vor dem internationalen Gerichtshof und am Strick oder im Gefängnis gelandet sind. Und wenn man diese Differenzierungsmaßnahmen mit minus eins multipliziert, ergibt sich genau das gleiche Bild bei den Opfern. Meister_Brubbel, am 16. März 2010 um 1:43 ( Link ) darum geht es ihnen ? solange general harris nicht verdammt wird, lügen wir revisionisten, dass sich die balken biegen ? die nummer ist nun wirklich allzu bekannt. "wenn schon nicht ersichtlich ist, ob 'kerl' gesagt wurde oder 'schweinehund', ja wer weiss, was dann noch alles nicht stimmt ..." pfui deibel und einen unschönen abend Maberhas, am 16. März 2010 um 6:53 ( Link ) solange general harris nicht verdammt wird, lügen wir revisionisten, dass sich die balken biegen ? In welchem obigen Beitrag wurde denn gelogen? Nennen Sie ihn mir! "wenn schon nicht ersichtlich ist, ob 'kerl' gesagt wurde oder 'schweinehund', ja wer weiss, was dann noch alles nicht stimmt ..." Sie blenden die Quellen, in denen weder Kerl noch Schweinehund noch überhaupt der berühmte Satz gefallen ist völlig aus! Und in der Tat sollte man sich fragen, was denn dann noch alles nicht stimmt. Fragen Sie mal bei Ihrem Busenfreund MM nach, wie das mit der Flasche Wein war. OthoBrun, am 16. März 2010 um 9:17 ( Link ) @ Meister Brubbel "Meister_Brubbel, am 16. März 2010 um 1:43 darum geht es ihnen ? solange general harris nicht verdammt wird, lügen wir revisionisten, dass sich die balken biegen ? die nummer ist nun wirklich allzu bekannt. "wenn schon nicht ersichtlich ist, ob 'kerl' gesagt wurde oder 'schweinehund', ja wer weiss, was dann noch alles nicht stimmt ..." pfui deibel und einen unschönen abend" Endlich hat Meister Brubbel zu der Rolle gefunden, die Ihm am besten steht: Die des vor Entrüstung Geifer speienden Moralapostels. Doch bleibt sich der Meister auch in dieser Rolle insofern treu, als er die Ausführungen anderer Diskussuonsteilnehmer mit blindwütigem Eifer verdreht und entstellt, um zu seinem haßerfüllten Verdammungsurteil zu kommen. Wie sehr seine wahre Natur hier zu Tage getreten ist, zeigt sich nicht zuletzt darin, daß er seine - offensichtlich mit blutunterlaufenen Augen vorgetragenen - bösartigen Tiraden nur in einem verstümmelten, zum Teil nur schwer verstehbaren, Deutsch zu Papier zu bringen vermochte. Im Übrigen stellt der Bombenkrieg nicht nur im Fall des Zweiten Weltkriegs ein Feld dar, auf dem sich über die von Horst Rodemer aufgeworfene Frage nach dem Sinn und Unsinn von Geschichtspolitik besonders trefflich streiten ließe. peggy, am 16. März 2010 um 10:30 ( Link ) darum geht es ihnen ? Meister Brubbel ist ein räudiger Hund. spannelangerhansel, am 16. März 2010 um 13:00 ( Link ) darum geht es ihnen ? Nachdem sich sämtliche Beiträge Meister Brubbels als Griff in die Klosettschüssel erwiesen haben, ist der Meister offensichtlich in einen Zustand der Raserei verfallen. Meister_Brubbel, am 16. März 2010 um 13:07 ( Link ) peggy, altes haus. lange nicht gelesen. @hansel Benno76, am 16. März 2010 um 19:00 ( Link ) @ Meister Brubbel darum geht es ihnen ? solange general harris nicht verdammt wird, lügen wir revisionisten, dass sich die balken biegen ? bk, am 16. März 2010 um 19:47 ( Link ) Wenn man die gesamte Diskussion bis hierher verfolgt, fällt zumindest eines auf, mit welcher Vehemenz diverse Teilnehmer an ihrer Kritikfeindlichkeit gegenüber Geschichtsschreibung festhalten, ja geradezu haßerfüllt über jeden herfallen, der es wagt, irgendwas, was auch immer, an der bestehenden Geschichtsschreibung zu hinterfragen. Man stelle sich doch ganz einfach die banale Frage: Was für einen Sinn könnte es denn überhaupt machen, Geschichte zu verfälschen? Steht da nicht der Ruf, die Glaubwürdigkeit einer ganzen Zunft auf dem Spiel?, oder um was geht es da überhaupt? ..... wie auch immer, man braucht ja nicht einmal ein Jahr zurückblicken, Klimagipfel (welche Erderwärmung?, wenns doch endlich mal wärmer werden würde) Schweinegrippe (fünfzig Mio. Packung bestellt, und verbreitet, daß man sich mit dem impfen lassen beeilen müsse, plötzlich waren dreisig Mio. übrig usw., kenne keinen einzigen, der auf diesen Dreck reingefallen ist, außer Sarkozy vielleicht), Island muß zur Rettung schnellstmöglich in die EU, heißt dann nicht mehr "Piigs", sondern "Piiigs", vor drei Monaten hieß es noch "Pigs" .... entschuldigt meine kleine Ausschweifung, aber der Grad, mit dem "wir" momentan verarscht werden, hat mittlerweile eine Dimension erreicht und da soll man aktueller Geschichtsschreibung Glauben schenken?, könnte ich nur, wenn die Möglichkeit, daß es irgendwelche Nutznießer gäbe, ausgeschlossen wäre. Meine Meinung ist, wenn etwas bestimmten Zielen dienlich ist, ist jedes Mittel recht - der Nutzen heiligt die Mittel Meister_Brubbel, am 16. März 2010 um 21:40 ( Link ) dass sie nun sehnsüchtig auf die erkrankung an schweinegrippe gewartet haben, dann aber bitter enttäuscht wurden - ist zwar bedauerlich, hat aber mit dem mangel an FriedrichWilhelm, am 16. März 2010 um 22:39 ( Link ) @ Mark Mallokent Mark Mallokent, am 15. März 2010 um 0:23 @Maberhas "Mark Mallokent, am 15. März 2010 um 10:02 @Maberhas und Friedrich Wilhelm Die besondere Bedeutung von Gleiwitz für die Beurteilung des 3. Reiches liegt ganz generell darin, daß dieser Vorfall bis zum heutigen Tag, respektive zeitlebens, Historikern, Journalisten und Politikern als besonders gut geeignetes Beispiel dient, respektive gedient hat, um die Verworfenheit des 3. Reiches und seiner Führung zu dokumentieren. Zusammen mit Herrmann Rauschnings "Erinnerungen an Hitler", dem sogenannten Hoßbach-Protokoll bildet die eidesstattliche Erklärung Alfred Naujocks eine der zentralen Grundlagen für die Zuschreibung der Alleinschuld für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs an das Deutsche Reich bzw. dessen Führung. Freilich geschah und geschieht dies insofern auf eine etwas unterschiedliche Weise, als die Erinnerungen und das sogenannte Hoßbach-Protokoll als Quellen gelten, aus denen unmittelbar hervorgeht, daß Hitler zum Krieg entschlossen war und ihn von langer Hand geplant hat. Dem gegenüber wird mit der Präsentation der Naujocks-Erklärung mehr der Zweck verfolgt, den Menschen zu suggerieren, daß ein Regime, das solche Verbrechen begeht, gar nichts anderes im Sinn haben kann, als die Welt mit Krieg und Gewalt zu überziehen. Ihre Auffassung, daß sich die Frage nach der Kriegsschuld aus dem Umstand beantwortet, wer den Befehl zum Angriff erteilt hat, entbehrt zumindest nicht einer gewissen Originalität. Originell ist auch Ihre These, Hitler habe die Vereinigten Staaten von Amerika angegriffen. Die Rolle der Vereinigten Staaten auf dem Weg zum Zweiten Weltkrieg näher zu beleuchten, wäre im Übrigen auch ein Vorhaben, das mehr Klarheit im Hinblick auf die Frage nach dem Sinn und Unsinn von Geschichtspolitik brächte. Wie verlogen die Diskussion über die Ursachen des Zweiten Weltkrieges ist, zeigt sich nicht zuletzt darin, daß der Beginn des Polenfeldzugs in der Westlichen Welt beinahe unisono mit dessen Beginn gleichgesetzt wird. Dabei liegt es auf der Hand, einmal zu hinterfragen, warum nicht der im Fernen Osten schon länger tobende und ganz andere Ausmaße besitzende Krieg zwischen Japan und China als Beginn des Zweiten Weltkriegs angesehen wird. Was Runzheimers Quellen anlangt, so unterscheiden sie sich von Alfred Naujocks eidesstattlicher Erklärung dadurch, daß es sich bei ihnen nicht um Berichte von Personen handelt, die mit der Vorbereitung oder Durchführung der Geschehnisse zu tun hatten oder vor Ort Zeuge der Geschehnisse wurden, sondern um die Wiedergabe von Ereignissen handelt, die sie selbst nur aus zweiter oder dritter Hand oder auch nur vom Hörensagen kannten. So erwähnt Runzheimer selbst, daß die Quelle Naujocks "als einzige Anspruch auf Tatsachenkenntnis (erhebt)" (S. 412). Es kommt hinzu, daß sich aus diesen Quellen kein einheitliches Bild zeichnen läßt bzw. das, was Runzheimer aus den Angaben seiner Quellen ableitet, in vielerlei Hinsicht von dem abweicht, was Naujocks zu Protokoll gegeben hat. Es ist - wie inhaltlich bereits von Holsteiner ausgeführt - völlig offen, wer an welcher Stelle die Wahrheit und wer an welcher Stelle die Unwahrheit sagt, respektive wer im Zuge der auch beim Spiel stille Post zu Tage tretenden Probleme einfach das wiedergegeben hat, was er gehört zu haben und zu wissen glaubt, ohne daß es freilich mit den tatsächlichen Ereignissen noch viel zu tun haben muß. Meister_Brubbel, am 16. März 2010 um 22:49 ( Link ) wie ? Maberhas, am 16. März 2010 um 23:07 ( Link ) @ Brubbelchen Wie verlogen die Diskussion über die Ursachen des Zweiten Weltkrieges ist, zeigt sich nicht zuletzt darin, daß der Beginn des Polenfeldzugs in der Westlichen Welt beinahe unisono mit dessen Beginn gleichgesetzt wird. Der Satz mag vielleicht etwas verwirrend formuliert worden sein. In meinen Augen jedoch - und wohl auch in den Augen eines jeden vernünftig denkenden Diskussionsteilnehmers - ist es eindeutig, was Friedrich Wilhelm meinte. Nämlich daß der Beginn des Polenfeldzuges mit dem Beginn des 2. Weltkrieges gleichgesetzt sind. Sie haben einmal mehr bewiesen, daß Sie als Diskussionspartner absolut entbehrlich und nichts anderes als eine aufgeblasene Lachnummer sind. Meister_Brubbel, am 16. März 2010 um 23:20 ( Link ) schmeissens noch ein paar nebelkerzen. talent dazu ist vorhanden. für die beinahe pathologische einstellung, deutschland dürfe mit dem weltkrieg nichts zu tun haben und an seinem beginn schon gar nicht daran ursächlich beteiligt sein kann man sich zwar fremdschämen. es hilft aber nichts, bei der beweislage der geschichtsverschwörer sieht es weiterhin mau aus. Maberhas, am 16. März 2010 um 23:26 ( Link ) deutschland dürfe mit dem weltkrieg nichts zu tun haben und an seinem beginn schon gar nicht Nennen Sie doch mal die Stelle, an der Friedrich Wilhelm das behauptet hat. Meister_Brubbel, am 16. März 2010 um 23:43 ( Link ) bitteschön. Ihre Auffassung, daß sich die Frage nach der Kriegsschuld aus dem Umstand beantwortet, wer den Befehl zum Angriff erteilt hat, entbehrt zumindest nicht einer gewissen Originalität. Originell ist auch Ihre These, Hitler habe die Vereinigten Staaten von Amerika angegriffen. kriegserklärung deutschlands an die usa reicht scheinbar nicht aus. macht nichts, es liessen sich bei bedarf weitere ereignisse nachliefern. aber erstmal weiter mit fritzwilhelm: eine der zentralen Grundlagen für die Zuschreibung der Alleinschuld für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs an das Deutsche Reich bzw. dessen Führung. Freilich geschah und geschieht dies insofern auf eine etwas unterschiedliche Weise, als die Erinnerungen und das sogenannte Hoßbach-Protokoll als Quellen gelten, aus denen unmittelbar hervorgeht, daß Hitler zum Krieg entschlossen war und ihn von langer Hand geplant hat. Dem gegenüber wird mit der Präsentation der Naujocks-Erklärung mehr der Zweck verfolgt, den Menschen zu suggerieren, daß ein Regime, das solche Verbrechen begeht, gar nichts anderes im Sinn haben kann, als die Welt mit Krieg und Gewalt zu überziehen. nur zur erinnerung, es bedarf keines gleiwitz und keiner naujocks erklärung, um festzustellen dass deutschland fast ganz europa mit krieg überzogen HAT. Mark Mallokent, am 16. März 2010 um 23:45 ( Link ) @Holsteiner70 und Friedrich Wilhelm Was Gleiwitz betrifft so ist immer noch kein Historiker genannt worden, der die Alleinschuld des Deutschen Reichs am Zweiten Weltkrieg ausgerechnet an Gleiwitz festmacht. Maberhas, am 16. März 2010 um 23:54 ( Link ) Ach, und aus den obigen beiden Zitaten soll dieses hervorgehen: deutschland dürfe mit dem weltkrieg nichts zu tun haben und an seinem beginn schon gar nicht Wenn es eines letzten Beweises bedurft hat, Ihr analytisches Unvermögen zu Tage treten zu lassen, dann haben Sie ihn soeben erbracht. Meister_Brubbel, am 17. März 2010 um 0:01 ( Link ) mark mallokent hat ihnen auch nochmal wiederholt die fragen gestellt, um die sich fritzwilhelm in seiner deutschland-darf-nicht-schuld sein attitüde genauso herumdrückt, wie sie. kommen sie doch mal auf den punkt, anstatt hier herumzuschwurbeln und ihr mangelndes talent leute zu beurteilen offenzulegen. Maberhas, am 17. März 2010 um 0:02 ( Link ) @ MM Bei der Beurteilung von Kriegen im allgemeinen und bei der Beurteilung der Rolle, welche Individuen in Kriegen gespielt haben, ist die Frage nach der jeweiligen Motivation selbstverständlich von erheblicher Bedeutung. Leute oder Regierungen, die um Lebensraum im Osten oder um Juden und Untermenschen umzubringen Krieg führen, wird man anders bewerten als solche, die das verhindern suchen oder die einfach um ihre Selbsterhaltung kämpfen. Eben darum wird auch Arthur Harris anders bewertet als Hermann Göring. England hat also um seiner Selbsterhaltung willen oder um Juden zu retten Polen Garantierklärungen gegeben und somit einen Krieg mit Deutschland mehr als in Kauf genommen? Ich gehe besser schlafen. Meister_Brubbel, am 17. März 2010 um 0:09 ( Link ) vielleicht mochten die die polen auch einfach nur ... ach egal, gehens besser wirklich schlafen! Holsteiner70, am 17. März 2010 um 23:58 ( Link )
Und wie kommen Sie nun auf dieses schmale Brett? Mir geht es um Geschichtsschreibung und deren Methoden, das allseits sichtbare Mühen darum, das Wirken Deutschlands und seiner Führung in einem möglichst schlechten, und das Wirken der Alliierten und ihrer Führung in einem möglichst guten Lichte dazustellen. Schwarz-Weiß-Malerei eben.
Das ist mal amüsant. Der einzige, der hier bisher der mehrfachen Artikulierung von Unwahrheiten überführt wurde, hat sich bisher nicht als "Revisionist" geoutet.
Bekannt ist Ihre Masche, auf Argumente nicht sachlich, sondern emotional zu reagieren, die Diskussion zu verkürzen und deren Inhalt nicht zur Kenntnis zu nehmen sowie Ihren Diskussionsgegnern Äußerungen in den Mund zu legen, die diese nie getan haben.
Schauen Sie sich, anstatt hier mit weiteren Unterstellungen zu arbeiten, einfach nur einmal das Dokument an, was Herr Mallokent hier höchstselbst eingestellt hat und vergleichen die dort präsentierten Ergebnisse mit dem, was Sie bei Fest lesen können und bei Knoop zu dem Sachverhalt möglicherweise auch schon zu sehen bekommen haben. Meister_Brubbel, am 18. März 2010 um 1:30 ( Link ) es ist schon verständlich, dass sie ihre "bieträge" nicht in kurzer form zu verfassen wissen. in gewisser weise ist es sogar allzu verständlich, dass sie viel schreibe müssen, damit keiner merkt, dass sie nichts substantielles vorzuweisen haben. jaja, der meister weiss schon - die frage ob 'kerl' oder 'schweinehund' ist für sie wahrscheinlich gipfel der substanz und dreh- und angelpunkt in der geschichtsumschreibung. das allseits sichtbare Mühen darum, das Wirken Deutschlands und seiner Führung in einem möglichst schlechten, und das Wirken der Alliierten und ihrer Führung in einem möglichst guten Lichte dazustellen. Schwarz-Weiß-Malerei eben.zu finden glauben. wikipedia und guido knoop fallen jetzt aber weg. diese joker hatten sie schon verbraucht (es waren doch sie ?!) Maberhas, am 18. März 2010 um 6:34 ( Link ) aber fragen wir doch mal, wo sie denn nun wieder das allseits sichtbare Mühen darum, das Wirken Deutschlands und seiner Führung in einem möglichst schlechten, und das Wirken der Alliierten und ihrer Führung in einem möglichst guten Lichte dazustellen. Schwarz-Weiß-Malerei eben. Na bspw. in der Schule, wo einem eingetrichtert wird, die Alliierten hätten das Deutsche Volk befreit. Monitum, am 18. März 2010 um 7:28 ( Link ) Ich bleibe dabei: Auch wenn Meister Brummel der Menschheit nicht gerade zur Zierde gereicht, er hat auf seine Art dazu beigetragen, daß die Diskussion über den Sinn und Unsinn von Geschichtspolitik so lehrreich und unterhaltsam verlief. Außerdem kann ich seiner scheinbar durch nichts zu beeinträchtigenden Fähigkeit, Prügel einzustecken, einen gewissen Respekt nicht versagen. Mark Mallokent, am 18. März 2010 um 10:38 ( Link ) @Maberhas Maberhas, am 18. März 2010 um 11:05 ( Link ) Die englische Regierung hat Polen die Garantieerklärung gegeben, weil sie hoffte, Hitler so von einem Krieg abschrecken zu können. Was für eine naive Auffassung! Mark Mallokent, am 18. März 2010 um 12:00 ( Link ) Die englische Regierung war in der Tat naiv. Da haben sie schon Recht. Maberhas, am 18. März 2010 um 14:16 ( Link ) @ MM Ihr Talent, die Dinge so zu drehen und zu wenden, daß ein Ihnen genehmes Ergebnis herauskommt, ist bemerkenswert. Radiergummi, am 18. März 2010 um 16:40 ( Link ) Es ist zwecklos zu versuchen mit Mark Mallokent über die britische Motivation hinsichtlich der Garantiererklärung gegenüber Polen zu diskutieren. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf meinen Beitrag vom 20. Februar 2010 um 21:44 und den weiteren Verlauf der - nennen wir es freundlich - "Diskussion" mit Herrn Mallokent... Dieser Themenkomplex übersteigt die Einfachheit Herrn Mallokents. mj, am 19. März 2010 um 10:16 ( Link ) Meister_Brubbel, am 16. März 2010 um 1:43 darum geht es ihnen ? aufrechnung ? solange general harris nicht verdammt wird, lügen wir revisionisten, dass sich die balken biegen ? die nummer ist nun wirklich allzu bekannt. "wenn schon nicht ersichtlich ist, ob 'kerl' gesagt wurde oder 'schweinehund', ja wer weiss, was dann noch alles nicht stimmt ..." oder ist es nur ein zufall, dass diese naujocks aussage war gekauft masche merkwürdig oft in zusammenhang mit den anderen leugnern schlimmster kajüte steht ? pfui deibel und einen unschönen abend Es dürfte nicht ganz leicht fallen, eine zweiten Schmierfink vom Kaliber Meister Brubbels zu finden. Mark Mallokent, am 19. März 2010 um 11:08 ( Link ) @Radiergummi Benno76, am 19. März 2010 um 11:22 ( Link ) Ich wundere mich darüber, daß die Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs in der Diskussion über Sinn und Unsinn von Geschichtspolitik bislang fast auschließlich - auf sicherlich recht aufschlußreiche Weise - unter dem Aspekt der Alleischuld Deutschlands diskutiert wurde. Nicht minder ergiebig wäre es gewesen, etwas ausführlicher auf die Rolle Großbrittaniens und Frankreichs sowie der Vereinigten Staaten von Amerika bei der Herbeifühtung und Auslösüng des Zweiten Weltkriegs einzugehen. Meister_Brubbel, am 19. März 2010 um 13:11 ( Link ) @benno76 dieser ganze komplex von den "provokanten-die-haben-es-doch-nicht-anders-verdient-polen" bis zum "kriegstreiber-und-fallensteller-churchill" wurde bereits ausführlich vom entsprechendenklientel diskutiert. wobei ... diskutiert ist das falsche wort. es beschränkt sich eigentlich immer auf andeutungen. FriedrichWilhelm, am 21. März 2010 um 0:47 ( Link ) Das in der Diskussion über Sinn und Unsinn von Geschichtspolitik schon mehrfach erwähnte, sogenannte Hoßbach-Protokoll unterscheidet sich von den beiden anderen, hier diskutierten Dokumenten dadurch, daß ihm zweifelsfrei ein reales Geschehen zu Grunde liegt und es in seiner Urform von einem spätestens seit der Generalskrise Hitler kritisch gegenüberstehenden Ehrenmann angefertigt wurde. Während Herrmann Rauschnings Erinnerungen an Hitler das auf reiner Erfindung beruhende Werk eines einst Hitler servil ergebenen Erzlügners sind und Alfred Naujocks eidesstattliche Erklärung (auch nach Ansicht Runzheimers) das zumindest weithin erfundene Produkt eines einst ebenfalls Hitler servil ergebenen Erzgauners darstellen, stellt Friedrich Hoßbachs - später als Hoßbach-Protokoll ausgegebene - Niederschrift das Werk eines pflichtbewußten, honorigen deutschen Offiziers dar. Meister_Brubbel, am 21. März 2010 um 1:08 ( Link ) unmotiviert abgeschrieben und in den wichtigsten punkten längst widerlegt. in den hauptpunkten auch mehr als nur infantil vorgetragen (wer hat dem führer unterstellt, am 5.11.1937 gezielt einen "welt"krieg geplant zu haben? wie albern soll es denn noch werden, fritzwilhelm?) und mit den üblichen taktiken zu diffamieren versucht ("verschlungene wege" und "herkunft im dunkeln" - na uiuiui, das kann ja nur eine verschwörung sein). eine grosstat, werter fritzwilhelm, war es trotz einsatzes vieler buchstaben und wörter nun wirklich nicht. Mark Mallokent, am 21. März 2010 um 8:54 ( Link ) @Friedrich Wilhelm Da hätte ich doch gerne einige Beispiele, welche sinnentstellenden Begriffe in der Hoßbach-Niederschrift vorkommen? FriedrichWilhelm, am 21. März 2010 um 9:16 ( Link ) @ Meister Brubbel unmotiviert abgeschrieben und in den wichtigsten punkten längst widerlegt. in den hauptpunkten auch mehr als nur infantil vorgetragen (wer hat dem führer unterstellt, am 5.11.1937 gezielt einen "welt"krieg geplant zu haben? wie albern soll es denn noch werden, fritzwilhelm?) und mit den üblichen taktiken zu diffamieren versucht ("verschlungene wege" und "herkunft im dunkeln" - na uiuiui, das kann ja nur eine verschwörung sein). eine grosstat, werter fritzwilhelm, war es trotz einsatzes vieler buchstaben und wörter nun wirklich nicht."
Ich frage mich aus verschiedenenen Gründen, ob es wirklich Sinn hat, auf Ihren schlichtweg ins Blaue gesprochenen, weitgehend substanz- und inhaltslosen Beitrag einzugehen. Da Sie sich mit der Literatur zum Zweiten Weltkrieg auch dann nicht wiklich zu befassen scheinen, wenn Sie darauf hingewiesen werden, begnüge ich mich hier mit einem Verweis auf einen einschlägigen Beitrag in dem - von Ihnen anscheinend geschätzten - Internet-Lexikon Wikipedia. OthoBrun, am 21. März 2010 um 19:03 ( Link ) "Meister_Brubbel, am 21. März 2010 um 1:08 unmotiviert abgeschrieben und in den wichtigsten punkten längst widerlegt. in den hauptpunkten auch mehr als nur infantil vorgetragen (wer hat dem führer unterstellt, am 5.11.1937 gezielt einen "welt"krieg geplant zu haben? wie albern soll es denn noch werden, fritzwilhelm?) und mit den üblichen taktiken zu diffamieren versucht ("verschlungene wege" und "herkunft im dunkeln" - na uiuiui, das kann ja nur eine verschwörung sein). eine grosstat, werter fritzwilhelm, war es trotz einsatzes vieler buchstaben und wörter nun wirklich nicht.Das ist der Meister wie er singt und lacht. Wäre er nicht von so trauriger Gestalt, man könnte ihn fast für einen tragukomischen Helden halten."
Das ist der Meister wie er singt und lacht. Wäre er nicht von so trauriger Gestalt, man könnte ihn fast für einen tragikomischen Helden halten. FriedrichWilhelm, am 21. März 2010 um 19:16 ( Link ) @ MM Da hätte ich doch gerne einige Beispiele, welche sinnentstellenden Begriffe in der Hoßbach-Niederschrift vorkommen? Hier zwei Beispiele: Auf S..2. heißt es " Statt Wachstum setzte Sterilisation ein". Richtig hätte es heißen müssen. "...setzte Sterilität ein". Auf S.6 heißt es " ...die Einwohner seines Kolonialbesitzes stellten einen militärischen Mitzuwachs dar". Richtig hätte es heißen müssen " ...Machtzuwachs dar". peggy, am 21. März 2010 um 22:42 ( Link ) OthoBrun, am 21. März 2010 um 19:03 Wenn man schon Cervantes bemüht, dann erinnert der Meister nicht an Don Quichote, sondern an Sancho Pansa. Aber auch dieser Vergleich wäre für den Meister der Ehre zuviel. Trotzdem bin ich froh, dass er zu gegen ist :). Den Meister meine ich! Mark Mallokent, am 21. März 2010 um 22:53 ( Link ) @Friedrich Wilhelm Meister_Brubbel, am 22. März 2010 um 0:15 ( Link ) mensch peggy, alte nemesis des geschichtskartells ... Es wurden unzählige Bücher über die unermessliche Tragödie des 2. Weltkrieges geschrieben, die wahren Hintergründe des teuersten aller bisherigen Kriege, kennen jedoch die wenigsten. Was in den Geschichtsbüchern in Deutschland, den USA, England, Japan, … über den Krieg zu lesen ist, hat nur wenig mit den wirklichen Ursachen und den wahren Zielen des Krieges gemein. Und aus eigener Erfahrung – um wieder auf die Geschichtslehrer zurück zu kommen – kann ich bestätigen, dass ganze Arbeit geleistet wurde und die allgemeine Öffentlichkeit bezüglich des 2. Weltkrieges in hilflose Verwirrung gestürzt wurde. FriedrichWilhelm, am 22. März 2010 um 2:02 ( Link ) @ MM So hatte ich mir das schon gedacht. Ich werde noch etwas Genaueres zur Überlieferung der Hoßbach-Niederschrift schreiben, zunächst nur zu den sinnentstellenden Fehlern, die sie monieren: Die Quellen will ja nicht die Worte eines Offiziers und Gentleman wiedergeben, sondern die Worte Hitlers, der bekanntlich ein halbgebildeter Proll war. Weit davon entfernt, eine Fälschung anzuzeigen, bestätigen solche Fehler eher die Echtheit, zeigen sie doch einmal mehr Hitlers mangelhafte Beherrschung der deutschen Sprache Wenn Sie schon denken. Um es noch einmal zu sagen: Bei dem sogenannten Hoßbach-Protokoll handelt es sich um eine aus dem Gedächtnis angefertigte, sinngemäße Niederschrift des Heeresadjudanten der Konferenz vom 5. November 1937. Dies bedeutet, daß die Niederschrift nicht in den Worten Hitlers, sondern Friedrich Hoßbachs angefertigt wurde, der übrigens in seinem im Jahr 1949 erschienen Buch "Zwischen Wehrmacht und Hitler", in dem er das Nürnberger Dokument abdrucken ließ, die sinnentstellenden, respektive in der Deutschen Sprache nicht vorhandenen Begriffe stillschweigend durch die richtigen Begriffe ersetzte. mj, am 22. März 2010 um 9:00 ( Link ) @ Mark Mallokent "So hatte ich mir das schon gedacht. Ich werde noch etwas Genaueres zur Überlieferung der Hoßbach-Niederschrift schreiben, zunächst nur zu den sinnentstellenden Fehlern, die sie monieren: Die Quellen will ja nicht die Worte eines Offiziers und Gentleman wiedergeben, sondern die Worte Hitlers, der bekanntlich ein halbgebildeter Proll war. Weit davon entfernt, eine Fälschung anzuzeigen, bestätigen solche Fehler eher die Echtheit, zeigen sie doch einmal mehr Hitlers mangelhafte Beherrschung der deutschen Sprache." spannelangerhansel, am 22. März 2010 um 9:46 ( Link ) So hatte ich mir das schon gedacht. Ich werde noch etwas Genaueres zur Überlieferung der Hoßbach-Niederschrift schreiben, zunächst nur zu den sinnentstellenden Fehlern, die sie monieren: Die Quellen will ja nicht die Worte eines Offiziers und Gentleman wiedergeben, sondern die Worte Hitlers, der bekanntlich ein halbgebildeter Proll war. Weit davon entfernt, eine Fälschung anzuzeigen, bestätigen solche Fehler eher die Echtheit, zeigen sie doch einmal mehr Hitlers mangelhafte Beherrschung der deutschen Sprache. @MM Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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karen m., am 01. Februar 2010 um 14:32 ( Link )
Wahrheit? Was ist die Wahrheit?
Wahr ist, was die Menschen als wahr empfinden!
Die Psychomacht wird eure Erinnerung beherrschen, eure Gefühle und Empfindungen. Sie wird euch in eurem Wohnzimmer besuchen, freundschaftlich. Ihr dürft gemütlich auf dem Sofa Platz nehmen mit Chipstüte und Dosenbier, und die Psychomacht wird eure Emotionen massieren: Wut, Trauer, Angst und Freude dürft ihr nach Bedarf empfinden, intellektuell oder mit Blut und Busen. Ihr dürft euch das Programm auswählen.
Ihr werdet überhaupt nicht gezwungen, der Macht zu gehorchen. Sondern ihr werdet so erzogen, daß ihr es überhaupt nicht für möglich erachteten werdet, anders zu denken, als die Macht es wünscht. Und ihr werdet euch frei fühlen dabei! Zutiefst frei!