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Kampagne gegen die katholische Kirche: Wie sich die Bilder doch gleichenvon Frank W. Haubold „Den Zeitungsredaktionen lag der Text bereits vor“ „Am Freitagabend, dem 28. Mai 1937, hielt Reichspropagandaminister Joseph Goebbels in der Berliner Deutschlandhalle eine sorgfältig vorbereitete und inszenierte Rede. Die Gauleitung der NSDAP hatte 20.000 Mann als Publikum auf die Beine gebracht, die SA-Formationen der Hauptstadt waren mit ihren Bannern angetreten, Märsche und Kampflieder stimmten die Zuhörer auf den Goebbels-Auftritt ein. Alle deutschen Rundfunksender übertrugen ihn live. Den Zeitungsredaktionen lag der Text bereits vor. Das Thema der Rede war die moralische Verkommenheit der katholischen Kirche. Zwei Monate vorher hatte Papst Pius XI. die Nationalsozialisten schwer verärgert, als er mit seiner Enzyklika die kirchenfeindlichen Schikanen angeprangert und den ideologischen Totalitätsanspruch des Regimes bestritten hatte. Zum Gegenschlag nutzten die Machthaber eine Reihe von Sittlichkeitsprozessen gegen Priester und vor allem Ordensleute, die seit 1936 unter starkem politischen Druck im Gange waren, schon reichlich Propagandaaufmerksamkeit gefunden hatten und nun durch den Ministerauftritt auf eine offizielle Ebene gehoben wurden“, berichtete 2002 Jan Ross in der Wochenzeitung „Die Zeit“. Die tatsächlichen Gründe für die Abneigung des NS-Führung gegen den katholischen Klerus lagen allerdings tiefer, als es die „Zeit“ damals vermutete. Bereits 1930 hatte Alfred Rosenberg mit dem „Mythus des 20. Jahrhunderts“ dir Grundlage für eine völkisch-rassistische Blut- und Boden-Religion geschaffen, die vom katholischen Klerus durchaus zutreffend als „Verdrängung christlicher Gehalte aus der Öffentlichkeit“ wahrgenommen und abgelehnt wurde. Diese Verweigerungshaltung war die unmittelbare Ursache für eine Prozesslawine gegen katholische Priester und Laien wegen angeblicher Devisen- und Sittlichkeitsdelikte sowie eine beispiellose Propagandawelle, mit der Goebbels seinen Ministerialdirektor Berndt beauftragte. Im Rahmen dieser Kampagne erklärte der „Völkische Beobachter“ unter anderem, die Sexualdelikte seien „die naturnotwendigen Folgen eines widernatürlichen Systems“ – eine These, die in der gegenwärtigen Kampagne deutscher Qualitätsmedien gegen die katholische Kirche und den Papst fröhliche Urständ feiert. Aber auch sonst liefert die aktuelle Diskussion reichlich Stoff für Déjà-vu-Gefühle, was natürlich die Frage nach den Motiven der heutigen Protagonisten aufwirft. Mittlerweile haben sich die bundesdeutschen Qualitätsmedien derart auf Kirche und Papst eingeschossen, dass sich selbst der sonst eher diplomatisch zurückhaltende Vatikansprecher Federico Lombardi genötigt sah, von einer Kampagne zu sprechen: „In den letzten Tagen gab es einige, die mit einer gewissen Verbissenheit in Regensburg und München nach Elementen gesucht haben, um den Heiligen Vater persönlich in die Missbrauchs-Fragen mit hineinzuziehen.“ Dass damit nicht nur Herrn Prantls Dreigroschenjungen von der „Süddeutschen Zeitung“ gemeint sind, sondern die deutschen Qualitätsmedien insgesamt, liegt auf der Hand. Woher aber rührt der an finsterste Zeiten gemahnende Hass der 68er-„Eliten“, die heute die Redaktionsstuben dominieren, gegen die katholische Kirche, den Vatikan und vor allem den deutschen Papst? Die Antwort ist nicht schwer zu finden und überraschenderweise ist es die gleiche wie die von 1936: Die Verweigerungshaltung der katholischen Kirche gegenüber den ideologischen Bestrebungen der Herrschenden. Auf den ersten Blick ist zwar kaum ein stärkerer Gegensatz zwischen den Vorstellungen der Nationalsozialisten und den Vorstellungen der 68er-Ideologen vorstellbar, zumal der demonstrative – und zudem völlig gefahrlose – Antifaschismus heute den letztverbliebnen Kitt darstellt, der die Lebenslügen dieser Klientel zusammenhält. In einem gleichen sich aber alle Ideologien: In ihrem universellen Machtanspruch, der keinerlei Widerspruch oder Nebenherrschaft duldet. Anders als die evangelische Kirche, deren Führungen sich bis heute stets servil den herrschen Ideologien unterordneten, blieb die römisch-katholische Kirche zumeist auf Distanz, erst recht im Hinblick auf weltanschaulichen Fragen. So wie sich der katholische Klerus der nationalsozialistischen Rassenideologie widersetze (Widerlegung des „Mythos“ durch Teuch und Algermissen), wendet er sich heute gegen ideologisch determinierte Erscheinungen wie Gender-Mainstreaming, Massenabtreibung und Familienzerstörung und zieht damit den Hass der Zeitgeistjünger auf sich. Dabei ist der Umstand, dass das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche ein Deutscher (im Weltbild der 68er die Inkarnation des Bösen) ist, ein zusätzlicher Stachel im Ideologenfleisch. Da in einer modernen Demokratie die klassischen sozialistischen Methoden der Behandlung von „Systemgegnern“ (Massenmord, Lagerhaft, Entzug der Lebensgrundlagen, Vertreibung) nicht zu Verfügung stehen, bleibt letztlich nur das Mittel der Verleumdung und gesellschaftlichen Ächtung. Dieses Instrumentarium beherrschen die sich selbst gleichschaltenden Qualitätsmedien dieses Landes allerdings bis zur Perfektion, wie die „Fälle“ Hohmann, Herman oder Pius-Bruderschaft nachhaltig belegen, wobei die perfide Fehlinterpretation eines religiösen Gnadenaktes samt „Zurechtweisung“ des Papstes durch die ehemalige FDJ-Sekretärin Merkel gewiss einen vorläufigen Höhepunkt darstellte. Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend, und so wie die Gestapo-Schnüffler seinerzeit mit Zigaretten, Schokolade und Drohungen in Waldbreitbach auf Zeugensuche hinsichtlich sexueller Verfehlungen unterwegs waren, sind es heute die genannten Dreigroschenjungen in Ettal, Regensburg und anderswo. Die nächste Schlagzeile ist also nur eine Frage der Zeit... 14. März 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann oder Michael Klonovsky schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareVogelfrei, am 14. März 2010 um 17:29 ( Link ) Kann man es den Linken Schaumschlägern wirklich verdenken, daß sie einer Institution, deren Heilslehre nun schon mehrere Jahrtausende überdauert, mit Abscheu und zum Teil offenem Hass gegenüberstehen, wo doch ihre eigene Systeme - so sie denn einmal installiert waren - kaum ein Menschenalter erreichten? Federico Guzzoni, am 14. März 2010 um 17:37 ( Link ) Es lohnt eine angstfreie Recherche, wer die 68er-„Eliten“ überwiegend waren... Donata, am 14. März 2010 um 17:44 ( Link ) Lieber Verfasser, so gut und schön Ihr Text ist: ich halte es für eine ebenso gefährliche Dummheit, die Kirche im Ganzen anzugreifen, wie die Äusserungen des Herrn Lombardi für gut und richtig zu halten. Die Kritiker der katholischen Kirche, jedenfalls die ernstzunehmenden, kann ich sehr gut unterscheiden von diesen Krakeelern, die Sie im Auge haben. Das Problem Kindesmissbrauch und Gewalt insbesondere die Vorfälle in DE sollten Sie gut und respektvoll auf dem Radar behalten. Ich kann zumindest für Ettal aus erster Hand sprechen und ich kann Ihnen als überzeugte Freundin des Internates, Mutter die über 10 Jahre lang einen Sohn dort hatte, erklären: ich bin nach Schockstarre von "den Socken", wie sich das Kloster gebärdet. Also halten Sie ein, übertreiben Sie nicht, wie die die sie schelten. Jede überzogene Kritik ist dumm, jede blinde Verteidigung desgleichen. Kurt_G Leute, leider kann ich Euch hier nicht folgen. Die Verniedlichung des Missbrauchs und der Gewalt durch katholische Pater, Priester, Nonnen an Zöglinge und Kinder ist eine Tatsache und stimmt. Stimmungsmache mag ich dabei nicht wahrnehmen. Eher habe ich ein Problem damit solche Verbrechen zu negieren oder solch Gewesenes zu verdrängen. Die Kampagne - es mag sogar eine sein - ist überfällig und war dringender denn je. Viel zu spät wurde diese Lawine losgetreten. Ich selber - als Betroffener - und als Zeuge anderer Vorkommnisse bei denen andere Kinder beteiligt waren - muss leider bestätigen - Pater, Nonnen und Priester haben sich nicht nur an Kinder vergangen sondern auch weltlich gesehen mehr strafbar gemacht. Der Kirche haben diese Verbrecher garantiert keinen Gefallen getan. Im Gegenteil: Ich verurteile die Presse, die Medien, die Politik, dass diesen bigotten Moralsexuellen Katholen eine Plattform geboten wird auf dieser sie sich noch austoben und offen auf Ankläger abschimpfen dürfen, während Betroffene schwindlig und der Ohnmacht nahe diesen Spott der Mixers und Co auch noch aushalten müssen. Goldelse, am 14. März 2010 um 18:23 ( Link ) Da sammeln sich wieder die Feinde der Katholiken, man ist kommunistisch braun und seit 1968 gut vernetzt, da kann man jedes Kirchenbushing im Keime ersticken, leider funktioniert das nicht mehr. Ich habe einen Kampfhund, einen sogenannten, mich haben die linken Medien seit 2000 diffamiert und in die rechte Ecke gestellt. Ich glaube Kampagnen nicht mehr und hinterfrage sie. Kurt_G Goldelse Und das Kirchenbushing ist eine, wette 1:1000. Zu gezielt ist die gleichzeitige mediale Empörung, Eva Herman und Hohmann lassen grüßen. Nein! Die erste Kampange trat einst Ulricke Meinhof los. Diese war damals so heute notwendig und überreif. Dass das Thema heute wieder durch die Gasse gepresst wird liegt einzig daran, dass die braunen/roten weltfremden Kuttentragenden Katholen seit Jahrzehnten diese Verbrechen ausgesessen, niedergeschwiegen haben und nichts taten diese Dinge zu unterbinden. Ein quasi Freibrief für die Täter und - jetzt werde eich mal politisch korrekt - TäterINNEN. Nicht einmal Schadenersatz oder Therapien haben diese Katholen geboten. Im Gegenteil. Sie haben die Opfer verhöhnt und tun es weiterhin. Den Anklägern rückten sie mit Verleumdungsanklagen (mittels Geldregen aus der Kirchensteuer) auf den Pelz. Allein der Papst schweigt. Das sagt alles. Lassen Sie sich gesagt sein: Das ist kein Bushing. Das Thema ist Real und dier Geister die durch die Presse gejagd werden wahr. Es wird Zeit diesen Verbrechern das Handwerk zu legen. Auch wenn es Ihnen schwer fällt. Ich war Zeuge und Betroffener. Und ich bin keineswegs eine braune Sumpfblüte und der Kommunisten ärgster Feind. fwh, am 14. März 2010 um 18:38 ( Link ) Donata, Kurt G., Kurt_G Wenn aber Fälle aus den 7oer und 80erm heute dazu mißbraucht werden, um eine Zerrbild der katholischen Priesternschaft oder des Zölibats insgesamt zu erzeugen, dann ist dies ebenso zu verurteilen, erst recht, wenn die Protagonisten ideologisch motiviert sind. Wer Kindesmißbrauch als eine Art katholisches Hobby darstellt, ist nun einmal ein Demagoge. Es war zumindest ein katholisches Hobby - wenn nicht sogar sexuelle Notwenidgkeit. Ich habe kein Mitleid für diese armseeligen Menschenbieger. Ich wurde - ausnahmslos von katholischen Frauen durch die Kindheit geprügelt. Nicht von Männern. Das kam erst später - während der Pubertät - im katholischen Internat nahe Paderborn. Mehr möchte ich mir nicht entlocken lassen. Vor Jahren berichtete ich in einem Telefonat der TK. Einfach mal bei ihr nachfragen wo sie sich in den 1970ger und 1980ger aufhielt. Reiner Vogels Mich als ev. Pfr. i. R. macht die Entwicklung wirklich traurig. Meine Position ist folgende: 1. Ganz gewiss handelt es sich bei der Kampagne der Mainstreammedien um eine bösartige Giftspritzerei, die einzig darauf zielt, eine der wenigen noch intakten Bollwerke (auch in der ev.Kirche gibt es solche Bollwerke noch, etwa die Evangelikalen. Gott sei Dank!) gegen die moralische Verkommenheit unserer Zeit sturmreif zu schießen. 2. Auf der anderen Seite finde ich es furchtbar, dass es die Fälle von Kinderschändung gegeben hat und dass Geistliche der linken Medienclique damit eine Steilvorlage geliefert haben. - Von den Opfern einmal ganz zu schweigen, deren Seelen verletzt worden sind. Ich bin überhaupt nicht schadenfroh, sondern fürchte, dass die Kampagne uns Christen insgesamt schadet. Ich vertraue aber uneingeschränkt darauf, dass die Führung der katholischen Kirche ernsthaft und konsequent daran arbeitet, dass alles aufgeklärt wird und dass die Täter, wenn es rechtlich möglich ist, vor Gericht gestellt werden. 3. Ganz abgesehen von den aufgedeckten Fällen von Kinderschändung, bin ich allerdings aus grundsätzlichen biblischen und theologischen Gründen der Überzeugung, dass der Zölibat ein verhängnisvoller Irrweg der katholischen Kirche ist. Ich kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen, wenn die aktuelle Aufregung einmal vorbei ist, sich die Sache noch einmal sorgfältig überlegen. Bei der Vorschrift der Ehelosigkeit für Priester handelt sich ja auch nach katholischem Verständnis nicht um ein Dogma, sondern um eine kirchengesetzliche Regelung. Die katholische Kirche ist frei, sie zu ändern. Hoffentlich denkt sie darüber nach. Kurt_G Ich vertraue aber uneingeschränkt darauf, dass die Führung der katholischen Kirche ernsthaft und konsequent daran arbeitet, dass alles aufgeklärt wird und dass die Täter, wenn es rechtlich möglich ist, vor Gericht gestellt werden. Niemand wird angeklagt oder vor Gericht gestellt. Wenn auf etwas in der kath. Kirche Verlass ist, dann darauf. Antje Vollmer - so die gesamte deutsche Politik in Berlin und auch auf auf Landesebene haben versagt und nichts erreicht. Ich glaube - nur darum gehts. Johann Hartmann, am 14. März 2010 um 19:02 ( Link ) Ich glaube schon, dass in katholischen Einrichtungen Missbrauch betrieben wurde. Und ich sehe auch, dass die Kirche versucht, die Sache auszusitzen. Und schließlich bin ich davon überzeugt, dass, wenn der Zwang zum Zölibat wegfallen würde, EINE Ursache für Missbräuche entfallen würde. Kurt_G @fwh, es riecht immer fauler, wenn mittlerweile schon "Fälle aus den 7oer und 80erm heute dazu mißbraucht werden, um eine Zerrbild der katholischen Priesternschaft oder des Zölibats insgesamt zu erzeugen" Weltfremdes Gebrassel. Seit 3 Jahrzehnten fordern ehemalige Heimkinder, sexuell und physisch Geschädigte am runden Tisch eine Lösung wie diesen Verbrechen zu begegnen sei. Viele Ankläger wurden mit Verleumdungsanklagen von der katholischen Kirche überzogen und in die Schranken gewiesen und zusätzlich verhöhnt und sie Lügner und Verleumder gescholten. Hier irrt die gesamte libertäre Liga. Wie Blinde von der Farbe faseln Sie hier rum. Nicht betroffen und weltfremd - im höchten Maße anhungslos. Das ist aber auch die einzige Entschuldigung die ich gelten lasse für das was Sie hier zum Thema von sich geben. Informieren Sie sich und halten einen Augenblick inne. Seit Jahrzehnten geht das Themna nämlich - leider und gezielt - an der Öffentlichkeit vorbei. Ca. 50 000 Betroffene im ganzen Land klagen an. Für den Fall Sie können nicht googlen habe ich hier etwas gepastet copiert. Antje Vollmer will ergebnisoffenen Runden Tisch für Heimkinder 17. Februar 2009 Die Grünen-Politikerin Antje Vollmer plädiert vor Beginn des Runden Tisches zum Schicksal ehemaliger Heimkinder für ergebnisoffene Gespräche. «Es geht nicht um eine Anti-Kirchen-Kampagne», sagte Vollmer am Dienstag im Deutschlandfunk. Für das Geschehene trage auch die Gesellschaft Verantwortung. Die Kirchen müssten sich jedoch «Fragen nach innen stellen». Es sei «besonders tragisch», dass es in den 50er und 60er Jahren Übergriffe in den überwiegend kirchlichen Einrichtungen gegeben habe. Diese kirchlichen Heime seien «nicht als Orte der Freiheit» entstanden, es habe «rigides Law-and-Order-Denken» geherrscht. Der Runde Tisch sei «kein Tribunal», sondern versammle beteiligte Einrichtungen, darunter Abgesandte beider Kirchen, der Caritas und der Diakonie, sagte Vollmer. Diese mögen «sich selber verpflichten, an einer Lösung zu arbeiten». Mit Blick auf mögliche Entschädigungszahlungen für Opfer sei «nichts ausgeschlossen, aber auch nichts garantiert». Es gebe keine gesetzlich bindenden Regelungen, ob und wie die Opfer zu entschädigen seien. Möglich sei ein Konsens mit Bund, Ländern und Kommunen, um «eine Lösung zu finden, die neu ist». Der Runde Tisch soll zweimal monatlich tagen und das Schicksal von ehemaligen Heiminsassen klären, die als Jugendliche in den 50er und 60er Jahren in Erziehungsheimen der Bundesrepublik misshandelt und missbraucht wurden. Der Runde Tisch war vom Petitionsausschuss des Bundestages aufgrund vieler Eingaben Betroffener im November beschlossen worden. Die ehemalige Bundestags-Vizepräsidentin Vollmer ist Vorsitzende des Runden Tisches. © 2009 News Adhoc / ddp Und auch das hier: http://www.schlaege.com/ Frei nach Nuhr: Einfach mal die Goschen halten. Rosenstein, am 14. März 2010 um 19:11 ( Link ) Ich fass es nicht. Jetzt wird schon Antje Vollmer bemüht. Da werden ja richtige Hochkaräter ins Feld geführt. fwh, am 14. März 2010 um 19:17 ( Link ) Kurt G. Kurt_G @Rosenstein Ich habe die Vollmer nicht berufen. Mag die auch nicht. Ich fand es eher kläglich als vorteilhaft und obendrein abenteuerlich. Die Frau rührt Sie zu Tränen wenn Sie ihr länger als 10 Min zuhören. Aber es gab niemanden der den Anklägern ein Sprachrohr war. Die Kirche hingegen war es die diese traurigen Stimmen sturmreif klagte. Niemand hielt durch was den miesen Erfolg rechtfertigte. Kaum jemand der sich traute gegen diese verkommene antijesuanische braunkutten Junta vorzugehen. Leider hatte ich keinen Einfluss auf diesen Tisch. Habe aber genug gesehen und gehört und kann als Augenzeuge fungieren. Wieviel Gschichten wollen Sie denn lesen? Schämen Sie sich. Realname, am 14. März 2010 um 19:22 ( Link ) Im Namen der Opfer: Ein widerlicher Beitrag!! Das ist an Schamlosigkeit nicht mehr zu übertreffen. Da haben die Exorzisten aus Rom ja noch allerhand zu tun! Haderach, am 14. März 2010 um 19:26 ( Link ) Ich bin Absolvent eines Benediktinergymnasiums und muß sagen, dass meiner Einschätzung nach mindestens 8 von 10 Priestern mit dem Zölibat nicht klarkommen, und eine abnorme bis gestörte Beziehung zu Sex haben. Kurt_G Nettiquette. Halten Sie sich darn. Ich tus. Was gabs, dass Sie hier maßregeln? Moralapostel gibts schon genug. Passt Ihnen der Gegenwind nicht? Wenns nicht anders geht soll auch hier meine Stimme weggemobbt werden. Versteh ich Sie da richtig fwh? Ich habe eher keinen verengten, durch persönliche Betroffenheit, verstellten Blickwinkel - @fwh. Ich konnte mir - im Gegensatz zu anderen - starker Rückenwinde und Vitamine - gewiss sein. Muß ich mich jetzt dafür entschuldigen? Wohl kaum! Kurt_G An unserer Schule waren die Neigungen des einen oder anderen Priesters ein offenes Geheimnis, wie weit sie ausgelebt wurden kann ich nicht sagen, vielleicht werde ich es bald in der Zeitung lesen. Da schreibt jemand der Ahnung hat. Daumen hoch dafür! Achja - viele haben "freiwillig" mitgemacht. Auch das war ein offenen Geheimnis. Es gab nämlich vieles als Gegenleistung. Sei es Schokolade oder einfach nur Nächstenliebe oder das täuschende Gefühl der Geborgenheit. Was wusste denn schon ein Kind? Die perfiden Methoden jener Patres waren widerlich und ekelhaft. Rosenstein, am 14. März 2010 um 19:32 ( Link ) @Kurt_G Bei der katholischen Kirche, stelle ich mir jedoch schon lange die Frage, wie man gestrickt sein muss, um das Zölibat zu akzeptieren. Das muß doch fast zwangsläufig in Perversionen enden. fwh, am 14. März 2010 um 19:38 ( Link ) Kurt G. Kurt_G @Rosenstein Nett - dass Sie im gewissen Sinne einlenken. Ich habe Antje Vollmer nie gemocht. Der Tisch war zum Scheietrn verurteielt. Von vorn herein. Aber sie hat sich - das muss man gestehen und auch anerkennen - für diese Leute eingesetzt. Leider nur mit mäßigem Erfolg. Möglicherweise war das auch Absicht. Egal: Das Thema - das muß man wissen - geht ja schon mehrere Jahrzehnte durch alle deutschen Gerichte. Zig Petitionen und Anträge wurden von der Kath. Kirche mittels viel Geld und Einfluss abgeschemttert und abgewehrt. Darum konnten diese Bestien weiterhin ihren Schandtaten nachgehen. Auch - weil kein weltliches Gericht sich traute diesen Widerlingen das Handwerk zu legen. So und nicht anderes sehen Tatsachen aus. Rosenstein, am 14. März 2010 um 19:44 ( Link ) @Kurt_G Jürgen Hodler, am 14. März 2010 um 19:48 ( Link ) @Reiner Vogels Ich bin überhaupt nicht schadenfroh, sondern fürchte, dass die Kampagne uns Christen insgesamt schadet. Dies ist gewiß nicht die erste und auch nicht die letzte Kampagne, welche die Kirche zu überstehen hat. Oder deutlicher: Zu widerstehen hat. Wie heißt es im Rund des Petersdoms: "Die Pforten der Hölle werden euch nicht überwältigen". Dann darf hier freilich hinzugefügt werden, daß die geradezu epidemieartige Zuwendung zahlreicher Christen zu Demosgötzenkult und liberalem Pluralismus weitaus mehr Schaden angerichtet hat, als es eine von heuchlerischen Humanisten losgetretene Kampagne jemals könnte. Soll ich Ihnen diese Punkte - wie man neudeutsch zu sagen pflegt - aufdröseln? Darauf sind Sie wohl kaum erpicht. Bei der Vorschrift der Ehelosigkeit für Priester handelt sich ja auch nach katholischem Verständnis nicht um ein Dogma, sondern um eine kirchengesetzliche Regelung. Die katholische Kirche ist frei, sie zu ändern. Hoffentlich denkt sie darüber nach. Es ist natürlich klar, daß dieser Anwurf noch kommen mußte. Alles Gute kommt bekanntlich zum Schluß. Nun haben Sie freilich richtig erkannt, daß es sich dabei um eine kirchengesetzliche Regelung innerhalb der katholischen Kirche handelt. Dann frage ich aber ganz verdutzt, was dies nun einen protestantischen Laienprediger i. R. anzugehen hat? Als ob damit auch nur ein einziger Mißbrauchsfall verhindert worden wäre. Wahrscheinlich wäre im heutigen Umfeld insbesondere in den deutschen Pristerseminaren, wo man sich anscheinend eher in Liberalismuskunde als in der Glaubensvertiefung übt, wohl eher das krasse Gegenteil der Fall. Man würde sich nur jene Probleme ins Haus holen, welche bei den Protestanten - siehe die ehemalige Protestantenführerin Käßmann - schon längst zum Alltag gehören. Aber die werden heutzutage ja unter den Kategorien Natürlichkeit und Normalität verbucht. Haderach, am 14. März 2010 um 19:51 ( Link ) @Kurt G Kurt_G Ich hasse den Spiegel - schreibe aber auch dort: http://forum.spiegel.de/ Lesen Sie - dann haben Sie zigtausend Lösungsvorschläge. Es muss etwas passieren - das steht für mich ausser Frage. Die Kirche muß weg von der reinen Verwaltungskirche und muß hin zum Jesuanischen. Nicht zu verwechseln mit Jesuitischen. Vielleicht wäre es ratsamer den Sesselfurzer ausscheiden zu lassen, ihn in die Rente zu entlassen samtseiner roten Pantinen und einen Jüngeren auf den Thron zu setzen. Vielleicht sogar einen Farbigen ... Hauptsache einen mit Weltblick und jesuanischem Christenbild. Rosenstein, am 14. März 2010 um 20:01 ( Link ) @ Kurt_G quer, am 14. März 2010 um 20:09 ( Link ) Die bekannten Mißbräuche fanden überwiegend in den 70‘ und 80’er Jahren statt. Wollen doch mal sehen, was so die Grünen und ihr Anhang zum Thema Pädosex und Päderasten so alles verständnisvoll zu sagen wußten: In seiner Autobiographie schildert Daniel Cohn-Bendit, wie er in seiner Zeit (70’er Jahre) als Kindergärtner Kindersex ausübte. Ein Artikel in der „BILD“ v. 14.2.1985: Zitat Ende Und aus welcher Ecke schallt es heute am lautesten, wenn man hoffen kann, damit die (letzte?) Bastion für das Leben und die Familie existenzbedrohend treffen zu können? Welche politische Richtung wird von diesen Herrschaften meist bevorzugt? Peter Janowitz, am 14. März 2010 um 20:12 ( Link ) Daß es katholische Mißbräuche gab und diese lange Zeit schändlichst vertuscht worden sind, steht außer Frage. Jürgen Hodler, am 14. März 2010 um 20:18 ( Link ) @Rosenstein Wenn es wahr ist, dass - wie von Haderach nochmal deutlich gemacht - das Zölibat die Wurzel dieser Perversion ist, was ist zu tun um die Schüler die heute in diesen Einrichtungen sind zu schützen? Da bedarf es dann wohl auch eins "runden Tisches". Dieses Kultsymbol wird von den demokratischen Schlangenbeschwörern stets dann bemüht, wenn sie mit ihrem Latein restlos am Ende sind. Da glaubt man dann - freilich ganz liberal pluralistisch -, daß aus der Beliebigkeit der Meinungen in ihrer grundsätzlichen Gegenseitigkeit so etwas wie eine Wahrheit hervorgehen könnte. Eine wahrhaft irrige Vorstellung. Ein derartiges Vorhaben, dem weder eine wie auch immer geartete Ethik oder gar eine neue "Humanität" entspringen kann, ist sowohl philosophisch als auch psychologisch von vornherein zum Scheitern verurteilt. Dann hat mich natürlich die folgende Formulierung erquickt: "Was Haderach nochmals deutlich gemacht hat". Ja hier wäre dann zu fragen, welche Kompetenz diesen Herrn zu diesem Urteil ermächtigt. Die bloße Anschauung? Man will's grad glauben. Dabei ist es eine durchaus wissenschaftlich erwiesene Tatsache, daß der Zölibat nicht ursächlich für gewisse Mißbrauchsfälle in kirchlichen Einrichtungen ist. Die eigentlich sexuelle Orientierung ist ja bereits mit dem 15. oder spätestens dem 16. Lebensjahr abgeschlossen. In diesem Alter wird gewiß noch niemand zum Priester geweiht. Da will man dann schon fragen, warum jemand, der bereits in jungem Alter pädophile Neigungen verspürt, eine langjährige Ausbildung in Kauf nimmt, um dann vielleicht mit dem Objekt der eigenen Begierden in Berührung zu kommen? Das will ich ausschließen. In staatlichen oder privaten Bildungseinrichtungen - siehe insbesondere die dem Menschenrechtsaberglaube und "humanistischen Werten" verpflichtete Odenwald-Schule - bekommt der dies weitaus billiger und vor allem schneller. Aus diesem Grunde treten Mißbrauchsfälle in den vorhergehend genannten Einrichtungen auch wesentlich häufiger auf. Die Angriffe auf den Zölibat, welcher von Papst Benedikt zurecht als Gnade Gottes und prophetischer Hinweis auf das Reich Gottes Kurt_G Die Angriffe auf den Zölibat, welcher von Papst Benedikt zurecht als Gnade Gottes und prophetischer Hinweis auf das Reich Gottes Mir erscheint aber hier im Spannungsfeld Nun steht die RKK und mit ihr die Jesuiten seit Januar mit dem Rücken zur Wand, weil nebst den Heimen auch Internate und Sakristeien und Pfarrhäuser etc. sich im Brennpunkt befinden – und zwar weltweit – und besonders die (schwache)Kooperation mit staatlichen Ermittlungsbehörden. Dies spitzte sich in den letzten zwei Wochen durch ständig neue Missbräuche zu. Und dabei hat die Kirche ein Glaubwürdigkeitsproblem, da sich ausgerechnet die „Liberalen“ auf dem Feld „law and order“ profilieren. Das ganze Getöse um die Verlängerung der Verjährungsfrist steht ja – da keine rückwirkenden Verlängerungen möglich sein dürften und somit wirklich alle bekannten Fälle der 40-80er-Jahre strafrechtlich nicht mehr verfolgbar sind – auch unter einem fragwürdigen Stern.... Denn die Missbräuche / Gewalt sind seit vielen jahren bekannt, bislang waren die aber eher ein „Frauenproblem“- Seit januar ist es ein Männerproblem. Das jetzt gehandelt werden mußte steht ausser Frage. Millionen an Steuerzahler müssen die Therapien dieser armen Geschöpfe bezahlen. Die Summen gingen in die Millarden. Die Kirche bleibt bei Ihrem "nein" an Hilfe und der Verweigerung den Schaden anzuerkennen. Dass jetzt die Medien und Menschen zurückschlagen ist mehr als recht. Das Thema ist bei weitem noch nicht ausgestanden. Ein Attentat auf den Fundi in Rom schließe ich persönlich nicht aus. Möglich ist alles. Ich kenne die Kranken und Verbitterten. Mein Appel an die Kirche. Veramscht euer Kapital und zahlt die Geschädigten aus. So - wie einst die polnischen und russischen Landarbeiter die wie Sklaven im Dienste der Lirche im II WK standen. Nur so werdet Ihr wieder glaubwürdig. Kurt_G Derweil haben sich in den Niederlanden 350 Opfer gemeldet. http://www.nrc.nl/binnenland/article...vens_internaat http://www.parool.nl/static/FOTO/pe/...ium_210961.jpg Rosenstein, am 14. März 2010 um 20:41 ( Link ) @Jürgen Hodler Dies natürlich aus der Sicht von einem, dem diese Welt völlig fremd ist und der es durchaus für möglich hält, dass der natürliche Sexualtrieb die hehren Ziele auch nach längerer Zeit zu besiegen vermag. In der Aufhebung des Zölibats mag ja vielleicht auch die Lösung für die katholische Kirche liegen. Eine Lösung, die sich freilich für die, dem "Menschenrechtsaberglaube und humanistischen Werten verpflichtete Odenwald-Schule" nicht bietet. Bolkonskij, am 14. März 2010 um 20:42 ( Link ) Ob Karl_Gs Erzählungen stimmen, kann und mag ich nicht beurteilen. In einer Sache hat er aber vollkommen recht, die Katholische Kirche ist zu einer Art Wohlfahrtunternehmen degeneriert und zweifellos hat sich das Böse seinen Weg in die Mauern geschlagen. Dort wütet es nun und versucht die Kirche von innen heraus zu zerstören. Wer wirklich verstehen will, wie schlecht es um die r-k Kirche steht, der erlebe die meisten Priester mal bei theologischen Diskussionen. Es ist erschütternd - Jürgen Hodler hat es hier heute schon vollkommen richtig angemerkt, bezogen auf die Priesterseminare. (Übrigens, hab ich was verpasst oder sind von den ach so extremen Piusbrüdern irgendwelche Mißbrauchsfälle bekannt? Die Medien würden sich ja mit Wonnne draufstürzen...?) Ich bin zwar kein Katholik, wenn auch katholisch (anderes Thema) aber es wäre der r-k Kirche wirklich zu wünschen, man würde sich komplett neu aufstellen und wieder nur mehr dem Glauben widmen. Auch wenn dies bedeutet, dass man viele Diäzösen aufgeben muss und endlich die Abhängigkeit von der Kirchensteuer beendet. Zurück zum Ursprung! Eines ist allerdings völliger Mumpitz: Von sexueller Enthaltsamkeit, also weil man nicht 2x wöchentlich schnackseln darf, wird keiner zum Kinderficker. Pardon, aber das muss mal so gesagt werden. Wenn das nämlich so wäre, hätten wir 20x soviele Mißbrauchsfälle. Der "Trigger" muss etwas anderes sein... Robert K., am 14. März 2010 um 20:52 ( Link ) Seit einiger Zeit lese ich hier mit, einige Artikel sind wirklich ganz ausgezeichnet, einige wiederum sind derart schlecht - wie auch dieser hier - dass selbst journalistische Mindeststandards verfehlt werden. Aber wie kommt es, dass man sich hier einerseits dem Liberalismus verschrieben hat, und dann ständig angestrengt die katholische Kirche verteidigt? 1. ef wendet sich gegen eine geringere Steuerquote, weniger Beamten usw. Der ganze kirchliche Apparat wird vom deutschen Steuerzahler bezahlt, Bischöfe, Priester, Diakone.. Die Kirchensteuer dient nur zu einem sehr geringen Teil karitativen Zwecken, insgesamt wir die Kirche zu einem sehr großen Teil subventioniert. In einigen Gemeiden haben ziehen die Kirchen jahrhundertalte Steuern ein (s. z.B.: http://www.youtube.com/watch?v=ECjbLm41MkA) 2. ef setzt sich für liberalere Gesetzgebung ein, weniger Verbote, mehr Eigenbestimmung Im kirchlichen Arbeitsrecht kann man Geschiedene, Wiederverheiratete, Homosexuelle kündigen. Dafür gibt es ein eigenes Arbeitsrecht, mehr Gesetze, mehr Bürokratie, weniger Freiheit. Oder ist das die Freiheit der Anderen, die es nicht wert ist verteidigt zu werden? Rosenstein, am 14. März 2010 um 20:57 ( Link ) "Oder ist das die Freiheit der Anderen, die es nicht wert ist verteidigt zu werden?" und da ist sie wieder, die Rosa, im scheinliberalen Mäntelchen Jürgen Hodler, am 14. März 2010 um 21:00 ( Link ) @Rosenstein Dies natürlich aus der Sicht von einem, dem diese Welt völlig fremd ist und der es durchaus für möglich hält, dass der natürliche Sexualtrieb die hehren Ziele auch nach längerer Zeit zu besiegen vermag. In der Aufhebung des Zölibats mag ja vielleicht auch die Lösung für die katholische Kirche liegen. Dabei ist die Welt doch niemandem so fremd wie einem "Aufgeklärten". Aber zumindest mutiert die Gewißheit zu einem "mag ja vielleicht". Nur ändert das wohl nichts daran, daß eben dieses "vielleicht" gewiß keinen objektiven Kriterien standhält. Es enstspringt lediglich einem dumpfen Gefühl. Nicht mehr, nicht weniger! Aber das eigentliche Motiv sollte dennoch klar sein. Goldelse, am 14. März 2010 um 21:01 ( Link ) @all Kurt_G Wenn das nämlich so wäre, hätten wir 20x soviele Mißbrauchsfälle. Der "Trigger" muss etwas anderes sein... Richtig! Macht ausüben ohne verantwortlich gemacht werden zu können. Eigene sexuelle Phantasien deshalb ungestraft ausleben dürfen. Abnorme müssen im richtigen Leben viel Geld dafür bezahlen. Grund für solche sexuellen Abnorme Lüste ist zum einen die perverse katholische (ist allen Religionen gleich) Sexualmoral die Sexualität als Unausprechlich über Jahrhunderte predigte und Sex nur nach Heirat und gleicher Konfession erlaubte. Und zum anderen die widernatürliche Herangehensweise (im Hexenhammer beschrieben) an Frau über Jahrunderte hinweg. Ja ja - macht euch das Weib untertan. Und wenns nicht das Weib sein kann dann die Knaben .. Buchtipps für Leute die einen unerschütterlichen Glauben an das Katholentum praktizieren. * Gottes erste Diener, Die dunkle Seite des Papsttums, 576 Seiten, 2005, ISBN 978-3-453-60015-7 Auszug - die dunkle Seite des Katholizismus! PÄPSTE Ein katholischer Theologe hat eine historische Bilanz des Papsttums vorgelegt - eine Dokumentation des Machtmißbrauchs, der Denunziation, sadistischer Grausamkeiten und sexueller Exzesse. Als er Papst wurde, war Johannes XII. wahrscheinlich erst 16, höchstens 18 Jahre alt. Das jugendliche Alter mag eine der Ursachen gewesen sein, weshalb sich beim obersten Hirten der rechte Ernst nicht einstellen wollte. Aus Übermut ließ Johannes seine 2000 Pferde schon mal mit weingetränkten Mandeln und Feigen füttern. Und auf Frauen war er so scharf, daß Rom-Pilgerinnen vor dem Betreten der Lateranbasilika, der damaligen Papst-Kirche, vor seinen Zudringlichkeiten gewarnt werden mußten. Obwohl er sich trotz Zölibats schon einen Harem zugelegt hatte, schlief der Heilige Vater auch noch mit seiner Mutter. Der Tod ereilte den lüsternen Mittzwanziger beim Beischlaf. Der Ehemann der Bettgenossin überraschte den Führer der Christenheit in flagranti und erledigte die Angelegenheit mit einem Hammerschlag auf den Hinterkopf - nicht der einzige Papst, der in einem fremden Ehebett zu Tode kam. Daß die "dunkle Seite des Papsttums" weit Schlimmeres enthält als Anekdoten über das fleischliche Verlangen der Päpste, belegt das "Werk eines Freundes, nicht eines Feindes", der Kirche, das seit Anfang März in deutscher Sprache auf dem Markt ist*. Der Autor, der Ire Peter de Rosa, 56, hat Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom studiert, war Professor für Metaphysik und Ethik im englischen "Westminister Diocesean Seminary" und am Corpus Christi College in London, bis er schließlich 1970 sein Priesteramt aufgab und heiratete. Die - zumeist auf englischsprachigen Quellen basierende - Untersuchung der Moral der Päpste ist "über 30 Jahre hinweg langsam in meinem Denken gewachsen" - also kein aus aktuellem Anlaß flott hingeschriebenes Sachbuch, obgleich es im rechten Augenblick erscheint: Der Zentralismus des derzeitigen Heiligen Vaters läßt das päpstliche Amt so fraglich erscheinen wie seit langem nicht mehr. De Rosas Überblick über 1950 Jahre Papstgeschichte zeigt, daß Johannes Paul II. wie die Mehrzahl seiner 263 Vorgänger amtiert. Denn, so de Rosas Fazit: "Die größte Sünde des Papsttums und Quelle der meisten anderen Sünden war der Mißbrauch seiner riesigen Macht." Aus jener Religion, die ursprünglich einmal "stolz darauf war, durch Leiden über Verfolgung zu siegen", wurde aufgrund päpstlichen Machtwahns "die am meisten verfolgende Religion, die die Welt je sah". Der Verfall des Papsttums begann bereits anno 312 an der Milvischen Brücke mit dem Sieg des römischen Kaisers Konstantin über dessen Rivalen Maxentius. Weil der Kaiser die stattliche Anzahl abgeschlachteter Gegner dem Gott der Christen zuschrieb, verschaffte er dem Christentum mit dem Edikt von Mailand ("Jedermann seinen eigenen Glauben, wie er will") erstmals Religionsfreiheit. Im Jahre 380 wurde das Christentum schließlich gar Staatsreligion - Beginn des "fatalen Bündnisses zwischen Cäsar und Papst, Thron und Altar" (de Rosa). Nie mehr, selbst nicht im Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965), billigte die katholische Kirche anderen jene uneingeschränkte Freiheit des Ediktes von Mailand zu, aufgrund derer sie selbst erst groß werden konnte. Das Papsttum verstand unter Freiheit zunehmend vor allem das Abschütteln der wichtigsten Verhaltensregeln Jesu. Viele Päpste, so de Rosas Bilanz, "waren kaum Christen", "mehrere waren Mörder", "brutale Kriegsherren", "wenigstens einer war Teufelsanbeter", die Mehrzahl "besessen von Macht und Besitz". Einen frühen Sündenfall des Papsttums hatte zu Beginn des zehnten Jahrhunderts Sergius III. zu verantworten. Er brachte seinen Vorgänger Leo V. um und wurde, offiziell zölibatär lebend, im Lateranpalast mit der 15jährigen Marozia intim. Die Schöne gebar ihrem päpstlichen Liebhaber den späteren Papst Johannes XI. Zuvor allerdings war Marozias Mutter Theodora an der Reihe: Sie sorgte mit dafür, daß ihr Lebensgefährte, der Bischof von Bologna, erst Erzbischof von Ravenna und dann Papst Johannes X. wurde. Das Damen-Duett gehört zu den erfolgreichsten Papstmachern der Geschichte. Innerhalb weniger Jahrzehnte mischten die beiden bei der Inthronisation von immerhin acht Päpsten mit - und beseitigten sie bei Bedarf auch wieder. So ließ Marozia Papst Johannes X., den Geliebten ihrer Mutter, gefangennehmen und ersticken - das schaffte Platz für Marozias Sohn Johannes XI. Derlei Intrigen und Gewalttaten waren damals, im sogenannten dunklen Jahrhundert, keine Ausrutscher. Benedikt V. beispielsweise floh 964 aus Rom mit der gesamten päpstlichen Kasse, nachdem er ein junges Mädchen entjungfert hatte. Ermordet wurde er zwei Jahre später von einem eifersüchtigen Ehemann. Die Leiche wies an die 100 Dolchstiche auf. Ein grundsätzlicher Abfall von den Gedanken Jesu begann mit Gregor VII., dem letzten Papst, der zu seiner Ernennung die kaiserliche Bestätigung brauchte. Gregor drehte den Spieß um: Er machte sich 1073 zum ersten Papst, der einen Kaiser absetzte. Allein 75 blutige Schlachten gehen auf Gregors Fehde mit Kaiser Heinrich IV. zurück - "Beginn der Blütezeit des Papsttums", wie diese Phase in kirchlich autorisierten Geschichtsbüchern gern genannt wird. Mit üblen Tricks überlistete Gregor den Kaiser: Er richtete, nach de Rosas Quellen, eine Werkstatt für Dokumentenfälschung ein, in der er nach Bedarf angeblich uralte historische Urkunden produzieren ließ. Das hatte vor ihm schon Papst Stephan III. erfolgreich ausprobiert, der die "Konstantinische Schenkung" hervorzog - eine gefälschte Urkunde, in der Kaiser Konstantin der Kirche im vierten Jahrhundert angeblich das halbe Abendland samt der Oberhoheit über Bischöfe und Kaiser vermacht hatte. Erst 1789 gab Pius VI. auf Anfrage von deutschen Bischöfen die Fälschung zu. In den gefälschten Urkunden Gregors VII. stand, was sich der Papst für sein Amt an Machtzuwachs wünschte, beispielsweise: Niemand auf Erden kann über den Papst urteilen. Die Römische Kirche hat nie geirrt und kann bis zum Ende der Zeiten nie irren. Allein der Papst kann Bischöfe absetzen. Er kann Kaiser und Könige absetzen. Seither wurde die Exkommunikation in Europa für Jahrhunderte zur politischen Waffe. Immerhin 95 Päpste nach Gregor VII. behaupteten von sich, göttliche Autorität zum Absetzen von Staatsoberhäuptern zu besitzen. Aufgrund von Fälschungen autorisiert, verpflichtete Gregor alle Bischöfe zum Treueid auf den Papst, Kleriker erneut zum Zölibat. Bis heute betrachten sich die römischen Päpste als die eigentlichen Bischöfe jeder Diözese; die amtierenden Bischöfe sind in ihren Augen nur päpstliche Vollstreckungsbeamte. Die Hybris der Päpste war grenzenlos. Unter Innozenz III. (1198 bis 1216) wurde aus dem "Stellvertreter Petri" der "Stellvertreter unseres Erlösers Jesus Christus" und "Beherrscher der Welt". Jeder Kleriker, lehrte er, müsse "dem Papst gehorchen, selbst wenn er Böses befiehlt", denn: "Niemand kann über den Papst urteilen." Innozenz' Nachfolger setzten noch einiges drauf: Gregor IX. nannte sich "Herr und Meister über das Universum, sowohl Dinge als auch Menschen", Innozenz IV. sah sich als die "leibliche Gegenwart Christi". Und Bonifaz VIII. verkündete, "daß es für jedes Geschöpf zur Erlösung unbedingt erforderlich ist, dem römischen Oberhirten untertan zu sein". Die Wahn-Ideen blieben nicht folgenlos. Papst Innozenz III. hetzte Inquisitionskommandos, die SS des Mittelalters, auf sogenannte Ketzer. Er ließ Zigtausende Albingenser niedermetzeln, die nichts anderes als ein Leben nach dem Evangelium führen wollten. Eine kaum noch vorstellbare Mordlust der Päpste versetzte Europa über Jahrhunderte in Angst. Von Papst Johannes XXII. erzählte Anfang des 14. Jahrhunderts ein Zeitgenosse: "Das Blut, das er vergossen hat, hätte den Bodensee rot gefärbt, und die Leichen der Gefallenen hätten ihn von Ufer zu Ufer überbrückt." Auch die Toten, die 150 Jahre später Sixtus IV. durch Ketzerverbrennungen und von ihm geschürte Kriege produzierte, sind unzählbar. Ein Chronist: "Er watete mitratief in Verbrechen und Blutvergießen." Das Geld für seine Unternehmungen wie für sein ausschweifendes Leben verschaffte sich Sixtus unter anderem dadurch, daß er an die Bordelle Roms Lizenzen vergab oder sogenannte Ablässe verkaufen ließ. Durch den Kauf eines Ablasses, so machten zahlreiche Päpste Europas den Christen weis, könne für Verstorbene Nachlaß von Sündenstrafen erwirkt werden - je höher die Zahlung, um so größer der Nachlaß. Um die christlichen Untertanen trotz langsam beginnender Aufklärung unmündig zu halten, führte Paul IV. 1559 den "Index der verbotenen Bücher" ein - erst vor 23 Jahren wurde er offiziell abgeschafft. Im Jahr 1713 verbot Clemens XI. Laien die Bibellektüre; Bücherverbrennungen gehörten zum Alltag. Zur Ketzerverfolgung gesellte sich im 15. Jahrhundert die Verfolgung der "Hexen". Bis dahin galt es als Widerspruch zum Glauben, den Hexen teufliche Kräfte zuzumessen. Seit Innozenz VIII. war es plötzlich lebensgefährliche Ketzerei, solche Kräfte zu leugnen. Die Änderung der päpstlichen Lehrmeinungen wurde damit erklärt, daß früher eine harmlose und nunmehr eine neue, gefährliche Hexenrasse am Werk sei. In der Folge brach unter Europas Christen, insbesondere den Frauen, ein über 300 Jahre währendes Inferno los, das mit seinen Denunziationen, Willkürprozessen, Folterkammern und Todesarten an sadistischer Grausamkeit bis heute unerreicht ist. Geschätzte Zahlen der im päpstlichen Auftrag ermordeten Frauen: zwischen 300 000 und 3 Millionen. Bis ins 19. Jahrhundert waren die Päpste auch Initiatoren der Unmenschlichkeiten gegen die Juden. Nach Angaben de Rosas haben die Päpste über 100 antisemitische Dokumente publiziert. So konnte Hitler 1936 dem Osnabrücker Bischof Wilhelm Berning sagen, in der Judenfrage tue er "nur, was die Kirche seit 1500 Jahren tut". Auf päpstliches Geheiß mußten Juden "Schandzeichen" tragen, durften keinen Kontakt mit Christen haben, kein Verwaltungsamt übernehmen, mußten in Gettos wohnen, wurden ausgewiesen, während der Kreuzzüge zu Tausenden niedergemetzelt. Noch Pius IX. schickte Mitte des 19. Jahrhunderts, als die meisten Staaten die Juden frei leben ließen, einen Juden ins Gefängnis, weil er es gewagt hatte, seine Wäsche von einer Christin waschen zu lassen. Und Pius X. jammerte noch 1904: "Die Juden haben Unseren Herrn nicht anerkannt. Wir können die Juden nicht anerkennen." Erst Johannes XXIII. brach mit dieser inhumanen Tradition. Bereits während der Nazizeit - als Pius XII. zu den Judenmorden diplomatisch schwieg - ließ Johannes, damals Päpstlicher Gesandter in der Türkei und in Griechenland, für Juden massenweise gefälschte Taufscheine ausstellen. Und als Papst erklärte er den Juden der Welt: "Ich bin Josef, euer Bruder." Seine Nachfolger Paul VI. und Johannes Paul II. fanden zu so uneingeschränkter Nähe nicht wieder zurück. Nur der Druck von außen - die protestantischen Kirchen und Fürsten, die Französische Revolution, Aufklärung und Liberalismus - hatten im 19. Jahrhundert die von den Päpsten jahrhundertelang inszenierten Unmenschlichkeiten etwas eingedämmt. Der Kirchenstaat, der weltliche Herrschaftsbesitz des Papstes, blieb bis zu seiner Auflösung im Jahre 1870 "ein Polizeistaat unter päpstlicher Flagge" (de Rosa). Als der italienische Staatsmann Camillo Cavour damals für "eine freie Kirche und einen freien Staat" plädierte, verwarf Pius IX. das Ansinnen als Ketzerei. Gegen die Aufgabe des Kirchenstaates sträubte sich Pius bis zuletzt - obgleich das Volk im Kirchenstaat, wie Abstimmungen zeigten, 1000 zu 1 gegen den Papst votierte. Später verbot der Papst den Katholiken Italiens, am demokratischen Prozeß mitzuwirken, ob als Wähler oder Kandidaten. Um den Verlust weltlicher Macht durch Zuwachs an geistlichem Einfluß zu kompensieren, beschloß Pius IX., 1869 ein Konzil in den Vatikan zu berufen und sich dort von den Bischöfen der Welt zwei Herzensanliegen als von Gott offenbarte Wahrheiten dogmatisieren zu lassen: die bislang schon praktizierte absolute Oberhoheit des Papstes über die Kirche, den sogenannten päpstlichen Primat sowie als Novum die päpstliche Unfehlbarkeit in Glaubens- und Sittenfragen, unabhängig von einem Konzil. Die entscheidende Abstimmung auf diesem Ersten Vatikanischen Konzil ging 1870 zugunsten des Papstes aus, allerdings unter schamlosen Erpressungsmaßnahmen der Kurie. "Diesem Konzil", klagte damals der jugoslawische Bischof Joseph Georg Stroßmayer, "fehlt es sowohl an Freiheit als auch an Wahrheit." 140 Bischöfe waren aus Protest vor der Abstimmung abgereist. Von den 532 noch anwesenden waren rund 300 vom Papst finanziell völlig abhängig. De Rosa: "Absolute Macht hatte sich eine absolute ,Wahrheit' zurechtgemacht." Die beiden Dogmen gelten bis heute. Der Versuch, die päpstlichen Machtansprüche auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil zu korrigieren, scheiterte 1964/65 am Widerstand Pauls VI., der das Konzil an Stelle des verstorbenen Johannes XXIII. zu Ende führte - Papsttum nach den Prinzipien des Mittelalters. Darin besteht für Buch-Autor de Rosa "das eigentliche Mysterium": Weshalb es angesichts der Papstgeschichte das Papsttum "überhaupt noch gibt". Und? Wird es ab 2010 jetzt besser? Uta Ranke-Heinemann sagt nein, und benennt zur Begründung u.a. das Beispiel des Kardinals von Boston, Bernhard Francis Law, der zwar in 2002 zurücktrat, weil er durch das ständige Versetzen von pädophilen Priestern und durch das Verheimlichen von Missbrauchsfällen vor staatlichen Behörden großen Schaden angerichtet hatte, danach allerdings ein hohes Amt im Vatikan bekam. Rosenstein, am 14. März 2010 um 21:10 ( Link ) @Jürgen Hodler Aber "vielleicht" käme es ja auf einen Versuch an. Wer würde das Zölibat den schon vermissen? Jürgen Hodler, am 14. März 2010 um 21:18 ( Link ) @Kurt G. Glaubwürdig gegenüber wem? Kirchenhassenden "Humanisten" und Liberalisten? Man will dann grad glauben, daß von nun an alle Angriffe gegen die Kirche ein sofortiges Ende hätten. So wie im Vorfeld des zweiten Vaticanums, als die jüdische Freimaurersekte B'nai B'rith folgende Losung ausgab: Gebt uns die Religionsfreiheit und wir stellen alle Angriffe gegen die Kirche ein. Wer's glaubt wird selig und die Nachkonzilsära spricht in dieser Hinsicht auch für sich. Und ihr flammender Appell? Den interessiert in Rom nun wirklich niemand. Da nehmen Sie sich selbst zu wichtig. Ja man will hier gar eine narzißtische Störung vermuten. Nun werde ich, werter Kurt G., gewiß nicht abstreiten, daß es vereinzelt zu sexuellem Mißbrauch kam. Die Kirche ist gewiß - auch wenn's dem Zerrbild der "Humanisten" nicht entsprechen mag - keine "perfekte Gesellschaft". Sie ist der mysthische Leib Christi mit menschlicher Schwäche. Und freilich ist auch das Böse stets versucht Einzug zu halten. So war's 1789, als abtrünnige katholische Geistliche einen Eid auf Menschenrechtskult und Papierverfassung leisteten und zum Liberalismus überliefen. So war's in Lateinamerika, als man wohl einige Kirchen im Zuge dieser sog. "Befreiungstheologie" wahrscheinlich nur mit einer schußsicheren Weste betreten konnte. So war's während des zweiten Vaticanums, als mit dem Liberalismus der Rauch Satans endgültig Einzug in den heiligen Hallen Roms hielt. Und so ist's auch heute noch, wenn sich Würdenträger an Schutzbefohlenen auf schändliche Art und Weise vergreifen. Wie heißt es nochmals im Korintherbrief? “Oder wißt ihr nicht, daß Ungerechte keinen Anteil am Reiche Gottes haben werden? Gebt euch keiner Täuschung hin! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Weichlinge, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden Anteil haben am Reiche Gottes.” Und dann ist auch unbestritten, daß bewiesene Fälle einer strikten Aufarbeitung bedürfen. Aber - und dies will betont sein - nur innerkirchlich unter Einbeziehung der Opfer. "Humanisten" und sonstiges Lügenvolk vom Schlage der FDP-Funktionärin Leutheuser-Schnarrenberger haben hier nichts verloren. Diesen ruchlosen Gestalten fehlt nämlich jedwede moralische Kompetenz. Kurt_G Die Kirche ist eine terroristische Vereinigung! Eine terroristische Vereinigung (deutscher Rechtsbegriff seit 1976) oder terroristische Organisation (Vereinte Nationen) ist eine auf eine längere Dauer angelegte Organisation mehrerer Personen (Terroristen), deren Ziel es ist, durch Handlungen, die unter rechtsstaatlichen Voraussetzungen als Straftaten bewertet werden, vor allem politische Ziele zu erreichen, die etwa von religiösen oder wirtschaftlichen Motiven begleitet sein können. Terroristische Vereinigungen versuchen durch Gewaltaktionen Schrecken (lat. terror) in einem Land zu erzeugen, um ihre Ziele zu erreichen. Die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung oder die Bildung einer solchen Organisation ist in Deutschland und vielen anderen Staaten strafbar. Ich kann jedem empfehlen, nachzuverfolgen, wie die großen Skandale in den USA und Irland ihren Anfang genommen haben und wie die Katholenfürste in den jeweiligen Länder darauf reagiert anfangs reagiert haben. Die Parallelen in der widerlichen Verlogenheit, dem Vertuschen, dem Leugnen, dem "Die-Anderen-Sind-Aber-Schlimmer" und schließlich dem erbärmlichen Schauspiel an der unvermeidlichen Aufklärung mitwirken zu wollen um Einfluß zu nehmen, sind eindeutig. Standardverhalten erwischter Katholen anscheinend. Nein, was die Mißbräuche innerhalb der Kirche angeht, gibt es keine andere gesellschaftliche Parallele. Falls hier einige Gotteskrieger andere Meinung sind, forder ich sie hiermit auf hier belegbar einen Vergleichbaren nicht-religösen Fall von Mißbrauch von Kindern auf globaler Ebene mit verbrecherischen Schweigen der Führungsmannschaften aufzuzeigen. Der einzige, vergleichbarer Vorgang den man heranziehen könnte ist der sog. "Flesh Trade" in Südostasien. Rosenstein, am 14. März 2010 um 21:26 ( Link ) Und dann ist auch unbestritten, daß bewiesene Fälle einer strikten Aufarbeitung bedürfen. Aber - und dies will betont sein - nur innerkirchlich unter Einbeziehung der Opfer. "Humanisten" und sonstiges Lügenvolk vom Schlage der FDP-Funktionärin Leutheuser-Schnarrenberger haben hier nichts verloren. Diesen ruchlosen Gestalten fehlt nämlich jedwede moralische Kompetenz. Da gebe ich Ihnen zu hundert Prozent recht. Dennoch ist dies keine kircheninterne Angelegenheit. Kurt_G Da nehmen Sie sich selbst zu wichtig. Ja man will hier gar eine narzißtische Störung vermuten. möglich, möglich - werter Hodler. Welche aber wiegt schwerer? Die Ihre oder die angebl. meine Störung? Kurt_G Und dann ist auch unbestritten, daß bewiesene Fälle einer strikten Aufarbeitung bedürfen. Aber - und dies will betont sein - nur innerkirchlich unter Einbeziehung der Opfer. "Humanisten" und sonstiges Lügenvolk vom Schlage der FDP-Funktionärin Leutheuser-Schnarrenberger haben hier nichts verloren. Diesen ruchlosen Gestalten fehlt nämlich jedwede moralische Kompetenz Oh man Hodler!!!! Sie haben nichts aber auch gar nichts gelesen bzw. wenn doch - nichts verstanden. Zwecklos. Das Leiden der "Lustknaben" - wohl nicht gelesen - können Sie garantiert nicht nachvollziehen - gell? Aber rumschwafeln. Jürgen Hodler, am 14. März 2010 um 21:36 ( Link ) Ach bitte, werter Kurt G. Was wollen'S denn mit diesen ellenlangen Kopierorgien? Die Kirchenhasser agieren hier scheinbar noch weit unter kreuz.net-Niveau. Oder glauben'S etwa, daß ich gegen Google-Versatzstücke anschreiben werde? Ich darf doch bitten. So langsam kann ich mich des Eindruckes nicht mehr erwehren, daß Ihr wildes Gezeter lediglich Ihre eigene weltanschauliche Leere übertünchen soll. Wie sage ich immer zu Mitgläubigen bei Podiumsdiskussionen? Laß euch von diesem Gezeter nicht in die Defensive drängen. Packt die "Aufgeklärten" mit ihrem eigenen Glauben an der Nudel. Das funktioniert stets! Was würde der Internetjunkie Kurt G. wohl in einem persönlichen Vieraugengespräch präsentieren? Wahrscheinlich nichts. Innerhalb von fünf Minuten wäre ich - und diese Hochnäsigkeit gestatte ich mir jetzt - mit Ihnen wohl fertig. Paoyue, am 14. März 2010 um 21:39 ( Link ) Die Katholische Kirche ist wirklich ein Stein des Anstosses, wie auch die Kommentare hier zeigen. Vielleicht sind die Katholenhasser auch ein wenig neidisch auf diese öffentliche Präsenz? Ansonsten noch ein weiser Spruch: Kurt_G Was würde der Internetjunkie Kurt G. wohl in einem persönlichen Vieraugengespräch präsentieren? Wahrscheinlich nichts. Innerhalb von fünf Minuten wäre ich - und diese Hochnäsigkeit gestatte ich mir jetzt - mit Ihnen wohl fertig. Gehts noch ein wenig geschmackloser? Sie können sich Ihre Verbalinjurien kreuzweise. Sie wissen weder wen Sie vor sich haben noch wissen Sie was ich weiß. Und das ist auch gut so. Ihnen werde das nicht auf die Nase binden: Denn Sie können mit Wissen so mit Realität überhaupt nicht umgehen. Wenn Sie etwas bewiesen haben - dann das. Wars das? Ab ins Körbchen! Jürgen Hodler, am 14. März 2010 um 21:44 ( Link ) Sie haben nichts aber auch gar nichts gelesen bzw. wenn doch - nichts verstanden. Zwecklos. Wobei meine Privatbibliothek die Ihrige wohl um Längen übertrifft. Diesen Rückschluß läßt schon die Qualität Ihrer Beiträge und vor allem Ihre penetranten Kopierorgien zu. Ja, werter Kurt G., ich kann auch persönlich werden. Das Leiden der "Lustknaben" - wohl nicht gelesen - können Sie garantiert nicht nachvollziehen - gell? Aber rumschwafeln. Ich werde dieses Buch ganz bestimmt auch nicht lesen. Dem Titel nach zu urteilen wird hier wohl eher den Verkaufszahlen und gewiß nicht der gebotenen Objektivität gedient. Sonst würden Sie es wohl kaum präsentieren. Peter Janowitz, am 14. März 2010 um 21:44 ( Link ) Die katholischen Sexualdelikte waren für den sexuell reformbewegten “Völkischen Beobachter“ “naturnotwendige Folgen eines widernatürlichen Systems“, nämlich des Zölibats. Diese Argumentation ist seit gut 30 Jahren wieder Standard. Ich würde Einigen hier einen der wenigen sachlichen Artikel der letzten Wochen empfehlen, der auch einige Zahlen beitragen kann Jürgen Hodler, am 14. März 2010 um 21:47 ( Link ) Denn Sie können mit Wissen so mit Realität überhaupt nicht umgehen. Mit diesen Sorgen brauch Sie sich ja nicht zu plagen. Ihren Kopierorgien nach kann von einem angeeigneten "Wissen" wohl schwerlich die Rede sein. Rosenstein, am 14. März 2010 um 21:49 ( Link ) Da kämpfen jetzt zwei Fundamentalisten mit den gleichen stumpfen Waffen. Worüber wollen Sie den diskutieren über den Wahrheitsgehalt des Kerns der Christlichen Lehre (Spielt der überhaupt nioch eine Rolle)? Über Details des Buches Lustknaben? Fakt ist, Kindsmissbrauch ist ein Problem der katholischen Kirche und muss öffentlich aufgearbeitet und künftig verhindert werden. So und jetzt haben wir das Dilemma Kurt_G Ach Hodler Ihre Reaktion zeigt mir wie krank Sie sein müssen. Mein Mitgefühl. Wenn jemand persönlich beleidigend wurde dann Sie. Sie können halt mit Realität nicht umgehen. Das wissen Sie natürlich auch. Das muss sich Ihnen schon im Kindesalter erschlossen, offenbart und bemerkbar gemacht haben und zwar immer dann wenn das schlechte spielen beim "Mensch ärgere dich nicht" Sie zum Verlierer machte. Erst gestern hat sich der Kinderschutzbund zu Worte gemeldet und gebeten, das Thema nicht auf dem Altar der Auflageninteressen der Presse zu opfern. Dies hiesse dann wirklich, aus missbrauchten Kinder noch Geld rauszuschinden. Traurig, traurig, wohin die Gier und die Verweigerung jeglicher Ethik, Realität Journalisten hingebracht hat: in die völlige Skrupellosigkeit. Sie gehen den gleichen Weg Hodler! Der Kinderschutzbund berichtet von 80.000 - 120.000 sexuell missbrauchte Kinder in deutschen Familien, die die Hilfe der staatlichen Stellen bräuchten. Frau Leutheusser-Schnarrenberger, die zuständige Justizministerin kümmert sich hingegen nur hingebungsvoll um die katholische Kirche, ihrem ideologischen Lieblingsfeind. Dabei stellte sich heute -im Gegensatz zu einer Spiegel-Meldung- heraus, dass es in der grossen Organisation der katholischen Kirche über deren Mitarbeitern in den letzten 50 Jahren im Jahr durchschnittlich 5 Meldungen über sexuellen Kindermissbrauch an die römische Glaubenskongregation gab. M.E. erzeugt die religiöse Lehre Engstirniglkeit, Dummheit und Abhängikeit. Simpel: Sie macht krank. Neurosen, Größenwahn, Paranoia (belegt) schließt sich an. (betrifft alle Religionen) Und nur für Sie. Zur Kriminalgeschichte des Christentums folgendes: Es war das Christentum @Hodler - welches sich mit Gewalt den Weg durch Europa und die restl. Welt bahnte. Weit über 250 000 Millionen Menschen starben durch die christlichen Schergen. Wenn Sie lesen - was ich bezweifle - sollten Sie wesentliche Literatur greifen und sich zu gemüte ziehen. Richtiges lesen - und nicht irgendwelche Bonifatiusblättchen - bildet - @Hodler. Jürgen Hodler, am 14. März 2010 um 22:00 ( Link ) @Rosenstein Fakt ist, Kindsmissbrauch ist ein Problem der katholischen Kirche und muss öffentlich aufgearbeitet und künftig verhindert werden. Fakt ist, Kindesmißbrauch ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, dessen Ursprünge in nicht unerheblichem Umfang in einem restlos wildgewordenen Individualismus und somit in der heutigen sexuellen "Freizügigkeit" zu suchen sind. Und eben diese "Freizügigkeit" wurde exakt von jenen forciert, welche sich heutzutage nur allzu gern in der Rolle des Anklägers wiederfinden. So wird ein Schuh draus! Und es ist ebenso Fakt, daß die von Ihnen vorgeschlagene "öffentliche Aufarbeitung" - wie jede Diskussion - von Anfang an eine Nonsensveranstaltung wäre. Das "warum" habe ich in einem vorherigen Beitrag angedeutet. Wenn die Kirche sich dazu drängen läßt, dann wird sie nur noch aus der Defensive heraus agieren. Und den Opfern wäre damit schon zweimal nicht gedient. Die wären nämlich bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag ein bloßer Spielball der demokratischen Luderpresse. Und ein Aspekt steht dabei schon fest: Die Demokraten in ihrer ganzen Niedertracht interessieren sich für die Opfer nicht die Bohne. Da sind nämlich ganz andere Interessen im Spiel. Rosenstein, am 14. März 2010 um 22:08 ( Link ) @ Jürgen Hodler Peter Janowitz, am 14. März 2010 um 22:12 ( Link ) "Fakt ist, Kindsmissbrauch ist ein Problem der katholischen Kirche": Das sich die Kirche den vertuschten Opfern spätestens jetzt stellen muß, schrieb ich oben schon. Hoffentlich wahrt sie dabei genügend Staatsferne. Kurt_G Fakt ist, Kindesmißbrauch ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, dessen Ursprünge in nicht unerheblichem Umfang in einem restlos wildgewordenen Individualismus und somit in der heutigen sexuellen "Freizügigkeit" zu suchen sind. Und eben diese "Freizügigkeit" wurde exakt von jenen forciert, welche sich heutzutage nur allzu gern in der Rolle des Anklägers wiederfinden. So wird ein Schuh draus! Mit diese Aussage stellen Sie selbst ins Abseits. Abgesehen davon, dass Ihre These bundeligareifen Unsinn aufzeigt, stellen Sie mit dieser sicher, dass Sie an Wissen tatsächlich nichts zu bieten haben. Deshalb mein Buchtipp für Sie. Wilhlem Reich. Die Charakteranalyse. "Der pestilente Charakter ...." Ach ja: Und jetzt dürfen Sie mir Copieren vorwerfen. Denn es wird mir zuviel Ihnen mittels eigenen Schreiben Wissen zu überbringen. Ausserdem ist es einfacher. Man muss nur wissen wo. Selbst das wissen Sie scheinbar nicht. copie & Paste: pestilenter Charakter (emotionelle Pest) – Chronische Biopathie in Individuen mit hoher energetischer Ladung und einer besonders unnachgiebigen Beckenblockierung. Durch die emotionelle Pest kommen die pathologischen Triebe der sekundären Schicht, die sich immer in Einklang mit dem Ich befinden und gründlich rationalisiert werden, auf dem gesellschaftlichen Schauplatz zum Ausdruck. Die pestilente Reaktion wird insbesondere durch natürliche Sexualität stimuliert, während sie selbst jede Form von krankhafter Sexualität (Pornographie, Perversionen, etc.) aktiv unterstützt. Man kann sie als Krankheit endemischer Natur betrachten, die oft eine epidemische Form annimmt (spanische Inquisition, die Faschismen des 20. Jahrhunderts, der Ku Klux Klan, die Mafia). Die Panzerung und die sexual-feindliche Einstellung der Massen sind verantwortlich für das Wirken des pestilenten Charakters, der seiner Natur gemäß danach strebt, alle ihm zugänglichen Positionen in der Gesellschaft einzunehmen, von denen aus er besser in der Lage ist, das natürliche Leben und die natürliche Lebensfreude zu kontrollieren und zerstören (der Pestilente kann nicht ertragen, daß um ihn herum glückliche Menschen leben). Während es Menschen gibt, die größtenteils als pestilente Charaktere funktionieren, sind die Keime einer pestilenten Reaktion in jedem vorhanden und können unter den richtigen Bedingungen austreiben, wie beispielsweise bei längerer sexueller Abstinenz. Die emotionelle Pest kann man als biopathische Krankheit betrachten und den von ihr befallenen als einen kranken Menschen. Jürgen Hodler, am 14. März 2010 um 22:13 ( Link ) Dann, werter Rosenstein, wären wir uns in diesem Punkte ja auch weitgehend einig. Rosenstein, am 14. März 2010 um 22:15 ( Link ) @Kurt_G Hans-Peter Hammer, am 14. März 2010 um 22:24 ( Link ) Sehr geehrter Herr Haubold, Haben Sie schon einmal von Dietrich Bonhoeffer gehört, oder von der "Bekennenden Kirche"? Anders als Sie schreiben hat sich die evangelische Kirche - auch deren Führung - keineswegs "servil" der herrschenden Ideologie untergeordnet. Es gab in beiden Kirchen Widerstand. Über die Bewertung des Reichskonkordats streiten sich die Gelehrten noch heute! Im Zusammenhang mit Kindesmißbrauch in religiösen Institutionen sollte man jedoch auch - neben den Fällen in der katholischen Kirche - die vor einiger Zeit in den USA und Europa entdeckten Fälle bei den Zeugen Jehovas nicht vergessen! Wir hören nun also von solchen Untaten bei den Zeugen Jehovas, in der Katholischen Kirche (beiderseits des Atlantik), in egalitären evangelisch gebundenen Internaten, in Moscheen/Koranschulen, aus staatlichen und konfessionsgebundenen Heimen, inzwischen sollen sogar Rabbiner solche Verbrechen begangen haben! Man kann dies als weitgespannte Kampagne sehen, allerdings kaum gegen die katholische Kirche allein! Aber was haben all diese Institutionen/Fälle gemeinsam? Eine konservative restriktive Sexualmoral! Zusammengenommen MUSS daher die Frage erlaubt sein, ob diese Sexualideologie nicht doch wesentlich zum Entstehen solcher Verbrechen beiträgt! Dziamdzia, am 14. März 2010 um 22:24 ( Link ) >Die Kirche täte - unabhängig von der momentanen Können die Menschen eigentlich gar nicht mehr logisch denken??? Anscheinend nicht, sonst kämen sie nicht auf solche absurden Ideen. Ein paar Fakten: -niemand wird gezwungen, Priester zu werden! Der Zusammenhang zwischen Zöllibat und Pädophilie ist offensichtlich also ein anderer, und zwar der dass 1. viele Pädophile selbst unter ihrer Neigung leiden und irgendwann den Entschluss fassen, damit "aufzuräumen" und die Sexualität in den Griff zu kriegen. Welcher Beruf läge da näher als der des Priesters? Als Priester muss man sich auch von Eltern und Verwandten keine unangenehmen Fragen anhören, warum man denn immer noch mit keiner Frau jemals was hatte. Das Zöllibat scheint -leider - auch zum Anzugspunkt für sexuell Verklemmte und Perverse geworden zu sein. Jürgen Hodler, am 14. März 2010 um 22:45 ( Link ) @Hans-Peter Hammer Aber was haben all diese Institutionen/Fälle gemeinsam? Eine konservative restriktive Sexualmoral! Also irgendwie will hier ein Rad nicht so recht ins andere greifen. Nun ist es ja so lang noch nicht her, als beispielsweise diese rührige "Humanistische Union" betonte, daß mit einer Kriminalisierung Pädophiler dem eigentlichen Opferschutz nicht gedient sei. Anscheinend ist es gar einem "Kreuzzugsgedanken" geschuldet, wenn man nun in Sexualstraftaten gegenüber Minderjährigen gar das Böse versinnbildlicht. Also exakt jener Aspekt, den Sie vorhergehend als Verbrechen bezeichnen. Läßt dies nun den Schluß zu, daß eben diese rührigen Humanisten gar einer "konservativen Sexualmoral" huldigen? infreedomwetrust, am 14. März 2010 um 22:47 ( Link ) @Dziamdzia Trey Parker und Matt Stone haben sich dem Thema bereits 2002 gewidmet. Dziamdzia, am 14. März 2010 um 22:48 ( Link ) >Aber was haben all diese Institutionen/Fälle Ich bezweifle, dass ein Priester der ein Kind fickt, eine besonders restriktive Moral hat. Ich vermute eher, er hat gar keine mehr - wie jeder Schwerverbrecher. Kurt_G @Dziamdzia Schreiben Sie bitte Pädokriminell statt Pädophilie. Kinderschändende Priester die sich an Jungen vergehen sind nicht Pädophil sondern Pädokriminell. Auch hier immer wieder die falschen Begriffsstanzen. Päderastie ist weitverbreitet. Komisch - dass immer der verfälschende Begriff pädophil genommen wird. Pädophile sind Menschen welche Kinder lieben. Und das hat mit Sex erst mal gar nichts zu tun. Konservativer, am 14. März 2010 um 22:58 ( Link ) Anders als die evangelische Kirche, deren Führungen sich bis heute stets servil den herrschen Ideologien unterordneten, blieb die römisch-katholische Kirche zumeist auf Distanz, erst recht im Hinblick auf weltanschaulichen Fragen. Das ist doch dummes Zeug! Im 3. Reich gab es aus der evangelischen Kirche - auch aus ihren Führungsgremien - nicht minder entschiedenen Widerstand wie aus dem katholischen Pendant. In der DDR war die ev. Kirch DER Ort des Widerstands gegen das System. Da hat man von den Katholiken wenig gehört. Einzig jetzt gebärdet sich die EKD als Fortsetzung der Sozialdemokratie mit anderen Mitteln. Wobei im Übrigen die Gleichsetzung der EKD mit der evangelischen Kirche an sich fragwürdig ist. Sich über Katholiken-bashing zu beschweren und gleichzeitig im Nebensatz nicht minder unsachliches Protestanten-bashing zu betreiben, ist wirklich ganz schön albern. Le Penseur, am 14. März 2010 um 23:20 ( Link ) @Kurt_G: Das alles mag ja in Ihren eigenen biographischen Erfahrungen seine Gründe haben — wir haben jedoch weder Zeit noch Möglichkeit, die objektive Richtigkeit Ihrer Vorwürfe zu beurteilen (die subjektive will ich Ihnen ja durchaus zubilligen, nur ist die letztlich eher belanglos). In einem jedenfalls kann ich Ihnen nur widersprechen: daß die armen Opfer keine Möglichkeit hatten, sich zu wehren. Das ist sowohl in der Tatsituation ein bestenfalls von heutigen Nannystaats-Psychologen*) dahergeschwafelter Unsinn, und erst recht danach! Den katholischen Internatsdirektor nach 1945 möchte ich päsentiert bekommen, der, wenn sich ein Schüler mit einem konkreten Tatvorwurf gegen einen Mitbruder an ihn wandte, den Schüler niedergemacht hätte, statt die Sache zu untersuchen! Aber zu so einer Meldung gehört halt ein Minimum an Zivilcourage dazu — nur ohne diese werden auch heutige angebliche "Aufarbeitungsversuche" und "runde Tische" völlig sinnlos bleiben. Was Ihren Vorwurf späterer gerichtlicher Abblockung betrifft: ich gehe davon aus, daß die Vorwürfe nicht hinreichend beweisbar waren. wären sie es gewesen, hätte man nicht mauern können — v.a. wenn es tatsächlichlich, wie Sie irgendwo behaupten (oder habe ich das flasch aufgefaßt?), um 50.000 Opfer gegangen wäre! Zur Ilustration: mein Vater hat als bloßer "Kanonier Arsch" 1944 an der Ostfront einen ihn schikanierenden Kompaniekommandanten vors Kriegsgericht gebracht. Unter den Nazis! Mitten in der zusammenbrechenden Ostfront! Er wurde wegen irgendeiner Formalie dann zu 3 Tagen Stubenarrest verurteilt, der Oberleutnant kam hingegen in eine Strafkompanie. Und da wollen Sie uns allen Ernstes weismachen, im Deutschland bis hinauf in die letzten Jahre, wo noch jeder Furz durch Klagen ausgefochten wurde, wären zehntausende Mißbrauchsfälle durch Gerichtskorruption und Niederknüppeln der armen Opfer durch prozessuale Tricksereien unter den Teppich gekehrt worden?! Sorry, aber bei derlei Unterstellungen hört bei mir das Verständnis auf! Nur zur Info: ich bin zwar dem Taufschein nach katholisch, habe mich aber weltanschaulich von der Kirche schon seit Jahren zunehmend distanziert. Aber trotzdem bringt es mein Juristenblut in Wallung, wenn ich — wie im vorliegenden Falle — gebündelte Desinformationskampagnen lesen muß, die einem die Frage "cui bono?" fast aufdrängen. Und insofern kann ich dem Artikelautor nur zustimmen: die Sache stinkt! Und zwar nicht nach Aufdeckung großartiger Verfehlungen, sondern nach Pressekampagne ... ---- *) denselben, die "psychologische Hilfe" leisten, wenn wiedermal irgendwo ein Amokläufer in einer Schule im anderen Stockwerk drei Lehrer, die man eh nicht mochte, und sieben Schüler, die man eh nicht kannte niedergeknallt hat. Und dann gibt's schulfrei, mindestens zwei Wochen lang. Die armen Kinder ... Viscount, am 15. März 2010 um 1:08 ( Link ) @Le Penseur Aber trotzdem bringt es mein Juristenblut in Wallung, wenn ich — wie im vorliegenden Falle — gebündelte Desinformationskampagnen lesen muß, die einem die Frage "cui bono?" Jawohl, Herr Kollege, so ging's mir auch, als ich neulich im Rundfunk (da ich keinen Televisionsvolksempfänger besitze, bin ich auf's Hören angewiesen) die Direktorin der Odenwaldschule pflichtgemäß einen Entschuldigungsversuch ins Mikrophon stammeln hörte — bislang dachte ich Katholik ja, man könne nur für persönliche Verfehlungen um Vergebung ansuchen, aber gut, in entpersönlichten "Repräsentation"sregimen wie unserem wird selbst das schon durch die dafür zuständige nächsthöhere Instanz erledigt. Damit war die Sache für die Medien aus der Welt — hinter den Vorhängen konnte man währenddessen das Händereiben förmlich spüren: Jetzt haben wir wieder freie Sicht auf die Katholikenfestung, auf geht's zum Preisschießen nach Rom! ... Im Gegensatz zu manch anderen, die da in einen aufgeregten Diskurs verstrickt sind und sich im Bescheidwissen überbieten (vor allem darüber, wer oder was nun wirklich schuld sei) war ich einige Jahre bei der Societas Iesu in der Schule, und auch wenn es sich nur um die Grundschuljahre handelte, so ist mir in diesen Jahren kein einziger Fall auch nur von sublimen Andeutungen sexueller Natur bekannt geworden. Freilich schmunzelte man hin und wieder darüber, daß bestimmte Schüler häufiger als andere zum Privatissimum gebeten wurden, gleichwohl ist auch von den Betreffenden dem Vernehmen nach niemand zuschaden gekommen, da es sich — oh Wunder! — tatsächlich um Nachunterricht handelte. Daß es sich folglich bei katholischen Internaten generell um Lasterclubs höherer Ordnung handeln soll, wie das einschlägige Berichte nahelegen (auch das ist ja ein perfider Kunstgriff: Man spricht diesen Generalverdacht nicht aus, sondern überläßt diesen Schluß dem stets nach Sensation gierenden Auditorium) kann ich daher in gar keiner Weise bestätigen. Zumal ich auch daran erinnern will, daß die discipuli in diesen Einrichtungen nicht in einem weltabgeschiedenen Paralleluniversum gastieren: Ob man's glaubt oder nicht, aber man hat regelmäßigen Kontakt zur Außenwelt, insbesondere zu seinen Eltern! Da die ihren Nachwuchs in der Regel deshalb auf solche Schulen schicken, weil sie ein sehr vitales Interesse an deren Bildungsweg haben, kann man im Regelfall von entsprechendem elterlichem Engagement ausgehen, das im Zweifel hinreicht, um die Sache der Schulleitung zu Gehör zu bringen. Diesen Weg weiterdenkend müßten schon sehr viele Rasierklingen aufeinander stehen, um die Sache gegen den Willen der Opfer und ihrer Eltern unter den Teppich zu kehren. Aber all das darf trotzdem nicht der Aufklärung und Ahndung derjenigen Fälle, die sich tatsächlich ereigneten, im Wege stehen. Und auch kann es aus meiner Sicht nicht angehen, daß man nun jeden tatsächlichen Fall mit dem Hinweis niederbügelt, dafür seien a) Kampagnen, b) unsere "individualisierte" gesellschaftliche Umgebung (gerüchteweise sollen sich solche Vorgänge auch chronologisch weit vor dem "individualistischen" Zeitalter zugetragen haben!) oder c) übelwollende Schmieranten verantwortlich. Für eine Tat ist der Täter verantwortlich, sonst niemand; der Rest ist apologetisches Gesellschaftsgedöns à la "daran ist die gesellschaftliche Umgebung schuld, deshalb müssen wir erst die Gesellschaft umbauen" — von Sinngebungsprosa dieser Provenienz habe ich die Nase schon länger voll, wenngleich ich auch nicht ohne Staunen notiere, daß die Chose diesmal offenbar mit justament vertauschten Rollen heruntersalbadert wird. Lauthals lachen dagegen mußte ich, als ich den Namen Antje Vollmer hörte. — Wenn schon vormalige maoistische Bauernbeauftragte höchstpersönlich zum Parlement laden, kann man die Sache wohl vergessen. Viscount, am 15. März 2010 um 1:25 ( Link ) @Jürgen Hodler Aber - und dies will betont sein - nur innerkirchlich unter Einbeziehung der Opfer. Wie die Sache ins Reine gebracht wird, wollen Sie doch bittesehr den Opfern überlassen, Herr Hodler. Weder steht es Dritten zu, den Weg in die Öffentlichkeit um jeden Preis zu suchen noch diesen Weg von vornherein zu unterbinden, zumal sich Diskretion gegen den Willen der Betroffenen bereits mehr als einmal als höchst willkommener Hebelpunkt für eine sensationslüsterne Öffentlichkeit erwiesen hat, denn: wo a bißerl was im Verborgenen ist, da ist bestimmt noch mehr — und schon haben wir die Kampagne. fwh, am 15. März 2010 um 6:18 ( Link ) @Konservativer Rado, am 15. März 2010 um 7:47 ( Link ) Anbei Spuren dieser Göbbels-Rede in einer Presseschau österreichischer Zeitungen vom 29.05.1937. Leider gibt es sowas für Deutschland nicht, sonst würde man sich bei einigen heutigen Pressetexten möglicherweise uber gewisse Formulierungen wundern. http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?apm=0&datum=19370529&zoom=1 Kurt_G Es liegt mir fern, Ihre offensichtliche Erregtheit über dieses Thema geringschätzen zu wollen — aber könnten Sie, bitte, wenigstens ansatzweise versuchen, sachlich zu argumentieren und nicht nicht alle möglichen und unmöglichen Vorwürfe gegen die Katholische Kirche zusammenzustrudeln, bloß um Ihre Meinung über die moralische Letztklassigkeit dieser Institution möglichst unverblümt Ausdruck zu verleihen. Noch sachlicher als ich fomulieren nur Küng, Deschner, Ranke Heinemann die Vorwürfe an die kath. Kirche. Eugen Drevermann, aus Paderborn, den ich persönlich kenne, liefert dazu noch eine ganz andere Bandbreite. Der Kritiker - aus eigenen Reihen kommend - wurde mal eben kurz - nur auf Ihren schalen Vorwürfe zu reagieren, vom Bodensatz der inquisatorischen klerikalen Kuttenträger aus dem Rennen geworfen. Es war Degenhard der zu jener Zeit das Regiment in Paderborn führte. Also jener Zeit, in der ich meinen Aufenthalt in einem Kloster seiner Diazöse zwangsweise durchleben mußte. Soviel zu Ihrem Wissen! Kommen Sie mir also nicht mit dem Gebrabbel vom bösen armen Opfer welches sich hätte wehren können. Sie sind - tragen Sie mir das bitte nicht nach - ein hoffnungsloser unverbesserlicher Diffamierer. Endweder haben Sie tatsächlich keine Anhnung oder Sie stampfen und schnauben aus reiner Polemik. Und Drevermann, @Le Pen, wurde nicht mißbraucht sondern nur seiner Ehre und Rechte beraubt. Sie, Le Pen, Apostel der Unfreiheit, sollten deshalb lernen sich bevor Sie unsachliches Zeugs zum Thema verbreiten zu belesen oder sich zum Reflektieren schlau zu machen. Das alles mag ja in Ihren eigenen biographischen Erfahrungen seine Gründe haben — wir haben jedoch weder Zeit noch Möglichkeit, die objektive Richtigkeit Ihrer Vorwürfe zu beurteilen (die subjektive will ich Ihnen ja durchaus zubilligen, nur ist die letztlich eher belanglos). Widerlicher gehts wohl kaum. Deshalb überlassen Sie es mir wie ich zu reagieren habe. Sie sind zu sachlicher Aufarbeitung absolut nicht in der Lage - weil zu realitätsfern. Kurt_G sorry Leutz, es sollte - "Diözese im Erzbistum Paderborn" heissen. Goldelse, am 15. März 2010 um 9:48 ( Link ) Eine Gesellschaft, die versext bis zum gehtnichtmehr ist und Schwule als normal ansieht, ereifert sich über Übergriffe der katholischen Priesterschaft, nicht über die der Evangelen, die sammeln ja fleißig mit für den Moscheenbau, wie verlogen ist diese Gesellschaft eigentlich? Inszeniert ist das Ganze natürlich, wenn nach 50 Jahren Greise aus dem Nichts auftauchen und betroffen tun. Wem nützt das? Den Kommunisten und den Musels, von denen kommt doch auch diese Kampagne. Über den Kinderf... Mohamed darf niemand reden, das wäre ausländerfeindlich und rassistisch. Ebenso wird verschwiegen, dass der Islam keine Religion, sondern mit der Sharia im Rucksack eine Art neuer gesellschaftlicher Faschismus ist. Le Penseur, am 15. März 2010 um 9:55 ( Link ) @Kurt_G: Noch sachlicher als ich fomulieren nur Küng, Deschner, Ranke Heinemann die Vorwürfe an die kath. Kirche. Noch sachlicher? Da bin ich aber platt! Realsatire pur! Wer Deschner und Ranke-Heinemann für "sachlich" hält, der hat sich wohl seinerzeit ebensogut aus Karl-Eduards Kanal informieren können, was Sache ist ... Kommen Sie mir also nicht mit dem Gebrabbel vom bösen armen Opfer welches sich hätte wehren können. Sie sind - tragen Sie mir das bitte nicht nach - ein hoffnungsloser unverbesserlicher Diffamierer. 1. trage ich derlei sehr wohl nach. Nicht lange allerdings, dazu ist mir Ihr anwurf einfach zu belanglos ... 2. bin ich keineswegs hoffnungslos, und 3. kein Diffamierer Lassen Sie derlei argumenta ad hominem besser bleiben — das verfängt bei mir nicht. wie wär's zur Abwechslung mit beweisbaren Argumenten, statt mit bloßen Untergriffen und Pauschalverdächtigungen? »Si male locutus sum testimonium perhibe de malo, si autem bene quid me cædis?« Was Drevermann betrifft, habe ich von dessen Werken mutmaßlich mehr gelesen als Sie, und schätze ihn durchaus. Nur in seiner Kritik an der RKK ist er etwa so "sachlich" wie die Vorgenannten. Sie, Le Pen, Apostel der Unfreiheit ... Darf ich analog den Schluß ziehen, daß in "Kurt_G" das "G" wie "Goebbels" zu lesen ist? Widerlicher gehts wohl kaum. Aber ja! Sie haben es mit Ihrem Posting trefflich unter Beweis gestellt ... TrebMelsa @ an Alle Frage: „Haben die Grünen eigentlich vergessen oder ausgeblendet, dass die Partei der Grünen vor gut 25 Jahren im Vorfeld eines Landtagswahlkampfes für die Legalisierung von Sex mit Kindern schwadronierte? Oder glauben diese Grünen, dass alle Personen diese Grünen-Forderung vergessen haben?“ TrebMelsa @ Kurt_G Lieber Kurt_G, nicht nur an kirchlichen Schulen – egal welcher Konfession – wurde geprügelt. Zu meiner Zeit an den staatlichen Schulen auch: Ohrfeigen, Kopfnüsse, an den Haaren gezogen oder mit der Gerte auf die Fingerspitzen, alles auch an staatlichen Schulen gang und gäbe, und zwar geradezu vom „Feinsten“. Meister_Brubbel, am 15. März 2010 um 10:50 ( Link ) sehr schön, durch die welle der aufarbeitung dieses bigotten vereins und seiner missetaten, bekommen einige einen feuchten hosenboden und müssen natürlich "kampagne", "rufmord" und wer weiss was noch zetern. nur weiter so. bedeutet, man ist auf dem richtigen weg. Goldelse, am 15. März 2010 um 11:14 ( Link ) sehr schön, durch die welle der aufarbeitung dieses bigotten vereins und seiner missetaten, bekommen einige einen feuchten hosenboden und müssen natürlich "kampagne", "rufmord" und wer weiss was noch zetern. nur weiter so. bedeutet, man ist auf dem richtigen weg. Hier ist jedes Wort der Beweis, es mit einem ranzigen 68er zu tun zu haben, auch der unsichere Umgang mit der Rechtschreibung zeugt davon. Meister_Brubbel, am 15. März 2010 um 11:27 ( Link ) oh ja, die grosse anti-papst verschwörung... nur nicht locker lassen, goldelse! df, am 15. März 2010 um 11:45 ( Link ) Die vertuschung durch den klerus ist in der tat skandalös. Es war schon immer klar, dass diese eruptionen verdrängten trieblebens sich in repressiv-autoritären misshandlungen niederschlagen. Weil die kirche selber immer bürgerliche moralvorstellungen predigt, ist das aufzeigen des scheiterns dieser moral für die sexuelle befreiung und den aufbau des sozialismus dringend nötig. Wir fordern deswegen die bloßlegung und offenstellung aller beicht-, kniebank-, bank- und NATO-geheimnisse. Gerade was das älteste opfer der missbräuche durch kath. priester erzählt, sollte alle schranken beim volkszorn fallen lassen. hoeppe, am 15. März 2010 um 12:08 ( Link ) Macht der Missbrauchsfall der 84 jährigen Dame aus M. durch 2 Kinder, mit der ganzen Bandbreite des menschlichen Wohlverhaltens wie z.B. „rauf anpissen“, erst mal Schule, kommen wir demnächst vielleicht im bewährten Gleichgewicht des Schreckens zur Ruhe. Eine Gesellschaft, die versext bis zum gehtnichtmehr ist Kein Ahnung was mit mir los ist, aber von dem, was ein paar Schellen und die freizügig geblasene Trompete in „Sex Bomb“ von Tom Jones in mir anrichtet, lasse ich mich immer wieder hinreißen. Carsten K., am 15. März 2010 um 12:50 ( Link ) Was ist das für eine Argumentationslinie, liebe ef? "Dass das Zölibat unnatürlich sei und als Ventil zu Missbrauchsfällen führe die zu verurteilen sind ist falsch weil ... ja: WEIL das die Nazis früher auch schon gesagt haben." Richtig, deswegen darf Eva Herman ja auch nicht mehr Autobahn-fahren. Verstrickt Euch nicht in linker Argumentations(un)logik. Anna Luehse, am 15. März 2010 um 13:18 ( Link ) Zum Thema Mißbrauch empfehle ich den Beitrag von Karlheinz Weißmann "Intimität braucht Schranken" Der Mißbrauch von Kindern ist in meinen Augen eines der verwerflichsten Verbrechen, unabhängig ob von Männern od. Frauen, von Patres oder Linksideologen begangen. Das ist aber nicht das Thema des Artikels, sondern die Frage, ob es sich bei dem Vorgehen der Medien um eine Kampagne gegen die kat. Kirche handelt. Das muß wohl eindeutig bejaht werden. Der Start begann mit Beispielen aus den 70er und 80er Jahren. Sie wurden immerhin so dargestellt, als handele es sich um akute Fälle. Stehen hier tatsächlich die Mißbrauchten im Vordergrund, oder werden sie nur benutzt? # fwh: Ob man dazu allerdings die Nationalsozialisten/Goebbels heranziehen muß? Dann sollten Sie noch einen Schritt weitergehen und der Frage nachgehen, was soll mit den Schulen/Internaten geschehen, wenn sie den Patres wieder entrissen sind? Die Nationalsozialisten wandelten die Schulen um zu Deutschen Heimschulen - so auch z.B. die Klosterschule Ettal - Direktor war in den Jahren 1943/44 das engagierte NSDAP-Mitglied Dr. Julius Beckstein (der Vater des gewesenen bayerischen Ministerpräsidenten). Anna Luehse, am 15. März 2010 um 13:21 ( Link ) # Kurt_G Ihnen zur Kenntnis. Mitte der 70er Jahre wurde unsere Tochter an einer staatlichen Grundschule von einem nicht mehr jungen Lehrer auf den Arm genommen. Ich habe es durch eine Mitschülerin unserer Tochter erfahren und mich sachkundig gemacht, wie man in solchen Fällen vorgeht. Der Spuk war sehr schnell beendet, unsere Tochter wurde nicht mehr belästigt. Jahre später im staatlichen Gymnasium gab es einen Deutschlehrer, der die heranwachsenden Mädchen sehr mochte. Fachlich war er ein sehr guter Lehrer, aber da war eben noch diese Neigung. Wir Eltern hatten ihn ständig im Auge. Er wußte, daß er sich nichts leisten konnte und die Kinder wußten, daß sie jederzeit zuhause berichten konnten. Das uns zugewiesene Wahllokal ist ein Kindergarten. Vor wenigen Jahren ( es könnte 2005 gewesen sein), sah ich dort an der Pinwand Fotos der lieben Kleinen, wie sie alle nackt zusammen duschen. Daraufhin habe ich das moniert und erntete zunächst Unverständnis - es sei doch gut, daß die Kleinen ganz natürlich und völlig unverklemmt... Mein Einwand, daß die Kinder ein Recht auf ihr Schamgefühl hätten und das nach m. Auffassung mit der Aberziehung dieser normalen Schamgrenze schon mal die Tür für jeden Kinderpornoschänder leichter zu öffnen sei, hat offenbar doch zum Nachdenken angeregt, die Bilder sind abgehängt worden. Und nicht zuletzt lesen Sie bitte die Broschüren, die mit Unterstützung des Familienministeriums bereits in Kindergärten und Grundschulen herumgereicht werden. Es ist durchaus nicht nur eine Angelegenheit der kath. Kirche. Meister_Brubbel, am 15. März 2010 um 13:26 ( Link ) sah ich dort an der Pinwand Fotos der lieben Kleinen, wie sie alle nackt zusammen duschen ja. dies und ähnliches. sehr interessant. fwh, am 15. März 2010 um 13:53 ( Link ) Was ist das für eine Argumentationslinie, liebe ef? Nein, weil es auch sachlich unsinnig ist: „Ganz ohne Frage und wissenschaftlich unstreitig, gibt es an allen Schulen - ob nun in staatlicher oder evangelischer oder katholischer oder privater Trägerschaft - pädophile Lehrer“, sagt der Leiter des Instituts für Forensische Psychiatrie an der Charité in Berlin, Prof. Hans-Ludwig Kröber. Dies komme an Schulen, deren Lehrer nicht zum Zölibat verpflichtet wären, nicht seltener vor. „Die Zahlen, soweit man sie auswerten kann, sprechen eher dafür, dass die katholischen Priester und Ordensleute im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung unterdurchschnittlich häufig sexuelle Missbrauchsdelikte an Kindern begehen“, sagt Kröber. Quelle Da aber sachliche Argumente bei Kamapgnen dieser Art nicht zählen, macht es sich m. E. notwendig, darauf hinzuweisen, aus welch trüben Quellen sich diese Argumentation speist. Carsten K., am 15. März 2010 um 14:51 ( Link ) Es ist sachlich unsinnig, dieses Fortpflanzungsverbot als widernatürlich einzustufen? - Der Aufklärung sei dank, darf man da anderer Meinung sein. hoeppe, am 15. März 2010 um 15:17 ( Link ) Der Aufklärung sei dank, darf man da anderer Meinung sein... und sich in Sachen einmischen, die einen nix angehen. Carsten K., am 15. März 2010 um 15:34 ( Link ) und sich in Sachen einmischen, die einen nix angehen. Diese kranken Verbrechen gehen jeden in der Gesellschaft etwas an. Aber darum geht es ja hier wohl hoffentlich auch nicht, sondern ob das nur wieder eine Diffamierungskampagne der Massenmedien ist. Möglich, ja ... aber der Nazivergleich langweilt, ist unsachlich und es entschuldet den Kindesmißbrauch nicht im Geringsten, wenn Nationalsozialisten ihn seinerseit auch schon angeprangert haben sollten. loyalbushie, am 15. März 2010 um 15:44 ( Link ) Menschen, es heißt "der Zölibat"... einigen wir uns am Besten erst mal darauf. Sonst entsteht von vornherein der Eindruck zwangsbeschulter Halbbildung und das wollen wir doch nicht. Den Zölibat biblisch zu begründen ist in der Tat nicht so einfach, allerdings sollte jemandem, der katholischer Priester werden möchte, bewusst sein, was diese aus der Tradition und dem Lehramt der RKK gewachsene Bestimmung bedeutet. hoeppe, am 15. März 2010 um 16:30 ( Link ) @Carsten K. Ich kann nur zwischen Zölibat und „auf Kinder scharf sein“ keinen Zusammenhang erkennen. Der notgeile Priester kann sich doch auch, wie jeder normale Mensch, inkognito in der nächst gelegenen Großstadt regelmäßig im Puff seines Vertrauens, bei Champus und kubanischen Zigarren, von zwei dunkelhäutigen Zuckerschnecken bedienen lasse und sich als Duschvorhangvertreter ausgeben. Die Zuckerschnecken vergehen sich zwar auch am Beutel wo’s Geld drin ist, vermindern aber dafür das Risiko, im weltlichen von der Meute zerrissen zu werden. Im Gegenteil…., fliegt’s Priesterlein auf, mutiert es vermutlich just in time zum Volkshelden der sexuellen Befreiung, schreibt ein Buch das von Kurt_G verschlungen und beworben wird und hat in sämtlichen Zwingerclubs seiner Diözese freien Eintritt auf Lebenszeit. Und auf den Gnadenstand vor Gott schlägt es vermutlich auch nicht ganz so heftig durch, was ich aber abschließend nicht genau zu beurteilen vermag. Also wieso Kinder??? Carsten K., am 15. März 2010 um 16:39 ( Link ) Hier schwingt irgendwie die Rechtfertigung für Pädophilie mit. Oliver Fink, am 15. März 2010 um 16:43 ( Link ) Da bin ich doch aber froh, dass die katholische Kirche im Dritten Reich so massiv Widerstand geleistet hat, während die servilen Lakeien von der evangelischen Bekennenden Kirche mit den Nazi-Schergen so widerwärtig problemlos kooperiert haben. Deswegen konnten sich ja die Juden auch so freuen, dass Pius XII. ihre Verfolgung immer scharf kritisiert und ihnen jede erdenklich Hilfe angedeihen lassen hat. hoeppe, am 15. März 2010 um 17:16 ( Link ) @Carsten K., Das ist mir widerlich Achtung…, es kommt noch schlimmer…!! Die folgende Stellungnahme ist für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht geeignet. Hier schwingt irgendwie die Rechtfertigung für Pädophilie mit. Und für mich schwingt hier die Logik mit, dass man sich an Kindern vergeht, nur weil man sonst nichts zu ficken im Haus hat. @Oliver Fink Da bin ich doch aber froh, dass die katholische Kirche im Dritten Reich so massiv Widerstand geleistet hat, während die servilen Lakeien von der evangelischen Bekennenden Kirche mit den Nazi-Schergen so widerwärtig problemlos kooperiert haben. Deswegen konnten sich ja die Juden auch so freuen, dass Pius XII. ihre Verfolgung immer scharf kritisiert und ihnen jede erdenklich Hilfe angedeihen lassen hat. Wie man sich anständig für die Mitmenschen aufopfert und ohne Rücksicht auf Verluste über die Klippe springt, werde ich ja dann sicherlich in naher Zukunft von den Vertretern der liberalen Dogmenleer vorgeführt bekommen. Le Penseur, am 15. März 2010 um 17:47 ( Link ) @Oliver Fink: Insgesamt gab es in beiden Großkirchen natürlich genug Leute, die halt irgendwie durchkommen wollten — verständlich, da ja keiner wußte, daß die 1000 Jahre dann nur zwölf sein würden! Aber daß die RKK insgesamt weniger vom Nazi-Regime vereinnahmt wurde als die Lutheranischen Kirchen (bei den paar Reformierten fehlt mir näheres Wissen), das ist, glaube ich, unter Historikern ziemlich unbestritten. Deswegen konnten sich ja die Juden auch so freuen, dass Pius XII. ihre Verfolgung immer scharf kritisiert und ihnen jede erdenklich Hilfe angedeihen lassen hat. Die Häme ist alt, und wird deshalb und trotz Hochhut nicht bessen. Gegenfrage: wäre sich der damalige Großrabbiner von Rom von Pius XII verraten und verarscht vorgekommen, wäre er dann (nach der Befreiung Roms!) 1. zum katholischen Glauben übergetreten und 2. Priester geworden und zwar unter der ausdrücklichen Begründung dieses Schrittes mit der hochherzigen Hilfe, die ihm und der jüdischen Gemeinde Roms von seitens Pius XII zuteil geworden sei. Schon recht seltsam, wenn der so ein mieser Opportunist war, oder? Und, letzte Frage: was hat das alles mit dem Thema Medien-Desinformationskampagne zu tun? Martin Eitzenberger, am 15. März 2010 um 20:50 ( Link ) Das ist ja kreativ, wie du da im Text die Kirche vom Täter zum Rebellen erhebst - "Die Verweigerungshaltung der katholischen Kirche gegenüber den ideologischen Bestrebungen der Herrschenden." - wie rechtfertigst du das, nachdem die Kirche selbst jahrelang der gnadenlose Herrscher war, siehe das mittlalterliche System des Weltlichen / Kirchlichen? ... Dann noch Kirchenkritiker mit Nazis verglichen, grandios... Immer schön mithelfen bei jahrhunderte alter bewährter Vertuschungstaktik, ein Seitenhieb auf die bösen Sozialisten druntergemischt, fertig. Ich würde es eher so ausdrücken: Katholische kirche - "Failure by Design" statt "Intelligent Design" ... Siehe: http://bit.ly/bCtZsf Giulia T., am 15. März 2010 um 22:39 ( Link ) Dass sich die katholische Kirche gegen die Nationalsozialisten bzw. Faschisten gestellt hätten ist auch eine eigenwillige Leseart. Gerade gegenüber dem NS-Regime und den Fascisten in Italien hat der Vatikan seine Hände in Schuld gewaschen, wie Zeitdokumente belegen. fwh, am 16. März 2010 um 6:20 ( Link ) Dann noch Kirchenkritiker mit Nazis verglichen, grandios... Immer schön mithelfen bei jahrhunderte alter bewährter Vertuschungstaktik, ein Seitenhieb auf die bösen Sozialisten druntergemischt, fertig. Nun, wenn bundesdeutsche Medien sowohl der Methoden (im Netz wird bereits über "Journalisten" berichtet, die mit prall gefüllten Brieftaschen nach "Tatzeugen" gegen den heutigen Papst suchen) als auch die Argumentation der NS-Propaganda ("widernatürliches" Zölibat) übernehmen, dann ist das ja wohl nicht die Schuld dessen, der das thematisiert. Giulia T. Man muß eigentlich kein Autor phantastischer Literatur sein, um festzustellen, daß die laufende Kampagne Orwellsche Züge trägt. Kurt_G Giulia "Mit Gott und den Faschisten", Ein Buch zum Thema Papst und Faschimus - was klarer nicht sein könnte. Solche Bücher bestelle ich mit Wonne in katholisachen Buchläden. Die dummen Gesichter der klerikalhörigen Sumpfideologen, die weiblichen in puritanischer Art mit hochgestecktem Dutt sind mir ein innerer Reichsparteitag. Ich hasse die Gottgläubige Brut. Nichts ist schlimmer als Religion gepaart mit Dummheit. Le Penseur »Si male locutus sum testimonium perhibe de malo, si autem bene quid me cædis?« Sollte die Frage an mich gerichtet sein oder nur Ihre Unbeholfenheit manifestieren oder den Versuch darstellen - mittels lateinischen Versen Profil zu gewinnen. Witzig - Brumpf Brumpf röle röle - Ihr Kumpel ist ein Platzhirsch? Le Penseur, am 16. März 2010 um 9:11 ( Link ) @Kurt_G: Sollte die Frage an mich gerichtet sein ... Sie sind ja direkt ein Blitzgneißer*), wie der Wiener so schön sagt! ... oder nur Ihre Unbeholfenheit manifestieren oder den Versuch darstellen - mittels lateinischen Versen Profil zu gewinnen. Na, wenn Ihnen keine inhaltliche Antwort einfällt, dann begnügen Sie sich halt mit unbeholfener Polemik. Jeder, wie er kann ... Im übrigen, mein Rat an Sie — (fast) kostenlos, aber hoffentlich nicht umsonst: drucken Sie doch Ihr Posting aus, und verwenden es dann an jenem Ort und für jene Zwecke, für die es am besten geeignet ist ... ---- *) auf Neudeutsch: "flash realizer" TrebMelsa @ Giulia T. und df Nationalsozialisten bzw. Faschisten. Seltsam, dies klingt für mich so, als ob für Sie Nationalsozialismus und Faschismus identisch sind? Sozialismus, egal welcher Farbe oder egal in welcher Maske, heißt eben immen Masserarmut, Massenelend, Massentod und Massenmord: Anscheinend genügen diese Millionen Tote dieser zwei Großexperimente Leuten wie „df“ noch nicht, wie dies „df“ hier im forum in der Form: den aufbau des sozialismus dringend nötig vorbringt. Also auf ein NEUES, „df“: Wieviele Leichen wollen Sie und Ihre Genossen beim nächsten Großversuch produzieren?“. Dziamdzia, am 16. März 2010 um 10:47 ( Link ) @Kurt_G "Ich hasse die Gottgläubige Brut" Vielen Dank, damit haben Sie ja offen und ehrlich gesagt, worum es Ihnen wirklich geht. "Nichts ist schlimmer als Religion " Doch, Hass. Sie allein sind vielleicht zu dumm oder zu feige dazu (oder beides), aber wenn Menschen von Ihrem Schlag an die Macht kommen, gibts immer Mord und Totschlag. Wer Menschen als "Brut" bezeichnet nur weil sie religiös sind, der ist doch von seiner Psychopathologie her auf der gleichen Ebene wie jene totalitären Herrscher, die Priester zu tausenden in die Gulags oder KZ's gesteckt haben. Wer intellektuell so minderbemittelt ist, dass er Sündenböcke braucht um die komplexen Probleme der Gesellschaft in seinem engen Verstand abzubilden, der sollte sich doch bitte bewusst sein dass er geistig auf der gleichen Ebene steht wie ebensolche Nationalsozialisten, die damals alles schlechte den Juden in die Schuhe geschoben hat. Welch Ironie der Geschichte, dass Leute wie Sie das heute mit den Christen tun, und diese selbst noch für den Nationalsozialismus verantwortlich machen wollen. Manche sind so blöd, die lernen's nie. df, am 16. März 2010 um 10:54 ( Link ) @Giulia T.: Glückwunsch zu dieser erfolgreichen dokumentation, dass es eigentlich gar nicht um die kindesmissbrauche und erst recht nicht um deren opfer geht, sondern um die identifizierung der kirche als religiös-faschistisches unterdrückungsinstrument, wie sie, giulia t., schon immer, nämlich seit giordano Brüno, wussten. hoeppe, am 16. März 2010 um 11:01 ( Link ) Dass sich die katholische Kirche gegen die Nationalsozialisten bzw. Faschisten gestellt hätten ist auch eine eigenwillige Leseart. Gerade gegenüber dem NS-Regime und den Fascisten in Italien hat der Vatikan seine Hände in Schuld gewaschen, wie Zeitdokumente belegen. Sowohl das NS-Regime, als auch mein Auftreten ist die Frucht aufgeklärten Gehirnejakulates, das den Menschen im Bösen über sich hinaus wachsen lässt. So halte ich es doch für eine etwas eigenwillige Lesart, wenn wir als Kinder unserer Vorväter mit weißer Weste aus unseren Löchern kriechen, um der Kirche ihr Versagen vor zu halten. Ich bin, wie aufgezeigt, nicht hinreichend Sachkundig, wage aber trotzdem mal meine eigenartige Lesart…. Nach meinem Wissen kommt die Kirche aus einer bald 2000 Jahre währenden Tradition, die das nebeneinander von weltlicher und geistlicher Macht als ordnungstiftende Institutionen versteht. Und laut irgendeinem Römerbrief (?) ist jede weltliche Macht von Gott eingesetzt. Ok… sicherlich ist die Tradition nicht des aufgeklärten Freidenkers Ding. Was nicht gefällt wir schnell mal eben beiseite geschafft und dann schau’n mer mal. Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist sind wir natürlich alle immer besonders schlau. Vielleicht hätten ja Exkommunikation und Kirchenbann den Führer zur Besinnung gebracht? Ansonsten habe ich aber keine Ahnung, mit welchen schlagkräftigen Machtinstrumenten die Kirche noch etwas erzwingen kann, was Volkes Stimme entgegenwirkt. Da ich vom uneingeschränkt liebenden und verweichlichten Gott sowieso nicht viel halte, ist es für mich durchaus denkbar, dass er uns den Führer als kleines Dankeschön für unsere aufgeklärte Treue gestiftet hat und damit millionen Leidenden den Weg ins Himmelsreich eröffnete. Obersturmbannführer und sündhaft aufgeblasene Schwafelköpfe wie ich, ohne Anstand und Sitte, haben bekanntlich im Himmelsreich wenig bis gar nichts zu erwarten. Vermutlich hat der Herr sogar in Zukunft noch die eine oder andere böse Überraschung auf Tasche. Letztendlich ist es dann natürlich wieder die Kirche die die unglückliche Figur abgibt…?! fwh, am 16. März 2010 um 11:34 ( Link ) wie sie, giulia t., schon immer, nämlich seit giordano Brüno, wussten. Wobei Claudia Roth, Eugen Drewermann, "Wird sind Kirche" (und gegen die Grammatik), der Bundessühnebeauftrage Wolfgang Thierse und der Spiegel schon sehr ungehalten darüber sind, daß sich der Papst in dieser Woche noch nicht zum Fall Bruno geäußert hat, für den er selbstverständlich die persönliche Mitverantwortung trägt. Kurt_G Dziamdzia Doch, Hass. Sie allein sind vielleicht zu dumm oder zu feige dazu (oder beides), aber wenn Menschen von Ihrem Schlag an die Macht kommen, gibts immer Mord und Totschlag. Wer Menschen als "Brut" bezeichnet nur weil sie religiös sind, der ist doch von seiner Psychopathologie her auf der gleichen Ebene wie jene totalitären Herrscher, die Priester zu tausenden in die Gulags oder KZ's gesteckt haben. Wer intellektuell so minderbemittelt ist, dass er Sündenböcke braucht um die komplexen Probleme der Gesellschaft in seinem engen Verstand abzubilden, der sollte sich doch bitte bewusst sein dass er geistig auf der gleichen Ebene steht wie ebensolche Nationalsozialisten, die damals alles schlechte den Juden in die Schuhe geschoben hat. Welch Ironie der Geschichte, dass Leute wie Sie das heute mit den Christen tun, und diese selbst noch für den Nationalsozialismus verantwortlich machen wollen. Manche sind so blöd, die lernen's nie. Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass es im Ranking noch mehr gibt was ich hasse. Religionen und deren Folgen stehen dabei nur auf Platz 3. Ach waren das noch Zeiten gell Dziamdzia. Byzanz - z.B. Keiner lebte dort lange wenn sie/er nicht zwangsweise Katholisch war/ wurde :-))) Usw.usf. Die Folgen jener Dummheiten liste ich hier jetzt nicht auf. Das darf Le Pan machen. Meister_Brubbel, am 16. März 2010 um 13:15 ( Link ) na herzlichen glückwunsch herr haubold! das passiert eben, wenn man systematisch vertuschten kindesmissbrauch in den einrichtungen der rkk zu verharmlosen sucht, indem man ohne not nazivergleiche heranzieht. den meister mal interessiert, wie das noch enden soll, wo wir ja schon bei kreuzzügen, urchristen und sonstwas sind. aber ansonsten: ganz grosses tennis. wirklich. hoeppe, am 16. März 2010 um 13:20 ( Link ) @Kurt_G Sie sind voller Hass und wähnen sich frei?? Is ja putzig!! Ich hasse gar nix, ich habe nur mitleid. Sie erscheinen mir mühselig und beladen, das hängt vermutlich auch mit Ihrem klugen Denken zusammen. Ich dagegen fühle mich ausgesprochen fröhlich und getrost und Steuern und dummen Unbelehrbare vermögen daran bisher nichts zu ändern, im Gegenteil, ohne die dummen Unbelehrbaren hätte ich wesentlich weniger Spaß an meinem Geschreibsel. GT, am 16. März 2010 um 13:23 ( Link ) Auf den ersten Blick ist zwar kaum ein stärkerer Gegensatz zwischen den Vorstellungen der Nationalsozialisten und den Vorstellungen der 68er-Ideologen vorstellbar Aber wirklich nur auf den allerersten, flüchtigen Blick Dziamdzia, am 16. März 2010 um 13:48 ( Link ) >Diese Steuer zahlt ausnahmslos jeder in unserem Die Ausnahme nennt man "Kirchenaustritt" und ist gegen geringe Gebühr für jedermann zu haben. >Es waren übrigens - ich korrigiere Sie nur Ich frage mich ob Sie wirklich so schlau sind wie Sie sich offensichtlich vorkommen. Ihnen ist schon klar dass das Adjektiv "gottgläubig" bedeutet dass jemand an Gott glaubt, und dass es daher ganz sicher nicht auf "Atheisten", Stalin Mao oder Pol Pot zutrifft? >Ich hingegen weiß, dass es keinen gibt. Das kann Ach das wissen Sie sogar? Dann müssen Sie einen Beweis haben. Also entweder liefern Sie Ihren Beweis, oder Sie outen sich als Dummschwätzer. Maverick, am 16. März 2010 um 14:45 ( Link ) Wenn das eine Kampagne sein soll, dann hat diese ihre Anfänge aber schon deutlich vor der NS-Zeit. Es fängt an bei Gregor VII und reicht bis ins 19. Jhd. Die Vorwürfe von heute können da aber nicht mithalten. Sodomiterei, ein paar tausend tote Säuglinge, aber nicht durch Massenabtreibung, sondern durch Massenersäufung undundund. Kurt_G Dziamdzia Die Ausnahme nennt man "Kirchenaustritt" und ist gegen geringe Gebühr für jedermann zu haben. was bitte kann ich für Ihr fehlendes Wissen? Die Kirchsteuer zahlen alle. Auch Ausgetretene. Si Dummerchen. Die Katholen tragen ihre Kosten nur zu knapp 30 % selber und den Rest steuert der Staat hinzu mit Steuergeld aus der Lohnsteuer. Kirchensteuer guter Dziamdzia - zahlen alle und nicht nur die Katholen. Nicht gewusst? tz tz Man man - das weiss doch heute jeder Analphabet. Ach das wissen Sie sogar? Dann müssen Sie einen Beweis haben. Also entweder liefern Sie Ihren Beweis, oder Sie outen sich als Dummschwätzer. Nur etwas für Ungläubige :-)) denn hier fliegt Ihr angebl. Gott - und das ziemlich zackig. Original NASA Dokument Dziamdzia. http://www.youtube.com/watch?v=ZN0XnDJKdWo Wie gesagt - für Gläubige ist das nichts. Ich selbst sah Ihren Gott fliegen .. Steil und gerade in den Himmel .. aufgefahren zu seines Gleichen .. den Klopeken! Zuhören @Stupid .. http://www.youtube.com/watch?v=yCQLMRvr_jc fwh, am 16. März 2010 um 17:26 ( Link ) Wie unsinnig der unterstellte Zusammenhang zwischen Zölibat und Pädophilie ist, zeigt unter anderem die Stellungnahme des Krimimalpsychologen Kröber: Der Berliner Kriminalpsychiater Hans-Ludwig Kröber sieht es noch kritischer. Männer, die nicht im Zölibat lebten, würden mit einer 36mal höheren Wahrscheinlichkeit zu Missbrauchstätern als katholische Priester, sagt er mit Verweis auf Statistiken. Natürlich könne man über das Zölibat streiten, aber man werde nicht mit 25 Jahren "plötzlich pädophil, weil man keine Frau mehr hat." Das passiere in der Zeit der sexuellen Prägung, in Kindheit und Pubertät. Kröber arbeitet als Professor für forensische Psychiatrie an der Berliner Charité. Im Klartext bedeutet das, daß es z. B. 36mal so wahrscheinlich ist, daß ein Kind von einem Mitglied der Spiegel-Redaktion mißbraucht wird als von einer gleichgroßen Gruppe katholischer Priester. Daß es in den Medien genau umgekehrt dargestellt wird, ist der eigentliche Skandal. Abrechnung mit der Kirche Quelle Das sind die Fakten, die aber leider auch hier kaum jemanden interessieren. Vielleicht glauben viele Mitleser, die selbst nicht konfessionell gebunden sind und in der katholischen Kirche nicht eben einen Hort des Liberalismus sehen, daß die gegenwärtige Kampagne schon irgendwie die richtigen trifft. Daß dieses Land längst auf dem Weg in die Gesinnungsdiktatur ist und sie selbst jederzeit die nächsten sein können, gerade weil Libertäre ebenso wie Konservative der Hauptzielscheibe der Kollektivisten sind, erkennen sie dann wohl erst, wenn es sie persönlich trifft ... Le Penseur, am 16. März 2010 um 19:03 ( Link ) @fwh: Daß eine ganz offensichtlich aus dem Hintergrund gezielt angezettelte und geschürte Kampagne in Wahrheit auch den freigeistigsten Menschen (und, eigentlich, garade den!) mit tiefster Besorgnis erfüllen sollte, darauf kommen diese Kämpen gegen Pfaff & Teufel gar nicht ... jo, mei! Insancta simplicitas, halt. Als alter Freigeist (wie oft wurde ich in diesem Forum von strenggläubigen Katholiken und Protestanten gescholten, wenn ich recht unverblümt meine Skepsis gegenüber allen Fundamentalismen und kritiklosen Nachbetereien artikulierte!) stehe ich in dieser Sache trotzdem auf Seite dessen, der zu Unrecht angegriffen wird. So, wie ich es z.B. vor Jahren einfach nicht mochte, daß vor Gericht ein — zwar offensichtlichst schuldiger — Angeklagter von einem Richter im Prozeß geschurigelt wurde, daß es nur so eine Freud' war, und ich als bloßer Zeuge mir erlaubte zu bemerken, daß auch ein Verbrecher ein Recht auf einen unvoreingenommenen Richter habe, ebensowenig mag ich es nun, wenn mit offenkundig unterschiedlichen Maßstäben Ettaler Watschen zum Auffetten der etwas mageren Berichtslage um einen schwulen Pater zum "Mißbrauch" hochstilisiert werden, und gleichzeitig jahrelange, von einem ganzen Lehrerteam wochenend-planmäßig betriebene Odenwälder Hinterladereien klamm-heimlich im Pressearchiv entsorgt werden (aus dem sie, soviel wage ich zu prognostizieren, weitestgehend nie mehr auftauchen werden). Das mag ich einfach nicht. Und der Gedanke, das jetzt höhnisch grinsend mit einem "Ätsch!" zu kommentieren, bloß weil ich — ich versuche fairneßhalber Katholen und Evangelen jetzt gleichermaßen gegen mich aufzubringen — die Meßopferlehre als magischen Mumpitz, oder die Rechtfertigunglehre samt "solas" als ebenso ahistorischen wie unlogischen Schwachsinn betrachte, kann mich nicht erbauen. Im Gegenteil: wer jetzt fröhlich Deschner & Co. zitiert, verrät m.E. damit, daß sein vorgeblicher Unglaube bei weitem nicht so gefestigt ist, wie er uns glauben machen will. Und darüber hinaus noch, daß er das eigentliche Problem, das allen Freiheitsfreunden unter die Haut gehen sollte, nicht einmal erkannt hat! Wer jetzt fleißig als nützlicher Idiot beim antikirchlichen Watschentanz mitplattelt, wird irgendwann erkennen müssen, daß die Verbrechen der Kirchen immer noch vergleichsweise harmlos sind, wenn man sie mit den monströsen Verbrechen explizit antikirchlicher und antireligiöser Ideologiesysteme vergleicht. Und vielleicht erkennt er bei ein bißchen Nachdenken sogar schon jetzt, daß weder die Alptraum-Vision von "Brave New World", noch von "1984" solche aus dem Weihrauchfaß sind. Aber, verdammt noch mal, dafür tausendmal wahrscheinlicher als die Wiedereinführung der Spanischen Inquisition oder der päpstlichen Universalmonarchie ... Kurt_G Mein Gott was für ein abgrundtiefer Blödsinn. Da führt sich der Autor selber ad absurdum. .. ja fwh da haben Sie recht. Daß dieses Land längst auf dem Weg in die Gesinnungsdiktatur ist und sie selbst jederzeit die nächsten sein können, gerade weil Libertäre ebenso wie Konservative der Hauptzielscheibe der Kollektivisten sind, erkennen sie dann wohl erst, wenn es sie persönlich trifft ... ... ich habe es hier am eigenen leib gespürt. Leider - das können Sie nicht wissen - bin Ich auf jeden Fall keiner der sein Mütchen kühlt. Aber was wissen Sie schon - ...?!? Maverick, am 16. März 2010 um 21:06 ( Link ) fwh, TrebMelsa @ fwh und LePenseur Daß dieses Land längst auf dem Weg in die Gesinnungsdiktatur ist und sie selbst jederzeit die nächsten sein können, gerade weil Libertäre ebenso wie Konservative der Hauptzielscheibe der Kollektivisten sind, erkennen sie dann wohl erst, wenn es sie persönlich trifft Dies ist vollkommen richtig! Es läuft eine Kampagne, es geht nicht um Aufklärung und Aufarbeitung von Missbrauch; Missbrauch in Form von sexueller Art und körperlicher Gewalt, diese beiden Formen werden von einigen Scheinheiligen auch gut durcheinander gemischt. Bei mir daheim war zu lesen – dabei ging es um ein Gymnasium eines Ordens: Nun, ich bin auch in den 1960er Jahren zur Schule gegangen und war nur auf staatlichen Schulen. Und dort wurde auch geprügelt, geschlagen und getreten – alles vom „Feinsten“. Ganz besonders erinnere ich mich an eine mehrwöchige Ferienfahrt, auf dieser lernte ich dann auch Lehrer anderer staatlicher Schulen kennen und machte die Erfahrung, nicht nur die Lehrer meiner Schule prügelten, sondern auch die Lehrer von anderen staatlichen Schulen zeigten sich als wahre Meisterschläger. Lieber Herr Haubold, lieber LePenseur, deshalb sind Sie beide völlig im Recht, egal ob man nun ein Gläubiger oder Ungläubiger ist, gegen diese scheinheiligen, kollektivistischen geistigen Brandstifter sollte jeder Liberale (auch jeder Konservative) eindeutig Stellung beziehen, z. B. hat auch ein Eugen Richter als konsequenter Liberaler während des bismarckschen Kulturkampf eindeutig Stellung bezogen. Meister_Brubbel, am 17. März 2010 um 9:59 ( Link ) wie schrieb ein mitposter weiter vorn: hier wird mit kinderschändern symphatisiert und lügenbolden in kutten die hand gehalten. Le Penseur, am 17. März 2010 um 10:17 ( Link ) @Maverick: Blättern Sie doch ein wenig im Pfaffenspiegel. ... der schon in der Nazizeit im großen Stil neu aufgelegt wurde (ich besitze so eine Ausgabe), und die Kampagnen der NSDAP gegen die katholische Kirche unterstützen durfte. Nur kurz nachgefragt: zur Entlarvung des Judentums — ist da Ihrer Ansicht nach der "Mythus des 20. Jahrhunderts" besser geeignet, oder sollte man gleich "Mein Kampf" lesen? Ich weiß, ich weiß! Das war jetzt üble Polemik ... aber nicht polemischer als der "Pfaffenspiegel", den Sie uns zur Lektüre ans Herz legen. Der Aussage „man werde nach 25 Jahren nicht plötzlich pädophil“ kann ich nur in bezug auf den Zeitraum zustimmen. Wenn einer plötzlich pädophil wird, dann meistens eher. Die Aussage lautete nicht „man werde nach 25 Jahren nicht plötzlich pädophil“, sondern „man werde mit*) 25 Jahren nicht plötzlich pädophil“. Womit Ihr Triebstau-Argument in sich zusammenfällt. Zumal auch die Voraussetzungen in einem Militärcamp wohl andere sind, als bei katholischen Geistlichen. Und die Indochina-Erfahrungen können auch nicht einfach in unseren Kulturkreis übertragen werden — mir jedenfalls ist nicht bekannt, daß z.B. im 2. Weltkrieg in der Wehrmacht die Soldaten serienweise nach ein paar Monaten schwul geworden wären ... --- *) d.h. in einem "typischen" Weihealter, ab dem der Geistliche zum Zölibat verpflichtet ist. Le Penseur, am 17. März 2010 um 10:22 ( Link ) @Meister_Brubbel: wie schrieb ein mitposter weiter vorn: hier wird mit kinderschändern symphatisiert und lügenbolden in kutten die hand gehalten. Und wie schieb ich an einen Mitposter weiter vorn: ... mein Rat an Sie — (fast) kostenlos, aber hoffentlich nicht umsonst: drucken Sie doch Ihr Posting aus, und verwenden es dann an jenem Ort und für jene Zwecke, für die es am besten geeignet ist Verstanden? Meister_Brubbel, am 17. März 2010 um 10:27 ( Link ) vollkommen falsch. setzen. sechs. wie sie an mitposter schreiben, interessiert hier niemanden. fwh, am 17. März 2010 um 10:46 ( Link ) @Meister Brubbel Maverick, am 17. März 2010 um 12:49 ( Link ) Le Penseur, Andreas Tögel, am 17. März 2010 um 22:28 ( Link ) Servus Jürgen, Auch mir - obschon kein Mitglied der attackierten Kirche - ist klar, daß hier ein Kesseltreiben mit klarer politischer Zielsetzung im Gange ist. Allerdings gebe ich folgendes zu bedenken (gerade aus der Sauna gekommen, wo "vox populi" sich zufällig eben dieses Themas angenommen hatte): der Umgang der Kirche mit offenbar tatsächlich geschehenen Verfehlungen einiger ihrer Mitarbeiter ist es, der am meisten empört. Ich habe nicht den Eindruck, daß alle Welt sich über den Zölibat oder dessen angeblich unmenschlichen und viele Geistliche deformierende Konsequenzen entrüstet. Vielmehr ist der Umstand, daß Verfehlungen nicht eingestanden und gesühnt werden - und daß vielfach sogar Opfer zu Tätern, oder zumindest zu Mittätern erklärt werden. Aus Angst vor Ansehensverlust zu vertuschen, zu leugen so lange es geht und dann allenfalls knieweiche Ausflüchte zu seriveren, ist halt kein gutes "Handling" inakzeptabler Vorgaänge (auch wenn die in einigen Fällen lange zurückliegen). Und noch eines: daß das spezielle Umfeld einer männerbündischen Organisation keinerlei Einfluß auf das Sexualverhalten haben sollte, scheint mir nicht sehr glaubwürdig zu sein. Auch beim Militär, in Gefangenenanstalten oder einst bei der SA sind / waren derlei "Abweichungen" nicht unbekannt. Anscheinend sind also auch "normal" veranlagte Menschen - ein entsprechendes Umfeld vorausgesetzt - dagegen nicht gefeit. Ich weiß, daß es Dir nicht darum geht, allen Geistlichen taxfrei einen Persilschein auszustellen. Mir scheint aber, daß ein eindeutiges Schuldeingeständnis und entsprechende Konsequenzen für die Täter unerläßlich sind, um weiteren Schaden (der ja jetzt schon groß genug ist) von der Kirche abzuwenden... Gruß aus Wien, TrebMelsa @ Andreas Tögel Das waren klare Worte. Aber ich möchte klar trennen zwischen körperlicher Gewalt (Prügel u. ä.) und sexueller Gewalt. Denn wie ich dies schon zweimal anführte, in den 1950er bis in die 1970er Jahre war „prügeln“ an den Schulen – nicht nur an kirchlichen Einrichtungen, sondern auch an den anderen Schulen und hier insbesondere den staatlichen Schulen – durchaus üblich, ja auch geradezu „Usus“. Von daher war damals „prügelnde Lehrer“ eine normale Erziehungsmethode des Zeitgeistes – besonders für Lehrer, die sich nicht anders zu helfen wussten. Und nochmals, auch ich bin oft genug von Lehrern an staatlichen Schulen sehr unsanft und sehr grob angefasst worden, insbesondere von einem Junglehrer, während einer Ferienfahrt. Staatliche und private Einrichtungen werden durch die einseitige Berichterstattung der Systempresse nicht oder kaum tangiert, der Feind ist die Kirche. Was interessieren den Macher der Systempresse und deren Kombattanten die Fakten, dass gerade die moralisierenden Grünen um Frau Vollmer „Sex mit Kindern“ vor Jahren im Wahlprogramm hatten und der Grüne David Cohn Bendit Kindersex (vgl. seine Autobiographie) praktiziert hat – nichts, denn diese sind eben „fortschrittlich“ und gehören zur Gruppe der systemischen Kombattanten. Dieses Faktum „Prügeln als damals normale Erziehungsmethode an Schulen“ wird in der Berichterstattung der Systempresse doch im Grunde komplett ausgeblendet, nur als Verfehlung auf kirchliche Einrichtungen bezogen und rückwärts mit heutigen „pädagogischen Theorien“ bewertet. Jürgen Hodler, am 18. März 2010 um 14:41 ( Link ) Servus alter Spezl Andreas, Ich weiß, daß es Dir nicht darum geht, allen Geistlichen taxfrei einen Persilschein auszustellen. Mir scheint aber, daß ein eindeutiges Schuldeingeständnis und entsprechende Konsequenzen für die Täter unerläßlich sind, um weiteren Schaden (der ja jetzt schon groß genug ist) von der Kirche abzuwenden... Nein, natürlich geht es mir nicht im einen Persilschein. Und die entsprechenden Konsequenzen sind natürlich auch zu ziehen. Nur kann dies natürlich nicht im Hurra geschehen, weil ein „öffentlicher Druck“ danach giert. Zuallererst ist es nämlich die vornehmste Pflicht eines jeden Bischofs, sich vor seine Priester zu stellen. Es kann ja auch nicht sein, daß bei jedem „Mißbrauchsschrei“ ein Priester augenblicklich durch die Demokratenhetzpresse gezogen wird. Und es kann schon zweimal nicht sein, daß ein Bischof eben diesem Treiben mir vorschnellen Entschuldigungen gar noch die Krone aufsetzt (der Fall Ettal sollte hier eigentlich Bände sprechen). Dann wäre zu fragen, wem gegenüber dieses „eindeutige Schuldeingeständnis“ zu leisten ist? Dies kann natürlich nur potentiellen Geschädigten gegenüber erfolgen. Wem auch sonst? Und es ist nun wahrlich niemandem gedient, wenn auch bei diesem Vorhaben lauthals der Umweg über die Demokratenhetzpresse eingeschlagen wird. Es wäre ja noch schöner, wenn man vor der hiesigen Anklägerschaft, deren Heuchelei ja offensichtlich ist, den Kotau machen würde. Und, lieber Andreas, dam angeblich großen Schaden stehe ich dann doch mit einer gewissen Gelassenheit gegenüber. Wer die Kirche liebt, der hält auch in stürmischen Zeiten zu ihr. Zumal das eigentliche Motiv der Geiferer ja auf der Hand liegt. Und eine Mehrzahl der Katholiken weiß auch ganz genau, wer hier geifert. Also diese Hetzereien wirken allerhöchstens in die Peripherie hinein. Die üblichen Kandidaten also. Man hat es hier ja auch wahrlich nicht mit einer Premierenveranstaltung zu tun. Man erinnere sich in diesem Kontext an den liberalkatholizistischen Lügenbeutel Döllinger, der Hand in Hand mit dem nicht minder liberalkatholizistischen „Tübinger Kreis“, dem liberalen „Protestantenverein“ und selbstredend den „freisinnigen“ Altliberalen der „ultramontanen Sippschaft ganz keck die Stirn bieten wollte“. Da opponierte man dann – selbstredend aus einer deutschnationalen Gesinnung heraus – in aber auch wirklich jedem Freimaurerblatt gegen das Trienter Konzil. Ja man erblickte in Trient gar eine Gefahr für das liberale Staatswesen und so drängte Döllinger unter anderem auch in München und Berlin auf eine direkte Intervention. Dieser Schuß sollte allerdings nach hinten losgehen, denn soviel liberalkatholizistische Niedertracht auf einem Schlage war denn selbst Bismarck nicht mehr geheuer. So wurde aus der gebotenen Stirn allerhöchstens ein rümpfender Zinken und die von den Altliberalen stets unterstützte „altkatholische Kirche“ war und ist ein Rohrkrepierer. Und das Resultat? Der Glaube erfuhr ausgehend von den 1870er Jahren eine wahre Blüte. Freilich ganz zum Schrecken der Altliberalen. Nun, warum diese Abschweife? Die soll nur zeigen, daß die Kirche im „Aufklärungszeitalter“ schon weitaus schlimmer Angriffe zu ertragen hatte. Die Kirche sah schon viele Feinde kommen und gehen und ich hege keinen Zweifel daran, daß sie auch den Altliberalen milde lächelnd hinterher winken wird. Die Sticheleien der Angreifer erfüllten – und in Sachen Mißbrauchsskandal wird’s nicht anders sein - eigentlich nie deren Erwartungen. Und das spüren diese Zeitgenossen auch. Je mehr deren Sticheleien verpuffen, desto schriller wird das Geplärr. Dies zeigt sich ja auch ganz besonders im vulgäratheistischen Umfeld dieser rührigen „Giordano-Bruno-Stiftung“ oder der nicht minder rührigen „Humanistischen Union“. Oder man werfe auch einen – allerdings nur dem Amüsement geschuldeten – Blick auf den Plärrhals und Stürmerkandidaten Kurt G. Also dieses Geplärre kann auch unter Aufbietung des Profilneurotikers Deschner und diverser „katholischer Anthropologen“ dem Glauben nun wahrlich nichts anhaben. Viel gravierender sind da eigentlich jene Zersetzungserscheinungen, welche von den Liberalkatholizisten aus einem – typisch für diese Leute – falschen Toleranzverständnis heraus in die Kirche direkt hineingetragen wurden und werden. Insbesondere Wien – aber wem sag ich das – bietet hier ja auch ein eindrucksvolles Beispiel. Ist man dort doch soweit, daß bereits von höchsten Stellen jenen „kommunistischen Märtyrern“ gedacht wird, welche im Namen einer – hört, hört! – „neuen Humanität“ bereitwillig ihr Leben gaben. Während den allfälligen „Segnungsfeiern für Liebende“ werden – und dies kommt in der Tat einer Entweihung des Stephandomes gleich – mit aller Selbstverständlichkeit Homokonkubinate abgesegnet und die sakrilegische Fladenbrotkonsekration während diverser „Eventmessen“ gehört freilich zum guten Stil. Katholischen Demonstranten wird vor einem gewissen „Wiener Einkaufszentrum“ jedwede Unterstützung versagt, aber einer Kindsmord- und Genderideologin vom Schlage einer Renate Brauner hängt man anstatt des Mühlsteins mit aller Selbstverständlichkeit den Gregoriusorden um den roten Hals. Und dann darf mit der „Affäre Hrdlicka“ ja das eigentliche Sahnehäubchen nicht vergessen werden. Wurde doch im Dommuseum mit höchstem Segen das letzte Abendmahl als homoperverse Orgie präsentiert und nach der Höllenfahrt des Atheisten, Stalinisten und Pornokönigs Hrdlicka wurde das Weihwasser gar noch in Kübeln hinterhergeschüttet. Ja was will man da noch sagen? Diese liberalkatholizistischen Zersetzungen sind für das Glaubensleben weitaus gefährlicher als alle Mißbrauchskampagnen zusammen. Altmeister Kuehnelt-Leddihn wußte nur allzu gut, warum der die Liberalkatholizisten stets als „trojanische Esel“ bezeichnete. TrebMelsa @ Jürgen Hodler Gratulation! Alle Achtung - Respekt, messerscharf gedacht! Jürgen Hodler, am 18. März 2010 um 15:21 ( Link ) Wie schon erwähnt hat dies Deutschlands größter Liberaler der Bismarckzeit, nämlich Eugen Richter, der nicht viel für die Klerikalen und die Ultramontanen übrig hatte, im bismarckschen Kulturkampf auch gemacht. War der Gute etwa so groß gewachsen? Tsss... Nun will es mich freilich nicht überraschen, daß hier von ganz bestimmten Kreisen ein Zerrbild präsentiert wird. Wird hier doch ganz gezielt der Eindruck erweckt, daß man es hier mit einem beherzten Streiter für Recht und Toleranz zu tun hätte. Dies mag zwar einigen Mitdiskutanten ins ideologische Kalkül passen, aber dem ist nicht so. Nun ist beispielsweise von vornherein klar, daß dem altliberalen Eurgen Richter die bereits bemühte "ultramontane Sippschaft" freilich nicht genehm sein konnte. Deren Zielsetzungen standen dem Altliberalismus bekanntlich konträr gegenüber: Galt es doch, die Kirche und somit auch das Glaubensleben aus den engen Fesseln des liberal-autoritären Obrigkeitsstaates zu befreien. Die Formel "eine freie Kirche im freien Staat" war freilich noch nie eine altliberale Parole. In gewisser Weise ist dies verständlich, denn die altliberale Doktrin konnte ihren autoritären, ja bisweilen gar totalitären Charakter - und dies war freilich zuallererst einer fehlenden Basis geschuldet - ja erst im nationalstaatlichen Kontext entfalten. Ansonsten wäre der Altliberalismus über das Stadium eines bourgeoisen Possenstücks wohl auch nie hinausgelangt. Und es versteht sich von selbst, daß die kirchliche Rechtssphäre im Zuge dieses Wirkens soweit einzuschränken war, bis diese der altliberalen Doktrin gänzlich untergeordnet und somit gefesselt war. Exakt diese altliberale Doktrin wurde von Eugen Richter vollumfänglich repräsentiert. Eugen Richter war eben nur schlauer als manche seiner Zeitgenossen. Er ahnte eben, daß Bismarcks Kulturkampf zu guter Letzt in eine Erstarkung des kathlischen Glaubens mündet und daran konnte ihm nie und nimmer gelegen sein. Das war die einizge Motivation dieses altliberalen "Streiters für Recht und Toleranz". Bei derartigen Freunden braucht man sich vor der Gegnerschaft eigentlich gar nicht mehr fürchten. Das sind dann exakt jene Freundschaften, denen man nie mit dem Rücken voraus begegnen sollte. Es ist nämlich stets der Dolchstoß zu fürchten. Jürgen Hodler, am 18. März 2010 um 15:23 ( Link ) Gratulation! Alle Achtung - Respekt, messerscharf gedacht! Mit Ihnen habe ich aber dennoch ein kleines Hünchen zu rupfen.:))))))) Jürgen Hodler, am 18. März 2010 um 15:24 ( Link ) Pardon: Ein Hühnchen. Le Penseur, am 18. März 2010 um 17:12 ( Link ) @Jürgen Hodler: 2. Was Eugen Richter betrifft, halte ich es für etwas schofel, ihm gleich rein taktische Überlegungen zu unterstellen. Auch dann, wenn Sie "die Liberalen" nicht mögen. 3. In der Debatte sollte man zweierlei nicht vermengen: Zu Position a) wreden Sie z.B. mich als Verbündeten erwarten können, zu b) eben nur insoweit, als sich die katholischen Positionen mit den meinen decken. Das ist auch (wenigstens für mich) kein Problem — solange man a) und b) nicht unsauber vermengselt. Jürgen Hodler, am 18. März 2010 um 18:59 ( Link ) @Le Penseur 1. Statt "Trienter Konzil", nehme ich an, sollte es "1. Vatikanisches Konzil" heißen. In diesem ganz speziellen Kontext griff ich lediglich auf "Döllinger-Vokabular" zurück. 2. Was Eugen Richter betrifft, halte ich es für etwas schofel, ihm gleich rein taktische Überlegungen zu unterstellen. Auch dann, wenn Sie "die Liberalen" nicht mögen. Was hätte ich ihm denn sonst „unterstellen“ können? Freilich, man kann auch hin und her interpretieren, bis es einem schlußendlich wieder in den Hosensack paßt. Man darf auch ruhig glauben, daß für ihn schlußendlich altliberale Prämissen den Ausschlag gaben. Aber dann kann ich’s drehen und wenden wie ich will, ich lande nämlich stets wieder am Ausgangspunkt. Also bei Ihren „taktischen Überlegungen“. 3. In der Debatte sollte man zweierlei nicht vermengen: Die von Ihnen aufgeführten Punkte wurden in meiner vorhergehenden Abhandlung mit keiner Silbe berührt. Ich habe eigentlich auch gar nicht vor, dies zu tun. Wobei mir – und dies sage ich jetzt ganz direkt – die Meinung Außenstehender zum Thema Zölibat eigentlich schnurzegal ist. Dasselbe trifft übrigens auch auf unseren katholischen Glaubensschatz zu. Müssen hier gar humanistische Einwände Berücksichtigung finden? Wohl eher nicht. Zu Position a) wreden Sie z.B. mich als Verbündeten erwarten können, zu b) eben nur insoweit, als sich die katholischen Positionen mit den meinen decken. Das ist auch (wenigstens für mich) kein Problem — solange man a) und b) nicht unsauber vermengselt. Nett! Ihre Vorgehensweise sei selbstredend Ihnen überlassen. Kaufen kann ich mir davon nichts. Egal ob hü oder hott (Sie wissen ja, wie’s gemeint ist).:)))) TrebMelsa @ Jürgen Hodler Wenn Sie den Ausdruck "größten" nicht mögen, dann schreibe ich "konsequentesten". Auf eine läppische Replik zu Ihrer Formulierung, die auch zum Rupfen eines Hühnchen herausfordert, lasse ich bleiben. Genügt dies als Material, um das Hühnchen, welches Sie mit mir noch zu rupfen haben, nun rupfen zu können? Natürlich hat dies alles nichts mehr mit dem eigentlichen Inhalt des Artikels zu tun - Entschuldigung dafür! Jürgen Hodler, am 18. März 2010 um 20:16 ( Link ) @TrebMelsa Schauen’S, die Person Eugen Richter interessiert mich nur insoweit, als die Phase seines Wirkens den endgültigen Niedergang des Altliberalismus, also dieses sog. „Klassischen Liberalismus“, symbolisiert. Hier kann der Geschichtsinteressierte das Ende des Altliberalismus im Reich in der Tat im Zeitraffertempo mitverfolgen. Die altliberale Ära hatte halt stets – warum wohl?- nur einen flüchtigen Charakter. Ob und aus welchen Gründen er gegen Bismarck opponierte ist mir in diesem Kontext eigentlich auch herzlich egal. Wobei ich Ihnen freilich zugestehe, daß er in seinem Denken bis zur letzten Sekunde eine gewisse Konsequenz an den Tag legte. Er war halt derjenige, der aus altliberaler Sicht schlußendlich den Lichtschalter betätigte und – verdienterweise – den Vorhang senkte. Aber nun ist es halt auch so, daß eben aus dieser an den Tag gelegten Konsequenz heraus auch meine vorhergehende Wortwahl resultiert. Ein Altliberaler kann nun mal nicht zu seiner Haut hinaus. Und dann ist es freilich auch klar, daß die Liberalkatholen natürlich seit jeher geradezu krampfhaft um einen Ausgleich mit den Prinzipien von 1789 bemüht sind. Im Prinzip sieht der Liberalkathole in den Prinzipien der liberalen Revolution zweifellos christliche Wahrheiten. In ihrer ursprünglichen Ausfertigung mögen die zwar ein wenig unverschämt erscheinen, aber nach einer entsprechenden Reinigung sind diese für die Kirche grundsätzlich assimilierbar. So heißt es dann, daß liberale (welche eigentlich?) und katholische Grundsätze spielend in Einklang zu bringen sind. Ein „Befreiungstheologe“ bringt dies auf seine Art und Weise selbstredend ebenso „elegant“ zuwege. Und genau aus diesem Grund wehre ich mich mit Händen und Füßen gegen jede Vereinnahmung unseres katholischen Glaubens durch irgendeinen „ismus“. Zu guter Letzt endet dieses Vorhaben nämlich stets in einem für die neuzeitlichen Ideologien zu typischen More-Geometrico-Reißbrettdenken. Und so sage ich auch in aller Deutlichkeit, daß dieser sog. „Klassische Liberalismus“ und dessen philosophische Grundlagen Naturalismus, Nominalismus, Rationalismus, Subjektivismus und Individualismus mit der kirchlichen Lehre in keinem Punkte in Einklang zu bringen sind. Vom altliberalen Pluralismus soll hier erst gar nicht die Rede sein. Wobei hier auch noch ergänzend hinzuzufügen ist, daß eben dieser sog. „Klassische Liberalismus“ von der Kirche bis zum heutigen Tage verurteilt ist. Und – das soll auch nicht vergessen werden – unsere zahllosen Märtyrer im Kampfe gegen Altliberalismus und Menschenrechtsaberglaube waren ganz gewiß keine gestörten Seelenkrüppel. Auch wenn die Liberalkatholen meinen, daß man sich vor Vaticanum II im Zustande des Dauerirrtums befand. TrebMelsa @ Jürgen Hodler Zunächst meinen Dank für die ausführliche Antwort! andere Bücher habe ich mir leider stets auszuleihen. Dann mögen Sie die Verbindung des katholischen Christentums mit irgendeinem „ismus“ nicht. Ich kalkuliere, deshalb vermeiden Sie das Wort „Katholizismus“? Meine Interpretation und meine Sichtweise werden Sie – schätze ich einmal – verwerfen. hoeppe, am 19. März 2010 um 13:44 ( Link ) wobei für mich das Fundament die Lehre vom freien Markt ist Beim Glauben an den freien Markt sehe ich mich immer mit dem ersten Gebot in Konflikt. TrebMelsa @ hoeppe Lieber hoeppe, damit habe ich keine Probleme, und zwar, weil mir mein Religions- und Geschichtslehrer (übrigens ein katholischer Priester) folgendes in der Schule nahe gebracht hat: Sowie ich beide Darlegungen verstehe, geht es darum, dass ein Zuviel an Selbstsucht dieses Schlechte handeln bedingt, ebenfalls kann ein übersteigerter Gruppentrieb schlechtes Handeln bedingen = übersteigertes Gruppengefühl: was der Gruppe nützt ist erlaubt. Und daraus leite ich auch das für mich Fundamentale des freien Marktes ab: Dadurch mein lieber hoeppe habe ich mit dem 1. Gebot, aber auch mit dem 9. und 10., keinerlei Probleme! hoeppe, am 19. März 2010 um 16:27 ( Link ) @TrebMelsa Ich würde es ja auch gern glauben, komme aber leider wie immer nicht klar. Der Markt kann selbst Egoisten und Neider zwingen, sich so zu verhalten, als ob sie am Wohlergehen ihrer Mitmenschen interessiert sind. Wie zwingen? Durch Gleichgewichtstheorien? Hier wenden sich alle gegen den Terror der Gleichmacherei. Die RKK verordnet sich eine vertikale Ordnung und auch der von Ihnen angesprochene EKL hebt diese vertikale Ordnung wohlwollend hervor. Der freie (?) Markt kann die von Ihnen postulierte pädagogische Wirkung aber nur erzwingen, wenn alle in einer Gleichheit auf den Markt treten von der ein Kommunist nicht einmal zu träumen wagt. Habe ich mehr drauf als mein Nebenmann wird er platt gemacht. Ich werde vermutlich nie verstehen, wie mich der freie Markt an diesem Bemühen hindern will. Der Preis regelt Angebot und Nachfrage, nicht die Moral oder das Wohlergehen meines Mitmenschen. Meine Mitmenschen am Markt sind Kunden, Angestellte, Vorgesetzte, Vertragspartner oder Lieferanten usw.. Fördere ich mit meinem Markttreiben ihr Wohlergehen… gut…, kippen sie aus den Latschen… auch gut…, muss ich mir eben andere suchen. TrebMelsa @ hoeppe Wie zwingen? Durch Gleichgewichtstheorien? Sicherlich nicht, davon habe ich auch nichts geschrieben, sondern ich habe mich auf die "österreichische Schule" bezogen, d. h. explizit nicht auf irgendwelche Gleichgewichtstheorien. Außerdem, habe ich von einer Möglichkeit gesprochen - mehr nicht. Also, dass das Marktgeschehen auch den Neidhammel, falls er gut leben möchte, trotz seiner Neidgefühle dazu bringen kann wohlstandsmehrend für die Gemeinschaft zu agieren, seine Fähigkeiten einzubringen. D. h. nagtürlich nicht, dass der Neidhammel dies auch tun wird. Wo ist das Problem? Jürgen Hodler, am 19. März 2010 um 20:07 ( Link ) @TrebMelsa Ich danke auch für Ihre Replik. Allerdings ist es angebracht, sich dieser häppchenweise zu nähern. Man verliert ansonsten wohl den Faden. Es ist nämlich immer noch nicht geklärt, wie der Katholik TrebMelsa die philosophischen Grundlagen des „Klassischen Liberalismus“, also Naturalismus, Nominalismus, Rationalismus, Subjektivismus und Individualismus, mit der kirchlichen Lehre in Einklang bringen will (ein „der Mensch zuerst“ kennt man hier gewiß nicht). Dies wäre ja gerade im Hinblick auf die von Ihnen bemühten „liberalen Grundsätze“ in der Tat zu klären. Der Altliberale bemüht diese „liberalen Grundsätze“ ja ebenso wie Sie. Und nun ist es ja so, daß der Altliberalismus im Orbis Catholicus seinen prägnantesten Ausdruck in der Tat in der liberalen Revolution erfuhr. Da ist es ja nur folgerichtig, wenn sowohl Ludwig. v. Mises als auch F. A. v. Hayek im Hinblick auf die Französische Revolution ja bisweilen wahre Lobpreisungen verlauten ließen. Für F. A. v. Hayek war ja gerade die Französische Revolution der eigentliche Durchbruch des „rationalistischen Liberalismus“. Nun war dieser Durchbruch Ihrer Lesart nach nun wahrlich kein Akt der Liberalität. Läßt dies dann den Schluß zu, daß eben dieser „rationalistische Liberalismus“ seinem ganzen Wesen nach „nicht liberal“ in ihrem Sinne ist? Hier könnte man dann spaßeshalber den Freiheitsbegriff des „Klassischen Liberalismus“ in Form einer bloßen „Freiheit von…“ dem katholischen „Freiheit ist das Streben zum Guten“ gegenüberstellen. Da, werter TrebMelsa, würden sich in Ihren „liberalen Grundsätzen“ dann wahrhaftige Abgründe offenbaren. Und wenn man Kuehnelt-Leddihn als Kronzeugen bemüht, dann sollte man einen gewichtigen Aspekt nicht übersehen: Die Altliberalen, also die „klassisch Liberalen“, hielt er stets auf Distanz. Ludwig v. Mises war halt ein „begabter Altliberaler“ und die regelmäßigen Treffen mit v. Hayek in Sölden dienten – wie er in einem Spätwerk verlauten ließ – zuallererst der Bekehrung. Die vorhergenannten philosophischen Wurzeln des Altliberalismus und folglich auch die Verurteilung durch Papst Pius IX. waren ihm freilich wohlbekannt. Das soll vorerst reichen. Wobei ich übrigens noch betonen will, daß ich nicht einmal im Traume an Ihren guten Absichten zweifle. Der Herr bewahre. Aber gelegentlich kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß hier nach Lust und Laune Dinge miteinander vermischt werden, welche eigentlich gar nicht zusammengehören. Vielleicht sollte man beim Genuß der jeweiligen Cocktails auch mal hinterfragen, ob diese sowohl philosophisch als auch geschichtlich überhaupt noch begründbar sind. Jürgen Hodler, am 19. März 2010 um 21:49 ( Link ) @Hoeppe Der freie (?) Markt kann die von Ihnen postulierte pädagogische Wirkung aber nur erzwingen, wenn alle in einer Gleichheit auf den Markt treten von der ein Kommunist nicht einmal zu träumen wagt. Nicht die Abstraktion "Markt" erzwingt, sondern der dazugehörige konstitutionelle Rahmen. Und da zeigte man sich mit der erzwungenen „Gleichheit“ bei Bedarf auch nicht zimperlich. Insbesondere im England des 19. Jahrhundert, wo das Laissez-faire bekanntlich gar zu einem religiös verbrämten Glaubenssatz erhoben wurde, griff man bei Bedarf nur allzu gern wieder auf die verbrämten „kollektivistischen Methoden“ zurück. Mit dem bloßen „machen lassen“ nahm man es bekanntlich nicht mehr so genau, wenn’s den eigenen Zwecken dienlich war. EEkat, am 21. März 2010 um 2:51 ( Link ) Klar ist es Hetze gegen die katholische Kirche. Schade, daß man dem Ratzinger trotz aller Anstrengungen die Beteiligung an einem Mißbrauch persönlich nicht nachweisen kann. Wer fragt schon noch, ob man unsere Maßstäbe anlegen kann an das Handeln längst vergangener Taten in völlig anderen Zeiten. Körperliche Erziehung hatte damals Ausmaße, die heute strafrechtlich verfolgt werden. Ich weiß jedoch nicht, ob das eine völlig falsch, das andere dann völlig richtig sein kann. Unter Pädagogen werden sich stets Leute befinden, die sich zu jungen, d.h, mehr oder weniger wehrlosen Menschen hingezogen fühlen müssen. Nur bei denen können sie brillieren, glänzen, sich durchsetzen. Nur dort fühlen sie sich stark. Die Perversion einer unausgereiften Persönlichkeiten beginnt nicht erst mit einem sexuellen Übergriff. Natürlich kann dies dramatische Auswirkungen auf den Mißbrauchten haben. Natürlich muß man das unterbinden. Aber wo anfangen, und woher die vielen Vollkommenen nehmen? Und welche Maßstäbe dabei anlegen? Die von heute? Sind sie tatsächlich überlegen? Die Meute, die Volkommenen sagen: ja. Heute also vorhalten zu wollen, damals nicht die Mißbrauchten ans Licht gezerrt zu haben, um Zeugnis abzulegen für ihre Demütigungen. Heute, wo ein jeder sich ohnehin als Mißbrauchter sieht bereits deswegen, weil in einer Kneipe, in der er potentiell Gast sein könnte, dennoch geraucht werden darf. Wo Fummel zum Bestandteil des Menschenrechts erhoben wird ist schwer zu vermitteln, daß ein einmal mißbrauchter Jugendlicher es nicht doch noch in der eigenen Hand oder Hose haben könnte, seine erlittene Verletzung überwinden zu können. Wo Schwulsein zum gesellschaftlichen Standard, das Zölibat jedoch zur Abartigkeit herabgestuft, die Kutane zum Judenhut wird, das Zerschnitzeln von weiblichen Geschlechtsorganen als Bestandteil kultureller Besonderheit übergangen, hingegen das Betatschen von Genitalien Jugendlicher gesellschaftlich geächtet wird, da muß man sich nicht mehr positionieren. Es ist, wie der Autor bereits belegte: Ein tödlicher Klamauk, bei dem Katholiken mal wieder vorgeführt werden können. Abgeschmackt, und auf den Schultern der Opfer zelebriert. Die sich am Ende nochmals benutzt vorkommen werden. EEkat hoeppe, am 22. März 2010 um 9:10 ( Link ) @TrebMelsa Abschließend ganz kurz, weil es ja auch voll am Thema vorbei geht… Außerdem, habe ich von einer Möglichkeit gesprochen - mehr nicht. Also, dass das Marktgeschehen auch den Neidhammel, falls er gut leben möchte, trotz seiner Neidgefühle dazu bringen kann wohlstandsmehrend für die Gemeinschaft zu agieren, seine Fähigkeiten einzubringen. D. h. nagtürlich nicht, dass der Neidhammel dies auch tun wird. Wo ist das Problem? Das Marktgeschehen fördert den Neid. Neid setzt Vergleichbarkeit voraus und vergleichen ist eine essentielle Betätigung im Marktgeschehen. Angebote vergleichen, Preise vergleichen, mein Einkommen mit dem von Josef A. vergleichen, Äpfel mit Birnen vergleichen. Jeden und alles über den Preise auf den gleichen Nenner bringen. Andreas Tögel, am 06. April 2010 um 9:48 ( Link ) Ad TrebMelsa: TrebMelsa @ Andreas Tögel Vielen Dank! Schöne Grüße aus dem Rheinland Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Goldelse, am 14. März 2010 um 17:10 ( Link )
Danke für die Aufklärung, dann wissen wir, wo wir die linken Meinungsmacher vermuten müssen, in der braunen Ecke. Dazu passen auch die bestellten Störer der Strache Veranstaltung.
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