Edgar L. Gärtner

Jahrgang 1949, Hydrobiologe, Wissenschaftsautor.

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Vulkanausbruch: Was steckt wirklich hinter den Flugverboten?

von Edgar L. Gärtner

Hinweise auf Terror-Alarm oder Notstandsübung

Seit heute früh um 8 Uhr geht auch auf Deutschlands größtem Flughafen, dem Frankfurter Rhein-Main-Airport, nichts mehr. Mit dem Hinweis auf die durch den erneuten Ausbruch des südisländischen Vulkans Eyjafjallajökull in die Luft geschleuderten Aschefahne, die sich auf den europäischen Kontinent zubewegt, wurden alle Flugbewegungen eingestellt. Immerhin versicherte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport AG, die Aschewolke sei noch gar nicht in Hessen angekommen. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Es sei bekannt, dass der feine Basaltstaub zu gefährlichen Triebwerksausfällen führe, weil er in deren Hitzestrom schmelzen und die Luftschlitze verkleben kann. Diese Gefahr ist im Prinzip durchaus ernstzunehmen. Aber ist es deshalb gerechtfertigt, im aktuellen Fall 60 Prozent aller Flüge in Europa ausfallen zu lassen?

Birger-Gottfried Lühr vom Geoforschungszentrum Potsdam weist darauf hin, dass der isländische Vulkan bislang nur relativ wenig Material in die Luft befördert hat, etwa 0,025 Kubikkilometer. „Für Vulkane ist das nicht viel“, erklärte Lühr gegenüber dem Online-Nachrichtendienst pressetext.de. „Beim Ausbruch des Mount St. Helens 1980 waren es ein und 1883 beim Krakatau 18 Kubikkilometer. Doch erst ab etwa 100 Kubikkilometern, wie es beim Tambora-Ausbruch im Jahr 1815 der Fall war, sind Auswirkungen auf das globale Wetter wahrscheinlich.“ Das wirft die Frage auf, ob die von Nord- bis Mitteleuropa getroffenen äußerst kostspieligen und ärgerlichen Vorsichtsmaßnahmen nicht weit übertrieben sind.

Zusätzliche Zweifel kommen auf, wenn man so nebenbei erfährt, dass leitenden Angestellten von in Frankfurt ansässigen Großbanken schon zum Wochenbeginn, das heißt vor dem erneuten Ausbruch des Eyjafjallajökull, davon abgeraten wurde, in dieser Woche Flugreisen zu unternehmen. Unvermeidliche Flüge sollten sie sicherheitshalber ohne Begleitung antreten. Das könnte darauf hinweisen, dass die großräumigen Luftraumsperrungen wenig oder gar nichts mit dem Ausbruch eines vergleichsweise winzigen Vulkans zu tun haben, sondern vielmehr mit der Ankündigung oder Simulierung eines Terroranschlags auf Flugzeuge. Anhaltspunkte dafür liefern auch großangelegte Polizeikontrollen von Passanten, die in den letzten Tagen in stark von islamischen Migranten geprägten Frankfurter Stadtteilen stattfanden, ohne dass sie in der Lokalpresse auch nur mit einem Wort erwähnt wurden. Der Ausbruch des Eyjafjallajökull könnte also den deutschen Sicherheitsbehörden einen willkommenen Vorwand für Durchführung einschneidender Anti-Terror-Maßnahmen oder Notstandsübungen hinter dem Rücken der ahnungslosen Bürger geliefert haben. Sollen diese nicht wissen, dass sich ihr Land im Krieg befindet?

Internet

Geoforschungszentrum Potsdam

Mini-Vulkan sorgt für Mega-Wirbel

16. April 2010

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