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Europa probt die lückenlos korrekte Gesinnung: Britische Konservative werfen Kandidaten aus der Partei

von Redaktion eigentümlich frei

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(ef-AFL) Die britischen Konservativen (Tories) haben einen ihrer Kandidaten für die anstehenden Parlamentswahlen aus der Partei ausgeschlossen, weil er Homosexualität „nicht für normal“ hält. Dies berichtet heute unter anderem die „Junge Freiheit“ auf ihrer Online-Seite.

Philip Lardner, der bei der Unterhauswahl am 6. Mai im schottischen Wahlkreis Nord Ayrshire antritt, hatte sich in seiner Kandidatenvorstellung gegen die staatliche Förderung von Homosexualität ausgesprochen. Lardner erklärte, er werde auch für Eltern und Lehrern eintreten, die sich dagegen wehren, dass Kindern Homosexualität als normales Verhalten und eine gegenüber der traditionellen Ehe gleichwertige Lebensform gelehrt werde.

Die „JF“ ergänzt Lardners weitere Äußerungen so: „Auch dürften die Kirchen nicht vom Staat gezwungen werden, Homosexuelle einzustellen, was allen Lehren der Bibel widerspreche. Dies sei genauso unsinnig, als zwinge man die Menschenrechtskommission, dem Vorsitzenden der British National Party, Nick Griffin, einen Arbeitsplatz zu bieten. Das Gleichstellungsgesetz müsse daher im Interesse der Freiheit und christlicher Werte geändert werden.“

Selbstverständlich, so Lardner, sollten Homosexuelle so leben dürfen wie sie wollten, aber „Toleranz und Verständnis sind das eine, staatliche Förderung von Homosexualität etwas anderes“. Lardner, selbst Grundschullehrer, sieht sich als Stimme des gesunden Menschenverstands.

Nach einer Meldung der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ nannte der Vorsitzende der schottischen Tories, Andrew Fulton, Lardners Äußerungen „zutiefst verletzend und inakzeptabel“. Philip Lardner ist deshalb jetzt aus der Partei ausgeschlossen worden.

Die von Homo-Aktivisten betriebene österreichische Internetseite ggg.at erklärt zu den Hintergründen, dass sich gerade die konservativen Tories im derzeitigen Wahlkampf „betont schwulen- und lesbenfreundlich gegeben“ hatten. Doch bereits letzten Monat wurde diese Parteilinie ein wenig beschädigt, als der als Innenminister vorgesehene Chris Grayling für Aufregung sorgte: Er hatte sich dafür ausgesprochen, dass strenggläubige Christen ihr Bed-and-Breakfast-Übernachtungsangebot homosexuellen Gästen verweigern können. Grayling musste sich für sein unzeitgemäßes Eintreten für Vertragsfreiheit öffentlich entschuldigen, wird im Wahlkampf weitgehend versteckt gehalten und gilt laut einer Einschätzung des „Guardian“ vom 14. April nun auch nicht mehr als Ministerkandidat.

Internet

Die passende Folge aus South Park: Todescamp der Toleranz

28. April 2010

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