Edgar L. Gärtner

Jahrgang 1949, Hydrobiologe, Wissenschaftsautor.

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Klimapolitik: Von „Global Warming“ zu „Global Cooling“

von Edgar L. Gärtner

Eine Kehrtwende, um das CO2-Dogma zu retten?

Wie erwartet, ist das erneute Treffen von 4.500 „Klimadiplomaten“ in Bonn ohne greifbares Ergebnis geblieben. Es gilt inzwischen als ausgeschlossen, dass es auf dem „Klimagipfel“ gegen Ende des Jahres im mexikanischen Badeort Cancún auch nur zu Ansätzen einer Einigung über den Abschluss eines Nachfolgevertrages zum bald auslaufenden Kioto-Protokoll kommt. Doch Skeptiker sollten sich nicht zu früh freuen. Zwar scheint ihnen die Natur in die Hände zu spielen, indem sie die Warnungen vor einer Überhitzung der Erdatmosphäre seit einem Jahrzehnt Lügen straft. Doch sehen jene elitären Zirkel, die seit Jahrzehnten nach einem Weltstaat rufen und das mit immer neuen Warnungen vor heraufziehenden Katastrophen begründen, noch lange keinen Grund, ihr Ziel aufzugeben, die Verminderung beziehungsweise Rationierung des Ausstoßes des „Klimakillers“ CO2 über den weltweiten Handel mit „Verschmutzungsrechten“ zum großen Geschäft zu machen. Denn ihre wissenschaftlichen Berater wissen sehr wohl, dass es keinen experimentellen Beweis für die dem CO2 zugeschriebene Wärme stauende Wirkung gibt. Vielmehr geht aus der Literatur hervor, dass das in der Atmosphäre nur in einer Konzentration von 0,04 Volumenprozent vorhandene CO2, sofern es denn überhaupt etwas bewirkt, statt zu einer Aufheizung auch zu einer Abkühlung der Atmosphäre beitragen kann. Beide Möglichkeiten sind mit der Schulphysik vereinbar.

Deshalb konnte es nur Ahnungslose überraschen, auf der Tagesordnung des jüngsten Bilderberg-Treffens Anfang Juni 2010 im katalonischen Sitges statt „Global Warming“ auf einmal nur noch „Global Cooling“ zu finden. Das bedeutet aber nicht, dass die dort versammelten Top-Manager von staatsmonopolistisch kartellisierten Industrie- und Finanzkonzernen sich nun anschicken, auf den für sie lukrativen, aber volkswirtschaftlich selbstmörderischen Handel mit CO2-Zertikaten zu verzichten. Ein Kioto-Nachfolge-Abkommen ist nicht der einzige Weg, um einen Aufschwung im CO2-Emissionshandel einzuleiten. Die totalitäre Fiktion vom CO2-gesteuerten Klimawandel wird wohl nicht der fortschreitenden Abkühlung der Erde zum Opfer fallen. Wie lange die aktuelle „Pause“ der Erderwärmung währen wird, wissen wir ohnehin nicht.

Zwar teile ich nicht die Ansicht, dass auf VIP-Versammlungen hinter verschlossenen Türen wie den jährlich stattfindenden Bilderberg-Treffen regelrechte Verschwörungen ausgeheckt werden. Aber ich halte es durchaus für möglich, dass das Treffen in Sitges Berufspolitikern und Medienleuten das Stichwort für eine Fortsetzung des klimapolitischen Aktionismus unter anderem Vorzeichen geliefert hat. Anstehende Milliardeninvestitionen in unzuverlässige und völlig unwirtschaftliche „CO2-freie“ Energien werden eher von der weiter galoppierenden Verschuldungskrise gestoppt werden als durch das Ausbleiben der prophezeiten Überhitzung unseres Planeten. Ohnehin ist in der internationalen Politik nun schon seit etlichen Monaten mehr allgemein von „climate change“ als speziell von „global warming“ die Rede.

Wie Hannah Arendt gezeigt hat, enden totalitäre Fiktionen nicht durch ihre Widerlegung, sondern an der Wand. Dieses An-die-Wand-Fahren wäre nur vermeidbar, wenn die Menschen zur Einsicht kämen, dass Entwicklungen wie der Klimawandel nicht Gegenstand zentraler politischer Gestaltung sein können, weil die Anpassung an den unvermeidlichen Wandel unserer Lebensbedingungen immer nur dezentral erfolgen kann. Das heißt: Selbst wenn an der These von der menschlichen Mitschuld am Klimawandel etwas dran wäre, könnte daraus niemand die Begründung für eine besondere Klimapolitik ableiten.


Internet

Klimagipfel: Treffen in Bonn bringt keinen Durchbruch

Bilderberg-Meeting in Sitges

Marcel Leroux: Global Warming – Myth or Reality? The Erring Ways of Climatology

15. Juni 2010

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