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Aktuelle Nachricht - Bundespräsidentenwahl: Wulff im ersten und zweiten Wahlgang durchgefallen (Update)

von Redaktion eigentümlich frei

Denkzettel für Angela Merkel

(ef-CV) Christian Wulff, der Kandidat der schwarz-gelben Koalition unter Angela Merkel, konnte bei der Bundespräsidentenwahl im ersten Wahlgang nur 600 von insgesamt 1242 Stimmen erringen. Für einen Sieg wäre aber eine absolute Mehrheit, also mindestens 622 Stimmen, erforderlich gewesen.

Die schwarz-gelbe Koalition verfügt insgesamt über 644 Sitze in der Bundesversammlung, die aus den Abgeordneten des Bundestages sowie Vertretern aus den einzelnen Bundesländern besteht. Mindestens 44 Wahlmänner haben also entgegen der von Angela Merkel vorgegebenen Linie für einen anderen Kandidaten gestimmt. Dies wird allgemein als politische Niederlage der Kanzlerin gedeutet.

Der von SPD und Grünen nominierte Joachim Gauck erreichte 499 Stimmen, die ehemalige Rundfunkmoderatorin Lukretia Jochimsen, die für die Linkspartei antritt, 126, das sind zwei mehr, als die Linkspartei über Sitze verfügt. Der von der NPD nominierte Nazibarde Frank Rennicke ("Das Reich muss neu erstehen") erhielt 3 Stimmen.

Da im ersten Wahlgang kein Ergebnis erzielt werden konnte, findet nun ein weiterer Wahlgang statt. Kann in diesem ebenfalls kein Kandidat eine absolute Mehrheit erringen, folgt ein dritter Wahlgang, bei dem nur noch eine einfache Mehrheit erforderlich ist

(Update) Auch der zweite Wahlgang brachte noch keine endgültige Entscheidung. Wulff erreichte 615 Stimmen (7 fehlen zur absoluten Mehrheit), Gauck 490, Jochimsen 123 und Rennicke 3.

Internet

Wikipedia: Bundesversammlung (mit Ergebnissen des ersten Wahlgangs)

30. Juni 2010

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