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Aktuelle Nachricht – Gleichstellung: Schwesig fordert Frauenquote in Unternehmen

von Redaktion eigentümlich frei

Bei Nichteinhaltung droht der zwangsweise Rechtsformwechsel

(ef-DF) Im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt"  fordert die stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD Manuela Schwesig die Einführung einer Frauenquote. Frauen seien zwar heute so gut ausgebildet wie nie, seien sogar besser ausgebildet als Männer. Aber die meisten von ihnen kämen nicht in Führungspositionen in der Wirtschaft, der öffentlichen Verwaltung oder der Politik. Sie fordere deshalb die Einführung einer Quote in Vorständen und Aufsichtsräten. In Norwegen gebe es mit der 40 Prozent-Frauenquote in Aufsichtsräten gute Erfahrungen, Frauen seien besser für die Position geeignet, hätten Familie und seien überdies jünger als die Männer, die zuvor dort vertreten waren. Zu der Frage, ob vor diesem Hintergrund die Frauenquote nicht zu einer Diskriminierung älterer Menschen führe, äußert sie sich nicht. Wie in Norwegen solle es jedenfalls härtere Sanktionen als Geldstrafen geben. Diese wirkten nicht und deshalb solle das Unternehmen nicht in der Rechtsform der Aktiengesellschaft fortgeführt werden können.

Unbeantwortet bleibt die Frage, warum die Frauenquote nicht zuerst in sämtlichen Gremien der SPD, denen der übrigen Parteien, den Staatsorganen oder der öffentlichen Verwaltung getestet wird. Auch die Führungsschicht der Bundeswehr lässt sich gut mit einer Quotenregelung denken. Gleiches gilt für Zugführer in der staatseigenen Bundesbahn, die als Aktiengesellschaft verfasst ist und in der der Bund als Alleineigner des Unternehmens ohne weiteres eine Quote beschließen könnte. Auch die vielen kommunalen Wirtschaftsbetriebe, die meist als GmbH mit Aufsichtsrat organisiert sind, könnten als Testfeld herhalten, bevor man sich an die leidlich freie Wirtschaft wagt.

Quelle

16. Juli 2010

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