| |||||
![]() ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: ef auf FacebookBesuchen Sie uns auch auf Facebook: |
Aktuelle Nachricht – Somalia: 925 Polizisten verschwundenvon Redaktion eigentümlich frei Finanzieren deutsche Steuerzahler afrikanische Terroristenausbildung? (ef-LFP) Wie der deutsche Auslandsrundfunk Deutsche Welle (DW) aktuell berichtet, sind in Somalia jüngst knapp 1.000 frisch ausgebildete Sicherheitskräfte spurlos verschwunden. Sie alle gehörten zu einem Kontingent an Nachwuchspolizisten, die seit September 2009 in einem äthiopischen Ausbildungslager mit relevanten Einsatzgrundsätzen vertraut gemacht sowie mit Material und Waffen ausgestattet worden waren. Die Bundesregierung hat diese Trainingsmaßnahme mit insgesamt einer Millionen US-Dollar, circa eine dreiviertel Millionen Euro, im Rahmen einer nichtmilitärischen Intervention bezuschusst. Das Ziel war es, die innere Sicherheit in dem krisengeschüttelten Land durch professionell ausgebildeten und ausgerüsteten Polizeinachwuchs zu fördern. Wie das Auswärtige Amt bestätigt, verschwanden nach Abschluss der Ausbildung insgesamt 925 Polizisten auf dem Transport von Äthiopien in die somalische Hauptstadt Mogadischu. Offen blieb, ob die Sicherheitskräfte desertiert sind oder nicht. Aller Wahrscheinlichkeit nach haben sie sich jedoch den bewaffneten Kräften der islamistischen, Al-Kaida nahen Organisation Al-Shabaab angeschlossen, die mittlerweile mehr als zwei Drittel des Landes kontrolliert und die somalische Übergangsregierung, den ursprünglich vorgesehenen Dienstherren der frischen Sicherheitskräfte, zu stürzen versucht. Das Problem der Desertation ist indes schon lange bekannt. Die UN selbst schätzte bereits 2008, dass etwa 80 Prozent der somalischen Polizeikräfte im Laufe ihrer zeitlich überschaubaren Karrieren den Dienstposten inklusive Waffen und allen verfügbaren Materials räumen. Ulrich Delius, Afrikareferent der Gesellschaft für bedrohte Völker, kennt auch den Grund: „Niemand weiß, wer morgen die Regierung stellt […], deswegen wechseln sie die Seiten um zu überleben.“ Vor allem, wenn die Gegenseite militärisch potenter und zahlungskräftiger ist: „Somalische Warlords bieten meistens mehr Geld als die reguläre Armee oder Polizei.“ Vor allem, wenn es sich um Kandidaten mit guter Ausbildung handelt. Das hinderte den deutschen Außenminister Guido Westerwelle freilich nicht zu betonen, die durch deutsche Steuergelder finanzierten Ausbildungsmaßnahmen seien ein „substantieller Beitrag“ um das Land zu stabilisieren. Quelle: Deutsche Welle Online vom 30.07.2010: Hundreds of German-financed Somali police officers go missing 03. August 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
| |||
| Copyright © 2010 Lichtschlag Verlag KG | Design and Programming by greybyte, using Django and Performancing's Modernpaper template. | |||||