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Sarrazins Lufthoheit über kleinen Betten: Kinder in die Verwahranstalt, alle!

von Redaktion eigentümlich frei

Der blinde Fleck der Diskussion

(ef-AFL) Thilo Sarrazin steht wie kaum jemand zuvor im Schussfeld der politmedialen Herrscherkaste. Kein Kosename, der in den letzten Tagen nicht gleich mehrfach auf ihn geworfen worden wäre, sei er doch ein „unmenschlicher“, „irrer“, „gemeingefährlicher“ „Nazi“, wenn nicht alles und noch viel mehr.

Grund für die Nettigkeiten deutscher Qualitätsmedien und Spitzenpolitiker ist die allzu kühne Analyse Sarrazins, die Tatsachen benennt, wo die politisch korrekte Staatsraison das Schweigegelübde verlangt.

Die Rezepte allerdings, die Sarrazin vorschlägt, werden seltsamerweise gar nicht erst erörtert. Sie machen deutlich, warum der Mann – durch und durch Sozialdemokrat – partout das SPD-Parteibuch behalten möchte.

Nur ein Beispiel: Sarrazin will erklärtermaßen genau den deutschen Sozialstaat „retten“, den er selbst zuvor als Problem analysiert. Und gegenüber Kindern ist der lebenslange Beamte noch weit unerbittlicher als gegenüber jeden Andersgläubigen. Seine Forderung: „Für Kinder ab dem dritten Lebensjahr besteht Kindergartenpflicht. Der Ganztagskindergarten wird zur Regelleistung. Die Ganztagsschule wird zum Regelbetrieb.“

Ab, mit dem Krippengewächs, in die staatlichen Bildungsanstalt: Lernen macht frei. Nein, so weit sind die irrsten, unmenschlichsten, gemeingefährlichsten Nazis – und auch die Kommunisten – gegenüber ausnahmslos allen Kindern nicht gegangen. Wird der vollendete Totalitarismus gegenüber den Kleinsten hier nur deshalb nicht diskutiert, weil er längst auf der Agenda all derer steht, die diesseits der „Migration“ im Großen und Ganzen mit dem Genossen Thilo Sarrazin übereinstimmen?

30. August 2010

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