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Aktuelle Nachricht - Steinbrück im Interview zur Bankenrettung: Es drohte ein Teufelskreisvon Redaktion eigentümlich frei Vermarktung seines Buches und Selbstbeweihräucherung (ef-DF) Im Interview mit dem "Spiegel" formuliert der in der Finanzkrise von 2008 amtierende und nun ehemalige Finanzminister Steinbrück einige bemerkenswerte Einblicke. Obwohl man mit der Zähmung der Finanzmärkte vorangekommen sei, gebe es "nach wie vor tiefgreifende strukturelle Verwerfungen, die das wirtschaftliche Gleichgewicht in der Welt bedrohen". Eine Wiederholung sei nicht ausgeschlossen. Steinbrück erklärt weiterhin: "Wäre AIG pleitegegangen, hätte der Finanzsektor einen Schmelzpunkt erreicht." Die Welt hätte "an einem Abgrund" gestanden. Über die von Merkel und ihm ausgesprochene Garantie der Spareinlagen sagt er, dass man sich "auf dünnem Eis" bewegte. Für die Zusage "fehlte uns eigentlich die Legitimation". Auch habe es "keine Rechtsgrundlage und keinen parlamentarischen Rückhalt" gegeben Noch heute wundere er sich, "dass die Parlamentarier hinterher nie gefragt haben: Um Gottes willen, was habt ihr da eigentlich gemacht?" Das alles sei aber nötig gewesen, denn es drohte ein Teufelskreis. Josef Ackermann als Banker wirft er "den leichtfertigen Umgang mit Risiken, die Spekulation mit Kreditversicherungen, die Geschäfte außerhalb der Bilanz" vor. Die Verärgerung der Aktionäre der HRE verstehe er nicht, denn diese seien ja nicht durch den Staat, sondern in einem Prozess "purer Marktwirtschaft" durch den Markt enteignet worden. Für den Fall, dass das Enteignungsgesetz nicht verabschiedet worden wäre, habe er seinen Rücktritt erwogen. Damit habe er jedoch nicht kokettiert. Über den Euro sagt er, dass dieser mit dem Schicksal Europas verknüpft sei. Ein Zerbrechen des Euros hätte Europa um 20 Jahre zurückgeworfen. Trotz des Rettungspakets werde die steigende Zinslast Griechenland früher oder später überfordern. Ohne Umstrukturierung zu Lasten der Gläubiger werde das Land nicht auf die Beine kommen. Er habe auch die Sorge, dass die EZB zu einer Bad Bank für europäische Staatsanleihen werde. Quelle 14. September 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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