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Aktuelle Nachricht – US-Kongresswahlen: Nancy Pelosi in Bedrängnis

von Redaktion eigentümlich frei

Prominenter Grünen-Politiker fordert zur Wahl des republikanischen Gegenkandidaten auf

(ef-RG) Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses und somit die ranghöchste Frau der USA und der Demokraten, die Nummer drei in der Hierarchie nach dem Vizepräsidenten, gerät in ihrem Wahlkreis in San Francisco in Bedrängnis. Matt Gonzalez, ein in San Francisco prominenter Politiker der Grünen und vor zwei Jahren der Vizepräsidentschaftskandidat neben Ralph Nader, hat Pelosi in einem offenen Brief scharf angegriffen und angekündigt, für ihren republikanischen Gegenkandidaten John Dennis zu stimmen und jeden, den er kennt, aufzufordern, es ihm gleichzutun.

In dem gestern in „fogcityjournal.com“ veröffentlichten Brief verurteilt Gonzalez Pelosis Eintreten für die Eskalation der Kriege in Irak und Afghanistan sowie ihre Unterstützung des die Bürgerrechte einschränkenden „Patriot Act“. Außerdem kritisiert der Grüne die Weigerung Pelosis, mit ihrem Gegenkandidaten öffentlich zu debattieren. Ihre „Ausrede“, sie sei nicht oft genug in San Francisco, sei „nicht überzeugend“, da sie beispielsweise am 7. Oktober Zeit gefunden habe, ein Baseballspiel in der Stadt zu besuchen.

Gonzalez begründet seine Unterstützung des republikanischen Kandidaten John Dennis damit, dass dieser „felsenfest gegen den Krieg und für die Verteidigung der Bürgerrechte eintritt“ sowie „für Schwulenrechte und gegen Rettungspakete für die Wall Street“ sei und die „Legitimität der Federal Reserve in Frage stellt.“ Obwohl er nicht mit allen Standpunkten von Dennis übereinstimme, unterstütze er ihn, weil er ein „waschechter Libertärer“ sei, der „nicht in die rechte Schublade gesteckt werden kann.“

Pelosis Wahlkreis ist bislang fest in demokratischer Hand. So hat die heutige Sprecherin des Repräsentantenhauses in San Francisco seit ihrer ersten Wahl 1992 immer mindestens 80 Prozent der Stimmen erzielt, wenn auch bei der letzten Wahl 2008 „nur“ noch 72 Prozent, während die Kandidaten der Republikaner nie mehr als 18 Prozent erreichten.

Quelle:

Gonzalez Pens Open Letter to Pelosi

13. Oktober 2010

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