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Aktuelle Nachricht – USA: Widerstand gegen Nacktscanner wächst an

von Redaktion eigentümlich frei

Obama sieht keine Alternative

(ef-DF) Der Widerstand gegen die an mittlerweile fast 100 amerikanischen Flughäfen installierten Nacktscanner nimmt zu. Flugpassagiere haben in den USA nur noch die Wahl zwischen dem Gang durch die "Pornotrons" oder einer manuellen Durchsuchung, die nicht vor dem Abtasten der Genitalien halt macht. Alternativen lässt die staatliche TSA, die Transportsicherheitsbehörde, die dem Heimatschutzministerium zugehörig ist, nicht zu. So werden Passagiere mit einem Bußgeld belegt, die den Flughafen verlassen, wenn sie sowohl der Durchsuchung als auch der Durchleuchtung dadruch ausweichen wollen.

Der Protest wuchs an, als der Informatiker John Tyner gegenüber Amtsleuten der TSA erklärte, er werde sie verhaften lassen, wenn sie seinen "Junk" berührten. Einem Mann mit künstlichem Ausgang wurde beim Durchsuchen der Verschluss des Plastikbeutels zerstört, so dass er von Urin durchnässt sein Flugzeug besteigen musste. Auch Kinder und Nonnen werden abgestastet. Die TSA hat wegen der Proteste mittlerweile ihre Vorgehensweise eingeschränkt und läßt ihre Mitarbeiter nur noch Jungen und Mädchen ab einem Alter von 13 Jahren abfühlen. Entegegen der Versprechungen, dass die Bilder nicht gespeichert würden, fanden rund 100 Bilder den Weg an die Öffentlichkeit.

Das bevorstehende Thanksgiving-Wochende, an dem traditionell viel gefolgen wird, wurde von Widerständlern zum nationalen Opt-out-Tag bestimmt. Die Protestler wollen in konzertierter Aktion das Durchleuchten durch die Körperscanner verweigern. Derweil wurden Studien bekannt, nach der das Risiko einer schweren Verstrahlung mit Todesfolge durch eine Fehlfunktion der Scanner genauso hoch ist wie das Risiko, bei einem Terroranschlag im Flugzeug zu Schaden zu kommen.

Ins Licht der Öffentlichkeit rückt auch zunehmend die Rolle von Michael Chertoff. Dieser stand dem Heimatschutzministerium bis 2009 vor und ist verantwortlich für die Einführung der Scanner. Seine Beratungsfirma Chertoff Group hat einen Beratervertrag mit dem Hersteller der Geräte Rapiscan Systems.

Präsident Obama sagte zu den Körperscannern, er nehme die Beschwerden zur Kenntnis, sehe aber in den Sicherheitsmaßnahmen im Moment die einzige effektive Möglichkeit, einen Anschlag auf ein Flugzeug zu verhindern. Geplant sind die Beschaffung und der Betrieb von 1.000 Scannern.

24. November 2010

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