Redaktion eigentümlich frei

ef-Einkaufspartner

Wenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button:

ef auf Facebook

Besuchen Sie uns auch auf Facebook:
facebook.com/efmagazin

Aktuelle Nachricht – Brüderle: Wikileaks-Dokumente wie Stasi-Unterlagen

von Redaktion eigentümlich frei

Außerdem Assange in Haft

(ef-DF) Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat die von Wikileaks veröffentlichten Unterlagen mit Dokumenten der Stasi verglichen.  Er wird zitiert mit den Worten: "Manches was ich bei Wikileaks da entnehme, erinnert mich an die Sammelwut, die früher Institutionen im Osten hatten - die Stasi dabei". Gleich darauf ruderte er zurück und bezeichnete seine Äußerung als "vielleicht etwas überpointiert".

Die von Wikileaks veröffentlichten amerikanischen Depeschen beinhalten Persönlichkeitsprofile vieler Politiker. Auch geht aus ihnen hervor, dass die amerikanische Außenministerin Clinton Anweisung erteilt hat, die Kreditkartennummern und Kontodaten von Vielfliegerprogrammen von UN-Mitarbeitern herauszufinden. Zusätzlich hat sie nach DNA-Proben verlangt.

Sie hat zusätzlich von der amerikanischen Botschaft in Argentinien Informationen über die argentinische Staatspräsidentin Cristina Fernández de Kirchner angefordert. Sie fragte, wie diese mit Stress und Angstzuständen umgehe und wie dies ihr Entscheidungsverhalten beeinflusse, ob sie Medikamente nehme und unter welchen Umständen sie am besten mit Stress fertig werde. Außerdem wollte Clinton wissen, wie Emotionen Kirchner beeinflussen und wie sie unter Stress zur Ruhe finde.

Heute wurde bekannt, dass Julian Assange, Sprecher von Wikileaks, in London in Haft genommen wurde, nachdem er sich den dortigen Behörden gestellt hat. Grundlage des europäischen Haftbefehls aus Schweden sind wohl nicht die Veröffentlichung amerikanischer Depeschen, sondern ein im Raum stehender Vorwurf der Vergewaltigung. Dieser Vorwurf war zwischenzeitlich vom Tisch und in den geringeren Vorwurf der sexuellen Belästigung verwandelt worden. Doch wurde in Schweden die zuvor zuständige Staatsanwältin kurzfristig wieder für den Fall zuständig, die den alten Vorwurf in veränderter Form erneut hervorholte.

Quellen

MDR

LA Times

07. Dezember 2010

Unterstützen Sie ef-online

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien.
Klicken Sie hier für Informationen zur Fördermitgliedschaft.

Testen Sie eigentümlich frei

Prominente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht.

Diesen Artikel teilen

Anzeigen