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Aktuelle Nachricht – Bürger in Wut fordern Wahlbeobachter: Unregelmäßigkeiten bei der Bremer Bürgerschaftswahlvon Redaktion eigentümlich frei Landtagsabgeordneter Jan Timke schreibt OSZE an Die konservative Wählervereinigung BÜRGER IN WUT (BIW) hat die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gebeten, Beobachter zur Bremischen Bürgerschaftswahl am 22. Mai 2011 zu entsenden. Begründet wird das Gesuch mit massiven Unregelmäßigkeiten, die bei der letzten Landtagswahl im Jahre 2007 aufgetreten waren. Nach der Bürgerschaftswahl vom 13. Mai 2007 hatten die BÜRGER IN WUT ein Wahlprüfungsverfahren angestrengt, das zahlreiche Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften zutage förderte. Im Mai 2008 erklärte der Staatsgerichtshof Bremen den Urnengang wegen „gravierender Wahlfehler“ für teilweise ungültig. Da diese Mängel nicht durch eine bloße Nachzählung der Stimmen geheilt werden konnten, ordnete das höchste Bremer Gericht eine Neuwahl im Bremerhavener Stimmenbezirk Freizeittreff Eckernfeld an. Es war das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, dass eine Landtagswahl wegen nachgewiesener Fehler der Wahlorgane teilweise wiederholt werden musste. Obwohl das Wahlprüfungsverfahren fast ein Jahr dauerte, wurde der Sachverhalt nie vollständig aufgeklärt. Der zuständige Wahlbereichsleiter für Bremerhaven, Ulrich Freitag (SPD), ist noch immer im Amt. Freitag trägt nicht nur die politische Verantwortung für das Wahlchaos. Er unterließ es auch, den Wahlbereichsausschuß über die regelwidrigen Vorkommnisse am Wahlabend zu informieren. Deshalb stellte das Gremium ein unrichtiges Wahlergebnis fest, das erst durch die gerichtlich verfügte Nachwahl korrigiert wurde. Außerdem kam heraus, daß Freitag in mindestens einem Fall versucht hatte, eine politische Gruppierung auch durch Drohungen von einer Teilnahme an der Landtagswahl abzuhalten. Trotzdem soll der Sozialdemokrat nach dem Willen des SPD-dominierten Bremer Senats auch 2011 mit der Leitung des Wahlbereiches Bremerhaven betraut werden. Schon diese Personalie legt die Befürchtung nahe, dass es bei der Bürgerschaftswahl 2011 erneut zu Unregelmäßigkeiten in Bremerhaven kommen könnte, die den Wählerwillen verfälschen. In diesem Jahr werden die Wähler im Land Bremen erstmals die Möglichkeit haben, insgesamt fünf Stimmen auf mehrere Listen bzw. Kandidaten zu verteilen. Das Kumulieren und Panaschieren stellt die Organisatoren vor große Herausforderungen und erhöht die Gefahr von Fehlern der Wahlhelfer, die auf ihre Aufgabe ohnehin nur unzureichend vorbereitet werden. Schon aus diesem Grund ist die Anwesenheit neutraler Beobachter geboten. „Wir wollen, dass die diesjährigen Wahlen im Land Bremen fair und demokratisch ablaufen. Was 2007 bei der Bürgerschaftswahl in Bremerhaven geschehen ist, darf sich nicht wiederholen. Das Vertrauen der Bürger in die Wahlprozedur muß wiederhergestellt werden. Deshalb haben wir die OSZE gebeten, Beobachter zu entsenden. Das ist kein ungewöhnlicher Vorgang. Abgesandte der OSZE waren zum Beispiel bei den Kongress- und Gouverneurswahlen in den USA vor Ort, die vor zwei Monaten stattfanden. Auch die Bundestagswahl 2009 wurde von Experten der OSZE begleitet. Wie die Erfahrungen der Vergangenheit gezeigt haben, ist das Land Bremen nicht zuletzt wegen seiner verfilzten politischen Strukturen für Wahlfehler besonders anfällig. Dieses Problem wird heuer durch das neue und deutlich kompliziertere Wahlrecht verschärft. Wir würden es deshalb begrüßen, wenn die OSZE unserem Antrag entspricht und die kommende Landtagswahl in Bremen genau unter die Lupe nimmt“, begründet der Bürgerschaftsabgeordnete Jan Timke die Initiative der BIW. 22. Januar 2011 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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