25. Januar 2011

Debatte um „Kinderseelen-KZ“-Interview Das allzu Offensichtliche

Replik der Romanautorin zu „Schulmobbing: Zwischen den Zeilen“ von Karin Pfeiffer-Stolz

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen über „Rückkehr ins Kinderseelen-KZ“ nur mit Personen zu korrespondieren, die auch die Primärquelle gelesen haben. Diese Haltung resultierte aus der Tatsache, dass im Vorfeld, also noch bevor das Buch erschienen ist, bereits sog. Kritiker auf den Plan getreten waren, die das Werk allein wegen des Titels ablehnten – ohne jemals eine Zeile darin gelesen zu haben. Diese meine Vorgangsweise erwies sich bis dato immer als richtig, wandelten sich doch selbst die emsigsten Mitglieder aus der Fraktion der Vorabkritiker im Nachhinein als leidenschaftliche Befürworter meines Buches. Ich denke auch, dass es ein Ausdruck minimalster Seriosität ist und es ganz allgemein von Redlichkeit zeugt, wenn das Werk einer Autorin, deren Ansichten und literarische Qualität man fälschlicherweise zu kennen glaubt, gelesen wurde und man nicht nur flott, quasi ins Blaue hinein, darüber spekuliert.

Zu welch peinlichen Ergebnissen es kommen kann, wenn der andere, unseriöse Weg eingeschlagen wird, zeigen, sehr geehrte Frau Pfeiffer-Stolz, auf eindrückliche Weise Ihre Einlassungen zum Thema auf. Dann nämlich paart sich dogmatische Erkenntnisresistenz mit unverblümt politkommissarischem Eifer und auf purer Ideologie fußende Pseudoargumentation. Dass Ihre im Brustton der Überzeugung zur Schau gestellte Selbstentlarvung halbwegs passabel geschrieben ist, macht die Sache nicht besser. Hätten Sie den ersten, seriösen, zugegebenermaßen auch zeitaufwendigeren Weg gewählt (Recherchieren ist halt manchmal mühsam), hätten Sie sich zumindest den zweiten Teil Ihres Verdiktes ersparen können. Ich persönlich gehe sogar davon aus, dass Sie in dieser Angelegenheit dann überhaupt nicht zur Feder gegriffen hätten. Weil Sie sich aber mit ihrem Versuch so redlich Mühe gegeben haben, mache ich eine einmalige Ausnahme und antworte auf jene Punkte in ihrem Text, die eine Erläuterung überhaupt wert sind.

Faktisch geht es Ihnen primär nicht um mein Werk und den darin vermittelten Inhalten. Wäre es so, müssten Sie sich auch mit diesem beschäftigen – es also lesen. Doch nein, was für Sie allein von Bedeutung ist, ist meine Person. Genauer: meine ideologische Kategorisierung. Und Sie bilden sich ein, fündig geworden zu sein: „Ist es zu weit hergeholt, (…) eine gewisse Sympathie der Autorin für linkes Ideengut herauslesen zu können, so zwischen den Zeilen?“ Das Fragezeichen am Ende der Aussage passt im Übrigen sehr gut zum Grundtenor Ihres Textes, der von Unterstellungen, Mutmaßungen und schierer Unsicherheit nur so überquillt. Ich werde noch darauf zurückkommen. Jedenfalls machen Sie Ihre Behauptung exemplarisch an meiner Aussage, „Es ist immer wieder amüsant zu beobachten, wie pseudolinke Erscheinungsformen jahrelang den Multikulti-Irrtum predigen, aber den Kiez in Windeseile verlassen, sobald die eigenen Kinder ins schulpflichtige Alter kommen.“, fest.

Ich denke obiges Zitat ist eine gute Gelegenheit seine Aussage mit meiner persönlichen Position in weltanschaulichen Fragen zu verknüpfen und auch zu erklären, wie es zu den Interviews mit eigentümlich frei gekommen ist.

Wissen Sie, Frau Pfeiffer-Stolz, ich bin in politischer Hinsicht Pragmatikerin. Ich habe nichts gegen eine Partei, ich habe etwas gegen alle. Politische Entscheidungen sind für mich nicht abhängig von ideologischen Überlegungen, sondern von der Dringlichkeit der Frage, der Schwere des zu lösenden Problems. Inwieweit eine Parteinahme mich in meinen individuellen Freiheiten und Menschenrechten einschränkt oder nicht, gibt schließlich den Ausschlag zu ebensolcher. Ob es sich dabei um ein liberales, linkes, konservatives oder aufgeklärt-rechtes politisches Programm handelt, ist für mich nicht von Bedeutung. Einmal ganz abgesehen von der Tatsache, dass im Jahre 2011 politische Kategorisierungen nach dem klassischen Muster der parlamentarischen Sitzordnung ohnehin keine Gültigkeit mehr haben. Nicht umsonst schießen gegenwärtig a-ideologische, dafür umso pluralistischer strukturierte Bürgerforen europaweit wie junge Pilze aus dem Boden. Und Sie können mir glauben: Nichts liegt mir ferner als die Schaffung eines neuen Menschen. Ich habe zur Natur des homo sapiens eine sehr realistische Einschätzung. Diese findet sich in den Schriften von Persönlichkeiten aus dem gesamten politisch/philosophisch/religiösen Spektrum. Welche, sage ich jetzt bewusst nicht. Vielleicht animiere ich Sie ja so einmal zum Recherchieren, falls Sie nicht von selbst draufkommen.

Von eigentümlich frei bin ich zum Themenschwerpunkt Anatomie der Gewalt interviewt worden, weil ich mich mit dem Thema school shooting seit über einem Jahrzehnt beschäftige. Der bisherige Höhepunkt dieser Beschäftigung ist „Rückkehr ins Kinderseelen-KZ“. Ich bin dezidiert nicht interviewt worden, weil ich, im libertären Sinne, Vorzeigeliberale wäre. Aber im Gegensatz zu Ihnen, Frau Pfeiffer-Stolz, hat mein Interviewer Robert Grözinger das Buch sehr genau gelesen. An jenen Stellen, wo meine Positionen von der Mehrheit der ef-Leserschaft abweichen, stellte er entsprechend kritische und investigative Fragen, damit diese Unterschiede auch unübersehbar deutlich werden konnten. Dass zur Decodierung dieser Statements die von ihnen esoterisch beschriebene Disziplin des „Zwischen-den-Zeilen-Lesens“ vonnöten gewesen wäre, ist lächerlich und Ausdruck einer pädagogisch belasteten Wichtigtuerei. Dass nicht in allen meinen Äußerungen Konsens zur Blattlinie von eigentümlich frei besteht, ist unbestritten. Allerdings ist so etwas unter Pluralisten auch kein Problem. Im Gegensatz zu Vertreterinnen einer reinen, wahren Lehre. Das Leben aber ist bunt und keine Einbahnstraße. André F. Lichtschlag schrieb auch schon für das Compact-Magazin des „Querfront-Linken“ Jürgen Elsässer und für das Max-Stirner-Archiv des kapitalismuskritischen Kurt W. Fleming. In keinem dieser Beiträge wurden eigene Positionen aufgegeben bzw. verfälscht und auch nicht das Gegenüber aufgrund anderer Meinungen unter Ideologieverdacht gestellt, was bei einer politischen Pragmatikerin wie mir sowieso Humbug ist. Die Quintessenz von „Schulmobbing: Zwischen den Zeilen“ beweist letzteres schwarz auf weiß.

- Stichwort „Zwischen den Zeilen“: Darf ich auch einmal? Barocker O-Ton Karin Pfeiffer-Stolz: „Eingedenk des guten Rates meiner ehemaligen Deutschlehrerin las ich gehorsam zwischen den Zeilen.“ Hat man das gesetzte, den Untertanengeist verratende „gehorsam“ herausgehört? Haarsträubend! Gehorsamkeit in diesem Kontext bedeutet Stagnation. Sie scheinen den gutgemeinten Rat Ihrer Deutschlehrerin zwar verinnerlicht zu haben, leider aber haben Sie es verabsäumt, den nächsten Schritt zu tun und sich weiterzuentwickeln: den löblichen Ansatz der Pädagogin zu übertreffen. Genaugenommen haben Sie diesen sogar zweckentfremdet. Warum? Erstens ist das Zwischen-den-Zeilen-Lesen bei Statements, die keine verborgenen Botschaften enthalten, eine ziemlich sinnlose Übung. Zweitens verkehren Sie den hinter dieser Übung stehenden Gedanken der kritischen Reflexion in sein Gegenteil, wenn Sie, bar jeder primären Quellenkenntnis, nach eigenem Gutdünken Rückschlüsse ziehen, die mit der hinter Buchdeckeln gepressten Realität nichts zu tun hat. Wer nur gehorsam ausführt und es unterlässt den dadurch vermeintlich gewonnenen Standpunkt einer Gegenprobe zu unterziehen, kann etwas nur glauben, aber definitiv nicht wissen.  Allzu offensichtlich gibt die von Ihnen getroffene  Wortwahl Auskunft über einen in schulische Ketten gefangenen Geist. Emanzipieren Sie sich lieber davon. Es könnte befreiend sein und Ihnen wirklich neue Erkenntnisse schenken.

Zu den „pseudolinke(n)Erscheinungsformen“: Wie in den Interviews bereits ausgeführt, halte ich den Vormarsch des Islam für das dringlichste und gleichzeitig am schwersten zu lösende politische Problem in Europa. Entsäkularisierung weiter Lebensbereiche, die enorme Gewaltbereitschaft in der islamischen Community und ihr exorbitanter Geburtenanstieg sind zurückzuführen auf ein Milieu, welches vielfach die Werte der Aufklärung verneint und Frauen zu Gebärmaschinen degradiert. Diese Dinge allein auf die soziale Frage zu reduzieren ist vulgärmarxistisch; leistungs- und anpassungswillige Unterschichtemigranten aus beispielsweise Vietnam zeigen, dass Armut keine Entschuldigung dafür ist. Moslemgewalt entsteht nicht ausschließlich, aber größtenteils, durch eine religiös-archaische Gewaltkultur. Viele Linke haben diese Tatsache totgeschwiegen und Kritiker dieser seit Jahren absehbaren Entwicklung mit der Faschismuskeule zu erschlagen versucht. Dabei verfügt doch gerade die historische Linke über den reichsten Fundus an religionskritischen Schriften. Paradezitat: „Die Kritik an der Religion ist der Anfang aller Kritik.“ (Dass die Linke selbst, kaum der Oppositionsrolle entwachsen, ihrerseits ersatzreligiöse Personenkulte bis zum Exzess zelebrierte, ist eine andere Geschichte.) Formulierte zum Beispiel ein Marx seine Meinung über den Islam und die orientalische Frage heute, in Zeiten des politisch korrekten Tugendterrors (dessen Beton zum Glück leise bröckelt), wortgleich, müsste er konsequenterweise von einem großen Teil seiner Anhänger und Nachbeter des Rassismus bezichtigt werden.

Als Pseudolinke bezeichne ich also jene Leute, die in dieser Frage vergessen haben, sich auf ihre Klassiker zu besinnen und sich schleunigst aus dem Staub machen, wenn die soziale Wirklichkeit vor der eigenen Haustür das wackelnde Weltbildgebäude der Theorie zum Einsturz bringt. Die Bezeichnung Pseudolinke ist vor dem Hintergrund, dass ich als Europäerin „mein“ Europa auch noch in ein paar Jahren wiedererkennen möchte, absolut zutreffend. Nicht kindlich-moralische Wertungen (verlogener Linker vs. ehrlicher Linker) bewegen mich dazu, gewisse Linke als Pseudolinke zu bezeichnen, sondern die pragmatische Tatsache, dass der Kampf gegen den unaufgeklärten Islam eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein wird, wo Verfechter des nahezu vollständigen politischen Spektrums mitwirken werden müssen. Da gilt es, rechtzeitig die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Zeit drängt angesichts der rasanten demographischen Entwicklung. Ohne authentische Linke im Boot wird die Schlacht nicht zu schlagen sein – oder ungleich schwerer. Die Gesellschaft wird bis dahin nämlich nicht nur aus libertären Liberalen bestehen. Dies hat mit realistischen Einschätzungen zu tun, nichts mit einer sozialistischen Grundgesinnung. Übrigens: Antifaschist bin ich, aber kein Antifant.

Ich denke, das sollte als politischer Offenbarungseid genügen, der Ihnen, Frau Pfeiffer-Stolz, um so vieles wichtiger war, als sich mit meinem Werk auseinanderzusetzen. Warum eigentlich? Im „Kinderseelen-KZ“ stünden beispielsweise einige satirische Passagen, die für die linke Szene alles andere als schmeichelhaft sind. Weshalb zieren Sie sich so, dieses Buch zu lesen und treten deshalb aus Unkenntnis der Primärquelle, wie jeder „Kinderseelen-KZ“-Leser bestätigen wird, in jedes nur erdenkliche Fettnäpfchen? Warum ziehen Sie das geduldige Fischen im trüben Teich der Spekulationen und Halbwahrheiten dem simplen Lesen eines Buches vor? Sehen Sie nicht, wie sehr Sie mit Ihrer seltsamen Abwehrhaltung linksextremistisch verbohrten Sekten aus den 1970ern ähneln, die Bücher, ohne sie studiert zu haben, unter Bannstrahl setzten, nur weil ihre Verfasser Bürgerliche waren?

Sie schreiben: „Frieda Norka wirft gewissen gesellschaftlichen Interessengruppen Heuchelei vor. Aber: ist ihr eigenes Interesse am Los gemobbter Schulkinder denn echt? Lassen wir das. Ich habe das Buch nicht gelesen, ich werde es auch nicht lesen.“Verzeihen Sie, Frau Pfeiffer-Stolz, aber was soll der Quatsch? In Anbetracht meines biographischen Hintergrundes, der Tatsache, dass ich mich diesem Thema seit dem 20. April 1999 in aller Ausführlichkeit widme, darüber schreibe, interviewe und analysiere, dass ich in Kontakt zu Menschen stehe, deren Seelenleben in der Schulzeit nachhaltig zerstört wurde und Familienangehörige kenne, die ihr Kind wegen Suizides infolge von systematischem Mobbing und Bullying verloren haben, kann ich über diese anmaßende Frage nur verständnislos den Kopf schütteln. Und warum stellen Sie erst eine solche Frage, wenn gleich danach wieder ein unsouveräner Rückzieher kommt, der jegliches journalistisches Fingerspitzengefühl missen lässt? Verzeihen Sie die Indiskretion: Aber ist „Rückkehr ins Kinderseelen-KZ“ am Ende gar das Buch, welches Sie insgeheim selbst schreiben wollten, aber nicht konnten? Ist es eine Art diffuser Schutzmechanismus, der Sie davon abhält, es zu lesen? Fürchten Sie sich davor, dieses Buch in die Hand zu nehmen, weil es Ihren Horizont erweitern und so manche selbstkreierte Spekulationsseifenblase über mich als Person und mein Werk zum Platzen bringen könnte? Durch Aussagen wie „Eventuell dient das Interview der Tarnung, und das Buch wäre womöglich doch ein intellektueller Genuss, den ich mir aus hochmütiger Voreingenommenheit entgehen lasse, wer weiß?“oder „Tue ich der Autorin unrecht? Ich befürchte, nein.“, verlieren Sie nicht nur jede Glaubwürdigkeit, sondern würden darüber hinaus bei jedem journalistischen Grundlehrgang nicht einmal die Erstsemester-Zwischenprüfung schaffen. Kenntnis der Primärquelle ist die Mindestvoraussetzung einer jeden „Buchbewertung“. Fakten, statt Mutmaßungen. Besäße Ihr Beitrag Glossencharakter, ließe sich das alles noch eher akzeptieren. Doch Ihrem Geschreibe fehlt jeglicher Witz und Esprit, jede (selbst)ironische Distanz. Sie treten bierernst im wissenschaftlichen Gewand mit dem Anspruch an, über ein Buch, das Sie überhaupt nicht kennen und den Anschauungen seiner Autorin, sogenannte Aufklärungsarbeit zu leisten. Sie sehnen sich nach strengen Leistungsanforderungen wie in Schulen alten Schlags? Würde Ihr Artikel nach deren Kriterien bewertet, müsste des Lehrers Kommentar lauten: Setzen, Pfeiffer-Stolz. Sechs.

Folgerichtig mussten Sie im thematisch zweiten Teil (beginnt mit Kapitelüberschrift: „Diagnose genial, Therapie tödlich“) Ihres Verdiktes endgültig den sprichwörtlichen Vogel abschießen. Sämtliche der von Ihnen aufgezählten Punkte (Revolutionen statt Reformen, Zwangskollektivierung der Kinder, gefängnisartige Schulgebäude, Suche nach Gegenmodellen und so weiter, und so fort) sind die dominierenden Themen von „Rückkehr ins Kinderseelen-KZ“; wenngleich diese dort tiefgründiger, detaillierter und bei weitem nicht so historisch eindimensional beleuchtet werden als das in Ihrem Elaborat der Fall ist. Vor allem anderen aber: zukunftsgewandt, nicht nostalgisch, libertär statt pädagogisch autoritär. Allein das von Seite 337 bis 399 reichende Kapitel „Brecht euer Schweigen“ beweist das in aller gebotenen Ausführlichkeit. Länge mal Breite. Vielleicht kommen Sie ja mal mit jemandem zusammen, der sich im Gegensatz zu Ihnen nicht gescheut hat, das Buch zu lesen. Diese Person kann Ihnen dann bestätigen, dass Ihnen der zweite Teil ihrer sog. Nachlese noch weniger zur Ehre gereicht hat, als der erste. Und das gleich in zweifacher Hinsicht: Weder stellen Ihre Ausführungen Eigenständiges dar (im Sinne einen echten Gegenpols zum „Kinderseelen-KZ“), noch erreicht Ihre im Vergleich dazu spärliche Darstellung auch nur ansatzweise dieselbe Komplexität und Informationsdichte. Insofern ist es möglicherweise ganz gut, dass Sie mein Buch nicht kennen. Es würde Sie ärgern, wenn Sie bemerken, wie überflüssig und geistig unfrei im Vergleich hierzu Ihre Einlassungen ausgefallen sind. Und es würde Sie erschrecken, zu sehen, dass Sie sich mit Ihrem Vorwurf der gebetsmühlenhaften Moralisierung viel zu weit aus dem Fenster gelehnt und dabei das Gleichgewicht verloren haben.

Allzu offensichtlich endet denn auch „Schulmobbing: Zwischen den Zeilen“ als lupenreine Farce: „(…) Frau Norka (…) Der provokative Titel ihrer Publikation ist nicht das schlimmste Übel – Wahrheiten müssen zuweilen schrill verpackt werden, damit sie öffentliche Aufmerksamkeit erregen. Allerdings sollte dann auch zwischen den Buchdeckeln des Skandaltitels mehr zu finden sein als bloß inkonsistentes Wortgeklingel von eher „pseudoliberaler“ Qualität.“Vorher noch schrieb die Dichterin: „Ich habe das Buch nicht gelesen, ich werde es auch nicht lesen. “ Tut mir leid, Frau Pfeiffer-Stolz, aber da hört alles auf. Spätestens hier, zum Finale Furioso, mutiert Ihr Geschreibe vor aller Öffentlichkeit zur unfreiwilligen Realsatire. Nach einer Flut von munteren Spekulationen schließen Sie bedenkenlos mit einem waschechten Glaubenssatz. Makaber. Sie verabschieden sich vom Publikum mit einem Fazit, welches Sie schlichtweg einfach nur glauben können, aber gar nicht wissen und, geschuldet Ihrer Verweigerungshaltung, auch nie wissen werden. Wie kann man Sie eigentlich noch ernst nehmen? Ich für meinen Teil will und kann es nicht länger, da dies einer unverzeihlichen Zeitverschwendung gleichkäme. Deshalb verzichte ich darauf, weitere Kardinalfehler und unzutreffende Behauptungen, die sich wie ein – Entschuldigung, aber das ist nicht ideologisch gemeint – roter Faden durch Ihren Beitrag ziehen, nachträglich richtigzustellen. Sollten Sie sich zu einer Gegenreplik genötigt fühlen, weise ich darauf hin, dass mich diese nicht erreichen wird. Aufgrund Ihrer Vorgangsweise scheiden Sie für mich als seriöse Diskussionspartnerin aus.

Allen an der Materie ernsthaft Interessierten, empfehle ich „Rückkehr ins Kinderseelen-KZ“ zu lesen. Was oft vergessen wird: Wegen der psychologisch genauen Schilderung der Amokläuferpsyche, zählt das Buch zum Krimi/Thriller-Genre. Es ist also auch für spannende Unterhaltung gesorgt. Unter frieda.norka@kinderseelen-kz.de antworte ich gerne auf alle Fragen. Vielen Dank.

Internet:

Schulmobbing: Zwischen den Zeilen

Gesellschaft und Schulmobbing: „Das Andere, Bessere, ist einer Hetzjagd ausgesetzt“


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Autor

Frieda Norka

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