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Aktuelle Nachricht – Ayn Rand: Die Weichen für John Galt sind gestellt

von Redaktion eigentümlich frei

Atlas Shrugged ab 15. April 2011 im US-Kino

(ef-DS) Die Säulen der Gesellschaft, die durch ihren Fleiß und ihren Erfindergeist für Wohlstand sorgen, treten in den Streik, wandern aus oder gehen in den Untergrund. Die wenigen übriggebliebenen Leistungsträger werden von einem immer totalitäreren Staatsapparat gegängelt und geschröpft. Was wie eine Beschreibung der aktuellen Zustände in den USA und in Europa anmutet, beschreibt im Jahre 1957 die russisch-amerikanischenSchriftstellerin und Philosophin Ayn Rand in ihrer Roman-Utopie „Atlas Shrugged“ (deutscher Titel: "Wer ist John Galt?").

Schon seit Jahren fieberten nicht nur Libertäre, Konservative und Tea-Partygänger der lange angekündigten Verfilmung des Romans entgegen. Als mögliche Schauspieler waren bereits Angelina Jolie, Brad Pitt, Farrah Fawcett und Charlize Theron im Gespräch. Nun hat die junge und in Europa noch unbekannte Schauspielerin Taylor Schilling die Hauptrolle der Eisenbahnunternehmerin Dagny Taggart bekommen, und den Spezialstahlfabrikanten Hank Rearden spielt der diesseits des großen Teichs noch ebenso unbekannte Grant Bowler.

Vorgestellt wurde der Film zum ersten Mal am 12. Februar 2011 in Washington auf der CPAC (Conservative Political Action Conference), einem jährlich stattfindenden Treffen amerikanischer Konservativer, wo er von den 11.000 Teilnehmern begeistert aufgenommen wurde. Treibende Kraft hinter dem Film ist der Fitness-Unternehmer (Cybex International) und Multimillionär John Aglialoro, der seit fast zwanzig Jahren versucht, große Filmstudios für den Stoff von Atlas Shrugged zu erwärmen. Doch mehrere vielversprechende Anläufe verliefen aus verschiedenen Gründen im Sande. Eines der Haupthindernisse war die angenommene schlechte Verfilmbarkeit des über tausendseitigen und dialoglastigen Romans.

Um das Buch durch radikale Kürzungen nicht allzu sehr zu verfremden, wurde für das aktuelle Filmprojekt unter der Regie von Paul Johansson die Form der Trilogie gewählt. Der erste Teil von „Atlas Shrugged“ wird voraussichtlich am 15. April 2011 in den US-amerikanischen Kinos anlaufen. Ob der Film auch auf deutschen Leinwänden zu sehen sein wird, hängt davon ab, ob „Atlas Shrugged“ in den USA ein Kassenschlager wird. Gelingt es den Werbestrategen, im Fahrwasser des zunehmenden Sozialstaatsverdrusses und der Tea-Party-Bewegung Stimmung für den Film zu machen, ist ein Erfolg nicht unwahrscheinlich, zumal das Buch laut Umfragen und Statistiken zu den einflussreichsten und meistgelesenen Romanen in den Vereinigten Staaten gehört.

Quellen und Literatur:

Offizielle Webseite des Filmprojekts „Atlas Shrugged“

Trailer auf Youtube

Ayn Rand: Wer ist John Galt? (Atlas Shrugged). Gewis, Hamburg 1997.

David Schah: Ayn Rand - Ihr Leben. Grevenbroich, Lichtschlag 2008.

15. Februar 2011

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