Redaktion eigentümlich frei

ef-Einkaufspartner

Wenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button:

ef auf Facebook

Besuchen Sie uns auch auf Facebook:
facebook.com/efmagazin

Aktuelle Nachricht – Somalia-Piraterie : Versicherer bietet privaten Geleitschutz an

von Redaktion eigentümlich frei

Staatsversagen auf hoher See

(ef-RG) Eine Gruppe britischer Versicherer und Schiffahrtsunternehmer plant neue Wege in der Bekämpfung somalischer Piraten. Seit Jahren machen Freibeuter aus Somalia die Gewässer beim Horn von Afrika unsicher. Frachter und Öltanker sind in ihre Hände geraten und wurden erst gegen Lösegeldsummen in Millionenhöhe wieder freigelassen.

Mit dem von der Jardine Lloyd Tompson in London gegründeten Nonprofit-Unternehmen „Convoy Escort Program“, oder CEP, sollen „Handelsschiffe auf effizientere Weise versichert und geschützt werden“, heißt es in einer Meldung der Zeitschrift „Miller-McCune“. Denn: „Die gegenwärtige Methode – der Kauf teuerer Lösegeldversicherungen und die Hoffnung, dass irgendein Marineschiff rettend einschreitet, wenn Piraten angreifen – hat das Piraterierisiko nicht gesenkt.“  

Über das CEP können Schiffsinhaber für mehrere Tage eine Kriegsgebietsversicherung kaufen und außerdem für einen „quasimilitärischen Geleitschutz“ bezahlen. Diese Eskorte würde bewaffneten Schutz leisten. Dabei würden „die Kosten und Mühen der Aufnahme bewaffneter Gruppen auf jedem Frachtschiff“ vermieden. „Die Idee ist, dass Schiffseigentümer nicht mehr als bisher bezahlen und vielleicht sehr viel weniger“, sagte Sean Woollerson von der JLT.

Laut Woollerson gibt es kein exaktes historisches Vorbild für diese „private Marine“. Deshalb habe die Zusammenstellung dieses Konzepts „so lange“ gedauert, nämlich zwei Jahre. „Auf dem Festland kooperieren privater Sicherheitsschutz und Militär ständig, nicht jedoch auf hoher See. Und das Seerecht ist komplexer als das Recht auf dem Festland.“ Das trifft im Hinblick auf das moderne Seerecht zu, kommentiert „Miller-McCune“-Autor Michael Scott Moore. In der britischen Geschichte jedoch sei eine private Marine als Antipiraterie-Maßnahme nichts Unbekanntes. Jahrhundertelang habe die British East India Company eine private Marine geführt.

Quelle: Britannia’s (Insurers) Rule the Waves

27. Februar 2011

Unterstützen Sie ef-online

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien.
Klicken Sie hier für Informationen zur Fördermitgliedschaft.

Testen Sie eigentümlich frei

Prominente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht.

Diesen Artikel teilen

Anzeigen