| |||||
![]() Jg. 1961, Maschinenbau-Ingenieur, betreibt die Website Familienwehr.de ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: ef auf FacebookBesuchen Sie uns auch auf Facebook: |
Parteien II.: Linker Keynesianismus versus rechte Wertewirtschaftvon Roland Woldag Deutsch-Österreicher hier, Anglo-Amerikaner dort und die Tea Party als Regelausnahme Preußen-Deutschland war vor der linken Parteienherrschaft das, was die USA nach dem Zweiten Weltkrieg waren: wirtschaftliche und wissenschaftliche Weltmacht. Denn man hatte eine funktionierende Verwaltung, welche einen zuverlässigen Rechtsrahmen und Planungssicherheit für das Handeln lieferte, wie es zu dieser Zeit auch die Österreichische Schule der Ökonomie (Wiener Schule) beschrieb. Wegen seines Erfolges wurde Preußen-Deutschland zur Gefahr für das Angloimperium, weshalb es nach dem Ersten Weltkrieg seines Erfolgsmodells beraubt (siehe auch „Preußen und die Marktwirtschaft“ von Ehrhardt Bödecker) und eine parlamentarische Demokratie installiert wurde. Die Zerstörung der wirtschaftlichen Grundlagen des Deutschen und Österreichischen Kaiserreiches und die Einführung der Kreditwirtschaft dienten der Sicherung der Hegemonie des British Empire/Angloimperiums. Der Umstand,
dass Deutschland bis heute von den USA als völkerrechtlich nicht existenter
Vasallenstaat geführt wird, erklärt, warum an den deutschen Hochschulen die
Österreichische Schule nahezu unbekannt ist. Vor dem Ersten Weltkrieg stand die
Wiener Schule kaum im Gegensatz zur Wirklichkeit in Wien und Berlin und
beschränkte sich eigentlich nur auf das Erklären von ökonomischen
Naturgesetzen, vermittelnd, dass keine Politik der Welt dagegen etwas
Dauerhaftes auszurichten vermag. Das Gesetz von Angebot und Nachfrage ist ein
Naturgesetz, es wirkt im Biotop der Einzeller in gleicher Weise wie in der
menschlichen Gesellschaft. Die Österreichische Schule (Wertewirtschaft) und der
Keynesianismus (Kreditwirtschaft) sind nicht das Produkt eines Carl Menger oder
Lord Keynes, sondern die Auffassungen dieser Männer sind das Produkt der
unterschiedlichen Kulturen, in denen sie sozialisiert wurden. Die
Wertewirtschaft entstand aus dem deutschen Verständnis für nachhaltiges Wirtschaften
mit den eigenen knappen Ressourcen – besonders im kargen Preußen. Die
Kreditwirtschaft entstand jedoch aus den ökonomischen Erfordernissen bei der
Plünderung der Ressourcen des British Empire. Ein Weltreich braucht Weltgeld
zur inflationären Weltausbeutung, deshalb haben die Yankees den Briten dieses
Instrument im Zweiten Weltkrieg auch abgejagt. Deshalb wird Deutschland bis
heute „schuldig“ gehalten obwohl kein Schuldiger mehr lebt. Und im Korsett des
Eurorubels ausgeplündert, auf dass es auf immer unfähig bleibe, zu seinen
wertewirtschaftlichen Wurzeln zurückzukehren, deren letzter Garant die Deutsche
Bundesbank war. Sehr augenscheinlich wurden diese ökonomischen Wurzeln der deutschen
Kultur beim Vergleich des Vorgehens deutscher und englischer Siedler im
Nordamerika des 19. Jahrhunderts. Während sich die Deutschen in Dörfern
zusammenfanden und nachhaltige Landwirtschaft mittels Düngung und Fruchtfolge
betrieben, gaben die englischen Farmer die ausgelaugten Böden immer wieder auf
und zogen weiter. Heute ist es nicht anders. Die anglo-amerikanisch dominierte
Weltfinanzoligarchie, deren Geschäftsmodell das Abgrasen und Weiterziehen ist,
residiert kulturgemäß in London und New York. Dass die Grüne
Nachhaltigkeitsbewegung gerade in Deutschland groß wurde, hat in unserer
Wirtschaftskultur seine Wurzel, sie richtet jedoch durch ihre
anglo-keynesianische Domestizierung mehr wirtschaftlichen Schaden als Nutzen an.
Wir leben unverändert unter alliierter Hegemonie und waren nie weiter als heute
davon entfernt, unsere Geschicke in die eigenen Hände nehmen zu können. Die
Kontrollfunktion des Parlaments ist unter der erpressbaren Sozialdemokratin
Merkel aufgelöst und die Macht auf die US-dominierte Weltbank und die EZB
übertragen worden. Dagegen werden die
„Österreicher“ durch Monarchisten, Haltungspreußen, Aristokraten und libertäre Nichtwähler
repräsentiert. (Ja Ösis, Ihr habt richtig gehört: Rechte Preußen sind auch Österreicher.) Die Rechte (nicht zu verwechseln mit den keynesianischen und damit undeutschen Braunsozialisten) steht für Freiheit, Subsidiarität und Eigentumsschutz, die an der Wiener Schule orientierte Tea-Party-Bewegung (in den USA!?) kämpft für die Trockenlegung der Notenbanken (FED) und damit der Lebensquelle der Papiergeld-Hochfinanz. Demokratische, also linke Parteien, sind die fünfte Kolonne dieser Hochfinanz, weshalb sich die Kanzlerin öffentlich freut und „die Welt erleichtert“ ist, wenn Deutschlands Wirtschaftskraft brutal abgesaugt und für das Bailout der Banken verbraucht wird. Da aber nur 25 Prozent der deutschen Bevölkerung dafür überhaupt noch steuerlich auszuplündern sind, und sich die Mehrheit in der linken Parteienherrschaft der Ausbeutung entzieht, hat eine Rechte, welche sich für die Interessen der produktiven Minderheit einsetzt, keine Chance. Die Parteien besitzen die uneingeschränkte Macht zur juristischen und physischen Vergewaltigung der Gesellschaft, ihrer Wirtschaft und ihres Geldes. Parteien-Demokratie wird durch Wählerbestechung erkauft. Da die Bestechungssummen nicht aus dem BIP generiert werden können, werden sie über das ungedeckte Papiergeldsystem geschaffen. Die Fehlanreize führen dann dazu, dass sich die Menschen aus der Daseinsvorsorge verabschieden, was seinen tödlichsten Ausdruck im „demographischen Wandel“ findet. Können dann die Zahlungsversprechen der Partei-Demokraten mangels qualifizierter Produktivkräfte nicht mehr erfüllt werden, kollabiert das demokratische Selbstbetrugssystem und macht der Anarchie Platz. An dem Punkt sind wir jetzt. Totale Parteien-Demokratie und Sozialismus tragen dasselbe Gift der Anmaßung von Wissen und Macht in sich, weswegen sie letztlich scheitern. Ich hatte 1985 meinen Ausreiseantrag aus der Ostzone gestellt, weil ich mir sicher war, das die Sozialisten nie abtreten würden, ohne ihre Macht mit den ihnen zur Verfügung stehenden Waffen brutal zu verteidigen. Ich empfand es dann als Überraschung und göttlichen Segen, dass das System scheinbar friedlich aufgegeben wurde. Nun hat mich der schwarze Humor der Geschichte wieder vor genau die Tür gestellt, die ich damals hoffte übersprungen zu haben. 02. September 2011 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
| |||
| Copyright © 2010 Lichtschlag Verlag KG | Design and Programming by greybyte, using Django and Performancing's Modernpaper template. | |||||